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peter8 01-09-2018 14:23 - E-Mail an User
Engerlinge
Hallo Gemeinde
Wir haben hier im unteren Mühl4tel heuer das erste Mahl massiv Engerlinge.
Meine Frage: Klappt die Bekämpfung mit Kreiselegge oder muss man die Zähne umdrehen (Kreiselgrubber). Weiters möchte ich wissen wie es sich mit den Engerlingen auf der Weide verhält? Gibt es hier Erfahrungswerte?
Als Versuch habe ich gerade eine kleine befallene Fläche mit sehr hohen Besatz bestossen um mir zuminderst das Kreiseln zu ersparen.
Vielen Dank für eure Tipps

Peter


peter.z(cgu8) antwortet um 01-09-2018 15:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Weide nützt nichts gegen die Engerlinge, für das sind sie zu Tief. Hatten 2009 eine massive Engerling Plage, im Grünland ist die Beste Bekämpfung den Boden zu Impfen mit dem Pilz Beauveria brongniartii. 2009 wurden von 20 ha 12 ha geimpft. Seit dem keine Probleme mehr.


peter8 antwortet um 01-09-2018 16:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Ich dachte das es vielleicht klappt weil ich auf den Kurtzrasenweiden und extensiven Standweiden keine Engerlinge und keine Maulwürfe habe.
Der Pilz ist auch interessant. Wo bekomme ich den und wie wird er in den Boden gebracht?



sts antwortet um 01-09-2018 16:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Hier im oberen Mühlviertel schlagen wir uns mit den Engerlingen schon gut 10 Jahre herum. Zur Bekämpfung setzen wir die Kreiselegge mit umgedrehten Zinken ein. (Kreiselgrubber) Meiner Meinung nach werden die meisten Engerlinge durch die Schlagwirkung beschädigt und anschließend durch Sonnenstrahlen noch erledigt. Auch wenn sie sich noch vergraben, sterben Sie daran. Daher mit hoher Drehzahl (1000er ZW Vollgas) sehr langsam fahren (2km/h), gerade beim ersten Mal. Zwischen Zinken und fester Erde vor dem Gerät werden die meisten zerrieben. Durch Viehtritt werden Engerlinge zerdrückt und dadurch reduziert (bis zu 2/3). Dies kann helfen, Flächen zu retten, wo der Engerlingbesatz nicht allzu hoch ist und die noch grün sind. Ist eine Neuansaat notwendig, würde ich vorher trotzdem mit der Kreiselegge fahren, die Neuansaat werden von den verbliebenen Engerlingen sonst sehr schnell gefressen.
Ansonsten spielen die Wuchsbedingungen der Pflanzen eine große Rolle, wieviele Engerlingen die Pflanzen vertragen.
Bei gutem Wuchs und regelmäßigem wöchentlichem Niederschlag (so wie 2016) können auch stark befallene Flächen lange überleben, da mehr Wurzeln zuwachsen als die Engerlinge fressen. Bei Bedingungen wie die vergangenen Wochen, wo die Pflanzen sowieso ums Überleben kämpfen, reichen schon wenige Engerlinge, damit die Pflanzen kaputt gehen.
Grundsätzlich würde ich alle Flächen, die jetzt geschädigt sind, jetzt kreiseln und neu anlegen, weil die letzten verblieben Engerlinge nach dem Kreiseln demnächst in tiefere Schichten abwandern und die Neuansaat bis Mai nächsten Jahres gute Bedingungen haben wird, um anzuwachsen. Bei einer Bekämpfung nächstes Jahr ist es möglich, dass nach dem ersten Schnitt noch ein Teil der Engerlinge tiefer unten ist und erst später nach oben kommen. Ausserdem können im Juni und Juli nach Bearbeiten und Neuansaat wenige verbliebene Engerlinge in Verbindung mit vielleicht trockener Witterung der Neuansaat den Garaus machen.

Ansonsten gibt es von der LK OÖ eine Broschüre zum bestellen oder auch zum Download unter https://www.hochlandimker.at/media.php?filename=download%3D%2F2015.12.28%2F1451303072602610.pdf&rn=Der%20Feld-Maik%C3%A4fer%20-%20Gr%C3%BCnlandwirtschaft%20mit%20dem%20Engerling.%20Ein%20Handbuch.pdf
Hier das meiste wissenswerte um die Engerlinge sehr gut und ausfürlich beschrieben.


peter.z(cgu8) antwortet um 01-09-2018 19:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Nun in deinen Kurzrasenweide kann es damit zusammenhängen das die Maikäfer bei der Eiablage gestört sind. Das gleiche im Hohen Gras, in frisch gemähten Wiesen ist es einfacher. Das was STS beschreibt kann man nicht unbedingt als erfolgreiche Bekämpfung zählen.
Der Beauveria brongniartii Pilz wird auf gerstenkörner gezüchtet, diese werden im Schlitzdrill gesäat und dann muss direkt gewalz werden da die Pilze lichtempfindlich sind. Am effektivsten ist es wenn man sich zusammen schliesst, bei uns waren es über 40 Landwirte die gemeinsam das Grünland geimpft haben.


sts antwortet um 01-09-2018 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Angeblich funktioniert die Engerlingbekämpfung im Inntal mit Melocont Pilzgerste. Dazu sollte es aber möglichst flächendeckend angewandt werden. Kosten ca. 600 €ha. Auch nicht gerade billig. Bei uns wurde vor etlichen Jahren diese massiv eingesäät. Bei den wissenschaftlichen Untersuchungen wurde aber kein messbarer Erfolg festgestellt. Wahrscheinlich auch dadurch, dass das Mühlviertel kein so klar abgegrenzt es Gebiet wie das Inntal ist und daher ein vollkommen flachendeckender Einsatz nicht möglich und finanzierbar ist.


enzi99 antwortet um 02-09-2018 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Welchen Vorteil/Effekt hat es wirklich, wenn man die Zinken auf Griff stellt bei der KE? Ist nämlich doch ein ziemlicher Aufwand das umdrehen. Und Bedenken hab ich auch wegen den Steinen, dass diese dann an die Oberfläche kommen.


sts antwortet um 02-09-2018 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Durch das auf Griff stellen sollen die Engerlinge mehr an die Oberfläche kommen und durch das UV Licht abgetötet werden. Daher Kreiseln nur bei praller Sonne. Bzg


sts antwortet um 02-09-2018 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Bzgl. Steine denke ich mir nicht, dass um so viele mehr nach oben kommen


PennKarl antwortet um 02-09-2018 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Ich habe auch gröbere Probleme mit Engerlingen, habe daher darüber gegoogelt und eine Firma gefunden, die mit Nema-Green HB Nematoden zur Bekämpfung des Gartenlaubkäfers das übel lösen soll. Dieses Mittel gibt es auch für Mai- und Junikäfer !

Alle Produkte enthalten nützliche Fadenwürmer (Nematoden), die in die lebenden Engerlinge eindringen und ihr biologisches Bakterium absondern, wodurch der Schädling nach zwei bis drei Tagen stirbt. Die Nematoden vermehren sich in den toten Wirtstieren, verlassen diese nach etwa zwei Wochen und suchen sich neue, lebende Wirte. Dieser Prozess setzt sich so lange fort, bis sich die Zahl der Schädlinge stark reduziert hat.
Ich habe nun dieses Mittel eingebracht und hoffe das nächstes Jahr dieses Problem mit den Engerlingen erledigt ist !


MC122 antwortet um 02-09-2018 12:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
@PennKarl,

was kostet das Mittel wenn man fragen darf?


xaver75 antwortet um 02-09-2018 14:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Goggl meint, rund 2000,-/ha

100 m2 … 23,-
1000 m2 … 198,-

mfg


roman.n(wg61) antwortet um 03-09-2018 06:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Ja, Nematoden sind wirklich sehr teuer und wirkunsvoll ist es nur dann, wenn der Boden 3 Wochen feucht bleibt. Die Ausbringung darf auch nur wenn es bewölkt ist, ansonsten muss man auf Sonnenuntergang warten und hoffen dass der Boden 3 Wochen feucht bleibt... Also das Risiko gehe ich nicht ein und würde wie oben vorgeschlagen mit Kreiselegge drüber fahren...

Über Engerlingplage wird auch in orf.at berichtet: https://ooe.orf.at/news/stories/2933586/


peter.z(cgu8) antwortet um 03-09-2018 07:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
@sts du Schreibst das ihr Seit 10 Jahren damit kämpft und sagst das eine Impfung nicht Grossflächig durchführbar sei und Nicht Finanzierbar.
Rechne doch mal die Kosten für Frässen, Neuansaat, Unkraut bekämpfung und Ertragseinbusen zusammen. Bei Reine Grünland Betriebe wäre dies gar nicht möglich


roman.n(wg61) antwortet um 05-10-2018 09:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Hier wird berichtet, dass lt. Bioschule Schlägl die Pilzgerste gegen Engerlinge wirkt:
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/Bioschule-bestaetigt-Pilzgerste-wirkt-gegen-Engerlinge;art69,3023237


Tiroleradler antwortet um 05-10-2018 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Pilzgerste wirkt, aber:
der Engerlingsbefall muss massiv genug sein, damit der Pilz sich im Boden vermehren kann
und eine Wirkung zeigt. Bei zu geringem Befall 'verhungert' der Pilz. Ist der Befall groß, ist aber auch die Wirkung der Pilzbekämpfung über mehrere Jahre gegeben.
Der Pilz ist UV empfindlich, muss daher mit einem Schlitzdrillgerät tief genug in den Boden eingebracht werden.
Auch darf der Pilz nicht austrocknen, eine Behandlung während der heurigen Hitzeperioden wäre garantiert nutzlos gewesen, der Pilz trocknet aus, und stirbt ab.



mittermuehl antwortet um 05-10-2018 17:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Ich lasse die Maulwürfe die Engerlinge fressen.... Nur hab ich mit dem Haufen kein Problem weil ich nur Heu und keine Silage mache... Viele Engerlingsplagen haben damit begonnen, das man "endlich den Maulwurf los war"...


steyrm9000 antwortet um 05-10-2018 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Also das frage ich mich in letzter Zeit auch immer öfter ob wir uns teilweise nicht in die falsche Richtung bewegen/bewirtschaften...
Bei mir in der Umgebung kommt mir nämlich vor das die, die in den letzten Jahren intensiv gegen Maulwürfe vorgegangen sind, jetzt die meisten Engerlingflächen haben...so ist meine Wahrnehmung.

Mir sind die Haufen auch relativ egal (solange sie nicht extrem viel werden), ich versuche einfach immer trocken zu arbeiten.


Efal antwortet um 08-09-2019 10:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
@Penn Karl,
Hat das einbringen der Nemathoden geholfen?
Was hat es gekostet und wie hast du das Mittel angewendet?


Efal antwortet um 08-09-2019 10:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Hat sonst jemand bereits Erfahrung mit Nemathoden gemacht?

Lg Efal


ANDERSgesehn antwortet um 09-09-2019 15:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
mit dem kreiseleggenzinken jeden einzelnen
engerling erschlagen, buuh sind wir in der
steinzeit?

engerlinge sind ein bodenernährungsproblem.

es fehlt an jährlich frischen kalk.
ausreichend phosphor über die ganze periode.
vitamin C (kann durch maissilage vor oder nach
dem kuhmagen ersetzt werden).

und den essentiellen bodennährstoff KOBALT,
das durch kobaltsulfat am sinnvollsten
gedüngt werden soll, nur das organisieren ist
halt per gesetzl. auflagen seeehr schwer.


SEPPLPEPPL antwortet um 09-09-2019 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Wirkt das auch gegen Drahtwurm in Kartoffel?



Tiroleradler antwortet um 09-09-2019 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
@ Andersgesehen:
Bist du Düngemittelverkäufer und willst den Absatz pushen, oder wie kommst du auf diese unsinnigen Behauptungen?
Oder gibt es Untersuchungen die diese untermauern, dann nehme ich das unsinnig eventuell zurück.




servusdiewadln antwortet um 09-09-2019 22:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
@SEPPLPEPPL - Kobalt kann auch gegen Drahtwurm helfen
@Tiroleradler - das einzig Unsinnige ist dein Kommentar dazu


norbert.s(suk5) antwortet um 09-09-2019 22:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Das mit den Maulwürfen ist interessant, noch nie ghört, aber nachvollziehbar und glaube ich...

Ansonst Kreislegge tief einstellen,
Neulich auch gesehen Kreiselegge und Hühner nachgehen lassen, die pecken jeden nieder!


FeSt antwortet um 09-09-2019 23:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
@Tiroleradler
NEIN, verkauft nix.
Hier gehts keineswegs um den Düngemittelabsatz zu pushen, ganz im Gegenteil, dem Boden das geben, was der Boden zu zeigen versucht, was ihm fehlt!
Jeden Mangel bzw. Überschuss zeigen Pflanzen und Boden individuell mit anderen Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern, leider zwischenzeitlich vergessenes/verloren gegangenes altes Wissen.

Es geht hier um die Bodengehalte, der von @ANDERSgesehn genannten Nährstoffe und ihre Konstellation, also KEIN fertiges Düngerezept, aber auch keinesfalls unsinnig.

Wer seine Bodenwerte NICHT kennt und nur Bodenphysik, löst es wirklich besser nur mechanisch ala Traktorist mit der Kreiselegge, etc.
Das Problem ist zwar wahrscheinlich kurzfristig und schnell behoben vielleicht hilft auch etwas die Mineralisierung durch noch irgendwelch freiwerdendes Ca.
Falls auch noch der ph-Wert sinken würde(!!), wird auch noch irgendwelch, falls noch überhaupt welch vorhandenes Co besser verfügbar, und mit der Einmischung falls vorhandenen grünen Altbestandes, kann auch noch etwas essentielles Vit C entstehen, doch im Grunde alles nur kurzfristig bis auch das aufgebraucht ist verschoben mit auch noch neuen teurem Input Pflanzenbestand (Bodenbiologie), aber definitiv vorher nicht die Ursache gelöst!

@SEPPLPEPPL
Ja, nur
1 Hauptnährstoff, 1 Spurenelement, 1 Vitamin,
im Gegensatz zu den Engerlingen, wo es auf
2 Hauptnährstoffe, 3 Spurenelemente und 1 Vitamin
ankommt.

P.S. gut 90% aller Schadinsekten sind primär die Folgen von gleichzeitigem Mangel zweier Hauptnährstoffe.
All diese Mängel werden dann bei Stress, wie letztes Jahr und auch heuer, über weite Landstriche besonders sicht- und spürbar.

Hier die richtige Reihenfolge, damit es auch essentiell für die weiter oben erwähnten Pilze, sprich Beauveria brongniartii bzw. Metarhizium anisopliae (Bodenbiologie), passt
- doch bedenke, 1 Ion im Überschuss, alle anderen im Mangel! ;-)


Wenn die Chemie stimmt
 


Aequitas antwortet um 10-09-2019 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Das man Engerlinge durch die richtigen Bodenstoffe auf ein minimum reduzieren kann wäre mir neu.
Aber eine richtige Nährstoffversorgung ist sowieso nie schlecht.

Da kalken bei mir sowieso wieder mal im Raum steht auf den Grünlandflächen habe ich ein paar Fragen.

Bodenproben: Welche Parameter gehören untersucht, wekches Labor, welche Kosten kommen auf einen zu und wie lange sollte die letzte Düngergabe ( Gülle) vor der Untersuchung her sein.

Zeitpunkt: Ist es im Herbst nach dem letzten Schnitt sinnvoller da der Kalk schon über den Winter einwirken kann oder besser im Frühling vor dem ersten Schnitt ( wegen auswaschen durch Schnee,Winterniederschläge).

lg




Tiroleradler antwortet um 10-09-2019 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Und ich wiederhole mich und sage es ist Unsinn zu behaupten,
ein Engerlingsbefall gründet sich ursächlich auf einer Mangelversorgung des Bodens!

Ein Maikäferweibchen sucht sich in erster Linie Bereiche zur Eiablage, welche im Frühjahr rasch abtrocknen und sich folgedessen rascher erwärmen.

So ist ganz deutlich zu erkennen, dass oft Teilstücke, welche eine größere Hangneigung
oder eine bessere Ausrichtung zur Sonne aufweisen, massiven Engerlingsbefall aufweisen,
wohingegen das umschließende Grünland oft nur wenig befallen ist.
Wenn der Befallsdruck später größer wird, so weitet sich das Befallsgebiet natürlich auch
auf weitere Bereiche aus.

Die Behauptung aufzustellen düngt "Dies" und düngt "Das", und ihr habt keine Probleme
mehr mit Engerlingen, fällt für mich unter Scharlatanerei.
Bislang wurden keinerlei Fakten vorgebracht welche diese Behauptung fachlich untermauern
könnten.
Mit freundlichem Gruß






ANDERSgesehn antwortet um 10-09-2019 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
ät tiroler vogel.

ich bekehre dich nicht,
bleib in deiner welt.

- - -

ich setze mich bereits seid
über 20 jahren mit der idealen
bodenernährung auseinander.
da es neben dem ideal mehr
moglichkeiten (der fehlernahrung)
gibt, werden auch dessen ursachen
auch damit klar sichtlich mit ihren
schädlingen, egal ob pilzkrallnkheit,
bakterien, virus oder insekten.
mittlerweile ist meine liste mit
wissenschaftlich belegten daten
uber 200 schädlingen lang.

mittlerweile mache ich wintergerste
fungizidfrei insektizidfrei und kerngesund
in feuchtgebiet mit höchsterträgen jenseits
von uber 10t/ha. - freunde die mir folgten
konnen es bereits auch selbstständig.

auch die bekanntesten berater aus
osterreich, deutschland, schweden, spanien
usw folgen mir freiwillig, da brauche ich
keinen bekehren der hirn wie ein vöglchen
hat. der kann mit seinen krallen jeden
einzelnen engerling ausgraben oder mit
stein erschlagen, das ist in der evolutionsgeschichte vllt auf gleicher ebene.
auf diese stufe stelle ich mich nicht.

@aequintas
gute labore sind:
original kinsey 95-125€
unterfrauner 480€
cewe 65€ nach albrecht, jedoch nur labordaten.

fur freunde berechne ich die cewe rohdaten zu weiteren zahlen: gefundener bodenvorrat, ziel, mangel/überschuss und kilogenau berechnete dungeempfehlung.

für dich, weil du den sinn erkannt hast, mache ich auch 2 .. 3 proben falls du mir vertraust.
mehr dann dazu über pn.


Tiroleradler antwortet um 10-09-2019 23:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
"Andersgesehen",
Ich stelle nicht in Frage dass richtige Bodenernährung in vielerlei Hinsicht Sinn macht und notwendig ist. Das wird aber keinen Maikäfer daran zu hindern ein Feldstück zu befallen, wenn es seinen Anforderungen
zur Eiablage (lockerer Boden, warm) entspricht.

Auf meine konkreten Erklärungen, meine Fragen und meinem Wunsch nach fachlicher
Untermauerung können oder wollen Sie nicht eingehen,
womit ich ihre argumentative Kapitualtion anerkenne.

Ich bedanke mich auch sehr für die Analyse meines Denkapparates:
Wenn die Argumente ausgehen, und man mit Untergriffen
a' la' "..der ein Hirn wie ein Vögelchen hat..." beleidigend werden muss,
so ist das selbsterklärend für den Charakter des Verfassers und muss nicht weiter kommentiert werden.

Aber eines würde mcih noch interessieren, nämlich seit wann Vitamin C in der Bodendüngung eingesetzt wird, und wofür/wogegen?








Efal antwortet um 11-09-2019 07:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Kann Tiroladler voll zustimmen,

@Andersgesehen, du wirst in vielen deiner Ausführungen recht haben, aber die Engerlingprobleme wird das bestimmt nicht lösen, in diesen Thread geht es aber nun mal um Engerlinge.

Wir haben ca.die Hälfte unseres Grundes schattseitig- keinen Engerling bisher gefunden.

Die andere Hälfte, sonnseitige Hänge- massive Engerling Schäden und hatten Heuer dort einen intensiven Käferflug, in dieser Intensität können sich weder Eltern oder Großeltern erinnern.

Bei Bewirtschaftung und Düngung wird zwischen Sonnseitig und Schattseitig kein Unterschied gemacht.

Eine Hauptursache ist bestimmt der Ausbleibende Niederschlag



Vollmilch antwortet um 11-09-2019 07:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Guten Morgen!

@Tiroleradler:
Um in alle Geheimnisse eingeweiht zu werden, muss man schon "ein Freund" sein und "vertrauen"...
;-)

LG Vollmilch


schellniesel antwortet um 11-09-2019 07:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Nun wie immer wollen alle das patentrezept und dann handeln nach viel hilft viel.

Genau deshalb hält sich ANDERSgesehn doch etwas bedeckt was Infos anbelangt.

Gerade was ein öffentliches Forum angeht und auch auf Blick auf die letzten Tage zum Thema Heutrocknungsanlagen auch noch verständlicher.

Um diesen nachhaltigen Weg der Schädlingsvermeidung zu beschreiten ist man selbst gefordert.
Man kann sich in dem Fall nicht blind auf einen Berater verlassen.
Man ist selbst in der Pflicht sein Wissen zu erweitern Bzw sich näher mit Materie bodenchemie Biologie bodenphysik zu beschäftigen.
Um eben auch zu verstehen wieso nun gerade der Maikäfer meine Wiese ausgewählt hat weil es scheinbar ein tolles Kinderbett hergibt.

Mfg


eklips antwortet um 11-09-2019 07:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Eine Zeitrafferkamera in meiner Gegend wäre da heuer ein Hit gewesen, um den Verlauf der Engerlingschäden zu verfolgen. Tendenziell dürfte auf intensiveren Flächen der Schaden etwas geringer sein. Die Zusammenhänge kenne ich ehrlicherweise nicht.


FeSt antwortet um 11-09-2019 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Warum soll man das in jemanden lang und breit erklären, wenn sowieso nur TRAKTORFAHRGEIL und die Basics fehlen?

@Ascorbinsäure
Ohne Vitamin C können die Pflanzen nicht leben, essentiell für die Zellfunktion. Es hilft, ihnen Stress wie Trockenheit, Ozonbelastung oder UV-Strahlung zu meistern.
Darum ist Vitamin C das häufigste Antioxidanz bei Pflanzen, wird eigentlich selbst hergestellt, mithilfe des Enzyms, der GDP-L-Galactose-Phosporylase. So kontrolliert es auch die Anhäufung von Vitamin C in der Pflanze in Abhängigkeit von den Lichtverhältnissen. Allerdings ist es auch eines der empfindlichsten Vitamine und wird sehr schnell durch Wärme, Licht oder Sauerstoff zerstört.

@Vit B12
Cobalt ist das Zentralatom von Vit B12, das auch die Pflanzen selber bilden, essentiell für die Zellteilung. Der Gehalt an Vitamin B 12 ist positiv korreliert mit dem Kobaltgehalt.
Die Rolle des Kobalt bei der Stickstofffixierung ist seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bekannt.
Kobaltmangel führt zu Wachstumshemmung, Beschleunigung der Seneszenz, Abnahme der Trockenresisten und indirekt zu einer geringeren Methionin-Synthese, deren direkte Ursache die geringere Stickstofffixierung ist.
Die Co-Verfügbarkeit ist abhängig vom pH-Wert des Bodens, also Bedacht nehmen hinsichtlich Ca Versorgung/Wahl/ph-Wirkung.

Co ist wie B, eines der Elemente, das die Pflanze durch kein anderes ersetzen/simulieren kann.

Doch ist der Pool leer, ist für die Pflanzen schlecht fischen. ;-)

Wer meint bei sicht- und spürbaren Schaden mit fertigen Rezept losziehen zu können, und damit Schädlinge einer Mangelernährungs-Folge-INVASIO zu BEKÄMPFEN, der irrt gewaltig und hat die Priorität einer ausgeglichen Nährstoffversorgung nach KAK-Bodenprobenanalyse im Vorfeld nicht verstanden.


2472660 antwortet um 11-09-2019 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
engerlingbefall und pflanzenernährung hängen mit sicherheit zusammen (bin auch aus einem befallsgebiet mit massiven schäden), nur wie die zusammenhänge sind und welchen einzelmaßnahmen dagegen helfen, würde ich mir nicht fix zu behaupten trauen. was aber mit sicherheit den engerling in schach hält ist intensive, sinnvolle wirtschaftsdünger-anwendung (da wirds nicht am n alleine liegen, sondern die ganze palette an sekundärnährstoffen, die in der gülle drin sind (auch vit C.....)

fakt ist, dass die landesübliche, mittelintensive bewirtschaftung (4 schnitte und 1,5 gv düngung) im befallsgebiet nicht mehr funktionieren wird - es wird (bes in bio) auf den abgestuften wiesenbau hinauslaufen.


ANDERSgesehn antwortet um 11-09-2019 10:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
ät tiroler vogel

tja, dann les mal deine zeilen genau,
du giftzwerg. das erste böse wort kam
von dir mit schalertanerie ...
damit hast du eine wissenschaftliche
arbeit negativ abgestempelt, die jetzt
uni.prof in usa ist.

deine abgehobenheit der Lüfte ist
sondersgleichen. deine aufforderung
zum abgleich der wissenschaftlichen
arbeit kam leider einiges später ...

eins sollte dir und andere seeehr wohl
klar sein: der geber gibt und nicht der nehmer!

@FeSt
warum machst du dir die Mühe dieses
rauhe fast ungebildete volk mit infos
zu versorgen ?!?!
bei denen ist ph-wert noch immer ein
parameter für calzium, obwohl der nur
die h+ konzentration wiedergibt ...

@efal
ja klar spielt bodenerwärmung auch eine
wichtige rolle. - eine schlecht versorgte
bzw stark unterversorgte wiese schattet
ihren bodenhorizont weniger wie eine
die ideal versorgt bzw in richtung luxuskonsum
versorgte wiese. calzium und die
basensättigungen der weiteren kationen
ist zum einen wichtig das weitere nahrstoffe
mobilisiert und aufgenommen werden können.
speziell phosphor ist hier von allen kationen
betroffen und auch in der mangelszene
des engerling zu finden. die albrechtlehre
hilft hier den richtig kurs zu finden.

@vollmilch
"ans bein pinkler" brauch ich wirklich nicht,
die sollen sich einen hydranten suchen!

die es verstanden haben welche richtung
furs sie richtig ist und der mit meinen
Übereinstimmt, die kommen eh freiwillig
von alleine ohne leine eines gassi-FÜHRER...

eines kannat du mir bedenkenlos glauben, das ich sicher nicht (mehr) sagen bitte bitte komme zu mir ich mach dir kostenlos ... , nein sondern ich muss leider schon zuviele von mir an andere verweisen.




Vollmilch antwortet um 11-09-2019 14:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Es war immer schon recht ein "Gfrett" mit diesen Kleingläubigen!
;-)

LG Vollmilch


ANDERSgesehn antwortet um 11-09-2019 19:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
@ voimilli
mit deinen satz schliesst du dich
damit aus, also werden wir uns
bei einen der nächsten PFF-days
sehen.

;-)


Tiroleradler antwortet um 11-09-2019 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
@ FeSt:
Danke für deine Erläuterungen, so kann man sich wenigstens ein bisschen
was zusammenrecherchieren um sich sein eigenes Bild machen zu können.


textad4091 antwortet um 11-09-2019 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
Eine Frage an die Spezialisten: Kann/darf ich davon ausgehen, dass extrem seichtgründige Böden (wir reden da von einer Hand breit Humus/Boden bis zum Konglomerat) unbeliebt für Engerlinge sind, da ohnehin nix zu holen ist?


Vollmilch antwortet um 12-09-2019 06:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
@ANDERSgesehen: bin gespannt ob deine Prophezeiung in Erfüllung geht! Momentan fehlt mir noch der "wahre Glaube" und die "passion"!

Die ganzen "basics" finden vermutlich auch gar keinen Platz in meinem Hirn (als Teil des "fast ungebildeten Volks")!

LG Vollmilch


ANDERSgesehn antwortet um 12-09-2019 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
wo ein wille, da ein weg, voimilli. ;-)
und, kein meister ist vom himmel
gefallen, kamen alle nackt zur welt.
nur der nackt bleiben will, für den
gibts kein kräutl...

in den letzten winterveranstaltungen
habe ich mehrmals hochrangige
lk-berater darauf hinngewiesen.
tja, die kleingläubigkeit und unglaubigkeit
endet auch nicht in dieser etage.
schlimm ist, das sie dadurch landwirte
weiter ins messer der unwissenheit
laufennlassen, obwohl sie das wissen
bekamen, aber halt zu faul für den guten weg
eigene energie ein zu setzen.

um nur ein paar schädlinge zu nennen,
die wir schon in die schranken verwiesen
haben, sind blattlaus, getreidehähnchen,
maiszünsler, kartoffelkäfer, drahtwurm,
distel, ampfer usw nur durch optimierte
nährstoffdungung...

@tiroleradler
mit deinen wort danke, das anstatt dem
wort entschuldigung und somit der einsicht
stehen, nehmen wir natürlich an.




ANDERSgesehn antwortet um 12-09-2019 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
.




xaver75 antwortet um 12-09-2019 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Engerlinge
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