Aufforstung mit Schwarzkiefer

Antworten: 10
little 01-04-2018 07:27 - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
Wir haben vor 20 Jahren bei uns Schwarzkiefern geschlagen, die schön gewachsen und kleine Jahresringe hatten.
Daraufhin habe ich bei der nächsten Aufforstung Schwarzkiefern beim setzen untergemischt. Mittlerweile sind schon alle beim Durchforsten rausgeschlagen worden, weil sie extreme Besen waren.
Meine Frage, daher wäre es eine Überlegung einen reinen Schwarzkiefernbestand zu setzen. Dann würden sich die Pflanzen gegenseitig bedrängen, und so vielleicht ein besserer Bestand zustande kommen. Wir haben schwere Lehmböden im Zentralraum OÖ, und die Fichte wird nicht viel Zukunft haben. Wir werden sie aber ein wenig untermischen. Aber ich möchte Nadelholzbestände in die Höhe bringen, von dem meine Nachkommen auch mal einen Dachstuhl rausschneiden können. Von Eiche und Hainbuche funktioniert es eigentlich sehr schlecht.
Tanne, Lärche und Douglasie haben wir schon im Programm. Es geht hier rein um die Schwarzkiefer ob man mit einen Reinbestand, vielleicht einen brauchbaren Aufwuchs zusammenbringt.
Schönen Ostersonntag
little
sisu antwortet um 01-04-2018 09:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
Hallo!
Mit Schwarzkiefer als Dachstuhlholz werden Deine Nachkommen nicht viel Freude haben. Extrem schwer und harzig.............
Aber vielleicht ist es ja auch ein Aprilscherz......

mittermuehl antwortet um 01-04-2018 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
Schwarzkiefern sind wie schon gesagt recht harzreich und sie verwinden sich stark. Deshalb waren sie in den letzen Jahren ein weniger beliebtes Konstruktionsholz. Gegen das Verwinden hilft nur lagern und dann fest einbauen. Durch das Harz gehen nur untergeordnete Oberflächen.

ABER sie sind bei uns stark im kommen weil sie durch das Harz sehr verwitterungsbeständig sind. Das Gewicht bedeutet ja auch mehr Masse und Tragkraft. Besonders als Steher. Das Sägewerk in meinem Dorf hat sie wieder gezielt im Programm. Wegen der Nachfrage muß man meist vorbestellen. Ich habe damit die Unterkonstuktion einer Terrasse (Oberbau Lärche) und die Steher eines kleinen Stadels gebaut. Und ich verwende sie für die "besseren" Zaunsteher (8/8- 2 Meter)) auf meinen Koppeln. Pferde brauchen echte Zäune.

Im Wasserbau (Böschungen, Stege) waren sie auch sehr beliebt.

Und mein Heizkessel kommt mit dem Harz sehr gut zurecht was ihnen einen guten Heizwert gibt.

Ich stehe auf Schwarzföhren. Ist halt eine Spezialität und nicht so ein Universaldodelholz wie Fichte (die ich natürlich auch verbauen)

little antwortet um 01-04-2018 11:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
Die Frage ist kein Aprilscherz!
Es geht darum wenn ich sie in ein Reinbestand setze, bekomme ich damit die Grobastigkeit besser im Griff. Weil sich die Pflanzen gegenseitig bedrängen, und nicht wie bei einer Mischung wo rundherum schwächer wachsende Pflanzen (Fichte, Tanne,..) sind. Sie ist in der Jugend doch stark vorwüchsig und überragt dann die Nachbarbäume und wird immer breiter und grobastiger.
little


waldbiolux antwortet um 01-04-2018 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
Die Grobgastigkeit würdest sicherlich besser in den Griff bekommen bei Aufforstung in Reinkultur, da viel früher die gegenseitige Konkurenz um das Licht eintritt und dadurch Sie nicht so grobastig wird, aber auch die Durchforstungseingriffe werden früher durchzuführen sein um wieder die entsprechenden Kronen und damit die Zuwachsleistung zu erhalten.

Ich würde keine einzige Baumart in der jetzzigen Zeit in Reinkultur aufforsten, sondern immer nur mehr in einer Mischung von mehrere Baumarten.
Von der Kiefer als Bauholz bin ich nicht so überzeugt und abgesehen von der Wuchsleistung wird Sie mit der Fichte und mit der Tanne überhaupt nicht mitkommen.
Eine interresante Baumart bei den Klima und Trockenheitsbedingungen wird in Zukunft sicher die Küstentanne werden, Sie ist selbst an ein Klima mit ausgeprägter Sommertrockenheit gut angepast und ist eine der Schnellwüchsigsten und Größten Tannenarten.

FloW4 antwortet um 01-04-2018 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
Einen Reinbestand würde ich in Zeiten vom Klimawandel nicht machen.
Eine Möglichkeit wäre, wennst nach wie vor mit anderen Arten mischt und die Schwarzkiefer in Gruppen setzt.

little antwortet um 02-04-2018 06:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
@FloW4
Ja meine Überlegung wäre in deine Richtung gegangen, mit Gruppen aber doch in größeren Gruppen. Wegen der Bedrängerwirkung auf die ausliegenden Bäume. Küstentanne ist das die Douglasie?
Bauholz ist vielleicht nicht das beste, aber ich möchte versuchen in Zukunft eine Mischung aus Nadelbäumen zu erreichen, weil man nicht weiß was noch für Probleme auf uns zukommnen. Der Förster hat mir gesagt das 2017 schon die ersten "Angriffe" vom Borkenkäfer auf die Douglasie waren. Durch den starken Harzfluss konnte er aber bis jetzt keinen Schaden anrichten. Daher möchte ich auf Mischungen setzen, bevorzugt aber Nadelholz, weil man immer Schnittholz am eigenen Betrieb braucht. Beim Laubholz bist immer Modetrends ausgeliefert wovon dann der Preis abhängt.
little

FraFra antwortet um 02-04-2018 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
erstmals gratulation das du nicht wieder nur fichte pflanzt


passt den die genetik bei den verpflanzten schwarzkiefern??

ich würde horstweise pflanzen

die küstentanne ist abies grandis und habe ich seit zwei jahren im wald...bin schon neugierig


FloW4 antwortet um 02-04-2018 15:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
Küstentanne= Abies grandis (auch Riesentanne genannt) und Douglasie= Pseutosuga menziesii sind zwei verschiedene Arten.
Douglasie haben wir schon 40 jährige, da gehen die ersten Sämlinge schon wieder auf, bin damit sehr zufrieden.


BreiHu antwortet um 02-04-2018 16:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
Hallo. Bin jetzt kein absoluter Forstprofi, habe jedoch im Kopf das die Kiefer enger gepflanzt werden sollte. Glaub die verträgt keine Grossen Abstände, da sie sonst grobastig wird. Würd mal Trupppflanzungen mit 1x1 oder 1,5x1,5 Versuchen. Mischwald ist in der heutigen Zeit immer gut. Küstentanne und Riesentanne sind vom Zuwachs schon sehr stark. Lassen Douglasie und Fichte altaussehen. Würde jedoch auch immer etwas Laubholz aufkommen lassen bzw. anpflanzen, da es dir der Boden danken wird.
MfG BreiHu

little antwortet um 02-04-2018 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufforstung mit Schwarzkiefer
Es werden keine reinen Nadelholzbestände, aber zuviel Laubholz will ich auch nicht.
Riesentanne wächst bei uns gewaltig, aber die Gefahr das sie mit etwa 30 Jahren an Pilzen eingeht ist relativ hoch. Hab ich selber schon gesehen. Dann hast so Löcher im Bestand wo sich das Nachsetzen nicht wirklich auszahlt, aber Dornen und Schwarzer Holler gedeihen ganz schön.
little

Bewerten Sie jetzt: Aufforstung mit Schwarzkiefer
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;559876
Login