Eigenholz für Holzriegelbau ?

Antworten: 18
johannes.k(svb41) 07-12-2017 10:50 - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Meine Frage an euch Fachleute ist ob ich eigenes Holz welches ich zu normalen Kanter und Ähnlichem schneiden lasse (Wandersäge oder Gatter) für den Holzriegelbau verwenden kann.

Besonders interessiert mich der Unterschied zu keilverzinktem Holz bzw ob das normale Kantholz ob seiner Dreh- und Schwindeigenschaften überhaupt geeignet ist.

Danke, Hannes

Ziegenbua antwortet um 07-12-2017 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Soweit ich weiß wird bei Holzriegel nur Vollholz verwendet. Das sollte zum zeitpunkt des Verbaus aber bereits soweit getrocknet sein, dass es die Form auch behält. Natürlich sind die unbefestigten Spannweiten und Dimensionen nicht so groß, dass da Lücken von mehreren Zentimeter aufgehen wie bei einem Pfetendach mit 10/16er aber ich kann mir nicht vorstellen dass da keine Risse in der Wand entstehen wenn das Holz direkt aus dem Wald geschnitten und verbaut wird.

Ferdi 197 antwortet um 07-12-2017 22:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Bei uns in NÖ haben z.B. Fa. Drascher in Pöchlarn selber eine Keilverzinkungsanlage usw. somit ist das überhaupt kein Problem das Bauholz für einen Holzriegel - Bau selber zu liefern.
Diese Firma kauft das sowieso bei den örtlichen Bauholz - Sägewerken u. alles andere machen die selber.
Aber einmal nachfragen, ich würde es wenn es überhaupt noch möglich ist so ca. 2 Jahre im freien trocknen lassen u. dann erst zum Zimmerer bringen, damit die das weiterverarbeiten.


mosti antwortet um 08-12-2017 00:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
hallo hannes
im winter schlägern, im frühjahr schneiden, im sommer verbauen! sonst ruf mich an!

iderfdes antwortet um 08-12-2017 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Ideal ist dafür auch Käferholz. Trocken, hart und günstig.

jakob.r1 antwortet um 08-12-2017 18:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
@mosti.. warum Dich anrufen -- es ist doch kein Geheimnis das man das Bauholz nach Mondphasen schlägern soll wenn es sich nicht verziehen soll oder möglichst rissfrei bleiben soll. Für diejenigen die das Mondphasenholz für Humbug halten kann man kurz sagen, das der Aufwand nicht viel größer ist wenn auf bestimmte Datums im Jahr geachtet wird wann das Bauholz gefällt wird. (Es geht nur ums Fällen, -- wann entastet wird ist dann egal) Früher zu Zeiten der Holzkamine wären viel mehr abgebrannt wenn nicht auf die Mondphasen geachtet worden wäre. Den Mondphasenkalender kann jeder im Internet einsehen. Wer sowieso einen Wandersäger für sein Bauholz nimmt, sollte darauf achten, das der Säger kernfrei einschneidet, was natürlich nur mit größeren Dimensionen von Bäumen möglich ist. Wenn das Bauwerk später gleichfarbig ausschauen und bleiben soll, dann darf man z.B. Fichte nicht mit Tanne mischen weil die verschieden nachdunkeln, bzw. die Farbe verschieden aufnehmen.
Dem Vorschlag von iderfels kann ich nichts abgewinnen, -- das Käferholz zum Bauen zu verwenden. Erstens ist es die Faulheit des Waldbesitzers wenn Käferholz in Mengen entstehen kann das es für eine ganze Halle reicht,( von Ausnahmen durch faule Holznachbarn einmal abgesehen) -- und zweitens kann man bei Käferholz nie sicher sein, ob man nicht doch den einen oder anderen Holzbock übersehen hat....
Mir würden auch die Gänge des LIneatus beim Verschlag eines Neubaues nicht so richtig gefallen...
Beste Grüße
Jakob

iderfdes antwortet um 08-12-2017 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
@Jakob: Das mit dem Hallenbau muss ich wohl überlesen haben. Wahrscheinlich deshalb, weils nirgends steht...

johannes.k(svb41) antwortet um 09-12-2017 09:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Vorerst herzlichen Dank an alle für Tipps und Informationen!
Die Annahme ist der Bau von einem 1. Obergeschoss eines Wohnhauses dh doch eine möglichst genaue Bauweise.
Schneiden "aus dem Kern" ist klar aber danke für den Hinweis.
Mondphasengerecht ist sicher nur von Vorteil aber ich bin mir eben nicht sicher ob bei normalem Kantholz (unverzinkt) die Dreh-und Schwind-Eigenschaften für den Holzriegelbau nicht trotzdem zu grob und ungenau sind.
Das Bauholz hätte ich beim Zimmerer in Trockenkammern vorbereitet.
Der Tipp mit der Keilverzinkungsanlage beim Zimmerer ist mir neu und sehr hilfreich.
Danke

hp1 antwortet um 09-12-2017 11:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
wichtig ist vor allem bei eigenem Kantholz das du es ordentlich lagerst und genügend Holzlatten für die Lufttrocknung einlegst; bei Kammertrocknung langsam trocknen; ich habe bei der Holzriegelbauweise mit eigenem Holz leider schon oft feststellen müssen, das die Dimensionen leider nicht maßhaltig geschnitten wurden; dies erschwert dann den Zusammenbau

biomax antwortet um 09-12-2017 11:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Hallo, wir haben im vorigen Jahr ein Holzriegelghaus gebaut. Ich würde niemals Eigenholz verwenden. Wir haben es vom Zimmerer im Werk vorfertigen lassen und waren dann in drei Tagen regendicht. Ich meine wenn du Eigenholz verwendest werden die Wände niemals so gerade und schön wie mit keilverzinktem Holz.
Ich verkaufte das Rundholz und nahm das gerade keilverzinkte, wir haben glaub ich mehr Freude damit weil wir viel Arbeitszeit und Ärger mit der Ausrichtung der Wände gespart haben.
Lg Martin

mosti antwortet um 09-12-2017 22:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
holzrahmenbau kannst jederzeit selber zusammennageln, aus eigenem holz, am bessten halbtrocken (nach schneiden, 2monate lagern), exaktes arbeiten unbedingt nötig!!! am bessten mit geübten zimmerer! holzrahmenbau ist pfostenrahmen mit schräger verschahlung (westernbau)

anton.h(43g37) antwortet um 10-12-2017 09:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Servus beinand,
verfolge diese Diskussion mit einem lächeln.
Kann nur sagen Schuster bleib bei deinen Leisten "
Manche Baeuern meinen scheinbar dass sie alles beherrschen, wenn man die Einträge so liest.
Aber zu deinem Eintrag lieber biomax sei zu sagen:
Keilverzinkt hat nichts mit gerade oder sonstwas zu tun, es wird nur angewandt dass kurze teile mit kurzen teilen aneinander gefügt werden um ein langeres Teil zu ergeben.
Gerade wird das Holz auch nicht durch Keilverzinkung, gerade wird es auch nur durch " Abrichten " d. h. durch die vierseitige Hobelmaschiene zu lassen.
Feudal finde ich den Vorschlag " halbtrocken Verbauen " . Da holst dir Moder und Schimmel ins Haus , mag sein dass dieses Bauwerk nie brennen kann wegen Bauwerksfeuchte das kann ich nicht beurteilen.
Seit mir nicht böse, bleibt bei euren Böden, Pflanzen und Viechern und lasst andere das machen was sie besser können wie Ihr. Auch die wollen leben.
eine schöne Adventszeit wünscht Euch Anton

johannes.k(svb41) antwortet um 10-12-2017 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Ich hab keinesfalls vor ein "MöchtegernProfessionist" zu sein,
alle Planungen (inkl. Holzauszug), Vorbereitungen (inkl Abbinden) bis zur Montage wird von einem Profi (Meister) geleitet und wir Bäuerleins arbeiten zu aber meine Frage war eine andere:
"eigener Baustoff oder doch besser nicht"

mittermuehl antwortet um 10-12-2017 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
"eigener Baustoff oder doch besser nicht" ... Besserer eingener Baustoff. Warum sollte das andere Holz besser sein. Könnte auch schlechter sein. Zeig Selbtbewußtsein und verbaue dein Holz.

Verzinken hilft natürlich gegen Verdrehen weil verschieden Spannungen sich aufheben. Aber es gingt die letzen paar hundert Jahre auch ohne. Schlägern mit Mond ist gut. Halbtrocken einbauen nur dann wenn die Konstrukt in sich lange genug offen steht und trocken kann ...

@anton.h(43g37) .... bist du Zimmermann?



pert antwortet um 10-12-2017 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Das eigene Holz zu verwenden ist gut zu überlegen. Erstens muß es sehr trocken sein,
ca. 16 %
was nur mit technischer Nachtocknung möglich ist , die Schwellen sollten sowieso in Leimbinder ausgeführt sein. Wenn eigenes Holz, dann grösser,mehrstielig , einschneiden , eventuell in Riegelwandsteherlänge mit Verschnitt, und dann Abrichten und Dickenhobeln, damit maßhaltige Wände und Decken entstehen und entsprechend in der Länge Kappen, dann kann man entsprechens hochwertige Wände herstellen die in den Eck und Auflagerbereichen auch luftdicht sind, alles andere ist nicht zielführend. Wenn Du die vor beschriebenen Maßnahmen in einem Holzbaubetrieb durchführen lassen musst (ausser Du hast selber die entsprechenden Maschienen) bist Du besser dran wenn Du das KVH zukaufst und die Wände fertigen lässt.Beim Industrieholz hast natütlich keine Gewähr zwecks Winter und Mondfasenschlägerung , und schnurgerade sind die keilgezinkten KVH -Stangen auch nicht , aber auf Grund der Länge mit wenig Verschnitt ausmittelbar,
Wahrscheinlich bist Du besser dran das Rundholz zu verkaufen und Industrieware beim Wandhersteller zuzkaufen.
mfG Pert






siw5 antwortet um 10-12-2017 20:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Hallo,
ein viel diskutiertes Thema!
Meine Meinung dazu: Vieles bzgl des eigenem Holzes wurde hier schon geschrieben - mondschlägerung im Winter, richtige Lagerung, Trocknung, usw.

Habe heuer im Bauernhaus ein Stockwerk mit eigenem Holz ausgebaut. Wurde im Dez. 16 geschlägert, im Februar auf der mobilen Säge geschnitten, im August hatten die Bretter (beim Tischler gemessen) 14% Restfeuchte.
Meine Gründe fürs Bauernholz:

* Leimholz vom Zimmerer hätte laut Anbot 440€ exkl mwst gekostet - dazu ist ein Blochpreis beim Verkauf des eigenen Rundholzes von ~100€ ein Witz! Mm nach hat man durch die Verwendung des eigenen Holzes den besten Holzpreis!

*neben den Kanthölzern aus der Holzliste kannst du mit dem eigenen Holz vom Zuschnitt Bretter und Latten für Kaltdach, Konterlattung, Dachlatten, unter Konstruktion Wandbau etc etc etc abdecken. Diese Ware zusätzlich zum Kantholz vom Zimmerer zu kaufen ist nicht zu unterschätzen!!

*Jeder Wohnbau wird heute aussen durch Windfolie und innen durch Dampfbremse abgedichtet, der Holzbau muss somit auch nicht verzinkt sein in den Ecken!

*gegen das Verdrehen hilft der kernfreie Zuschnitt wie schon gesagt. Zusätzlich verarbeiten die Zimmerer bei Sichtholz sogenannte Ringdübel zwischen den Pfetten, die das Verdrehen zusätzlich verhindern.

*ein zu vernachlässigender Punkt noch - ich bin sicher am Schluss meines Projektes stolz das Bauernholz, welches ich geschlägert, transportiert, zugeschnitten, gestapelt und verbaut habe verwendet zu haben. Wär mit bei Industrieholz mit schwarzen Durchfallästen nicht so sicher..

anton.h(43g37) antwortet um 11-12-2017 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
@anton.h(43g37) .... bist du Zimmermann?

ja auch

mittermuehl antwortet um 11-12-2017 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
@anton.h(43g37) Super ... dann sei doch einfach nett und erkläre wir er gemeinsam mit einem netten Zimmermann sein Haus bauen kann. Und fahre nicht allen mit deinem südlichen Ende (wenn du nach Norden wanderst) ins Gesicht. ;)

Du weißt was, daß andere nicht wissen. Das Wissen kann man hier ja höflich teilen. Dazu ist das Forum ja da.



anton.h(43g37) antwortet um 11-12-2017 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Eigenholz für Holzriegelbau ?
Und fahre nicht allen mit deinem südlichen Ende (wenn du nach Norden wanderst) ins Gesicht. ;)
Das verstehe ich nicht , bitte erkläre mir den Ausdruck

Jetzt hab ichs verstanden,
gut umschrieben.
ja ich bin zimmerrmann, werd wenn ich zeit habe mein Erfahrung hier bekannt geben.
muß jetzt arbeiten.

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