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Die richtige Strategie

Antworten: 105
Znarf86 08-07-2017 08:40 - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Vieles in der Landwirtschaft läuft schief. Ich spreche von der EHW-Erhöhung, SVB-Erhöhung, die Förderpolitik, Bürokratie und selbstverständlich die Agrarpolitik in Österreich und der EU.
Die Stimmung unter den Landwirten ist so schlecht wie noch nie.
Viele Unternehmen stöhnen ebenfalls unter der katastrophalen Einkommensituation der Bauern.
Jeder weiß es, dennoch untenimmt niemand etwas.
Bei so vielen Dingen im Leben kommt es auf die richtige Strategie an. Sei es beim Bau eines Hauses oder eines, beim pachten einer Landwirtschaft die andere auch wollen oder beim Kauf von Maschienen. Einen finanziellen oder persöhnlichen Erfolg wird man nur dann erringen wenn man eine angepasste Strategie verfolgt.

In letzter Zeit denkt man öfters nach wie wird es weitergehen, wie sieht es in 5 Jahren aus, kann ich mich auf meine Partner, Kunden, Händler, Politiker verlassen?
Ich werde mich auf alle verlassen können nur auf die Agrarpolitik nicht.
Jeder weiß es, dennoch unternimmt niemand etwas.

Würde die Agrarpolitik etwas für uns Landwirte unternehmen wollen dann wäre doch jetzt genau der richtige Zeitpunkt gekommen.

Viele strategisch wichtige Punkte treffen jetzt zusammen:
+Dürrezeit lässt keine Überschüsse erwarten
+Milch ist gefragter als erwartet
+Landmaschinenhandel bricht ein
+Rindfleisch ist gesucht
+Bauernsterben hört nicht auf
+Bodenverbrauch
+Pensionierungswelle unter Landwirten rollt auf uns zu
+der Konsument will wieder Regionalität
+Wachsen oder weichen trifft auf seine Grenzen


Ziel muss es sein Einkommen und Planungssicherheit für Landwirte abzusichern und nicht über gewaltige Investitionen seine Daseinsberechtigung zu erkaufen.


Riiitsch antwortet um 08-07-2017 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Der letzte Satz gefällt mir am besten! Nur muss das der Landwirt selbst in die Hand nehmen. Niemand anderer wird das Einkommen und die Planung für dich erledigen. zB bei mir stellt sich die Frage ob ich den Tierbestand verdreifache, oder eine angepasste Strategie an den Tourismus vor meiner Haustür fahre. Beides ginge. Nur ein Beispiel!

Ich befürchte den Rest der Punkte interessiert niemand außer die paar Betroffenen. Auch hier ein Beispiel: das der Landmaschinenhandel einbricht könnte man auch auf eine simple Marktbereinigung zurück führen. Früher wurden einfach zuviele Traktoren gekauft.

mittermuehl antwortet um 08-07-2017 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Weg von der Spezialisierung. Dadurch ist man viel Angreifbarer. 4-5 Standbeine stützen besser als zwei (Milch&Wald).

Produkte finden die nicht zwingend einer Förderung bedürfen. Förderungen werden nach dem Brexit stark gekürzt werden. Wer nur auf Förderungen baut wird verlieren.

Mehr Direktvermarktung umd die Wertschöpung nicht nur dem Handel zu überlassen.

Alle drei Punkte sind eindeutig gegen das was einem bis jetzt von Lagerhaus, Kammer und Politik näher gebracht wird. Aber die wollen nicht unbedingt das Selbe was die Bauern wollen. Die Politik und der Handel wollen Preise senken und Erträge steigern. Das geht aber auch mit 1% Bauern - sogar besser weil größere Flächen wirtschafltlicher zu bearbeiten sind.. Baueren wollen aber leben (und nicht nur überleben). Die wollen somit aus wenig Fläche höhere wirtschaftliche Erträge erzielen.

Was zu Zeit stattfindet ist kein Bauernsterben sondern Bauernkanibalismus.

Ich würde Touristen melken (ist eine Direktvermarkung) und nicht die Rinder verdreifachen. Aber jeder wie er glaubt.


mfj antwortet um 08-07-2017 11:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Die Antwort ist viel einfacher. Der Landwirtschaft fehlt das "unternehmerische Denken - und auch das Können dazu".
Kein landw. Facharbeiter oder Meister ist in der Lage - seine Kosten für seinen Betrieb zuberechnen.
Wer seine Produktionskosten nicht kennt, kann unternehmerisch nicht erfolgreich handeln. Es wird probiert mit PI mal Daumen und viel Bauchgefühl - alles ohne Fakten.
Dann kommen solche Versuche mit 5 Einkommensquellen zustande, die vollkommen unsinnig sind - und Betriebszweige mitfinanzieren die nichts bringen, oder jahrelang von der Substanz leben.

Der Landwirtschaft fehlt eine gediegene Ausbildung, das ist alles...

...wenn man es im Vollerwerb machen will/muss.
Im Hobbybereich ist das alles anders ! Dort kann man spielen und Geld versauen wie man will...







Riiitsch antwortet um 08-07-2017 11:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
naja obs nur die Ausbildung ist? Ich hatte letztes Jahr den Genuss den landwirtschaftlichen Facharbeiter zu absolvieren.... Der Lehrplan zu BWL ist schon mal fraglich (abgespeckt, die übliche Methode das landwirtschaftliche Einkommen am Ende aus dividieren statt eines ernsten Lohnansatzes etc). Zudem sind Schülern vom Angestellte beim Steuerberater bis zu völligem Desinteresse dabei.
Kosten und Leistung ausrechnen kann man sich selbst beibringen, sollte man das überhaupt wissen wollen. Ich glaube noch 10 Einheiten mehr in der Ausbildung hätten nichts am Ergebnis geändert: Management nach Kontostand bleibt der Normalzustand.

@mittermuehl: ich stimme dir völlig zu was Förderungen angeht! Auch das wir Landwirte uns davon lösen müsste irgendwer anderer als wir selbst kann uns gut vertreten. Und ja Toursimus ist in meiner Region sicher die bessere Wahl als nur zu Wachsen.

mfj antwortet um 08-07-2017 11:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Jeder landw. Facharbeiter/Meister sollte am Ende seiner Ausbildung - seine Erzeugungskosten am eigenen Betrieb kennen.

Gibt es hier im Forum jemand der das kann oder behaupten will ?

Wer ja sagt - bekommt weitere Fragen...;-)




Riiitsch antwortet um 08-07-2017 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
wie auch immer. Die meisten interessiert es einfach nicht, und die anderen machen zumindest Aufzeichnungen. Etwas Hirnschmalz und man kann auch was rauslesen. Bis vor 2 Jahren haben in Tirol die landw. Facharbeiter noch 1 Jahr Einnahmen-Ausgaben Rechnung am eigenen Betrieb (oder Bekanntem) machen müssen. Darauf basierenden wurden ein paar einfache Rechnungen vorgestellt. Mittlerweile werden nur mehr Beispielbetriebe und Produktionen berechnet, weniger spannend finde ich.

Würden plötzlich alle rechnen anfangen, dann würden zwar viele Betriebe schließen aber mit zumindest einem lachendem Auge: weils nicht mehr Substanz verbraten ;)

mittermuehl antwortet um 08-07-2017 12:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj Wir können unsere Kosten berechnen. Zumindest meine Frau kann es. Was soll ich sie fragen? Sie ist die Betriebswirtin.

Aber sonst gebe ich dir recht. Viel können ihre Kosten nicht berechnen und bewerten ihre eigene Arbeitszeit mit "kost nix". Die Landwirtschaftlichen Fachschulen unterichten 2 Stunden Religon und nicht eine Stunde Direktvermarktung. Somit muß Gott helfen.

Abnutzung der eigen Maschinen und Gebäude wird oft gerade noch berücksichtig. Raubbau und Humusabbau am eigenen Boden aber nicht.

@Riiitsch Soziale Druck macht auch was aus. Ich bin einer von den Spinnern mit den komischen Produkten. Aber viele wollen das machen was alle machen. Würden sie rechnen, würden sie vielleicht nicht aufhören sondern etwas anderes anbieten. In meiner Gegend gibt es ein paar Bauern die einfach ganz was anderes gemacht haben und Erfolg hatten. War dann halt keine klassischen Landwirtschaft mehr. Mehr freie Unternehmer. Aber sie sind damit sehr Erfolgreich...

die hier wollten ihre milch nicht mehr zu billig an die molkerei verkaufen: https://www.eis-greissler.at/

die hier fanden das es zuviel Kuhmilch gab: https://www.ziegenhof.at/




mfj antwortet um 08-07-2017 12:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sehr gut mittermuehl,

Was immer du auch erzeugst Milch, Fleisch, Eier, Hosenknöpfe usw.

Welche Produktionkosten hast du pro kg/MIlch, kg Fleisch usw. auf deinem Betrieb ?

Und frag mal deine Frau - welchen Lohnansatz/Arbeitstunden sie annimmt. Hier beginnen die spannenden Fragen...



Riiitsch antwortet um 08-07-2017 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Coole Beispiele! Eis Greissler und der Ziegenhof rechnen sicher seit Gründung und können das auch.

mfj antwortet um 08-07-2017 14:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Es geht darum, dass ich keinen Bauern kenne (mich eingeschlossen) der seine spezifischen Erzeugungskosten wirklich genau kennt.
Bei rein landw. Produktionen bzw. Einkommen wird die Sache einfacher - da braucht es keine "anteilige Kostenaufteilung..." bei mehrfüssigen Einkommen ist es eine Fuchselarbeit - die oft ungenau ist.
Die allgemein verwendeten Betriebskostenpläne sind viel zu ungenau und stimmen auf fast keinen Betrieb wirklich.
Es sind reine Annahmen von irgendwelchen Auswertungsbetrieben.
Tatsächliche Eigenkapitalverzinsungen sind ebenfalls meistens Fehlanzeige...

Darum schlägt jede unternehmerische Strategie fehl - wenn mir meine eigenen Fakten fehlen.
Aber so wird auf landw. Betrieben zu 98 % gewirtschaftet bzw. investiert.





mfj antwortet um 08-07-2017 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie


Zum orientieren...;-)


https://www.schweizerbauer.ch/politik--wirtschaft/kampf-um-milchpreis/produktionskosten-fuer-1-kg-milch-reichen-von-38-rappen-bis-121-franken-13267.html



Vollmilch antwortet um 08-07-2017 15:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Hallo!

Ich kenne unsere Kosten / kg Milch auch nicht, die Aufwände schon eher! ;-) Bin aber auch kein Facharbeiter / Meister.
Wesentlicher finde ich, dass man sich mit seinen Kostenstellen auseinandersetzet und die Auswirkungen seiner wirtschaftlichen Entscheidungen kennt.

Welche Produktionsrichtung man einschlägt, sollte man auch davon abhängig machen, was einem Spaß macht. Geld ist wichtig, aber bei weitem nicht alles!

LG Vollmilch

Lammperl antwortet um 08-07-2017 15:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Die Richtige Strategie ist:

Schuldenfrei sein, und nicht mehr ausgeben als in der Geldbörse ist!

LG Lammperl

Vollmilch antwortet um 08-07-2017 15:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Wieso sollte man denn schuldenfrei sein (v.a. momentan?), wenn die Rendite höher ist, als der Zinssatz?

LG Vollmilch

heilei antwortet um 08-07-2017 15:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Znarf,
wo liegt dein Problem?
Du schreibst selber:
Milch, Rindfleisch, Regionalität ist gefragt!
Oder macht dir der LM Händler sorgen?
Ich denke die Strategie ist gut.
Grüße

Znarf86 antwortet um 08-07-2017 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Ich bin etwas überrascht, anscheinend habe ich mich nicht richtig ausgedrückt!

Mit meinen Beitrag wollte ich, wenn man ihn gründlich ließt sagen, dass jetzt der ideale Zeitpunkt da ist um Druck auf die Politik und unseren Gesetzgebern auszuüben.

Bauern, Landmaschinenhändler, Landesproduktenhändler, Molkereien, Werkstätten, alle die MIT der Landwirtschaft leben müssen jetzt den Zeitpunkt nützen um Verbesserungen im Abgabensystem und dem Lebensmittelhandel zu erzwingen.

Vorbild ist Herr Kurz, er hat seine Bedingungen durchgebracht, warum nicht wir auch.

Die Chance gibt es nur jetzt bei unterversorgten Märkten, wenn Überschuss vorhanden ist fallen die Argumente ins leere.
Die Zeit ist jetzt ideal um Forderungen zu stellen, doch unsere Agrarpolitiker kümmern sich nur um die Versicherung für Ernteausfälle, Jungbäuerinnenkalender und um ihren fetten Trog.

Ich bin mit meinem Betrieb so zufrieden und ausgelastet, dennoch bin ich für bessere Rahmenbedingungen.

Vollmilch antwortet um 08-07-2017 17:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Welche "Forderungen" sollten wir denn stellen wollen?

Die Interessen der einzelnen Bauern gehen unter Umständen sehr weit auseinander.

LG Vollmilch

Neudecker antwortet um 08-07-2017 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Hallo Vollmilch
Du fragst: Welche Forderungen sollten wir stellen wollen?
Wenn ich nicht Altbauer wäre, würde Ich mir zuerst selber viele Gedanken zur eigenen Wirtschaftsweise machen.. Trotzdem stellt sich stets die Frage: Habe ich überhaupt genügend Fachwissen einen Bauernhof erfolgreich zu bewirtschaften? Nehme ich nur soviel Kredit für Neumaschinen und Baumaßnahmen auf, als es rentabel ist? Pachte ich den Nachbarsgrund um jeden Preis? Muss ich den Betrieb so stark vergrößern damit ich mich zu Tode abrackern kann? Glaube ich den selbsternannten Zukunftsforschern was sie predigen, oder mache ich mir selber Gedanken wie ich mein Leben gestalten kann?
Ich vertrete jedenfalls die Meinung, dass es massive Interessen gibt, die Bauern zu Tode wachsen zu lassen um die Höfe zum geeignetem Zeitpunkt aufzukaufen. Jammern hilft nichts. Nur kluge Entscheidungen können das Blatt zum Gutem wenden. Liebe Grüße vom Neudecker

Alois E.7646 antwortet um 08-07-2017 19:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Früher hies es immer:
Wer nicht Investiert der Bleibt nicht
Ich behaubte:
Produzieren statt Investieren
Vl. kann sich ja der eine oder andere was vorstellen drunter
MfG.

Riiitsch antwortet um 08-07-2017 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@Znarf: ich wüsste nicht welche Forderung realistisch wäre zur Zeit. Herr Kurz ist sowieso nicht unser Mann, und in den heutigen hitzigen Verteilungskämpfen ist wenig drin.

Zb Agrardiesel oder Vergünstigungen in der Versicherung sind niemals gegen die AK durch zu bringen, jedenfalls nicht durch andere versteckte Kosten für uns (siehe zb Ust Änderungen).
Auf EU Ebene gehts 2018-19 erst richtig los, ich glaube wir können uns noch gar nicht vorstellen wie da um jeden Euro gefeilscht werden wird.
In D gibts ja laufend eine Diskussion was denn der Bauer nun mit Milch verdienen muss. Das Ende der Diskussion ist immer dasselbe: es gibt keinen Preis der für alle richtig passt. Dasselbe gilt für Österreich.

Was wären deine Vorschläge?

Ich wäre vorerst schon zufrieden wenn das Alm-Hund-Kuh Thema durchgestanden wird. Außerdem sollten Kartelle und Preisabsprachen im LEH genauestens unter die Lupe genommen werden, und zwar laufend.

Century antwortet um 08-07-2017 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
...sich auf die hiesige Politik zu verlassen bedeutet verlassen zu sein.

Im Grunde gehört ein Bauernhof so geführt wie jedes Unternehmen, wie viele schon gesagt haben, wenn jeder Bauer rechnen würde, dann gäbs den größten Teil davon gar nicht mehr.

In den Landwirtschaftsschulen steckt eine große Lobby dahinter, dass das Bauernsterben nach Kräften gebremst wird. (Wer zahlt denn sonst die teure Verwaltung und die Sesselwärmer?)

Die österreichische Landwirtschaft in ihrer jetzigen Form ist nur zu retten, wenn du die Grenzen für Lebensmittel dicht machst...

mittermuehl antwortet um 09-07-2017 13:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Man stelle sich vor man gehe zum Billa und sage dem Markleiter. "Leider zahlen wir für den Liter milch nur 0.95€. Wie können uns 1€ nicht leisten". Würde keinem einfallen.

Bauern haben die Preisgestaltung zu einem großen Teil abgegeben. So kann man beim besten willen kein Unternehmen führen.

thomas.t3 antwortet um 09-07-2017 14:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Wie kann man etwas abgeben, das man noch nie hatte?
Lg

rotfeder antwortet um 09-07-2017 14:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Hallo!
Die richtige Strategie wäre, einfach mehr Gelder aus dem öffentliche Sektor für die Bauern zu lukrieren. Stattdessen reden die Bauern selber immer von Wirtschaftlichkeit, unabhängig von Förderung, von den Verkaufserlösen kann man leben, usw.
Wenn der Staat 10 Milliarden jährlich den Pensionisten dazugibt, so sollte doch eine Milliarde für die Bauern auch noch drin sein. Dabei wollen aber Lehrer, Unipersonal, polizei, das Heer um nur einige zu nennenauch ihre Gehälter.
Ich denke, man sollte halt jedem landw. Betrieb auch so zwischen 30.000 und 100.000 Euro pro Jahr überweisen, so kann man besser wirtschaften, als auf steigende Produktivität und Preise zu setzen.

mfj antwortet um 09-07-2017 15:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Wie bitte will die Landwirtschaft eine Preisgestaltung machen, wenn sie Ihre Produktionskosten nicht kennt ?
Wie will man gegenüber dem Handel und der Politik argumentieren wenn man keine Fakten vorlegen kann ?
Wie will man investieren, verändern, umstellen wenn man keine Daten hat ?

Man probiert, probiert und probiert, und wenn´s dann immer noch nicht geht - probiert man wieder was...

Die Landwirtschaft ist zu dumm - ihre Wirtschaftlichkeit zu errechnen.



mittermuehl antwortet um 09-07-2017 15:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@thomas.t3 "nie" ist realtiv. Natürlich habe Bauern auch mal ihre Waren wirklich verkauft, gehandelt und an der Preisgestaltung teil genommen. War halt eine andere Zeit. Betriebe waren breiter aufgestellt, haben sich selber versorgt und nur ihre Überschüsse an Großabnehmer verkauft. Ein normale Michbauer geht heute ins Geschäft und kauf sich Butter. Da kann er sich nicht aussuchen was die kostet. Er kann sich aber auch nicht aussuchen zu welchem Preis er die Milch verklauft. Ist doch krank.

@rotfeder Immer weniger Bauern die aber nach mehr Förderungen verlangen. Gleichzeitig ein schrumpfendes EU-Budget. Das wird dann so enden das man als Bauer ein vom Staat angestellter Landschaftspfleger ist.

So ein Problem am Rand. Alle Stellen verklaufen es ja so, das mit den Förderungen die wichtige Landschaft erhalten wird. Almen, Berge, Wiesen. Das die Bauern ja Österreich so schön erhalten. Das vermittelt den Touristen natürlich das sie mit ihren Steuergeld auch das alles mitbezahlt haben. Die wollen dann auf der Forststraße dann auch wandern und radfahren. Und die verstehen nicht das der Landwirt der da gerade noch die Förderung angenommen hat, auf seinen Privatbesitz pocht. Ich fürchte das über Förderungen und deren Auflagen eine schleichende Enteingung auf uns zukommt.

Am besten wäre vielleicht ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Und dann soll jeder sehen womit er seine Zeit verbringen will.

@mfj Ich verklaufe alles zu von mir bestimmten Preisen. Natürlich mit einem blick auf den Markt. Ich überlege mir um wieviel ich teurer sein kann als alle anderen. Aber meine Kosten kann ich (meine Frau) schon ganz gut berechen. Und ja - man probiert auch mal was aus und verliert. Ist aber keine Prolbem wenn man schnell den Irrweg erkennt. ABER ich gebe dir recht das viele Landwirte viel zu wenig über ihre Kosten und ihre Arbeitsstunden nachdenken.

G007 antwortet um 09-07-2017 17:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@Mittermuehl

Die jetzige Misere hat ihren Ursprung aus einer Entwicklung vor ca. 100 Jahren gehabt.
Waren damals die bäuerlichen Selbsthilfegenossenschaften eine Überlebensgarantie für viele Betriebe, so hat sich das Bild bis zur heutigen Zeit um 180 Grad gewendet.

Verarbeitungsindustrie, Großhandel, Lebensmittelhandel und auch Exporteure haben sich grundlegend geändert und modernisiert, zusammengeschlossen und rationalisiert und stehen so gestärkt vor einer Landwirtschaft die Überschüsse en Masse produziert.

Die Idee der ursprünglichen Genossenschaften, die Bauern sollen produzieren und wir machen die Aufbereitung und den Verkauf der bäuerlichen Produkte und verrechnen nur die Selbstkosten war ja eine geniale Idee, aber im Laufe der Zeit wurde diese Sache zu einem Riesenklotz am Bein der bäuerlichen Produkte. Den ohne ständigen Kostendruck wurden die Verarbeitungskosten immer höher (man zwackte halt einfach am Verkauferlös immer mehr ab) und das Verhältnis vom Bauernanteil zu dem was die Verarbeitungsindustrie kassiert ist mittlerweile eine Frechheit zu Ungunsten der Bauern. Produkte zu liefern ohne einen Mindestpreis fest zulegen (Wareneinstandspreis für die Unternehmen) gibt einen jeden Verarbeiter einen Freibrief, den Auszahlungspreis immer weiter unten anzulegen, ist eh Wurscht geht immer auf andere Kosten (Bauern)!!!

Auch jahrzehntelangen Machtkämpfe vieler Genossenschaften am österreichischen Markt haben viele Millionen Euros gekostet

Ein Beispiel von so einem krassen Missverhältnis besteht beim Apfel, ein Kilogramm Äpfel Klasse 1 in ein Plastiksackerl füllen und in einen Überkarton geben, kostet mehr als der Bauer für ein Jahr Arbeit mit all den Kosten für Maschinen und Geräte, Dünger, Pflanzenschutz, schneiden und die Ernte usw. bekommt!!!!

thomas.t3 antwortet um 09-07-2017 17:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Ganz deiner Meinung G007

mittermuehl antwortet um 09-07-2017 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@G007 Ja.

Stimmt.

Pervers ist eine Genossenschaft die auch eine AG ist. Gewinne gehen an die Aktionäre (die nicht die Bauern sind) und der Kostendruck geht an die Genossenschaft (und die Landwirte sind die Genossen).

Die Äpfel sind ein schönes Beispiel. (Die Lagerhaltungskosten gehören auch dazu).

Man stelle sich vor VW, BMW,..... würde immer an der Verlustgrenze arbeiten und die Gewinne nur den Händler überlassen.

Vollmilch antwortet um 09-07-2017 18:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Auch bei den Autoherstellern arbeiten nicht alle mit Gewinnen und auch da hat eine doch beachtliche Marktbereinigung stattgefunden. Im Gegensatz zu uns Landwirten versucht man in der Autoindustrie auch unterscheidbare Produkte zu erzeugen (selbst wenn die gleiche Technik drinnen steckt). Die Anpassung an die Nachfrage ist auch wesentlich leichter möglich (Kurzarbeit, Kündigungen). Da ist das "landwirtschaftliche Korsett" wesentlich enger geschnallt.

Nicht alles was hinkt, ist schon ein Vergleich! ;-)

LG Vollmilch

Favorit12 antwortet um 09-07-2017 18:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Hallo mfj,

ich bin Landwirtschaftsmeister mit einem für unsere Region etwas größerem Milchviehbetrieb. Während meiner Meisterausbildung habe ich eine sog. Hausarbeit geschrieben, und in dieser den Betrieb bis ins Detail zerpflückt. Ich kenne deshalb meine Kosten sehr genau. Leider musste ich, sowie alle meine Schulkollegen damals feststellen, dass wenn man einen Stundenlohn, den Pachtansatz für die Eigentumsflächen und den Zinssatz für das eingesetzte Eigenkapital rechnet, man sehr weit in den negativen Bereich kommt. Ich spreche hier von 10.000 bis 50.000 Euro/Betrieb/Jahr. Das heisst die von dir geforderte Marge ist niemals zu erreichen. Auch nicht von Spitzenbetrieben. Was soll man aber nun mit dieser Erkenntnis anfangen? Logische Konsequenz wäre den Betrieb sofort einzustellen. Oder?

Vollmilch antwortet um 09-07-2017 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Oder.

"Kosten" sind nur ein theoretischer Ansatz für die Kalkulation. Das würde ich nicht überbewerten.

LG Vollmilch


thomas.t3 antwortet um 09-07-2017 19:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Mich wundert es, dass ihr mit eurem vielen Schwarzmalen hier überhaupt noch rote Zahlen schreiben könnt.

Znarf86 antwortet um 09-07-2017 19:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Die LK bei der alle Landwirte Pflichtmitglieder sind wissen sehr wohl was und wieviel bei welchen Produkt überbleibt, hier sind ja Experten mit jahrelangem praktischen und theroretischem Wissen am Werk.

Warum ist man in der Agrarpolitik wenigstens nicht so ehrlich und sagt zu den Landwirten unter einer gewissen Größe oder einem gewissen Produktvolumen ist man nicht mehr rentabel und man soll in den Betrieb nichts mehr investieren.

Die Arbeiterkammer bestimmt anscheinend über uns Bauern obwohl wir das Land besitzen und Lebensmittel erzeugen.

Haben wir Bauern denn überhaupt keine Macht, kann so eine Unterdrückung einmal ein gutes Ende nehmen. Warum weiß ein jeder wie alles läuft, Märkte und politische Seilschaften funktionieren und keinem fällt etwas ein, was unternommen werden kann?

Wir können hier viel reden und schreiben, wir kennen keine Zahlen, haben keine Informationen wissen nicht was im verborgen läuft, somit sind uns unsere "GEGNER" im Schritte voraus.

Unsere Bauernvertreter müssten diese Zahlen und Fakten kennen doch fällt ihnen keine Strategie ein, außer das Modell 20:20:60 von Schultes, das vor dem Fall des Milchkontingentes als Wundermittel geprießen wurde.

Kein Wille kein Weg, leider.

Riiitsch antwortet um 09-07-2017 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Weißt warum die Agrarpolitik oder Kammer den Bauern nicht sagt das seine Idee unrentabel ist? Weil dann mault der Bauer und geht zur Hausbank.

Century schrieb weiter oben wie die Lösung für Österreich aussehen müsste: Protektionismus. Alles andere ist Wunschdenken.

Der freie Markt bei unseren Produkten wird nie funktionieren, viel zu unelastisch sind die Preise unsere Waren: wird das Produkt billig (zb durch Überangebot) kaufen die Leut doch nicht mehr weils nicht mehr Milch saufen können. Wird das Produkt teuer (zb durch Verknappung), kaufen die Leut nicht weniger, weil sie was essen müssen.
Der Staat (die EU) muss ständig eingreifen um Preise stabil zu halten und nicht zu schnell Betriebe zu verlieren.

Ich weiß nicht warum manche ständig wiederholen man könne Produktpreise etc nicht rechnen, vielleicht mal in der Schule gelernt. Einen Gesamtbetrieb zu rechnen ist sehr simpel. Aufzeichnungen brauchs, und die haben die meisten schon nicht.
Einzelne Sparten rechnen ist schon schwieriger, wenn man aber mal bei einer Rechenmethode bleibt kann man zumindest vergleichen was etwas bringt und was nicht.
Eine Investition abschätzen ist noch leichter, wenn man mitdenkt. Hier schließt sich der Kreis: manche Bauern kommen mit einer wagen Idee zur Kammer, die rechnet was mit Richtsätzen, dann folgt AIK oder Hausbank. Jeder Scheiß wird gebaut.

Trotzdem muss ich sagen wenn ich schon Eigenkapitalverzinsung höre muss ich lachen. Ob meine paar Euros aus Pacht oder Verkauf in 30 Jahren noch was wert sind ist äußerst fraglich. Ein laufender Bauernhof ist heute wie in 30 Jahren ganz sicher was wert, und wenns nur zur (Teil-) Selbstversorgung ist.

Nochwas: ich finde gut wie unsere Vertreter das Thema Wolf momentan angehen, schauen was raus kommt. Kleine Brötchen backen. Kein Schultes oder sonst wer wird mit Wundern kommen, finanziell wirds nicht viel besser in absehbarer Zeit.

G007 antwortet um 09-07-2017 22:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Ein kleiner Nachtrag zu meinem Posting am Nachmittag!

Wenn ich meinen Betrieb so führen würde, wie die Verarbeitungsbetriebe und Genossenschaften, wäre das führen eines profitablen landwirtschaftlichen Betriebes ein Kinderspiel.

Ich müsste die zugekauften Betriebsmitteln und -Geräte nur mit dem Betrag bezahlen, der mir nach Abzug aller Kosten und dem kalkulatorischen Unternehmensgewinn übrig bleibt.

Noch eines, wenn ich die jubelschreie mancher Interessensvertreter und Genossenschafter über die Exporterfolge schon höre, komme ich zum kotzen. Alle in der ganzen Produktionskette kassieren ihren vollen Arbeitsaufwand und der Bauer ist der einzige, der das bekommt was letztendlich übrig bleibt, bei manchen Milch(pulver)- und Fleischexporten ist der daraus resultierende Bauernpreis eine Frechheit, da wäre ein zurückfahren der Mengen die beste Lösung, die Industrie macht es so bei einem Preisverfall ihrer Produkte.
Nur die Industrie ist da nicht am Gängelband der Interessenspolitik!

Das erklärt auch die 20-20-60 Regel von Schultes - obwohl er von dem Milchüberschuss gewusst haben muss - dem waren halt die Milchverarbeiter viel wichtiger als die Milchbauern.

@Ritsch

"Weißt warum die Agrarpolitik oder Kammer den Bauern nicht sagt das seine Idee unrentabel ist? "

Weil die meisten Kämmerer auch noch Funktionäre in irgendeinen Verarbeitungsbetrieb sind und da ist der Rohstoff sehr gefragt und wer will schon seine lukrativen Nebeneinkünfte verlieren?!!!

Vollmilch antwortet um 10-07-2017 07:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Die Kammer kennt MEINE Kosten nicht, da wird mit Durchschnittszahlen kalkuliert. Die Produktionskosten gehen bei der Milch zum Teil über 1€/ kg, deshalb kann man trotzdem nicht pauschal sagen, dass Milchproduktion bei uns unrentabel sein muss. Mein Berater bei der Kammer sagt es den Landwirten auch ganz klar, wenn ein Investitionsvorhaben unrentabel ist, lässt sich auch schwer verheimlichen, sofern man (sein eigenes Betriebskonzept) lesen kann!

Eine Maschinenhalle hat es verdammt schwer rentabel zu sein, trotzdem kann es wirtschaftlich sein eine zu bauen.

LG Vollmilch

mfj antwortet um 10-07-2017 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

@mittermuehl – Zitat: Ich verkaufe alles zu von mir bestimmten Preisen…

Erzähl doch keine Märchen. Wir sind doch hoffentlich alles erwachsene Menschen - hier !

Übrigens ist deine Anwort noch offen. Mich interessiert nicht dein Einkommen – sondern die von deiner Frau errechneten Produktionskosten deines Betriebes – was immer auch du erzeugst.
Warum ist das ein Geheimnis ?


@G007 – wieder mal sind es die „pösen Genos, der noch pösere Handel…

…und die Landwirtschaft ist das Opfer. Die alte nichtsbringende Leier.


@Favorit12

Produktionskosten müssen laufend errechnet und angepasst werden.
Auch hier die Frage an dich.
Wie hoch sind deine Produktionkosten in € pro kg Milch

Wenn du ständig negative Zahlen in deinem Betrieb errechnest, wie du schreibst – stimmt was nicht, weil du lebst ja von irgendwas.
Luft und Liebe werden es nicht sein.
Daher gibt es drei Möglichkeiten:

1) Deine Berechnung ist falsch
2) Du hast eine Quer- und Seitenfinanzierung deiner Landwirtschaft
3) Dein Lohnansatz ist Wunschdenken


@Vollmilch

"Kosten" sind kein theoretischer Ansatz für Kalkulationen oder Produktionen, sondern sind das Fundament dazu. Wer sie nicht kennt oder nicht kennen will – wirtschaftet ins „Blaue…“
Maschinenhallen sind Produktionsgrundlagen und gehören in jede Kostenrechnung.


@Znarf86

Es ist tatsächlich ein Versäumnis unserer Interessenvertretung, dass sie nicht bei den Erzeugungskosten ansetzt, und alle Beratungen wo in Richtung Investitionen gehen – hier größtes Augenmerk legen.
Aber wie gesagt – die Berechnung ist äußerst schwierig und subjektiv. 90 % aller Landwirte kennen und haben dazu keine Fakten von ihren Betrieben. Und wer das nicht gelernt hat, kann nur schätzen…und das wird mit Inbrunst getan !
Die schlechte Ausbildung der Landwirtschaft ist der Schlüssel dazu.


@Riiitsch

Dass du beim Thema Eigenkapitalverzinsung lachen musst, wundert mich nicht.
Als Kampfposter und BWL Koma-Patient ist das eben Neuland für dich. Das endet dann schon mal in Hysterie.
So wie Fremdkapital bezahlt werden muss – darf und muss auch privates Kapital einen Gewinn bringen.

Die kanadische Hofnachfolge gefällt mir da besser. Die Eltern verkaufen den Betrieb an ihre Kinder. Unrentable Betriebe lösen sich spätestens hier auf.




Riiitsch antwortet um 10-07-2017 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Der mfj wieder in gewohnter Freundlichkeit. Du forderst hier von 2-3 Leuten Zahlen, die du dann weiter bemäkeln willst. Warum steigt dir wohl keiner drauf ein?
Hast du was zum Thema zu sagen, oder kannst du deine Zahlen hier mal gemütlich veröffentlichen?

2472660 antwortet um 10-07-2017 10:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
hab in der landwirtschaftsschule sehr wohl gelernt, wie man dopptelt buchführung und kostenkalkulation macht und wie man eigenkapitalverzinsung berechnet. hab vieles von dem über 10 jahre sehr genau gemacht und mittlerweile freuts mich nicht mehr-mitunter auch deshalb, wie auch mjf schreibt, weil sehr vieles sehr subjektiv ist. was willst zb in einem reinen grünlandgebiet machen, wenn du draufkommst, dass marktfruchtbau rentabler ist als grünlandwirtschaft......
für mich ist die richtigste strategie, dass man macht, für was man die leidenschaft hat und was zu den natürlichen gegebenheiten passt-dann wird man sehr wahrscheinlich "erfolgreich" sein und eine saubere doppelte buchführung ist das einzige, was wirklich sinn macht, denn da siehst du, wie der betrieb in seiner gesamtheit läuft und dann ist es auch ein leichtes, die eigenkapitalverzinsung zu berechnen ;-)

Znarf86 antwortet um 10-07-2017 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@ mfj
Du schreibst weiter oben die Landwirtschaft ist zu dumm um ihre Wirtschaftlichkeit zu errechnen und 90% aller Landwirte haben dazu keine Fakten von ihren Betrieben.

Wenn in Österreich solche Misstände unter den Landwirten herrscht, dann muss doch die Interessenvertretung hier den Hebel ansetzten und den Bauern erklären wie sie besser wirtschaften können.
Leider wird aber beraten wenn du einen größeren Stall baust kannst du in der selben Zeit mehr Kühe melken und füttern und hast mehr Einkommen.
So jetzt müssen wir aber für den Weltmarkt und den Export arbeiten um unseren Überschuss loszuwerden. Die Steuern und Abgaben werden aber wieder nicht am Weltmarkt gemacht sondern der EHW wird in Wien erhöht.
Wenn ein österreichisches und ein rumänisches Produkt am Weltmarkt gleich viel kostet, ist ja austauschbar, dann fallen in Rumänien sicher weniger Abgaben, Steuern, Gebühren, Auflagen an als in Österreich.

So und was hat das mit den dummen Bauern in Österreich zu tun, die ihre Zahlen nicht kennen wenn Sie so einen unfairen Markt ausgeliefert sind.
Wir arbeiten zu Weltmarktpreisen und Zahlen für unsere Beamten, Lehrer und Verwaltungsapparat die Höchstpreise am Weltmarkt.

Was macht eigentlich unsere Interessensvertretung, sag bloß die kennen auch keine Fakten und Zahlen!
Ach ja, man muss Kompromisse eingehen, sagte unser Herr Auer in einem Interview!

mittermuehl antwortet um 10-07-2017 21:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@ mfj

Meine Kosten und meine Gewinne gehen mich, meine Frau, den Steuerberater, das Finanzamt und die Soz.Vers was an. Solltest du zu dieser Gruppe gehören, wirst du sie auch sehen dürfen. Warum sollte ich meine Zahlen einfach so im www veröffentlichen? Hast du nicht verstanden was das Internet ist? Und bei deinen Umgangsformen bist du wohl der Letzte hier dem man seine Kalkulation oder ein Glas Wasser gibt.



Peter06 antwortet um 11-07-2017 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Es ist wichtig und richtig, sich der Kennzahlen der einzelnen Betriebszweige bzw. des Gesamtbetriebes bewusst zu sein.
Lustig wird es nur dann, wenn gerade jene Leute dieses Kostenbewusstsein einfordern, die an anderer Stelle mit ihren überteuerten und übertechnisierten Landmaschinen (siehe Fendt- und Brielmeierthreads) augenzwinkernd zugeben, dass sich diese Kosten nur aus querfinanzierten Quellen tragen lassen.



biolix antwortet um 12-07-2017 07:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Morgen !

Fakten sind halt schon, am eigenen Betrieb gerechnet:

Ausgleichszahlungen und Förderungen seit 2007 ca. 23 % gesunken...

Produktpreis bzw. Ernteerträge stark schwankend, heuer geschätzt auf Grund der Trockenheit -25% sicherlich... ( mfj verschweigt aber, wie er es persönlich schafft, seinen eigenen Produktpreis aus der LW zu machen, und diesen dann auch zu bekommen ?! )

Erhöhung Versicherungen, Reparaturen etc. ca. 10%

Nun kommt in so einem Jahr bei uns noch die EHW Erhöhung die ja voll auf die SVB durchschlägt von 25% obwohl in allen Beriechen es eigentlich zu keiner Gewinnsteigerung des letzten Jahrzehnts, wo die SVB Beiträge sowieso auch schon um ca. 10% bei uns seit 2007 gestiegen sind.


Somit sind alle "Sudderein" die fachlich vorgebracht werden, sehr verständlich, und es für eine Durchschnittsbetrieb mit z.b. 40 ha finanziell mit Gewinn auszusteigen, sehr sehr knapp wird. Von einem gerechten Stundelohn gar nicht mal zu sprechen.. ;-(

tg biolix

mfj antwortet um 12-07-2017 10:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Um nichts anderes geht es mir die ganze Zeit.

Solange die Landwirtschaft ihre Produktionskosten nicht belegen kann – ist auch keine Argumentation in irgendeiner Form möglich. An verhandeln oder Preisforderungen müssen wir nicht mal denken…Fordern ohne Fakten ist – Kindergarten !

Schreibt man das oder bringt es in eine Diskussion ein, kommen sicher „fünf Siebenkluge“ daher – und behaupten – sie kennen ihr Produktions-Kosten genau.

Wenn es dann darum geht die Sache zu erörtern und zu belegen – kommt der Putzlumpen der Geheimhaltung. Freunde - Produktionskosten geben keinen Einblick in das Einkommen, weil ich weder den Verkaufspreis noch die Menge kenne. So entsteht nun mal Gewinn.

Vielmehr ist so – diese Leute haben gar keine Zahlen die aussagekräftig sind. Daher auch nichts zu veröffentlichen.

Biolix – ich behaupte nie und nimmer, dass in der österr. Landwirtschaft Geld zu verdienen ist. 80 % aller landw. Betriebe sind seiten- und querfinanziert. Also auf eigenen Füßen nicht überlebensfähig.

Solange die Landwirtschaft diesen Schritt nicht macht – wird es keine Änderung geben. Weder intern, noch extern.

Wenn in die Landwirtschaft investiert wird – obwohl sichergestellt wird, dass sich die Investition nicht rechnet, kann und muss man vom Handel/Politik nicht erwarten – dass er/sie reagiert. Warum auch ?

Und wenn die Landwirtschaft so blöd ist – ihren landw. Betrieb mit externen Zu-Neben-Haupterwerben zu finanzieren oder am Leben zu erhalten, wären alle anderen genauso blöd – irgendwelchen Preiswünschen nach zu kommen.

Daher nochmals – das Problem niedrige Preise - beginnt in der Landwirtschaft aufgrund fehlender Kostenermittlung, kalkulatorischen Desinteresse, total verzweigter Betriebszweige, schlechter wirtschaftlicher Ausbildung, Schönreder- und Schönmacherei, Generationsübergreifender Sturheit, ökologischer Märchenkunde usw. usw.





G007 antwortet um 12-07-2017 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj
Deine Suderei über die Produktionskosten und die Forderung diese auch zu veröffentlichen ist ein Schwachsinn pur.
Für wie dumm haltest Du die Landwirte, Zahlen offen zur Schau stellen?

Bei 15 Cent Erlöse für die Milchbauern beim Milchpulververkauf sind die Produktionskosten der Milch nicht mehr relevant, die Dümmsten haben es schon begriffen, Du auch?

Deine Argumente sind oft nicht nach vollziehbar, von wo beziehst Du Einkünfte bzw. Aufwandsentschädigungen?

mfj antwortet um 12-07-2017 17:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Man kann nur was veröffentlichen was man auch hat.

Der Handel, die Politik und die Konsumentenschar sind sehr glücklich und froh, wenn solche Fakten nicht kommen. Dann können sie nämlich weiterhin die Preisgestaltung durchführen.

"Was ich nicht weiß - muss ich glauben...oder eben zufrieden sein."
Diese Devise wird immer nach unten treten...

Welcher Milchbauer verkauft Milchpulver ?
Du solltest dir im formulieren von Aussagen mehr Mühe geben, 007 !



2472660 antwortet um 12-07-2017 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
....jetzt lasst euch doch nicht vom mfj so leicht provozieren (dürfte sein liebstes hobby sein-oder beruf?)
sinn würde machen, wenn eine anerkannte stelle (kammer, ba für agrarwirtschaft,...) mit standardisierten werten die produktionskosten in definierten gebieten errechnet bzw. wird das eh schon gemacht, nur vielleicht aus guten gründen nicht zu viel veröffentlicht. dieser wert wird mit sicherheit von handel, politik und konsumenten mehr anerkannt, als die betriebsspezifischen berechnungen von bauer xy

Peter1545 antwortet um 12-07-2017 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj: Ich stimme dir voll und ganz zu: den meisten Bauern vor allem die die jammern fehlt es am unternehmerischen Denken und Können!! Sie suchen immer bei den anderen die Fehler aber nie bei sich selbst!
Bezüglich deiner Frage der Produktionskosten: die kann dir kein Unternehmen genau sagen! Afa entspricht in den seltensten Fällen der tatsächlichen Lebensdauer und Reparaturkosten, Krankenstandskosten.... lassen sich erst im Nachhinein sagen, wenn das Produkt meist schon verkauft ist! Ich sage immer wenn man etwas besser oder billiger produzieren kann liegt man schon recht gut!

Juglans antwortet um 12-07-2017 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@peter und mfj: Das Jammern der Bauern ist berechtigt. Durch die (Ost)Öffnung der Märkte ist ein ungerechter Wettberweb entstanden den die österreichische Landwirtschaft bezahlen muss. Bei Massenprodukten ist die österreichische LW aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht in der Lage zu den gleichen oder niedrigeren Kosten zu produzieren als der Ostkonkurrent. Zusätzlich kommt noch die geologische Benachteiligung und die Kleinststruktur dazu.
Ob ich als österreichischer Bauer meine Kosten kenne oder nicht ist vollkommen irrelevant. Bei einer Vollkostenrechnung (inkl. Zinsansatz für Eigenkapital ( und da zählt der Boden auch dazu)) sind wir alle hochdefizitär.
Das Problem des unlauteren Wettbewerbes habe ich für mich in der Form gelöst das ich selber im Osten investiert habe.
mfg

Riiitsch antwortet um 12-07-2017 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@2472660 (Gottfried?): gibts alles, heißt Grüner Bericht in Österreich, wird breit veröffentlicht und ist dem Handel gut bekannt, vielleicht sogar besser wie den Bauern. Dort werden allerlei Dinge berechnet, von der Einkommenssituation des Durchschnittsbetriebes in Erschwerniszone 4 bis zu buchführenden Betrieben, Preise und Kosten etc.

Ich weiß manchen ist der Grüne Bericht nicht recht, falsch, schön gerechnet oder was auch immer. Fakt ist die Landwirtschaft in ganz Österreich ist von den Finanzen her recht gut erfasst. Die Kunst (oder eher der ungeliebte Aufwand) ist den eigenen Betrieb dort einzuordnen.

Jeden kleinsten Betriebszweig einordnen ist wirklich nicht möglich. Zb ist die Nachzucht richtig rechnen eigentlich unmöglich, viel zu viel schätzen. Da kommt die "richtige Strategie" ins Spiel: dem einen sind Erstlingskühe von der Versteigerung lieber, der andere hatte schon Mortellaro und setzt verstärkt auf die eigene Nachzucht. Diese 2 Strategien in Zahlen zu gießen ist nicht möglich (der Aufwand wäre idiotisch hoch).

Ob sich die Nachzucht samt Kühen rechnet kann sehr wohl ausgerechnet werden.

G007 antwortet um 12-07-2017 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj
Für die nicht absoluten Blitzgneiser, Milch die nicht am Frischmilch- und Käsebereich abgesetzt werden kann ( das ist die Milch wo Auer und Schultes große Chancen gesehen haben) wird entweder am Spotmarkt verkauft oder auch daraus Milchpulver erzeugt und da bleibt für den Bauernmilchpreis in etwa 15 Cent übrig.
Wenn Du damit zufrieden bist, kann es mir egal sein!!

Zum diskutieren ist halt auch ein gewisses Niveau notwendig, sonst ist es Sinnlos!


@peter 1545
Du willst aus einem Posting in einem öffentlichen Forum beurteilen können, wer ein unternehmerisches Können und Denken hat?
Gratulation zu Deinem Können!
Wie willst Du eine vernünftige (Investitions)planung machen, wenn Dein Produkterlös mit den Produktionskosten überhaupt nichts zu tun hat, sondern Du nur das bekommst, was nach Abzug aller Vollkosten der Verarbeitungsindustrie für den Produzenten übrig bleibt.

Schleimspur ziehen von wem (Kammer, Genossenschaften, BB usw.) auch immer ist nicht meines.

@Riitsch
Der Grüne Bericht ist kein repräsentativer Bericht, er spiegelt nicht den Durchschnitt der österreichischen Bauern in den einzelnen Betriebszweigen ab.
Im Zuge der Teilpauschalierung hat es darüber heftige Diskussionen gegeben und nach 3 Jahren wurde kammerseitig zugegeben, dass man mit dem Bericht nur eine längerfristige gewisse Richtung herauslesen kann!

Riiitsch antwortet um 12-07-2017 21:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
ja eine eigene Rechnung ersetzt der Bericht natürlich nicht. Als Vergleichswert ist der gut genug.

G007 antwortet um 12-07-2017 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@Riitsch

Ich werde es öffentlich nicht schreiben, aber per email bekommst ein paar Punkte warum der Grüne Bericht verzehrt ist!

Vollmilch antwortet um 13-07-2017 07:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@G007: na dann, Mahlzeit!

Über was diskutieren wir hier eigentlich? Die Produktionskosten pro kg Milch sind betriebsindividuell verschieden. Die kann sich jeder (wenn er will) selbst ausrechnen, mit seinem eigenen Lohnansatz, seinem Eigenkapitalansatz, seiner gewünschten Verzinsung, seiner Lieblingsabschreibungsdauer,... Und das soll die Basis für Preisverhandlungen sein? Da bin ich mit der Glaskugel genauer dran!

Der grüne Bericht bildet die österreichische Landwirtschaft ganz gut ab, natürlich hat er Schwächen aber es gibt nichts besseres. Auch dort benötigt man Annahmen und Schätzungen um zu einem Ergebnis zu kommen. Unter diesen Annahmen kann man Betriebszweige und Produktionsgebiete und Jahre miteinander vergleichen. Auf den Cent genau ernstzunehmen sollte man diese Durchschnittszahlen aber nicht.

Ich behaupte mal, die Produktionskosten liegen in Österreich bei keinem Betrieb unter 40 Cent pro kg . Welchen Nutzen sollte es haben, diesen mit viel Schätzen errechneten Wert von meiner Molkerei zu fordern, wenn der Markt nur 36 Cent hergibt?

LG Vollmilch

Riiitsch antwortet um 13-07-2017 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Vorallem weil wir ja einzeln so eine Marktmacht haben....
Rechnen ist recht und beim investieren mal selber Hirn einschalten schadet nie. Für mich ist eine doppelte Buchführung (oder E/A) halt zwingend nötig, sonst hast ja gar keine Ahnung ob du jetzt nur sparsam warst, die Holzverkäufe wichtiger als gedacht sind, oder die Milch doch was bringt. Bei mir bringts die Milch ;)

Hier fehlen noch die Produktionskosten vom mfj, die wollte er doch noch veröffentlichen, oder? XD

biolix antwortet um 13-07-2017 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Guten Morgen !

So ist es Vollmilch !

Auch wenn ich meinen Vollkosten kg Preis bei nur 8 Euro Stundenlohn weiß beim Biojungrind der bei über 7 Euro liegen müsste, aber am Markt nur 5 Euro zu erzielen sind, was hilft uns das ?

Komisch noch mehr, mfj meint dir Bauern können nicht rechnen. Und wenn sie rechnen können und z.b. auf Bio umsteigen, ist ihm das natürlich der größte Dorn im Auge.
Wir fahren die letzten 20 Jahre sicher im Jahr einen 5 stelligen Betrag mehr ein bei weniger Aufwand.

Was mich heute mal wieder mehr schockiert ist eine raiffe Zeitung von 8. Juni die ich grad ausmiste. Darin zu finden die Schlagzeilen:
Landwirtschaft: es bleibt kein Stein auf dem anderen..beim Lagerhaus Forum in ziersdorf..wir müssen auf der verfügbaren Fläche doppelt so viel produzieren wir heute.. pfff
Genau zu noch schlechteren Preisen und noch unökologischer als heute.. :-(

Und klar am Titelbild: gutes Geld vermehrt sich... Immer und immer wieder, mit Geld und Spekulationen Geld verdienen... Die alte Geschichte, keiner lernt.. :-(

Das sind die Probleme, nicht die fleissig arbeitenden Bauern die angeblich nicht rechnen können.

LG biolix

jakob.r1 antwortet um 13-07-2017 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
...@mittermuehl... ich glaube nicht , das der Brexit je durchgezogen wird. Die Engländer werden eher nochmal eine Volksabstimmung abhalten um den Verbleib in der EU zu erhalten. Ursprünglich war ja ein "weicher" Brexit geplant mit sämtlichen Vergünstigungen beibehalten aber ungemütliche Verpflichtungen abzuwälzen. Nachdem sich die verbleibenden Mitgliedsstaaten hier aber oh Schreck plötzlich einig waren, dies den Engländern nicht zuzugestehen werden sicher Wege beschritten um den Brexit vergessen zu machen. Alleine auch deshalb, weil die bisherigen Ankündigungen der Brexitbefürworter vom künftigen Schlaraffenland in Eigenregie mittlerweile widerlegt sind.
Ich habe da wenig Befürchtungen, das die Förderungen stark gekürzt werden in Zukunft. Eher ist es so, das in den neuen GAP Verhandlungen ab 2020 eine Umverteilung der Förderungen kommen wird. Weg vom Gießkannenprinzip und hin zu Förderungen bei Gegenleistung der einzelnen Landwirte. Die allgemeine Betriebsprämie wird so vermutlich radikal gekürzt bzw. ganz wegfallen. Somit werden die Förderungen künftig der übrigen steuerzahlenden Bevölkerung besser zu vermitteln sein.
Das mit dem Touristen melken ist grundsätzlich eine gute Idee aber entgegen der landwirtschaftlichen Offizialberatung ( es gibt in Deutschland 25% Förderung der Nettoinvestitionssumme für maximal 25 Gästebetten pro Betrieb, -- aber nicht als Ersatzbeschaffung) -- nur für einen Bruchteil der Landwirte sinnvoll. Ich kann hier mit meinen 60 Schlafplätzen für Touristen ein wenig mitreden. Z.B. im Ferienwohnungsbereich der ja bei den Landwirten wegen der relativ geringen Arbeitsbelastung hauptsächlich für Neueinsteiger in Frage kommt --- ist der Markt so gesättigt wie bei der Milch. Solange das Kerosin nicht versteuert werden muss und die Billigfluglienien staatliche Subventionen erhalten kann über Sonnenklar tv. und andere ein All inclusive Urlaub in der Türkei für eine Woche eben um 250 Euro angeboten werden, pro Person. Zudem gab es zumindest bei uns in Deutschland in den letzten Jahren eine Zeitfensterverkürzung der Sommerferien in den einzelnen Bundesländern von ehemals 90 Tagen auf 70 Tage. Ehrlicherweise braucht jede Ferienwohnung egal in welchem Preisniveu eine jährliche Auslastung von mindestens 130 Nächten sonst ist fest vermieten ertragreicher. Wo bitte sollen diese Nächte herkommen wenn Dein Betrieb nicht einen See in der Nähe für den Sommer und ein Skigebiet hinterm Hof für den Winter vorweisen kann? Da ist das Vermieten von Ferienwohnungen fast ein Selbstläufer. Alle anderen Betriebe sind arme Schweine die im überfüllten Markt entweder mit einer Latte an kostenlosen Zusatzangeboten z.b. Sauna, reiten, Milch, Wandern mit den Gästen, Kinderbetreuung... sich richtig prostituieren müssen --- am Besten sind noch laufend die Kinder und die Austragler für die Gäste zur Verfügung. Oder aber die Betriebe buhlen um die Gäste mit immer geringeren Preisen für die Wohnungen nur um welche abzubekommen.
@mfj: Du schreibst zwar sehr drastisch, hast aber für die Vollerwerbsbetriebe ohne Querfinanzierungsmöglichkeiten leider recht. Der Milchbauer hat heutzutage nicht mal mehr Erzeugerpreise die wir schon 1988 hatten ( umgerechnet 42 Cent) aber die Betriebsmittelkosten sowie die Lebenshaltungskosten sind seither regelrecht explodiert.
Leider jagen die Vollerwerbsbetriebe großteils dem Prinzip Hoffnung auf höhere Preise hinterher und vernichten dabei sehr oft betriebliche Substanz. Viele sind auch durch hohen Fremdkapitaleinsatz bei sinkenden Erzeugerpreisen in einem brutalen Hamsterrad und zappeln nur noch bis die Bank den Deckel draufmacht.
Bei (noch) Vollerwerbsbetrieben die "nur" am Knappern an der Substanz sind ist aber ansonsten sich finanziell noch etwas frei bewegen können ist sicher eine zielorientierte Möglichkeit den Betrieb von den Produktionskosten her auf Sparflamme zurückzufahren und Arbeitszeit freizuschaufeln, um sich vom Vollerwerb zu verabschieden und sich um stundenweise gut bezahlte Arbeit am Bau, im Wald... zu kümmern.
Auf keinen Fall den Blödsinn mit Wachsen auf Pachtgrundbasis und Fremdkapitaleinsatz mitmachen. Die Mär von den sinkenden Produktionskosten pro erzeugte Einheit bei steigenden Einheiten für die Erzeugung --- wird i m m e r mit sinkenden Erzeugerpreisen wegen zu viel Angebot quittiert werden bei weiter steigenden Betriebsmittelpreisen und Lebenshaltungskosten.
Wer diese Schritte schon vor zig Jahren gemacht hat kann auch wie Du schreibst in Brielmeierforen augenzwinkernd vom Kauf eines neuen Motormähers berichten. -- Weil er es sich eben leisten kann.
Beste Grüße
Jakob

G007 antwortet um 15-07-2017 07:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
"Das Märchen vom Grünen Bericht"

"Das Plus ist zurückzuführen auf höhere Erträge aus der Schweinehaltung, wo Preise und Verkaufsmengen gestiegen sind, auf eine mengenmäßig bessere Ernte wegen des warmen und niederschlagreichen Sommers, besonders bei Öl- sowie Hackfrüchten, und auf gestiegene öffentliche Gelder, wie den Hilfszahlungen für Betriebe nach der lang anhaltenden europaweiten Milchmarkt- und Schweinemarktkrise beziehungsweise für Entschädigungen nach den schweren Frühfrostschäden des Vorjahres", erklärte LK Österreich-Präsident Hermann Schultes."

Der liebe Herr Schultes sieht ein Einkommensplus bei den Obst- und Weinbauern wegen den Frosthilfszahlungen im Vorjahr.
Fakt ist, dass viele Obstbaubetriebe vor dem Ruin stehen und sich die Hagel- und Frostversicherung 2017 gar nicht mehr leisten konten!

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/5242802/Kirschen-Marillen-und-Co_Erntestart_So-viel-Schaden-hat-der-Frost

Kürbiskerne haben ein Preistief, dass sich gewaschen hat!

Da sieht man wie weit dieser Multifunktionär von der Realität entfernt ist. Bei einem Totalausfall gab es max. 4000.- bzw. ohne Hagelversicherung 2000.- Euro als Entschädigung, wobei alles unter 10.000.- Jahresumsatz schon ein Verlust für den Betrieb ist.

Nächste Fakemeldung ist, dass das Einkommen pro Arbeitskraft gestiegen ist, dümmer geht es nimmer. Richtig ist, dass das Einkommen auf immer weniger Personen aufgeteilt wird und deshalb pro Arbeitskraft steigt.

Das Geschwaffel der (bäuerlichen) Politiker ist nicht mehr zum aushalten und zeigt ein vollkommen falsches Bild der Landwirtschaft in der Bevölkerung.

Die Jubelmeldung:

https://www.topagrar.at/home/Landwirtschafltiche-Einkommen-um-14-gestiegen-8404935.html

dietmar.s(2cz6) antwortet um 15-07-2017 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@G007

ja hätt ich auch so gesehen. Betriebe stellen um auf Nebenerwerb , bzw hören auf. Übrig bleiben einkommenstärkere bei geringerer Anzahl an Ak. Also wird das Verhältnis von E/Ak höher.
Bin zwar kein "top"-Agrar Leser allerdings Frag ich mich , was die die Journalisten machen wenn der Schmäh mal auffällt. Anscheinend die hinter mir komme die Sintflut Einstellung. mfg


mfj antwortet um 15-07-2017 11:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Nun, der grüne Bericht ist kein Märchen sondern beruht auf Ermittlungen.

Er errechnet aber keine Produktionskosten.

Wie gut Ermittlungen passen bzw. übertragbar sind – ist eine andere Frage.
Im Forum ist aber schon niemand bereit „seine Produktionskosten“ bekanntzugeben, geschweige denn sein Einkommen. Also ruhig bleiben Leutchen – hier muss niemand das Maul so aufreißen, dass dies und das nicht stimmt – weil belegen – kann und will es keiner.

So nimmt die Politik und Gesellschaft eben den grünen Bericht als Grundlage – weil, auf welche Fakten soll sie sich sonst berufen:
Auf die verkauften Traktoren, oder auf den Kräuteranteil der grünen Wiesen, oder auf die Subventionen wo mit Steuergeld landw. Maschinen gekauft werden, oder auf das nichts bringende und faktenlose Gejammer hier im Forum oder auf das Abschneiden des Bauernbundes in irgendwelchen Wahlen…

Und ich wiederhole es zum zwanzigsten Male: Solange die Landwirtschaft keine Produktionskosten ermitteln kann und will, hat sie keinen Überblick über Ihren Betrieb und kann auch nicht betriebswirtschaftlich entscheiden.

Darum ist die Situation der österr. Landwirtschaft auch dementsprechend.
161.155 land-forstw. Betriebe von denen 54 % im Nebenerwerb bewirtschaftet werden.
Stand 2016

54 % m Nebenerwerb – weil das Einkommen hinten und vorne nicht reicht, aber niemand bereit ist seinen höchst unliquiden Betrieb aufzugeben bzw. auf Hobby umzustellen.

Nein, man baut und investiert, förderoptimiert gerne auch noch mit Bio, und beliefert dann den übersättigten Lebensmittelmarkt – finanziert das Ganze mit Steuergeld und privaten Einnahmequellen kreuz und quer von allen Berufsgruppen.

Jungs, wenn die Produktionskosten bei der Milcherzeugung je nach Milchsorte und Betriebsart und gerechten Lohnanspruch zwischen 40 – und 90 Cent liegen, kann ich Milch nicht um 30 Cent verkaufen. Das wird nie was, da brauch ich nicht erzeugen – nie und nimmer investieren, eher die Augen zu machen, oder einen guten (Haupt)Job suchen – der das ganze finanziert.


Konfuzius hat 3 Arten von Lernen beschrieben:

Lernen durch nachahmen – ist die einfachste (…ist sehr verbreitet in der Landwirtschaft)
Lernen durch Erfahrung – ist die bitterste (…ist die häufigste Methode in der Landwirtschaft)
Lernen durch nachdenken – ist die edelste (…in der Landwirtschaft so gut wie nicht vorhanden)


Für die "dümmsten" ist zwar immer noch der Bauernbund schuld, sie möchten nämlich das denken und rechnen ihres Betrieb solchen politischen Vertreter überlassen.

Also da schreibt dann der Schultes dem 007 einen Brief:

Sehr geehrter 007,

Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage, sollten sie Ihren Milchviehbetrieb auf "Wasserbüffelzucht" umstellen. Kaufen Sie bitte 45 Wasserbüffel mit kleinen Hörnern, damit eine Unterscheidung zu Ihnen möglich ist. Bitte nur eine unverfängliche Namensgebung vornehmen - da sich alles wieder schnell ändern kann.
Weiter Instruktionen erhalten Sie dann wieder per Post.

Ihr geschätzter Bauernbund - der für Sie denkt !

So etwa ?





Riiitsch antwortet um 15-07-2017 11:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
mfj alle warten noch auf die Veröffentlichung deiner Produktionskosten.
Warum schiebst das so lange auf?

Vollmilch antwortet um 15-07-2017 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Also mein Einkommen kann ich gerne veröffentlichen: 24.000€ netto / Jahr.

Ich finde das gerecht und bin zufrieden damit.

LG Vollmilch

G007 antwortet um 15-07-2017 13:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@Vollmilch
Auf welche Art der Gewinnermittlung?
Pauschal ermittelt?

eklips antwortet um 15-07-2017 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Der Satz
"54 % im Nebenerwerb – weil das Einkommen hinten und vorne nicht reicht, aber niemand bereit ist seinen höchst unliquiden Betrieb aufzugeben bzw. auf Hobby umzustellen." kommt bei der Liste der blödesten Bemerkungen im Forum auf einen Spitzenplatz.

Allein von der Tatsache eines Nebenerwerbes Rückschlüsse auf die Rentabilität des Betriebes zu ziehen.....ich spar mir die womöglich juristisch relevanten Worte dazu.

G007 antwortet um 15-07-2017 13:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj

Hör auf mit dem Konfuzius zu zitieren, Du schaffst viel einfachere Sachen nicht!!

"Er errechnet aber keine Produktionskosten"
Aber sie sind im Einkommen berücksichtigt!!

"Das Einkommen ist laut Schultes Jubelmeldung um 16% gestiegen," eine Frage an dich, wie wird bei Selbstständigen das Einkommen ermittelt:

EINKOMMEN = EINNAHMEN - AUSGABEN, laut Adam Riese gehören auch (Produktions-)Kosten zu den Ausgaben. Ohne Ausgaben auch mit ein zu beziehen kann ich maximal von einen Umsatz reden.
Das Entscheidende ist aber das Einkommen (sprich Gewinn) eines Betriebes!!!!

Schultes posaunt in seiner Meldung hinaus (das Bauereinkommen ist 2016 um 16% gestiegen, verschweigt aber wohlweislich, das mit den 16%igen Anstieg erst ein Viertel Verlust der Vorjahre wettgemacht wurde. "Ein Teil der Verluste aus den Vorjahren"
wurde 2016 bei den Bauern wettgemacht" wäre eine ehrliche Ansage von Schultes gewesen.

So wird von den eigenen Interessensvertretung eine schöne Bauerverarschung gemacht!

dietmar.s(2cz6) antwortet um 15-07-2017 16:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@eklips

alloa, zwegen der Liste der blödesten Bemerkungen. Mir is da heut beim tankwaschen ein Name für die Liste gekommen
top (ten) Agrar
fake news. Kurz TAFNews .taffe Sache, mfg

hjokl antwortet um 15-07-2017 17:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
hallo,

Ein Kollege sagt immer, wenn es sich nicht rechnet muss ich anders rechnen.

da bei mir vor einigen Jahren eine Entscheidung bez. Milchzukauf, jemanden anstellen, verpachten, übergeben usw. anstand ging ich zu einem Steuerberater der ein paar Gemeinden weiter entfernt wohnt, mich nicht kennt und zur Hauptsache Gerwerbetreibende als Kunden hat.
Ich wollte eine unabhängige Einschätzung meines Betriebes.
Ich habe nicht die Buchhaltungszahlen mitgenommen da es hier wieder viele Möglichkeiten zur Verzerrung gibt.
Zum Beispiel sagt das Finanzamt alles was über 400 € kostet und länger als ein Jahr im Betrieb bleibt ist eine Anlage und erfährt bei Ausstieg aus der Option eine Vorsteuerkorrektur.
Ich habe damals aber z.B. Beträge die x mal höher waren einfach als laufende Betriebsausgaben abgeschrieben.
Hat wohl auch damit zu tun dass ich bei den Produktionskosten über 80 cent lag.
Dem Steuerberater habe ich 3 Zahlen mitgenommen:
Den Privatverbrauch
die Investitionen im laufenden Jahr
die Zahl um welches sich das aushaftende Darlehen verringert hat.
Klar dass da z.B. bez. Afa nicht alles genau erfasst ist aber das sind die Zahlen die der Betrieb erwirtschaftet hat.
Der Steuerberater erklärte mir dann dass das der Cash Flow ist und Unternehmen nach diesem besteuert werden.
Er erklärte mir dann wenn ich als Gewerbebetrieb mit diesen Zahlen komme ist der Betrag eines noblen Pik Up s als Einkommensteuer fällig, aber bei Landwirten ist die Rechnung bez. Einkommensteuer so dass zumindest in unserer Gegend nichts zum Zahlen anfällt.
Die Produktionskosten haben also für mich keinen entscheidenden Einflüss, es kommt immer auf das Gesamtergebniss am Ende des Jahres an.
Eins ist mir auch klar, wenn der Betrieb einem Investor gehört und meine Frau und ich sind ganz normal Angestellte dann fallen Lohn und Lohnnebenkosten in der Höhe von bald 80 000 € an und dann ist mit Cash Flow auch nicht mehr viel los.
gruss jakob

Vollmilch antwortet um 15-07-2017 18:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@G007: weder noch. Ganz normal ausbezahlt! ;-)

LG Vollmilch

mittermuehl antwortet um 15-07-2017 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@jakob.r1 Der Brexit kommt sicher. Sollte ich mich irren bekommst du eine Kiste Bier von mir. Selbst wenn es eine weicher Brexit wird, so wird GB nichst mehr ins EU-Budget einzahlen. Die EU will mehrheitlich auf der Ausgabenseite sparen. Auch unser Sebastian Kurz. Somit werden alle Förderungen gekürzt.

@G007 "Märchen vom grünen Bericht" ---- Du hast das ja recht lange versucht zu erklären. Leider muß ich dir sagen das du nach meiner Meinung recht hast.



jakob.r1 antwortet um 15-07-2017 23:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mittermuehl... Grüße Dich, auch Deine Einschätzung das GB nichts mehr ins EU-Budget einzahlen wird kann ich nicht teilen. GB würde bei einem Ausscheiden eine Austrittsrechnung erhalten für eingegangene Verpflichtungen die auch bei einem Brexit bestehen bleiben werden.
So hat sich GB für die nächsten Jahre verpflichtet z.B. 100 Milliarden Euro an Pensionszahlungen für EU- Beamte anteilsmäßig zu übernehmen....
Beste Grüße
Jakob

mittermuehl antwortet um 16-07-2017 10:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@ jakob.r1 eine Kiste Bier? ;)


jakob.r1 antwortet um 16-07-2017 11:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mittermühl... Grüß Dich --- da können wir ja schmunzelnd bereits über zwei Kisten Bier schreiben, einmal das der Brexit nicht kommt und einmal das GB schon noch in die Eu einzahlen wird. Können wir zur Übergabe den November 18 vorsehen? Der Verlierer bringt dem Gewinner die zwei Kisten Bier vorbei.
Schmunzelnde Grüße
Jakob

mfj antwortet um 16-07-2017 11:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

@ritsch – man müsste nur meine Beiträge lesen, und schon weiß man was über meine Produktionskosten.
Ich habe es mehr als deutlich geschrieben !


@Vollmilch
Was heißt „netto“ bei einem Unternehmer ?
Sind darin Lohnanspruch und Eigenkapitalverzinsung enthalten ?


@eklips
Ich wusste es, dass ich dich auch noch an die Tastatur bringe ;-)

Landwirtschaft im Nebenerwerb ist ja eine so tolle Sache. Der Feierabend und die Wochenenden sind verplant, der Feiertag auch, der Urlaub auch…

Mein Gott Walter, jene Bauern wo ihren Bauernhof mit einem Nebenerwerb finanzieren und aufrecht erhalten müssen – sind arme Schweine !

Die Ermittlung von 54 % Nebenerwerbsbauern kommt von der Statistik Austria und wurde von den Betroffenen so angegeben.

Und ja ganz klar – die 54% Nebenerwerbler machen das natürlich freiwillig und ungezwungen, die haben richtig Lust sich tot zu arbeiten.
Tradition verpflichtet eben !


@G007
Natürlich ist das ganze aufregend für dich, das verstehe ich ja.

Der GB gibt eine Gewinnermittlung wieder, welche auf Buchführungsergebnissen beruht.
Lohnanspruch und Verzinsung sind nicht eingerechnet.

Und um nichts anderes geht es mir die ganze Zeit.
Wir brauchen eine Kostenrechnung wo Lohnanspruch, Verzinsung, und betrieblicher Gewinn vereint.
Die sogenannte Produktionskostenrechnung in € pro kg Milch/kg Fleisch/pro t Kulturfrucht/fm Nutzholz/RM Brennholz/Dutzend bemalte Hosenknöpfe/Paar verzierte Nachttöpfe usw.

Schultes posaunt in seiner Meldung das hinaus - was der GB wiedergibt.
Die Gewinnermittlung aus Buchführungsbetrieben ist gegenüber 2015 um 16 % gestiegen.
Die Frage ist, was sagt die Gewinnermittlung aus dem GB aus.

Auf alle Fälle zu wenig – um die finanzielle Situation der Landwirtschaft darzustellen.
Wir brauchen andere Indikatoren. z.b. die umfassende Produktion Kostenrechnung…




mittermuehl antwortet um 16-07-2017 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj hat ja festgestellt das er seine eingenen Betriebszahlen nicht kennt. Somit erübrigt sich eingentlich ein Diskurs mit ihm über Betriebsführung (in Sachen Geld). ;)


Nebenerwerb kann nett sein. Das Leben kann auch mehr sein als ein Hof.

Ich kenne Nebenerwerbsbauern die einer 20 Stunden Arbeit nachgehen die gut zu ihrer Landwirtschaft paßt und die sehr gut Über dir Runden kommen.

Ich kenne Vollerwerbler die mehr für den Maschinenring machen als zu Hause.

Selber war ich auch lange im Nebenerwerb und fuhr so 10 Wochen im Jahr auf Montage ins Ausland. War ganz toll weil man sehr vieles auf der Welt gesehen hat. Den Rest der Zeit war ich am Hof. Bedeutet ja nicht das der Hof ein schlechtes Geschäft ist. Jetzt bin ich im Vollerwerb, meine Frau übt aber von Hof ein Gewerbe aus (das eine Erweiterung des Ab/Hof-Verkaufes ist). Somit sind wir wieder im Nebenerwerb - oder??? ;)


Die Grenzen sind oft sehr verschwommen.









mittermuehl antwortet um 16-07-2017 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@jakob.r1 ..... lieben gerne ... dachte zwar mehr an 2020 wenn man die Folgen bei der Förderung besser sehen kann .. aber wir können 2018 Ja schon mal "Vorkassa" machen und rechnen dann 2020 genau ab ...

wo bist du zu hause ..... ich im südlichen NÖ - Bucklige Welt - Seebenstein ...

oder wir machen eine Brauereifrühng bei uns im Dorf

http://www.wolfsbrau.at/

Riiitsch antwortet um 16-07-2017 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
mfj ich weiß nicht mal was du produzierst, also ist nicht klar was deine Produktionskosten sind. Könntest du diese hier vorzeigen bitte?
Die von dir verlangte Kostenrechnung mit Lohnanspruch und Verzinsung zu machen ist ja keine Hexerei, sofern man betriebliche Aufzeichnungen hat. Das kann man selber wenn man Zeit hat, oder der Steuerberater machts um a bisl extra.
Mir ist auch nicht klar was jetzt das Problem am Nebenerwerb ist. Ich selbst hab ein kleines zweites Gewerbe laufen, 99% arbeite ich darin von November bis April. So what? Andere sind Lifteler oder Pistenraupenfahrer. Es gibt harte Nebenerwerbler die nur mehr von Arbeit und Stall hin und her springen, bei weitem nicht alle haben es sich so gerichtet.

mfj deine kleine rundum Sause alle paar Tage wo du 5-6 Leute ein paar Fragen hin wirfst und selbst nichts zum Thema sagts ist mittlerweile bezeichnend.

steira8075 antwortet um 16-07-2017 13:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj
Die Arroganz mit der du über andere und speziell über Nebenerwerbsbauern herziehst finde ich nur zum kotzen. Leider kenne ich viele solcher "Paradebauern" wie du, die mit angeberischen Sprüchen, irgendwelche Behauptungen, Zahlenspielereien und blöden Zitaten den vermeintlichen Hero heraushängen lassen. Meist sind sie politisch den schwarz- bauen Lager zuzuordnen. Haben nach außen hin einen Art Scheinparadebetrieb sind in wirklichkeit meist höchst verschuldet, oft von den Ehefrauen, welche wie Sklavinnen schuften damit ihr Superbauer in der Öffentlichkeit sein Maul reissen kann, verlassen. Ich jedenfalls habe vor jeden Nebenerwerbsbauer, welcher durch fleißige Arbeit seinen Betrieb erhält, 10 mal mehr Achtung wie vor vielen Vollerwerbsbauern. Und hier im Forum Leuten zu unterstellen nicht rechnen zu können zeigt wohl eher von deinen Defiziten, wo immer die auch sein mögen. Durch Leute wie du wird dieses Forum immer mehr zur Farce und man sollte dich rausschmeißen.

Juglans antwortet um 16-07-2017 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@all: Über die Formulierungen des mfj braucht man nicht diskutieren. Die sind beleidigend. Das Ansinnen dahinter ist aber mehr als gerechtfertigt. Nämlich die Problematik , daß bei einer Vollkostenrechnung in der österreichischen Landwirtschaft kein Geld zu verdienen ist. Egal ob Neben- oder Vollerwerb.
Das hat strukturelle Gründe ("Freier Markt") und gehört geändert. So easy.
mfg

jakob.r1 antwortet um 16-07-2017 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mittermuehl... Grüß Dich Erik habe kurz Deinen Nickname bei Google eingegeben und schon war ich auf Deiner ansprechend gestalteten Internetseite. Ich bin sowieso dafür, das sich Forumsteilnehmer nicht hinter nichtssagenden Nicknames verstecken sollten. Ist doch viel entspannter wenn man den Betrieb usw. des Gegenübers kennt. Da würden dann viele Zeilen mit teils beleidigenden Inhalten unterbleiben. Auch könnte der Wahrheitsgehalt von so manchem Beitrag besser eingeschätzt werden und "Märchen" wären nicht mehr so leicht an den Mann/Frau zu bringen. Selbstverständlich können wir schon im November 18 eine Vorlieferung von zwei Kästen Bier machen wenn die Endabrechnung dann erst 2020 kommen sollte. Ich stelle auch meine Filme bei youtube unter meinem richtigen Namen ein, und in meinen Beiträgen hier im Forum schreibe ich nicht heute so und morgen anders weil ja Archive ziemlich zeitlos sind -schaue einfach bei mir rein : www.hintergraberhof.de
Schönen Sonntag noch,
Jakob

mittermuehl antwortet um 16-07-2017 23:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@ jakob.r1 Anonyme Nicknames sind was für Ponoseiten und IS-Terroristen..

Schönen Betrieb hast. Zum neidig werden.... Werde ich mir mal ansehen. Wir haben 1-2 mal im Jahr in Tirol zu tun und kommen in der Nähe vorbei...

Vollmilch antwortet um 17-07-2017 08:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mittermuehl: viele schreiben hier anonym, ich bin mir aber recht sicher, dass wir uns weder auf einer Ponoseite [sic!] befinden, noch handelt es sich bei den Anonymen um IS-Terroristen.
Da sollte man die Moschee schon im Dorf lassen! ;-)

LG Vollmilch

mfj antwortet um 17-07-2017 09:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Der Überbringer von schlechten Nachrichten wurde früher geköpft. Heute soll er „mundtot“ gemacht werden – sprich rausgeworfen…dann muss man sich mit der Wahrheit nicht befassen.

Mal abgesehen davon, dass es mir vollkommen egal wäre, ändern Belobigungen und Schönrederei nichts an der bescheidenen Situation in der Landwirtschaft.

Der Thread heißt: Die richtige Strategie…

Die Antworten dazu sind mager, sehr mager, man könnte auch sagen hauchdünn !
Wie immer – jede Menge Ablenkungsmanöver, bissige Sturheit, auch eine Portion bäuerlicher Dummheit, aber vor allem fehlende Ehrlichkeit und fehlendes Wissen.

Wer behauptet – er kenne seine Erzeugungskosten - lügt !
Es gibt vielleicht in der BRD zwei bis drei Betriebe wo diese betriebswirtschaftliche Masterarbeit gemacht hat. In Österreich ist mir dazu überhaupt nichts bekannt.
Der BDM – und das ist seine einzig brauchbare Leistung hat dazu einen Ansatz geleistet – und mal Daten dazu erhoben. Diese sind aber nicht übertragbar und inzwischen veraltet.

Soviel dazu – Produktionskosten sind aber das Fundament jeder betrieblichen Beurteilung. Auf diesem „leeren Maß“ bewegt sich also die komplete bäuerliche Landwirtschaft, und das darf man offen bekennen.

Alles andere - was versucht wird mir zu unterstellen - ist Kokoleres, Jungs !

Ich lasse jeden weitermachen wie er will – er braucht aber hinterher nicht zu jammern. Und der Bauernbund ist auch nicht schuld, wenn Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen auf den Höfen stattfindet.

Dieses und anderes werde ich immer schreiben – ob ihr es hören wollt oder nicht.



xaver75 antwortet um 17-07-2017 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Der Ton macht die Musik .....

dietmar.s(2cz6) antwortet um 17-07-2017 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj

lass di hier ned provozian, du weißt es sicha bessa.
mfgd

Riiitsch antwortet um 17-07-2017 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
einfach behaupten etwas wäre unmöglich, alle anderen lügen - der mfj halt XD
sich aufregen niemand schreibt was zum Thema und selbst keine Zeile auf znarfs Fragen eingegangen... der mfj!
Wenn ihn jemand drauf hinweist zum heulen anfangen - mfj war da.

Hans_Gr antwortet um 17-07-2017 15:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Lieber mfj! Bewirtschaften Sie einen landwirtschaftlichen Betrieb auf eigene Rechnung und Gefahr selbst? Mit freundlichen Grüßen, Hans.

G007 antwortet um 17-07-2017 20:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj


"Der Überbringer von schlechten Nachrichten wurde früher geköpft. Heute soll er „mundtot“ gemacht werden – sprich rausgeworfen…dann muss man sich mit der Wahrheit nicht befassen."

Früher hatten sich die Herrscher Hofnarren gehalten, heute übernehmen halt andere diese Aufgabe!


Der liebe Herr Schultes hat schlichtweg eine falsche Nachricht überbracht, eine andere Berechnungsart und geänderte Betriebe im Grünen Bericht ausgewählt und dann den Stumpfsinn sofort hinausposaunt.
Weder wurde in der Presseaussendung auf diese Veränderung hingewiesen, noch erklärt, dass diese Einkommenssteigerung die Verluste der Vorjahre erst zu 25 % aufgeholt haben.
Mit so einer falschen Meldung hat er den Neidkomplex vieler Mitbürger neuerlich massiv geschürt.
Die Fehler häufen sich, SVB Rabatt, Einheitswerterhöhung, Grüner Bericht, wann ist der nächste Schnitzer zu erwarten?

Als Interessensvertreter sind solche Politiker untauglich und im Normalfall ist das politischer Selbstmord. Ähnlich den Jungbauern gehört eine Altbauerorganisation geschaffen und die Sesselkleber dorthin verbannen, da könnens wenigstens keinen so großen Schaden anrichten!
Was ist der Grund warum Du so eine wirre Ansage und den Verursacher so verteidigst? Sitzt Du vielleicht auch an der großen Schüssel?

Da war der Gewerkschaftler Foglar in der Pressestunde schon ein anderes Kaliber, auf die Frage eines Journalisten, ob er jetzt mit den Mindestlohn von 1500.- Euro zufrieden sei, antwortete er sofort, wir fordern jetzt 1700.- Euro.

"Wer behauptet – er kenne seine Erzeugungskosten - lügt !
Es gibt vielleicht in der BRD zwei bis drei Betriebe wo diese betriebswirtschaftliche Masterarbeit gemacht hat. In Österreich ist mir dazu überhaupt nichts bekannt. "

Stimmt nicht!
Du bist der Einzige und der Beste und kennst alles.
Sozusagen sind für Dich die betriebswirtschaftlichen und finanztechnischen Aufzeichnungen die viele haben, für die Katz'!?!?
Jeder der Dein komisches Geschreibsel schon länger beobachtet, zweifelt an Deiner Ernsthaftigkeit!!


mittermuehl antwortet um 18-07-2017 09:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@Vollmilch anoym - ich selber schreibe seit jahren nur mehr unverdeckt. da vergißt man nicht das man ja mit realen menschen schreibt und ein gewisse höflichkeit nicht zu kurz kommen sollte. und das man nicht zuviele "lügengeschichten" in umlauf setzen kann. anoymität ist ja immer relativ. und irgendwann trifft man sich womöglich persönlich. passiert mir sehr oft....


mfj antwortet um 18-07-2017 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

@Ritsch
...nur leere Worte ?
Bring den Gegenbeweis !


@Hans_Gr
Du hast es voll erkannt. Ich habe keinen landw. Betrieb. Darum schreibe ich ja auch ständig in einem landw. Forum.
Ich produziere Bettvorleger für die Landwirtschaft…


@007
Du kannst es drehen und wenden wie du willst.
Landwirtschaft ist nicht erfolgreich wenn es gute Politiker, Interessenvertreter oder sonstige außenstehende Leute hat.

Erfolgreiche Landwirtschaft hängt mit eigenem Wissen, Können, Fleiß und Eigenständigkeit zusammen.

Warum die Landwirtschaft nicht erfolgreich ist – wird also seine Gründe haben.

Alle Länder um uns - haben die gleichen landw. Sorgen und Nöte. Also kann es nicht an Schultes und Auer liegen. In den deutschen Bundesländern NWR und BW sind „grüne Land-Umweltminister“ und die Situation keinen Deut bessser. In Frankreich die Sozialisten. In Polen die Ex-Kommunisten.

Welche Vertretung möchtest du ?
Wenn sollen die Bauern wählen ?

Und ein letztes Mal auch an dich: Wenn du errechnete Erzeugungskosten (wo auch eine Verzinsung und einen Lohnanspruch beinhalten) vorlegen kannst – dann trau dich doch.

Du legst damit kein Einkommen noch einen Betriebszustand offen – sondern einig und alleine was Produktion kostet, egal ob du nun Milch, Holzhosenknöpfe oder Schafwollunterhosen produzierst.




Vollmilch antwortet um 18-07-2017 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mittermuehl: auch wenn du unter deinem Namen schreibst, solltest du nicht vergessen, dass deine Gegenüber keine IS - Terroristen sind.

LG Vollmilch

G007 antwortet um 18-07-2017 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj

"""Du kannst es drehen und wenden wie du willst.
Landwirtschaft ist nicht erfolgreich wenn es gute Politiker, Interessenvertreter oder sonstige außenstehende Leute hat.

Erfolgreiche Landwirtschaft hängt mit eigenem Wissen, Können, Fleiß und Eigenständigkeit zusammen.""

Kannst Du nicht Sinnerfaßend lesen, meine Kritikpunkte an Schultes sind exakt, dass er Ergebnisse des Grünen Berichtes nur teilweise, zusätzlich falsch interpretiert und ohne Hinweis auf geänderte Berechnungsmethoden vorschnell veröffentlicht hat.
Dadurch Entstand ein vollkommen falscher Eindruck über die Landwirtschaft in der Öffentlichkeit.
Ich hoffe, Du hast es jetzt kapiert und meine Kritik an Schultes hat mit meiner wirtschaftlichen Situation nichts gemeinsam!!!!

Eine Frage an Dich und alle bis zum "Geht nicht mehr Verteidiger der kontraproduktiven Schultes Aussage", kann man als Interessensvertreter noch dümmere Aussagen für sein Klientel machen?

Bei jeder BB Aussage der letzten Zeit hat man keine einziges Fettnäpfchen ausgelassen, der BB ist zur Altherrenspielwiese verkommen.

mfj, geh mit guten Beispiel voran, und veröffentlich endlich einmal Deine Zahlen (vorausgesetzt es gibt überhaupt welche), die Du von anderen immer wieder einforderst!

mfj antwortet um 18-07-2017 16:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

@007 - du und deine Mitstreiter müssen halt alles tun, dass der Schultes verschwindet. So auf "geheimer Mission" irgendwie. Das liegt dir doch...

Ab dann werden die Einkommen der Bauern auch steigen.
Der Handel und der Lebensmittelmarkt richtet sich nämlich nach den Aussagen vom Schultes – was er so sagt, wird so kalkuliert und eingekauft.

Vielleicht sollte dann der Steinbichler oder der Halbmayer nachrutschen ?

Oder mach du einen Vorschlag ?

Was könnte man dir zutrauen ?




dietmar.s(2cz6) antwortet um 18-07-2017 17:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj

glaub du verwechselst hier generell was. Es geht garnicht um die Person Schultes an sich
Finde generell es letztklassig solche Aussagen wie Schultes muß verschwinden in den Raum zu stellen. Finde du solltest dich dafür entschuldigen.

so das eigentliche Thema sind gewisse Aussagen an sich. Und die dürfen sehr wohl kritisiert werden.

mfg diemtar


mfj antwortet um 18-07-2017 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

@diemtar - kaufst auch Brötchen beim Friseur...





G007 antwortet um 18-07-2017 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@mfj

Sinnerfassend zu lesen und verstehen lernen die meisten in der Volksschule, jetzt ist es zu spät.

Die Leistung der momentanen bäuerlichen Interessensvertretung zu topen, dürfte keine allzu große Schwierigkeit zu sein!
Zu lange an der Macht, macht träge und faul!!

Eine Antwort ist deinerseits noch offen, ""ob Du auch irgendwo an der großen Schüssel sitzt"".
Etliche Deiner Wortspiele deuten darauf hin!

mf410 antwortet um 19-07-2017 01:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Die einzige fachliche Ausbildung was ein Bauer braucht ist das 1x1 des Förderantrags!
Und den Rest lernt man am besten von Kind an!

Schuld sind die großen Lebensmittelhandelsketten welche mit Aktionen usw. gegenseitig die Kunden zum kauf anlocken!

Dadurch die Greißler, Bäcker und Fleischhauer in den kleinen Ortschaften ausrotten, Angestellte bis aufs letzte ausbeuten, überschüssigen Gewinn in sinnlose um bzw. neubauten investieren um Streuern zu entgehen, alle Produkte nur mit Einkaufspreisdruck ins Regal stellen lassen, so dass trotz -50% für 1kg Brot mehr Gewinn bleibt als beim Bauern, Müllner und Bäcker zusammen!

Unsere Politik bzw. Politiker haben bereits vor 20jahren verschlafen oder einfach übersehen, dass heimische kleinst betriebe den konkurrenzdruck auf dauer nicht mithalten können und zum aufgeben gezwungen wurden!
Nicht desto trotz ( Schelling& Co) dies noch mit der reg.kasse (mehr einnahmen ausbleibend) noch unterstützten!

Unsere politik/er sind bereits machtlos gegenüber solcher Konzerne!
Würden sie nur ein Wort zum Thema Mindestlohn, Arbeitszeiten, Mindestpreis erwähnen!
Wird mit schließungen, abwanderung, entlassung gedroht werden!




mfj antwortet um 19-07-2017 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie

Die Antwortern geben einen guten und echten Eindruck der Landwirtschaft wieder, wie Bauern eigentlich ticken...

Bäuerliche Landwirtschaft ist noch nicht am freien Markt angekommen, sie sehnt sich nach Bemutterung und Streicheleinheiten. Unzureichende Einkommen werden nicht betriebswirtschaftlich aufbereitet, sondern bejammert und mit Schuldzuweisungen abgegeben.

Die dringend notwendigen Hausaufgaben sollte die Intressensvertretung, der BB, die EU, der Staat usw. vornehmen - machen die natürlich alle nicht,warum auch.

Und so dreht sich alles im Kreis und bleibt beim alten.
Bauern sind einfach noch zu verliebt in ihre Gummistiefel, der Rechenstift hat ein jämmerliches Dasein.

Die Diskussion dazu ist für mich jetzt zu Ende. Interessante Meldungen hat es zum Thema kaum gegeben, Ideen überhaupt keine - was deutlich zeigt, die Landwirtschaft ist damit überfordert.

Überforderung kann eigentlich nur durch Bildung abgefedert werden...aber dies ist das nächste Bauernproblem !



Znarf86 antwortet um 19-07-2017 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Ich habe diesen Thread begonnen und bin erstaunt über die rege Teilnahme, von bereits 100 Beiträgen.
Nun möchte ich eine erste Bilanz über das geschriebene erstellen.
Mit dem Thema die richtige Strategie wollte ich Möglichkeiten aufzeigen welche unsere Agrarpolitik verwenden könnte um ihre Machtposition und die der Bauern stärken zu können.
Leider konnte hier niemand wirklich anknüpfen. Ich wurde missverstanden und die Forumsteilnehmer stritten sich um einzelbetrieblichen Strategien, Produktionskosten und Zukunftsausichten wie der freie Markt und die Bildung.
In dieser Diskussion hat sich gezeigt dass einige retorisch sehr gut ausgebildete Personen welche eine starke Einbildung besitzen nicht in der Lage sind Lösungen anzubieten.
Dieser Umgangston findet sich anscheinend überall und es kann zu keinen Ergebnissen kommen.
Wahrscheinlich sind bewußt Menschen am Werk welche jede Diskussion mit ihrem übergscheiten Wissen zu nichte machen können.
Ich bin überzeugt, die, die in diesem Forum davon ausgehen das sie das alleinige Wissen in sich tragen und recht stolz davon gebrauch machen, zuwenig am Betrieb arbeiten oder noch Reserven zu nützen haben.

Ich hoffe der Herr Strasser vom BB wird jetz das versäumte Nachholen und den Bauern wieder eine bessere Stellung gegenüber dem Handel und der Politik bringen.

Riiitsch antwortet um 19-07-2017 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
mfj du bist uns noch deine Produktionskosten schuldig!

eklips antwortet um 19-07-2017 15:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Dass der mfj schriftlich und öffentlich zugibt, dass er selber keinerlei Ideen zum Thema hat, hätte ich nie für möglich gehalten.

G007 antwortet um 21-07-2017 21:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@all
Eine frage an alle, die ein jeder für sich selbst beantworten soll.

Was glaubt ihr, wie viele Aufmärsche und Traktordemonstrationen es bei folgenden Themen in Wien gegeben hätte, wenn die ÖVP in den letzten 10 Jahren in Opposition gewesen wäre.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit!

Almflächenthematik
Keine Rechtssicherheit beim MFA (einseitige Änderungen der Vorgaben, unzählige Digitalisierungen)
Einheitswerthauptfeststellung
Abschaffung der Mineralölrückvergütungen
Abschaffung der Milchkontigente
SVB Rabatt
Registrierkasse
Bewusst falsche Zitierung des "Grünen Berichtes" usw.

Wer der Meinung ist, da hätte es keine Proteste in Wien gegeben, soll in den Hühnerstall lachen gehen!

Vollmilch antwortet um 22-07-2017 05:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Guten Morgen!

In Ermangelung eines Hühnerstalles muss ich wohl in den Kuhstall gehen. :-)

Die "richtige Strategie" muss wohl jeder für sich selber finden.

LG Vollmilch

G007 antwortet um 22-07-2017 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
@Vollmilch

Wahrscheinlich ist im Kuhstall der Spaßfaktor noch größer, wegen des tollen Milchpreises!::-)

Vollmilch antwortet um 22-07-2017 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die richtige Strategie
Na, wenn es um die Produktpreise geht, hat man sicher im Kuhstall momentan mehr Spaß!

LG Vollmilch

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