Verpachtung an Biogasbauern

Antworten: 13
christian.z(nwb25) 29-08-2017 13:33 - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern

Hallo ich bin der BoB.
Wir haben ein Stück Land geerbt 32ha Ackerland und ein paar Wiesen.
Das Land ist verpachtet. Damals war die Mutter 78 Jahre alt auf 15 Jahre jetzt noch 10Jahre.
Der Pachtzins ist sehr niedrig 132€ das ha .
Die Mutter wollte schon mehr, aber der arme Bauer wäre daran Pleite gegangen.
Dann fing er an an die Biogasanlge zu liefern.
Der Pachtpreis blieb.
Jedesmal wenn er vorbeifährt krieg ich soo nen Hals.
Er hat Wildschaden bei der Jagdgenossenschaft angemeldet 7500€
Die meisten Flächen betreffen meine Felder. Der Jagdpächter zahlt nicht wegen Pachtvertrag der Genossenschaft.
Der Jagdpächter zahlt 2500€ . so ist die Jagdkasse demnächst leer.
Die 7500€ werden umgelegt mit Pech zahle ich soviel Schadensersatz wie ich Landpacht bekomme
Das neueste ist daß der Landpächter vertragswidrig Klärschlamm aufbringen lies, aus versehen natürlich.
Wie kann ich den Pachtvertrag auflösen und neu an vernünftige Bauern verpachten.
mfG Bob



florian.s(md416) antwortet um 29-08-2017 15:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
In der Praxis kannst du nix machen. Wenn du ihm die Bewirtschaftung der Flächen nicht ermöglichst machst du dich schadensersatzpflichtig und das kann für deinen Pächter zur Goldgrube werden. Es wird nichts anderes übrig bleiben außer die 10 Jahe abzuwarten.


whitesheep antwortet um 29-08-2017 16:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
Wenn die Aufbringung von Klärschlamm tatsächlich vertragswidrig ist/war dann ist dadurch der Vertrag fristlos kündigbar - da ja wesentlicher Bestandteil des Vertrags nicht eingehalten wurde. Ob absichtlich oder unabsichtlich spielt keine Rolle.

Genaueres kann man natürlich nur sagen, wenn wann den Text des Pachtvertrags kennt - sofern überhaupt schriflich vorhanden.

so long
sheep



pluto. antwortet um 29-08-2017 16:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
Soso. Weil der Jagdpächter nicht zahlt, musst also du als GrundstücksVERpächter für den Wildschaden zahlen. Alles klar.


siegi5 antwortet um 29-08-2017 17:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
Hallo! Ist es nicht so das Verträge die der Übergeber hat bei der Übergabe oder Vererbung ihre Gültigkeit verlieren?

Mfg


Peter1545 antwortet um 29-08-2017 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
Meines Wissens nach verlieren sie nicht die Gültigkeit aber man hat ein Sonderkündigungsrecht.
Die Geschichte mit dem Wildschaden versteh ich nicht, wie können sollche Summen entstehen? dafür müssen dann die Jäger aufkommen?
Was ein Problem bei der Kündigung sein könnte: dass der Pächter auf die Flächen angewiesen ist, da seine Analge sonst still steht - die Kündigung könnte er womöglich anfechten?


Vollmilch antwortet um 29-08-2017 18:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
Rechtsberater in Anspruch nehmen! Alles andere ist hier Kaffeesudleserei.

LG Vollmilch


beglae antwortet um 30-08-2017 06:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
32 ha und ein paar Wiesen ?! wert ca. 1320000 € hast du einfach bekommen Steuerfrei,
einfach 10 Jahre abwarten und hier nicht so eine Kasperei abziehen, lächerlich sowas.
andere erben Mietshäuser und müssen ständig Renovieren du brauchst nur die Hand aufhalten.


rotfeder antwortet um 30-08-2017 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
Hallo!
Und hoffentlich die Lehre gezogen, das es besser ist keine mittel oder langfristigen Pachtverträge abzuschließen, vor allem wenn ein " Griss" ist um die Flächen.
So sitzt du am längeren Hebel und bist wirklich der Boss.


christian.z(nwb25) antwortet um 31-08-2017 14:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
Vielleicht muß ich das mit der Jagdgenossenschaft mal genauer erklären:
Also die Jagd war an jemanden verpachtet, der mußte auch den Wildschaden decken.
Die Jadkasse war gefüllt es wurden für den Wegebau ( Renovierung) geringe Summen entnommen)
Der Jagdpächter kümmerte sich auch um Einzäunung der Maisfelder.
Aber ein paar Landwirte beschädigten die Einzäunung- Sie Fuhren einfach durch die Einzäunung und der Wildschaden entstand.
Das wurde dem Jagdpchter zu teuer. es wurde neu verpachtet.
Aber es fand sich nur ein Interessent und der nahm die Jagd nur unter der Bedingung, daß er für den Wildschaden nicht haften muß. Die Genossenschaft stimmte dem zu.
Die Wildchäden kommen durch Wildschweine. Mehrere Rotten mit 40 Sauen, -die walzen alles nieder.
Eine Treibjagd ist nicht von Erfolg, weil teilweise schwieriges Gelände
Die Maisflächen sind auf 2km zusammenhängend und da kommen die Sauen nicht heraus.
Der Maisbauer lässt sich nicht vorschreiben wo er seine Felder mit Mais bautZ. B. an den Waldrand.
Der Wildschaden wird von einem Schätzer festgestellt.
Und die Jagdgenossenschaft muß zahlen
Wenn die Jagdgenossenschaft pleite ist wird die Schadensumme auf die Genossen umgelegt.
Der Verteilungsschlüssel geht nach den ha der Felder der Genossen.
Wenn die Genossenschaft keinen Pächter findet muß sie Jemanden bezahlen, der die Jagd ausübt.
So muß ich einen großen Teil des Schadens zahlen
mfG Bob.




Peter1545 antwortet um 31-08-2017 16:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
Das gibts doch nicht dass man den Sauen nicht Herr wird!
Nur weil er 7500€ will heist das nicht dass ihm das zusteht! das wären ja geschätzt 7-8ha Totalausfall!


Vollmilch antwortet um 31-08-2017 17:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
Nochmal: Rechtsberater in Anspruch nehmen, der soll sich den Pachtvertrag anschauen.

@peter1545: mir scheint, du hast noch nicht viel Erfahrungen mit Wildschweinen gemacht! So ein Schaden kommt schnell zustande!

LG Vollmilch


Peter1545 antwortet um 31-08-2017 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
In ein paar Nachbargemeinden wüten sie hin und wieder aber nicht ha weise.


jakob.r1 antwortet um 01-09-2017 08:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verpachtung an Biogasbauern
@Beagle... auch ich bin einer von denen, die einen landwirtschaftlichen Betrieb so einfach von den Eltern steuerfrei geerbt haben und ich hätte nichts gegen ein Mietshaus obenauf gehabt...
So ist doch eine große Mehrheit unter uns zu Eigentum gelangt oder? Und unter uns dürfte nur ein geringer Prozentsatz sein, auf die wir neidisch sein könnten. Das sind diejenigen, die Grundstücke verkaufen um die zu hohen Privatentnahmen zu stemmen, die sie sich als Arbeiter nie würden leisten können. Der Großteil aber versucht aus seinem steuerfreien "Geschenk" durch Bewirtschaftung den Lebensunterhalt rauszubringen oder?
Allerdings wäre es bei uns in Deutschland schon selten, das ein möglicher Übergeber nicht mit 65 Jahren übergibt weil es die "Bauernrente" nur gibt wenn man keinen Betrieb mehr hat. Die Mutter des Threaderöffners hat allerdings noch im hohen Alter von 78 Jahren die Grundstücke für 15 Jahre verpachtet. Vielleicht hatte Sie auch nur "vergessen" einen Sohn zu haben oder es gab andere Gründe warum die Grundstücke bis zum Ableben vor dem Sohn geschützt werden sollten und anschließend durch den langen Pachtvertrag zu Billigpreisen für einen möglichen Käufer sehr unatraktiv präsentiert werden.
Nachdenkliche Grüße
Jakob




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