Antworten: 17
mosts 05-07-2017 09:15 - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Hallo. hab ein paar fragen!

Meine wiesen sind teilweise schon stark von ampfer besetzt, was wàre am besten den zu bekämpfen und wann? und eine nachsaat zu machen?! wie macht ihr es?

lg mosts



peter.z(cgu8) antwortet um 05-07-2017 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Ausstechen das ganze Jahr über und dort wo ausgestochen wird gleich Grassamen verteilen, ist vielleicht die Mühsamste Methode aber wen es richtig gemacht wird, ist es am Erfolgreichsten. Spritzen im Herbst bevor die Ampfer beginnt Reserven einzulagern, den wen die Blacke den Saft aus den Blättern nimmt gelangt das Mittel auch zur wurzel. Beim Mähen oder nach der Weide die Sammen Stängel zusammen lesen. Nachsaat würde ich im Frühjahr oder nach dem ersten Schnitt machen.


dietmar.s(2cz6) antwortet um 05-07-2017 09:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
warum verwendest du die formulierung bekämpfung? Meine erfahrung mit Ampferstecher und Spritzmittel sind so dass sie nur kurzfristig helfen und im prinzip nicht nachhaltig wirkt. Riiitsch hat schon hingewiesen darauf.mfg



peter.z(cgu8) antwortet um 05-07-2017 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Stechen ist sehr wohl nachhaltig und wirkungsvoll wen man es richtig macht. Wir konten dadurch massive Ampferbestände zurückdrängen. Natürlich nicht in ein zwei Jahren.


mosts antwortet um 05-07-2017 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
danke! mit welchen herbizid?


Peter06 antwortet um 05-07-2017 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
1. Suchfunktion benutzen. Es gibt schon unzählige Beiträge im Forum, die auch hilfreich sind!

2. Kurzfristig:
a. Mechanische Bekämpfung: Ausgraben, Ampferstecher, Ampferwuzzi, etc.
b. Chemisch mit geeigneten Mitteln (z.B. Harmony) ganzflächig (ÖPUL-Status?), oder Punktbehandlung mit Docht- oder Spritzgeräten (ev. Rotowiper)
Bekämpfung funktioniert am Besten im Frühjahr, (hauptsächlich Bildung von Blattmasse, nach dem ersten Schnitt sehr schnelle Entwicklung der Blütenstände bzw. Samen.

3. Langfristig:
Samenbildung unbedingt vermeiden. (z.B. auf der Weide sofortiges Köpfen der Blütenstände), Düngerkonzept für den Standort bzw gesamten Betrieb überdenken (Gülleanteil, Bodenuntersuchung). Vermeidung von Grasnarbenbeschädigungen, standortgerechte, langfristig haltbarere Grasmischungen bei Neu- und Nachsaat verwenden.

Der Ampfer ist Zeigerpflanze für verschiedenste Missstände im Boden, eine erfolgreiche Bekämpfung ist immer die Summe von Massnahmen und eigentlich lebenslange Aufgabe!



mittermuehl antwortet um 05-07-2017 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Habe dieses Jahr eine Fläche umgebrochen und dann händisch die Wurzeln abgesammelt. Viel Wurzeln sind auch auf der Fläche verdörrt. Dann Hafer gebaut. Der Ampfer ist deutlich reduziert.

Sonst stechen oder zumindest kurz halten. Wir haben auch einen Absammelmulcher der die Samen mitnimmt (nach der Beweidung)

Und sonst haben ALLE hier recht. Zeigerpflanze für Bodenverdichtung, Überbeweidung, zuviel Stickstoff, offen Grasdecke... usw. Habe ich alles auch mal vermurkst.

Ampferparty = ein paar kisten Bier + 10 Leute + 1 Ampferstecher + ein paar Brötchen


melchiorr antwortet um 05-07-2017 17:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Hallo
Hab von einem Pächter meine Wiese mit flächendeckend Ampfer zurückbekommen. Hab dann mit der Feldspritze nach dem zweiten Schnitt Harmony gespritzt und nach ein paar Wochen den dritten Schnitt gemulcht, nächstes Jahr nach dem zweiten Schnitt den restlichen Ampfer genau so behandelt, jetzt bin ich seit zwei Jahren ampferfrei, die einzelnen Pflanzen sind mit ein paar Stunden mit dem Stecher jährlich im Zaum zu halten. Natürlich mit schonender Bewirtschaftung und sachgerechter Düngung.


mittermuehl antwortet um 05-07-2017 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
@melchiorr Was hat der pächter den gemacht? Pferdeweide?


foschei antwortet um 05-07-2017 20:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Hallo,
habe es so gemacht wie Peter schreibt:
Ampfer stechen, Nachsaat.(Meistens im Frühjahr beim 1. Aufwuchs).Das nächste Jahr die gestochene Fläche wiederholt(waren schon weniger), dann immer weiter gegangen.
Hab im Jahr 2000 angefangen, bis ich 2014 alle Felder durch war(14 Ha).Brauche im Jahr für diese Flächen nur mehr 1-2 Tage.Wichtig ist immer nachgehen.
Es war zwar sehr viel Arbeit, hat sich aber ausgezahlt.
Sg Robert


melchiorr antwortet um 05-07-2017 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
@ mittermühl
Der Pächter ist Biobauer, hat die Fläche sechs mal im Jahr gemäht,bei jedem Wetter, sechs mal im Jahr mir Gülle zugepflastert, die Grasnarbe war dadurch immer aufgerissen, ein Paradies für den Ampfer.
Lg


mittermuehl antwortet um 06-07-2017 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
@melchiorr Bio - 6 mal Gülle - 6 Schnitte ... naja.... hört sich etwas nach Raubbau und Gülleentsorgung an. so ganz hat er Bio nicht begriffen. Bin selber Bio und habe auch schon Apferzucht betrieben (und dränge ihn grad zurück). Aber ich hab das nur auf Weideflächen geschafft. Der Mann muß Talent haben. ;)


Gigasgagasmann antwortet um 06-07-2017 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Wenn in der Gülle auch jede Menge Ampfersamen drinn sind, baut man die mit jedem Güllefahren zusätzlich an. :-)


xaver75 antwortet um 06-07-2017 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Meist sind das Bio-Betriebe mit über 9000lt , wo das nichtverdaubare Eiweiss gleich wieder zu wertvollem Stickstoff in der Gülle wird. Hauptsache Bio.
@Mosts, durch die Trockenheit heuer haben Ampfer, Bärenklau, Löwenzahn,... etwas länger Wasser, als die Gräser. Wichtig wäre, keine reifen Samen auf der Wiese zu haben.



melchiorr antwortet um 06-07-2017 18:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
@ mittermühl
Deshalb auch die Kündigung des Pachtvertrages.


norbert.s(suk5) antwortet um 07-07-2017 22:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Ich hatte früher halbwegs viel. Das war die Ära abmähen und abklauben.
War Bullshit, da sie mehr wurden. Jetzt bin ich seit vielen Jahren mit dem Ausstechen stark dahinter, und es sind nur mehr vereinzelt welche da.
Gift spritzen tue ich nicht, bringt nix, da es niemals in die Wurzel eindringt.
Das ist auch ein Problem beim Ausstechen, junge Ampfer mit kleinen kurzen Wurzeln gehen gut weg und dann ist der Fall erledigt. Alte lausige und lange Wurzeln sind ein Problem, reist die ab und es bleibt ein Rest ist die Sau in einigen Jahren wieder da!


mittermuehl antwortet um 08-07-2017 03:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
Ampferstecher ... ich habe einen mit einem 2 m Eisenrohr (statt dem Holzstiel) ausgestattet. Durch den langen Hebel und das Gewicht geht das Stechen viel leichter....



ANDERSgesehn antwortet um 08-07-2017 13:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampfer bekämpfung
treadbeginner @Mosts

Ampfer hat 2 aufgaben.
1. Verdichtungen zu brechen
2. mit wurzelexudate Oxalsäure fehlendes CALZIUM
zu lukraieren.

dh.
Verdichtungen durch Maschinen und Menschenhand
erzeugt, brauche ich nicht näher erklären und wie man
es soweit wie möglich ausschalten kann.
zu calzium im boden kann ich eine kleine wahre
geschichte an meinen Feldern erzählen. WG wurde
mit Herbizid behandelt, jedoch kam Ampfer im frühjahr
auf und sagte zu mir bei der nächsten überfahrt nimm
ich etwas dagegen mit. bei jeder überfahrt kam der
selbe gedanke, jedoch die Umsetzung nicht, bis hin
zur blütenbehandlung.
Schlussfolgerung im 18ha schlag sagte ich dann muß
ich bei der ernte absteigen und sie ausreissen.
nur bei der ernte waren sich nicht mehr da (jahr 2016).

die berechnete kalkung erfolgte im jahr 2015.

beim nachbar kam auch im wg Ampfer.
er beseitigte es mit psm. jedoch zur zeit
des stoppelsturzes kam sie bei ihm wieder,
bei mir nicht!

- übrigens, ich kenne biolandwirte, die halten
Ampfer mit einer Spritzung von Zinksulfat auch
Ampfer in schach. ;)







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