Akazie für den Ackerbau

Antworten: 4
vetter.c(arg1) 14-08-2017 12:57 - E-Mail an User
Akazie für den Ackerbau
Hallo,

bei einem Besuch eines Betriebes in Brandenburg, wurde ich das erste Mal auf Akazienanbau aufmerksam. Leider findet man hierzu im Internet wenig bis gar keine Informationen. Die Akazie wird einmal gesetzt und das erste Mal nach 5-6 Jahren gerodet, danach schlägt die Pflanze von alleine aus und muss alle 4 Jahre gerodet werden. Das Holz wird für die Biogasanlage genutzt. Jetzt meine Fragen:

Bekommt man die Wurzeln etc. restlos aus den Boden, wenn man nach einiger Zeit wieder zurück zum normalen Feldfruchtanbau will?
Was hat das ganze für Auswirkungen auf den Boden?
Warum wird das im Westen nicht praktiziert.

Ich sehe da viele Vorteile, weil die Akazie keinen sonders guten Boden brauch, es als Dickung für Tiere dient, es landschaftlich sehr schön aussieht und toll blüht und gar nicht arbeitsintensiv ist.

Vielen Dank und liebe Grüße aus der Voreifel
mittermuehl antwortet um 14-08-2017 13:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Akazie für den Ackerbau
Ich denke das mit mit Akazie eigentlich Robinie meinst. Und die ist bei mir ein "Unkraut" weil die Samen bis zu 30 Jahre lang keimfähig bleiben und sich der Baum auch über Wurzeln vermehrt. Sie bildet aber erst im 6ten Jahr Samen. Nur die Wurzeln treiben wie blöd aus. Keine ahnung wie man die wieder von einem Acker los werden soll.

Früchte und Rinde sind recht giftig. Das Holz weniger, aber auch da sollte ein Tischler einen sehr gute Staubmaske tragen. Als Zaunpflöcke ist das Holz sehr gut weil kaum Pilze rein gehen. Die Stacheln machen ein recht ekelhaftes Dickicht.

Ich war in Schweden. Da haben sie am Acker normale Weiden angebaut. Das wäre mir lieber. In Brandenburg gibt es auch viele Experimentalflächen die nicht wirklich Sinn machen. Hab da mal Krappsaatgut bekommen - kennt sicher auch keiner - hat auch einen Grund ;)

Aber ob das Zeug für eine Biogasanlage gut ist, weiß ich nicht.



vetter.c(arg1) antwortet um 14-08-2017 13:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Akazie für den Ackerbau
Vielen Dank für deine Antwort.

Also ich meine die Akazie und die Fläche ist dort auch verpachtet und das Holz geht ausnahmslos in eine nahegelegenen Biogasanlage

mittermuehl antwortet um 14-08-2017 14:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Akazie für den Ackerbau
Echte Akazie gibt es nur in Nordafrika, Arabien, Australien, im Süden den USA und ganz im Süden Europas ... Brandenburg ist nicht Subtropen ..

Ich bin mir sehr sicher das du die Robinie oder auch Scheinakazie meinst.

Aber das bedeutet nicht, das das Zeug nicht in der Biogasanlage funktioniert. Und auf einem Pachtgrund würde ich sie auch anbauen. Nur nicht am eigenen Grund. ;)

Wichtig ist ob eine Biogasanlage das Zeug haben will.


179781 antwortet um 14-08-2017 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Akazie für den Ackerbau
Auf den dort üblichen schlechten Sandböden kann so etwas sinnvoll sein. Die Robinien sind Stickstoffsammler. Zudem kommt neben der Wurzelmasse auch das jährlich abfallende Laub als organische Substanz dem Boden zu gute.
Wie man sie wieder los wird, dazu kann ich auch etwas beitragen. Wir haben vor ein paar Jahren 0,3 ha Laubwald gerodet, da war auch einiges an Robinien drin. Die Fläche haben wir mit einer Forstfräse eben fräsen lassen und darauf Gras angebaut. Das haben wir 3 Jahre lang gemäht und dann die Fläche umgepflügt. Die Robinien haben im ersten Jahr noch sichtbare Triebe gemacht, aber mit dem dreimaligen mähen im Jahr sind sie komplett verschwunden. Die Wurzelstöcke in der Erde waren bei den anderen Bäumen (Esche, Ahorn) ziemlich vermodert, die Robinien haben noch ganz gut gehalten.

Gottfried

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