Ausstattung Krananhänger

Antworten: 13
farmerJT 17-01-2019 21:21 - E-Mail an User
Ausstattung Krananhänger
Hallo Kranwagen-Profis!
Wir sind gerade dabei eine Krananhänger-Gemeinschaft (100-300h/Jahr?), ohne diesbezüglicher Erfahrung zu gründen. Haben uns jetzt einiges angeschaut und unsere Ansprüche werden immer höher, doch was ist wirklich wichtig?

Radnarbenantrieb: Holz wird vorwiegend bergauf über Wiesen und Traktorwege gebracht.
Wie viel hilft der wirklich, bzw kann man dadurch einen wesentlich kleineren Traktor vorspannen, oder nimmt er zuviel Zapfwellenleistung auf? (70PS-4t EG Hänger)
Wird damit auch die Sicherheit bei Bergabfahrten erhöht?
Preis/Leistung gerechtfertigt? (10.000€)

Kran:
Ist die Belastungsklasse B3 oder B4 wirklich für die Lebensdauer maßgeblich?
Hubkraft, Kranlänge oder Schwenkkraft, was ist für die praktische Arbeit am entscheidensten?
Pumpenleistung: Axialkolbenpumpe der Zahnradpumpe deutlich überlegen?
Doppelausschub Tele sinnvoll, bzw stört der nach oben/hinten längere Kranarm beim einfachen Ausschub im Bestand?



jakob.r1 antwortet um 17-01-2019 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich farmer, -- also die 10Tausend sind wohl der Aufpreis für den Radnabenantrieb. Dann schätze ich, das sich da so 90Tausend zusammensummieren bis Euer Wunschwagen zusammengestellt ist, noch dazu wo Du schreibst das die Ansprüche immer höher werden...
Da tut sich auch der Gedanke auf, einen gebrauchten Rückezug anzuschaffen.
Gut wäre noch zu wissen, wie Ihr denn bisher Euer Holz rausgebracht habt, wenn Ihr bisher keine Erfahrung mit Kranhänger habt.
Also, wenn wir Euere Ausgabenplanung kennen können wir besser raten....
Beste Grüße
Jakob


Alois E.7646 antwortet um 17-01-2019 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ausstattung Krananhänger
Perzl hat nen 6t Rückewagen, mit dem sind Viele ganz Glücklich:
http://www.perzlzangen.de/perzl-maschinenbau/rueckewagen/



Ferdi 197 antwortet um 17-01-2019 23:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ausstattung Krananhänger
Palms mit Antriebe gibt es doch schon relativ günstig. Außerdem gibt es ja auch die Förderung für Mechanisierung bei einer Maschinengemeinschaft mit genug Hektar.

Beim Binder: binder001.com hat dutzende von 6 t bis 15t lagernd u. verkauft die Österreichweit.



Darki antwortet um 18-01-2019 05:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen
Also der Nabenantrieb ist natürlich top, vor allem weil auch Ketten aufziehen kannst, und das Profil nicht unter dem komischen Reibrollenantrieb leidet. - kostet halt auch dementsprechend.
Vermutlich reden wir hier ja von einem 8-10 Tonner Rückewagen???
Bei Gemeinschaft -> Eigenölversorgung. Ich habe auch nur steiles Gelände, und fast alles bergauf zu bringen. Aber einen 70PS Traktor würde ich dafür nicht nehmen, bergauf ist da gleich mal Schluss, ohne Zusatzantrieb ;-)
Wichtig ist auch ein Ölkühler! Ich habe mich damals bewusst dafür entschieden keinen RW zu kaufen. Da ist mir die Investition in eine ordentliche Winde mehr wert, und ich bring das Holz auch überall hin, ohne umzuhängen, bzw. die Bloche nochmal anzugreifen.
Bergab bringt dir eine gut eingestellte Bremse mehr als der Antrieb.
Beim Kran wäre ein hohes Schwenkmoment wichtiger als die Auslastung bei 200-300h im Jahr. zu kurz ist er ohnehin immer.
Ohne genauere Angaben ist das aber alles Kaffeesudleserei....

PS: Wenn damit in den Bestand willst, dann vergiss das mit den 70PS gleich wieder ;-)



LaLi antwortet um 18-01-2019 05:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ausstattung Krananhänger
Wenn ihr einen Radnarbenantrieb wollt, kommt sowieso nur eine Axialkolbenpumpe in frage!
Aber wenn du mit einem 70Ps Traktor zugleich losfahren und den Antrieb betätigen willst, wird nicht mehr Viel Kraft überbleiben.
So ein Antrieb nimmt mit vollem Hänger schon mal anständig Ps von dem Zapfwellenstummel! (von nichts kommt nichts)
Mfg Thomas


waltan antwortet um 18-01-2019 08:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei Kränen mit höher Belastungsklasse steigt meist auch das Gewicht. Gewicht der Kran-Anhänger-Kombi beachten! Sind oft schwerer als angegeben. Auch die Auslastung ist bei uns in der Gemeinschaft rasch angestiegen, weil der Wagen halt praktisch ist. Gibt auch Ö-Hersteller die ordentliche und nicht zu schwere Anhänger liefern. Nicht bei der Anschaffung sparen!


Beta290 antwortet um 18-01-2019 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also den Sinn einer Antriebshilfe in Frage zu stellen , ist schon ein Polzin. In Wirklichkeit will jeder einen Hilfsantrieb haben , es will sich diesen nur nicht jeder leisten . Welches System sei dahingestellt , da gibt's immer vor und Nachteile , aber meistens ists halt so , desto teuer desto besser das System .
Antriebs Wägen bekommt man je nach System und Ausstattung und Hersteller ab ca 40000.-
Nach oben hin keine grenze natürlich , aber von 90000.- braucht man auch nicht reden und schon gar niet von einem Rückezug .
Die Frage ist halt gibt man das Geld aus ´,und kann dann wirklich mit kleiner Schleppern auch fahren , (wo 70 Ps wie schon angesprochen aber schon das unterste Limit sein sollten .) bzw. man hat auch mehr Sicherheit , Oder man richtet sich´s ohne Antrieb halt nach den Gegebenheiten . Auf den größeren Schlepper Ausweichen (wenn vorhanden ) ein bar Brügel weniger aufladen ,und halt einmal öfter fahren , immer auf gute Bodenbedingungen achten . usw.
Gerade in einer Gemeinschaft sollte und muss man nicht immer auf jeden Euro schauen , da die kosten ja eh wie in eurem fall Aufgeteilt werden, auch fahren nicht immer alle gleich viel mit dem Wagen . Wenn jemand nur 2-3 mal im Jahr unterwegs ist , sollte nicht an der Sicherheit und Ausstattung gespart werden . Das System sollte nur einfach zu bedienen sein , unkaputtbar sein .( Sicherheits Einrichtungen )
Und wie auch schon angesprochen , nicht immer alles glauben was einem erzählt wird , gerade beim EG gibt es extreme Ausreißer , was aber nicht immer ersichtlich ist im Prospekt .
Viel spaß noch bei der Suche .


farmerJT antwortet um 18-01-2019 13:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke mal für eure Antworten!

Es wurden 10-11t Wagen mit 7-8m Kränen und Radnarbenantrieb angeboten. (Stepa,Palms, Beha und Pfanzelt) ca. 40-50t€. Die mit den kleineren Traktoren müssen nicht das steilste Gelände bewältigen, die anderen fahren mit 90-120 PS.

Ja das mit den ,,gefälschten,, EG hab ich schon öfter gehört. Bei einem slowenischen Hersteller, 9t Wagen,7m Kran, waren laut Kunden +1400kg Unterschied zur Prospektangabe.

Wie erwähnt die Kosten für den Antrieb relativieren sich in der Gemeinschaft pro Nase. Aber beim Kran scheiden sich die Geister was Hubkraft und Kranlänge betrifft. Ich bin auch der Meinung das die Schwenkkraft wichtiger ist, da sich die Stämme ziehen lassen und erst knapp beim Wagen gehoben werden müssen.




waltan antwortet um 18-01-2019 14:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo. Ein hydr. Radnabenantrieb wird nicht mehr Leistung beanspruchen können, als der Traktor bzw. die Hydraulikölpumpe hat - kannst ja zur Not, kurz bergauf mit dem Steuergerät (mech) auf Überdruck probieren.


LaLi antwortet um 18-01-2019 18:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei den Standard Radnarbenantrieben wie sie z.B. Krpan, Cranit, Palms,.. bei 9-11to Anhänger verbaut, kannst du von einer Zapfwellenleistung von ca. 35Kw ausgehen bei voller Belastung!
Mfg Thomas


puchi77 antwortet um 18-01-2019 22:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ausstattung Krananhänger
Der rote aus Österreich ist vom Leistungsgewicht sicher Top. Beim Kran ist von der Größe her ein 62 L oder 62 Z für Gemeinschaften ausreichend mit 8,4m Reichweite (haben wir bei den MR- Gemeinschaften). Bei der Pumpe ist ein Zweikreissystem mit Ölkühler zu empfehlen, da der Kran gleichmäßiger betrieben werden kann und sich nicht das zuerst bewegt wird was leichter geht. Auf Wiesenwegen und im Gelände sind die Reifen sehr ausschlaggebend. Die Standardflotation sind unbrauchbar, die hatte ich beim ersten FH. Diese haben fast keinen Seitenhalt und liegen nur in der Mitte auf. Beim vorigen 11to.er hatte ich die BKT AS 504 in 19.0/45/17 und beim aktuellen 14to.er den BKT Ride max FL 693 in 500/50/17. Mit den 500er lässt der Hänger sich besser ziehen, da der Durchmesser größer ist. Zum Antrieb. 70 PS ist halt sowieso mager für einen "echten" Forsthänger, da die Stützlast meist etwas geringer ist. Wenn der Kran mit den Füßen abgestützt wird und man will was ran ziehen kann es den Traktor ganz schön aushebeln. Aber wie steil ist steil? Oder wie fest ist der Untergrund? Ich habe zuerst auch über einen Antrieb nachgedacht, aber wir haben dann noch einen zweiten Traktor mit Winde.
Mfg. K.J.


JAR_313 antwortet um 20-01-2019 17:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Evt. wäre auch eine Möglichkeit mit einem 'günstigen' kleineren Wagen in die Thematik einzusteigen und später wenn alle das Fahren soweit mal gesehen haben einen größeren, gezielt auf die meisten Bedürfnisse der Gemeinschaftsmitglieder dazu zu stellen.
Vorteil: Die Bedürfnisse eines jeden sind unterschiedlich und man hat es selbst mal ausprobiert. So hat man beim großen Wagen nicht verkehrt investiert. Wenn Saison ist, ist ein Wagen schnell mal zuwenig. Für die kleineren Traktoren passt der kleinere Wagen besser.

Tandempumpe ist im Normalfall ausreichend. Nächste Frage ist gleich welche Steuerung ihr wollt?! Schnelles Umsetzen großer Mengen vom Haufen ist mit Hochsitz am übersichtlichsten. Stehpodest ist günstig und für oftmaliges Auf- und Absteigen die bessere Wahl. Funk ist zum Arbeiten alleine optimal um die Bäume auszuformen und die anderen Optionen sind eingeschlossen.

Auch mit 70 PS kann der Wagen mit Antrieb bewegt werden. Die Geschwindigkeit im Bestand ist sowieso immer gering. Die Leistungsabnahme hat mit der hydraulischen Leistung vom Steuergerät am Traktor nichts zu tun. Die Eigenölversorgung kann wesentlich mehr umsetzen.
Auch nur leicht Berg auf, auf der Wiese, ist ohne Antrieb sofort ein Abenteuer, also schon eine Klasse für sich.
Nicht vergessen der Antrieb wird höhere Servicekosten haben.
Habt ihr in eurer Gemeinschaft dies bereits fix ausgemacht. Kostenaufteilung, Ausstieg, Einstieg, Rep. Unterbringung, Wartung...wichtiger als der Wagen selbst, wenn sich ein paar 'Russen' finden:-)

Kran: wie bereits gesagt immer zu kurz und zu schwach. Die Schwenkkraft ist am Berg wichtig um den gehobenen Stamm über den Wagen drehen zu können. Zum Heranziehen muss das Teleskop herhalten. Als universell würde ich beim roten aus AUT 8,5m bezeichnen.




FraFra antwortet um 20-01-2019 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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pflicht wäre für mich untenanhängung und möglichst kleines eigengewicht

ich habe meinen wagen alleine,würde ich wieder investieren würde wohl ein reibrollen angetriebener kesla auf den hof kommen
schön ist so ein patu kesla mit wegzapfwelle!!

ich fuhr mal mit einen hydraulisch angetriebenen stepa 2wd ,hat mich nicht überzeugt ...

was wird denn gefahren ? buche mit 2fm werden nur sehr wenige kräne heben können


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