Lärche Fichte Tanne....

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Ferdi 197 21-07-2018 01:12 - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Was soll man zukunftsfähiges heutzutage in einem Wald pflanzen?

Die Fichte holt der Borkenkäfer, die Tanne div. Läuse seit einigen Jahren u. in letzter Zeit wurden auch schon bei ca. 3m hohen Lärchen beim Wipfel die Läuse entdeckt.

Dadurch verkümmert sowohl bei der Tanne als auch bei der Lärche die Wipfeln, leider auch die nicht Trockenresident?

Bleibt nur mehr Ahorn + Buche, Esche u. Erle sind wegen den Pilz schon zu vergessen oder?
Riiitsch antwortet um 21-07-2018 08:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Douglasie?

Heimdall antwortet um 21-07-2018 09:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Mischwald
Mach ich zumindest, funktioniert ganz gut.
Wenn du dich auf 1 Sorte verlässt ist immer ein großes Risiko. Braucht nur ein zwei Jahre ein Wetter herschen das die Sorte nicht verträgt.
Beim Mischwald hast hald 10-20% ausfall.
Bei der Ernte das selbe.
Sind Buchen gefragt mache ich Buchenholz, ist Eiche gefragt mach ich Eiche etc....
Muss aber dazusagen, mein Jahreseinschlag liegt nur bei 300fm....
Heimdall

po17g antwortet um 21-07-2018 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Hallo.

Ein Standortgerechter mischwald ist sicher die beste Wahl, aber der waldbesitzer ist damit natürlich gefordert zu beantworten was ist "standortgerecht".

Ich selber zerbreche mir da auch ein wenig den kopf drüber auch im punkto wirtschaftlichkeit.

Aber mit Standortgerecht scheiden alle "exoten" zb. Duglasie, mammutbäume usw. schon aus!

Es gibt darüber aber genügend Fachliteratut Zb. Peter Wohlleben find ich interessant.

Lg

janatürlich antwortet um 21-07-2018 15:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Wie wärs mit Birke,wächst schnell vertägt alles und ist auch gar nicht so schlechtes Brennholz.

peter.t1 antwortet um 21-07-2018 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
ich bin für Haselnuss, wächst schnell und jeder hat was zum beissen....


313323 antwortet um 21-07-2018 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Bei uns im nördlichen Waldviertel sind mittlerweile auch schon Birken und Kiefern vom Borkenkäfer befallen.

little antwortet um 21-07-2018 22:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Der Bezirksförster hat mir im Herbst erzählt, das bei uns im Bezirk Wels/Land der Borkenkäfer schon auf die ersten Douglasien geht. Diese aber noch genügend Harz haben damit er "ertrinkt".
Wir sind eigentlich auch auf der Suche nach passenden Nadelholz für unsere Gegend, weil Dachstühle kann man nicht aus Birke oder anderen Laubholz schneiden.
little


mittermuehl antwortet um 22-07-2018 00:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
"Wir sind eigentlich auch auf der Suche nach passenden Nadelholz für unsere Gegend, weil Dachstühle kann man nicht aus Birke oder anderen Laubholz schneiden."


Natürlich ist Laubholz auch als Konstruktionsholz im kommen... Dachstuhl aus Eiche wird halt teurer.

https://www.db-bauzeitung.de/db-themen/technik/neue-werkstoffe-neue-optionen/

Welches Nadelholz hängt sehr regional vom Stanort ab. Aber funktioniern wird es in Zukunft nur im Mischwald. So zumindest die Lehrmeinung der Fachleute...



Ferdi 197 antwortet um 22-07-2018 01:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Ich glaube auch, das der Mischwald eben die Zukunft ist wie z.B.: ca. bis 40% Fichte nicht zu dicht, bis ca. 25% Lärche hat aber Probleme mit dem hohen Wildbestand, bis ~10% Tanne u. Rest Buche, Eiche, bzw. sonstiges Laubholz zumindest im Mühlviertel OÖ / Waldviertel NÖ.


FeSt antwortet um 22-07-2018 07:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Die im Eingangsthread beschriebenen Probleme sind primär alles Nährstoffmängel oder wie z.B. bei Läusen Nährstoffüberschüsse.
"Läuse kommen immer dann, wenn der Nitratgehalt im Blattsaft über 55% steigt.
Zu Viel Nitrat hemmt die Kupferaufnahme. Kupfer ist aber für die Proteinsynthese nötig. Fehlt es den Pflanzen an ausreichend Kupfer, funktioniert der Proteinaufbau nicht mehr richtig und das verändert das Wellenspektrum der Pflanzen, worauf die Pflanzen "für die Insekten sichtbar werden". Läusebefall entstehe aber auch durch einen Mangel an Calzium, Phosphat und Eisen. "
(Zitat Bayrisches Wochenblatt Ausgabe 29 vom 20.07.2018 Seite 26 von Ingrid Hörner beim 3.PFF-Treffen in Aschaffenburg)

Ich habe im Herbst '16 mit Waldbodenproben begonnen, was mir die Ungleichgewichte auch im Waldboden zeigte.
Ohne Bodenanalysen zeigen einem die Insekten die Ungleichgewichte!

pek antwortet um 22-07-2018 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Hallo,

was macht man im Wald wenn der Nährstoffhaushalt nicht stimmt ?
Ich bin auch der Meinung das man auf Mischwälder setzen soll, wenn aber der Holzpreis nicht in allen Bereichen steigt wird es noch schwieriger den Wald wirtschaftlich zu betreiben. Ich habe einen Mischbestand da sterben mit ca. 15 m Höhe sämtliche Kiefern in einem anderen teil teilweise die Küstentannen.

greani antwortet um 22-07-2018 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
@FeSt.......
hört sich interessant an, welches Element fehlt denn dem Boden bei Borkenkäferbefall???

little antwortet um 22-07-2018 09:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
@Ferdi 197
wir versuchen schon seit langen mit Mischungen zu arbeiten, 40% Fichte (im Endbestand) wäre mir zu viel und zu riskant. Möchte mehr Weißtanne nehmen. Wir haben schwere Lehmböden und wenn es passt und es die Rehe nicht alljährlich zusammenfressen vermehrt sie sich von selbst.
Vor 30 Jahren haben wir mal einen Teil mit Schwarzkiefer geschlagen. Schöne feinjährig gewachsene Bäume. Dann haben wir welche untergemischt beim Setzen. Das sind nur Protzer und Wucherer geworden. Überlege ob ich nicht eine kleine Fläche mit Reinbestand und dichter setzen (z.b. 1,5*1,5m) sollte. Damit sie sich gegenseitig in die Höhe treiben und nicht so sehr in die Breite wachsen.
little

xaver75 antwortet um 22-07-2018 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
@little
Ein Teil Kiefern-Reinbestand hört sich nicht schlecht an, sehe ich wenn ich nach Wels fahre öfter neben der B1.
Ich denke, durch die Klimaerwärmung steigt die Baumgrenze (auch im Gebirge), und ich werde mich auf meinen 600m Seehöhe eher an den derzeitigen Waldgesellschaften von 400 bis 500m orientieren.

mfg

ANDERSgesehn antwortet um 22-07-2018 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
@pek + @greani
da kommt immer der satz:
"es kommt darauf an (was eine gute Bodenprobe ausspuckt)!"

@fest
ja mit Ingrid bin ich ja mittlerweile per du,
wir beide machen ja genügend vorträge
in gesamten europ. raum über die bodenfruchtbarkeit
und so kreuzen sich die wege.

interessant ist dabei, das ihre wissenschaftlichen
quellen und meine jeweils aus aus verschiedenen
bereichen kommen und trotzdem die selbe sprache
sprechen. es ist ein beweis dafür, dass es war ist.

fehlernährung, egal ob überschuß oder mangel
führt zur ungesunden Ernährung, dadurch haben
Schadinsekten ihre Berechtigung. die Natur regelt
das von selber ...

anbei eine Bodenprobe samt düngeempfehlung
für einen wald. (bitte nicht diese düngemassnahmen
für eure wälder, äcker, wiesen übernehmen. jeder
Standort ist anders und muß gezielt für jeden
schlag spezifisch beprobt, ausgewertet, berechnet
und empfohlen werden)

nur zur info, der satz von frau dr. Ingrid hörner im
beitrag von @fest stimmt, wenn man sich die
angehängte Analyse genauer betrachtet.

Vorsicht für Trittbrettfahrer
nicht einzelne Nährstoffe rauspicken und still und heimlcih
düngen, das kann und wird in die hose gehen, speziell
ingrid´s aussprache zum nährelement Kupfer!

dieser wald wurde auch von den "fliegenden läusen",
förmlich angezogen und ein sicheres opfer ...








Bodenprobe nach Albrecht-Methode für einen Fichtenwald
 

Heimdall antwortet um 22-07-2018 12:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Solche "Düngeempfehlungen" kann man aber leider nur auf eine Monokultur aussprechen, oder irre ich mich da?
Ich habe Flächen wo auf 1 ha 10 verschiedene Baumarten Wachsen. Kann man hier auch vernünftig proben und düngen?
Heimdall

ANDERSgesehn antwortet um 22-07-2018 12:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
zu deiner ersten frage.
grundsätzlich, gelten die idealen BODENverhältnisse
für alle Kulturen GLEICH.

es gibt ausnahmen, wie zb gerste mag/verträgt mehr
Natrium oder baumwolle mag/will mehr Kalium, oder oder.

solang einer nicht Wintergerste zwischen wein,
baumwolle und Spinaten als Mischkultur hat, klappt´s
so auch sehr sehr gut. ;-)

frage2.
klar kann man vernünftig beproben. anders wie die
öffi seite bis vor einen jahr empfohlen hat (und jetzt
auch diese Anleitung übernommen hat) weg von der mischprobe,
ist eine repräsentative fläche zu wählen, die den
durchschnitt der gesamtfläche wiederspiegelt zu wählen
und auch nach jahren wieder gefunden wird.

also nicht nord-, Südhang, bergkuppe und senke mischen
(wenn nötig und gewollt, dann separat beproben).




reinhard.s(fpc28) antwortet um 22-07-2018 15:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Servus Anders!
Mir würde der gute Waldhonig fehlen, wenn der ganze Waldboden richtig eingestellt wäre!!

Aber was soll es. Man kann nicht alles haben.

ANDERSgesehn antwortet um 22-07-2018 18:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....

grias di Reinhart!

gsd kennen wir uns und ich weiss das
bei dir der ironie-smilie fehlt.

das eine schliesst das andere nicht aus.


pmraku antwortet um 22-07-2018 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
und wie erfolgt dann so eine Düngung? einfach mit dem Düngerstreuer? (reines Interesse)

FraFra antwortet um 22-07-2018 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
wer den borkenkäfern mit düngerempfehlungen zu leibe rücken möchte denn wünsche ich alles gute dabei...

das um und auf ist eine starke kontrolle zu fuß und schleunigste aufarbeitung
das erkennen bei braunen bäumen und abgefallener rinde ist zu spät


ebenso bin ich überzeugt das auch andere baumarten die nun verstärkt propagiert werden ihre probleme bekommen wenn der anteil prozentuell ansteigt

was wir noch alles einschleppen dank der globalisierung kann man auch noch nicht sagen..

anders ..der buchsbaumzünsler ist auch sicher ein zeigerinsekt.....komisch hier frisst der alles!! platt


biozukunft antwortet um 23-07-2018 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Kann man sich doch wohl auch daran anlehnen, dass ein alter halbwegs gesunder Mischwaldbestand die Richtung vorgibt u. die oft daneben vor ca. 30J - 80J angesetzten labilen Mono-Fichten,...von wo auch teilw. der Schaddruck für gesunde Bestände kommt, man wieder wegnimmt. Leider wurden die Monobestände von den Forstinspektionen u. Bezirksbauernkammern (auch von Studierten, wo blieb die Forschung? immer hinterdrein gescheid argumentieren!) lange empfohlen. Die massive Arbeit bleibt wieder bei den Forstwirten. Auch müsste es mehr öffentliche Biomasseheizungen in Ballungsräumen geben um das anfallende Material zu verwerten. Öffentl. geförderte Kraft-Wärmekopplungen, wo die Wärme-Energie in die Luft geblasen wurde/wird, sind eine Schande für die Politik.

Riiitsch antwortet um 23-07-2018 09:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Der Mischwald ist wohl klar das beste. Jetzt müsst ihr das nur noch im Wald machen. Bei der Jungwuchspflege zuckt immer wieder die Motorsäge, sobald ein Laubbaum aufkommt. Ich sehe das so oft, dieses automatisch umschneiden kleiner "fremder" Bäume ist tief verankert.
Und jetzt Stickstoff in den Wald tragen ist hoffentlich nicht euer Ernst...

fgh antwortet um 23-07-2018 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Am besten man orientiert sich an gesunden Mischwäldern in der Gegend (welche nicht gepflanzt wurden)
Lärchen verstehe ich nicht... die gehört ins Gebirge...
Wer mit Lärche/Tanne Schwierigkeiten mit Insekten hat, wird diese mit der Douglasie erst recht haben - die ist in Wahrheit noch empfindlicher gegenüber Insekten.
Bei mir 4-500 Meter Seehöhe zeigt der Wald derzeit Fichte/Tanne/Buche/Eiche an...Eschen sind auch noch einige da, die dem Pilz getrotzt haben.
Zeigt an, weil sich diese gerne verjüngen würden... die Rehe wollen das aber scheinbar nicht.
Pflanzen werde ich Fichte/Tanne.. Laubholz mischt sich bei mir von selbst rein.

xaver75 antwortet um 23-07-2018 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
@Riiitsch
Nachdem die Fichten Monokulturen auch schon aufgekalkt werden (von der Forststrasse weg verblasen, aus der Luft,..) könnte man auch den "passenden" Kalk nehmen.
Stickstoff wurde nicht direkt gefordert.

mfg

fgh antwortet um 23-07-2018 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Wo eine Baumart nicht hingehört wird auch die richtige Düngung keine Wunder wirken..

Heimdall antwortet um 23-07-2018 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
@fgh
Ich würde da aufpassen, mich an Wäldern zu orientieren die vor 40-100jahren angeflogen sind.
Die Baumart kann heuer und in 5 Jahren noch hierher gehören, wenns in 10 Jahren noch heißer und trockener wird, gehört Sie plötzlich nichtmehr hierher.
Dann hat man zwar richrig gehandelt, aber man ist trotzdem der angeschissene?
Heimdall

fgh antwortet um 23-07-2018 12:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Diese Bestände verjüngen sich in den letzten 10 Jahren aber nicht so wie vor 40-100 Jahren ;-)
Bei mir setzt die Natur zB auf einmal auf mehr Eiche und Tanne und die Fichte/Buche geht von selbst zurück bzw. suchen teils andere Standorte wo sie vorher nicht vorgekommen sind...

Wobei es schwer ist sowas zu deuten, wenn die Rehe alles vernichten..

mittermuehl antwortet um 23-07-2018 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
War die Woche wanderen. Hab auf 1700 Metern Bergahorn zwischen den Latschen wachsen sehen und Weinbegschnecken gefunden. In der Gegend ist das die Baumgrenze.

Century antwortet um 23-07-2018 15:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Wir haben massenhaft Naturverjüngung, die geht gerade sehr gut auf, wegen der immer größer werdenden Kahlstellen vom Käfer.

Allerdings werden spätestens nächstes Jahr die Rehe alles wieder weggeputzt haben.

Vollmilch antwortet um 23-07-2018 15:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Versucht mal euren Boden ins Gleichgewicht zu bringen. Schädlinge (Rehe) treten nur dort auf, wo die Bäume falsch ernährt werden. ;-)

Bei uns setzt die Natur auf Nuss, Ahorn, Eiche (bei Esche ist es reiner Überlebenskampf). Fichte und Tanne kann ich mir unter 600 Meter Seehöhe in Österreich (zukünftig) nicht vorstellen.

LG Vollmilch
LG Vollmilch

doblero6 antwortet um 23-07-2018 18:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Seid ihr so sicher das die Rehe alles wegputzen ? Bei uns im Innviertel 400 m ü.M ist es grossteils so ,das es viele Rehe gibt ,eine enorme Naturverjügung bei Tanne und Fichte ,gut wachsend ,aber wen jetzt durch den Wald geht sieht man einen dichten Belag an Sämlingen,der Grossteil vertrocknet weil die Nadelschicht zu hoch ist.Meiner Meinung nach liegt das Proplem der natürlichen Verjüngung bei der nur gewisse Baumarten überhand nehmen ,das der Waldboden nicht mehr so wie früher, durch die Entnahme der Stöcke bei Schlägerungen,durchmischt wird. Als Beispiel sieht man bei Schotterentnahmeflächen auf dem Abraum,die ganze Palette an möglichen natürlichen Aufwuchs sprich: Kiefer,Lärche alle Laubgehölze in einer Dichte wo jeder Rehbock ruhig ein wenig seinen natürlichen Drang nachgeben kann.
Die Frage was man in Zukunft in unseren Wäldern anpflanzen kann, werden nicht die sogenannten Experten entscheiden, sondern die Natur selbst, den es gibt momentan für jede Baumart den passenden,eingeschleppten Schädling,mancher schon sehr nahe andere noch in absehbarer Zeit.
MfG Doblero

FloW4 antwortet um 23-07-2018 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Bin mit Douglasie sehr zufrieden, hab schon 40 jährige, kommt mit der Trockenheit sehr gut zurecht.
Ich setzte Weißtanne, Küstentanne, Douglasie und Fichte, Weißtanne, Kiefer, Eiche kommt mit Naturverjüngung dazu.
Wheymouthskiefer probier ich gerade anzuzüchten.
Weißtannen und Eichen gehen bei uns momentan auch viel auf.
Lärchen habe ich 3 stehen und die schauen nicht gut aus.
Borkenkäfer wütet bei uns extrem :(

fgh antwortet um 24-07-2018 05:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
@Vollmilch: ich weiß, dein Posting hat ein wenig Humor... aber für mich ist die Wildproblematik nicht mehr witzig - der Wald ist da noch mein kleineres Problem.

Seehöhe und Fichte hängt stark vom Neiderschlag ab, aber viel Lagen unter 600 Meter wo der Niederschlag passt gibt es nicht.

In der letzten WVB-Zeitschrift wurden bei einem Artikel 13 Rehe auf 100 Hektar als großes Problem geschildert...ich habe 11 Stück auf 25 ha....

frank100 antwortet um 24-07-2018 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Das ist ja noch gar nix bei mir laufen bis zu 30 so Viecher rum.

xaver75 antwortet um 24-07-2018 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Falls Gatterwildhaltung, bitte dazuschreiben.

mfg

mitmart antwortet um 24-07-2018 16:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Jetzt sind wir wieder da wo ich sagen muss: Selber jagen!


fgh antwortet um 25-07-2018 06:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Hilft nur die theoretisch... muss die Jagdgesellschaft die das ganze von der Gemeinde gepachtet hat auch zulassen....

Vollmilch antwortet um 25-07-2018 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Hallo fgh!

Euer jagdgesetz dürfte stark reformbedürftig sein!
Geht's bei dir um Holler und Wald? Solche Kulturen werden bei uns alle eingezäunt.

LG Vollmilch

fgh antwortet um 25-07-2018 08:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Wildbestand ist so hoch, dass es um beides geht.
In der Steiermark wirst du nahezu nirgends eingezäunten Holunder finden, außer er ist als Busch kultiviert. Steiermark ist auch das größte Anbaugebiet von Holunder.
Gründe dafür gibt es einige... erstens ist es eine Baumkultur und bei normalen Wildbestand gibt es auch keine Probleme (habe Holunder schon über 30 Jahre, regelmässige Probleme erst seit 2011 und diese würden sich durch ein wenig erhöhten und konsequenten Abschuss auch erledigen)
Das Material für den Zaun wäre nicht mal das Problem.. aber das Aufstellen - ich bin auf Steilflächen unterwegs, da musst mal so nen Zaun aufstellen und zum Halten bekommen... da entstehen Kosten die du mit Holunder nicht verdienen kannst. Flächenverlust von ca. 20-30% musst auch einkalkulieren... Feldstücke mit 0,4ha wo an allen Seiten die Straße vorbeigeht kannst dann ganz vergessen... da bleiben vielleicht 0,2ha über...
Habe schon oft über den Zaun nachgedacht, wenn ich nur ansatzweise eine Idee hätte wie ich ihn technisch und wirtschaftlich herstellen könnte, würde ich es machen, weil es mit unseren Jägern einfach keinen Sinn macht. Die sind rein gewinn- und torphäenorientiert... machen nicht mal Hegeabschüsse.. bei mir sind heuer zwei Rehe im Wald verendet... aber die Geschichte ist so lang... ich will euch nicht langweilen...

Unsere Jäger sind für mich halt gestorben und in meinen Augen eine Schande für alle restlichen Jäger - ich habe nämlich einige Jäger im Bekanntenkreis die meine Situation gut kennen und nur den Kopf schütteln. Ich kenne auch Jagdgesellschaften die wirklich vorbildlich arbeiten.

Vollmilch antwortet um 25-07-2018 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Ah, verstehe.

Ich habe weder "richtigen" Obstbau noch "richtigen" Wald. Sehe nur, daß die Pflanzungen bei uns ausnahmslos eingezäunt werden, sonst würde da auch nix bleiben (Apfel, Birne, Marille). Über eine (Mit-) Verantwortung der Jägerschaft denkt da keiner nach.

LG Vollmilch

fgh antwortet um 25-07-2018 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Apfel, Birne, Marille sind halt bei Gewinn und Ertrag in einer ganz anderen Liga.
Holunder ist Industrieobst....

Ferdi 197 antwortet um 25-07-2018 22:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
fgh: Hast perfekt u. auch Wahrheitsgetreu im letzten Absatz geschrieben, mit den Jägern hat man eben nur Probleme.
Bei uns fahren junge Dynamische Landwirt, mit viel Wildschäden, regelmäßig eben bis Mitternacht oder zeitig in der Früh mit div. Motorcross - Motorrädern aus, somit haben nicht nur Grundbesitzer Ärger sondern auch Jäger.

schnapserei antwortet um 27-07-2018 13:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lärche Fichte Tanne....
Zur Eingangsfrage: heimische Pflanzen entsprechend deinem Bodentyp!

Ich hab mir da als Leitfaden die NÖ-Waldbauempfehlung hergenommen. Auf einer Schlägerungsfläche (vormals Fichtenmonokultur - leider zu starker Käferbefall) pflanze ich nun:
- Stieleichen
- Rotbuchen
- Bergahorn
- Lärche

350 Höhenmeter. Passt zu meinem Bodentyp (Braunerde).

Denke, ein gesunder Mischwald hat Zukunft, wo von allem etwas dabei ist. Brennholz erzeuge ich über KUP (Pappeln) bzw. den Durchforstungen, Rest Wertholz.

VG,
Martin

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