Stoppelsturz....

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Joe_D 07-07-2018 13:02 - E-Mail an User
Stoppelsturz....
wieder einmal anders....

https://www.youtube.com/watch?v=P0XbouD0LU8
ijl antwortet um 07-07-2018 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Die Strohverteiling und Hächselqualität ist aber nicht so wies sein soll!

Joe_D antwortet um 07-07-2018 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
lies bitte noch mal den Text der unter dem Video steht...;-)

macgy antwortet um 07-07-2018 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Sollte ein Werbungsvideo sein. Ich würde den Typ verjagen, sowas von schlechter Arbeitsqualität !!!!!!

Joe_D antwortet um 07-07-2018 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
na ja, die Technik hat es zumindest geschafft, mit der VF Soja bei dem fast kein Korn am Feld blieb, ohne Düngung, 13,2% Protein beim Weizen zu erzeugen, und das in Bio...
Qualität ist immer relativ...... aus der Sicht des Traktorsitzes aus oder aus der Sicht der Mikroorganismen ;-)

schellniesel antwortet um 07-07-2018 22:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Nun 13.2% Protein gut ist eben in Relation zu sehen aber nur was wert wenn man weitere Eckdaten der ertragsfindubg auch erfährt.

T/ha
Hl
Fallzahl
....

Wenn 13% Protein mit unter 4t ha erzeugt worden sind...

Mfg

Joe_D antwortet um 07-07-2018 22:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
2,7t/ha
Eho Gold 210kg/ha 1 Nov. Woche
März bis Ende Juni 48l/m²
HL80,1
Fallzahl 280
FKleber 27,1
Sedi 58
Direktsaat
letzter Düngereinsatz 1998
ohne div. anderer Spritzungen
2x gehackt im Frühjahr
Profinachbar konv. 6000kg Weizen...eben auch Trockenheit


Joe_D antwortet um 08-07-2018 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
a ja, und bei den 6t konv. waren es 10% Protein.....

Joe_D antwortet um 09-07-2018 12:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
wo liegen heuer die Proteinwerte?


Mogwai antwortet um 09-07-2018 18:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
15,5% Protein Bio

Ertrag keine Ahnung da noch 17% Feuchte.

Joe_D antwortet um 09-07-2018 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Sehr gut,
VF, Düngung, HL?

tristan antwortet um 09-07-2018 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
@ Joe D
"Stroh sollte entweder vom Feld verbracht oder nur oben auf liegen.....aber nicht eingearbeitet werden."

Weshalb den das, wo ist da ein Vorteil?

179781 antwortet um 09-07-2018 23:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Wo in der Natur wird organische Substanz (z. B. Laub, altes Gras usw) tief vergraben? Die Zersetzungsvorgänge davon - auch bei Stroh - funktionieren am Besten wenn es oben auf liegt.
Ein zusätzlicher Vorteil von Stroh obenauf ist, dass diese Mulchschicht den Boden vor Schäden durch Sonneneinstrahlung und Starkregen schützt. Wer das auf intakten Böden macht, sieht wie innerhalb eines Jahres ein Großteil des Stroh verschwunden ist. Von kleinen und kleinsten Bodenlebewesen zersetzt und aufgefressen, inclusive der daran haftenden Pilzsporen, vor denen viele Angst haben.
Das Problem ist nur die Technik. Bei uns gibt es so gut wie keine Maschinen, die es schaffen die Oberfläche das Ackers zu lockern ohne das Stroh einzubaggern. Und erst recht gibt es fast keine Sämaschinen, die das Saatgut unter die Mulchschicht aussäen können.
Das wohl größte Problem ist aber meist der Bauer selbst, weil der will es "sauber" haben auf dem Feld.
Bei der ganzen Geschichte kann ein Schälpflug, wie er in einem anderen Beitrag gerade beschrieben wurde eine Zwischenstellung einnehmen. Der Hakenpflug arbeitet ähnlich. Er kann die Vorteile das Pfluges bei der Unkrautbekämpfung und Saatbeetbereitung herstellen und vergräbt nur einen Teil der organischen Masse und das auf eine Tiefe, wo es für die Bodenbiologie noch ohne große Nachteile funktioniert.


Gottfried

Joe_D antwortet um 09-07-2018 23:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
danke Gottfried!
so ist es. Es soll ja immer noch welche geben die glauben der Regenwurm frisst organische Substanz (so wie Wiederkäuer, dabei hat er nicht ein mal Zähne...). Aber es ist nicht wirklich einfach von der Erziehung loszukommen und sich in den Boden zu versetzten.... Dammkultur ist nicht Bodenbearbeitung sondern Mikroorganismen kultivieren .....ist aber nichts für "man/n muss Menschen" ;-)

Joe_D antwortet um 09-07-2018 23:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
danke Gottfried!
so ist es. Es soll ja immer noch welche geben die glauben der Regenwurm frisst organische Substanz (so wie Wiederkäuer, dabei hat er nicht ein mal Zähne...). Aber es ist nicht wirklich einfach von der Erziehung loszukommen und sich in den Boden zu versetzten.... Dammkultur ist nicht Bodenbearbeitung sondern Mikroorganismen kultivieren .....ist aber nichts für "man/n muss Menschen" ;-)

Mogwai antwortet um 10-07-2018 07:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
VF Kleegras, Düngung nix, HL weiss ich nicht, hat mein Vater zur Überprüfung gebracht, evtl kann ich es nachreichen.

Was fressen Regenwürmer sonst? Die org Substanz muss nur an der Oberfläche sein, sieht man teilweise sehr schön wie das Stroh am Regenwurmeingang zusammengezogen wird. Das ist mMn nicht richtig was du schreibst. Ok, evtl fressen sie nicht sondern zersetzen es? :-)

Joe_D antwortet um 10-07-2018 08:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
nach VF Kleegras sollten min 150 bis 250 kg N beim Umbruch da sein.
nach VF Soja, wenn keine Körner am Feld bleiben, weniger als 20 kg N.
Würmer, zumindest die am wichtigsten sind fressen Bakterien und Pilze die die org. Substanz zersetzten. Wenn also Würmer an ihren Eingängen Stroh ansammeln so ist es eine Art Vorratswirtschaft. Nach und nach werden die Halme dann in den Gang gezogen wo sie unter aeroben Bedingungen von Bakterien und Pilzen zersetzt werden, und von denen lebt der Regenwurm....also von hochverdaulichen und konzentriertem Eiweiß. Treten anaerobe Bedingungen auf so kann der Regenwurm kaum mehr was damit anfangen, es entsteht Methan und Fäulnisflüssigkeiten mit denen auch die Pflanzen wenig anfangen können. Außer die Wunderpflanzen Ampfer und Distel. Wenn auch diese mit den Bodenzuständen nicht mehr zurecht kommen, nur noch der Huflattich und der Schachtelhalm. Ziel ist es daher org. Substanzen in aerobe Prozesse zu bringen ....was aber bedeutet, dass sehr viel vor dem Winter abgebaut wird (je enger das C/N-Verhältnis desto schneller), die Bodenlebewesen vermehren sich aber natürlich am besten, wenn sie das ganze Jahr über einen gedeckten Tisch haben. Die Kunst ist es also eine Bodenbearbeitung durchzuführen ohne, dass die org. Substanzen vergraben werden.......



tristan antwortet um 10-07-2018 16:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
@Gottfried & Joe D
Danke für die Weiterbildung, man lernt ja nie aus ...
Das mit den Mikroorganismen mache ich mit Mair Sepp seiner Methode.


Joe_D antwortet um 10-07-2018 16:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
....und jeder Tag zählt, besser gesagt jede Sonnenstunde in Verbindung mit Wärme, um Wurzelmasse zu bilden. Senf gehört auf die Wurst und nicht auf den Acker, wie das so schön ein Zwischenfruchtfachmann vor kurzem sagte. Senf, Buchweizen und co. vor allem wenn sie dicht stehen konkurrieren dann meist um Licht und bilden dadurch kaum Wurzelmasse.

tristan antwortet um 10-07-2018 16:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Ist da eine Rübsenmonokultur besser ?
Statt Senf kann man auch Kresse, Sommerraps, Tatarischer Buchweizen, Phacelia, Leindotter, Alexandrinerklee und vieles mehr nehmen. Sät man nicht dicht genug, kommen die Beikräuter durch. Was einerseits richtig ist, kann anders betrachtet auch wieder falsch sein ...

Vollmilch antwortet um 10-07-2018 17:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Bei uns zählt momentan jeder Tropfen Regen, weil ohne Wasser wächst weder die Begrünung noch die Mikroorganismen.

LG Vollmilch

weissboeck75 antwortet um 10-07-2018 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Hallo
Nach Ackerbohnen hat der Senf schon seine Berechtigung!
Er nimmt den Pflanzenverfügbaren Stickstoff auf
somit optimal für eine Wintergetreidesaat!
Mfg

179781 antwortet um 10-07-2018 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Das nach AB war aber auch schon alles, wo der Senf sinnvoll ist. Der ist besser, als gar keine Begrünung, aber der Nutzen ist im Vergleich zu vielen anderen Begrünungspflanzen sehr gering. Da kommt es halt drauf an, ob jemand nur eine einfache, billige Begrünung will um die Förderung zu bekommen, oder ob er bereit ist, etwas mehr in die Bodenfruchtbarkeit zu investieren.
Was ich letztes Jahr auf einem Vortrag dazu erfahren habe: Senf scheidet, um an das Phosphat im Boden zu kommen von den Wurzeln eine Säure aus, die aber für die übrige Bodenbiologie sehr hinderlich ist. Daher sollte er nie in Reinsaat stehen, sondern höchstens in begrenztem Anteil in einer Mischung. Der Vortragende hat auch Bilder gezeigt, wo sie bei einem Rübenbauern, der ein überzeugter "Senfbegrüner" war, dazu überreden konnten, eine Teilfläche mit einer speziell für Rübe zusammengestellten Mischung zu bestellen. Nach den Bildern von den Begrünungen und jeweils einer Spatenprobe, die Bilder der Rüben im Folgejahr. Der Bauer ist kein Senfbegrüner mehr.

Gottfried

Joe_D antwortet um 10-07-2018 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Hallo Gottfried,
was ist die Mair Sepp Methode?
bitte um Aufklärung ;-)

AHL antwortet um 10-07-2018 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
_Direktsaat ist ein Ackerbausystem, bei dem das Saatgut direkt in den mit Pflanzenresten der Vorfrucht bedeckten, unbearbeiteten Boden gelegt wird (Köller und Linke, 2001)._
Quelle: Rolf Derpsch

_Unter Direktsaat versteht man eine Ackerbaumethode ohne Bodenbearbeitung vor der Saat, die bereits auf ca. 124 Millionen Hektar weltweit eingesetzt wird.[1][2] Die Saat erfolgt ohne Bodenbearbeitung direkt nach erfolgter Ernte bzw. in das unbearbeitete Brachland. Die Rückstände des Pflanzenmaterials der Vorkultur verbleiben als Mulch auf dem Acker._
Quelle: Wikipedia "Direktsaat"



Joe_D antwortet um 10-07-2018 21:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
die meisten dieser Komponenten machen leider kaum Wurzelmasse. Viel besser ist es Nährstoffe in gespeicherter Form in den Wurzeln zu haben, da diese sehr einfach von der Folgekultur aufgenommen werden können ....(fast wie eine Bluttransfusion ;-)) beginnt eine Pflanze "Aufzustängeln" Längenwachstum zu gehen, werden die Nährstoffe in die oberen Pflanzenteile verlagert um dann letztendlich in die Samen verlagert zu werden, denn das ist ja das einzige wirkliche Ziel einer Pflanze, alles was sie an wirklich wichtigen Nährstoffen hat, an die Nachkommenschaft zu übergeben....o.k. hört sich fast menschlich an;-)
Was aber heißt: wenn die Nährstoffe erst mal im Oberirdischen sind, so bedarf es einen Rotteprozess damit die Nährstoffe wieder für die nächsten Pflanzen verfügbar werden. Nachteil von Rotteprozessen ist das sie immer mit großen Verlusten einhergehen....
Was im Frühjahr an den ersten warmen Tagen bei den Abgefaulten Senfbeständen so riecht sind Schwefelverbindungen die unwiederbringlich verloren gehen......
Bei der Kompostierung mit mehrmaligem Wenden gehen z.B. 90% des Kohlenstoffes verloren...(hab ich allerdings nicht nachgemessen...sorry)
Da her, nach Turiel soll fast immer eine Begrünung unmittelbar nach der Ernte angebaut werden...... Ampfer und Diestel bekämpfen geht zwar mit keinem Gerät besser als mit den Drähten der Dammkultur....
https://www.youtube.com/watch?v=0bvcC-GA2wk&t=13s
aber viel wichtiger ist noch, dass der Garezustand des Bodens geändert wird, die diesen hervorbringen!
Daher jeder Tag zählt und was zählt sind die Wurzeln.
Bei einem Begrünungsversuch wurde genau dies untersucht.
Eine Versuchsreihe wurde auf einem sehr Humosen Boden gemacht, VF Kleegras, Weizen + über 100kgN in Form von Bio-Fert, welches aber durch die Trockenheit nicht wirksam wurde.
Zwischenfruchtanbau mit dem Spitzenwert von 17t org. Masse an der Oberfläche.
Der zweistufige Rübsenanbau bracht oberirdisch nicht mal 4t, allerdings 3x soviel an Wurzelmasse die noch dazu alle Nährstoffe noch darin gespeichert hatte........






ALOIS135 antwortet um 10-07-2018 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Hallo joe
Bei Deine Eckdaten fürst Du Direktsaat an-AHL beschreibt die Methode der Direktsaat
Welches Gerät verwendest Du für DS ??

thomas.t3 antwortet um 10-07-2018 22:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Hallo Joe, war das Ampfer als Zwischenfrucht im Video? ;-p

Joe_D antwortet um 10-07-2018 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Der Weizen wurde mit einer Scheibenschar direkt in die Dammkrone des Sojareihe gesät.
Natürlich lief im Tal ein Grindel damit das Saatgut auf den cm exakt in der Mitte abgelegt wurde, sonst würde ein exaktes hacken im Frühjahr nicht möglich sein

ALOIS135 antwortet um 10-07-2018 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Naja Joe
Must schon zugeben das Du von Ds nicht viel verstehst.
Zum einen - Grindel aber eh ganz tief
Zum zweiten - Hacken im Frühlahr??bei DS
Dabei kann ich der Dammtechnik schon was abgewinnen-Bodendurchluftung,Mineralisierung,Garre,Hacken-
Aber was Du jetzt abziehst (mit dem Video) grenzt schon an Wahnvorstellung und Aroganz.
Schade Joe

Joe_D antwortet um 10-07-2018 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
manchmal dauert es länger bis Felder auf Dammkultur umgestellt werden.....und dann sehen sie eben auch manchmal so aus.....wobei Hr. Turiel den Ampfer als Heilpflanze sieht;-)
Mit dieser Methode kann man allerdings den Heilungsprozess wesentlich beschleunigen!
Bei dem Video geht es also nur primär darum den Ampfer rauszuziehen ohne ihn abzuschneiden ...sondern eben darum, den Garezustand des Bodens zu verändern...
Jede Lockerung soll allerdings schnellst möglich von Pflanzen stabilisiert werden...... bei Starkregen kann dieser Gesundungsprozess allerdings wieder ins Gegenteil fallen, wenn eben wieder Feinerde in die Poren des Unterbodens gewaschen werden. Darum ist es wichtig organische Substanz nicht nur wegen der Schattengare an der Oberfläche zu belassen sondern auch wegen der Erosion, und da gehört auch die innere Erosion dazu....

Joe_D antwortet um 10-07-2018 22:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
sorry bitte hilf mir...bin wohl zu einfach dafür .... welches Video lässt mich als arogant erscheinen...;-)

ALOIS135 antwortet um 10-07-2018 22:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Hallo Joe
Sorry falsch verstanden.
Das Video hat nichts mit arroganz zu tun-eher mit Verteiling von Ernterückständen
Arrogant finde ich die Art und Weise wie du schreibtst.
Prof. Turiel mag ja ein enormes Fachwissen besitzen. Es ist aber nicht zu leugnen das Du am Verkauf und Vertrieb kräftig verdienst .
lg

prasslm antwortet um 11-07-2018 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Hallo zusammen,
ich finde, dass das Thema Dammkultur derzeit durch gewisse Leute etwas zu stark in die Breite getrieben wird. Ich arbeite selbst auf Dämmen aber nicht bei jeder Kultur. Unter anderem arbeiten wir nicht nach dem Prinzip von dem sehr oft genannten sondern nach meinem und das besagt eben, dass Dammkultur nicht in jeder Kultur anwendbar ist, auch wenn das von anderen Leuten so behauptet wird. Ich fahr ja auch nicht mit meinem Traktor auf Urlaub, nur weil er eine gute Klimaanlage hat.
Und was eigentlich gar nicht zusammenpasst ist Stoppelsturz und Dammkultur bzw. Getreideanbau und Dammkultur. Ich verkaufe auch Dammkulturmaschinen, rate meinen Kunden aber ab Getreide auf Dämmen anzubauen.

Joe_D antwortet um 11-07-2018 13:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Es ist aber nicht zu leugnen das Du am Verkauf und Vertrieb kräftig verdienst .

..unter dem Motto: je mehr was glauben desto mehr tritt etwas ein...sehr gut, lass mich überraschen lg

little antwortet um 11-07-2018 20:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
@prasslm
wenn du noch nicht in jeder Kultur mit Dämmen arbeitest hast du das System noch nicht verstanden.
Herr Turiel hat uns auch schon erklärt das man Feldfutter auf Dämmen bauen kann. Wenn ich dann die Strohverteilung auf dem Video sehe und damit die Bodenbeschattung hervorgehoben wird, verstehe ich Herrn Turiel erst. Wie das gemeint war: man baut Luzernergras an, damit dreiviertel von meinen Futter als Bodenbeschattung auf dem Acker bleibt.
Der Dammpflug ist sicher eine interessante Maschine aber kein Allheilmittel. Ich mache seit 2003 Bio. Und bin sicher kein Musterbetrieb, habe aber mittlerweile Größen wie Wenz, Wittke, Nässer, Turiel... erlebt und bei solchen Leuten muß ich immer an Dieter Bohlen der Film denken. Da sagt er immer: " sie wollten alle mein Bestes- und das war mein Geld". Daher bin ich sehr vorsichtig geworden bei solch Wundermaschinen -mitteln, ist ja nicht so das sie gerade billig sind, und fürs NowHow mußt wieder zahlen.
Es gibt auch Biobetriebe die mit Konventioneller Technik sehr schöne Früchte haben und ich stelle in den Raum, ob ich durch die Intensive Bearbeitung bei der Dammkultur langfristig nicht den Humus verheize den wir die letzten Jahrzehnte aufgebaut haben.
little

179781 antwortet um 11-07-2018 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Mein Nachbar arbeitet auch mit Dammkultur. Der hat meist sehr gute Bestände. Und er hat innerhalb weniger Jahre Probleme mit Ampfer und Distel weitgehend abgeschafft. Es ist ihm aber auch schon das eine oder andere schiefgegangen. Wie er selber sagt, ein ganz neues Verfahren und da muss man halt allerhand lernen - sprich Lehrgeld zahlen.
Weil ich bei ihm auch mit dem Drescher fahre, kenne ich aber auch einen Nachteil des Systems. Drescherfahren in Dammkulturen macht keinen Spass und wenn einmal etwas schwierig zu dreschen ist, dann erst recht nicht mehr. Über Feldfutterernte möchte ich gar nicht nachdenken, wenn ich sehe, was beim Drescher in der Steinfangmulde liegt.

Gottfried

Joe_D antwortet um 11-07-2018 23:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Danke Gottfried für den Beitrag!
ja, es ist nicht einfach sein Denken von einem Tag auf den andren umzustellen ......so wenig wie sich der Boden von einen Tag auf den anderen umstellt.
Feinen Boden zu erzeugen ist mit der heutigen Technik relativ einfach ...nach der Ernte bleibt dann aber meist ein Betonboden zurück. Vor einigen Jahren noch wären bei so einer Bearbeitung Medizinbälle auf meinen Feldern herumgelegen, was heute eben ganz anders ist.
Zur Auflockerung wieder mal ein Film:
https://www.youtube.com/watch?v=pmtU_9IzEvM

thomas.t3 antwortet um 12-07-2018 03:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Hallo Gottfried, hab ich grad zufällig in den Anzeigen entdeckt und wäre für deine Strohernte eine Erleichterung. Preislich auch ein absolutes Schnäppchen.

https://www.landwirt.com/gebrauchte,2005185,KEMPER-BE-125-EXPRESS.html

Lg


Joe_D antwortet um 12-07-2018 08:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
prasslm antwortet um 11-07-2018 10:00
Und was eigentlich gar nicht zusammenpasst ist Stoppelsturz und Dammkultur bzw. Getreideanbau und Dammkultur. Ich verkaufe auch Dammkulturmaschinen, rate meinen Kunden aber ab Getreide auf Dämmen anzubauen.

Ja, so wie du die Dammkultur verstanden hast ist das auch richtig....;-)

ALOIS135 antwortet um 12-07-2018 15:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Siehst Du Joesi

Das meinte ich mit Arroganz !!
Lg
Alois


Joe_D antwortet um 12-07-2018 15:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Sorry, deine Wahrnehmungsschwelle ist da aber sehr dünn.....wie würdest du auf so einen Beitrag aus meiner Sicht antworten? ;-)





prasslm antwortet um 13-07-2018 07:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
@Joe_D
wenn du behauptest das ich das System Dammkultur nicht verstanden habe nehme ich die Herausforderung gerne an.
Wenn ich mir die Felder, welche mit euren Maschinen behandelt werden so ansehe, wäre ich mit solchen Aussagen doch etwas vorsichtiger!
Vielleicht solltet ihr euer "System" bei einigen Bodenarten noch einmal überdenken und den Mund nicht so voll nehmen.
@alle die davon überzeugt sind Getreide auf Dämmen anzubauen:
Ich stell jetzt nur zwei Stichworte in den Raum: Lagergetreide und Strohbringung.





Joe_D antwortet um 13-07-2018 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Das kann man nicht erwarten, dass jeder Bauer auch die Empfehlungen von Turiel dann auch so annimmt...
Der Häufelpflug allein vollbringt keine Wunder …
Julian Turiel trägt die traditionelle Dammkultur praktisch in sich, und kümmert sich nicht um jene die glauben die Dammkultur verbessern zu können…..das ist ihre Sache
Das jetzt vorgebrachte hat offenbar nur den Zeck zu verunsichern ….;-)


Leo1982 antwortet um 13-07-2018 18:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
„Julian Turiel trägt die traditionelle Dammkultur praktisch in sich, und kümmert sich nicht um jene die glauben die Dammkultur verbessern zu können“

Das zeugt von: Hauptsache ich Verkauf mein Zeugs recht teuer (und recht viel davon), egal ob andere Wege besser bzw. effizienter wären.
Wäre er wirklich ein Revolutionär würde er sich ständig verbessern und weiterentwickeln wollen.

Aber jeder wie er will...

Joe_D antwortet um 13-07-2018 20:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
selbst den 60er Damm schräg zu dreschen geht sehr gut:
https://www.youtube.com/watch?v=gkOR8Z4FDJ4


ALOIS135 antwortet um 13-07-2018 23:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Turiel trägt die tratitionelle Dammkultur.....
Wahrscheinlich hat er seine Wurzeln in Mesopotamien.Zweistromland.Von da kommt ja laut joe D die Dammkultur.
Turiel hat da vielleicht einen Onkel ???
lg

P.S.
Das finde ich nicht arrogant, das ist schon eher hevi- Joe D.

Joe_D antwortet um 13-07-2018 23:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
..wie überall, die ersten 5% werden belächelt, die nächsten 15% werden bekämpft und ab 20% fängt jeder an selbst darüber nachzudenken ob er es nicht doch auch selber macht.....
war mit der KE so
und Bio eben so.... in Burgenland gibt es keinen Gutsbetrieb mehr der nicht bio ist ;-)

Joe_D antwortet um 14-07-2018 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Distel & Ampfer
Unkraut oder Heilpflanze?re weiter
e
Wie kann man beide Pflanzen überflüssig machen und anstatt sie zu bekämpfen die Ursachen beheben?
Wieso kommt Ampfer und Disteln nicht so massiv, wie auf vielen Äckern, in der Natur vor?
Warum haben einige Bauern mehr Ampfer als andere?

Ich konfrontiere mich mit diesem Thema schon seit 20 Jahren sehr intensiv. Deshalb möchte ich meine Erkenntnisse aus der Praxis mit Ihnen teilen. Obwohl es besonders mit dem Häufelpflug eine effektive Methoden gibt den Ampfer maschinell zu entfernen, sollte man sich mit den Ursachen auseinandersetzen um sich langfristig von Ampfer und Distel zu befreien ohne sie bekämpfen zu müssen. Um nach Möglichkeit ein komplettes Bild von beiden Pflanzen und ihren Rollen zu zeigen, werden folgende Punkte beschrieben.

1. Was sind Ursachen für Ampfer und Distel in der Landwirtschaft?
2. Was ist die Aufgabe/n des Ampfers im Boden?
3. Was ist die Aufgabe der Distel?
4. Wie kann man die Ursachen in der Praxis beheben?


1. Was sind Ursachen für Ampfer und Disteln in der Landwirtschaft?
Beide Pflanzen unterscheiden sich wesentlich nur in einem Punkt. Der Ampfer behandelt die Vergiftung im Boden; die Distel hingegen hebt die Nährstoffauswaschung auf!

Die beiden Hauptgründe dafür, dass sich Ampfer und Distel immer weiter ausbreiteten sind die Zerstörung des Ton-Humus-Komplexes*, der natürlichen Ordnung, beziehungsweise dessen zu langsamen Aufbau und eine falsche Düngung.

Ein Boden mit idealem Ton-Humus-Komplex verschlämmt auch nicht bei hohem Niederschlag. Er bildet keine Risse und ermöglicht eine Luftzirkulation. Bei einem kaputten Ton-Humus-Komplex verschlämmt der Boden schon bei wenig Regen. Besonders bei feinem, lehmigem Boden verschließt er sich sehr schnell. Die Folgen dafür, dass keine Luft mehr eintreten kann ist, dass das Bodenleben wie aerobe Bakterien und Mikroben sterben und sich eine Vergiftung entfaltet. Ähnliches kann geschehen, wenn man Gründüngung oder Kleegras, der noch grün ist, einarbeitet (je tiefer desto schlimmer). Zunächst kommt es oft zu einem Silierungsprozess und dann die Gefahr von Fäulnis. Genau diesen Zustand des Bodens brauchen Ampfer und Distel um zu wachsen und dominant zu werden.

Es kann passieren, dass die giftigen Stoffe, auf die der Ampfer reagiert schon mit der Düngung oder durch andere Mittel, nicht nur organische, auf den Acker gebracht werden. Zum Beispiel im Bio-Bereich Gülle und in großen Haufen gelagerter Tiefstallmist sind Dünger die sich in anaeroben Milieus befinden (je mehr desto schlechter…). Da wird wiederum das Potenzial für die Entfaltung des Ampfers geschaffen.

2. Was ist die Aufgabe/n des Ampfers im Boden?
Ist der Boden etwa in dem zuvor beschriebenen Zustand, so eilt der Ampfer zur Hilfe. Denn die Aufgabe dieser Pflanze ist es, die Giftstoffe abzubauen, zu neutralisieren und zu verwandeln. Man kann beobachten, dass der Boden um die Pflanze herum nicht stinkt, sondern umgekehrt einen scharfen, würzigen und anregenden Geruch ausbreitet. Ein weiteres Argument für die positive Auswirkung des Ampfers sind die Regenwürmer die sich vor allem zwischen dem mächtigen und ebenso feinen Wurzelwerk des Ampfers, das sich in alle Richtungen entfaltet, gerne aufhalten.

3. Was ist die Aufgabe der Distel?
Die Aufgabe der Distel ist es verursachte Auswaschungen und schlechte Düngung (=für die Kulturpflanze unverfügbare Nährstoffe) zu beheben. Beheben in dem Sinne, dass die Distel diese abgelagerten Nährstoffe als Existenzgrundlage braucht. Folglich gedeiht die Distel umso besser, desto größer die beschriebenen Probleme im Boden vorhanden sind. Die Distel spiegelt also den Bodenzustand in seiner Entwicklung wieder. Je prächtiger die Pflanze ist, je mehr kann man auf die genannten Probleme schließen.



4. Wie kann man die Ursachen in der Praxis beheben?
Die Kunst Ursachen und Auswirkungen in der Praxis in den Griff zu bekommen ist, den Boden gesund zu machen, den Ampfer nur nach Möglichkeit auszureißen (auch wenn er nicht sofort absterben wird) und gleichzeitig durch eine Pflanze zu ersetzen die seine Aufgabe übernimmt, wie z.B. die Kreuzblütler. Man kann den Ampfer auch zusammen mit der Zwischenfrucht auf der Dammkultur wachsen lassen, damit er mithilft den Boden zu entgiften. Diese Methode wurde in der Praxis mit gutem Ergebnis getestet.

Aus meiner Erfahrung wirkt es sich sehr positiv aus, wenn Dämme gezogen werden. So entsteht ein Lungensystem, das das anaerobe Milieu, welches für die Giftbildung im Acker verantwortlich ist, in ein aerobes Milieu verwandelt. Auf dieser Grundlage kann der Boden tief atmen* und die für die Landwirtschaft repräsentativen Bakterien werden gefördert. Die Dammkultur verbessert die Durchwurzelung der Erde um ein Vielfaches (!), was grundlegend ist für den Aufbau des Ton-Humus-Komplex. Nun wurden wichtige Aufgaben des Ampfers und der Distel übernommen.

Ist der Boden in einem schlechten Zustand (krank), so bieten sich die Kreuzblütler (bis auf den Senf) beim Anbau der Zwischenfrucht an. Nämlich haben sie ähnliche Eigenschaften wie der Ampfer, und zwar scheiden sie für den Boden anregende Stoffe über die Wurzeln aus. Diese Stoffe verwandeln und bringen das Leben im Boden wie Verdauungsprozesse in Schwung. Ein wichtiger Nebeneffekt der Kreuzblütler ist, dass sie den Stickstoff, der sich unter anderem bei der Auswaschung an der Pflugsohle ablagert, für die Kulturpflanze zugänglich machen und die Aufgabe der Disteln übernehmen; diese werden dadurch überflüssig*.

Noch besser wäre es einen Kreuzblütler in die Fruchtfolge einzugliedern, weil er sich so längere Zeit und intensiver mit dem Boden auseinandersetzt.

Wird beispielsweise Wintergetreide gesät, kann es hilfreich sein dies möglichst früh zu machen. Dabei sollte dünn gesät werden, damit der Bestand durch die Bestockung nicht zu dicht wird! Die Kultur hat Zeit vor dem Winter den ganzen Ackerboden intensiv zu durchwurzeln um dadurch einen durchlockerten und offenen Zustand bis in den Frühling zu haben. So ein Vorgehen beugt der Auswaschung vor und man vermeidet die Disteln.

Dieses Beispiel im Flachanbau anzuwenden ist kaum möglich, weil wir da nicht das beschriebene, stabile Lungensystem haben und der Boden nicht ausreichend durchwurzelt wird. Das zu kleine Volumen an belüfteter Erde bietet nicht genug Platz für die Wurzeln, sodass es zu einem Wachstumsstopp kommt, anders wie bei der Dammkultur. Wenn das Wachstum gestoppt ist, wird die Pflanze anfällig für Pilzbefall.

Einerseits bietet die Dammkultur, wie schon zuvor erklärt, ideale Bedingungen für die Kulturpflanze. Andererseits macht sie in Kombination mit einer gut gewählten Zwischenfrucht Ampfer und Disteln nutzlos, da ihre Aufgaben übernommen werden.

Wenn der Ton-Humus-Komplex wegen falscher Bodenbearbeitung zerstört ist und wird, verschlämmt der Boden nach jedem Regen. Verschlämmung steht gleich für Verschluss des Bodens und verhindert die Atmung. Das Leben im Boden erstickt und es beginnen die zuvor genannte anaerobe Prozesse die Methan und andere Gifte entstehen lassen. Dies hemmt die Wurzelentwicklung für die meisten Kulturpflanzen. Nicht aber für den Ampfer, er nimmt die Belastung auf. Ergänzend nimmt die Distel die unverfügbaren Nährstoffe auf die an der Flugsohle gesammelt werden. Ganz nebenbei schützt sie damit unser Grundwasser welches vom toxischen Nitrit verseucht wird. Die Funktionen beider Pflanzen sind in der Natur einerseits die Verwandlung und andererseits das Abfangen von Stoffen um einen gesundes Milieu zu schaffen.

Mit diesen Erläuterungen und Erklärungen will ich einen Beitrag leisten um darauf aufmerksam zu machen, dass alle Probleme die in der Landwirtschaft auftauchen auch eine Ursache haben. Dabei lohnt es sich ungemein auf die Reaktion der Natur, wie heutzutage oft Distel und Ampfer, zu schauen.

Man müsste sich aus meiner Sicht mit einigen Fragen auseinandersetzen um ein tieferes Verständnis für den Nutzen und Sinn des „Unkrauts“ zu bekommen. Es hat nichts mit Dummheit zutun Moral und Gewissen mit einzubeziehen auf der Suche nach Problemlösungen anstatt nur mit Gewalt zu reagieren und auf magische Mittel zurückzugreifen.


*Grundvoraussetzung ist zu wissen warum der Ton-Humus-Komplex zerstört wird. Ein Grund kann die falsche Bodenbearbeitung sein, bei der der Boden feingemahlen wird. Die natürliche Ordnung des Ton-Humus-Komplex wird aufgebrochen und er zerfällt in seine Bestandteile. Man kann sich diese Ordnung wie Kügelchen vorstellen die den Ton einschließen und außen herum liegt der Humus, der diese Verbindung verkleidet. Dieses Kleid aus Humus verhindert, dass der Boden verklebt – egal wie viel es regnet. Der Boden ist vor Verschlämmung geschützt.


Diese Ordnung des Ton-Humus-Komplexes kann nur von der Natur hergestellt werden. Vor allem das Wurzelwachstum ist dabei ein wichtiger Faktor. Die Feinverwurzelung entsteht in dem Bereich des Bodens in dem ein Luftaustausch stattfindet. Dieser ist bei der Dammkultur wesentlich größer als beim Flachanbau. Dasselbe gilt für die Mykorrhizen die im Wurzelbereich in einer Symbiose mit der Kulturpflanze leben und gedeihen können. Voraussetzung ist, dass der Boden nicht mit chemischen oder organischen Giften belastet ist. Gifte kommen zustande, auch wenn organisches Material in einen anaeroben Bereich gelangt. Dies kann flach, nah an der Oberfläche sein, zum Beispiel, wenn der Boden verschlämmt.


Durch diese Erklärung kann man wieder die Bedeutung des Ton-Humus-Komplexes erkennen, der eine Verschlämmung verhindert.


Julian Turiel
Am Ehrenmal 1 | 33178 Borchen Deutschland
00 49 160 966 297 81
nach Rücksprache auch per e-Mail
dammkultur@gmail.com



schellniesel antwortet um 14-07-2018 10:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Da steht schon viel wahres. Nur wer solche Dinge nur mit Lama Technik lösen will bleibt trotzdem auf dem Holzweg.

Ob DS,Mulchsaat, Pflug oder dammkuktur hängt es nicht von der Technik ab sondern von der Umsetzung der jeweiligen Systeme.

Wer mit mulchsaat anfängt und es länger umsetzt merkt schnell das es vielfältige und lange Begrünung braucht...

Und so gehts weiter... bei DS ist das ganze eine Stufe höher zu stellen weil nichts mehr mit BB repariert werden kann!

Und über den ganzen steht natürlich die Bodenzusammensetzung und den chemischen Verhältnisen im Boden.

Den Sinn von dämmen verstehe ich dahingehend das man die Oberfläche vergrößert dürfte durchaus Vorteile bringen allerdings überwiegen die Nachteile weil zu arbeitsintensiv und bei vielen Kulturen nicht Praxisorentiert umsetzbar.

In der biobranche vl doch etwas ernster zu sehen als konventionel.

Konvi würde ich die DS als weitaus geeigneter sehen!

Mfg

Joe_D antwortet um 14-07-2018 13:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
also bitte, jetzt meine Traktor als Lama bezeichnen....;-)

Peter1545 antwortet um 14-07-2018 17:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
@Joe: Ein paar Märchen sind da schon dabei und die Dammkultur generell mit der rosaroten Brille dargesellt!
Distel verbreitet sich dann wenn Nährstoffe (N) ausgewaschen werden!
Das kann auch der beste Boden bei zuviel Niederschlag nicht verhindern! Wir hatten letztes Jahr 160l Regen an einem Tag und da erklär mir bitte wie man da verhindert dass Nährstoffe nach unten verlagert werden.
Welche Gifte soll den der Ampfer vernichten?
Der Ampfer ist ein Säuere und Verdichtungszeiger, also Boden lockern und kalken, aus Basta nix Dammkultur machts schon.

schellniesel antwortet um 14-07-2018 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
@joe

Landmaschine =Lama;-)

Joe_D antwortet um 14-07-2018 22:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
danke schellniesel....;-)

Peter1545
das wäre einen Versuch wert raus zu finden.
An welchem Tag war der Niederschlag?
Daher ja das Anfangsvideo Stroh oben auf zu lassen um auch Regen/Sonnen Schutz zu erreichen und natürlich eine schnell wachsende Begrünung in einer überfahrt unmittelbar nach der Ernte.
Nach Turiel´s Erfahrung gab es keine Erosion in der traditionellen Dammkultur, erst so 7 - 10 Jahre nach dem auf Pflug und Grubber umgestellt wurde ging das los, dabei hatten sie noch nicht einmal eine Kreiselegge.




Joe_D antwortet um 15-07-2018 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
spannend bei dem Video ist nicht die Frau die da mit einer Hand den Pflug führt, sondern der Boden!
https://www.youtube.com/watch?v=pmtU_9IzEvM
Es wird Zeit eine Exkursion nach Spanien zu machen und so einen Boden einmal in echt zu sehen.....und Schiefer ist kein einfaches Ausgangsmaterial!

Leo1982 antwortet um 15-07-2018 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Eigenständige Denkweise, oder Schlussfolgerungen (Meinungen) und Optimierungen hast du aber komplett an den Turiel abgegeben... schade!

Joe_D antwortet um 15-07-2018 18:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
ich habe auch zuerst 2 Jahre selbst gebaute Maschinen verwendet, dabei aber so viel Lehrgeld gezahlt, dass ich mir dann gleich 3 Geräte gekauft habe.
Aber was kostet im Vergleich ein Grubber ein Pflug eine Kreiselegge ein Stiegel und ein Kameragesteuertes Hackrgerät...?
Aber es geht nicht darum was etwas kostet....rechnen muss es sich.

Unter Dammkultur versteht man auch gefräste Dämme.... was aber genau das Gegenteil der traditionellen Dammkultur ist.
Die Langstrohtechnik (siehe ersten Film) ist z.b. auf meinem Mist gewachsen...;-)

ALOIS135 antwortet um 15-07-2018 18:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Hallo Joe

Ist zwar eh schon alles gesagt zum Thema aber auf
"Langstrohmethode ist auf meinen Mist gewachsen" muss ich Dir sagen wenn die sinnlose und ungenaue Verteilung (kann man hier überhaupt von Verteilung sprechen) Du als Lichtblick siehst tappst Du aber im Dunkeln.
Die Kosten meiner Mechanisierung liegt inkl. Mähdrescher weit unter den Anschaffungskosten deiner Dammtechnik wobei Du bei deiner Technik noch keine entsprechende Sätechnik vorweisen kannst .Alles improvisiert unt mit Kabelbinder befestigt- Danke
lg



Joe_D antwortet um 15-07-2018 19:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
...und glaube mir, ich hab da alle möglichen Theorien aufgestellt:
1. auf einem Bandrechen einen links rechts Lauf zu montieren, und auf der Fronthydraulick montieren, und jeweils auf das bereits gebaute zu verschieben....dann bräuchte man aber noch einen Arbeitsgang um das Stroh nach der Aussaat zu verteilen. Klappbaren Bandrechen wird aber schwierig um auch auf 3,6m zu arbeiten.
2. Schneefräse, das Stroh ansaugen und dann hinter den Traktor blassen und hinter der Saat verteilen.... Arbeitsbreite, Lärm, Staub, Kosten....
3.Pickup Schwader ..... ähnlich wie 1. + Kosten
in dem Buch 4000 Jahre Landbau wird sogar beschrieben, dass sie sogar die Stoppeln ausgerissen haben um zu heizen....andererseits war es ein Affront seine Verdauungsreste mit nach hause zu nehmen......
also Stroh gehört nicht eingearbeitet sondern auf den Acker um nicht Bodenprozesse zu stören..(Turiel) ..so wie eben der Senf auf die Wurst gehört ..(Felgentreu)
So gehört (Turiel) Begrünung auf den Damm ...und das am besten 2x ...aber jeder ist frei das so zu machen wie er will....



Joe_D antwortet um 15-07-2018 19:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
Die Kosten meiner Mechanisierung liegt inkl. Mähdrescher weit unter den Anschaffungskosten deiner Dammtechnik wobei Du bei deiner Technik noch keine entsprechende Sätechnik vorweisen kannst .Alles improvisiert unt mit Kabelbinder befestigt- Danke

Dann kann ich dir nur gratulieren ....!
Einen Behälter mit Dosiereinheit ist neu einfach nicht so günstig herzustellen...abgesehen davon, dass jeder mit einer anderen Sätechnik vertraut ist....aber vielleicht erfindest du ja auch da etwas besseres...;-)

a ja noch so ein sinnloser Film:
https://www.youtube.com/watch?v=kM7OdNQjTqU

Joe_D antwortet um 16-07-2018 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stoppelsturz....
...bin damals 700km zu einem Gemüsebetrieb gefahren der nach Turiel arbeitet...in eine Richtung, und 2 Wochen später wieder, weil ich es zuerst nicht glauben konnte wie der Boden ist und welche Kulturen da zu sehen waren....und das in Bio und ohne Zukaufdünger!

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