Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung

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dorni 11-09-2018 06:44 - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Grüner Bericht: Statistische Schönfärberei macht Situation der Bauern nicht besser!
Monatslohn eines durchschnittlichen Bauern liegt knapp über der Mindestsicherung – ÖVP-Agrarlandesrat Martin Gruber und ÖVP-Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler müssen konkrete Lösungen anbieten
Nach der heutigen Präsentation des Grünen Berichtes 2017 durch ÖVP-Argarreferent Martin Gruber und Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler betonen der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag. Gernot Darmann und der Vizepräsident der Kärntner Landwirtschaftskammer, Manfred Muhr, dass es leider keinen Grund für Schönfärberei gibt. „Der Monatslohn eines durchschnittlichen Bauern bzw. einer bäuerlichen Arbeitskraft in Kärnten liegt knapp über der Mindestsicherung. Der Grund für diese unhaltbare Situation liegt in der verfehlten Agrarpolitik in den letzten Jahrzehnten“, betont Darmann. Die ÖVP Kärnten habe in den letzten Perioden alle Agrarlandesräte gestellt, aber leider notwendige Maßnahmen und Aktivitäten zur Stärkung des Bauernstandes vermissen lassen.

Die Einkommenssituation der Bauern sei leider viel fataler, als von Gruber und Mößler heute dargestellt, da das angeführte durchschnittliche Einkommen von rund 25.000 Euro je Betrieb nicht das tatsächlich verfügbare Einkommen darstellt. „Von diesem Betrag müssen noch die Sozialversicherungs-Beiträge abgezogen werden, da diese als Privatausgaben geführt werden. Dann schaut die Situation ganz anders aus. Real verfügen unsere Bauern nicht einmal über das Einkommen aus dem Jahr 2012“, so Darmann und Muhr.

Der Agrarpreis-Index spreche leider eine eindeutige Sprache, die geringen Einnahmen können mit der kontinuierlichen Steigerung der Betriebsausgaben nicht mithalten. „Der Großteil unserer Bauern muss nebenbei arbeiten gehen, damit sie überhaupt Investitionen am Betrieb durchführen können“, so Darmann. „Statt Symptombekämpfung müssen endlich die wahren Ursachen in Angriff genommen werden. Die Produktpreise sind noch immer viel zu gering und allfällige Steigerungen kommen nicht bei den Bauern an. Im Sinne der Gerechtigkeit und Fairness für unsere Landwirte wäre es notwendig, dass nicht die Konzerne alles einstreifen, sondern endlich unsere hart arbeitenden Bauern profitieren“, fordert der FPÖ-Obmann.

„Gruber und Mößler sind gut beraten, nicht nur die dramatische Einkommenssituation der Bauern zu bedauern, sondern konkrete Lösungen anzubieten, die ein stabiles Einkommen unserer Bauern gewährleisten“, betonen Darmann und Muhr abschließend.
fgh antwortet um 11-09-2018 06:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Find immer wieder interessant wie der Grüne Bericht schon "fertig" ist und Ergebnisse präsentiert werden obwohl ihn die einzelnen Betriebe noch nicht haben oder die Abschlüsse im ersten Anlauf falsch sind und noch korrigiert werden müssen.....

Zusätzlich sind die Ergebnisse der letzten Jahre sehr verzehrt/geschönt. Bei vielen ist die Existenzgründungshilfe gekommen, welche einmalig ist, aber als "normales" Einkommen berechnet wird.
Umsatzgrenzen gehoben... usw.

eklips antwortet um 11-09-2018 07:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Auf ORF Online stand gestern:


„Grüner Bericht“: Bauern verdienen mehr
Online seit 13.09 Uhr
Rund 300 Bauern und Bäuerinnen haben im Vorjahr ihre Tätigkeit beendet. Das geht aus dem „Grünen Bericht“ hervor, der jährlich vom Landwirtschaftsministerium herausgegeben wird. Die Einkommen stiegen zuletzt aber. Im Durchschnitt verdienten Bauern und Bäuerinnen rund 25.000 Euro pro Jahr, um 8,7 Prozent mehr als 2016.

Nur wenn man auch auf den Hauptartikel geklickt hat, wurde man darüber informiert, dass diese 25000€ auf 2,3 AK aufzuteilen sind.

Niemand von unserer Interessensvertretung fühlte sich bemüßigt, diesen Schwachsinn direkt bei ORF-Online zu korrigieren. Auch nicht einer der 50 gutbezahlten Pressesprecher unserer Wunderregierung.
Obwohl sich das mit den ORF-lern in wenigen Minuten ausschnapsen lässt.

Ich frage mich, wer bereitet diese Info für die Medien so auf, dass solche missverständlichen Formulierungen überhaupt zu Stande kommen können?

tomsawyer antwortet um 11-09-2018 07:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen !
eklips, hast den ORF schon geschrieben ?
Habe derzeit keine Zeit irgendwas online zu lesen.
kannst Du die zuständige mail Adresse des ORF hier reinstellen ?
Danke !

thomas.t3 antwortet um 11-09-2018 09:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die beim ORF können sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, dass das der Lohn für 2,3 AK ist. Die haben sich bestimmt gedacht, die 25000 sind für eine AK!

beginner antwortet um 11-09-2018 09:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Interessant wäre aber wirklich was noch mit den 25000 bezahlt werden müsste. Das wären 905€ pro Monat..wenn das nach Abzug aller Kosten (wohnen ist ja auch Betriebsgebäude, Auto oft Betriebsfahrzeug) - dann wäre das wieder anders zu betrachten.



thomas.t3 antwortet um 11-09-2018 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Das wird brutto auch noch sein =)

eklips antwortet um 11-09-2018 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@tomsawyer

Ich schreib den ORF-Onlinern mindestens 2 mal die Woche im Schnitt. So auch gestern sofort. Kleinigkeiten stören mich schon gar nicht mehr. ORF-Online hat aber mit den ORF-Redaktionen so gut wie nichts zu tun. (Sind dort aber sehr freundlich und korrigieren meist sofort)

online@orf.at

fgh antwortet um 11-09-2018 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja, es ist brutto.
SVB ist eine Privatausgabe und nicht abgezogen.
Auch Wohnkosten sind privat und nicht berücksichtigt.

thomas.t3 antwortet um 11-09-2018 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also pro AK 10869€ Jahresgehalt - brutto!
Netto - unter Mindestsicherung?

lukas.h(tum12) antwortet um 11-09-2018 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Für mich ist nur fraglich woher die genannten 2,3AK stammen.

Liest man den Grünen Bericht aufmerksam, weiß man, dass im Durchschnitt 1,33AK pro Betrieb vorhanden sind. (siehe Seite 71 des Grünen Berichts)
Ich weiß, dass dies der österreichische Unterschied ist, doch rechnet man diesen Wert auf den Anteil der Betriebszweige in Kärnten um (viel Forstwirtschaft mit geringem AK-Anteil pro Betrieb), wird der durchschnittliche Wert wohl noch niedriger sein.

Ein kleiner aber feiner Unterschied meiner Meinung nach..

HansT3 antwortet um 11-09-2018 11:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja viele werden nur die Schlagzeile überfliegen und das liest sich dann ja eh super: 25000 Jährlich pro Person und 8,7% mehr als im Vorjahr... und dann wird gjammert auch noch!

lukas.h(tum12) antwortet um 11-09-2018 11:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Vollmilch antwortet um 11-09-2018 11:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also ich glaube, da geht es nur um das landwirtschaftliche Einkommen (kein Lohn!), das ist beim pauschalierten Betrieb auch nur brutto interessant.

Arbeiten in Kärnten wirklich 2,3 AK/Betrieb oder leben die nur am Betrieb?

LG Vollmilch

thomas.t3 antwortet um 11-09-2018 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Die Berechnung von AK ist ziemlich heikel. Wo fängts an - wo hörts auf.
Ich hatte eine Zufallskontrolle, dabei ging es um die Investförderung - und im Zuge dessen Stand auch die AK-Berechnung.
Die Lk berechnet meinen Betrieb mit gute 5-AK, das heißt aber nicht, dass 3-AK es nicht schaffen (die wir auch tatsächlich sind), es werden halt mehr Stunden pro Woche.
Der Kontrolleur unterstellte zuerst den Lk-Personal - ihre Berechnungen stimmen überhaupt nicht. Ich fragte dann, ob er wirklich glaube, dass der Betrieb mit 3 Personen und 40 Stunden pro Woche zu stämmen wäre? Ich habe dann noch angeboten eine Woche mitzuarbeiten =) es stand nicht mehr zur Debatte.

Also wie viel AK-Stunden, ist tatsächlich eine - AK? Und wie berechnet das der Grüne-Bericht?

Und diese 10869€ wiederum aufgerechnet auf die tatsächlichen Ak-Stunden...


ewald.w(88y8) antwortet um 11-09-2018 13:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
unsere interessensvertretung konnte noch schlimmeres abwenden !

Vollmilch antwortet um 11-09-2018 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Die Interessenvertretung hat mit meinem Einkommen nicht viel zu tun.

LG Vollmilch

thomas.t3 antwortet um 11-09-2018 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Das hatte ich ja nicht als springenden Punkt gemeint - sondern wie und woher berechnet der Grüne-Bericht Ak und die Ak-Stunden pro Ak, weil es kann ja wie man siehst, stark variieren. Oder worauf Vollmilch war dein Post bezugnehmend.
fgh kann mich da vielleicht aufklären. Rechnen die bei einer Ak eine 40 Stunden Woche?


Lg

xaver75 antwortet um 11-09-2018 15:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
@Vollmilch
Wer ist sonst für die Rahmenbedingungen (EHW, SVB, Verteilung Ausgleichszahlungen,...) zuständig, wenn nicht unsere Interessensvertretung.
Und diese Gelder entscheiden heute über Sein oder Nichtsein, mal abgesehen von der Querfinanzierung.

mfg

Vollmilch antwortet um 11-09-2018 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Die Interessenvertretung vertritt unsere Interessen. Mehr nicht. Sie bestimmt nicht die Rahmenbedingungen.

Für MEIN Einkommen bin ICH ganz allein verantwortlich. Kann sein, dass es bei dir anders ist...

LG Vollmilch

xaver75 antwortet um 11-09-2018 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja, ich seh das ein wenig anders.
Für meine Einnahmen und Ausgaben bin ich selbst verantwortlich, die Preise sind vorgegeben, da gibt es meist wenig Spielraum.
Aber bei der Einheitswertentwicklung, Förderverteilung, … , da kann ich relativ wenig beeinflussen.
Und für solche Sachen hat eben jede Gruppe eine Gewerkschaft.

mfg

atro antwortet um 11-09-2018 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Also Xaver 75 hat voll Recht!! Für was brauch ich dann die Interessenvertretung ?? Kannst alle einsparen tun für die Bauern nichts !! Vollmilch du lebst in einer anderen Welt !!

MFG

Vollmilch antwortet um 11-09-2018 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
"... du lebst in einer anderen Welt!!"
... da bin ich auch sehr froh darüber. Wäre für mich sehr unangenehm, so abhängig zu sein.

LG Vollmilch

thomas.t3 antwortet um 11-09-2018 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Denkt doch mal nach... Wollt ihr euch selbst gegenüber der AMA oder Brüssel vetreten? Das wird doch nichts...
Ich bin froh sie zu haben, die Kammern übernehmen für mich einen Teil der Arbeit indem sie: Förderanträge abwickeln und organisieren, helfen bei Baubewilligungen, Kurse zur Weiterbildung machen uvm, und somit auch meine Interessen vertreten!
Wer meint sie nicht zu gebrauchen - den würde ich gerne ein paar Jahre ohne sie zusehen! Da kommen dann bestimmt Schlagzeilen wie: Bauer erschlägt mit Mistgabel Angestellten in Brüssel...
AMA-Kontrolleur nach Kontrolle nicht mehr zurückgekehrt...

...ein Fiasko!

atro antwortet um 11-09-2018 22:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Bist leicht Kammerangestellter ?? Die Bauern werden weniger , aber das Kammersystem wird nicht besser !!

MFG

atro antwortet um 11-09-2018 22:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Aber das traurig in dem System ist das alles andere (Kontrollorgane, Kammern (Kurse) das Geld nehmen !! Und bei den Bauern bleibt es nicht!!

thomas.t3 antwortet um 11-09-2018 22:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Nein, das wäre auch nichts für mich. Schon gar nicht wenn ich mir vorstelle, dass ich für Leute die mir meinen Lohn nicht gönnen, einen Vortrag/Kurs für ihre Weiterbildung halten müsste. Bei den Kammern gibt es durchaus auch Zusammenlegungen. Wie wäre deiner Meinung nach das Kammersystem zu verbessern? Alles stellt einen gewissen Aufwand dar und keiner mag umsonst arbeiten.
Lg

Ich möchte mir nicht ausmalen wie es wäre, wenn wir gar keine Kammern mehr hätten! Es würde sowieso nicht funktionieren.


Richard0808 antwortet um 12-09-2018 04:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Anders wo sind die Interessensvertreter auch nicht besser.
Man siehe nur die Metallergewerkschaft und die 60 Stunden Woche.

Da ich ja selbst bei so einer Betriebsversammlung anwesend war, wo es um Aufklärung zum vorhaben der Regierung ging kann ich sagen das war bewusste Panikmache.
Es wurde zwar breitgetreten das wir jetzt 12 Stunden am Tag arbeiten sollen, dass jedoch die Wochenstunden auf einen Durchrechnungszeitraum von 17 Wochen 48 Stunden nicht übersteigen darf wurde von der Gewerkschaft nicht mal erwähnt.

Es kann nur im Kollektivvertrag stehn das der Durchrechnungszeitraum verlängert werden kann bei bereitschaft zur Mehrarbeit jedoch bleibt es immer bei den 48 Wochenstunden.

Und das wissen bis heute nur die wenigsten.

In meinen Augen war das keine Interessensvertretung, eher eine Mobilmachung der Roten gegen die Schwarz-Blaue Regierung

Vollmilch antwortet um 12-09-2018 06:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
... und ich dachte schon, die AK oder die Gewerkschaft sind für deinen Lohn verantwortlich. ;-)

Guten Morgen!

Hier geht es doch in erster Linie darum, dass beim ORF der "Grüne Bericht" etwas "verkürzt" wiedergegeben wurde. In den Medien passiert sowas - overnewsed but underinformed. Das gehört richtiggestellt. Stattdessen diskutieren wir über Zahlen, von denen wir selbst nicht genau wissen, wo sie herkommen (AK / Betrieb?) oder was sie bedeuten.

Hauptsache man findet einen "Schuldigen" bei einem + (in Worten "PLUS") 8,7%!

Ich glaube uns allen ist klar, dass wir in (vielen Bereichen) der Landwirtschaft nicht viel verdienen, vor allem wenn man es auf die Arbeitszeit umrechnet. Viele Betriebe arbeiten defizitär und werden nur durch Querfinanzierung am laufen gehalten.

Aber im Vorjahr gab es ein Plus. Das sollte man im Auge behalten, wenn "Politiker" versuchen das Ergebnis und Zahlen für ihre eigenen Zwecke oder ihren eigenen Vorteil zu verwenden.

LG Vollmilch

Richard0808 antwortet um 12-09-2018 06:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Gibt natürlich bei den Arbeitnehmer auch immer genug zum Jammern aber das jemand die Gewerkschaft verantworlich macht für zu wenig Lohn in seiner Firma hätt ich noch nicht gehört...

thomas.t3 antwortet um 12-09-2018 06:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Man wird ja noch fragen dürfen, wie sie ihre Zahlen eruieren...

"Ich glaube uns allen ist klar, dass wir in (vielen Bereichen) der Landwirtschaft nicht viel verdienen, vor allem wenn man es auf die Arbeitszeit umrechnet. Viele Betriebe arbeiten defizitär und werden nur durch Querfinanzierung am laufen gehalten."

Das wissen viele nicht - die den Bericht lesen und keine Bauern sind.

Vollmilch antwortet um 12-09-2018 06:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja eh. Aber hier weiß es anscheinend keiner (genau).

LG Vollmilch

fgh antwortet um 12-09-2018 07:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Die AK ist auf Basis Vollzeit = 40 Stundenwoche berechnet
Kommen tut der AK-Bedarf von den Landwirten, dass heißt die Landwirte geben die gleisteten Tätigkeiten in Tagen von sich selbst, Familienmitgliedern usw., bezahlte Fremdarbeitskräfte ein.

Unsere Interessensvertretung hat etwas mit unserem Einkommen zu tun - man kann über den Einfluss usw. diskutieren, aber eines ist mal fix: Die Kammerumlage muss von jedem Landwirt bezahlt werden und ist somit einen Ausgabe die unser Einkommen mindert.

Meiner Meinung nach hat sie aber auch bei Förderung und im Zuge der Beratung einen Einfluss auf unser Einkommen.

thomas.t3 antwortet um 12-09-2018 07:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Hallo fgh und danke für deine Info.
D.h. die AK pro Betrieb die der Bericht verwendet, kann man als plausibel annehmen - der tatsächliche Aufwand aller wird mit einberechnet? Großeltern, Kinder, Verwandte... wenn sie mithelfen.
Lg

birgmann antwortet um 12-09-2018 07:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Kinder dürfen nicht gerechnet werden, Pensionisten nur die Hälfte. Wenn die Interessensvertretung nicht mit verantwortlich für unser Einkommen ist dann schaffen wir sie bitte ab. Wir brauchen keine Umsonst Fresser von denen haben wir schon genug.

fgh antwortet um 12-09-2018 09:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
@birgmann: Es wird die geleistete Tätigkeit in Tagen erfasst - ob das ein Pensionist oder ein Kind ist, ist da egal - ein Tag gearbeitet, ist ein Tag gearbeitet.

Es wird die echte geleistete Tätigkeit in Tagen erfasst wie echt und realistisch diese ist, hängt davon ab wie ehrlich/echt der jeweilige Landwirt eingibt.

Vollmilch antwortet um 12-09-2018 11:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Dann hat also die Interessensvertretung im Vorjahr um 8,7% besser gearbeitet! Super, weiter so. Go Kammer go! :-)

LG Vollmilch

Neudecker antwortet um 12-09-2018 21:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Hallo dorni
Die beiden Kärntner, Darmann und Muhr, verlangen laut deiner Vision, dass der Agrarlandesrat Gruber und der Landwirtschaftskammerpräsident Mößler, Lösungen für ein besseres Einkommen der Bauern anbieten sollten. Ja lieber dorni, das ist leichter gesagt als getan. Das Einkommen mancher Bauern könnte sicher steigen, wenn so manche beim Umgang mit Fremdkapital etwas vorsichtiger wären. Was sollte in solchen Fällen ein Bauernvertreter tun? Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass alles Zureden nichts hilft, wenn jemand gerne und groß, investieren will. Der Herr Magister und der Herr Vizepräsident haben sich anscheinend von der Oppositionsrolle noch nicht verabschiedet, sonst würden sie nun selber Lösungen anbieten.
Liebe Grüße vom Neudecker

birgmann antwortet um 13-09-2018 16:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
@fgh: Kinder können nicht erfasst werden, ich bin beim Grünen Bericht seit 1988.
bitte keine Märchen erfinden.

fgh antwortet um 14-09-2018 07:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
@birgmann: In den Stammdaten wo nur berechnet wird wie viel AK verfügbar ist, nicht.
Aber wir bzw ich rede hier vom tatsächlichen AK-Einsatz der erfasst wird - da werden die tatsächlich geleisteten Tage gerechnet und da kannst du den Arbeitseinsatz von allem und jedem erfassen.
Lässt du diese ganzen Arbeitszeiten weg und gibst bei Pensionisten nur die Hälfte ein...?

birgmann antwortet um 14-09-2018 09:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Kinderarbeit ist verboten, keine Märchen erfinden.

Riiitsch antwortet um 14-09-2018 09:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Ists nicht einfach so: ich kann eine Arbeitskraft anlegen, schreibe die Tage pro Jahr dazu und die Stunden pro Tag. Die Summe der aufgewendeten Stunden ist leicht zu berechnen. Auch das Geburtsdatum wird angegeben, aber rein theoretisch kann ich einen Sechsjährigen mit 3000 Stunden pro Jahr eingeben. Das wird dann sicher korrigiert.
Ich machs mit einer dritten Arbeitskraft. Der heißt einfach "Arbeiter" und da zähle ich zusammen, wer aus der Nachbarschaft und Verwandtschaft mitgearbeitet hat, und so zu einer realistischen Stundenschätzung einfach dazu gehört. Ob der nun 14 oder 75 Jahre alt ist, ich weis ja selbst wer wieviel geleistet hat.
Leider finden wie hier schon diskutiert nur die halbwegs schönen Zahlen ihren Weg in die Medien. In der TT stand auch, dass wir hier im Schnitt über 20000 am Betrieb einsacken, derweil lässt sich beim Überfliegen des Tiroler Grünen Berichts schnell raus finden, dass pro Arbeitskraft gut 14000 im Jahr für einen anspruchsvollen Job raus kommen. Ich bin mir sicher daran werden die Forderungen eines Oppositionellen nichts ändern.

birgmann antwortet um 14-09-2018 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Die Berechnungsgrundlage wurde geändert, alle Betriebe unter 14.000,-€ Jahresumsatz wurden nicht mehr ausgewertet. Das waren mehr als 50% in der österreichischen Land und Forstwirtschaft. Bei größeren Betrieben sieht natürlich das Einkommen anders aus.
Es wurde also nur getrickst, oder geschönt wie auch immer man das nennen mag.
Darauf kann man wirklich stolz sein, hochintelligente Verbesserung.
Ich steig nach 30 Jahren aus dem grünen Bericht aus, da ist schade um die Zeit.

fgh antwortet um 14-09-2018 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Ich mache es in der Praxis auch so wie Riiitsch. Eine fiktive nichbezahlte Arbeitskraft für Nachbarn/Freunde usw und eine bezahlte für Erntehelfer usw.... gehe da ja nicht jeden einzelnen anlegen, wegen 1-5 Tagen im Jahr...
Und ja, wenn beim mir ein Kind (12-14 Jahre) innerhalb der Familie den ganzen Tag fleißig Holunder pflückt gebe ich diesen Tag auch ein.
Das Kinder in der Landwirtschaft mitarbeiten ist nun mal kein Märchen - ein Märchen ist es diese Arbeitshilfe zu verleugnen und somit eigentlich die Zahlen zu schönen

birgmann antwortet um 14-09-2018 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Für Fremdarbeitskräfte gibt es bereits ein Konto, und genau das macht es nicht auswertbar wenn jeder nach seinem System vorgeht. Meine Kinder arbeiten auch mit, das tun aber auch die Kinder von einem Arbeiter. Und da wird auch nicht der Lohn durch die Gesamtarbeitszeit der Familie dividiert. Wenn Ihr mich versteht was ich damit meine.



fgh antwortet um 14-09-2018 11:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Auf dieses Konto kommen die bezahlten Löhne - damit das vernünftige auswertbar ist, muss aber im Nebenbuch auch die dafür geleistete Arbeitszeit erfasst werden.
Ein Unternehmer der seine Kinder/Familie gratis mitarbeiten lässt und dies bei der Kalkulation nicht berücksichtig, wird nicht gar so erfolgreich sein...
Jeder hat die Familie als Gratisarbeitskraft nicht zur Verfügung bzw nicht im gleichen Ausmaß zur Verfügung - diese geleistete Arbeit einfach nicht einfliesen zu lassen, würde alles grob verfälschen....

dietmar.s(2cz6) antwortet um 14-09-2018 11:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Landwirte verdienten um 14 Prozent mehr als im Jahr davor, in dem auch bereits ein Plus verzeichnet worden war

Wien – Die Einkommen in der Land- und Forstwirtschaft haben sich in den vergangenen beiden Jahren positiv entwickelt, zeigt der aktuelle "Grüne Bericht" des Landwirtschaftsministeriums. Durchschnittlich stiegen die Einkommen je Agrarbetrieb im Vorjahr gegenüber 2016 um 14 Prozent auf 31.133 Euro (laut Buchführungsdaten von 1.897 Betrieben mit 15.000 bis 350.000 Euro Gesamtstandardoutput). Positiv auf die Einkommenssituation haben sich dem Bericht zufolge höhere Erträge aus dem Milchverkauf vor allem durch gestiegene Erzeugerpreise ausgewirkt. Auch in der Schweine- und Rinderhaltung gab es eine deutliche Ertragssteigerung durch höhere Preise und bei Schweinen auch durch Produktausweitungen. Zudem flossen mehr öffentliche Gelder, zum Beispiel aus Sonderzahlungen für Frostschäden. - derstandard.at/2000087209231/Einkommen-von-Agrarbetrieben-2017-gestiegen

Riiitsch antwortet um 14-09-2018 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
" verdienten um 14 Prozent mehr". Kann man Umsatz verdienen? Ich sag nicht. Umsatz hat man - oder eben nicht. Verdienen ist was anderes. Aber mir sagt mal einer, seine 6 Küh bringen ihm ein zweites Einkommen, und dann hat er die Förderung auch noch. Ohne Worte.

gerhard.k(ix721) antwortet um 14-09-2018 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Eine AK in der LW
sind 270 Tage * 8 Std. = 2160 Jahresarbeitsstd. wer weniger Arbeitet hat keine volle JAK.
Beispiel 1700 Arbeitsstd. ist ungefähr der von unselbständig Erwerbstätigen ist in der LW dann eben nur 0,79 AK in der LW.
Nach meinen info wurde nicht nur der mindestjahresoutput erhöht auf 15000.-/Jahr sondern auch der Höchste von 350 000.-/Jahr auf 750 000.-/Jahr. Sind gut 800 große Betriebe mehr.
wie oben erwähnt 76 000 Österr.Betriebe sind kleiner als die 15000.- output und eben rund 76000 Betriebe sind im Grünen Bericht Einkommensmäßig berücksichtigt.
gut 100 Betriebe sind über 750000.- Std.Output

birgmann antwortet um 14-09-2018 16:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
gerhard.k@ DANKE

Vollmilch antwortet um 14-09-2018 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Hallo!

Ich muss gestehen ich habe das Vorjahr noch nicht fertig durchgerechnet aber bei uns gab es beim Einkommen sicher ein fettes zweistelliges Plus.
Hier arbeiten ja anscheinend viele am grünen Bericht mit, wie schauen denn eure Einzelergebnisse aus?

LG Vollmilch

Woodster antwortet um 14-09-2018 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grüner Bericht Bauern verdienen Mindestsicherung
Hallo allseits!
So wie ich das sehe, sollte für eine transparente Einkommensermittlung wie bei einer Lohnabrechnung vorgegangen werden. Steuern, Abgaben, sowie Sozialversicherung kann sich der Betroffene ja nicht aussuchen. Daher gehören solche abgezogen.
Auch sollten die normalen Stundenzahlen mit entsprechenden durchschnittlichen Arbeiter- und Angestellten-Entgelten berechnet werden.

Die Einkommensermittlung sollte dann
a) für die Einkommen bis zur SVB-Höchstbeitragsgrundelage und
b) für die Einkommen, die darüber liegen erfolgen,

weil die Einkommen über der SVB-Höchstbeitragsgrundlage keine SVB-Beiträge mehr bezahlen. Das verwässert die tatsächlichen Einkommen unter SVB-Grenze.

Man wird dann draufkommen, dass die SVB die meisten kleinen Betriebe umbringt...

Aber das will man ja mit aller Gewalt vermeiden.
Es könnte sich aber eine Partei diesem Umstand annehmen und eine parlamentarische Anfrage richten... Zumindest auf Herausgabe der Berechnungsdaten.
Rechnen könnte man das ja auch selber... wenn es schon die Interessensvertretung nicht tut...

MbG Woodster

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