Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?

Antworten: 15
herbert.b(gym21) 03-01-2018 14:12 - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Sehr interessanter Bericht im "STANDARD" über die Landwirtschaftskammer ... da kamen Themen auf wie: "Giebelkreuz for President" ... "Endlich notwendige Abgrenzung" ... "Höfesterben und Verschuldung" ... "verfassungsmäßige Kernauftrag - Interessenvertretung - Wo?"
Wann werden solche Themen kritischer unter den Pflichtmitgliedern diskutiert?
Hier der Link:
www.derstandard.at/2000070304812/Landwirtschaftskammer-Ist-da-ein-Wolf-im-Schafstall
Ferdi 197 antwortet um 03-01-2018 14:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Da gibt es ein Sprichwort: "Goldman Sachs regiert die Welt" u. Raiffeisen eben Österreich?

Vielleicht ist da wirklich was dran?


mittermuehl antwortet um 03-01-2018 15:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Das Thema hatte wir doch schon vor ein paar Wochen. Vielleicht schafft es jemand die Suchfunktion hier zum Suchen zu bringen.


Gruenfelder antwortet um 03-01-2018 21:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Danke für den Link. Der Artikel spricht mir aus der Seele. Mit viel Scharfsinn geschrieben.
Ich halte Hermann Schultes für jemanden, der vor allem die eigenen Interessen vertritt und außerordentlich arrogant ist. Ein Beispiel: Vor kurzem hat er im Vorwort der "Landwirtschaft" erwähnt, dass Kritiker der Landwirte stets auf eigenen Profit aus sind, selbst wenn sie vorgeben um der Gesundheit willen Kritik zu üben. Da wäre ja mal am eigenen Lebensstil zu arbeiten. Dreister und ignoranter geht es wohl kaum! Wenn ich den Nachbarn kritisiere, weil er mit Roundup alles totspritzt, dann soll ich stattdessen bessern an meinem Lebensstil arbeiten, wenn er mir meinen Brunnen vergiftet - also Mineralwasser saufen und die Goschn halten?

Efal antwortet um 03-01-2018 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
mittermuehl,

meinst du diesen Beitrag

https://www.landwirt.com/Forum/548787/SchultesPressestunde.html

mittermuehl antwortet um 03-01-2018 23:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Nein ... meine einen anderen Beitrag.

Zum Thema. Ich glaube das die Landwirtschaft - Kammer - Ministerium usw. auf einem Irrweg sind. in den 50er bis in die 70er Jahre hatte man noch Angst vor Versorgungsengpässen und wollte möglichts viele billige Naherungsmittel herstellen. Weniger aber größere Höfe waren die Folge. Seit den 70er Jahren habe wir aber Überproduktion. Keiner hungert mehr. Zu diesem Zeitpunkt hätte das Wohl der Bauern in Vordergrund stehen müssen. Nicht noch mehr billige Lebensmittel herstellen sonder möglichst vielen Bauern eine menschenwürdige Arbeit zu erhalten. Aber die Industrie wollte mehr billige Rohstoffe. Und die Bauernvertreter haben mitgespielt. Um den Preis das es jetzt noch 3% Bauern in der Bevölkerung gibt. Es war nie ein Anliegen möglichst vielen Leuten in der Landwirtschaft eine vernünftige Arbeit zu geben. Billige landwirtschaftliche Produkte waren wichtiger als die Menschen die sie hergestellt haben. Und es gibt noch imme kein Umdenken.

atro antwortet um 04-01-2018 05:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Hallo !! Super geschrieben !! Kammer vertritt leider nur ihre Interessen ! Nicht die der Bauern! Bauern werden weniger ! Kammerangestellte bleiben gleich !! Wo gibt's den das ?
LG Georg


Vollmilch antwortet um 04-01-2018 07:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Hallo!

Da ist aber die ganze Welt auf dem Irrweg! (was leicht sein kann ;-)) Weltweit sinkt die Anzahl der Landwirte, das ist ja nicht nur ein österreichisches Phänomen.
Durch die Technisierung werden nicht mehr soviele Arbeitskräfte benötigt, deshalb haben sich ja die Arbeitsbedingungen nicht verschlechtert!

LG Vollmilch

mittermuehl antwortet um 04-01-2018 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
@Vollmilch ... Die Welt ist sicher auf einem Irrweg. Wobei wir die westlche Welt nicht mit "der Welt" verwechseln dürfen.

Ich will der Kammer usw. auch keine böse absicht unterstellen. Das Konzept ist einfach in den Wirren nach dem 2 WK vor mehr als einem haben Jahrhundert entstanden und wäre mal zu überdenken. Man hat über das Ziel hinaus geschossen. Die Politik der Kammer reduziert die Anzahl ihrer Mitglieder. So gesehen könnte man sie bald auflösen. Würde keine andere Kammer so machen.

Neues Ziel müßte es sein möglichst vielen Bauern ein gute Auskommen bei vernünftigen Arbeitsbedingungen zu geben ohne dabei den Bauernstand weiter zu reduzieren. Die Arbeitsbedingungen haben sich nicht verschlechter. Nur haben sie sich so wirklich verbessert? Oder nur verlagert?

Vollmilch antwortet um 04-01-2018 09:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Meine Arbeitsbedingungen haben sich jedenfalls gravierend verbessert.
Die Anzahl der Kammermitglieder zu erhalten ist in meinen Augen eine seltsame Zielsetzung.

LG Vollmilch

mittermuehl antwortet um 04-01-2018 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Zielsetzung wäre "Möglichst viele gute Arbeitsplätze" zu erhalten. Fein das sich deine Arbeitsbedingunen verbessert haben. Wenn ich mir in meinem Umfeld ansehe wie die Bauern um die 50 körperlich und seelisch beisammen sind würde ich dich für einen positiven Sonderfall halten. Ich mag mich täuschen. Fakt ist das die Landwirtschaftspolitik der letzten 70 Jahren das Ziel hatte die Bauernschaft im Zuge der Effiziensteigerung weitestgehend aufzulösen. Wo wird die Grenze sein? Bei 1% der Bevölkerung? Oder sollte man doch jetzt umdenken und neue Ziele definieren?

Lammperl antwortet um 04-01-2018 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Das ist so wie bei Verkäufer und Käufer. Wenn der Kunde sudert dann kauft er auch, gefährlich sind die die nicht sudern oder gar einen Loben!

Solange die Bauern sudern wird sich nichts ändern, wenn sie nicht mehr sudern haben sie aufgegeben(den Betrieb geschlossen oder schon die Entscheidung für die Betriebsaufgabe beschlossen). Also dann ist es zu spät um Betriebe(Kunden) bei Stange zu halten.

Das ist ein System, das an die Wand fahren muss und wird. Politisch aufgezogen kleine Einkünfte als Gemeinderäte dann in der Bauernkammer, gepaart mit mich braucht ja wer.
Aber im Hintergrund wird von oben herab der Weg vorgegeben, und das bezahlte Stimmvieh muss nur mehr ja sagen. Wenn aber jemand aufmuckt, gibt es bei der nächsten Wahl kein Platz mehr...
Mich wundert eigentlich nichts mehr aber je höher die Hierachie desto Weltfremder ist sie mittlerweile.

LG Lammperl

PS: Geerdet ist ja unten nicht oben!


mittermuehl antwortet um 04-01-2018 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Landwirte sind einfach konservativ. Wir neigen dazu Dinge die wir kennen zu verbessen und so erträglicher zu mac hen bevor wir sie ganz in Frage stellen. Eine Haltung die uns immer geholfen hat auf Erprobtes aufzubauen. Das Model der letzten 70 Jahre hat die Produktion ganz klar stark verbessert. Nur haben wir uns mit diesem Model auch fast abgeschafft. Ich persönlich meine das in dem Zusammenhang eine gewissen Kurskorrektur zu überdenken wäre. Und alle die jetzt erklären "Der Markt will das halt so" dürfen nicht vergessen das der Markt noch ganz andere Dinge will.

dorni antwortet um 04-01-2018 14:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Unser Problem ist auf der einen Seite die Verflechtung mit Raiffeisen und des weiteren mit den Multi-Funktionären.

mittermuehl antwortet um 04-01-2018 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Ich möchte jetzt weder Kammer noch Bauernbund noch EU noch Raiffeisen noch VP-Landwirtschaftsministern noch der Industrie die Generalschuld geben. Ein wichtiger Faktor ist und bleibt der Bauer der bei dem Spiel mitspielt, nach mehr Förderung verlangt und dabei die Lebensgrundlagen seiner Nachbarn mitauffrisst. Jeder handelt nach besten wissen und gewissen. Aber im 21 Jhdt. sollte und klar sein das wir Grenzen des Wachstums erreicht haben und einfach neue Regeln brauchen.

Und wie immer will ich nicht zu Jammern sondern zum Handeln anregen. Nicht Schuld zuweisen sondern Verantwortung tragen.

muk antwortet um 05-01-2018 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
in kärnten wird auch noch die kandwirtschaftskammer ruiniert und alle schauen zu

http://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/wirtschaftktnhp/5209105/Jahresbilanz_Nach-fast-500000-Euro-Minus_Reform-der

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