Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch

Antworten: 74
pichlbauer2006 06-12-2017 13:46 - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Sie machen was sie wollen und kein Mensch sagt irgendwas
xaver75 antwortet um 06-12-2017 13:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@pichlbauer
bitte mehr Infos, interessiert auch Nicht-Berglandlieferanten.

mfg

pichlbauer2006 antwortet um 06-12-2017 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Das Bonusprogramm – freiwillige Lieferrücknahme:

Freiwillig – kein eigener Antrag erforderlich

Automatische Abrechnung pro Milchlieferant und pro
Liefermonat mit der
Milchgeldabrechnung

Zeitraum: ab 1. Jänner 2018 bis 30. Juni 2018

Vergleich auf Monatsbasis: z.B. Vergleich Anliefer
ungsmenge Jänner 2018 mit
Anlieferungsmenge Jänner 2017

Prämie je kg Reduktion: 10 Cent / kg

Deckelung der prämienfähigen Menge: max. 10 % Redu
ktion gegenüber dem
entsprechenden Vorjahresmonat
Das Abschlagsprogramm:
• Automatische Abrechnung pro Milchlieferant und pr
o Liefermonat mit der
Milchgeldabrechnung
• Zeitraum: ab 1. Februar 2018 bis auf Widerruf
• Vergleich auf Monatsbasis: z.B. Vergleich Anliefe
rungsmenge Februar 2018 mit
Anlieferungsmenge Februar 2017
• Mehranlieferungen von bis zu 3% gegenüber dem ent
sprechenden Vorjahresmonat
bleiben ohne Abschlag
• Der Abschlag bei stärkerer Überlieferung (>3%) be
trägt 10 Cent je kg
Überlieferung. Nur für die 103% übersteigende Anlie
ferungsmenge kommt der

fgh antwortet um 06-12-2017 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Finde das jetzt nicht so schlecht.. scheint als ob zu viel Milch da wäre und sie so einen Anstoss mit Prämie zum weniger liefern geben wollen, wenn einer die Möglichkeit hat um so zu hohen Mengen und in weitere Folge einem kompletten Preissturz vorzubeugen... so würde ich es halt mal lessen.

eklips antwortet um 06-12-2017 14:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Gerade beim Thema Milch sind hier im Forum ja positive Meldungen bevorzugt. Deswegen von mir die Feststellung: Die schreckliche Butterkrise scheint vorbei zu sein.

biolix antwortet um 06-12-2017 14:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
genau eklips.. und soviel zu "die Mengenregulierung ist gefallen"....

enteignete Privatisierung, aber das jemand anderer eh schon geschrieben...

xaver75 antwortet um 06-12-2017 14:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@pichlbauer
War bei der Gmundner Molkerei im Frühjahr 2016 ähnlich. Gab auch einen Riesenwirbel, für die Zukunft wurde mitgeteilt, es über den Preis "steuern" zu wollen.
Einige größere Lieferanten haben sich in der Folge von diesem Abnehmer getrennt.
Derzeit werden keine Lieferanten vorzeitig aus dem Liefervertrag entlassen.

mfg

2587 antwortet um 06-12-2017 15:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Ja denke durch das abschaffen des Kontingent geht es auch nicht anders und wen die Landwirte selbst nicht draufkommen das es so nicht geht als Liefern was man will muss es ja so kommen das wurde aber auch vorher schon gesagt das es so kommen wird da geht es nur so das man es beim Geld spüren muss sonst lässt keiner nach!

pichlbauer2006 antwortet um 06-12-2017 15:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Gvo -frei;Palmöl-frei,Überseefüttermittel-frei,Glyphosphat-frei und jetzt Milchgeldfrei und das alles zum Nulltarif

fgh antwortet um 06-12-2017 15:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Halal und koscher hast vergessen...

Riiitsch antwortet um 06-12-2017 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
^ ja leider war. Einzig die maximale abschlagfreie Steigerung von 3% finde ich vernünftig. Im langjährigen Mittel ist der Milchmarkt um weniger gewachsen.


"Vergleich auf Monatsbasis: z.B. Vergleich Anlieferungsmenge Jänner 2018 mit Anlieferungsmenge Jänner 2017"
Solche Regelungen finde ich immer lausig: belohnt wird wer sich vor einem Jahr (als der Milchmarkt gehörig unter Druck war) an nichts gehalten hat, einfach geliefert hat wie blöd. Der wird nun mit einem höheren Ausgangspunkt für kommende Lieferungen belohnt. Man sieht gewünscht sind weiterhin aggressive Wachstumsbetriebe.

Nur eins sollte man nicht vergessen: ein besseres Modell musst erst erfinden!

JD 6120 antwortet um 06-12-2017 16:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Ich finde positiv. Ich glaube man sollte das als Warnung verstehen den milchmarkt nicht wieder zu überschwemmen.

Riiitsch antwortet um 06-12-2017 16:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Funktioniert normalerweise, wir haben was ähnliches seit mehreren Jahren. Nur sind erfahrungsgemäß 10 Cent zuwenig für den Effekt, weil mache Betriebe sich schlicht einen Durchschnittspreis errechnen und auch zufrieden sind.

Heimdall antwortet um 06-12-2017 16:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Ist doch eine gute Sache?
Wer von euch hat denn einen besseren Vorschlag?

Riiitsch antwortet um 06-12-2017 16:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Wie gesagt 10 Cent sind meist zuwenig und statt der Menge des Vorjahres, ist ein Lieferrecht besser, um Steigerungsraten zu berechnen. Weil sonst kann man sich exakt wie früher bei der Quote einfach ein Jahr durch die Strafzahlungen kaufen, und nächstes Jahr ist man mit erhöhter Menge am Start. Das ist auch ein mögliches System, schadet der Molkerei aber nur.

Und genau genommen müsst man die Verpflichtung alles an eine Molkerei zu liefern lockern.

thomas.t3 antwortet um 06-12-2017 16:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Es wäre ja nicht so schlecht, nur sind jetzt jene Bauern die Angeschmierten, welche 2017 bei der Reduktion mitgemacht haben oder den Anweisungen zu reduzieren Folge geleistet haben. Also, immer schön brav einfüllen und die Milchmenge nicht mehr senken!

Vollmilch antwortet um 06-12-2017 18:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Hallo!

Prinzipiell finde ich es positiv, dass die Molkereien beginnen die Marktlage an die Milchbauern "weiterzuleiten", nur so wird auch eine entsprechende Mengenanpassung stattfinden.
Langfristig muss dieses System aber schnell reagieren und planbar sein und in beide Richtungen funktionieren. Wenn z.B. Zuwenig Fett da ist, muss der Fettpreis auch sofort steigen.

10 Cent Abschlag halte auch ich für zu gering (beim derzeitigen Milchpreis), andererseits gibt's 10 Cent Zuschlag auch... Müßte man genau ausrechnen, könnte mir aber vorstellen, dass das reicht.

Ich denke diesmal werden andere Abnehmer mitziehen, sinken wird der Milchpreis trotzdem!

LG Vollmilch

xaver75 antwortet um 06-12-2017 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Als Gmundner Lieferant passt es mir überhaupt nicht, wenn die auch mitziehen. Bin bei den Deppen dabei, welche die Menge zurückgenommen haben und hab daher eine schlechte Ausgangsmenge,-)
Aber diesen "Fehler" wird ich nicht nochmal machen.
mfg

thomas.t3 antwortet um 06-12-2017 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Tja ein taktischer Zug von den Molkereien! Sie wissen ja, dass viele mitgemacht haben und jetzt mit dieser Regelung verdienen sie schön Kohle. Es ist einfacher die Bauern als die Kühe zu melken.

Und dreckig wird man auch nicht...

Vollmilch antwortet um 06-12-2017 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Als Basis wäre ich auch für die " eingezahlten Genossenschaftsanteile" - die sollten einer Milchmenge und einer Verarbeitungskapazität entsprechen (und dem eingesetzten Kapital').

LG Vollmilch

Riiitsch antwortet um 06-12-2017 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Was haltet ihr eigentlich davon die Vermarktung "freier" zu machen, dh man darf die Milch auch an 2 Molkereien liefern? Logistisch natürlich nicht einfach, viel Aufwand etc.

Man würde natürlich eine Büchse der Pandora öffnen: genauso wie man nicht mehr verpflichtet wäre alle Milch an eine Molkerei zu liefern, könnte die Molkerei auch sagen sie ist nicht mehr verpflichtet alle Milch mitzunehmen, bei Übermengen deinen Tank einfach voll zu lassen.

yamahafzr antwortet um 06-12-2017 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Glyphosphatfrei und im Gegenzug wird die Milch billiger !!! Das können sie nur mit Milchbauern machen, mit keinen anderen ! Und diesmal ist nicht einmal die EU schuld sondern die eigene Genossenschaft .

thomas.t3 antwortet um 06-12-2017 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Für was hat man eigentlich die Anteile und die Basismenge?

Rene M.280 antwortet um 06-12-2017 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@ Riitsch
Ich glaube nicht dass das eine gute Idee wäre. Hat ja schon einmal ein Teil unserer Milchlieferanten versucht. Zumindest so etwas ähnliches und wie wir wissen hat es ja nicht ganz optimal geendet!?
Und ich möchte nicht mit der Unsicherheit leben jedesmal hoffen dass der Tank auch abgesaugt wird...
Zum eigentlichen Thema: Ich verstehe dass die Molkerei irgendwie reagieren muss, bin aber persönlich bzw. als Betrieb nicht ganz glücklich über diese Maßnahme. Passt im Moment nicht in mein Konzept.
Auf der anderen Seite hoffe ich, dass durch diese Maßnahme der Preis nicht wieder ins Bodenlose fällt.
Die Frage ist ja nur wir weit der Preis wieder fällt, denn an Jänner geht die Reise nach unten wieder los. :(

biolix antwortet um 06-12-2017 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Apropos, wo sind jetzt die Kontrollfreaks...
Wer kann kontrollieren ob die Abrechnungen stimmen und es sich nicht einige wenige wieder richten.. die z.b. jetzt mit Abwanderung drohen und denen dann vielleicht gesagt wird, puh ihr lieferts so viel, das könn ma uns nicht leisten, wir ziehen euch die 10 Cent von der überlieferten Milch nicht ab ?
Kann sowas der Vorstand kontrollieren ?

lg biolix

pichlbauer2006 antwortet um 06-12-2017 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Mit dieser Aktion wird die Bergland die drohende Abwertsspirale des Milchpreises nicht beeinflussen können,das geht sowieso nur europaweit. Und dann sind wir wieder bei der Kontigentierung.Aber unser Gott der Almächtinge Braunshofer wird es schon richten.

biolix antwortet um 06-12-2017 20:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Pichlbauer, das erinnert mich an die IG Milch Anfangszeiten.. wo es das immer und immer wieder geheißen hat, freiwillige Mengenrücknahme geht nicht, das geht nur Europaweit...

Ok, jetzt probiert man es so, komisch das es jetzt gehen sollte, aber ich würde es mir wünschen, weil ich dran glaube... und Ö Milch ist Ö Milch und doch ein wenig noch besser !

Vollmilch antwortet um 06-12-2017 21:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Hallo!

@biolix: Willst du hier Mißtrauen säen?

Ich denke es wird langfristig dazu kommen, dass man an mehrere Abnehmer verkaufen darf.

Genossenschaftsanteile und Liefermenge stehen ja eh in Zusammenhang, langfristig ist es wahrscheinlich egal, was als "Basismenge" hergenommen wird.

LG Vollmilch

Riiitsch antwortet um 06-12-2017 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Natürlich wäre es fatal - wie Rene anmerkte - wenn jeden zweiten Tag hoffen musst die Milch wird gebraucht. Die Genossenschaft könnte das regeln, aber da gibts ja das angedeutete Negativbeispiel.
Was natürlich auch gehen würde, wenn die Molkerei Preise schneller durchreicht, nach oben und unten. Dann packst noch ein Bonussystem drauf für Bauern die auf erhöhte Nachfrage reagieren.

Ich gehe mal die Kühe fragen ob sie sich das vorstellen können, und obs die Milch a bisl halten für die nächsten paar Wochen, damits für den nächsten Preisanstieg gerüstet sind ;-)

biolix antwortet um 06-12-2017 21:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Ne Vollmilch will ich nicht...

Nur.alle.willten Bio Austria kontrollieren.. ich meinte die Vorstände sind in der Verantwortung...

Und eben hier sage ich auch oder Frage, können sie es hoffentlich ?!

Berechtigt oder nicht Vollmilch ?

Vollmilch antwortet um 06-12-2017 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Bio Austria kontrollieren? Warum sollte man?

Also ich habe keine Ahnung, ob da was berechtigt wäre oder nicht.

LG Vollmilch

Ferdi 197 antwortet um 06-12-2017 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Vor kurzem hat die EU ja den Milch u. Milchprodukte IMPORT (z.B. auch Kasein usw.) von der Ukraine erlaubt, kann es möglich sein das in den nächsten Jahren von dort Unmengen an Milchprodukten, Milchhalbprodukte usw. speziell für die Industrielle Weiterverarbeitung von dort kommt?
Wenn ja dann Danke an Brüssel u. Co die dazu wieder ohne einer Parlamentarischen Abstimmung zugestimmt haben bzw. vielleicht die EU-Parlamentarier wieder über den Tisch gezogen worden sind.

Wie halt immer wieder, werden Landwirtschaftliche Produkte für einen "Freihandel" geopfert damit evtl. div. andere Industriegüter eben in diese Länder geliefert werden dürfen.
Mit Süd- u. Nordamerikanischen Länder gibt es ja auch solche suspekte Verträge von Seite der EU.
So ähnlich ist es ja auch mit dem Zuckerrohr Import in die EU, damit könnte evtl. unsere Zuckerindustrie sehr leiden darunter, man wird in Kürze sehen.

biolix antwortet um 06-12-2017 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Vollmilch..nicht immer bitte auf komisch..einmal nachfragen reicht doch..ich meins ehrlich: oder bist du Vorstand, dann noch viel besser....

Einfach kann wer die Frage beantworten: kann man das als Vorstand einer Genossenschaft ?
Also wäre ich Vorstand, ich würde es probieren...

Riiitsch antwortet um 06-12-2017 22:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Ferdi du immer mit deinen Verschwörungstheorien... nana, gar nicht mal so abwegig (wie auch deine Theorie zu Bayer etc, aber das gehört nicht hier her).

2472660 antwortet um 07-12-2017 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
ohne eu-weite regelung haben solche "kreativen" auswüchse wie bei der bergland sowieso keinen sinn und bringen wieder nichts als neid und missgunst unter die bauernschaft (beispiele sind eh schon genug erwähnt)
entweder eine für alle bindende eu-regelung oder gar nichts, dazwischen ist alles sinnlos!

gilt dieses system bei der bgl. auch für bio- oder heumilch?

Vollmilch antwortet um 07-12-2017 09:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Guten Morgen!

Nachfragen kann jeder ! Ich meinte, ob dieses Mißtrauen berechtigt oder begründet ist?

Eine EU-weite Regelung der Anlieferungsmenge hat in der Vergangenheit nicht funktioniert. Ich finde es ganz logisch, dass der Abnehmer sagt: ich kaufe diese Menge zu diesem Preis, darüber und darunter gibt es Zu-oder Abschläge, je nachdem was der Markt hergibt.

Lg Vollmilch

Riiitsch antwortet um 07-12-2017 10:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Ich finde auch die Molkerei muss sich Gedanken machen (das tun die sowieso). Wir hatten zb vor 2 Jahren die blöde Situation, dass Milch zum vereinbarten top Preis abgeholt wurde, und dann um deutlich unter 20 Cent verjubelt werden musste. Die Differenz bewegte sich schon bei 40 Cent herum!

Teilweise gehört das zum Geschäft, die Landwirte müssen sich aber mit Menge und Preisgestaltung der EINEN Molkerei auseinandersetzen (dann kommt der EU und Weltmarkt). Solche Sachen wie Spottmilch gehören eigentlich dem Lieferanten durch gereicht, vorausgesetzt Preissteigerungen und Bonuse werden gezahlt wenn man der Molkerei liefert was sie brauch - aka - was veredelt verkauft wird.

2472660 antwortet um 07-12-2017 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
natürlich kann jede molkerei das handhaben, wie sie will, nur wird das den europäischen milchmarkt wenig bis gar nicht beeinflussen, es werden wachstumswillige landwirte zu molkereien wechseln, die sagen, wir bezahlen für die gesamte menge einen einheitlichen preis.

...und die ganze aktion ist zu kurzfristig, sollen jetzt die kühe verkauft werden und die rationen umgestellt?? ausser einer milchpreiskosmetik für die molkerei bringts nichts, die milchmengen werden sich minimal ändern....
die bergland hat in den milchpreisvergleichen eine gute optik, weil nur der standardpreis veröffentlicht wird, der mischpreis, den sie tatsächlich ausbezahlt, ist dann halt niedriger und nirgends scheints auf :-((

mfj antwortet um 07-12-2017 10:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch

Also, mir gefällt - was die Berglandmilch da macht. Wenn die nicht mehr so intensiv den Markt bedrängen, können andere in die Bresche springen. Meine Molkerei z.b.

Blöd ist es nur, wenn man bei der Berglandmilch – Mitglied ist. Dann bekommt man das Versagen der GF voll auf die Kappe, und muss den Lieferverzicht auch noch mitmachen...

...so schnell wie möglich Molkerei wechseln und Geschäftsguthaben holen, solange es noch da ist.
So agiert nur eine Molkerei wo der Dachstuhl brennt !





textad4091 antwortet um 07-12-2017 10:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Dass nach dem Fall des Milchkontingentes eine andere Form der Mengenregelung her muss, war doch jedem klar. Und dass diese wohl nicht von den Landwirten selber kommt, wo ma bei Märkten sieht, wie viel Milch den Kälbern wohl zur Verfügung gestellt wird, war klar.
Froh bin ich zumindest über eines: Die Ansicht "Ich liefere, weil ich meine Anteile habe- Die Molkerei soll gfälligst schaun, dass Märkte lukriert werden" hört ma mittlerweile zumindest gefühlt etwas seltener.

Es steht jedem frei, eine Hofmolkerei zu eröffnen und die Vermarktung selber zu übernehmen. Einige wenige machen das, und werden dann erst wieder als "Spinner" hingestellt. Also was bitte? Finanziell wären das doch nur Peanuts im Verhältnis zu dem, was sich so einige auf eigene Verantwortung hin in letzter Zeit so hingestellt haben. Und ja ich gebe zu, ich hab leicht reden als zukünftiger Hofübernehmer, der sich aufgrund der Ausgangslage so ziemlich alles an Beitriebszweigen aussuchen kann, was es so gibt^^

Über das Genossenschaftswesen in der heutigen Form könnte man ewig diskutieren, aber dass sich die Milchabnehmer einer gewissen Regelung bedienen, ist vollkommen akzeptabel, und für mich nur ein kleiner Diskussionsgrund.

karl0815 antwortet um 07-12-2017 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@mfj träum schön weiter! Du wirst im frühjahr sicherlich zu toppreisen unbegrenzt milch an deine Molkerei liefern können!!
Die Bergland ist sehr vorausschauend mit diesem Modell, manch andere Abnehmer werden im Frühjahr vor lauter Milchversand wieder an der 20er Marke beim Preis kratzen!!

@2472660:das Zu/abschlagssystem gilt für alle Milchsorten, also auch Heu/Biomilch - und wenn man sich die Zahl der Umsteller im Milchbereich in Deutschland und va. Dänemark ansieht, so wird dies sicherlich nicht spurlos an den österreichischen Preisen vorübergehen!

Der Milchfrühling wird in jedem Fall spannend nachdem auch die EU keine weitere MMP Intervention mehr machen wird, ich hätte auf jeden Fall große Bedenken, müsste ich meine Milch dann am Spotmarkt verscherbeln.
In punkto Mengenwirksamkeit ist sicherlich das Modell von Friesland-Campina wirkungsvoller!!!

dietmar.s(2cz6) antwortet um 07-12-2017 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@Riiitsch

>"Vergleich auf Monatsbasis: z.B. Vergleich Anlieferungsmenge Jänner 2018 mit Anlieferungsmenge Jänner 2017"
Solche Regelungen finde ich immer lausig: belohnt wird wer sich vor einem Jahr (als der Milchmarkt gehörig unter Druck war) an nichts gehalten hat, einfach geliefert hat wie blöd. Der wird nun mit einem höheren Ausgangspunkt für kommende Lieferungen belohnt. Man sieht gewünscht sind weiterhin aggressive Wachstumsbetriebe.

Hast dir das Abschlagsprogramme eh auch durchgedacht? Jemand der ab 1.Feb.2017 gewachsen ist wird 10cent Abschlag haben 2018 (>3%) und bis auf Widerruf. Also Wachsen geht genauso , erstes Jahr halt die Arschkarte

mfg

Riiitsch antwortet um 07-12-2017 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Das meinte ich ja, man kann sich durchkaufen wenn man aggressiv Wachsen will. Alle die vor knapp einem Jahr den Appell zu mäßigen Anliefermengen eingehalten haben, gehen nun von niedriger Menge aus. Natürlich wenn wer erst ab Februar oder April gewachsen ist, kommen ein paar zähe Monate (normalerweise kann man aber mit der Molkerei reden wenn man zb gerade erfolgreich in einen neuen Stall eingezogen ist und mehr Milch hat).

Andererseits sind jene die letztes Jahr weniger wie vorher geliefert haben, die MilchmengenreduktionsEUspezialverpulverGeldmaßnahmenprogramm Nutznießer, die kann die Molkerei heuer gar nicht belohnen.

Wie auch immer, bei der nächsten Bereinigung auf dem Molkereimarkt ist die BLM sowieso Geschichte, die ist ja sowieso schon länger zum Verkauf vorbereitet.

mfj antwortet um 07-12-2017 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch

@karl
Zum Glück bin ich bei einer Genossenschaft - die andere Wege geht – als ihre Mitglieder mengenmäßig zu disziplinieren.

Ich kenne die Berglandmilch zu wenig, was da wirklich abgeht – aber dies ist kein guter Weg für aktive Bauern.
Entweder hat eine Molkerei dafür zu sorgen, Absatzmärkte abzusichern mit welchen Maßnahmen auch immer, oder wenn sie das nicht schafft – muss sie sich von Mitgliedern trennen.

Klar ist – wenn sie es nicht schafft, ihr Milch gewinnbringend zu verkaufen – muss sie reagieren.

Die Reaktion der Berglandmilch ist eine Generalstrafe. So kann man es natürlich auch machen.
Jedes Mitglied bezahlt die Unfähigkeit der GF plus Vorstand und Aufsichtsrat.

Meine Molkerei ist eine der größten Genossenschaften in Europa und auch weltweit.
Die Strategie lautet – keine Begrenzungen in der Milchabnahme für Mitglieder.
Darüber bin ich sehr froh…

Und wie Ritsch schon schreibt: ...es schaut nach Dachstuhlbrand aus !




dietmar.s(2cz6) antwortet um 07-12-2017 12:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@Riiitsch

das wachsen hat auch seine schwierigen,anstrengenden Seiten und deswegen
glaub ich weniger dass man die aufgebauten Marken herschenken wird. Was meinst du mit BLM ist bald Geschichte?

mfg

Riiitsch antwortet um 07-12-2017 12:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Den richtig großen Molkereien war beim letzten Tief die Lage zu heiß um auf Einkaufstour zu gehen, da kommt noch eine Welle der Bereinigung auf den Markt zu und die BLM steht dort wo schon andere Molkereien waren: da können die Mitglieder im Dreieck springen, beim passenden Angebot wird verkauft so schnell kannst nicht "Reduktion" sagen. Meine Meinung.

Ziegenbua antwortet um 07-12-2017 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@mfj:
"Entweder hat eine Molkerei dafür zu sorgen, Absatzmärkte abzusichern mit welchen Maßnahmen auch immer, oder wenn sie das nicht schafft – muss sie sich von Mitgliedern trennen.
Klar ist – wenn sie es nicht schafft, ihr Milch gewinnbringend zu verkaufen – muss sie reagieren."

Naja der Absatzmarkt wäre ja vorhanden, nur um die Kosten zu decken und den Gewinn akzeptabel zu halten muss dann der Einkaufspreis gedrückt werden. Ob das den Produzenten mehr Freude bereitet ist zweifelhaft - und scghren würden wieder die gleichen wie jetzt auch. Allen kann man es halt nicht recht machen.

dietmar.s(2cz6) antwortet um 07-12-2017 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@Riiitsch

ich glaube du bist ein Träumer

mfg

Riiitsch antwortet um 07-12-2017 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
vielleicht... ich hab schon mal einen undenkbaren Verkauf einer Molkerei miterlebt. Niemand konnte es sich vorstellen, wegen der starken Marken etc. Alles schon da gewesen, die BLM zeigt klare Anzeichen dafür. Die BLM kauft vielleicht noch ein paar kleinere um dann gefressen zu werden. Ist ja auch nicht nur schlimm. Meine Meinung....

dietmar.s(2cz6) antwortet um 07-12-2017 14:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
träum weiter...Riiitsch

thomas1982 antwortet um 07-12-2017 14:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Vielleicht kommt noch ein Sonntagsmelkverbot, damit würde sich die menge auch reduzieren, nach den ganzen Vorschriften die einen gemacht werden. *gg*

Riiitsch antwortet um 07-12-2017 14:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Das wäre mal was! Dann schick ma die Kühe auch noch auf ein Seminar mit Thema "Jetzt gibst Milch, nächste Woche nicht" und eine blumige Zukunft steht auch der BLM bevor haha. Läuft

dietmar.s(2cz6) antwortet um 07-12-2017 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
:-) träum weiter Riiitsch

martin.l3 antwortet um 08-12-2017 08:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Hallo,
Warum will die BLM eigentiich Ihre Mitglieder loswerden?
Habe mit der Lieferung aufgehört und bereits EINEN Werktag darauf die Aufforderung zu Kündigung meiner Geschäftsanteie erhalten. Warum? Begründet wird es von der BLM damit, dass sie keine Mitgieder wollen die nicht iefern. Dabei währe das in einer Genossenschaft doch ideal? Die borgen dir das Geld für umsonst.
Seither werde ich regemäßig von den angerufen und aufgefordert die Geschäftsanteile endlich zu kündigen - unter Androhung von Rauswurf aus der Genossenschaft! Aber ich bin nun mal ein Trotzkopf....
Hat hier irgendjemand eine Erklärung für deren Verhalten?

karl0815 antwortet um 08-12-2017 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@mfj und riitsch: bevor ihr noch weiterphantasiert über die den "Dachstuhlbrand" , schaut euch mal die EK-Quote und die Eigentümerstruktur in der BGM an!!
Bei den meisten großen Spielern am Molkereisektor in Europa haben die Milchbauern doch nur mehr eine Statistenrolle, das Kommando führen die Gläubigerbanken und Investoren bzw. Aktionäre!!(Danone,Emmi, sogar bei der kleinen NÖM;-))

@Martin: warum willst noch Mitglied bleiben in deiner Genossenschaft??? Eine Molkereigenossenschaft ist kein Sparverein!
Ratschlag siehe oben von mfj:"...so schnell wie möglich ......... Geschäftsguthaben holen, solange es noch da ist."

Riiitsch antwortet um 08-12-2017 10:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Die Eigentümerstruktur der BLM ist kein Faktor, glaub mir, wenn der Punkt da ist, ist Verkauf die einzige Option. Wo du heute glaubst nicht Statist zu sein, kann morgen der Punkt sein wo du als Genossenschaftsmitglied nochmal das Handerl hebst und fertig ist. Alles schon da gewesen, in Österreich bei gleicher Struktur. Aber bei der BLM läufts ja gut wie man sieht lol.

dorni antwortet um 08-12-2017 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Als die Gmundner Milch vor einen Jahr so ein Modell hatte haben hier einige geschimpft, aber bei der ach so heiligen BLM ist das natürlich ganz was anderes.

Vollmilch antwortet um 08-12-2017 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Hallo!

Auch im Vorjahr gab es Befürworter des Gmundner Modells und auch heuer gibt es Gegner des Bergland Modells.
Die Marktsituation ist heuer eine andere.
Die BLM ist wesentlich größer.
Die Signale bei anderen Abnehmern gehen in eine ähnliche Richtung.

Deshalb halte ich das Vorgehen der BLM für erfolgversprechender.

LG Vollmilch

Heio antwortet um 08-12-2017 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Mit dem Model der BLM gibt es viel billige Milch für das Unternehmen, mit dieser Milch kann auf den Markt herrumgeschleudert werden. Die Preisspirale dreht sich somit scheller nach unten als nötig.
LG Heio

dietmar.s(2cz6) antwortet um 08-12-2017 22:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@Heio

wahrscheinlich steigst eh selber voll aufs Gas :-) und bist jetzt angfressen wegen dem Abschlagsmodell

Andi36 antwortet um 09-12-2017 09:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Also ich bin auch Berglandmitglied und Lieferant somit auch Eigentümer . So wie wir gerade gebraucht werden so werden wir auch genannt . Gibt es bei Generalversammlungen irgendwas zu feiern , abzustimmen so sind wir die Eigentümer oder Mitglieder ,kommen Änderungen ähnlich des neuen Bonus Malussysthems sind wir nur mehr die Lieferanten. Um hier mal meinen Unmut auszudrücken wie die Herren Vorstände über uns denken ,das beste ist aber das es Anscheinend auch den Herren Aufsichtsräten egal ist . Über die Bocksprünge der BLM kann man sich eigentlich nur mehr wundern,was da schon alles von der Geschäftsführung erfunden wurde um sich selbst ein leichtes Leben zu ermöglichen und das wird noch von Vorstand und Aufsichtsrat abgesegnet ist sagmas einmal so zum Speiben.

thomas.t3 antwortet um 09-12-2017 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Das was mfj und Riiitsch schreiben ist sicher nicht sehr abwegig. Die Bergland holt sich somit die ganze Milchmengenreduktionsbeihilfe, welche ihre Lieferanten von der Eu bekommen haben. Wenn es der Molkerei egal ist, dass sie mit ihren Vorgehen ihre eigenen Lieferanten schädigen, muss ja was los sein, oder? Noch eine Möglichkeit wäre, man ist einfach so abgedroschen und hat einfach keinen Skrupel mehr. Ansonsten hätte man mit Ehre und Anstand die Monate der Reduktion herausgenommen.

pichlbauer2006 antwortet um 09-12-2017 11:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Dann bringts ja kein Geld mehr ein und das Weihnachtsgeld für die Arbeiter muss ja auch ausbezahlt werden.Drum dürfen wir heuer wieder einmal christkind spiele und wahrscheinlich auch den Osterhasen

Heio antwortet um 09-12-2017 15:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@dietmar

Bin kein Bergland Lieferrant.
Aber mit der Milchanlieferung halte ich mich nicht zurück. Belaste allerdings den Österreichischen Milchmarkt nicht.

Die Gmundner Milch hatte ein so änliches Model und die am meisten dafür waren haben am Ende laut Leistungskontrolle genausoviell Milch erzeugt als ein Jahr zuvor.

Um die Milchanlieferung nachhaltig zu senken braucht mann ein anderes Model.
1 Jänner bis 31 Dez. im vergleich zum Vorjahr mindesens 1Kilo weniger der sollte eine Prämie bekommen. Da erreicht man sicher mehr Lieferrücknahme als mit dem BGL Model.
Der gerade Stall gebaut hat der muss seine Krediete abbezahlen der muss liefern um jeden Preis.
LG Heio

xaver75 antwortet um 09-12-2017 15:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@Heio
bin Gmundner Lieferant, und hatte zu dem Zeitpunkt zum Großteil frischmelkende Kühe. Hab Treberfütterung eingestellt, Getreideschrot nur die frischlaktierenden 1kg pro Tag, ca. 40 lt Milch täglich mit Rübenschnitte aufgeweicht und verfüttert, ...
Bin dann nach der nächsten Kontrolle vom LKV ausgetreten.
Füttere jetzt ca. 3 kg KF und 4kg Treber täglich, 2/3 der Kühe werden mit Belgier oder Limosin belegt, hab keinen Leistungsdruck, bezüglich Leistungsdaten beim Zuchtviehverkauf.
Das bei den GM Lieferanten die Stalldurchschnitte nicht zurückgegangen sind, muß ich dir rechtgeben. Ich würde mich nur noch Jahre beim Zuchtviehverkauf über die schlechtere "Papierform" ärgern.
Eine "eingebremste" frischlaktierende Kuh, kommt das ganze Jahr nicht mehr so richtig in Milch. Auch ohne LKV werde ich nicht mehr so blöd sein, und drosseln.

mfg

dietmar.s(2cz6) antwortet um 09-12-2017 17:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
@Heio

>Aber mit der Milchanlieferung halte ich mich nicht zurück. Belaste allerdings den Österreichischen Milchmarkt nicht.

Wie machst das ohne den österr. Markt zu belasten? Wenn du von einem Nachbarland bist hängen die Märkte sicherlich wechselseitig von einander ab.

mfg



birgmann antwortet um 10-12-2017 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
www.agrarheute.com/markt/milch/milch-frieslandcampina-beschliesst-krisenmassnahmen-540538

biolix antwortet um 10-12-2017 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
hmmm.... Welcher Verein war das noch gleich der vor über 10 Jahren eine freiwillige Mengensteuerung in Bauernhand am Milchmarkt gefordert hat und als zwingend ersehen hat...
Wer hat dann immer gemeint, nein das geht nicht und hat sowieso keinen Sinn ?

Vollmilch antwortet um 10-12-2017 13:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
"FREIWILLIGE Mengensteuerung in Bauernhand..." habe ich damals nicht als Bonus/Malussystem einer Molkerei interpretiert aber wenn Biolix das so sieht....

Ich mein(t)e das (freiwillige Mengensteuerung in Bauernhand) funktioniert nicht und hat deshalb keinen Sinn. Oder hat es irgendwo funktioniert?

LG Vollmilch

karl0815 antwortet um 10-12-2017 14:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Geh bitte biolix hör doch auf! Du willst doch nicht die paar IG-Milchcaoten, welche an ihrer eigenen Unfähigkeit gescheitert sind vergleichen mit den Vorständen von Österreichs größter Bauernmolkerei????
und ausserdem:
nachdem die Zahl derer, welche neu in die Bergland hineinmöchten (sollen ja auch wieder ein paar so ehemalige FMA-Jünger dabei sein;-)) wesentlich grösser ist als die Zahl derer, welche zu einem anderen Abnehmer wechseln werden, können die Maßnahmen so unrichtig nicht sein!!

biolix antwortet um 10-12-2017 17:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Asoo echt die IG Milch war das ?!

Und ich dachte die Molkereien waren oder sind in bäuerlicher Hand, in den Genossenschaften, oder nicht Vollmilch ?!

Und jetzt ist es plötzlich einem jeden klar das es ohne Mengensteuerungsinstrumente nicht geht.. egal ob mit Abschlägen bei Überlieferung als auch bei Zuschlägen bei Unterlieferungen..

Wie gesagt, voll komisch, das es jetzt als das es plötzlich doch geht und sogar von vielen akzeptiert wird, die nicht so denken wie mfj... alles kann ewig weiter wachsen, und die Molkerei soll ebenfalls immer expandieren und Märkte suchen.. wie lange geht das gut wenns alle machen würden ?

glg biolix

Vollmilch antwortet um 10-12-2017 18:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Hallo biolix!

Ich war und bin immer schon gegen die staatliche Quote gewesen, weil sie sich nie am Markt orientiert hat. Eine staatliche Mengensteuerung halte ich auch dem Konsumenten gegenüber für nicht vertretbar.
Gleichzeitig bin ich aber immer für klare Regelung zwischen Produzent und Abnehmer eingetreten. Klare Regelung bedeutet Regeln für Preis UND Menge. Wobei sich die Menge an den Absatzmöglichkeiten und Verarbeitungskapazitäten orientieren wird.

Wenn der Vorstand einer (bäuerlichen) Genossenschaft Beschlüsse zu einer Mengenregulierung fällt, hat das (für mich jedenfalls) nichts mit Freiwilligkeit zu tun.

In Österreich haben wir auch eine WEHRPFLICHT, weil bei einer Abstimmung die Mehrheit der gültigen Stimmen dafür war. Für den einzelnen ist die Freiwilligkeit damit vorbei.

Ich gehe auch davon aus, dass dieses Bonus / Malussystem keinen großen Einfluss auf das allgemeine Preisniveau haben wird. Da geht es (meiner Meinung nach) hauptsächlich darum, die Mengen in den Griff zu bekommen, damit man mit möglichst wenig Milch auf den Spotmarkt muss.

LG Vollmilch

biolix antwortet um 10-12-2017 18:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Ja Vollmilch du kannst es drehen wie du willst... hätten die Milch Genossenschaften damals freiwillig abgestimmt und die Mehrheit hätte dafür gestimmt, wäre schon damals eine freiwillige Mengenrücknahme, von Bauernhand gesteuert, möglich gewesen.

Und schön das du so denkst, aber warum denkt ihr nicht mal mfjs System weiter durch, denn für dieses System gibts ja auch genug Verfechter, das sind für mich die echten "Kapitalisten", die nur glauben alle Bäume wachsen in den Himmel.
Ökosoziale Verantwortung sieht anders aus.. ;-(

Vollmilch antwortet um 10-12-2017 19:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mengenreduktionsprogramm der Berglandmilch
Von Freiwilligkeit haben wir anscheinend unterschiedliche Auffassungen! Du kannst freiwillig über was abstimmen, das Ergebnis ist dann für alle bindend (nicht mehr freiwillig)!

Das System von mfj (keine Mengenvereinbarungen) geht auch, führt vielleicht dazu, dass die Menge nur vom Preis abhängig ist und ab einem gewissen Preisniveau durch die Decke geht. Da muss der Abnehmer dann recht flott reagieren und in weiterer Folge der Produzent auch.

Es sollte hier überhaupt nicht nur um Mengenrücknahme sondern allgemein um eine Mengensteuerung gehen.

Lg Vollmilch

xaver75 antwortet um 12-12-2017 11:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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