Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher

Antworten: 12
JHE 05-12-2018 18:37 - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
Hallo zusammen!
Ich beabsichtige, nächstes Jahr anstatt Einstellern( sind ja langsam nicht mehr leistbar) 90kg Kalbinnen zuzukaufen und ca. 4-6 Wochen Milchaustauscher zu füttern. Ist das sinnvoll oder ist der Bio Milchaustauscher einfach zu teuer?
Danke:)

Andi7 antwortet um 05-12-2018 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
Hallo,

nimm anstatt des Milchaustauschers Bio-Vollmilchpulver! Da ist mehr Fett und Eiweiß drinnen und kostet das Gleiche wie der Bio-Mat.

Und außerdem unterstützt du mit dem Kauf von Bio-VMP unsere Landwirtskollegen und nicht die Pflanzenölindustrie!

MC122 antwortet um 05-12-2018 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
@JHE was zahlst du für die Einsteller und mit welchem Gewicht kaufst du sie?

Richard0808 antwortet um 05-12-2018 19:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
Wusste garnicht das Milchaustauscher im Biobereich erlaubt sind....

Aber vom Gefühl her würde ich sagen das 90kg Kälber die von eins auf zwei statt Vollmilch Austauscher bekommen, noch dazu der Umstellung eines fremden Stalles ausgesetzt sind der Durchfall vorprogrammiert ist.

2472660 antwortet um 05-12-2018 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
such dir einen bii-milchbauern und kauf die da die vollmilch (vielleicht ansäuern) - ist sicher die beste variante

179781 antwortet um 05-12-2018 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
Das wollte ich auch schon schreiben. Bio Milchaustauscher gibt es, der kostet aber ordentlich Geld. Geht ja auch nicht anders, weil da muss Biomilch gekauft und getrocknet und wieder verkauft werden. Da läppert sich was zusammen.
Eine Rechenaufgabe wird das sowieso, weil du die Kälber relativ lange mit Milch tränken musst + alle Probleme, wie schon einer erwähnt hat, mit Stallwechsel usw. Wenn du den ganzen Aufwand zusammenrechnest, wird wenig Unterschied zu Einstellern herauskommen.

Gottfried

xaver75 antwortet um 05-12-2018 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
Ich bin auch verwundert, alles Bio (Biodiesel, Biogas, Biomasse,...) ,-)

mfg

kraftwerk81 antwortet um 06-12-2018 23:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
... Aha.. gibt's irgendwem hier der BIO MAT verwendet bzw einen Hersteller?

Hab vor Jahren mal versucht für meinen damaligen Aufzuchtbetrieb eine Möglichkeit dafür zu finden.. keine Chance!

karl22 antwortet um 07-12-2018 07:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
Es gibt da schon was. Ist zertifiziert.
Futtermittel handel auer aus garsten Oberösterreich.
Name weiß ich gerade nicht. Habs selbst schon mal gebraucht. Ist net ganz billig. Aber wenn du dein kalb a bissl zu bald vom Verkäufer bekommst, also zum absetzen geht es.
Mfg


2472660 antwortet um 07-12-2018 07:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
fresserproduktion ist konv. ein ganz interessantes geschäft, in bio vergiss es zu den marktüblichen preisen.
die rinderbörse zahlt 50€/stk biozuschlag und davon ziehens 30 wieder ab, weil sie nicht geimpft sind - wie soll sich das ausgehn?? (milch und (eiweiss)kraftfutter sind um welten teurer als konventionell.
der biofresser müsste mit 180 kg mind. 200€ teurer sein als der konv. - und das dürfte angesichts der guten preise für die ausgemästeten ochsen/kalbinnen auch möglich sein, da ist der biozuschlag um die 400€/stk
bei den 20€ zuschlag darf man sich nicht wundern, dass niemand biofresser macht....

thomas.t3 antwortet um 07-12-2018 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
Theoretisch müssen auch Bio-Einsteller unleistbar sein.
Ich mache deshalb auch keine Milchmastkälber mehr.
Beim verkaufe des Kalbes mit 14 Tagen bekommt man zwischen 330 und 350€.
Mann bräuchte mind. 800 Liter Milch oder mehr.
Da sind wir schon auf 800 bis 850€, ohne:
Einstreumaterial
Zeit für Einstreuen
Zeit für Tränken
Zeit für Ausmisten

Ein Bio-Milchmastkalb müsste mindest 1000 Euro bringen, von Einstellern möchte ich da gar nicht mehr rechnen... (aus der Sicht eines Milchviehbetriebs) bei Bio-Mutterkuhbetrieb wirds ein wenig anders aussehen.
Lg


xaver75 antwortet um 07-12-2018 08:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
@Thomas
Dein letzter Absatz liest sich nicht schlecht, wie würde Kälberaufzucht mit Mutterkühen, so eine Art Ammenkuh ,-) funktionieren, wenn man der Kuh das Kalb 2 bis 3 mal pro Laktation austauscht?
Hat das jemand versucht, werden die fremden Kälber überhaupt angenommen?

mfg

thomas.t3 antwortet um 07-12-2018 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Biokälberaufzucht mit Milchaustauscher
Xaver,

Ich habe 3 Abnehmer und einer davon handhabt das schon viele Jahre so. Er tauscht sie aus und das funktioniert ganz gut. Es ist bestimmt nich jede Kuh dafür geeignet, aber, ich merke das bei meinem Milchvieh auch ganz gut, ich habe Kühe dabei, die stehen sofort bei jeden fremden Kalb und putzen es ab. Und genau bei diesen bin ich mir 100ig sicher würde auch Ammenkuh funktionieren.
Er macht aber keine Einsteller sondern eher Milchmastkälber.
Lg

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