Antworten: 21
yamahafzr 01-10-2017 21:00 - E-Mail an User
Milchpreis
Bergland erhöht den Milchpreis . Der Biomilchzuschlag wird reduziert!



meki4 antwortet um 01-10-2017 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Wenn die Biomilch ehrlich wäre, und jene Biobauern, die in der heurigen Dürre konv. Futter dazufüttern, diese heuer nicht als Bio verkaufen dürften, dann gäbe es auch keinen Überschuß und der Preis für ehrliche Biomilch wäre höher und wirtschaftlich.
LG M.


jakob.r1 antwortet um 01-10-2017 23:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Grüß Euch, es dürfte kein großes Geheimnis sein, das der Preis der Biomilch sich der Konvimilch annähern wird, d.h. das Biomilch künftig auch als Massenware verramscht werden wird. Viele Konfibauern in Deutschland haben sich die normale Milchproduktion nicht mehr leisten können und stehen nun als Umstellungsbetriebe mit satten Hektarbioprämien in den Startlöchern um den Biomarkt in ein oder zwei Jahren vollzuschütten.
Die Milchbauern sind eh eine besondere Spezies. Nirgends in der freien Wirtschaft würde ein Unternehmer ein Produkt zu Preisen wie vor 30 Jahren verkaufen, wenn die Produktionsbedingungen noch dazu stetig verschärft werden und die Gestehungskosten laufend steigen. Die Milchbauern haben sogar noch eines draufgesetzt. Viele von denen haben vor Jahren noch Milchlieferrechte für teures Geld dazugekauft, weil ja die Zielmenge für den neuen Stall vor der Zuschussbewilligung nachgewiesen werden musste. Anschließend haben Sie tatenlos zugesehen, wie die teure Aktienoption Milchkontigent lange vorangekündigt-- in 2015 wertlos ausgelaufen ist.
Weil nun wegen der Wahlen in Frankreich und Deutschland das nun bald auslaufende europäische Nichtliefermengenprogramm gegen Geldzahlung aufgelegt wurde, frohlocken einige Milchviehbetriebe schon wegen der dadurch ein wenig gestiegenen Milchpreise. Gut, die Wahlen sind nun vorbei, das Programm läuft aus und jeder kann wieder auf Teufel komm raus Milch auf den Markt schütten. Die künftig wieder sinkenden Milchpreise werden dann wohl wieder durch noch mehr Milchmenge kompensiert und so geht der Teufelskreis immer weiter, bis immer mehr landwirtschaftliche Fläche in die Hand von Fonds und anderen industriellen Geldanlagen landet, die nur Gelder zwischenparken müssen bis die Zinsen wieder steigen. Diese industrielle Landwirtschaft schmeisst die Milch auch für einen Cent auf den Markt, weil keiner von denen davon leben muss.
Da ist der derzeitige Hickhack um Konvi - oder Biomilch nur ein kleines Randscharmützel.
Hoffentlich treffen meine Befürchtungen nicht ein,
beste Grüße
Jakob



2472660 antwortet um 02-10-2017 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
wo wird der konv. grundfutterzukauf erlaubt? meines wissens wurde das abgestellt....



fritzj antwortet um 02-10-2017 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Hallo,
Kärntnermilch -2 Cent Milchpreis.
Soviel zum Thema Milchknappheit.

MFG


einfacherbauer antwortet um 02-10-2017 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
viele würden sich hier am liebsten selber in den arsch beisen wollen. dieser neid ist ein wahnsinn.

denkt doch lieber einmal nach wie man den handel ein wenig dämpfen kann. der konsument WÄRE auf unserer seite


thomas.t3 antwortet um 02-10-2017 10:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Danke einfacherbauer, bin komplett deiner Meinung! Das beste Beispiel jetzt ist der Körnermais, konvi ca 110 die Tonne, bio ca 380 die Tonne plus Bio-Prämie. Wenn du nur ein drittel vom Ertrag hast, bist noch immer besser unterwegs. Und würden alle nur noch ein drittel produzieren, wenn alle auf Bio umsteigen, wäre es bio-preislich egal, weil die Gesamtmasse zu wenig wird.

Man könnte die Produktionsmenge "gesundschrumpfen" lassen ohne das Bauer aufhören müssen oder es in der Börse spüren.




2587 antwortet um 02-10-2017 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Ja die Gier ist ein unendliches Laster und es wird sich auch nicht aufhören das jetzt der Preis wieder gestiegen ist wird wieder geliefert was die Achse trägt sieht man ja sonst wäre der Preis nicht so weit gefallen!


xaver75 antwortet um 02-10-2017 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Ich kenne den Milchpreis der Kärntnermilch nicht.
Vielleicht konnten sie den höheren Milchpreis der letzten Monate nicht beim Handel durchsetzten, vielleicht zu euphorisch erhöht, vielleicht von einer anderen ö Molkerei unterboten, vielleicht ...?
Einen Überschuss seh ich NOCH nicht.


xaver75 antwortet um 02-10-2017 11:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
PS. Oder die Molkerei zahlt einfach nur weniger aus, weils die Milch sowieso bekommen


thomas.t3 antwortet um 02-10-2017 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis




 


dietmar.s(2cz6) antwortet um 02-10-2017 14:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
@thomas.t3

danke fürs reinstellen, sehr informativ


biolix antwortet um 02-10-2017 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Hallo Jakob !

wo hast den Schmarren her ?

Komm grad von einem Biomilchlieferanten, wo wo wir bei 0-7 Cent Biomilchzuschlag begonnen haben, sind mittlerweile schon bis zu 10 Cent und mehr..
Er berichtet mir gerade von über 50 Cent Biomilchpreis und ist sehr zu frieden.

Weiters woher hat irgend jemand das konv. Futter zugekauft werden darf ?

lg biolix

p.s. und ja danke Thomas, das red und schreib ich seit 20 Jahren, udn es müssen nicht alle machen, aber des wäre die Chance als wirklicher Feinkostladen Österreich in Europa und der ganzen Welt.. ;-)


jakob.r1 antwortet um 03-10-2017 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Grüß Dich biolix, danke für Deine Einschätzung das ich Schmarrn schreibe. Gerne möchte ich Punkt für Punkt Stellung nehmen wo denn Deine Einschätzung zutrifft.
Etwa weil ich schreibe das ich schon vor 30 Jahren 85 Pfennige (43 Cent) bekommen habe und nicht bereit bin wegen der in der Zwischenzeit gehörig gestiegenen Betriebsmittelkosten, Produktionsauflagen, Inflation, Lebenshaltungskosten... heute noch für diesen Hungerlohn zu arbeiten?
Es ist schön für Deinen Bekannten, das er mit ca. 50 Cent Milchpreis zufrieden ist, aber meine Einschätzung hier im Forum sollte bekannt sein, das ich heute gefühlte 5 Euro/kg Milch bekommen müsste um den Gegenwert wie vor 30 Jahren zu haben. Wenn alle Bauern in Europa die Milch nicht unter 5 Euro/kg hergeben würden, dann würde zwar der Milchabsatz drastisch sinken, vielleicht auf 40, 50 oder 60% --- aber das wäre dann doch egal weil ja nur die Höhe des Milchgeldes pro Monat zählt und bei so einem rapiden Milchverbrauchseinbruch würde sich jeder Bauer den Handelsdünger, die Pachtkosten, den hohen Dieselverbrauch, das Kraftfutter, die hohe Arbeitsbelastung... zusätzlich einsparen und trotzdem mehr verdienen als jemals zuvor. Alle Milch wäre ja dann Bio weil die Milchmenge leicht über das Grundfutter herzubringen wäre. Steuern könnte man das Ganze leicht über eine zulässige Milchmenge pro Hektar Acker, Grünland und die Hangneigung. Diese Menge kann monatlich der Nachfrage angepasst werden, -- wer überliefert bekommt kein Geld für die Milch. Wie gesagt alles auf freiwilliger Basis europaweit. Aber keine Angst, die Mehrheit der Bauern hat ein besonderes Verhältnis zur Betriebswirtschaft. Lieber die Milchleistung der Kühe weiterhin steigern und steigern, die Pachtpreise der Nachbarn immer noch überbieten, den Ertrag pro Hektar immer noch steigern und mal sehen wie lange die Nachbarn bei diesen Bedingungen noch mithalten können.... ... eben wachsen,wachsen,wachsen -- auch wenn der Betrieb schon lange der Bank gehört und zurückgepachtet wurde.
Beste Grüße
Jakob



Ziegenbua antwortet um 03-10-2017 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Wenn deine 43 Cent vor 30 Jahren jetzt 5 Euro wert sind, warum liegst du dann noch nicht am Strand auf deiner eigenen Insel?
Für 5 Euro pro Liter stell ich mir 50 Ziegen in den Stall und könnte JÄHRLICH den dafür notwendigen Fuhrpark, Stall und die Futterfächen KAUFEN, könnte einen Melker und Fahrer für je 4h täglich einstellen und entsprechend bezahlen.
Die Frage ist nur wohin mit den 70-100 Kitzen, die mir pro Kopf ja ca. 100 Liter Milch kosten um ihr Schlachtgewicht zu erreichen. Das wären incl. Arbeit und Schlachten 550 bis 600 Euro - also irgendwo haberts da bei deinem virtuellen Milch-Kurswert.


jakob.r1 antwortet um 03-10-2017 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
@Ziegenbua: ... wir können anstelle der 5 Euro auch jede x-beliebige andere Zahl einsetzen, -- von mir aus auch 50 Cent wenn Ihr glaubt damit zufrieden sein zu können. Ich behaupte, das meine These funktioniert, aber durch die "besondere betriebswirtschaftliche Einstellung" von vielen Bauern nicht umsetzbar ist. Hat ja früher schon geheissen, das es schwer ist nur 3 Bauern unter einen Hut zu bekommen -- wir bräuchten aber Einigkeit aller Bauern in Europa
auf freiwilliger Basis.
Die 5 Euro nehme ich gefühlt für mich als Mindestsatz wenn ich wieder in die Milchproduktion einsteigen möchte, den genauen Wert zum Vergleich von vor 30 Jahren könnte man sicher errechnen -- aber er läge garantiert über 50 Cent.
Beste Grüße
Jakob


biolix antwortet um 03-10-2017 11:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Hallo Jakob !

Mit Schmarren meinte ich das Gerücht,.das sich der Bio Milchpreis am konv. Anpassen wird und das wer will..das Gegenteil ist in den letzten Jahren passiert, er hat sich sogar ein wenig vom konv. Preis abgekoppelt...

Zum anderen was du schreibst, ich versteh deine Einstellungen, nur würde ich nicht mit dem 10 fachen Preis rechnen, ich nehme nur die Biorind Fleischproduktion her, hier würde 1-2 Euro mehr genügen, eine Steigerung von. 30%, dann würde es so richtig Spaß machen, in den Stall zu gehen.. :-)

LG biolix


2472660 antwortet um 03-10-2017 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
möchte an der stelle mal die österr. molkereien loben, weil der momentan bezahlte bio-milchpreis durchaus dem internationalen marktniveau entspricht. das war nicht immer so selbstverständlich - hoffe, das bleibt auch so!
natürlich kann man über das generelle milchpreisniveau diskutieren, aber das ist eine andere geschichte....


yamahafzr antwortet um 03-10-2017 13:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Möchte nur darauf hinweisen ,das Bergland den Milchpreis erhöht hat und den Biozuschlag gekürzt hat. Daher glaube ich das am Biomilchmarkt schon langsam eine Sättigung eintritt!


huberosk antwortet um 03-10-2017 20:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Jakob, finde deine Meinung eigentlich recht gut. Aber warum bist du dann im Forst so aktiv?
Ist ja im Grunde die gliche Preisgestaltung (vor 30 Jahre und jetzt). Müsste man ja auch min. 250 €/fm bekommen.
Lg


jakob.r1 antwortet um 03-10-2017 22:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
@huberosk: ... ich bin nur im eigenen Wald aktiv. Die Waldarbeit ist im Gegensatz zum Melken
viel freier zu gestalten, wenn man die Waldarbeit gerne macht tut das dem Wald für kommende Generationen gut. Du hast recht, das der Holzpreis ungefähr so ist wie vor 30 Jahren. Der Wald wächst allerdings auch mal eine Generation alleine weiter, wenn mal keine Zeit oder Lust zur Waldpflege da ist. Wenn der Waldbauer allerdings mal eine größere Investition tätigen möchte, die aus Erträgen der Landwirtschaft nicht "drinn" ist, dann muss eben mehr Holz eingeschlagen werden als vor 30 Jahren. Ob dies betriebswirtschaftlich sinnvoll ist lassen wir mal dahingestellt --- aber es ist eben möglich. Im Gegensatz muss ich aber bei der Milchproduktion laufend Geld reinbuttern, damit was rauskommt, deshalb sind die Situationen nicht ganz vergleichbar, ausser der Erlössituation. Allerdings wird der Holzpreis in Zukunft wieder steigen, wenn der Raubbau in den (Ur)-wäldern Rumäniens... oder im Regenwald endlich mal gestoppt wird. Der Milchpreis dagegen wird erst wieder prima, wenn sich entweder Europas Bauern auf Mengenbeschränkungen einigen oder aber weite Teile Europas durch eine Katastrophe in einem Atomkraftwerk für die Nahrungsmittelproduktion ausfallen, oder nach kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa.
Aber das hoffen wir wohl alle, das dies nie eintritt--
Beste Grüße
Jakob


Richard0808 antwortet um 04-10-2017 16:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Ich lebe im hier und jetzt und bin zufrieden mit den derzeitigen Milchpreis.
59,8cent für Bio Heumilch


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