Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?

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lerl 13-06-2018 20:24 - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Servus,
wir planen gerade eine Heutrocknungshalle und möchten zur Entfeuchtertrocknung noch eine zusätzliche Wärmequelle einbinden. Zur Wahl steht eine 80 kw Hackschnitzelheizung oder statt des hohen Stromanschlusses, die Anbindung eines Notstromaggregates. Beim Aggregat hab ich halt den Strom selbst und kann die Wärme einspeisen, kostet aber auch zusätzlich an Investition. Spar mir aber den hohen Anschlusswert und die hohen Stromkosten (Bayern).
Was meint ihr?




179781 antwortet um 13-06-2018 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Was soll den mit dem Heu produziert werden, weil es so viel Aufwand wert ist?

Gottfried


Richard0808 antwortet um 13-06-2018 21:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Wie groß ist deine Heubox und wie viel Luftmenge schaft dein Lüfter in der Stunde?
80 KW ist nicht gerade viel...


lerl antwortet um 13-06-2018 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Die Heubox hat 175 m² und der Lüfter hat 45 kw und 60.000 - 85.000 m³/h mit FU.
Dachte an die Aufheizung eines großen Pufferspeichers, um am Anfang der Umluftphase das Aufschaukeln der Temperatur zu beschleunigen.


thomas.t3 antwortet um 14-06-2018 07:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Morgen allerseits,

Lerl, bin auch der Meinung von Richard, die 80 kw sind dafür schon fast mickrig.
Damit wirklich mehrere Grad die Luft angewärmt wird, bräuchtest dann wirklich einen riesigen Puffer. Was tust dann im Winter bei Minusgrade, auslassen?

Wenn du darauf Wert legst, dass die Luft schneller angewärmt wird, ist die Möglichkeit, mit dem Stromgenerator und davon die Abwärme zu nutzen, die bessere...

Ich selbst habe Dachabsaugung/Entfeuchter (ohne Stromgenerator) Wenn ich Abends oder Nachts Einfahre weil es zeitlich nicht anders ging, kann ich den Start mit der Dachabsaugung nicht mehr machen. Ich hab da eine Feuchte bei der ausströmenden Luft von ca 77 bis 83%. Durch den Entfeuchter habe ich aber auch hier immer trockene Luft von ca 35% zum reinblasen (im Umluftbetrieb). Also ein Sättigungsdefizit von ca 42 bis 48%, was will ich mehr? Und am nächsten Tag gehts mit Dach weiter, oder auch nicht (Falls Regen).

Ich glaube, wenn du eine gut funktionierende Dachabsaugung/Entfeuchtertrocknung hast/willst, ist zusätzlich heizen "fast" überflüssig oder bringt dir nicht wirklich einen Meilenstein. Den Ofen und Puffer musst auch kaufen, und das Holz könntest verkaufen! Ist es den Aufwand wert, die 1 bis 3 Grad in der kurzen Phase? Die Luft ist eh trocken durch den Entfeuchter... und das "Heu" wird auch getrocknet durch das Sättigungsdefizit.

Lg


Vollmilch antwortet um 14-06-2018 08:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hallo!

Heutrocknung ist nicht mein Thema aber:
Welche Hausanschlussleistung habt ihr da eigentlich beim Strom? Läuft da schon ein Lastprofilzähler?

LG Vollmilch


jakob.r1 antwortet um 14-06-2018 08:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Grüß Dich lerl, auch ich baue mir in den nächsten Tagen eine Heutrocknung ein. Ich vermute, das Deine 175 Quadratmeter Heubox so gedacht ist, das immer wieder drübergefüllt wird.
Wenn dem so ist, würde ich mir alternativ überlegen die Trocknung in einer kleineren Box durchzuführen und jedesmal das trockene Heu in eine Box umzustapeln welche nicht zum Trocknen ausgelegt ist. Dann reicht Deine vorhandene 80kw Anlage locker und Du kannst einen wesentlich kleineren Lüfter nehmen und den Entfeuchter einsparen. Auch das Stromaggregat ist dann nicht notwendig und höheren Anschlusswert brauchst Du auch nicht.
Zudem bekommst Du die 25% Zuschuss auf die Nettokosten nur mit Einbindung einer regenerativen Energiequelle (Hackschnitzel). Der einzige Mehraufwand gegenüber Deiner jetzigen Planung ist nur ein offener First damit die Feuchtigkeit abziehen kann, wenn Du Dir den teuren Entfeuchter sparst.

So kostet Deine Anlage nur einen Bruchteil Deiner ursprünglichen Planung, -- ist aber nicht so bequem zu händeln. Das Heu ist aber genauso trocken.

Beste Grüße

Jakob



thomas.t3 antwortet um 14-06-2018 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hallo Jakob,

Es gibt schon genug gebrauchte Entfeuchter, die sind nicht mehr so teuer. Ich wills auch keinen Aufzwingen, aber was ich will ist, dass der Vergleich in einem "gesunden" Gleichgewicht stattfindet.

Die Hackschnitzl müssen erst produziert werden. Sprich - Jakob du musst im Winter mal Waldarbeit leisten und deinen Stundenlohn von 60 bis 70 Euro, den du immer berechnest, dafür einkalkulieren. Weiteres brauchst dafür Traktoren, Seilwinden, Krananhänger, sowie Hackmaschinen, Kipper und Lagerfläche für die Hackschnitzl, um dann im Sommer Heutrocknen zu können!
Beim Entfeuchter macht das alles ein einziger Knopfdruck. Rechnet man das alles, wirds wohl nicht viel um sein.
Wenn der Entfeuchter noch mit Strom aus Wind oder Wasserenergie betrieben wird, ist es regenerativer als Hackholz und Traktoren wo CO2 und andere Schadstoffe freigesetzt werden.
Lg

Vollmilch, bei mir ist eine Wandlermessung verbaut, ein normaler Zähler ist dafür nicht ausgelegt. Aber es kommt natürlich auf die Größe der Anlage an.
Lg


Vollmilch antwortet um 14-06-2018 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Wandlermessung ist klar aber wird schon nach dem Lastprofil abgerechnet oder einfach nach kWh / Jahr?

LG Vollmilch


179781 antwortet um 14-06-2018 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Ein bisserl eine Milchmädchenrechnung ist das schon von Thomas. Wenn ich die Hackschnitzel hernehme: Bei uns kriegst du um 18 Euro die Stunde gute Leute für die Waldarbeit, wenn du es selbst nicht machen kannst. Von den ca.100 m3 Hackschnitzel, die wir vor kurzem gehackt haben,ist etwa die Hälfte Material, dass wir nicht wegen der Holzernte, sondern als Vorbeugung gegen Borkenkäfer aus dem Wald bringen mussten. Da fallen dann eigentlich nur mehr die Kosten für Hacken und Handling bei den Schnitzel an.
Und das mit dem "auf Knopfdruck" für die elektrische Heutrocknung stimmt schon. Nur die Kosten für die Stromrechnung musst du auch mit "Knopfdruck" beim elektronic Banking überweisen. Und die sind bei diesen Anschlusswerten nicht ohne. Nicht zuletzt auch deshalb, weil bei vielen Betrieben dafür extra die Zuleitung stärker ausgelegt werden muss, was der Stromlieferant in irgend einer Form bezahlt haben möchte.
Es steht sicher dafür, dass jeder unter seinen Voraussetzungen nachdenkt, was er sinnvoll machen kann. Wenn man den Vertretern der Trocknerhersteller glaubt, dann gibt es ja Anlagen,bei denen hinten mehr Geld herauskommt,als man vorne hineinsteckt. Das kann man glauben wenn man will. Ich für meinen Teil bemühe mich trotzdem,selber zu denken.

Gottfried



xaver75 antwortet um 14-06-2018 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
@Gottfried
Was wird aus dem Heu produziert?
Vielleicht sowas

hubertusheu

mfg


thomas.t3 antwortet um 14-06-2018 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Man kann sichs mit dem Käferholz schönrechnen... doch wie viele haben ausreichend Käferholz oder müssen vorbeugen, von den Bauern die eine Trocknung betreiben? Da Jakob immer dafür plädiert 60 bis 70 Euro in seiner Arbeitsstunde zu rechnen, werde ich nicht 18 sagen.
Dass die Stromrechnung zu bezahlen ist, ist ja nichts neues! Auch das selbst verheizte Hackgut hätte Erlös beim verkauft gebracht, ich denke nicht, dass es hergeschenkt wird.
Ich trau mich sogar wetten oder weiß Gottfried, das mein Haben am Konto durch die Trocknungstechnik insgesamt besser ist. Also es kommt wirklich mehr heraus als man reinsteckt! ;-) so gesehen zählt eh nicht der Glauben, sondern was am Jahresende damit erwirtschaftet wurde. (Es muss eh jeder Betrieb das "wie" für sich selbst entscheiden)
Zur Erinnerung Bio-Belüftungsheu das letzte Jahr, zwischen 30 und 33 Cent/kg.
Lg


Richard0808 antwortet um 14-06-2018 14:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
@ lerl ich würde zum Stromaggregat tendiere.

Das mit dem Wasserspeicher ist zwar keine schlechte Idee nur für deine größe kommt mir das Wirtschaftlich nicht realisierbar vor.

Für 100KW Heizleistung brauchst du einen Puffer von 3000l Heißwasser pro Stunde.

Und wenn dein Lüfter mit 85.000m3/Stunde läuft schaffst mit 100KW 3-4 Grad erwärmung.

Da hast du ja eine gewaltige Anlage in Planung, bei 175m2 wirst schon einen Entfeuchter mit 30KW brauchen oder?
Hast du schon so einen starke Stromleitung oder musst Graben?

@jakob um effektiv Trocknen zu können auch bei schlechtem Wetter braucht man 2KW Heizleistung pro m2 Boxenfläche


Gravensteiner antwortet um 14-06-2018 14:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Kenn mich weniger bei Heutrocknung aus , mich würde aber interesieren ob eine Photovoltarik_anlage Strommsparmässig etwas für dieHeutrocknung bringen würde?...und obs wirtschaftlich wäre, dazu eine zu installieren?


Richard0808 antwortet um 14-06-2018 15:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Sicher bring die PV Anlage etwas.
Hatte meine PV Anlage mit 15KWp vor der Belüftung.
Im Jahr bringt diese etwar 15600KW.
Vor der Belüftung habe ich 1/3 selber verbraucht, jetzt, mit meinem 15KW Lüfter, verbrauche ich 1/2 selbst.
Natürlich nicht jedes Jahr gleich.
Also hab ich letztes Jahr etwar 2600KW für meine Belüftung selbst produziert.


lerl antwortet um 14-06-2018 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
@ Jakob:
eine kleinere Anlage wird´s wohl kaum werden, da ich insgesamt etwa 280 t Heu im Jahr trockne. Die Boxenfläche einer Box ist 175 m² . Es werden aber drei Boxen. Mit irgendwas kleinem und Auslagern und so, werd ich der Menge nicht Herr und die Menge je Schnitt muss höchstens auf zweimal eingefahren werden können. Drum hätt ich zum Entfeuchter halt gern noch eine Wärmequelle, um das ganze noch effektiver zu machen. Oder ist die zusätzliche Wärmequelle bei einem leistungsfähigen Entfeuchter zu vernachlässigen? Der Entfeuchter wird etwa 45 - 58 kw haben.

Der Strompreis ist bei uns halt bei 26 ct. Dann kommt da noch der hohe Anschlusswert mit 180 A. Da hab ich noch keine Wärme. Drum meine Gedanken über ein Aggregat.




Richard0808 antwortet um 14-06-2018 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hab garnicht gewusst das in Deutschland der Strom so teuer ist...

Also ich würde mir den Entfeuchter zulegen und mal schaun wie es ohne Wärmequelle funktioniert.
Zum probieren kann man sich ja einen 80KW Ölofen ausborgen und beobachten wie schnell/hoch sich das Umluftsystem erwärmt.




179781 antwortet um 14-06-2018 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Was mich interessiert ist, wie rechnet jemand, der sich Heu zu einem Preis kauft für den man auch Futtergetreide kriegt?

Gottfried


thomas.t3 antwortet um 14-06-2018 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Ich stand vor nicht allzu langer Zeit vor der selben Entscheidung.
Das mit dem Aggregat hat mir auch lange kopfzerbrechen gemacht. Ich hab mich dann doch für den Anschluss am Netz entschieden aus folgenden Gründen:
* Da ich auch große Boxen habe, brauche ich eine zuverlässige Energiequelle, Stromgenerator könnte ausfallen, sollte das Heu dadurch nix werden, wäre hier das Geld für den Anschluss leicht herinnen
*Generator hat Wartungskosten
*Dieselpreise schwanken enorm

Interessant wäre für mich der Generator gewesen, wenn er irgendwie als Heizung deklerierbar wäre und mit Heizöl zu betreiben ginge. Die Abwärme ist natürlich auch ein Faktor der für einen Generator spricht.
Wenn du aber einen Entfeuchter hast, und der auch zur Boxengröße passt, dann ist die Temperatur schon wichtig, aber, ich finde 2-rangig weil: (und Gründe warum ich mich für Entfeuchtertrocknung + Dachabsaugung ohne Heizung entschied)
Für eine rasche Endtrocknung brauchst du Einblasluft unter 50% Luftfeuchte, das Sättigungsdefizit trocknet nicht die Temperatur. Umso weiter darunter desto schneller ist die Trocknung abgeschlossen und auch der Lüfter braucht weniger lang laufen, die Heuqualität ist besser.
Gehen wir von Regen nach dem Einfahren aus.(hohe Luftfeuchte außen) Was nützt es, wenn man heizt wie ein Irrer und die feuchte Luft im Kreis pumpt (Ausströmluft 80% wohin soll die Feuchte?).
Eine Box voll mit Heu, Ausströmluft von der Box 80% oder noch darüber und das mit Hackschnitzelheizung... da kannst lange heizen und den Lüfter laufen lassen... mit dem Entfeuchter brauchst die halbe Zeit und der Lüfter dadurch den halben Strom ...man kann auch schneller wieder Einfahren.

Wie Richard schreibt, leihe dir mal einen Ofen aus und seh dir's mal an ob es das ist, was du dir erhoffst. Ich denke nicht, dass die Trocknung noch maßgäblich beschleunigt wird.

So das war mit Schlechtwetter, meistens läuft ja die Anlage bei mir eh mit Lüfter und Dachabsaugung. Planst du eine Dachabsaugung auch lerl?

Lg

Ps: man muss wissen welche Qualität erzeugt werden soll... Bodengetrocknetes Heu das ein bisschen nachbelüftet wird, oder Energieheu.

Pps: Gottfried, Getreide ist aber kein Grundfutter.



modi antwortet um 14-06-2018 21:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hab eine universell einsetzbare Trocknungsanlage mit Solarluftkollektoren als Energiequelle. Im System integriert ist ein Steinspeicher, um Energie für Spitzenlast vorzulagern und Leerlaufzeiten in der Trockenkammer nicht ungenutzt zu lassen. Vorteil der Warmluft gegenüber Warmwasser: kein Einfrieren, keine Umwandlungsverluste im Wärmetauscher.
Planung und Erzeugung durch Fa. Cona Ried/Traunkreis.


Vollmilch antwortet um 14-06-2018 23:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hallo Gottfried!

Ich glaube auch, dass man Kühe nicht mit 100% Kraftfutter füttern sollte. Die notwendige Struktur wird dann eben teurer zugekauft. ;-)

LG Vollmilch


thomas.t3 antwortet um 14-06-2018 23:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Abgerechnet wurde nach kwh/Jahr Vollmilch.

Gutes Grundfutter war wenig und rar, jemand der voll auf der Milchschiene ist, und auch gutes Zuchtvieh hat, wird nicht so schnell die Herde verkleinern oder sich die Milchleistung mit schlechterer Qualität drücken. Dann wird halt zugekauft.
Lg


Vollmilch antwortet um 14-06-2018 23:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Das wird dann ja interessant, wenn zukünftig die Netzgebühren stärker von der Spitzenlast abhängig sind.
Da würde ich empfehlen den smart meter zu verweigern! ;-)

LG Vollmilch


thomas.t3 antwortet um 15-06-2018 08:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Morgen Vollmilch,


Beim mir ist das so: der Hof eigentlich hängt an einem Ferraris-Zähler, die Trocknung alleine aber ist extra auf einen Lastprofilzähler. Leider kann ich mich für Elektrizität nur schwer begeistern...
Zahle halt für 2 Anschlüsse, habe aber dafür den Strom klar getrennt, um Tarife und andere Anbieter habe ich mich schlampigerweise noch nicht gekümmert, da habe ich bestimmt starken Optimierungsbedarf.
Ich schätze du wirst einen Smart Meter haben, läuft da die PV auch drüber oder geht das überhaupt?
Lg


179781 antwortet um 15-06-2018 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Das ist eh klar dass man Grundfutter nicht in großem Umfang durch Kraftfutter ersetzen soll. Aber die Rechnung geht mir einfach nicht in den Kopf, dass man etwas mit weniger Inhaltsstoffen zum selben Preis kauft wie Getreide. Das ist ja so wie wenn man einen Gebrauchtwagen zum selben Preis kauft wie einen neuen. Das hat es doch auch nur in der DDR gegeben. Aber es gibt halt Liebhaber, denen sind ihrer Tiere das Geld eben wert. Ob es nun Hirsche sind oder Kühe kann dem Verkäufer von extra teurem Heu ja egal sein.

Gottfried


peter.z(cgu8) antwortet um 15-06-2018 08:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Wiso nicht gleich ein gebrauchter Ölofen? Günstig zu haben und kann mit Heizöl betrieben werden.
Gottfried die Problematik die du dir damit einbringst hast aber auch nicht berechnet. Bei den den Mengen die du Füttern müsstes das die Kuh gesättigt ist, kommen noch Kosten für Pansenpuffer, mehrmalige KB, Tierartzkosten dazu.


Richard0808 antwortet um 15-06-2018 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Und um 34cent bekommt man im LH kein Biogetreide.
Mein Kraftfutter mit 20%Eiweiß kostet 66cent, da fangen sich Heutrocknungsanlagen schon zu rechnen an wenn man Energieheu Einfährt mit 18%Eiweiß und mehr


Vollmilch antwortet um 15-06-2018 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hallo Gottfried!

Bei den Inhaltsstoffen kommt es aber nicht nur auf Energie und Eiweiß an, sondern auch auf die Struktur (Rfa, Adf, Ndf,... oder welche Faserkomponente auch immer).

Bei der Berechnung (Abschätzung) der Kosten für die einzelnen Komponenten der Ration, ist bei mir Kraftfutter fast immer günstiger als Grünfutter. Trotzdem setzt mein Programm das teurere Grundfutter in der Ration ein, weil es sonst die (Struktur -) Vorgaben nicht erfüllen kann.
Ist leider so. Verrückte Welt. Das Kraftfutter ist zu billig.

@thomas: ich habe einen privaten smart meter. ;-) und da läuft auch die PV drüber und so wird der Eigenverbrauch optimiert.

Zukünftig sollen lt. Econtrol ein Teil der Netzgebühren nicht einfach pro kWh Verbrauch berechnet werden sondern nach der Spitzenlast (Viertelstunde Mittelwert) des jeweiligen Verbrauchers. Die Netzbelastung soll damit gerechter auf die Verursacher umgelegt werden.

LG Vollmilch


179781 antwortet um 15-06-2018 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Wenn du für Biokraftfutter mit 20 % Protein 66 Cent zahlst, dann solltest du zuerst einmal nachdenken, was die entsprechenden Komponenten kosten. Auszahlungspreisen in OÖ Saison 2017/18: Triticale 294,- Euro je t, Ackerbohne 464,- je t incl 13 % Mwst. Da kommen zwar noch die Kosten für den Mineralfutteranteil, Mahlen und Transport dazu. Aber auf jeden Fall ist die Bequemlichkeit Fertigfutter zu kaufen teuer zu bezahlen.
Trotzdem hast du recht, dass hochwertiges Grundfutter die interessantere Variante ist. Nur bei dem, was manche Heutrockner investieren und dann noch hohe Betriebskosten tragen, sehe ich halt schon ein Fragezeichen.

Gottfried


peter.z(cgu8) antwortet um 15-06-2018 09:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Der wichtigste Punkt wurde vergessen. Das Rind ist eine der schlechtesten Getreide verwerter. Wer also denkt er könne mit zugekauften einzelnen Komponenten besserfahren als mit expandierten KF mit teils pansengeschützten Protein sollte sich nochmals in der Fütterung von Wiederkäuer vertiefen.
Ich bereue es noch keinen einzigen tag seit ich Getreide aus der Ration gestrichen habe.
Gruss aus der Schweiz


Vollmilch antwortet um 15-06-2018 09:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Im Vergleich zu anderen Tierarten hast du recht.
Kosteneffizient ist es trotzdem. (jedenfalls bei uns)

LG Vollmilch


lerl antwortet um 15-06-2018 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Für wen sich der Aufwand rechnet oder nicht, hängt vorrangig von der Vermarktung ab. Hinzu kommt das Einsparpotential an Kraftfutter und Tierarztkosten usw...
Für die Kuh rechnet es sich auf alle Fälle! Auch die betrieblichen Abläufe bzw. Zukunftspläne spielen eine Rolle. Wenn man jedoch betrachtet, dass eine Kuh nur mit Trocknungsheu auf über 6.000 kg Grundfutterleistung kommen kann, so soll das doch jemand mit Silage nachmachen, ohne Kraftfutter einzumischen. Vom Heu fressen die Kühe Unmengen.

Aber meine Eingangsfrage war eigentlich keine Grundsatzdiskussion der Heumilch, sondern eine rein technische, die die Wärmezufuhr bei einer Entfeuchtertrocknung in meiner Größenordnung betrifft. Anderweitig wird auch oft gesagt, dass man sich die Wärmezufuhr sparen kann, wenn man den Entfeuchter groß genug dimensioniert. Wir haben hier sehr mastige Bestände evtl. auch mit Luzerne/Gras und da denke ich, dass das ohne Entfeuchter nix wird.


thomas.t3 antwortet um 15-06-2018 14:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Ich fütter auch seit gut einem Jahr kein Getreide mehr. Wie lange hast du die "Ration" schon so Peter? Als Ausgleich für das Gründfutter auf der Weide und der vorgelegten Luzerne im Stall, sowie im Winter bei Wiesenheu und Luzerneheu, fütter ich Körnermais. Ein Bergkern und Mineralstoffmischung - fertig.
Lg


peter.z(cgu8) antwortet um 15-06-2018 15:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Bei uns gibt's gerade mal einer der ein Entfeuchter hat. Zuvor alles mit dem Ölofen geheitzt. Seit er den Entfeuchter hat, wurde der Ofen nicht mehr genutzt. Er sagt er könnte pro tag ein LD Grünfutter auf den stock verteilen und 24h später sei es dürr. Ich bin der Meinung das wichtigste ist Trockene Luft, egal ob warm oder kalt. Zum anwärmen würde auch ein Ölofen reichen, Verbrauch ca. 7 liter in der Stunde.
@Thomas
Seit letztem Oktober, wobei der größte Teil von Januar bis April abkalbte, jetzt gibt's nur noch Maiswürfel und Mineralstoffe. Fütterung Heu, Emd und Silo Starschnitt momentan 6100 kg mit vollweide den Sommer durch.


Richard0808 antwortet um 15-06-2018 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Das ein Warmluftofen die Luft nicht trocknet stimmt aber auch nicht ganz.
Ich habe mir einen Stückgut Warmluftofen zugelegt, weil mir zur Zeit der Entfeuchter noch zu teuer ist.

Habe eine Box mit 100m2 mein Lüfter bringt 47.000m3 in der Stunde und der Ofen hatt 240KW.
Wenn er voll auf Leistung fährt habe ich eine Erwärmung von 14Grad mit 48% Luftfeuchtigkeit und das bei Regenwetter.
Natürlich braucht der Ofen dann auch Nachschub, ca. 4-5m3 Hartholz am Tag


179781 antwortet um 15-06-2018 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Von der Getreidetrocknung her kenne ich die Faustzahl, dass man mit kühlen (und nichts anderes geschieht im Luftentfeuchter) etwa 30 % weniger Energie je weggetrockneter Einheit Wasser verbraucht, als mit Heizen. Aber bei den Energiemengen, die für größere Trockner aufgehen, würde kein Mensch auf die Idee kommen, das elektrisch zu machen. Die fahren alle mit Heizöl oder wo es geht mit Gas. Unser Lagerhaus ist eine rühmliche Ausnahme. Die sind direkt neben der Hauptleitung einer Geothermie und haben dafür letztes Jahr einen riesigen Wärmetauscher für ihren Trockner eingebaut.
Auf jeden Fall gibt es bei den bäuerlichen Trocknungsanlagen mehrere, die ein Dieselaggregat mit der entsprechenden Leistung haben und damit alle elektrischen Antriebe versorgen und die Abwärme von Kühlung und Abgasen zusätzlich nutzen. Dann können sie das Aggregat auch mit Heizöl fahren, weil die überwiegende Energieabgabe ja zum Luftwärmen genutzt wird. Und sie sparen sich die Stromkosten und vor allem die Kosten für ein neue stärkere Stromzuleitung.

Gottfried




jakob.r1 antwortet um 16-06-2018 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Grüße Euch, -- da ich ja aus Kostengründen auf den teuren Entfeuchter verzichte, hat mir die Aussage vom Thomas schon etwas Schrecken eingejagt, das eine Wärmequelle bei Regenwetter zum Trocknen nichts bringen würde. Danke an Richard der eine andere Erfahrung gemacht hat.... Kurz noch zurück zu Thomas Bedenken, das Hackschnitzel keine gute Idee wären wenn man wie ich eigene Stundensätze von 70 Euro ansetzt. Bei jedem Waldbauernbetrieb der seinen Wald selbst bewirtschaftet ist ja die Grundausrüstung sowieso vorhanden, muss also nur anteilsmäßig angesetzt werden. Bei der Waldpflege fällt immer hackschnitzelfähiges Material an, welches gleich samt den Ästen komplett zum Häckselmaterialhaufen gebracht werden kann. Da die Häckselunternehmer bei uns ca. 5 Euro/srm bezahlen und bis 30 Euro im Verkauf verlangen ist Eigenverbrauch wirtschaftlicher.
Zudem gibt es eben in Deutschland die 25% Förderung auf die Nettokosten bei Heutrocknungsanlagen die mit regenerativer Energie betrieben werden. Als Waldbesitzer brauche ich also nicht ernsthaft über Öl oder Strom als Wärmequelle nachdenken wenns betriebswirtschaftlich super werden soll. Anders sieht das aus, wenn mir Bequemlichkeit wichtiger ist, das ist klar. Das die Diskussion nun in Fütterungstechnik für Milchkühe abgeglitten ist, ergibt für mich folgende Gedanken:
Die Milchbauern haben vor 30 Jahren bereits einen höheren Milchpreis gehabt als heute bei einem Bruchteil der heutigen "Lebenshaltungskosten" Dann haben die Bauern das ehemals wertvolle Milchkontigent wertlos auslaufen lassen und melken weiter auf Teufel komm raus bei niedrigen Milchpreisen und stetig weiter steigenden Lebenshaltungskosten.
Da wird weiter munter an höheren Milchleistungen und "wertvollem" Zuchtvieh die Einstellschrauben optimiert, obwohl die dunklen Wolken einer baldigen Zinserhöhung wuchtig drohen.....
Ich kann das betriebswirtschaftlich nicht nachvollziehen wie man wie der Themeneröffner eine gigantische Anlage planen kann, nur weil die gesamte Fläche auch weiterhin auf zweimal gemäht werden muss.
Wenn ich die ebenen Flächen rund um den Hof auf einmal abernte, dann fallen auch ca. 70 Rundballen an. Die Heutrocknungsanlage dafür würde vermutlich gut über 100Tausend kosten, -- ich lege meine Trocknung aber nur für 9 Rundballen und 25gm Bodenfläche für loses Heu aus weil ich nur eine 100kw Hackschnitzelanlage zur Verfügung habe und locker mit Gesamtkosten von 30Tausend (ohne Entfeuchter und vollautomatischer Steuerung) hinkomme. Klar muss ich entweder weniger mähen auf einmal oder einen Teil mit Bodentrocknung oder Siloballen bewältigen -- aber die Anlage ist wirtschaftlich.
Die große Anlage die ja im Jahr bei angenommenen 5 Schnitten vom Themeneröffner nur 10mal läuft ist sicher bequem, und sei Ihm auch gegönnt.
Ich stecke das eingesparte Geld lieber in Objekte die mir das Geld mit guter Verzinsung baldigst wieder zurückwerfen. Von mir ist ja bekannt, das ich Milchviehhaltung erst ab 5 Euro für den Liter Milch als wirtschaftlich anschaue -- weil ich eben die letzten 30 Jahre hochrechne und nicht die Löcher im Gürtel zähle die ich zum Engerschnallen noch zur Verfügung habe...
Beste Grüße
Jakob



thomas.t3 antwortet um 16-06-2018 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Einmal Versuch ich's noch...

Ich habe nicht gesagt, dass es nicht geht so zu trocknen. Es ist nur nicht so schnell und effizient wie mit Entfeuchter. Man arbeitet halt mit nicht so hohem Sättigungsdefizit und muss halt alles länger laufen lassen...
Und das Heu mit deinem Vorschlag zizerlweise zu Mähen und trocknen, ist dann nicht Qualität für Kühe sondern eher für Pferde. Und da reicht aber Bodengetrocknetes Heu..

Dass die Bauern das Milchkontingent abgeschafft haben, ist auch interessant :-)
Was du leider vergessen hast bei deiner Milchrechnung ist, dass Förderungen gekommen sind und, diese immer weiter steigen (ist zumindest bei mir so bis jetzt gewesen)
Lg


Vollmilch antwortet um 16-06-2018 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Jeder sieht das, was er sehen will.

BTW : bei dem ganzen technischen und (fossilen) Energieaufwand bei der modernen Heubereitung stellt es mir persönlich ja die "Grausbirn" auf. Aber jedem das seine....

LG Vollmilch


thomas.t3 antwortet um 16-06-2018 12:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Was machst wennst mal einen neuen Traktor brauchst? Da gehts um 1000faches mehr an Technik ;-)

Oder kaufst dir dann auch einen MB-Trac... hiiiihiii =D
(Sry Jakob das musste ich loswerden)
Lg


Vollmilch antwortet um 16-06-2018 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
MB? Wäre durchaus eine Option. Mir kam der damals beim Testen immer etwas "potschert" vor, aber wenn der Preis passt...

LG Vollmilch


179781 antwortet um 16-06-2018 17:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Das man mit so einer Heu-Trocknung eine super Qualität erzeugen kann ist eh klar.
Ich hab halt die Kostensitutation vom Getreide im Kopf. Und da ist man, wenn man viel trocken muss schnell so weit, dass man nichts mehr verdient.
Bei der Milchproduktion ist wahrscheinlich um so viel mehr zu verdienen, dass man da bei den Kosten nicht so aufpassen muss.

Gottfried


lerl antwortet um 16-06-2018 18:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
@jakob
Du kannst dir ja deine rentable Ballentrocknung bauen - alles gut! Der Themeneröffner müsste aber bei deiner Auslegung an 111 Tagen im Jahr Heuen - des kannst vergessen. Er schrieb schon dass die betrieblichen Voraussetzungen jeden Betriebes einzeln zu Bewerten sind. Bitte lass doch jeden so wirtschaften wie er will und kann. Manche bauen sich dann auch eine neue Halle fürs neue BSA Fass, schwarz lackiert mit Bomech und glauben, dass ihr Geld hochverzinst angelegt sei.
Es kann aber auch sein, dass der Themeneröffner so manches System hinterfrägt und zu dem Schluss kommt, dass für seinen Betrieb die silofreie Fütterung das richtige ist. Dann kann auch sein, dass er sich im Jahr über 20.000 € an Kraftfutter, 5.000 € an Pflanzenschutz, 1.500 € für Diesel nur für den Futtermischwagen, Tierarzt...usw. einspart und gleichzeitig einen höheren Milchpreis erzielt, weil er seine Milch selbst verarbeitet und verkauft. Auch kann es sein, dass sich dadurch die Rieseninvestition nach bereits zehn Jahren amortisiert hat, zugleich der Betrieb trotz konventionell, nachhaltiger wird und durch den eigenen Milchverkauf eine enorme Werbewirkung für Milchprodukte aus der Region bei den Verbrauchern erwirkt, was allen Milcherzeugern zugute kommt. Oder er findet Heufütterung einfach nur geil.
Aber alles nur Vermutung - nix gwiss woas ma ned




Vollmilch antwortet um 16-06-2018 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Das mit der "Nachhaltigkeit" ist sicher ein interessantes Thema. Da sind Ölofen und höher Stromverbrauch gut zu überdenken.

LG Vollmilch


thomas.t3 antwortet um 16-06-2018 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Dein Plastikabfall vor der Haustür auch Vollmilch. Der Futtermischwagen dreht sich bestimmt von alleine :-) ordentlich zerkleinern (kostet keinen Diesel) und danach ist man nicht mehr in der Lage zu unterscheiden, ob die Kuh gerade am brunzen oder scheiß** ist.

Der Fahrsilo mit den angefrorenen und zugeschneiten Sandsäcken, die freigeschaufelt werden müssen, ist besonders nachhaltig für's Kreuz. Der schöne warme Föhnwind mit minus 20 Grad der dabei sanft um den Mund haucht...

Nie wieder würd ich umsteigen, man geht in den Stall und überall dufte es nach frischen Heu, der ganze Hof stinkt nicht mehr nach Silo... ich liebe es!





Vollmilch antwortet um 16-06-2018 19:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hallo Thomas!

Die Energie ist noch immer im Plastikabfall drinnen und wird in der Müllverbrennungsanlage verstromt. Freilich wäre mir die Silofolie aus Maisstärke lieber. ;-)

Mein Traktor vor dem Futtermischwagen braucht Diesel, der läuft etwa 150 Stunden im Jahr. Leider auch fossile Energie keine Frage.

Brunzen und Scheissen kann man tadellos unterscheiden, da sehe ich kein Problem.

Wenn man aber mit regional und nachhaltig argumentiert, sollte man aber über Ölofen und Stromverbrauch (und seine Herkunft) nachdenken - und nichts anderes habe ich geschrieben.
Sonst könnte es irgendwann sein, dass sich der Konsument in seiner Vorstellung von Heumilch getäuscht sieht.

LG Vollmilch


lerl antwortet um 16-06-2018 19:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Nachhaltigkeit heißt auch: mehr eigenes Futter, ältere Kühe, kein Kraftfutter aus Übersee, damit unsere Milch getrocknet dann wieder nach Südamerika und Afrika kommt, Genfrei, weniger Ackerbau, mehr Artenvielfalt, keine Silofolien, mehr Regionalität ......

Es geht immer auch um die Energie je MJ-NEL oder g NXP. Und da schauts mit Kraftfutter, Silage, Bodenheu und all den Mittelchen der Agrarindustrie, zur Kaschierung der Folgen der Ganzjahressilage ganz schlecht aus.

Thomas - Daumen hoch


thomas.t3 antwortet um 16-06-2018 19:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Vollmilch jetzt weiß ich warum du so bedenken wegen dem Strom hast....

...weil dort deine Silofolie verbrannt. ;-)

Lerl dein letzter Absatz ist treffend!


Vollmilch antwortet um 16-06-2018 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hallo lerl!

Deinem ersten Absatz stimme ich vollkommen zu.
Den zweiten verstehe ich nicht. Korrigiere, jetzt habe ich es verstanden, bin aber der Meinung, dass Silagefütterung sich bezüglich Energieeinsatz und CO2 Emissionen nicht zu verstecken braucht.

@thomas: unter Umständen, wird aus meiner alten Silofolie dein trockenes Heu. Wer von uns beiden trägt jetzt die Last des entstandenen CO2?

LG Vollmilch


thomas.t3 antwortet um 16-06-2018 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Ja Vollmilch, wir machen sogar aus den Abfällen der Silagewirtschaft noch was brauchbares! ... so nachhaltig sind wir! :-)

Lg


Vollmilch antwortet um 16-06-2018 19:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Übrigens lerl finde ich deinen Ansatz (regional, nachhaltig,...) super. Darüber sollten sich mehr Leute Gedanken machen. Eine Ölheizung passt da meiner Meinung nach nicht dazu. Wenn du das BHKW mit Hackschnitzek betreiben könntest, wäre es sympathischer.
Grünen Strom gibt es in Bayern sicher auch!

LG Vollmilch


jakob.r1 antwortet um 16-06-2018 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Grüß Dich Thomas, -- ich habe nicht geschrieben das die Bauern das Milchkontigent abgeschafft haben, sondern das ein Großteil der Milchbauern das ehemals wertvolle Kontigent
welches einige sogar zugekauft hatten,--- einfach wertlos haben auslaufen lassen und nun auf Teufel komm raus die Milchproduktion immer weiter erhöhen um sinkende Preise und bald wohl steigende Zinsen zu kompensieren.
Klar ist es lustig mit finanzierten oder geleasten Großmaschinen über z.T. weit weg gepachtete Wiesen zu brettern und "effizient" Heu oder Silage zu produzieren-- aber selten betriebswirtschaftlich sinnvoll.
Ich traue mir zu behaupten, das die Berufskollegen die mit gebrauchten Maschinen auf eigener Fläche "rumzitzeln" wie Du es nennst, mit Ihren Betrieben öfters Gewinne schreiben als die ewig weiterwachsenden Kollegen im Hamsterrad....
Recht hast Du natürlich, das Heu welches zum richtigen Zeitpunkt gemäht und alles auf einen Rutsch getrocknet werden kann -- die Grundfutterleistung der Milchkühe erhöht, -- aber der Preis dafür ist heiss.
Sicher, ich habe da leicht reden weil ich seit 1997 schon das Kontigent verkauft habe und aus der Milchproduktion ausgestiegen bin. Durch die Förderungen des Naturschutzes und Kulapverträgen mit Schnittzeitpunkten ab 1.Juli oder bei Moorflächen ab 1. September kann ich locker "zitzeln" und erfreue mich in den nächsten Jahren wohl auf mehr als Tausend Euro pro Hektar an Förderungen. Da ich aber nur die bei Biobetrieben vorgeschriebenen 0,3 GV/Hektar halte bleibt mir jährlich viel Futter übrig. Da kann ich warmluftgetrocknete Rundballen wohl besser verkaufen und laut Richard fressen die Kühe ja viel mehr vom getrockneten Rundballenheu als bei Rundballen aus Bodentrocknung.
Ja, ich habe mir vor ein paar Monaten in Steyer/Oberösterreich meinen vierten MB-trac gekauft und erfreue mich jährlicher Wertsteigerungen bzw. zumindest Werterhalt. In Deutschland sind die großen Tracs mittlerweile nicht mehr bezahlbar. Ich musste mich heuer entscheiden, ob ich 30 Tausend Einkommenssteuer für Merkels Politik abdrücke oder
eine Summe in bewegliche Wirtschaftsgüter investiere für die ich auch einen großen neuen Fendt Vario oder eine hypermoderne Heutrocknung mit allem Schnickschnack bekommen hätte.... Der innere Schweinehund der zum betriebswirtschaftlich Sinnvollen zwingt, hat vom Vario und der Luxustrocknung abgeraten.
Beste Grüße
Jakob


xaver75 antwortet um 16-06-2018 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Die Bauern sollen nicht so gegeneinander arbeiten, Heumilchbauern könnten ihre BHKW auch mit Silofolien betreiben. Da bleibt die Wertschöpfung komplett bei den Bauern, und meine Rundballenfolien werden auch wieder was wert.

mfg


thomas.t3 antwortet um 16-06-2018 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hallo Jakob,

Also ich kann dich beruhigen, ich fahre weder mit geleasten nocht mit fremdfinanzierten Maschinen zu meinen Pachtflächen ;-) alles bezahlt. Ob ein überteuerter alter Traktor mit vielen Stunden und höherem Dieselverbauch im Umkehrschluss betriebswirtschaftlich sinnvoll ist wäre auch zu überdenken.
In dem Punkt mit maximaler Förderung zu arbeiten, und dafür gutes Geld zu bekommen bin ich deiner Meinung. Der Unterschied zwischen uns ist, dass ich dazu bereit bin dieses Geld wieder für Technik auszugeben mit der ich beste Qualität produzieren kann, mit einer halbherzigen Lösung kann ich nichts anfangen.

Was ich noch sagen möchte, Belüftungsheu ist nicht gleich Belüftungsheu. Ich glaube, Richard redet von anderer Qualität als du meinst.

Lg


Ps eine Frage, ist bei euch der Silageverzicht an Milchanlieferung pro Hektar gekoppelt?


179781 antwortet um 16-06-2018 23:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hier geht's ja fast so rund, wie in manchen Forumdiskussionen wo sich Gegner und Befürworter der Biolandwirtschaft gegenseitig übertrumpfen wollen.

Gottfried


thomas.t3 antwortet um 17-06-2018 00:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hier im Forum ist das Thema Heutrocknen wie ein roter Fetzen.
Da pfaucht und pfeift es aus sämtliche Nasenlöcher so, dass es am Boden unten staubt. Wenn dann noch das Wort Entfeuchter fällt, ist das wie ein Startschuss, da läuft die ganze Büffelherde volle Kanne mit Tunnelblick und den Hörnern voraus drauf los!

Jeder steht halt für das ein, was er tut. Von der grundsätzlichen Biodiskussion wie sie hier im Forum immer stattfindet sind wir aber weit entfernt. Da hätte spätestens (aber wirklich spätestens) nach dem 2 Post die Unterstellung von Kriminalität beginnen müssen...
Lg


Vollmilch antwortet um 17-06-2018 07:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Guten Morgen!

Das ist doch hier eine über weite Strecken fachlich geführte Diskussion. Es schadet sicher keinem, wenn die eigene Produktionstechnik hinterfragt wird.
Manche Übertreibungen und Vorwürfe halte ich zwar für überflüssig, aber so ist "das Forum" nun mal und es darf ja auch jeder seine persönlichen Befindlichkeiten loswerden! ;-)

LG Vollmilch


Kernarnold antwortet um 17-06-2018 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Ich muss Vollmilch voll beipflichten. Sehr gute Diskussion mit vielen Anregungen und vielen Details. Und a bisserl stauben muss es schon beim diskutieren, sonst ist das Gespräch schon eingeschlafen bevor es begonnen hat.
Ich bin übrigens auch dabei Überlegungen für meine Kaltbelüftung anzustellen, weil das Wetter heuer so furchtbar beständig war :-)
Mfg Arnold Kern



thomas.t3 antwortet um 17-06-2018 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Kann das so gewesen sein Riiitsch, zwei 55 Kw Lüfter mit zwei 70 Kw Entfeuchter? Für 2 Boxen mit 200m? Das wäre das System von Lasco. Ein 115 kw Lüfter wäre viel zu stark da bräuchtest eine Box mit 500 bis 600 Quadratmeter minimum? Lg


jakob.r1 antwortet um 17-06-2018 09:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Grüße Euch, ich bin überhaupt dafür, das viel mehr Forumsmitglieder Einblicke in Ihre Betriebe geben, damit die Blender und Übertreiber leichter rauszufiltern sind. Auch sind Vergleiche mit dem eigenen Betrieb leichter zu machen weil es sicher keine Standartlösungen gibt und sowohl die Betriebe unterschiedliche Voraussetzungen haben und die Betriebsleiter unterschiedliche Gewichtungen in den Arten der Betriebsführung setzen. Thomas, ich habe nicht Dich speziell wegen neuer geleaster oder finanzierter Traktoren angesprochen, aber von mir ist ja bekannt das ein neuer Traktor erst in Frage kommt bei jährlich 1500 gutbezahlten Einsatzstunden. Da ich aber mit meinen Tracs nur im eigenen Betrieb unterwegs bin, ist ein neuer Traktor kein Geschäft für mich. Da im Markt immer Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, möchte ich nicht von überteuerten Altmaschinen sprechen, -- egal welches Fabrikat oder Maschinenart. Mit höherem Dieselverbrauch meiner MB-s gegenüber Neutraktoren kann ich nicht bestätigen. Ein neuer Traktor braucht ja schon um die 30 PS für die Abgasreinigungsanlagen und wenn dann noch Ad blue gebraucht wird sind die MB-s sparsam. Aber egal, ich verbrauche bei ca. 110 Hektar eigener Fläche im Jahr ca. 5Tausend Liter Diesel -- da ist es egal wieviel ein einzelner Schlepper verbraucht. Ob bei uns der Silageverzicht mit irgenwas gekoppelt ist, weiss ich nicht weil ich auf die Silage nicht wegen Umstellung auf Heumilch verzichte sondern wegen der Gerüche die für die Feriengäste unangenehm sind. Das ich kein Geld für die neueste Technik ausgebe halte ich allerdings nicht für eine halbherzige Lösung...
Das mein Belüfungsheu mit Schnittzeitpunkten nach dem 1.Juli natürlich nicht mit dem Belüftungsheu vom lerl mithalten kann ist logisch, aber ich mähe nur die ebenen Flächen um den Hof dreimal im Jahr, die in keinem Programm sind-- als Verkaufsheu und die Schnittzeitpunktflächen werden nur einmal und selektiv zweimal im Jahr gemäht und der Aufwuchs an die eigenen Kühe und Pferde verfüttert. Von den knapp 50Tausend jährlichen Förderungen kann ich einen Großteil wegen meines minimalen Aufwandes an Arbeitsstunden und Betriebsmittel als Gewinn verbuchen. Für viele von Euch fahre ich also meinen Betrieb mehr oder weniger im Stand by -- und kann aber jederzeit loslegen wenn der Milchpreis dauerhaft die 5 Euro/Liter Milch für den Bauern bereithält die ich mir als Mindestmarke eben gesetzt habe.
Wünsche Euch Allen einen schönen Sonntag.
Jakob



179781 antwortet um 17-06-2018 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Da muss ich mich einmal "outen", dass ich auch ein bisserl zu Riege der Heutrockner gehöre. Wir haben letztes Jahr bei unserer alten Getreidetrocknung allerhand saniert und in dem Zug auch eine Plattform dazugebaut, mit der wir auf dem Satztrockner acht Ballen mit 1,4 m (oder doppelt 16) trocknen können. Zu beheizen geht das mit Öl (kommt bei Heu nicht in Frage) und mit einem zusätzlich angeschafften Warmluftofen für Holz, das bei uns selber ausreichend anfällt. Nur ist der Sinn dieser Anlage nicht, dass wir "stinkende Silage" mit Heu ersetzen wollen. Wir wollen nur einen Teil des 2. Aufwuchses bei Luzernegras wenn das Wetter passt trocknen und beim ersten Schnitt nachtrocknen können, wenn man einmal etwas wegstehlen muss, weil Regen droht. Wobei ich heuer schon einmal eine Wiese liegenlassen würde, als Opfer für den Regengott.
Im Zuge dieser Anschaffungen ist mir aufgefallen, wie im Bereich Heutrocknung bei manchen Betrieben wild drauf los investiert wird, ohne sich um die Kosten genauer zu kümmern. Der Ofen den wir gekauft haben, wird von einer renommierten Firma für Heutrocknungen zu einem Listenpreis angeboten, der mehr als das dreifache von dem ausmacht, was wir bezahlt haben. Der hat zwar ein paar Zusatzausrüstungen dran, die kosten aber keine 500 Euro.
Das selbe bei den Warmluftschläuchen, Listenpreis etwa drei mal so hoch wie beim Kauf vom Hersteller. Da gibt es dann zwar 25 % Nachlass, über den sich der Bauer freut, aber er hat immer noch mehr als das Doppelte bezahlt.
Und ich bin mir sicher, dass das in dem ganzen Bereich Luftentfeuchter, Gebläse usw. ähnlich ist.

Gottfried


thomas.t3 antwortet um 17-06-2018 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Du bekommst 50000, dann dürftest weit unter 50 Hektar Förderung beantragt haben, sonst geht sich das mit deinen bald über 1000 Euro pro Hektar nicht aus.... hast den geößten Teil Wald?
Lg


jakob.r1 antwortet um 17-06-2018 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Servus Thomas, -- ja der Rest ist Wald den ich auch selbst bewirtschafte.
Grüße
Jakob


mfj antwortet um 17-06-2018 14:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?

Also mit dem Thema Heutrocknung befasse ich mich auch schon länger, da sich bei uns auf Molkereiebene wahrscheinlich ein Änderung ergibt.
Grundsätzlich ist die Situation heute so, dass die neuen Anlagen es schaffen - Silofutter zu trocknen.

Die Unterscheidung ist nicht mehr die Futterwerbung sondern die Lagerung. Im Prozess Silo wird es „natürlich“ konserviert – im Prozess Heu „künstlich“ getrocknet.

Im Fachjargon spricht von Energieheu – in der Werbung von natürlicher Heumilch…

Das ist mal die Ausgangslage. Ein verlogenes Konzept – aber erfolgreich. Solche Richtungen haben in der Landwirtschaft derzeit Hochkonjunktur.

Wenn ich meine Kollegen in meinem Gebiet anschaue dann sind es alle Heumilchbauern. Viele haben inzwischen umgerüstet von den „unsinnigen Holzöfen“ auf die Entfeuchter Technik. Anscheinend funktioniert es gut, sie fahren auf alle Fälle zur gleichen Zeit ein, wie ich mein Silofutter.

Die Firmen wo Heutrocknungen anbieten, leben zur Zeit auf alle Fälle sehr gut. Das Geld kommt von den Bauern, Förderungen gibt es auch, die Werbung passt, das Ansehen auch.

Für die Bauern ist es auch ein Stück Lebensqualität. Siloabdecken nach einem langen Erntetag ist kein Honigschlecken…einen Schalter drücken und die Anlage läuft – hingegen schon.
Ebenfalls sind Heumilchbauern heute eine Hype – ähnlich wie Biobauern. Die ahnungslose Gesellschaft schnallt gar nicht, was wirklich abläuft.

An den Threadersteller – jede größere Heutrocknungsfirma erstellt dir wunderbare Berechnungen für dein Vorhaben und auch meistens funktionierende Anlagen, du musst nur den Geldbeutel aufmachen, und eine Verschwiegenheits-Erklärung unterschreiben.

Bei mir wird es auch so kommen, aber nicht freiwillig - sondern weil ich muss...





thomas.t3 antwortet um 17-06-2018 15:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Kommt bei dir ein Silosperrgebiet oder würde die Molkerei nicht mehr abholen?
Lg


masolinz antwortet um 18-06-2018 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Hast Du Dir schon mal die Trocknungsanlagen von CONA angesehen. Einfach googeln...

Funktioniert mit Solar und braucht wenig Strom.


Richard0808 antwortet um 18-06-2018 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
@thomas zu deiner Frage weiter oben,
ja es gieb die Koppelung vom Silageverzicht und Milchanlieferung pro ha auch bei mir.

Und was auch recht wenige wissen das Heumilchbetriebe auch Kraftfutterobergrenzen haben.
Oder Propylenglycol, ist auch verboten.
Nur wer das kontrolliert weiß ich nicht.

Der Schritt von Heumilch zu Bio ist nicht mehr weit.



Vollmilch antwortet um 18-06-2018 12:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Wo liegen die Kraftfutterobergrenzen? Auf heumilch.at steht nur: das Gras den Kühen, das Getreide den Menschen!

LG Vollmilch


179781 antwortet um 18-06-2018 13:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Und praktiziert wird es so wie in der ehemaligen DDR? Wenn jemand eine Kraftfutterzuteilung aus der LPG für seine privaten Schweine von 50 kg im Monat hatte, dann hat er das jede Woche einmal heimgetragen.

Gottfried


xaver75 antwortet um 18-06-2018 13:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Das wären "nur" 5 bis 6 kg Kraftfutter pro Tag, grenzt an Tierquälerei, so kann man die heutige Genetik schwer ausfüttern.
Optimal wäre "Energieheu" zufüttern, und Stroh als Strukturkomponente,-).

mfg


Vollmilch antwortet um 18-06-2018 18:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Danke für den link!

LG Vollmilch


jakob.r1 antwortet um 18-06-2018 18:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Grüß Dich Xaver, ---- der war gut, das nur 5 bis 6 kg Kraftfuttergaben an Tierquälerei grenzen würden. In einem hast Du recht, das man die heutige Genetik schwer damit ausfüttern kann. Nur --- warum muss ich in einer Zeit der Überproduktion bei Milch und Fleisch die Tiere noch so auf immer mehr Leistung trimmen??? In einem Fernsehbeitrag wurde gezeigt, das die Kühe ohne Kraftfutter gar nicht mehr überleben können, -- ist die Tierquälerei nicht eher hier zu suchen?
Eine Kuh, die nur mit Grundfutter gefüttert wird, hat zwar nur eine Milchleistung von ca. 5 Tausend im Jahr und ist dafür immer gesund und wird alt -- und rentiert sich.
Zudem ist mit solchen Kühen immer noch genügend Milch vorhanden und es braucht weniger Übermenge hoch subventioniert nach Afrika verschifft werden um die dortigen Landwirte mit Dumpingpreisen kaputt zu machen, --- die dann die Flucht zu uns ergreifen und Asyl plärren.
Was macht denn ein Landwirt mit solchen Turbokühen, wenn die Bank nicht mehr neue Kredite für s Kraftfutter rausrückt????
Nachdenkliche Grüße
Jakob




FraFra antwortet um 18-06-2018 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
ich will hier keine grundsatzdiskussion über heu oder silo...usw

ich halte zuheizen mit der hackgutanlage unter 100kw für reine spielerei
ich würde ein großes notstromagregat kaufen (die schmeissen sie dir nach wenn man etwas sucht)

auch sehe ich eine intensive belüftung kostenmässig nicht viel teuerer als silowerbung....


Fendt312V antwortet um 18-06-2018 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Jakob meinst wirklich das nur deine Wirtschaftsweise das plus ultra ist? Sind wirklich alle anderen auf dem falschen Dampfer? Jeder machts nach seinem Sinn und keiner kommt und zahlt für ihn!


ijl antwortet um 18-06-2018 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
@Jakob
Kommt wieder ein MB 150 ins Haus?
Bissl zu teuer oder?


jakob.r1 antwortet um 18-06-2018 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Grüß Dich Fendt, -- was hat denn die Situation der Überproduktion und deren Folgen die ich hier angerissen habe mit meiner Wirtschaftsweise zu tun?
Sicher macht es jeder nach seinem Sinn, ---- wenn aber weiterhin das Wachsen oder Weichen
praktiziert wird hat dies eben die angesprochenen Folgen.
Es würde ja schon genügend wenn in Europa z.B. ein gemeinsamer Hektarschlüssel für die Milchproduktion auf freiwilliger Basis, aber mit Bonus Malus System über die Molkereien eingeführt würde, so das die Milchmenge eben dem Absatz angepasst wird.
@Ijl.. Du meinst wegen meiner Fragen in den Kleinanzeigen zu dem angebotenen MB-1500?
Und ja, der aufgeworfene Preis ist am Markt nicht durchsetzbar.
Beste Grüße
Jakob



thomas.t3 antwortet um 18-06-2018 22:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
An Riiitsch,

ok - erstaunlich! Ich habe Boxen zwischen 274 und 285 Quadratmeter und komme mit 55 KW leicht aus. Bei Entfeuchterbetrieb läuft der Lüfter sogar unter 70% Leistung, da mir sonst die Wind/Luftgeschwindigkeig über 2,4 m/s steigt, wo dann nur noch Luft durchgerissen wird. Also weniger Stromverbrauch bei bessere Funktion (Bei Dachabsaugung natürlich - gas). Aber er wird schon wissen was er tut.
Du trocknest selbst auch oder?

Richard in Österreich ist's mir klar, wollt wissen ob das in Deutschland auch so ist.
Lg


Richard0808 antwortet um 19-06-2018 06:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
@thomas wenn deine Anlage auf Dachabsaugung schaltet fährt dein Lüfter mit der Leistung von selber hoch oder machst das per Hand?


thomas.t3 antwortet um 19-06-2018 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Richard,

Es geht Hand oder Autobetrieb.
Bei Hand macht man wirklich alles von Hand und bei Auto ist alles vorprogrammiert. Diese Programmierung kann man aber auch nach belieben umstellen oder Funktionen sperren. Wenn ich Auto gehe, entscheidet die Anlage selbst wie stark der Lüfter laufen muss, und regelt das Optimum heraus. Sie entscheidet auch an hand von mehreren Fühler, ob es besser ist über Dach oder ob sie den Entfeuchter laufen lässt. Also sie öffnet oder schließt selbstständig Abluftfenster und Umluft/Dachklappe.


Danke für den Einblick Riiitsch.
Lg


Richard0808 antwortet um 20-06-2018 05:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Heutrocknung mit BHKW oder Hackschnitzel?
Deine Anlage ist von HSR oder?

Wie geht das mit der Heubergehallen, hatt diese Firma dir auch die Halle geplant und ein Zimmerer hatt sie nach dem Plan von HSR Aufgestellt?



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