Antworten: 33
ubvubvubv 10-01-2019 18:07 - E-Mail an User
Forderung UBV
Quelle: UBV
Eine neue Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa (GAP) schwebt dem Unabhängigen Bauernverband (UBV) vor. Wie er sich sein System mit einer ausreichenden Bezahlung der landwirtschaftlichen Leistungen vorstellt, hat der Verband auf dem Landesverbandstag des UBV OÖ am vergangenen Wochenende vorgestellt. Auch der anwesende Kammerpräsident Josef Moosbrugger kommentierte die Vorschläge.

In der EU wird derzeit intensiv über die „nächste Gemeinsame EU Agrarpolitik“ (GAP) verhandelt. Aus der Sicht des UBV ist die GAP in der aktuellen Form den Bauern nicht mehr weiter zumutbar. Deshalb legte er auf seinem Verbandstag konkrete Vorschläge wie Forderungen für eine Neugestaltung der GAP zur Diskussion auf den Tisch.
Erbrachte Leistungen derzeit nicht bezahlt
Derzeit finde die betriebswirtschaftlich notwendige ausreichende Bezahlung dervon den Bauern erbrachten Leistungen nicht statt. Dies liege laut UBV u.a. daran, dass es keine Spielregeln am Markt für Lebensmittel gebe, welche die Bauern schützen. Beim Handel mit Lebensmitteln fehlten faire Spielregeln und damit ein Markt mit Spielregeln. Daher passen die Preise für die Produkte der Bauern nicht.

Das muss sich sofort ändern. Und zwar müsse dafür der Wert der Bereitstellung von 1 ha Kulturlandschaft durch die Bauern bezahlt werden. Die intakte Kulturlandschaft würden die Bauern bis heute praktisch gratis zur Verfügung stellen. Johann Herbst und Josef Kaltenegger - beide aus der Steiermark - skizzierten Überlegungen, wo man die Hebel ansetzen müsse.

Bezahlung für die Bereitstellung von Kulturland

Die österreichische Landwirtschaft brauche für die geforderte neue Agrarpolitik einen Vertrag mit der Republik Österreich. Darin solle die erbrachte Leistung – Schaffung und Bereitstellung des Produktes „gepflegtes Kulturland“ – je ha inklusive des Index fixiert werden, so die beiden UBV-Vertreter.
Auf dieser Basis solle jeder Land- & Forstwirt dem Staat jährlich eine Rechnung stellen. Die Rechnung solle in 4 Tranchen zum vereinbarten Stichtag bezahlt werden. Der Land- und Forstwirt als Rechnungsleger solle davon Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung zahlen - nach Abzug aller Aufwendungen, die er zur Erbringung dieser Leistung hat.

Was ist ein Hektar gepflegtes, bewirtschaftetes Kulturland wert?

Das System solle den Vorstellungen des UBVs zufolge so aufgebaut sein, dass es einen Sockelbetrag je Hektar gibt, egal welche Art der
Bewirtschaftung erfolgt. Das gilt von der Alm bis zum Talboden. Konkret fordert der UBV
Abgeltung je ha Kulturland:

1 - 30 ha 900 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)
31- 60 ha 700 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)
61 - 100 ha 500 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)
Über 100 ha 100 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)

Biobauern+ 400 Euro je ha (ohne Almflächen)
Tierhalter+ 200 Euro je ha (ohne Almflächen). Vorgaben: mindestens 1 GVE & max. 2 GVE je ha, Auslaufmöglichkeit bzw. & Laufstall
Tier-Wohl+ 200 Euro je ha (ohne Almflächen)
Für Benachteiligungen gibt es folgende Staffelungen je ha:

Erschwernis 1 + 100 Euro je ha (ohne Almflächen)
Erschwernis 2 + 200 Euro je ha (ohne Almflächen)
Erschwernis 3 + 300 Euro je ha (ohne Almflächen)
Landschaftselemente+ 200 Euro je ha (ohne Almflächen)
Beim Wald gilt folgende Staffelung:

1 - 30 ha 200 Euro
31 - 60 ha 150 Euro
61 - 100 ha 100 Euro
Über 100 ha 50 Euro
Für Flächen über 1.000 ha gibt es keine Leistungsabgeltungen mehr.

Die Staffelung schaffe einen Sockelbetrag. Das entlohne Betriebe mit kleinerer Struktur
und Betriebe, die stärker ökologisch wirtschaften - z.B. Biobetriebe - besser. Damit solle es
möglich werden, dass es auch bei Betrieben mit kleineren Strukturen wieder Hofnachfolger gibt.
Herbst: „Damit wäre der Spießrutenlauf um Almosen bzw. der Canossagang um Geld für die Landwirtschaft beendet. Die Verrechnung der Kulturlandschaft ist ein zweites ökonomisches Standbein für den Bauernhof.“ Betriebe, die keine Bauernpensionsbeiträge einzahlen, sollten keine Abgeltungen bekommen. Damit könne der in Europa oft betriebene Missbrauch durch Kapitalgesellschaften abgestellt werden.

mehr auf www.ubv.at



Vollmilch antwortet um 10-01-2019 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Schön. Woher gedenkt der UBV kommen dafür die Mittel?

LG Vollmilch


Juglans antwortet um 10-01-2019 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Das heißt ich sollte für 400 ha nur 100 €/ha bekommen?
Na des geht se ned aus lieber UBV.
Aber als Verpächter könnte ich mir das System gut vorstellen.
mfg



Vollmilch antwortet um 10-01-2019 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Für die ersten 100 ha kriegst eh mehr! ;-)
SV und FA bekommen davon auch "ihren" Teil.

LG Vollmilch


janatürlich antwortet um 10-01-2019 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Stell dir vor da bekämen ja die großen Gutshöfe,Klöster,....keine" Staatsknete"mehr würde Jakob sagen .Wovon solln die dan leben.


golfrabbit antwortet um 10-01-2019 18:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
So dumm hört/liest sich das auf die Schnelle nicht, zu befürchten wäre aber natürlich ein extremer Druck auf Pachtflächen mit den üblichen Folgen.
@janatürlich
Dein Neidkomplex/Kirchenbashing ist hiermit zur Kenntnis genommen, deine Unfähigkeit den obigen Bericht sinnerfassend zu lesen leider auch.

Hannes


12cb antwortet um 10-01-2019 19:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Ein super Ansatz jetzt währe zusammenhalten gefragt.
Auf Bauern wehrt euch


janatürlich antwortet um 10-01-2019 19:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Rabbitg.hab ich .Und was stellt uns der Staat für Rechnung.?


kumho antwortet um 10-01-2019 19:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Hört sich gut an..... der ÖBB wird jährlich mehr Geld überwiesen als unter Landwirtschafts Budget ausbezahlt wird, ohne ansuchen.
Meiner Meinung nach gehört der Faktor Arbeitsplatz mehr in die GAP mit einberechnet.


Ferdi 197 antwortet um 10-01-2019 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Ein guter Ansatz, aber die größeren Betrieb überlegen schon den vorhandenen großen Betrieb eben auf mehrere aufzuteilen.

600ha Betrieb: 200ha die Gattin, 200ha die Tochter oder der Sohn, Rest von 200ha der Bauer selber.
Und somit ist diese o.a. Staffelung schon umgangen.
Da ist noch ein gewaltiger Nachholbedarf um diese Regelung nicht umgehen zu können.



Ferdi 197 antwortet um 10-01-2019 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Wichtig wäre auch noch das div. Förderung auch erst ausbezahlt werden, wenn dort div. Vollarbeitskräfte im Verhältnis zu der Fläche / Bewirtschaftung auch wirklich das Haupteinkommen von dieser Landwirtschaft erwirtschaften.

Also lukrieren der Förderungen immer bezogen auf die Vollarbeitskräfte, die auch in diesem Betrieb zu 100% beschäftigt sind.
Bzw. die wirklich von dem Landw. Betrieb Leben müssen u. nur das Einkommen eben haben.

Es gibt schon einige Betriebe die große Förderungen jeglicher Art bekommen, aber vom erwirtschafteten Geld im dem Landw. Betrieb eigentlich nicht davon Leben müssen.

Die haben ihr Einkommen eben nicht aus dem Landw. Betrieb, so soll es auch nicht sein.



meijo antwortet um 10-01-2019 21:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Ihr wisst aber schon, das Weihnachten schon vorbei ist, oder?
Gut, man wird schon noch träumen dürfen, aber für mich klingen die genannten Vorschläge des Ubv stark nach Populismus, der sich kaum in die Tat umsetzen lässt.

Oder glaubt hier ernsthaft jemand, dass die EU einem solchen "Wunschsystem" zustimmen,
geschweige denn es kofinanzieren würde?
Wer soll das überhaupt bezahlen?
Wenn der Ubv eine Finanzierungszusage für seine Forderungen, von wem auch immer, vorweisen kann, dann währe ich wirklich beeindruckt.
Bis da hin kann man, wie schon erwähnt, ja einfach weiterträumen, oder einen Wunschzettel schreiben.






Ferdi 197 antwortet um 10-01-2019 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Die Europäische Zentralbank hat doch über 2,5 Billionen Euro in der EU, in den letzten Jahren auf dem Markt gebracht, da wird doch auch für die Hauptberuflichen Landwirte was abfallen?

Oder wo ist sonst die unvorstellbare große Menge an Euros hingekommen?

In die Realwirtschaft scheinbar nicht!


dorni antwortet um 11-01-2019 14:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Ein schöner Brief ans Christkind!
Man kann schon Forderungen stellen, aber man sollte sich auch ein paar Gedanken über die Finanzierung machen!!
Ausserdem ist manches schlecht formuliert, und lässt sehr viel Spielraum zum Nachteil für uns Bauern!
mfg


monsato antwortet um 11-01-2019 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
christkind hin wunschzettel her .
wie lang wollt ihr euch noch zum narren halten lassen.
strukturwandel gibts nur weil man den bauern nicht leben lassen will.( mann will billig essen und das geht nur mit agrarfabriken)
sonder der muß größer werden mehr fläche mehr tiere.
mann muß als die nachbarn auslöschen um größer zu werden oder wie solls gehen ? aushungern ist das andere das passiert grade.
doch 50ha mal null ist null und 400 ha mal null ist noch schlimmer (weil gepachtet)
man redet von regional und bäuerlich doch was ist da??
wenn mann bäuerliche betriebe will muß der staat zahlen.

wer hier kann mir sagen was eine bäuerliche landwirtschaft ist wie soll die aussehen in zukunft ? wieviel ha soll darf (wieviele tiere) ein bauernhof haben wer traut sich ?

alle 20 jahre im durchschnitt verdoppeln sich unsere maschinen-autos im einkaufspreis,auch betriebsmittel wie öle und fett schaut euch doch die rechnungen an was das zeugs gekostet hat vor 5jahren vor 10 jahren vor 20 jahren euch werden die augen naß werden vor stauen.
mit welcher berechtigung darf ein grubber nach 15 jahren das doppelte kosten baugleich wohlgemerkt da hat sich nix geädert.

ander berufe vordern auch da fragt sich keiner wer das bezahlen soll. nur die bauern hier denn die glauben noch an die geschichte das mit mehr ha und mit mehr tiere er überleben wird .
da kann ich nur sagen träum weiter.



Gulla antwortet um 11-01-2019 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
diesen wunsch braucht man nicht an das christkind senden, sondern an die EU, geld ist aussreichend da, es wird mit dieser forderung nicht mehr geld gebraucht, sondern die verteilung ist halt anders.


franz.p(8a493) antwortet um 12-01-2019 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
ist immer das selbe, zuerst der Schnee, dann das Wasser und nachher die Förderungen ...was ist mit euch passiert?


mittermuehl antwortet um 12-01-2019 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Aus der sicht eine Pensionisten ist das vielleicht nicht verständlich. Aber alle hier zahlen irgendwie auch deine Pension. Und so lustig ist es in den letzen Jahren in der Landwirtschaft nicht gewesen.



franz.p(8a493) antwortet um 12-01-2019 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
@mittermuehl

stimmt, nur die Kammervertreter haben das gut geheissen, ich hatte auch nie einen Steuerberater, und jetzt bin ich froh, jahrelang im Höchsteuersatz gewesen zu sein ..... der nichts einzahlt, braucht nachher nicht jammern, oder freiwillig höherversichern ......
Wenn sich ein Job nicht rechnet, einfach wechseln, habe ich auch gemacht - hab auch gesehen das 18 Joch nichts ist, daher verpachtet, und anderen Job ausgeübt .... jetzt bin ich froh!


mittermuehl antwortet um 12-01-2019 14:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
@franz.p(8a493) Vom Gefühl her hast du Recht. Aber du hast nichts, aber auch gar nichst in deine Pension eingezahlt sondern die Pension der Generation vor die bezahl. In dem Forum sind kaum Pensionisten. Das sind Menschen die jetzt deine Pension zahlen und mit ihrem Geld das Land am Laufen halten. Eine Generation die so viele alte Menschen erhalten muß wie noch nie. Die Wirtschaftlage von 1980-2010 war ganz etwas anderes als die Lage jetzt. Ich war in beiden Zeiten selbstständig. Du bist Erbe, hast verpachtet und hast eine Arbeit gefunden. Jetzt bist du in Pension und genießt den Mehrwert der Pension in einem Entwicklungsland. Schön. Aber es hat nichts mit derwirtschafltichen Realität in Österreich oder Deutschland zu tun. Schon gar nicht mit Landwirtschaft.


franz.p(8a493) antwortet um 12-01-2019 15:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
@mittermuehl
Stimmt ich sehe das sicher anders, ich habe mir mal die Mühe gemacht, und alle SVB in meinen 45 Jahren zusammengezählt, na ja bin auf €362 000,-- gekommen, habe das Nest für die jetzige Generation vorgewärmt - deshalb habe ich auch keine Gewissenbisse. Hätte ich das normal veranlagt - würde ich besser lachen. Das Problem hat die Jugend, lange studieren und vom "Fett" der Eltern leben, da sie aber sehr spät zum arbeiten kommen, schaut es mal mit der Pension schlecht aus ..... wie kommen sie mal zu 45 Jahre Arbeitszeit? ....die Studienzeit kommt ja nicht zur Anrechnung ...... sie brauchen nicht jammern, auch die Bauern glaubten mal, das man von der Brachfläche gut leben kann. Deshalb waren auch 80% der Bauern für die EU, sie gingen sogar Werben von Haus zu Haus, mich haben sie ausgelacht, jetzt lache ich ......, altes Sprichwort, von nichts kommt nichts ....... Sicher ist in Sibirien die durchschnittliche Pension € 80 -120,--, aber das Leben ist hart, und jeder hilft jedem. Sau abstechen ist Feierstunde ....... aber die Männer arbeiten auch noch bei - 40 Grad, nur die Menschen halten alle zusammen, so wie bei uns früher. Die beste Zeit hatten die Bauern in Österreich, als sie noch Leibeigene waren, sie brauchten nur den 10 Teil ihrer Einkünfte den Herrn abliefern, der sich auch um sie kümmerte. Heute heissen sie Kammern und Genossenschaften ...... ob es beim 10 Teil geblieben ist? und der Handschlag ist bei den Mongolen die Rechnung . da zählt das Wort! ...... auch die Geschäftspraxis ist anders, 1 Tag Trinken und Essen, 2 Tag Sauna, und an 3 Tag kommt es zum Geschäftsabschuss ..... der per Handschlag erfolgt. Dann brauchst auch keinen Notar oder RA, wer sich nicht daran hält, geht oft mit den " Betonpatscherl schwimmen im Baikal" ....so laufen die Geschäfte!


mittermuehl antwortet um 12-01-2019 15:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Du hast nicht das Nest der nächsten Generation vorgewärmt sondern das Nest für deine Vorgänger nachgewärmt. Deine Beiträge waren alle weg als du in Pension gegangen bist. Ist ein Fakt. MeineEltern und Großeltern leben noch als Pensionisten. Da gehen meine Beiträge hin. Die gehen nicht in meine Pension. Und irgendwie zahle ich auch deine Pension. So wie fast alle in diesem Forum. Ist schwer zu begreifen das man als Pensionist in der Schuld der nächsten Generation steht.



franz.p(8a493) antwortet um 12-01-2019 16:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Ja so ist es ..... Umlageverfahren, nur eines stört mich ...... das es Personengruppen gibt, die nichts einzahlen oder sehr wenig und mehr bekommen als ich! ..... aber Deine Eltern und Grosseltern haben Dir das Leben finanziert, als Du noch zur Schule gingst?


mittermuehl antwortet um 12-01-2019 16:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Meine Eltern haben mir Schule usw. finaziert. So wie ich es bei meiner Tochter machen.

Aber wir sind von Pensionsbeiträgen ausgegangen. Das ist etwas anderes.

Was eine gerechte Pension ist, wäre jetzt ein langes Thema. Ich wollte nur klar machen das man nicht zwingen das Recht auf eine gute Pension hat nur weil man für andere eine gute Pension bezahlt hat. Es hat auch was mit der Machbarkeit zu tun. Man hätte das System in den 60er Jahren umstellen müssen. Aber alle die jetzt Einzahler sind, stehen vor deutlich größeren Problemen als die Generationen vor ihnen.

Zu den Förderungen. Wenn sich der Staat oder die EU gewisse Dinge leisten will, so muß es dafür Ausgleichszahlungen geben. Ist überall so.




12cb antwortet um 13-01-2019 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Auf Bauern wehrt euch


meijo antwortet um 13-01-2019 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Gegen was oder wen willst du dich den wehren?

Hier eine kleine Auswahl für Jene die gleich loslegen wollen.::
Gegen die bööösen Konsumenten, die böööse Lebensmittelindustrie, die böööse EU oder vielleicht die bööösen Politiker ( die wir allerdings selber gewählt haben)?

Also, einfach einen der oben zur Auswahl stehenden auswählen, und ordentlich drauf Losschimpfen! ;-)

Danke


franz.p(8a493) antwortet um 13-01-2019 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
einfach nicht wählen diese Bande ..... das ganze ging schon beim Fischler los ...und alle waren glücklich ... und glaubten den Wahlbetrüger. Was kam von den EU Wahlversprechen????



12cb antwortet um 15-01-2019 18:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
darum auf Bauern wehrt euch


ewald.w(88y8) antwortet um 15-01-2019 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
auf Schuster-wehrt euch
auf Schneider-wehrt euch
auf Wagner-wehrt euch
auf Dorfwirte-wehrt euch
auf Fleischhauer-wehrt euch
auf Greißler-wehrt euch
auf Sägewerker-wehrt euch
auf (in Ställen tierhaltende ) Bauern-wehrt euch


12cb antwortet um 16-01-2019 19:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
jo genau sonst wird's nix


2009 antwortet um 16-01-2019 21:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
kurze Frage.......wie schaut den das "wehrt euch " aus ?

.....damit ich weiß was zu tun ist. Bitte um Aufklärung

schöne Grüße 2009


meijo antwortet um 16-01-2019 23:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Vermutlich solltest du immer eine Mistgabel bereithalten, und wenn einer von den Böösen die ich oben schon aufgezählt habe vorbeikommt, dann, naja, handelst du damit im Rahmen des gesetzlich möglichen.;-)


ubvubvubv antwortet um 17-01-2019 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV

„Landwirtschaft neu Denken & Gestalten = Ökosozial Leben“
In der EU wird derzeit intensiv über die „nächste Gemeinsame EU Agrarpolitik“ (GAP) verhandelt. Aus


der Sicht des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) ist die GAP in der aktuellen Form den Bauern

nicht mehr weiter zumutbar. Der UBV hat aus seiner Sicht zusammengefasst, warum es so nicht mehr

weiter gehen kann. Gleichzeitig legt der UBV konkrete Vorschläge wie Forderungen für eine

Neugestaltung der GAP zur Diskussion auf den Tisch. Das Ziel der vorgeschlagenen Lösungen ist eine

massive Verbesserung der Einkommen für die Land- und Forstwirtschaft. Wir wollen ermutigende

Perspektiven für die Bauern in den Alpenregionen schaffen. Ausreden gelten nicht mehr. Der

Grundansatz lautet:

o Was ist ein (1) ha bewirtschaftetes Kulturland wert?

o Wie bekommen wir faire Spielregeln am Mark und damit ökonomisch sinnvolle Produktpreise?



1) GAP 2020 bis 2027 – wie wir es nicht wollen



1.1. Existenzen vernichtende Rahmenbedingungen: Die aktuelle Situation der Landwirtschaft in vielen

Regionen Europas ist dramatisch und wird täglich schlimmer. Noch wird die Landschaft von bäuerlichen

Betrieben geprägt. Das tägliche Bauernsterben ist aber katastrophal und nicht mehr an bestimmten

Betriebsgrößen festzumachen. Die derzeitigen Rahmenbedingungen raffen einer Seuche gleich die Bauern

von den Höfen. Tausende Existenzen und Arbeitsplätze werden vernichtet. Das Antlitz der von

Bauernhand geschaffener Kulturlandschaft verschwindet mit den Bauern in Österreich wie in der EU.



1.2. Politik für Konzerne:

Die aktuelle Agrarpolitik der großen Akteure am Welt-Agrar-Markt (u.a. USA,

Argentinien, Brasilien, Uruguay, Australien, China, Indien und EU) setzt auf grenzenloses Wachstum. Die

EU treibt dieses Spiel intensiv mit an. Durch die geschaffenen Rahmenbedingungen versucht man gezielt,

Agrarland - welches noch durch bäuerliche Familien bewirtschaftet wird, zu Konzernen hin zu schieben.

Das Ziel ist offensichtlich: mit billigen Arbeitskräften Lebensmittel zu erzeugen. Geld verdienen dabei nur

die Aktionäre der Konzerne „ohne Gewissen“. Zudem schafft die Anonymität der Aktionäre Raum dafür,

dass niemand für Fehlentwicklungen verantwortlich ist. Auf der Strecke bleiben selbstständige Bauern

sowie Klein- & Mittelbetriebe in der Verarbeitung bzw. Vermarktung. Zum Drüberstreuen demoliert man

gezielt die Ernährungssouveränität vieler Staaten.



1.3. Politik gegen Bauern & Menschen:

Nahezu alle Repräsentanten dieser Politik leben nicht von deren

Investment oder Arbeit am Acker, in den Ställen, in den Obst- & Weingärten oder in der Verarbeitung und

Vermarktung. Sie leben aber bestens mit und von der Landwirtschaft – auf Kosten der Bauern. Sie sitzen

einerseits von Brüssel bis in die Nationalstaaten in Ministerien, in Parlamenten oder in

Verwaltungsburgen. Sie sitzen in den Börsen in New York (an der Wallstreet), in London, in Paris oder wo

auch sonst noch Börsen sind. Sie sitzen also auch dort, wo man auf Teufel komm raus spekuliert. Das

nennt man Casinokapitalismus. Die Zeche dieses Spiels zahlen nicht die Spekulanten sondern die Bauern.



1.4. Keine Spielregeln – dafür Willkür der Macht:

Derzeit fehlen an allen Ecken und Enden faire

Spielregeln für Bauern bzw. für Lebensmittel. Dazu kommt, dass niemand der gewählten Vertreter in den

Parlamenten eine Verantwortung übernehmen will und z.B. mit konkreten Spielregeln die Willkür von

Macht sowie Raubtierkapitalismus stoppt! Warum macht/will das niemand? Das sind ja keine

Gottesgesetze sondern von gewissenlosen Zeitgenossen erdachte bzw. erzwungene Ungerechtigkeiten.

Wir brauchen daher - wie in anderen Bereichen z.B. wie im Sport – in und für die Landwirtschaft

Spielregeln. Diese Spielregeln braucht es für die Erzeugung, die Verarbeitung, die Vermarktung und den

Handel von Lebensmitteln, damit es wieder – vor allem für Bauern – Perspektiven gibt.



2) Der UBV fordert ein neues Denken, Gestalten & Leben der Agrarpolitik



GAP 2020 bis 2027 – wie wir es wollen



o Die Zugänge vieler Verantwortungsträger zur Landwirtschaft – nicht nur in Österreich sondern in

ganz Europa – schieben die zentralen Leistungen der Bauern immer mehr in den Hintergrund.

o Oft ist den Bauern selbst nicht mehr bewusst, was das konkrete Ergebnis ihrer Arbeit bzw. ihres

Fleißes ist bzw. sein soll und was diese Leistung wert ist.

o Der tägliche Kampf ums Überleben verstellt den Blick auf die wahren Aufgaben. Der Berg an

Bürokratie sowie immer neue Auflagen und Vorgaben trüben den klaren Blick.

o Die Vernebelung beginnt leider zu oft schon auch durch gewählte Bauernvertreter. Diese

bevorzugen zu oft bei Entscheidungsfindungen jene Lösung, die einen persönlichen Nutzen bringt

bzw. bringen könnte. Sei es, die bezahlte Funktion zu behalten oder spekulativ zu planen, wie man

selbst oder das enge, eigene Umfeld auch einen besonderen Vorteil generieren kann.

o Es ging der Blick auf das Ganze verloren. Zudem die Fähigkeit und der Wille über den Tellerrand zu

blicken. Um somit durch neues Denken und neuem Mut Lösungen für Fragen zu entwickeln, welche

den Bauern wie deren Partnern die wirtschaftlichen Fundamente zu stärken.



2. 1. Die zentralen Fragen lauten:



_ Was sind die konkreten Leistungen der Bauern - welche Produkte erzeugen sie?

_ Was braucht es für eine seriöse, ernsthafte Bezahlung dieser Leistungen?

& als verbindende Klammer:

_ Wie müssen die Rahmenbedingungen gestaltet sein, um mit der Kreislaufwirtschaft – worauf

die Idee der Ökosozialen Marktwirtschaft aufsetzt – erfolgreich Agrarwirtschaft zu leben?



2. 2. Die Bauern erzeugen 2 Produkte mit einem Alleinstellungsmerkmal am Markt:



I. Die Bauern erzeugen Lebensmittel

II. Die Bauern erzeugen Kulturlandschaft

Die betriebswirtschaftlich notwendige ausreichende Bezahlung dieser Leistungen findet derzeit nicht

statt. Ändert man dies nicht sofort, dann gibt es keine gesunde Entwicklung der Landwirtschaft mit

Bauern & Bauernfamilien. Dafür wird das Bauernsterben beschleunigt. Die Problemstellungen lauten:

Zu I) Die Bauern erzeugen Lebensmittel



Es gibt derzeit keine Spielregeln am Markt für Lebensmittel, welche die Bauern schützen.

Beim Handel mit Lebensmitteln fehlen faire Spielregeln und damit ein Markt mit Spielregeln.

Daher passen die Preise für die Produkte der Bauern nicht. Das muss sich sofort ändern.

Zu II) Die Bauern erzeugen Kulturlandschaft

Der Wert der Bereitstellung von 1 ha Kulturlandschaft durch die Bauern wird nicht bezahlt.

Die intakte Kulturlandschaft stellen die Bauern bis heute praktisch gratis zur Verfügung.

Kulturlandschaft, durch die Bauern geschaffen, ist zu bezahlen. Das muss sich sofort ändern.





3) Der UBV fordert die Bezahlung der Bereitstellung von Kulturland



3.1. Einen „Staatsvertrag“ mit der Republik Österreich zur Bezahlung von gepflegtem Kulturland

a) Die österreichische Landwirtschaft braucht für die geforderte neue Agrarpolitik einen Vertrag mit

der Republik Österreich. Darin ist die Abgeltung der Leistungserbringung – Schaffung und

Bereitstellung des Produktes „gepflegtes Kulturland“ – je ha inklusive des Index fixiert.

b) Auf dieser Basis stellt jeder Land- & Forstwirt dem Staat jährlich eine Rechnung. Die Rechnung

wird in 4 Tranchen zum vereinbarten Stichtag bezahlt.

c) Der Rechnungsleger zahlt davon Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung nach Abzug aller

Aufwendungen, die er zur Erbringung dieser Leistung hat.

d) Rechnungsleger sind Land- & Forstwirte für land- & forstwirtschaftliche Flächen. Sie erbringen

mit Ihrer Arbeit bereits jetzt eigentlich unbezahlbare Leistungen für die Gesellschaft.

e) Das gilt auch für den Wald. Die Pflege des Waldes bedeutet konkret die Erhaltung der

Schutzfunktion, der Nutzfunktion, der Erholungsfunktion und der Wohlfahrtsfunktion des

Waldes. Das dient der gesamten Gesellschaft.



Was ist (1) ha gepflegtes - bewirtschaftetes Kulurland wert??
3.2. Was ist ein (1) Hektar gepflegtes - bewirtschaftetes Kulturland wert?

Das System soll so aufgebaut sein, dass es einen Sockelbetrag je Hektar gibt, egal welche Art der

Bewirtschaftung erfolgt. Das gilt von der Alm bis zum Talboden. Konkret fordert der UBV

_ Abgeltung je ha Kulturland

o 1 - 30 ha 900,00 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)

o 31- 60 ha 700,00 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)

o 61 - 100 ha 500,00 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)

o Über 100 ha 100,00 Euro (hier sind die Almflächen mit einbezogen)

_ Biobauern + 400,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

_ Tierhalter + 200,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

Vorgaben: mindestens 1 GVE & max. 2 GVE je ha,

Auslaufmöglichkeit bzw. & Laufstall

_ Tier-Wohl + 200,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

_ Für Benachteiligungen gibt es folgende Staffelungen je ha:

o Erschwernis 1 + 100,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

o Erschwernis 2 + 200,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

o Erschwernis 3 + 300,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

_ Landschaftselemente + 200,00 Euro je ha (ohne Almflächen)

_ Beim Wald gilt folgende Staffelung

o 1 - 30 ha 200,00 Euro

o 31 - 60 ha 150,00 Euro

o 61 - 100 ha 100,00 Euro

o Über 100 ha 50,00 Euro

_ Für Flächen über 1.000 ha gibt es keine Leistungsabgeltungen mehr

3.3. Die Abgeltung für 1 ha Kulturland mit Obergrenzen hat folgende Ziele

Erstens: Die Bereitstellung von gepflegtem Kulturland ist zu bezahlen. Tun das nicht Bauern, wird

es wer anderer tun und verrechnen. Die Bauern erbringen diese Leistung besser und günstiger.

Zweitens: Die Staffelung schafft einen Sockelbetrag. Das entlohnt Betriebe mit kleinerer Struktur

und Betriebe, die stärker ökologisch wirtschaften - z.B. Biobetriebe - besser. Damit soll es

möglich werden, dass es auch bei Betrieben mit kleineren Strukturen wieder Hofnachfolger gibt.

Gibt es junge Bauern, gibt es auch weiter gepflegtes Kulturland, von Bauern für die Allgemeinheit

geschaffen. Und: das Zusperren von Bauernhöfen wird deutlich reduziert bzw. gestoppt.

Drittens: Die Verrechnung der Leistung ist ein normales Rechtsgeschäft. Der Spießrutenlauf um

Almosen bzw. der Canossagang um Geld für die Landwirtschaft sind dann beendet. Die

Verrechnung der Kulturlandschaft ist ein zweites ökonomisches Standbein für den Bauernhof.

Viertens: Betriebe, die keine Bauernpensionsbeiträge einzahlen, bekommen keine Abgeltungen.

Damit wird der in Europa oft betriebene Missbrauch durch Kapitalgesellschaften abgestellt.

4) Der UBV fordert Spielregeln für den Markt bei Lebensmitteln

„Die Rahmenbedingungen sind so zu gestalten, dass Tüchtige einen Spielraum haben und es

gleichzeitig für die „Kleinen“ einen Schutz - und damit Perspektiven gibt“. Dieses Zitat stammt von

Josef Riegler, dem Vater der Idee der „Ökosozialen Marktwirtschaft“. Ausgesprochen im November

1987 als Landwirtschaftsminister bei einer Veranstaltung vor 500 Bauern im Arbeiterheim Fohnsdorf.

Ein wichtiger Eckpfeiler der Idee der Ökosozialen Marktwirtschaft sind Spielregeln. Damit sollen

Ökonomie, Ökologie und soziale Komponenten in der Balance sein.

Es gibt keine Branche, wo man nicht konkrete Spielregeln hat und lebt. Beispiele:

_ Transportlogistik: Ein aktuelles Beispiel ist die Transportlogistik in der EU. Diese ist gerade

dabei, einheitliche Spielregeln für den LKW Transport in Europa umzusetzen.

_ OPEC: Wenn es für die wichtigsten erdölexportierenden Staaten in der Kassa nicht passt, dann

trifft man sich in der OPEC, ihrer Dachorganisation. Dort beschließt man dann, wie man den

Markt geregelt haben will und setzt dies dann auch um. Das Szenario findet permanent statt.

_ Sport: Der Sport fasziniert weltweit Millionen Menschen. Sport ist einer der am stärksten

wachsenden Wirtschaftssektoren. Sport hat aber auch weltweit gleiche Spielregeln. Ohne diese

Spielregeln wäre der Sport sofort tot. Was dort funktioniert, muss auch für Lebensmittel gelten.

Seit die Landwirtschaft in den Internationalen Handelsabkommen z.B. wie - früher GATT (General

Agreement on Tariffs and Trade) heute WTO (World Trade Organization) - mit eingebunden ist, haben

die Bauern mit ihren Produkten bei der Entwicklung der Erzeugerpreise größte Probleme.

Die Landwirtschaft bzw. Agrarprodukte sind seither bei jedem internationalem Handelsabkommen das

Faustpfand, damit Industrien wie z.B. die Automobilindustrie klingende Geschäfte machen können. Auf

Kosten der Landwirtschaft bereichern sich andere Wirtschaftsbereiche.

Was man der Landwirtschaft in internationalen Handelsabkommen verwehrt, wird in anderen Sparten

als Selbstverständnis gelebt. Was für andere gilt, muss daher auch für die Landwirtschaft gelten.



Der UBV fordert konkret folgende Spielregeln für die Landwirtschaft:

4. 1. Thema Neue Pauschalierungsverordnung

Höhere Steuern zahlt man nur, wenn man Geld verdient. Für die Land- & Forstwirtschaft scheint diese

Regel nicht zu gelten. Die neue Pauschalierungsverordnung ist daher sofort zu reparieren. Mehr Steuern

bei weniger Ertrag gibt es nur bei den Bauern. Wenn das Geld für Kammern oder Sozialversicherungen

nicht reicht, kann man nicht bei den Bauern mehr abkassieren, obwohl die Einkommen sinken.

Da stimmt das System nicht. Ein konkretes Beispiel, dass wir eine neue Agrarpolitik brauchen.

4. 2. Thema Agrar-Diesel

Wir zahlen Straßenerhaltungssteuern, obwohl wir unsere Maschinen zu 2/3 nur auf unseren Flächen

bewegen! Daher ist der „Agrardiesel“ sofort wieder einzuführen. Der „Agrardiesel“ wurde bei einer

Regierungsklausur willkürlich abgeschafft. Was in anderen EU Staaten geht, muss auch hier gehen.



4. 3. Thema Produktkennzeichnung & Lebensmittelpreise

Derzeit sind durch den schrankenlosen Warenverkehr dem Betrug bei der Lebensmittelkennzeichnung

sowie für eine willkürlichen Preisgestaltung Tür & Tor geöffnet.

Der UBV fordert dazu:
Der UBV fordert dazu:

a) Stopp des freien Warenverkehrs bei Lebensmitteln sowie strenge Kontrollen. Der freie

Warenverkehr, wie er derzeit umgesetzt wird, funktioniert bei den Lebensmitteln so nicht.

b) Eine klare, nachvollziehbare Produktkennzeichnung. Der Etikettenschwindel ist abzustellen.

Der Konsument muss am ersten Blick erkennen, wo ein Produkt erzeugt und verarbeitet wurde.

c) Die Verpackung von Lebensmitteln muss wieder durch die Produzenten erfolgen.

Handelsketten fahren heute mit ihrer Verpackung in Europa oder weltweit herum, verpacken

unter ihrer Handelsmarke und verkaufen Waren aus dem Ausland. Beworben wird das Produkt

aber mit dem Bild der heimischen Bauern. Es wird also vorgegeben, die Waren seien aus

Österreich. Das muss man sofort abstellen.

d) Das gilt auch für Verarbeiter. Wenn z. B. ein Speckfabrikant in den Alpen Speck mit Schweinen

aus dem Ausland erzeugt und den Eindruck erweckt, diese seien aus Österreich, dann gibt es ein

Problem. Daher Ehrlichkeit bei der Produktkennzeichnung, ansonsten harte Strafen.

e) Maximal 100% Preisaufschlag bei Lebensmittel. Der Lebensmittelhandel (LEH) darf bei

Lebensmittel maximal 100% auf den Einkaufspreis aufschlagen. Damit wird dem anonymen

Lebensmittelhandel ohne Kontrolle mit Dumpingeinkaufspreisen ein Riegel vorgeschoben.

Beispiel: kauft der LEH billig Lebensmittel im Ausland ein, z.B. Milch um 35 Cent, dann darf er die

Milch nur um 70 Cent verkaufen. Damit sind weite Transportwege für billige Lebensmittel

wirtschaftlich uninteressant. Zahlt er 60 Cent für die Milch, kann er 1,20 Euro als Verkaufspreis

definieren. Das würde die Erzeuger generell bei uns stärken. Verdient also der LEH mehr,

verdient auch der Produzent mehr. So passt die Gleichung wieder für beide.

4. 4. Thema CO² Steuer – Klimaziele

Der unkontrollierte Warenverkehr in der EU & weltweit verzerrt die Preise und schadet enorm dem

Klima. Die CO² Emissionen steigen auf Kosten der Allgemeinheit. Die Politik spricht von notwendigen

Reduktionen, sie greift aber kein heißes Haupt-Verursacherthema an. Bei der jüngsten Klimakonferenz

in Polen gab es viele Lippenbekenntnisse, jedoch keine Maßnahmen. Die Landwirtschaft taucht dafür bei

jeder Diskussion um Klimaprobleme als ein angeblicher Haupt-Mit-Verursacher auf!! Und ihre

Vertretung schweigt. Wir wollen das mit konkreten Vorgaben ändern. Damit schaffen wir einen echten

Beitrag für ein besseres Klima und neue Perspektiven für die gesamte europäische Landwirtschaft.

Der UBV fordert dazu:

o Besteuerung von Schiffs- und Flugzeugtransporten. Wer Klimaschutz ernst nimmt, muss hier

eingreifen. Alles andere ist eine verlogene Diskussion. Mit einer CO² Abgabe hört der Unsinn der

schrankenlosen Transporte von Lebensmittel von einem Kontinent zum anderen auf. Gleichzeitig

steigt der Wert der regionalen Produktion und sichert regionale Jobs wie Wertschöpfung.

o Reduktion der Sojaimporte nach Europa in 5 Jahren um mindestens 30%. Die Differenz soll in

Europa erzeugt werden. Damit löst man zwei Probleme mit einem Schlag: Ersten werden andere

Ackerpflanzen bzw. Kulturen in Europa ökonomisch wieder interessanter, weil es Flächen für den

Anbau von Soja braucht. Zweitens reduzieren wir den CO² Ausstoß massiv.

o Verbot des Importes von Produkten nach Europa, wofür Urwälder gerodet werden. Das gilt vor

allem für Soja und Palmöl. Dazu muss ein Stopp des Rodens von Urwäldern erfolgen. Eines der

wichtigsten Beispiele, wie man den Ausstoß von CO² massiv reduzieren kann. Zum Nutzen aller.

4. 5. Thema Grundverkehr

Wir brauchen Vorrangflächen für die Erzeugung von Lebensmittel. Derzeit haben alle anderen

Nutzungsformen Vorrang. Wenn Flächen zu Industriegrund oder zu Baugrund umgewidmet werden sind

jene, die nicht verkaufen die Dummen. Man muss daher diese Bauern schützen.

UBV Forderung konkret: Eine finanzielle Abgeltung für jene Bauern, denen durch eine nicht mehr

landwirtschaftliche Nutzung von verkauften angrenzenden Flächen Erschwernisse entstehen - durch

den Verkäufer oder den Käufer. Die Größenordnung sollte bei z.B. 30,00 Euro je m² liegen, gemessenwird das an der Größe der verkauften Fläche.

4. 6. Thema Vertragslandwirtschaft

Wenn die Landwirtschaft per Gesetz durch andere Nutzungen einen Nachteil hat, braucht es einen

finanziellen Ausgleich.

UBV Forderung konkret:

Ertragsminderungen durch z.B. eine eingeschränkte

reduzierte Düngung am Beispiel der Düngerverordnung in der Steiermark sind finanziell durch einen

Vertrag mit z.B. 1.000,00 Euro je ha abzugelten. Das gilt auch bei anderen Begehrlichkeiten wie

NATURA 2000 oder ähnliche Themen. Es sind immer Verträge mit einer entgeltlichen Abgeltung für die

Erschwernisse zu machen, wodurch damit verbundene Mindererträge kompensiert werden.

5) Zusammenfassung

Die Forderungen des UBV sind keine unerfüllbaren Wünsche und keine Abrechnung mit bisherigen

Systemen. Es ist die nüchterne Analyse von Fakten und die daraus gezogenen Erkenntnisse. Die

Forderungen sind ökonomische Notwendigkeiten, damit Bauern wirtschaftlich überleben.

Wir wollen als Bauern bestehen und nicht am Weltmarkt geopfert werden. Wir laden alle ein, unsere

Vorschläge zu verbessern. Wir wollen eine neue EU GAP bzw. Agrarpolitik, die aktuelle ist gescheitert.

Große Hoffnungen setzen wir in Bundeskanzler Sebastian Kurz und in Landwirtschaftsministerin

Elisabeth Köstinger. Auch wenn das Wort Landwirtschaft auf ihrer Visitenkarte nicht mehr vorkommt.

Beiden trauen wir zu, das kaputte alte Agrar-System in unserem Sinn neu aufzusetzen, zu ändern.

So wie Sebastian Kurz dies am Beispiel des Stopps der schrankenlosen Migrationsströme nach Europa

entgegen allen Unkenrufen zum Trotz in der EU durchgesetzt hat. Das ist das Vorbild für den neuen Weg

der Agrarpolitik. Agrarpolitik neu leben und gestalten = ökosozial handeln.


2009 antwortet um 18-01-2019 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Forderung UBV
Danke meijo
............also damit winken.....neue Mistgabel oder darf es auch eine gebrauchte sein ? :-)

aber im Ernst jetzt
Du Ubv.............. ich sag mal es passt ja eh ,sich Gedanken zu machen, zu fordern.
Nur ist das leider ein kleiner Teil des Ganzen.

Also , wie bringt (bringen) ihr (wir) ,die für die Landwirtschaft zuständigen obersten Politiker dazu , diese Forderungen aufzugreifen und um zusetzen ?????

schöne Grüße 2009


Bewerten Sie jetzt: Forderung UBV
Bewertung:
4.5 Punkte von 8 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;579665




Landwirt.com Händler Landwirt.com User