Hofführungen Kinder

Antworten: 32
franz.m(ecw86) 03-12-2018 18:36 - E-Mail an User
Hofführungen Kinder
Abend, ich muss euch meinen Frust erklären.

vor ca 1 Jahr habe ich angefangen ehrenamtlich Kindergärten und Volksschulklassen zu mir auf den Hof zu holen und ihnen einen ganzen Tag lang die Landwirtschaft zu erklären, zu zeigen und auch wenn möglich mitzuarbeiten
Es wird sehr gern angenommen und die Kinder haben ihre absolute Freude daran. Sie spielen im Heu, streicheln die Tiere, backen gemeinsam Brot, dürfen Gras einradln usw. Es wird nichts geschönt, aber alles gemeinsam in der Gruppe besprochen.

Wir haben schon einige Kinder am Hof gehabt aber es wird immer schlimmer wenn die Fleischproduktion angesprochen werden. Wenn gefragt wird was mit dem Schwein oder Kalb passiert wenn es gross ist, bekommen sie von mir halt die Antwort das es geschlachtet und zu Würstl u Co verarbeitet wird.

DAs Problem an sich ist aber: die Kinder verstehen es, nehmen es auf, fragen schon auch im Detail nach, können mit dem Thema eignetlich recht gut umgehen und fertig. JEDOCH DIE LEHRER und hier im speziellen die sogenannten PädagogINNEN überhaupt nicht. Na Servas!

Diese komplett vom Weltgeschehen und der REalität entfremdeten Menschen und Menschinnen! Es weinte sogar schon mal eine werte Dame als ich von der Schlachtung und Wurstmachen erklärt hab, war komplett geschockt das man aus dem süssen Kalb einmal einen Burger macht. Wollte dann den Kindern noch mal schnell erklären das man Tiere nicht isst, jedoch kam ich dann damit das niemand Tiere und Fleisch essen muss sondern selbst entscheiden muss ob man lieber Gemüse oder Würstl isst. Na was haben die Kinder wohl lieber :D
UND 2 STUNDEN SPÄTER ERKLÄRT MIR DES HIRNVERBRANNTE WESEN DASS SIE UND IHR LEBENSPARTNER AM LIEBSTEN STEAK ESSEN GEHEN!!!!!!!!!!!!!! Da lassen sie es sich richtig gut gehen!!!

Wie um himmels Willen kann man diesen Weltfremden Pädagogen und Pädagoginnen die REalität erklären. Die sind ungebildeter als jedes Kleinkind und dümmer als a Ballen STroh.
Vollmilch antwortet um 03-12-2018 18:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jedenfalls DANKE für die Aufklärungsarbeit. Ältere Menschen lernen oft nicht mehr so schnell, da brauchst du mehr Geduld als mit Kindern.

LG Vollmilch

janatürlich antwortet um 03-12-2018 19:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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War die blond?

Wolfchen antwortet um 03-12-2018 19:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kinder gehen eher neutral an eine Sache heran. Erwachsene haben sich schon eine Meinung
gebildet.
Grüße

mittermuehl antwortet um 03-12-2018 19:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich mache das auch ... aber ich verlange für 3 Stunden 5€/Kind ...

Und ja - die Lehrer sind oft so... Aber die glauben auch das Heumilch direkt aus Heu gemacht wir .. .so wie Sojamilch aus Soja.. ;)





schellniesel antwortet um 03-12-2018 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Franz

Ja deine Bemühungen sind die einzige Waffe gegen solch eine Verblödung der Gesellschaft!
Aufklärung in jungen Jahren ist da sicher ein guter Weg!
Danke!

Allerdings kommt jz die Generation ohne Landwirtschaftlichen Hintergrund.

Durch den struckturwandel fehlt halt 95% der Bevölkerung bereits der Bezug zur Nahrungsmittelpriduktion.

Und das Image des Tierquälers und Umweltverschmutzer hat sich da festgesetzt!

Mfg

KaGs antwortet um 03-12-2018 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wie könnt ihr so grauslich sein, schlachten........!
Zu Tode gestreichelt werden die Tiere halt!

franz.m(ecw86) antwortet um 03-12-2018 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Da wir nicht wussten wie sehr es angenommen wird, haben wir einmal nichts verlangt. Der eine Tag tut nicht wirklich weh, den Kindern wird es lange in Erinnerung bleiben und ein bisschen möchte ich an die Allgemeinheit zurück geben. Vorallem weil sich die Menschen von der Landwirtschaft immer weiter entfernen, ist es mir ein Anliegen.

Was mich eben wirklich stört ist, das gebildete Menschen, die in der geistlichen Verfassung sein sollte unsere Kinder zu erziehen, absolut keine Ahnung mehr davon haben was ausserhalb ihres kleinlichen Lebens überhaupt stattfindet.

Die Sachlichkeit gefällt mir eben an Kindern auch am besten. Wenn man Hunger hat muss man essen. Man kann Fleisch essen muss aber nicht.
Ich mache jetzt auch keine Wissenschaft daraus. Es geht eben nur um den Bezug und den Kontakt zum Nahrungsmittel und dessen Hersteller. Wenn Veganer und Aktivisten in Schulen kommen können (und viel zu oft eingeladen werden wenn sie sich nicht selbst einladen. wann war der Bauernbund nochmal in Schulen unterwegs oder die Kammer?????) kann ich das gleiche schon lange.

thomas.t3 antwortet um 03-12-2018 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich habe schon mal geschrieben, Landwirtschaft sollte ein Pflichtfach in der Mittelschule sein. Damit man weiß, wie das Konsumierte produziert wird. Alle Menschen müssen Essen und ist neben dem Trinken wohl das wichtigste im Leben!
Nur ein Bruchteil der Leute versteht wirklich, welches Konsumverhalten welche Auswirkungen hat.
Lg

Ferdi 197 antwortet um 03-12-2018 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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An franz M. : Ja hast recht es wird immer ärger, auch am Land glauben die schon das die Kühe "LILA" sind.
Aber auch viele Pädagogen in den Landwirtschaftlichen Schulen sind schon so wie oben beschrieben, das ist noch ärger. Deshalb wird ja in manchen Landwirtschaftlichen Schulen nicht mehr geschlachtet oder sogar auch nicht mehr Fleisch jeglicher Art verarbeitet.
Und die bilden unsere Nachkommen aus? Nur mehr Ackerbauern?

Ich erklär das immer so: Wir betreiben eben Nutztierhaltung u. betreiben nicht Zoologie.
Das fängt bei Hühnern, bis Hasen, Fisch, Schwein eben alles für den eigengebrauch an, aber wenn unsere Kinder das im Kindergarten u. in der Schule erzählen da wundern sich die ganze Klasse inkl. der Lehrerschaft darüber.
Aber beim schlachten, außer bei der Fischteichräumung, schauen die Kinder eigentlich auch noch nicht zu.
Aber ich erkläre ihnen das schon seit dem Kindergartenalter eben Nutztierhaltung.


kraftwerk81 antwortet um 04-12-2018 13:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@thomas.t3

"Ich habe schon mal geschrieben, Landwirtschaft sollte ein Pflichtfach in der Mittelschule sein."

meinst dass das was bringen würde wenn "unqualifizierte" Pädagogen ihren Standpunkt weitergeben..

1144 antwortet um 04-12-2018 14:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ist auch das Problem das dem Image der Jäger nachläuft, nur töten , das arme Bambi!!!!
Einige personen wollen daher die Jagd verbieten, war erst ein Bericht im Fernsehen wo der Oberguru Balluch diese Aussage machte.

mostkeks antwortet um 04-12-2018 22:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hab auch 10 Jahre lang Programm für Kinder bei "Schule am Bauernhof" gemacht. Ja man erlebt so einiges aber besonders bei den Schulen vom Land. Da sind die Innenbezirke von Wien zum Teil besser informiert!

thomas.t3 antwortet um 05-12-2018 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Kraftwerk, vorausgesetzt ist natürlich, dass das Ganze mit Sachlichkeit gelehrt wird. Ohne "Glauben" des Lehrers - wird aber fast unmöglich sein.
Man müsste halt wie so oft - irgendwo einen Kompromiss eingehen. Es wäre auf jeden Fall besser als jetzt.

Eine Geschichte von mir Daheim (aber auch gute 30 Jahre her):
Meine Tante aus Wien brachte jedes Jahr in den Sommerferien meine Cousin's vorbei, die dann meist so 1 od 2 Wochen blieben, damit wir Kinder damals miteinander spielen konnten.

Eines Morgens fragte ein Cousin: Du Tante, hast du leicht in meinen Kakao Milch von einer Kuh gegeben? (Weil er zugesehen hatte)

Meine Mutter: Ja

Cousin: ääuuu den trinke ich nicht mehr, ist uuur grauslich. Ich trinke nur Milch die vom Biller gemacht wird!

Meine Mutter: oh das wusste ich nicht, ich werde gleich eine holen damit du morgen einen Kakao trinken kannst.
Nächsten Morgen: und schmeckt der Kakao mit der Biller-Milch?

Cousin: Ja voll gut!

Meine Mutter ist natürlich nicht extra zum Biller gefahren... drei mal dürft ihr raten welche Milch darin war...

Wie das so mit der Biller-Milch funktioniert...
... haben wir ihm etwas später erklärt ;-)

Lg




svoboda12 antwortet um 06-12-2018 08:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eig müsste man hier einen Protest vor der Schule machen und die Lehrerin auffordern, die Kinder sachlich ohne Eigeninteressen zu unterrichten.

franz.m(ecw86) antwortet um 06-12-2018 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@svoboda

du meinst vor jeder Schule???? und später noch vor jedem Elternhaus?

mittermuehl antwortet um 06-12-2018 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es ist eine Aufklärung die in beide Richtungen geht. Die Kinder und Lehrer erfahren etwas über die Realität. Und der Bauer etwas über die Sichtweise der Gesellschaft. Und es kann nicht sein nur der Bauer recht hat (von Lila Kühen, sprechenden Schweinen usw. rede ich da nicht).

Ich habe den "Kurs" für Schule am Bauernhof gemacht. Mit Lehrexkursionen. Wir kamen auf einen Betrieb wo wir gleich mal 2 Esel, 2 Rinder, 2 Schweine und 4 Hühner sahen und streicheln durften. Dazwischen hat der Landwirt noch Witze über die Biobauern gemacht "die faheren halt in der Nacht spritzen....". Als ich dann den Eierstempler sah, sagte er mir das er 500 Hühner habe. Die Wären hinter der nächsten Türe. Leider könne er uns keinen Blick daruf machen lassen wegen der Hygiene... Offen blieb on wir uns vergiften würden oder wir die Hühner .. ;)

Ich denke das auch Landwirte zu ihrer Produktionsform stehen müssen. Das Kerngeschäft zu verstecken und den Streichelzoo herzuzeigen war deoch recht billig...

textad4091 antwortet um 06-12-2018 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ svoboda12: Wenn du dem gegenwirken willst, musst du genau das machen, was franz.m und mittermuehl machen. Arme Gesichter von Bauern, die dann vl. in der Bezirkszeitung abgelichtet werden, gabs schon genug, und die Mitleidsmasche kommt auch nicht mehr bei den Leuten an bzw. reisst kurz das Gewissen für die Wertschätzung von Lebensmitteln hoch, beim nächsten Einkauf ist das aber schon wieder Geschichte.
Und wie die Hofführungsanbieter richtig sagen, und was sich auch immerwieder bestätigt: Nichts ist so hoch die die Neugier und die Unvoreingenommenheit von Kindern. Das muss man "nutzen", allerdings nicht im negativen Sinne, solche Aussagen können von entsprechenden Personen schnell als "Gehirnwäsche" gewertet werden.

Das ist ja das vielgepriesene "Herzeigen, wie's wirklich ist" ... nur muss ma da raus aus der Komfortzone, ich selber könnte es mir auch nur sehr schwer vorstellen, sowas anzubieten, ehrlich gesagt ....


dietmar.s(2cz6) antwortet um 06-12-2018 12:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eigentlich wär das Stoff von Geografie und Wirtschaftskunde. Nahrung und deren gesellschaftliche Produktion. Hat man dann eh alles drinnen. Vermutlich für so manche Psyche eine heikle Sache...gg

svoboda12 antwortet um 06-12-2018 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eig müsste man hier einen Protest vor der Schule machen und die Lehrerin auffordern, die Kinder sachlich ohne Eigeninteressen zu unterrichten.

mittermuehl antwortet um 06-12-2018 14:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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textad4091..... "Herzeigen, wie's wirklich ist" ... nur muss ma da raus aus der Komfortzone, ich selber könnte es mir auch nur sehr schwer vorstellen, sowas anzubieten, ehrlich gesagt .... "

Ich tue mir da leicht mit meinem Gemüse usw. und darf nur sehr bedingt mitreden. Aber ist es nicht traurig das man als normaler Bauer nicht mehr zeigen will wie es gemacht wir? Zum einen machen wir uns über die Lehrer lustig die keine Ahnung haben. Aber zum anderen wollen viele es auch nicht zeigen wie es wirklich gemacht wird... Da darf man sicht nicht wundern das man nicht verstanden wird.


textad4091 antwortet um 06-12-2018 14:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ mittermuehl: Das liegt wohl auch daran, dass es eine gewisse Zeit der Abschottung gab- Auf der einen Seite zeigte man nur die Werbung, auf der anderen Seite wollte man mit "dem Konsumenten, der eh keine Ahnung hat", nix zu tun haben. Und in der gleichen Zeit nahm das Selbstbewusstsein, aber auch die Selbstbestimmung der Landwirte rapide ab, man sei sowieso verkauft, der Handel gibt an, etc. So manche nennen die breite Einführung von Förderungen, vo denen ma mehr oder minder abhängig ist, als Grund für den letzten Punkt ...

dietmar.s(2cz6) antwortet um 06-12-2018 15:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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meiner Meinung nach haben Konsumenten das recht darauf naiv, gierig,verlogen,öko,gscheit,dumm,unbewußt usw. einzukaufen. Habts ihr das schon mal berücksichtigt in euren Überlegungen?

mittermuehl antwortet um 06-12-2018 16:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@textad4091 ...... da hast du zu 100% Recht. Nur darf man jetzt den ahnungslosen Konsumente nicht als Trottel hinstellen. Woher sollte er es wissen. Von den AMA-Plakaten?

Und was hat die Politik beim Agrarminstertreffen in Ö stolz hergezeigt.... Köstinger und Co. haben sich auf einem Ziegenhof und einem Milchhof der Eiscrem herstellt vergnügt....

Vielleicht sollte man dem Konsumenten einfach zeigen was er für sein Geld bekommt und wie es ganau hergestellt wird. Wenn es ihm nicht Paßt kann man es ja auch anders (teurer) machen... Da wären AMA, Kammer und Ministerium gefordert.



KarinSch antwortet um 08-12-2018 14:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Als Entschuldigung für naive Konsumenten
in der Stadt wächst gerade die 3. Generation Kinder heran, die dieselben Heile-Welt-Bilderbücher sieht wie wir anno dazumal. Während bei den „Leben-in-der Stadt“ Büchern ab und zu wenigstens ein Fahrradunfall und rauchende Schlote etc. vorkommen, wird das Leben am Bauernhof völlig realitätsfremd vermittelt: die Bäuerin bringt den Lämmern Blümchen und im Hofladen sind Milchprodukte das einzige tierische Erzeugnis. Grad, dass der Bauer nicht die Rösser einspannt...Alle, aber wirklich alle sind glücklich und zufrieden.
So was prägt bis ins Erwachsenenalter
LG, Karin

mittermuehl antwortet um 08-12-2018 15:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es ist nicht nur die Stadtbevölkerung. Einer meiner Bekannten hatte Ärger mit dem Gülle ausbringen. Eine Nachbarin fand das nicht gut. Die Ehefrau ging den Streit schlichten. Es hat sich herausgestellt das die Nachbarn nicht mal wußten das mein Bekannter 60 Milchkühe im Laufstall hatte. Man sieht die Tiere ja nie....

Bauern sind eine 3% Minderheit. Wieviel Bauern (von den 3%) lassen andere Menschen in ihren Stall??

ijl antwortet um 08-12-2018 15:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Warum sollen Bauern andere Menschen in ihren Stall lassen?

mittermuehl antwortet um 09-12-2018 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ijl .... Wenn man sich aufregt das der Konsument keine Ahnung hat wie produziert wird, sollen man es ihm zeugen. Man kann dann ja auch zeigen wozu einem der Handle so zwingt und warum man gerne mehr Geld für sein Produkt hätte. (Nicht nur größerer Traktor sondern auch bessere Haltungsbedingungen der Nutztiere).

Wenn man findet daß das Bild das der Konsument von der Landwirtschaft hat eh paßt, braucht man es ihm nicht zeigen. Dann überläßt man aber Aufklärung und Werbung (und Preisgestaltung) dem Handel.

Und die Erwartungen der Konsumenten sind bei einem Besucht sicher ganz anderes als das was sie vorfinden werden. Und das kann kurzfristig auch Ärger geben. Aber ich denke das es langfristig die eizige Möglichkeit zur Aufklärung ist. Ein paar Rhetorikkurse vorher würden aber nicht schaden. Weil Antworten wie "Das ist so weil es so ist, Das haben wir immer so gemacht. Das geht nicht anderes", werden nicht ausreich.

Es gilt das Motto: "„Tue Gutes und rede darüber.“ Der Handel spielt das schon die längste Zeit. Im Biobereich ist es die Basis.

ijl antwortet um 09-12-2018 10:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hofführungen Kinder
@Mittermühl
Da der Konsument zu ca 90% nicht mal weiß das mein Produkt notwendig ist um Überhaupt das Endprodukt in den Laden zu haben belasse ich es dabei das bei mir nur der BTA bzw ATA in den Stall reinkommt und sonst keiner!
Und damit das auch wirklich gewährleistet ist ist er sogar Alarmgesichert!
LG

xaver75 antwortet um 09-12-2018 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mittermühl
Warum hast Du den Kurs "Schule am Bauernhof" gemacht, was waren die Erwartungen?

mfg

mittermuehl antwortet um 09-12-2018 12:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ijl ... Ich verstehe deinen Standpunk. Dir muß aber klar sein das genau dieser Standpunkt dazu führt das der Konsument so denkt wie er denkt.

@xaver ... Wir hatten schon zuvor Hofführungen (Altersheime, Fahrten den Bezirksbäurinen, Schulkinder, "Luftdepate" aus Wien).

Durch den Kurs hat man zum einen eine Sicherheitsüberprüfung die von der Versicherung anerkannt wird (inkl kostenloser Fehlersuche am Hof) und wird als "Kompetent für Kinder" befnden. Das war der Hauptgrund.

Man wird auch über das Land NÖ (Kammer) beworben.

Für Schulklassen bekomme ich in der Schulzeit auch eine Förderung (bzw. wird es für die Kinder sehr billig.

Es ist auch ein Netzwerken mit anderen Betrieben. (hab über den Kurs einen Heuwender und einen Holzspalter gekauft)

Für mich war der Kurs leicht weil er keine 5 Minuten entfernt statt gefunden hat. Ich habe ihn gemeinsam mit meiner Frau gemacht was auch nett war. Und ich tue mir leicht weil ich kaum etwas habe was Konflikte bei Lehrern auslöst. (Mich hat wer beim ATA angezeigt weil eine Pferd zu dick sei). Ich bin Bio, baue etwas Getreide und Gemüse an, habe ein paar Pferde und zeige was mit der Wolle vom Schaf so zu machen ist. Aber in meiner Region sind fast alle Milchbauern (konventionell - Laufstall) und die haben den Großteil bei dem Kurs ausgemacht. Ich und eine Imker waren die einzigen Nicht-Milchbauern.

Die Bauernkammer hat bei uns viel Werbung gemacht damit Bauern ihre Ställe für Führungen von Schulklassen öffen. Die haben das als "Aktion 5 nach 12" verkauft ... weil die Bauern in der Gesellschaft nicht mehr anerkannt werden.

jfs antwortet um 09-12-2018 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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mittermühl, finde ich super das sich Bauern bereit finden die Meinungsbildung zurechtzurücken. Es gehört wohl eine gehörige Portion Kraft dazu um vorgefasste Meinungen zu revidieren. Ich merke dies bei verschiedenen Diskussionen wo mir öfters festgefahrene Meinungen vorgebracht werden. Die aus Uninformiertheit, Bequemlichkeit und besonders auch aus/von "Revolverblattln" heraus gelesen, als Stand der Dinge und sog. "Glaubenssatz" vehement vertreten werden.
Diese Fakten, die für den jeweiligen Diskussionspartner Realität sind richtigzustellen, ist eine oft schwere Sache.

Vollmilch antwortet um 09-12-2018 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich zeige meinen Hof auch gern her. Wertschätzung und Wertschöpfung sind die positiven Effekte dabei.

LG Vollmilch

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