Rundballen

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Fidelio 30-06-2017 09:00 - E-Mail an User
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Hallo !

Ich habe jemand beauftragt mir mein Heu zu pressen. Er kam zur ausgemachter Stunde, nur leider der Regen auch, so hat er ganz einfach im Regen gepresst. Nun habe ich ziemlich viele Rundballen mit 125 cm Durchmesser. Was soll ich jetzt tun ?
Mfg. Fidelio
fgh antwortet um 30-06-2017 09:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was meinst genau? War es dir nicht recht das er im Regen presst und willst jetzt wissen was du mit deinem LU tun sollst? Oder willst wissen, was du zwecks Nachtrockung von den Ballen tun sollst?

einfacherbauer antwortet um 30-06-2017 09:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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dann freu dich das er pünktlich erscheint und dir den arsch gerettet hat!!!!

peter.z(cgu8) antwortet um 30-06-2017 10:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja wens Heuballen sind eine Trocknunganlage mit Heissluftofen und 1000-2000 Liter Heizöl organisieren.
Und das nechstä Mal dem Presser vielleicht sagen er soll aufhören. Haben auch schon bei Regen Siloballen gepresst aber da begann es erst zu regnen als die Hälfte schon gepresst wahr. Oder vielleicht Mal auf hören mit Ballenpressen

mittermuehl antwortet um 30-06-2017 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wie feucht in % sind die Ballen. DAS wäre die Frage...

schnee12 antwortet um 30-06-2017 16:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Einwickeln

yamahafzr antwortet um 30-06-2017 22:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Aufschneiden und Ausrollen wen sie heiß werden ! Normallerweiße hör ich schon zu pressen auf wen der Staub weg ist oder presse den Ballen noch fertig!

binido antwortet um 01-07-2017 20:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Da kann ich nur raten schnellstens einzuwickeln dann hast du Gärheu ist die einfachste Lösung, weil ich nehme an du hast da eine grössere Anzahl an Ballen und für so eine grosse Menge wird dir keine Rundballentrocknung zur Verfügung stehen.

meki4 antwortet um 01-07-2017 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Einstretchen ist die günstigste "Not"lösung, bist aber schon recht spät dran.
Mir hats auch mal 2mm dreingeregnet, da hab ich sie dann gewickelt, ich hab sie aneinandergelagert, da sind die Druckstellen leicht geschimmelt, drum stell sie so hin, das sie sich nicht berühren

puller antwortet um 02-07-2017 12:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was ist hier eigentlich die Frage?
Ist der Lohner schuld, dass es geregnet hat?
Auch wenn das Heu trocken gewesen wäre, hätte sich der Ballendurchmesser nicht verändert:-)
Dabei ist die Sache eigentlich ganz einfach, fahre selbst beim Lohner und da gibt es die Anweisung:

bis 15% Restfeuchte wird gepreßt, darüber hinaus ist Rücksprache mit dem Kunden zu halten.
Habe auch schon Ballen gepreßt, wo die Feuchtigkeitsanzeige am Anschlag (> 35%!). Der Kunde hat darauf bestanden, weil es am nächsten Tag regnen sollte.

Es hat auch schon Kunden gegeben, da war das Heu trocken und wurde auch trocken gepreßt, allerdings hat es der Landwirt nicht für nötig gehalten, die Ballen auch noch abzuräumen. In der Nacht hat es dann 20mm Regen gegeben.

Immer nur auf den Lohner zu schimpfen, das kann man machen, aber fair ist es nicht!

theberni856 antwortet um 04-07-2017 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der jenige würd kein Geld von mir sehen.
Ganz ehrlich. Würd er für ihn selbst auch die Ballen im Regen pressen?!
Wir pressen selbst um die 2000 Rundballen auswärts aber sowas ist mir noch nicht untergekommen

AO1 antwortet um 05-07-2017 10:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@peter.z: Zitat: "Ja wens Heuballen sind eine Trocknunganlage mit Heissluftofen und 1000-2000 Liter Heizöl organisieren." ...im 21. Jhdt. gibt es Techniken, die deutlich kostengünstiger was die lfd. Betriebskosten und ökologischer was den Energieeinsatz angeht. Heizöl zur Trocknung von Heuballen ist Landtechnik des 20. Jhdts.

Eine Heutrocknung mit der Kraft der Sonne (es regnet ja nicht 5 Tage durch ...wenn man Heu erntet, man richtet sich ja als Landwirt auch nach dem Wetter) kann man entweder am Abend noch kalt belüften und am nächsten Morgen bereits mit der Solarenergie starten (Dachabsaug. kann man übrigens bei wechselhafter Witterung vergessen, da gibt es effizientere Solarlösungen - die Unternehmen, die sowas herstellen, sollten bekannt sein)...oder man hat einen Hackschnitzelkessel (im Sommer nicht in Verwendung), der mit W/T Abwärme produziert...oder man legt sich einen Steinspeicher zu, den ich ab Heuerntestart auflade (da scheint ja die Sonne noch) und entnehme, sobald ich das Heu einfahre (bei brauchbarer Witterung in der Nacht, oder wenns am nächsten Tag immer noch regnet dann auch bei Tag)...das ist zur Zeit mit Abstand das Innovativste, was dzt. am Markt ist. ...nicht jeder ist offen für so ökologische Technik, aber es ist der momentan modernste Stand der Technik bei NULL-CO2-Emission. (Hackschnitzel & Solar...besser gehts nicht!)

thomas.t3 antwortet um 05-07-2017 12:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zitat: Dachabsaug. kann man übrigens bei wechselhafter Witterung vergessen, da gibt es effizientere Solarlösungen - die Unternehmen, die sowas herstellen, sollten bekannt ....

Der Satz ist wohl weit daneben gegriffen!

Dachabsaugung:
- kostengünstiger,
-wartungsfrei
-keine laufenden Kosten mehr
- keine laufende Arbeit damit
-bestes Preis/Leistungsverhältnis
-keine giftigen Platten am Dach
-am nachhaltigsten

Und auch wenn zwischendurch bewölkte Phasen sind, macht das nichts aus...

Wer effizient und nachhaltig trocknen will, fährt mit Dachabsaugung + Entfeuchter sicher ganz gut..
Mfg

mittermuehl antwortet um 05-07-2017 12:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@thomas.t3 ...... es hängt wirklich davon ab wie lange das Wetter "schlecht" ist....


yamahafzr antwortet um 05-07-2017 13:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei uns ist es heuer fast eine Kunst das Heu bei Regen zu pressen .Es regnet nämlich nicht. Leider gibt es aber auch keinen 2 Schnitt !

thomas.t3 antwortet um 05-07-2017 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Natürlich mittermühl, aber mir persönlich ist es lieber, wenn es in so einem Fall über den Entfeuchter fertig getrocknet wird.
Weil: was bringt es warme Luft hineinzublasen, wenn die Luftfeuchte in der Luft zu hoch ist. Da kannst dir den Steinspeicher "leer-blasen".
Trocknen tut Warme trockene Luft, nicht warme Luft die schon beim hineinblasen mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Denn die nimmt keine Feuchtigkeit mehr auf, und so ist aber die Luft wenn die sogenannte Schlechtwetterphase ist! Rasche Endtrocknung ist wichtig und spart Kosten, das kannst du aber nur, wenn die Luftfeuchte unter 50% ist.

Mir gehts aber eh genau so yamaha..

mittermuehl antwortet um 05-07-2017 14:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Alles richtig. Aber warme Luft kann mehr Feuchte aufnehmen als kalte. Somit trocknet erwärmte luft auch bei höhere Luftfeuchte. Muß nur lange genug laufen das der Ballen auch warm wird. Sonst hat man ihn mit Wasser betankt.

Entfeuchtet Luft ist immer am besten. Bzw. Entfeuchtete und dann geheizete Luft... Ist halt eine Sache der Energiekosten.

Bei angelaufenen Autoscheiben kann man das schön beobachten.


thomas.t3 antwortet um 05-07-2017 15:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der Entfeuchter wärmt die Luft eh an der Hinterseite wieder an und auf, damit sie danach trocken und warm ins Heu kommt. Mir is halt lieber es geht rasch, verliere dabei so wenig wie möglich Inhaltsstoffe und riskiere keine erwärmung oder Schimmelbildung. Über 64 Trocknungsstunden (ca) sollte man nicht kommen, lieber ein oder zwei Tage mit Entfeuchter, als wie 1 Woche nur Gebläse... dann ist das Heu auch nix... und Strom braucht das Gebläse ja auch. Für die Endtrocknung musst du halt zu den 50% runter, ob u. wie sinnvoll es ist Luft mit Hausnummer 70% feuchte hineinzuschicken und dafür anzuwärmen, sei dahingestellt. Es kommt trotzdem oben wieder so raus...

mittermuehl antwortet um 05-07-2017 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Entfeuchten und dann heizen ist sicher die edelste Lösung.


peter.z(cgu8) antwortet um 05-07-2017 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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AO1
Ich sprach eigentlich auch von einer mobielen Anlage, wen er ja eine Belüftung hätte würde er ja nicht fragen. Und einer Mobielen Anlage kannst ja nicht einfach an ne Dachabsaugung/Solaranlage/Schnitzel Heizung Anhängen.

AO1 antwortet um 07-07-2017 10:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lauter selbsternannte Experten hier - jeder will Recht behalten, da können ja nur gute Tipps für Fidelio rauskommen ;o)

Kurz zur Aufklärung:
@thomas.t3: puh, du hast ja ein paar Inputs, die für dein Verständnis stimmen mögen, aber mit physikalischer Realität so nichts zu tun haben.
1. Die Dachabsaugung ist nur scheinbar günstiger, denn zumeist wird die Arbeit aller daran beteiligten Personen überhaupt nicht berechnet, außerdem ist sie im Grenzbereich extrem ineffizient, Luftführungstechnisch ganz und gar nicht optimal (beginnend bei falschen Ventilatoren bis hin zu unbeabsichtigten Flaschenhälsen oder umgekehrt zu weiten Abständen)
2. Wartungsfrei sind die Solarlösungen der von mir angesprochenen Unternehmen ebenfalls...an welche hast denn du gedacht???
3. Was ist an einem Solarluftkollektorfeld mit laufenden Kosten verbunden? Die Ventilation, die eingesetzt wird, ist immer besser auf die Leistung abgestimmt und somit günstiger, als jede "Selbstbau-Dachabsaugungs-Lösung" mit zu stromintensiven Radial(Heu-)lüftern. Kann mich aber auch nicht an eine Rechnung der Sonne selbst erinnern...
4. Von welcher laufenden Arbeit redest du, wenn es um solare Prozesswärme geht? Ok, ich muss den Ventilator einschalten... ;o)
5. Preis/Leistungsverhältnis...eine Dachabsaugung ist nur scheinbar günstiger...die laufenden Kosten machen im Verhältnis zur Entfeuchtertechnik nur einen Bruchteil aus, die Anschaffungskosten sind in Deutschland mit 50% und in Österreich soweit ich weiß zwischen 30 und 50% gefördert...kann mich nicht erinnern, dass eine Dachabsaugung gefördert wäre. Wenn dann wie oben beschrieben die Ballen auch noch aufgemacht werden müssen, weil sie heiß wurden, darfst den Rechenstift nicht mehr ansetzen, denn das passiert dir mit effizienter Prozesswärme sicher nicht!
6. Von welchen giftigen Platten redest du? Luftkollektoren bestehen bei allen Anbietern hauptsächlich aus Holz, Aluminium und Glas...was war da nochmal giftig???
7. Solare Prozesswärme aus professionellen Luftkollektoren bestehend aus obigen Materialien sind ebenso nachhaltig wie eine Dachabsaugung...(für letztere wird nur meisten mehr Strom für die Ventilation eingesetzt...was im Grunde weniger nachhaltig ist)
8. Von Bewölkung ist nicht die Rede, sondern von zwischendurch Regenphasen und Wind, aber auch um die kühlere Umgebungstemperatur beim 1. und 3. Schnitt...da bringt eine Dachabsaugung nicht die gewünschte Leistung. (Danke an mittermuehl...du siehst das differenzierter)
9. Eine Kombination aus Dachabsaugung+Entfeuchter mag effizient sein, aber mit nachhaltig hat die Entfeuchtertechnik nicht mehr viel zu tun...
10. Richtig ist: blase ich warme Umgebungsluft ins Heu und kühlt der Ballen ab, ist er feuchter als vorher...DESHALB: muss die Luft in einem geschlossenen System erwärmt werden (das kann eine Dachabsaugung sein, aber auch ein Solarluftkollektor), dann ist die relative Luftfeuchtigkeit geringer, die Luft will sich wieder sättigen und das lässt der Landwirt, der sich bissl mit Physik beschäftigt erst zu, wenn er diese Luft durch das Heu bläst. Denn dort sättigt sie sich wieder und weht am Ballenrand an die Umgebung aus, bis der Ballen trocken ist. Im angesprochenen Steinspeicher ist die Luft extrem trocken...da sie ebenfalls vorher im geschlossenen System erwärmt wurde. (auch hier hat mittermuehl die Wissens-Nase vorn :)
Egal welche Heutrocknungstechnik...jeder, wirklich jeder hat verstanden, dass sich Heu weder über 40 Grad erwärmen, noch sich Schimmel bilden soll. Soweit sind alle Hersteller heute. Auch was das Thema Trocknungsdauer angeht, ist glaube ich jedem klar, dass rasch (ohne Bröckelverluste und UV-Ausbleichung) eingebracht werden und binnen 48-72h das Heu lagerfähig sein muss. Das kann heute auch jeder, der eine Heutrocknung anbietet...alles andere sind Bastel- und Selbstbaulösungen (worunter m.E. auch die Dachabsaugung fällt).

Die edelste Lösung, falls man in dem Zusammenhang überhaupt von sowas sprechen kann, ist so wenig elektrische Energie wie möglich einzusetzen und dabei so hochqualitatives, duftendes, Futterheu wie möglich zu produzieren, das sowenig wie möglich gebröckelt hat, eine schöne Farbe hat (mehr grün als grau/weiß/hellbraun) und viele Nährstoffe enthält.
Ob ich das mit einem Höllengerät schaffe, oder mit sanftem nachhaltigen Umgang, ist die Entscheidung von jedem selbst.


chn antwortet um 07-07-2017 18:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo AO1
Das mit der Steinspeicher- Luftkollektor Anlage klingt sehr interesant. Kannst du mir bitte den Aufbau und die Wirkungsweise etwas näher erklären?
Vielen Dank
CHN

FraFra antwortet um 07-07-2017 20:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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wir entfernen uns jedoch sehr vom urspünglichen thema..

aber egal


AO1 bist du der gleiche, der mit der cona anlage hackgut trocknet??


dann weis ich bescheid....

Riiitsch antwortet um 07-07-2017 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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alles schön und gut, aber unbrauchbarer Aufwand sollte man all die Technik nicht auch im Haus nutzen. Ich weiß eine Heizölkanone gewinnt keinen Beliebtheitswettbewerb bei Stadtkindern, aber sie funktioniert einfach und ist auch schnell wieder verkauft. Verkauf mal einen 5 Jahre alten Kollektor vom Dach runter. Dann schon lieber eine Dachabsaugung evtl mit Steuerung.

Natürlich soll man solare Wärme nutzen wenn immer möglich, aber mit Pusten wird keine Anlage funktionieren. Einen Lüfter 7.5 kW aufwärts brauchen sie alle.

Und wenn man einen scheiß plant und baut kann man sich die schönste Anlage noch beim Einbau des Rosts verhauen. Eine Dachabsaugung die zb im Zuge eines neuen sowieso fälligen Daches aufgebaut wird und richtig ausgelegt ist, kann gut funktionieren. Im Dunkeln geht nur mehr eine Heizanlage mit Brennstoff....

Steinspeicher sind viel zu schnell leer gesaugt (oder in enormer Größe auszulegen), eine Nacht hält der nie durch wenn man sich den Volumenstrom einer Heubelüftung anschaut.

Das ist eben die Krux: man sollte recht flott trocken, kann aber nicht jedes Jahr tagelang Sonne anbieten. Heuer schon, letztes Jahr nicht

Riiitsch antwortet um 07-07-2017 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das Thema ist sowieso durch. Entweder ist Fidelio schon abgebrannt, oder es war gar nicht so schlimm, oder der Lohner hat vollgas mit hohem Druck gepresst und man sieht erst im Winter was man bekommt, oder er hat die Ballen aufgemacht.

thomas.t3 antwortet um 08-07-2017 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Ao1

Zu 1:
Da du weiter oben von der Trocknungstechnik aus dem 20 Jahrhundert sprichst, nehme ich an, dass du auch die Trocknungstechnik aus dem 21ten kennst.
Darum ist es umso komischer für mich, dass du glaubst zu wissen, dass die Landwirte keine Kostenrechnung machen wenn oder bevor sie eine Investition tätigen.

Meine Frage noch zu diesen Punkt:
Warum gehst du grundsätzlich davon aus, dass die Absaugung so wie Lüfter, Querschnitte usw nicht richtig geplant sein sollten?
Heutzutage ( übrigens im 21ten Jahrhundert) sind die Anlagen beginnend von der Boxengröße angepasst an die Chargenfläche, dahingehend entschieden wird über die Lüfter/Trockner-Leistung und wo sich daraus ergibt, der Querschnitt Ansaugfläche - Strömgeschwindigkeit... und viele Punkte mehr. Solche Daten sind mit etwas engagement für jedermann zugänglich.

Zu 2: Das ist gut!

Zu 3:
Die Steuerung von Dachabsaugung mit Entfeuchter (aus dem 21ten) passt sich vollautomatisch den Gegebenheiten an, aus folgenden Messwerten: Luftgeschwindigkeit, Druck, Außen- Innenlufttemperatur je nach dem dann Umluft oder Dachabsaugung, Luftanwärmung Entfeuchter, Luftanwärmung Absaugung. Entfeuchter ja/nein, soll der Axiallüfter Druck oder Geschwindigkeit verringern oder erhöhen, feuchte der Luft Eingang, feuchte der Luft Austritt aus Heu, die daraus resultierende Differenz. Lufttemperatur Eingang und Temperatur Austritt. Alle Werte und der gesamte Trocknungsprozess sind in einer Legende immer und nachträglich abrufbar.

Nächster Absatz:
Glaube mir: Auch bei der Dachabsaugung bekommst du keine Rechnung von der Sonne. (wirklich)

Zu 4: WIe stabil oder Dick ist das Glas?

Zu 5:
25% gibt es für die Dachabsaugung, bei gewissen Voraussetzungen.
Warum vergleichst du die obigen heiß geworden Ballen, mit der Dachabsaugung? In welchen Zusammenhang soll das jetzt sein? Zudem er nicht mal eine verwendet hatte..

6. Wenn sie so aufgebaut sind nicht. Entsorgung naja...

Zu 7: Guck bei mir zu deinen Punkt 3.

8. Danke an Mittermühl, dass du es differzierter siehst als ich :)

Nächster Absatz:
Beim ersten Schnitt im Mai hatte ich bei einer Außentemp. von 18,2 Grad, eine Temperatur bei der Luft die durch das Dach kommt von 28.4 Grad Uhrzeit 8 Uhr morgens. Da schon +10 Grad Anwärmung, 10 Uhr: Außentemperatur bei 19.2 Grad und Temp-Absaugung bei 39 Grad also fast +20 Grad. Die Dachabsaugung pro kw Heizleistung hat mir 27,50 Euro gekostet, (inkl Planung, Montage seitens der Baufirma) ich habe keinen Handgriff gemacht.
Ein Vergleich wäre interessant, was kostet der kw-Heizleistung fix fertig montiert bei Luftkollegtoren?


Wegen der Regenphase, zum Steinspeicher wären Infos interessant.
Was kostet ein Steinspeicher um wie viel Kw zu speichern, und auf welche dauer is diese Heizleistung danach abzurufen? Nötige Energie um ihn aufzuheizen? Welche differenz an feuchte ziehst du damit heraus?

Beispiel (Ernte mit wenig Fläche): 20 Hektar gemäht, Hektarertrag 2.5 Tonnen, Restfeuchte beim einfahren 40%,
Wetterlage: 1 Woche Dauerregen, Wind, komplett bewölkt, hohe Luftfeuchte, Keine Sonnenenergie,

So, welchen Steinspeicher brauchst du hier, um diese Situation zu bewältigen und damit dein Heu noch unter 64 Stunden fertig getrocken ist?

Sry dass ich so Direkt bin, aber deine Realität wird ziemlich sicher der Misthaufen sein. Da kannst den Ladewagen gleich mit dem Kran von oben wieder befüllen und ab nach draußen.

Das System hat vl Berechtigung bei Einfamilienhäuser und maximal in der Hobbylandwirtschaft, aber dort wo 100te Hektar zu bewirtschaften sind, steht so ein System ja gar nicht mal zur Debatte.

9. ist mMn Blödsinn.

10. Hier möchte ich mal festhalten, eine Dachabsaugung so wie sie bei uns in Österreich typisch ist, ist kein geschlossenes System. Die Luft wird von außen in`s Dach gesaugt und dann in den Stock hinein, wo sie wenn sie von dort oben wieder entweicht über ein Abluftfenster oder Firstentlüftung mit der feuchte die sie aufgenommen hat Austritt. Stell dir vor es wäre ein geschlossenes System =) wohin soll die Feuchte verschwinden, sie würden die ganze Zeit in Kreis laufen. Ein geschlossenes System ist es dann, wenn es über Entfeuchter oder Umluftbetrieb läuft.

Ich würde mal gerne ein paar Daten von dir lesen, Zitat von dir: "Im Steinspeicher ist die Luft extrem trocken" .
Das reicht mir dann doch nicht, Anschaffungskosten, Daten und Zahlen über den effektiven trocknungsprozess bitte, damit es nicht eine von Sachlichkeit differnzierte Diskussion ist.
lg

Fendt312V antwortet um 08-07-2017 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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thomas ich bin auch deiner Meinung, auch aus Erfahrung. Träume helfen hier nicht weiter.

AO1 antwortet um 12-07-2017 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@thomas.t3

zu1: leider stellt man das tagtäglich fest, dass viele (nicht alle) unserer Kollegen bspw. sich selbst, also die eigene Arbeitsleistung und die "Nachbarfreundschaftsdienste" nie in Kostenkalkulationen einbezogen werden, wenn es darum geht bspw. eine Dachabsaugung zu montieren.

"mit etwas engagement für jedermann zugänglich" ... da fängts schon an: nicht jeder hat die Zeit, das Engagement und das Vertrauen auf Fachinputs, wie du vielleicht. Ich hab ja schon ein paar Dachabsaugungen gesehen und da kommt es mir so vor, als ob ein flüchtiger Blick auf einen Agrarinfofolder geworfen wurde, der Nachbar gefragt und mit dem Holzplatten-schrauben begonnen wurde, ohne sich bspw. einen Lüftungstechniker kommen zu lassen. Ich weiß jetzt nicht wem ich aus der Seele spreche, aber manchmal haben wir schon bissl die Weisheit mit dem Löffel gefressen und trauen Fachleuten nicht über den Weg, obwohl wir im Grunde keine Ahnung haben. ...aber darüber lässt sich lange philosophieren - das führt hier zu nichts.

zu3: viel nötiger Aufwand für ein System das viel Strom braucht...da macht die ganze Technik auch Sinn. Wo ist das Naturvertrauen geblieben? Wenn ich Hackschnitzel auf den Betonboden fallen lasse, kann ich auf 5% auf/ab den Feuchtegrad bestimmen, aber das kann ich nur, weil ich mich jede Woche mit der Trocknung von Hackschnitzel beschäftige. Was ich damit meine ist, dass ich die Trocknung mit ganz einfachen Methoden sehr effizient betreiben kann. Mit 21.Jhdt. war nicht der Computer-Nerd gemeint, der jeden noch so unwichtigen Wert auf seiner Steuerung überwachen kann, sondern das Rückenkehren gegenüber sehr stromintensiver althergebrachter Technik und Zuwenden zu einfacher, aber hocheffizienter und stromsparender Technik gemeint. Vergleiche: das Elektroauto gab es bevor es Verbrenner gab - aufgrund damals nicht vorhandener Möglichkeit das Elektroauto Marktfähig zu machen, wurde es rasch durch den Verbrenner ersetzt. Jetzt, da die Akkutechnik riesige Sprünge macht, Karrosserien sehr leicht und trotzdem stabil gebaut werden können, werden wir bis 2050 einen extremen Vormarsch einer eigentlich uralten Technik sehen. So auch bei der hocheffizienten Nutzung der Sonnenenergie. Ich kann euch eines sagen und ich habs ja selbst nicht geglaubt, bis ich ihn am Dach hatte...aber ein Solarluftkollektor ist in seinem Wirkungsgrad und in seiner Fähigkeit sich sehr rasch zu erwärmen nicht mal ansatzweise mit einer Dachabsaugung vergleichbar. Die Ventilatoren brauchen weniger als 2kW (kleine Anlagen sogar unter 1,5kW was ich gesehen habe) und die Trocknungen (egal ob Hackschnitzel, Heu oder Getreide) laufen wie am Schnürchen. Selbst wenns leicht nieselt kommt noch trockenwarme Luft vom Kollektor...ich wundere mich immer noch.

Aja und was die Rechnung der Dachabsaugung angeht, gebe ich dir hinsichtlich Sonne Recht, aber nicht was die effiziente Ausbeute im Verhältnis zu den Laufstunden von Ventilatoren weit über 1kW angeht, die hier verbaut werden...oder saugst du die Luft unkontrolliert mit dem Heugebläse ab und weißt nicht, wie warm es werden kann?

zu 4: genauso wie ein Solarthermie-Kollektor ...die Technik kommt ja aus der selben Richtung, nur ist der Kollektor nicht Wasser- sondern Luftgeführt.

zu5: "25% unter gewissen Voraussetzungen...?" Beim Luftkollektor gibt es immer 30%, bis rauf zu 50%...das ist ein Unterschied, wenn ich nachher jmd. habe, den ich anrufen kann, falls ich nicht zufrieden bin. Das kann ich bei einer Dachabsaugung nicht, wenn sie nicht meinen Anforderungen entspricht...

zu6: Grundsätzlich: wüsste nicht, wozu ich einen wartungslosen Kolletor die nächsten 10-20 Jahre entsorgen sollte...

10Grad bzw. 20Grad bei stehender Anlage ... klar wird ein Dach warm wenn die Sonne scheint. Und selbst wenn es gedauert hat, bis sie wieder abkühlte, als du sie eingeschaltet hast...das Prinzip ist ja richtig, wie du es machst...viel besser als zu entfeuchten, wir reden aber von Trocknungen im Grenzbereich, wo du niemals über 70% Dach-/Kollektor-wirkungsgrad im laufenden Betrieb erreichst. Wenn alle so zufrieden mit ihrer Dachabsaugung wären, dann erklär mir doch bitte, warum es Kessel-, bzw. Entfeuchter-hersteller gibt, die eine Dachabsaugung ergänzen müssen, weil sie alleine nicht zur Trocknung reicht? Was bringt mir also das billigste System, wenn es im Grenzbereich versagt und ich erst wieder einen Entfeuchter anwerfen muss? Den musst du bei den 27,50 nämlich dann auch reinrechnen.

Ich habe keinen Steinspeicher, hab mal einen besichtigt ... die ziehen je nach Wunsch die wichtigste 1. Nacht raus, wenn weniger Platz ist, dann nur in Intervallentnahme, was auch völlig reicht und wenn man viel Platz hat, dann auch mal 24-36h...ist vermutlich alles eine Dimensionierungs- und Platzangebotsfrage. Und nein, bei dem Heutrockner, wo ich war sind die Trocknungsergebnisse sehr zufriedenstellend - kein Misthaufen *lol*

Ein Totschlagargument, das sich leicht entkräften lässt: Große Landwirtschaften haben auch größere Gebäude und Hallen mit mehr Dachfläche und daher mehr Möglichkeiten Solarleistung einzufangen. Hunderte Hektar enden übrigens an der Untergrenze nicht bei der Hobbylandwirtschaft...oder habt ihr in Österreich nur noch Hobbylandwirte? ^^

zu9: deine Meinung

zu10: und das sagt mir jetzt, dass du das Thema nicht verstanden hast: bei einer Dachabsaugung gibt es offene und geschlossenem Systeme je nach Installation und Zugang. Geschlossen ist ein System in dem Sinn, dass du ab der Ansaugung der Luft nicht mehr erlaubst sich mit Feuchtigkeit zu sättigen bis sie erwärmt (also sehr trocken ist) und ihr dann gestattest, sich am zu trocknenden Material wieder zu sättigen. In der Thermodynamik spricht der Physiker von "geschlossenem System", wenn Wärme und Arbeit ausgetauscht werden kann. Es wird nur die Luft im Kollektor erwärmt, an einen Wärmetauscher abgegeben und die dahinter befindliche Luft abgesaugt...das führt aber jetzt zu weit, das was du beschreibst ist ein "isoliertes System"...das ist was Anderes.

An alle anderen sei gesagt: wen es interessiert, kann sich ja laufenden Trocknungsanlagen ansehen und nicht generell alles abqualifizieren, bevor er sich damit auseinandergesetzt hat. Es gibt Heutrocknungen, Hackschnitzeltrocknungen, Kombinationen (auch mit Getreide), manche trocknen sogar Obst und Kräuter damit, wenn grad keine Heuernte ist und die Hackschnitzelbox leer steht. Kategorisch zu sagen: "Das System rechnet sich nicht oder funktioniert nicht und nur eine Dachabsaugung oder ein Entfeuchter sind das Maß aller Dinge, lässt doch tief blicken...



thomas.t3 antwortet um 12-07-2017 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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zu1 und andere

Ich habe dir schon geschrieben, dass der Kw auf 27,50 gekommen ist. Davon sind 20% retour vom Finanzamt gekommen, von den Nettokosten bekomme ich 25% gefördert. Also Endkosten 1 Kw = 16,5 Euro. (wenn wir schon so genau werden).
Noch angemerkt: für deinen Solarluftkollektor bekommst du in Österreich im besten Fall auch nur 25% . die 50% kannst dir abschminken. In Österreich sitzen die Förderungen nicht so locker.

Und dass nicht jeder Zeit hat sich zu Informieren ist totaler Quatsch.

Bevor du jetzt irgendwelche Sachen vom Solarluftkollektor weiter erzählst, würde ich gerne eine Kostenrechnung von dir hier sehen, fix fertig montiert am Dach - pro Kw. Oder gehörst du zu den Kollegen von uns, die du vorher oben zitiert hast?
Ich will Zahlen und Fakten. Alles andere ist leeres Geplapper.

"Der Solarluftkollektor erwärmt sich Rasch" - auch hier wieder keine Vergleichswerte.
Die Temperaturdaten die ich angegeben habe, sind Werte bei laufender Anlage, wie kommst du darauf, dass sie stehen sollte? zwischen 10 und 18 Uhr läuft sie im Schnitt mit zwischen 45 und 49 Grad, und höher sollte die Temperatur dann eh nicht mehr viel sein. Wie kommst du weiter unten auf einmal darauf, dass ich nicht weiß mit welcher Temperatur ich ansauge, wenn ich es dir vorher geschrieben habe.
Ich lüge mich ja nicht selbst an, ich vertraue nur Werten, welche von Messgeräte oder Fühler abgelesen werden. Die hast du anscheinend nicht weil du hier ja damit nicht dienen kannst. Bei dir wird anscheinend alles nach Bauchgefühl entschieden. Und hier sind wir max. im 20 Jahrhundert beim trocknen und nicht im 21ten welches du anfangs meintest.

Dann schreibst du die Lüfter brauchen sehr wenig kw, hast du überhaupt verstanden, dass sich die Kw vom Lüfter beim Heutrocknen nach der zu trocknenden Maße und Boxenfläche richten? Ventilatoren und Steuerungen von heute passen sich an mit der Leistung, gemessen über die Luftgeschwindigkeit und Luftdruck. Die Meter pro Sekunde zu wissen wie die Luft durch den Stock geht ist wichtig.

zu 10.
Schreib mir doch endlich mal deine Messwerte, oder hast du sie auch hier nicht? Mit welcher Luftfeuchte kommt deine Luft rein und mit welcher % Feuchte tritt sie wieder aus? Wie viel effektive Feuchte ziehst du heraus? Ich möchte Zahlen und Fakten über den Trocknungsverlauf, auch hier hast du mir wieder keine geschrieben. Wie bewältigst du dass von mir angegeben Beispiel mit deiner Anlage ohne Entfeuchter? Auch hier nur "Bauchgefühl" und Meinungen wie: "Das Futter ist ganz schön" - vom Nachbar...
Bitte auch Kosten und Daten pro Kw Heizleistung vom Steinspeicher, den du als die Zukunftstechnik bezeichnest. Wenn man etwas als Zukunftsmethode bezeichnet, kennt man sicher die Leistung und Kosten dafür auch?
Ps: alle von dir genannten Komponenten lassen sich mit beiden Systemen trocknen. Von einem mehr von anderem weniger :-)

Riiitsch antwortet um 12-07-2017 15:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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thomas lass gut sein, er weiß es ja selbst auch nicht besser wie wir. Wie man beim Thema Steinspeicher sieht wird aus dem Non plus Ultra plötzlich eine ganz wage Sache, Vermutungen... vorher wird groß von Physik geschwärmt....
Ein Solarluftkollektor ist sicher eine tolle Sache, sicher effizienter als eine Dachabsaugung in Holz. In der Nacht funktionieren beide nicht.

Und das ist der Unterschied: Hackschnitzel trocknen kann ich heute Abend oder ich wart bis wieder die Sonne scheint. Heu ist da ein wenig anders.

AO1 antwortet um 17-07-2017 15:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Ich denke wir können diese Diskussion langsam abschließen, ich glaube wirklich, das Thema ist durch. Ich will jetzt nicht das Forum und den Thread mit zwei "Streithansln" unnötig füllen. Nur ein paar abschließende Bemerkungen:

Mit "rasch erwärmen" wollte ich auch keine wissenschaftliche Analyse, sondern nur meinen subjektiven (positiv überraschten) Eindruck wiedergeben. Aber bis auf deine 27,50 haben wir auch noch nicht viel von dir gehört. Luftstromgeschwindigkeiten, m³/h ... ebenfalls Fehlanzeige, aber lassen wir das, das will hier ohnehin keiner so genau wissen. Es ist auch egal wie warm dein Dach in der Früh ist, es kommt ja nur drauf an, wieviel dieser Energie du auf die Radln bekommst. Was bringt ein Dacia-PKW-Motor in einem Lastzug und was bringt ein Lamborghini-Motor in einem Trabi? In beiden Fällen nichts...dh die Energiequelle und der Abnehmer sowie der weitestgehend verlustfreie Weg dazwischen müssen inkl. Gebläse in einem vernünftigen Gleichgewicht stehen. (ja ich habe verstanden, dass sich die Ventilation nach der zu trocknenden Masse und Boxenfläche richtet) Damit das Verhältnis auch passt, vertraue ich auf Experten, andere auf ihr Gefühl, dritte auf Baupläne in irgendwelchen Ratgebern, vierte auf Berater der Bauernvertretungen (die meiner Erfahrung nach die geringste Ahnung haben) ^^

Aber: ich kann dir wenig über Heutrocknung erzählen und noch viel weniger über Steinspeicher - mir liegen hier nur Produktunterlagen der Cona-Heuttrocknung vor, wie sie mir auch für meine Hackschnitzeltrocknung vorgelegt wurden, die eher unter- als übertrieben waren und deren Inhalt allesamt übererfüllt wurden. Falls euch "übererfüllt" wieder zu unwissenschaftlich ist, sage ich nur: der durchschnittliche Stromverbrauch ist um ca. 50% höher angegeben, als er tatsächlich ist und ich trockne etwa 20% mehr Menge, als mir versprochen wurde. Ich nehme daher an, dass Cona auch bei der Heutrocknung nicht lügt - scheint also Firmenphilosophie zu sein. Wer bzgl. Steinspeicher Zahlen Daten Fakten will, soll sich einfach selbst dort erkundigen, ich hab die Dinger nur verbaut gesehen, war für mich zum Hackschnitzel Trocknen nicht interessant. Auf deren fb-Seite hab ich letztens aber gesehen, dass sie dafür sogar für den Energy Globe nominiert waren - so schlecht kann das System daher auch für Heu nicht sein.

Die Zahlen, die ich dir/euch liefern kann, beziehen sich natürlich nur auf meine eigene Hackschnitzel-Trocknung, mit welcher ich Hackschnitzel trockne:
Ich hab mirs durchgerechnet, ich komme auf knapp 3kWh pro m³ getrocknetem Material, das sind irgendwo bei €0,70/m³ hier in Bayern. Ich glaub in Österreich ist Strom etwas billiger. Pro Charge Befüllung und Entleerung brauch ich ca. 1h, wenn das Material viel Nadelanteil hat, mische ich 1x währenddessen durch, was max. 20min braucht. Setz für den Lader €80,- für 1,33h und für mich von mir aus €50,- für die selbe Zeit ein, dann bist auf €200,- pro 100m³ (was der Füllmenge meiner Trocknungsbox entspricht). Ich kann 100m³ trockenes ggü. feuchtem Material um knapp 1.000,-/Charge teurer verkaufen. (hacken muss ich sowieso,
daher setze ich dafür keine Mehrkosten ein) Also kommen €200,- wie oben beschrieben weg, bleiben unter Berücksichtigung des "Materialschrumpfens bei Trocknung" rd. 700,- brutto, die ich in die Abschreibung bringen kann. Das mache ich etwa 20x pro Jahr (Cona rechnet mit 16-17x) ... sind das €14.000,- brutto. Jetzt rechnet jeder gedanklich für sich die Steuer weg, bleibt genug um die Investition binnen weniger als 5 Jahre abzuzahlen. Bei deinen 25% (ich glaub die Oberösterreicher haben damals von 30-45% geredet) sinds halt dann 6-7 Jahre.

Aber ich komme notgedrungen vom Thema ab, da es bei Heu andere Faktoren sind. Wie bspw. Viehgesundheit, wieviel sie gern davon fressen - oder ob ich zufüttern muss, (das sind Softfacts - die man nicht beziffern kann - ich bitte um Entschuldigung), ob ich den Ballen wegen schlechter Trocknungsqualität wieder aufwickeln (Manipulationsaufwand!) muss oder nicht, die Strom- bzw. lfd. Betriebskosten und für den einen mehr - für den anderen weniger: der ökologische Umgang mit Energieressourcen. Biobauern haben das oft mehr im Auge, als Nicht-Biobauern. Und doch gibt es bei beiden Gruppen ökologisch denkende und schwarze Schafe.

Was deinen letzten Punkt angeht: Der einströmende und ausströmende Feuchtigkeitsgehalt ist mit Vorsicht zu genießen, da "%" oft völlig falsch verglichen werden. Soviel sei gesagt: die relative Luftfeuchtigkeit der Luft aus dem Kollektor liegt bei 10-15%, die ausströmende Luft aus dem Hackguthaufen bei 80-90% am Beginn der Charge und sinkt logischerweise im Laufe des Trocknungsprozesses. Dies ist bei Heu sicher nicht anders. Heu gibt seine Feuchtigkeit aber bestimmt schneller her, weil Hackschnitzel deutlich dicker sind und auch der Holz-Zellkern länger braucht um die Feuchtigkeit abzugeben, als ein Grashalm samt Ähre. Ich behaupte aber, dass genauso wie bei Hackschnitzel auch Heu eine "Nachschwitz-phase" hat, die bspw. in der Nacht mittels Intervallbelüftung erfolgen kann. Hier wird immer nur von "Vollgas" gesprochen, das ist gar nicht nötig, denn jedes Material, braucht Zeit um vom Kern an die Oberfläche nachzuschwitzen, bis es so trocken ist, dass die Zellmembranen offen (weil trocken) sind...dann ist auch der Trocknungsvorgang abgeschlossen und ein Aufwickeln des Ballens kein Thema mehr. Mit "Vollgas" wird auch alles trocken, keine Frage - aber es braucht halt deutlich mehr (Entschuldigung - schon wieder unwissenschaftlich) Energie, als eine gleichmäßige energiesparende Trocknung bei gleichem Enderfolg - trockenes Material.

Euch allen viel Erfolg bei was immer Ihr tut, solange jeder mit seinem eigenen Ergebnis zufrieden ist, ist ja alles gut! Aber wenn die Zufriedenheit beim eigenen System sinkt, dann lasst euch auch mal was von den Fachleuten erklären, denn dazu haben wir sie ja.

thomas.t3 antwortet um 17-07-2017 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Hallo

Bei Heu musst oder solltest "schnell" zu ca 50% hinunter, das hat ja jetzt nichts mit Vollgas zu tun. Wenn du in etwa da bist, beginnt erst die Nachlüftphase. Weil wie du eben sagst, gibt auch das Heu nach und nach noch Feuchtigkeit ab. Du kannst bei Heu aber nicht so einfach mal wie bei Hackschnitzel abdrehen, beim Heustock hast du die Gefahr, dass er sich zusammensetzt. Wenn du über 3 Meter Stock hast, mit schön Feuchte, dann muss der Lüfter Druck halten können, einmal zusammensacken heißt wieder alles ausräumen und frisch einräumen. Hier braucht man ganz einfach wesentlich mehr Luftvolumen.
Kurz noch zum Nachbelüften, das sehe ich ganz anders. Die Nachbelüftungsphasen vom Heu sollte man keinesfalls Nachts machen, sondern zwischen 11 und 16 Uhr. Warum, sollte eigentlich jedem klar sein.

Mein Fazit: Hackschnitzel und Heu trocknen sind 2 unterschiedliche Welten :-)
Lg

Riiitsch antwortet um 17-07-2017 19:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
^yep. Intervall passt zum fertig trocknen und sicher gehen keine Nacherwärmung 1-2 Wochen nach dem heuen zu haben.
Am Abend nach dem Heuen brauchs "vollgas", da ist nix Intervall mit 2 kW. Sonst ist der Stock niedergesackt und 50° warm. Noch ein bischen rumdoktern und die ersten Glutnester enstehen. Bei Rundballen ist die Sache noch ärger: was da in den ersten 24 Stunden vollgas nicht abtrocknet, führt zu Schimmel. Dann wird nachgetrocknet, auch locker im Intervall. AO1 glaub mir der Vergleich Hackschnitzel-Heu passt nicht, das hat nix mit Fachleuten zu tun, sondern mit Äpfel und Birnen ;)

Fendt312V antwortet um 17-07-2017 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
AO1@ bist schon voll da? Schreibst dass die Stromkosten sich 50 % verringert haben dann wieder dass du gar keinen solchen Wunderspeicher hast. Was jetzt?
Von Heutrocknung keine Ahnung und hier den Senf dazu geben, da kann nichts gscheits raus kommen.
Riiitsch@ und Thomas@ ihr habt anscheinend auch Erfahrung und so ist es wie ihr schreibt.
Hab grad wieder 18 Ballen 3. Schnitt auf die Trocknung gestellt mit Messungen von 35% und über 40 %. Hackgutheizung dazu und ja nicht mehr ausschalten bis das Heu Struktur zeigt. Das setzt sich doch sonst zusammen dass man unmöglich noch was durchbringt. Heu hat mit Hackgut gar nichts zu tun. Hackgut hab ich ja auch schon über 20 Jahre Erfahrung. Wie ich das mache ist hier nicht das Thema, hab ich schon in einem anderen Thema genug erklärt dass ich es der Natur übergebe zu trocknen. Man muss sichs nur anrichten.

AO1 antwortet um 18-07-2017 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Ich glaube nicht, dass ihr mich absichtlich falsch verstehen wollt, um selbst Recht zu behalten, ich glaube auch, dass sich das Thema wenn man drüber plaudert viel schneller an ein paar wichtigen Punkten festmachen ließe, als hier im Forum, wo ständig Missverständnisse entstehen und Aussagen (fast absichtlich) fehlgedeutet werden. Oder ich drücke mich nicht verständlich genug aus, was langsam meine Vermutung ist.

Schauts Leute, ich gebe hier deshalb meinen Senf dazu, weil ich davon überzeugt bin, dass die Heutrocknung des Herstellers von dem ich die solare Hackschnitzeltrocknung habe funktioniert, weil ich auch mit einigen sehr zufriedenen Betreibern gesprochen habe, die das System für beides verwenden. Da ich das Grundsystem selbst habe, wollte ich davon berichten - nicht mehr und nicht weniger. Ich hab mir auch nicht angemaßt Daten zu liefern, die ich nicht liefern kann - daher habe ich darauf verwiesen, diese direkt nachzufragen. In diesem Forum tummeln sich hunderte, die keine Ahnung haben und trotzdem ständig mitreden wollen, soviel Ahnung habe ich auch und deshalb meine ergänzenden Informationen:

Hackschnitzel ist etwas Anderes, aber getrocknet wird beides (manche trocknen Hackschnitzel nicht, das ist deren Bier und hier kein Thema) bei Heu ist die Notwendigkeit Pflicht!

Zwischen 10 und 16 Uhr "nachzubelüften" kann man jetzt so oder so sehen ... der Hauptwärmelieferant (langfristig kostenlos bis auf die Erstanschaffungskosten) ist die Sonne. Thermische Energie zu erzeugen ist immer viel kostenintensiver, als einen Ventilator zu drehen - daher ist zwischen 10-16 Uhr die Leistung der Sonne voll zu nützen.

Bei der ersten Nacht ist ein Durchlaufen lassen sinnvoll und vermutlich notwendig, ganz klar. Bei der Intervallbelüftung habe ich auch von der 2. Nacht oder von der Finaltrocknung gesprochen. Bedenkt, die Schweizer, die in Sachen Milch und Käse auch nicht gerade Anfänger sind, belüften großteils wochenlang kalt! Stellt euch das mal vor...die räumen auch nicht ständig den Stock aus und wieder ein. Da sind wir Bayern und ihr Österreicher offenbar schon deutlich weiter, als unsere kleinen Nachbarn. Daher: in der 1. Nacht ist jede mögliche Wärmequelle, und sei sie noch so gering in das Trocknungssystem einzugliedern. Gerne bei Vollgas-Ventilation - aber eben auch nur für diese Stunden und nicht 60-72h durch. Das kann ein im Sommer ohnehin stehender Heizkessel mit Wärmetauscher sein, das kann ein ausreichend dimensionierter Steinspeicher von Cona sein, das kann auch was Anderes sein, aber wenn das "Andere" viel Strom braucht, da sind wir uns doch sicher einig, dann wird man versuchen es so wenig wie möglich zu betreiben (also zB nur in der 1. Nacht) Tagsüber fährt man mit der Sonne rein und in der 2. Nacht kann man bereits intervallbelüften ... nicht mehr wollte ich sagen.

Die knapp 50% geringerer Stromverbrauch bezieht sich auf die Herstellerangabe, der 4-6kWh pro m³ angibt und ich brauche 3kWh. Das hat nichts mit einem "Wunderspeicher" (das ist Physik und kein Wunder^^) zu tun, sondern mit der Tatsache, dass sich die Jungs offenbar nicht nachsagen lassen wollen, dass sie doch mehr Strom verbrauchen als sie angeben ... wie so viele Hersteller in unserem Bereich. Denen ist schon bewusst, dass sie sehr sonnenabhängig sind und deshalb muss das System so effizient wie möglich arbeiten, um den Tag bestmöglich auszunützen und bieten offenbar nun auch Lösungen für die Trocknungsnacht an.

Schaut, viele von euch stehen auf Power-Power-Schlagkraft und nochmal Power, zugegeben mehr PS sind immer geiler...nur die hab ich lieber in meinem Traktor oder Auto, wenn ich weiß, dass die Trocknung auch mit "Hirn" und nicht nur mit Power zufriedenstellend lauft. Denn bei der Trocknung ist mein Grinser nicht breiter (eher schmaler) wenn die viel kW braucht. Wenn ich im Traktor oder im Auto sitze und das Teil wegbeißt, dann macht das sehrwohl Spaß! Ich bin der Typ: mir blutet das Herz, wenn Energie verschwendet wird, wo sie eingespart werden könnte...und nochmal: KEINER soll mit 2kW in seinen Heustock säuseln, das wird bei 3-5m nicht möglich sein, es geht immer nur um die Trocknungsenergiequelle abseits der Ventilation: das kann Entfeuchtungstechnik sein (ist halt Stromintensiv), das kann Prozesswärme sein (vom Diesel nicht so ökologisch wie aus einem Biomassekessel), das kann solare Prozesswärme sein. Es gibt Kollegen, die finden sich dort wieder und es gibt Kollegen die finden sich da wieder... jeder hat seine eigene Methode und findet sich dort wieder ... die Frage ist nur wie effizient ist mein Tun.


thomas.t3 antwortet um 18-07-2017 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Ohmann... Ich gebe dir einen guten Rat: Vergiss das Thema Heutrocknen. Dein letzter Absatz zeigt mir, dass du nichts kapieren willst, oder auch ganz einfach nicht kannst. Es dreht sich schon im Kreis.

Wahnsinn...

Alles Gute!


peter.z(cgu8) antwortet um 18-07-2017 13:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Jaja wir kleinen Schweizer. Wir Trockenen schon seit 20 Jahre mit Dachabsaugung. Maximal 2 Tage dauer Betrieb. Nachher nur noch Nachtrocknen im Interwall. Trotzdem haben wir eine top Heuqualität. Natürlich noch ein bisschen mit Handarbeit verbunden da noch mit Teleskop Verteiler? abgeladen wird. Nach zwei Tagen auf den Stock und rundherum herunterstampfen und von der Mitte das Heu nach außen werfen. Bei uns gibt's durch aus Betriebe die etwas von der Professionellen Heutrocknung verstehen und nicht einfach so Hackschnitzel mit Heu Vergleich

Riiitsch antwortet um 18-07-2017 15:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Mann Mann AO1 du hast ja keinen blasen Schimmer. Lass gut sein, jeder Absatz da oben zeigt das du von Heu nicht viel verstehst. Ich habe lange kalt belüftet - teilweise immer noch, ich weiß was es heißt die Wärme der Sonne zu nutzen. Zeitgleich checkt man die Feuerversicherung.

Ich glaube jedem Bauer ist klar das Haufenweise Strom oder Öl ins Heu stecken jeden Tag zu hinterfragen ist. Gleich wie haufenweise Kraftfutter kaufen zu hinterfragen ist wenn man schlechtes Heu hat. usw.

AO1 antwortet um 20-07-2017 10:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Schon klar, ihr wollt mich nicht verstehen und dreht mir sowieso jedes Wort im Mund um, das bin ich in diesem Forum jetzt langsam gewöhnt. Jeder will recht haben, auch wenn man dazu untergriffig werden muss. ;P

Das was ich in meinen vielen Beiträgen euch versucht habe zu erklären, fasst Riiitsch, auch wenn sein 1. Absatz für die Katz ist, in seinem 2. Absatz hervorragend zusammen - denn genau das ist es, um was es geht. Energie nicht verschleudern und dort einsetzen, wo es sinnvoll ist. Ende der Durchsage!

Riiitsch antwortet um 20-07-2017 10:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
@AO1: jetzt spiel nicht die beleidigte Nudel. Du hast hier versucht Leuten die jeden Sommer sich mit Heu beschäftigen zu erklären wie das geht. Deine Qualifikation beschränkt sich auf "mal gesehen bei einem Besuch auf irgend einem Betrieb". Zudem hast du jeden der nicht deiner Meinung ist als dumm und rückständig dargestellt. Details zu deinen spannenden Alternativen konntest du nicht liefern. Also nix für ungut.

AO1 antwortet um 20-07-2017 11:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Details, soweit ich sie zum System, das ich selbst nutze, liefern konnte, habe ich sehrwohl geliefert, da kam von den Tipps-Verweigerern relativ wenig bis gar nichts retour...darauf möchte ich doch sehr stark hinweisen.

Was die Heutrocknung angeht, habe ich euch nur auf dieses System hinweisen wollen, mit dem Wissen dass es bestimmt ein gutes System ist. Anschauen und Erkundigen, habe ich von Anfang an gesagt, muss sich jeder selbst. Nicht ich bin der Experte, auch das habt ihr falsch verstanden (verstehen wollen), ich war nur der Tipp-Geber.

So als würde ich sagen: ich fahre bspw. Elektroauto, ich kenne also das System, aber da gibt es einen ganz großen Hersteller mit besonders viel Reichweite ... schaut euch doch den mal an, denn im Grunde ist Elektromobilität interessant. (ist nur ein Beispiel und hat nichts mit meiner Meinung zur E-Mobilität zu tun) ...und ja, für jmd. der mit einem Elektroauto fährt (wieder nur ein Vergleich) ist ein Ami-Schlitten mit V8 Motor sehrwohl rückständig. Vor allem dann, wenn der E-Autofahrer den V8-Motor an jeder Kreuzung stehen lässt.

mittermuehl antwortet um 20-07-2017 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
@AO1 Wenn du die Welt retten willst oder zumindest im kleinen etwas Verändern möchtest, mußt du klare Ergebnisse, eigene Erfahrungen und auch Misserfolge präsentieren. Und das nicht anonym. Auch dann wird man etwas belächelt. Aber man wird auch etwas ernst genommen. Das ist zumindest meine persönlich Erfahrung.

AO1 antwortet um 28-07-2017 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
So, ein paar Daten kann ich euch nun liefern, habe mir aufgrund des "Hick-Hacks" 30min Mühe gemacht, meine Steuerung auszulesen und mir die EXCEL-Ertragstabellen in eine auswertbare Form zu bringen. Ihr hattet Recht, man sollte immer wissen, was seine Anlage zu leisten vermag. Was den CONA-Solarluftkollektor angeht, kann ich euch nun folgende Daten für Mai und Juni liefern:

Bei meinem 96m²-CONA-Solarfeld ergeben sich Temperaturen(max) bei laufender Trocknung
- im Mai: 57° vs. 39° DA (siehe oben)
- im Juni sogar 65° Temp(max)
Temperaturhub zwischen 30° (Mai) und 32° (Juni)
dabei sauge ich mit 8000m³/h (bei 0,55kW) das Solarfeld ab, mein Hackschnitzel-Trocknungsventilator leistet 16.000m³/h (ca. 1,1kW). Da soweit ich gelesen habe, die Trocknung bei Heu unter 40° erfolgen soll, müsste (soweit ich das überschlagen habe) bei meinem Solarventilator und meinem Solarfeld-Temp(max) der Heuventilator mind. 32.000m³/h leisten, damit die Trocknungsluft diesen Pegel niemals überschreiten kann. Das leisten die aber soweit ich weiß ohnehin mindestens - leisten sie es nicht, kann das Kollektorfeld kleiner ausfallen. (billiger)

ABER, worauf es wirklich ankommt:
Selbst an den schlechtesten Tagen (Regentag) lieferte mein Solarfeld zumindest knapp 18% ggü. der Spitzenleistung (Kaiserwetter) des selben Monats. Das sagt mir, dass es selbst an vermeintlichen Regentagen gelegentliche Regenpausen gibt und dann genug diffuse Strahlung da ist, dass das Kollektorfeld zumindest knapp 1/5 der Spitzenleistung liefert. Also KEIN Tag Kaltbelüftung - an JEDEM Tag kommt angewärmte Luft vom Kollektor!

Wenn ich 3-Tagesschnitte bilde, weil Heu in 2,5 - max. 3 Tagen trocken sein muss, dann wusste ich zwar von Kollegen, die ebenfalls noch an ihrer DA festhalten, dass es schonmal vorkommen kann, dass bis zu einer Woche keine Energie vom Dach kommt, aber nun kenne ich auch den 3-Tages Luftkollektor-Mindestertrag, der mind. 25% der 3-Tages Spitzenleistung beträgt und NIE darunter.

Fazit aufgrund der mehr (3-Tagesschnitt: 25%) oder weniger (Tageswert: 18%) bewiesenen Allwetter-Tauglichkeit:
Verweigere ich als Landwirt den Blick in die Wettervorhersage (das ist fast ein Widerspruch in sich ;o), dann kann ich
1. entweder das Solarluftkollektorfeld so groß dimensionieren, dass die Minimalleistung ausreicht um mein Heu in 3 Tagen trocken zu bekommen, oder
2. 2-3 schöne Tage während und unmittelbar vor der Heuernte in einen entsprechend dimensionierten Steinspeicher zusammensammeln (nach Rückfrage bei Cona wurde mir mitgeteilt, dass der größte bisher verbaute eine Speicherleistung von mehr als 5MWh hat) und entnehme immer dann aus ihm, wenn die Leistung des Kollektors zu schwach ist (bspw. in der 1. Nacht im Dauerbetrieb und in der 2. und notfalls 3. Nacht im Intervallbetrieb) ... aber da seid ja Ihr die Experten, da setze ich mich jetzt nicht wieder in die Nesseln. :))

Auch wenn ich euch nur ein paar Daten liefern konnte, weil ich nicht mehr habe, sieht man doch klar, dass eine Dachabsaugung mit einem Solarluftkollektor nicht zu vergleichen ist. Was ich zuletzt mit "rasch erwärmen" gemeint habe, ist nun in Zahlen gegossen, Entschuldigung, dass ich euch davor nur meinen subjektiven Eindruck schilderte -
wie das hier viele tun - aber ich konnte es nicht auf mir sitzen lassen, dass ich euch nichts Handfesteres geliefert habe.

Weiters wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr nun nicht mir mich zerfleischen könntet, was für ein inkompetenter Hackschnitzeltrockner ich doch bin, der von Heutrocknung keine Ahnung hat, sondern löchert notfalls den Hersteller, denn der hat ganz bestimmt noch einige Daten mehr, die ich hier gar nicht messen kann, und wird zusätzlich vermutlich auf einige Referenzen in Deutschland, Österreich und Schweiz verweisen können.

Gehabt euch wohl!

thomas.t3 antwortet um 28-07-2017 15:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
@ ao1
Wenn du schon vergleichen willst und meine Werte nimmst, dann denke vorher darüber nach.
Meine Werte waren von der Früh und frühen Vormittag, hier vergleichst du mit deinen Maximalwerten (Etwas komisch aber bitte). Andere haben bestimmt ordentlich gelesen und somit mitbekommen, dass ich normal unter Tag ca mit 46 bis 49 Grad fahre. (Was eh schon hoch ist) Über 50 Grad sollen es sowieso nicht sein. Deshalb ist mMn ein Kollektor wie du in hast beim Heutrocknen unnötig. Für das bisschen, dass er effektiver ist kostet soetwas zu viel, da mach ich ein paar Quadratmeter Dachabsaugung mehr und fertig (kostet so gut wie nichts).

Weiteres sind die von dir genannten Werte bei einer Luftmenge von 8000m³/h und die Werte von mir bei einer Luftmenge von 110000m³/h das ist das 13,75fache an Luft die angewärmt wird, (Hier sind wir schon wieder bei den Birnen und Äpfel, ein Vergleich ist nicht so einfach). Bei einem Preis von 6600 exkl. mwst. für die Dachabsaugung. Wie viel kosten deine 96m² fertig am Dach ohne einen Handgriff von dir (oder deine Arbeitszeit ordentlich mit einberechnet)?

Da du wieder mit deinem Steinspeicher beginnst, hier auch wieder meine Fragen:
Was kostet der zu speichernde Kw im Steinspeicher? Wie viel kostet es in aufzuladen? Welche Luftfeuchte-Differenz kannst du effektiv auf welche dauer herausziehen?
Kannst du diese Fragen nicht selbst beantworten, so sind deine Behauptungen über die Heutrocknung der "Zukunft", aus den Fingern gesogen...

Zu deinen letzten Absatz, hier bin ich doch mal deiner Meinung. Das war oder ist genau der springende Punkt, du hast vom Heutrocknen keine eigenen Daten und nicht wirklich eigene Erfahrung, trotzdem hast du Anfangs hier in diesem Thread gleich mal am Tisch gehauen und von oben herab den Leuten erklärt, was eine ordentliche Trocknung ist. Von einer Technik geschwärmt, wo du in der Praxis gar nicht weißt, wie sie beim Heutrocknen funktioniert. Erst nach dem du dir etwas Daten vom Hersteller und anderen holen konntest, wusstest du überhaupt worum es in diesem Gebiet (Heutrocknen) geht. Ich kann auch nirgends hier lesen, dass jemand behauptet hätte, du bist ein inkompetenter Hackschnitzeltrockner.

AO1 antwortet um 01-08-2017 10:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Es ist wieder mal wie erwartet, thomas.t3 - wir werden hier in diesem Forum offenbar keine Freunde mehr. Aber das habe ich auch nicht erwartet, aber:

Wenn du mit Werten auffährst...und dann sind das irgendwelche Vormittagswerte
(DAS ist etwas "komisch" aber bitte) an irgendwelchen Tagen und zu irgendwelchen Uhrzeiten, dann KANN hier kein guter Vergleich stattfinden, sei mir bitte nicht bös. Du wirfst was her, erwartest dir, dass man Vergleichswerte liefert und dann sind deine Werte wieder gar nicht mehr so deine besten, sondern nur irgendwelche Werte. Natürlich nehme ich meine Maximalwerte an, weil ich irgendwas annehmen muss. (Schon mal von Peak-Leistung gehört?) Ein Photovoltaikhersteller sagt auch nicht: "Mein Modul liefert irgendwann am VM soviel Strom, und eine Stunde später soviel und was das dann für ein Tag war sind wir uns egtl. auch nicht so sicher. ^^
Von den Maximalwerten lässt sich nämlich normalerweise auch ganz gut die Kurve des Tagesverlaufs im jeweiligen Monat durchrechnen - alles Andere ist einfach komplett unwissenschaftlich und Kaffeesatzleserei.

50 Grad Maximaltemperatur stimmt schon wieder nicht, für das CONA-System, da du es dir offenbar immer noch nicht genauer angesehen hast, da es völlig egal ist mit welcher Temperatur du vom Solarfeld runterkommst, es kommt nur darauf an, dass die Endtemperatur im Heustock eigentlich unter 40° und nicht unter 50° haben muss. (Trocknest du Heu wirklich bei bis zu 50°??? - schade um das Heu würde ich sagen, aber ich hab ja von Heu "keine Ahnung". ^^ Frag mal bei der LfL nach, was die zu 50°C bei Heutrocknung sagen.

Und was du offenbar überlesen hast oder wolltest ist eben der Unterschied zwischen Dachabsaugung und Solarluftkollektorfeld. Es gibt zig Tage, wo eine DA keine Energie bringt, da es die Witterung nicht hergibt. Wohingegen es keinen Tag in meiner Auswertung gab, an dem keine Leistung erbracht wurde. Was heißt das? Dass eine Vergrößerung der ohnehin schon nicht besonders effizienten Dachabsaugung auch nichts bringen würde, weil 5 x 0 oder 50 x 0 oder 500 x 0 immer noch NULL ist! Vielleicht willst du das aber auch nicht verstehen, weil du einfach ein DA-Fan bist, dann sei es drum - hier lesen ohnehin viele mit, die sich bei unser beider Ausführungen bereits ihre Schlüsse gezogen haben.

Was die 110.000m³/h angeht, redest du von deinem Heulüfter der 100%(?) aus dem Dachraum raussaugt (das sind natürlich niemals 110.000m³ - da kannst du jeden Lüftungstechniker fragen und dann muss der selbe Ventilator auch noch den Druck für deinen Heustock aufbauen. Kein Wunder, dass du so ein Monster verwenden musst...^^ - oder hast du so ein Fußballfeld von Heustock?
Ich sag ja nicht, dass du mit 16.000m³ auskommen wirst - ganz und gar nicht, das ist für ein ganz anderes System gedacht, aber ein Ventilator, der sowohl Sog- als auch Drück-Kraft übernehmen muss, arbeitet immer ineffizienter, als einer der nur eine der beiden Arbeiten übernehmen muss. Das ist der Grund, weshalb das CONA aufteilt, in meinem Fall für ein anderes Trocknungsgut, aber bei deren Heutechnik sieht das genauso aus, nur mit etwas stärkeren Ventilatoren. Können die sich aber leisten, weil sie dadurch Strom sparen...aber das Thema hatten wir schon, das wärme ich jetzt nicht nochmal auf - das geht hier ohnehin nicht mehr rein.

Ich werde hier zum Steinspeicher ganz sicher nichts mehr verlieren, weil du ja ohnehin nur darauf wartest, mir wieder das Wort im Mund umzudrehen, die Daten die ich besorgen konnte, habe ich geliefert, die MWh-Zahl spricht für sich, für den Rest habe ich den Verweis zum Hersteller bereits angeführt.

Ja, ich kann im Gegensatz zu dir auch auf den Tisch hauen, auch wenn du dich hier aufspielst als DER HEU-GURU, denn ich hab mit Sicherheit deutlich mehr Daten geliefert als du, werde von dir immer noch gezapft und alles was von dir kommt ist ein ständiges "Runterdodeln" des Systems, das ja sowieso für Heu niemals funktionieren wird...was einfach Unsinn ist, da es erfolgreich bei vielen Kollegen genau so läuft. Aber Morgenstern hat schon gesagt: "Was nicht sein darf - das nicht sein kann." So kommt mir das bei dir vor.

Und was interessiert dich der Preis meines ohnehin Äpfel mit deinen Monstermelonen verglichenes 96m² CONA Solarfeld, wenn du dir wieder nur rauspicken würdest, weshalb deine DA soviel besser ist? Wenns dich interessiert, frag einfach an, dann bekommst du dort deine Antwort - ich schreibe hier sicher keine Preise. Meine Förderung habe ich erhalten, mit dem Preis bin ich sehr zufrieden, vor allem weil ich selbst ursprünglich gezweifelt habe, dann Referenzen besucht habe und jetzt in der Praxis überzeugt bin.

thomas.t3 antwortet um 01-08-2017 11:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
@ Hackschnitzl-Guru, hallo mein Freund!

Du hast vorher darüber gesprochen, somit habe ich ein paar Überschlagswerte hier geschrieben, und eh auch die Zeiten dazu (Weil du immer von Übergangszeiten gesprochen hast). Und da sieht man, dass eine Dachabsaugung gar nicht so schlecht ist auch bei bewölkten Phasen. Aber was soll ich machen, wenn du nicht lesen kannst.
Wenn du nur von deinen Maximalwerten den Tagesschnitt ausrechnest, finde ich es eher ungenau. Genau ist, wenn 1 zu 1 aufgezeichnet und festgehalten wird, und sich danach die Steuerung dementsprechend einstellt und reagiert. Wenn du nur wissen würdest wie die Moderne Heutrocknung heutzutage arbeitet und automatisch gesteuert wird...
Und ja ich lasse sie auch mit 46 bis 49 Grad laufen, aber hast du auch verstanden warum man nicht über 42 Grad sein soll =)
Natürlich gibt es auch zig Tage, wo ein teurer Kollektor keine Sonne hat =) es ist auch ganz wichtig, dass man sich einen teuren Kollektor kauft, der auf über 60 Grad aufheizen kann, damit man danach wieder auf 40 Grad abkühlen muss...

Dass du die 110000 m³ nicht verstehen kannst, zeigt mir, dass hier dein geistiger Horizont erreicht ist. Bei einer Boxengrößen von 300m² kommst du nicht drum rum.
Ein Lüfter ist ineffizient, wenn er beides zu erledigen hat... (noch immer nix kapiert)

Zu guter Letzt, du willst mit keinen Preis herausrücken, was auch komplett logisch ist.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis von einer Dachabsaugung (Preis pro m³ angewärmt) schaffst du ganz einfach nicht, da kann dir der Vertreten noch so eine "Effizienz" vorgaukeln.

Ps: Sieh dir mal die Heumeisterschaften an, und welche Systeme an der Spitze bei der Meisterschaft sind. Soviel verrate ich dir: Es ist nicht mal eine Cona-Anlage dabei =)

lg

AO1 antwortet um 01-08-2017 14:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Dein geistiger Horizont ist offenbar bereits beim Lesen von Texten erreicht. Denn ich habe sogar 3-Tages-Durchschnittswerte und Leistungen an den schlechtesten Tagen angeführt. Was willst du denn noch??!

Der nächste Punkt, wo du nicht verstanden hast worum es geht ist beim Thema Kollektor-Wirkungsgrad. Wenn der so hoch ist, dass selbst bei den schlechtesten Tagen ca. 18% der Peakleistung eingefangen werden können, dann brauchst du 1. nicht zwingend direkte Sonneneinstrahlung um ihn zu erwärmen und 2. hast du dann logischerweise sehr hohe Peakleistungen. Diese Energie musst du natürlich heruntermischen und hast dann immer noch sehr trockene Luft. (entschuldige die ungenaue Ausdrucksweise, aber ich hab es langsam Satt, dir noch was erklären zu wollen)
Worauf es ankommt, sind nicht die hohen Temperaturen (du hast übrigens als erstes mit den tollen Vormittagstemperaturen angefangen - nicht ich!), sondern die Frage, wann leistet ein Solarkollektorfeld mit Luftkollektoren, wenn die DA kalt bleibt. Und das ist ganz gewiss deutlich häufiger, als du vllt. annimmst. Aber dazu müsstest du mal deine kleine Welt verlassen und mal ein paar km zum nächsten Betreiber fahren, der sich seine DA durch ein Cona-Solarfeld optimiert hat. Vorher wirst du das nicht verstehen, glaube mir.

Das war oben ohnehin mit einem "?" versehen, da ich deine Heustockgröße nicht kannte. Gut, bei 300m² gehörst du sicher zu den großen, da wirst du schon 110.000m³/h einsetzen müssen, das wird dir schon einer so berechnet haben. Trotzdem "ziehen und drücken" ...ich habs kappiert - du offenbar nicht...wirkt sich auf die Leistung eines Ventilators immer negativ aus, wie wenn er nur eines machen muss. Immer! Aber du bist kein Lüftungstechniker, insofern kannst du das nicht wissen, ich hab das auch erst in Erfahrung bringen und mir dann nochmal erklären lassen müssen. Glaub auch mal jmd. außer dir selbst...^^

Keine Sorge, ich weiß wieviel ich von einer "billigen" DA erwarten kann und wieviel eine Solarluftkollektor zu leisten vermag. Ich habs mir durchgerechnet und ja, natürlich ist ein Kollektor pro m² teurer, aber demgegenüber steht einfach mehr Leistung und eben auch Leistung wenn von der DA eine Doppel-Null runterkommt.

Mich interessieren keine Heumeisterschaften, ist auch nicht mein Thema, aber wenn du schon fragst, dann frag doch auch gleich, ob die überhaupt schonmal dran teilgenommen haben...die wären ja, so wie du schreibst auf den hintersten Plätzen - da sie aber gar nicht aufscheinen, wie du schreibst, werden sie gar nicht mitmachen. Warum, lässt sich nachfragen. Aber klär mich auf: Ist das dortige Ergebnis das Maß aller Dinge? Muss man dort dabei gewesen sein, um jmd. zu sein? Hast du dort mit deiner DA etwa mal gewonnen? ^^

herbert.h(xg227) antwortet um 01-08-2017 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Hey Leute ich hab mir eure Thread mal kurz durch gelesen, mich interessiert ja generell, das Thema Heu allerdings konnte mir noch niemand ein Konzept vorlegen, das sich für mich gerechnet hat und welches auch hält was es verspricht.

Die für mich nötige Größe ist etwas kleiner als die von Thomas t3 (ca. 200 m² Box) Damit ist der Wärmetauscher von meiner Hackschnitzelheizung den ich zum Getreidetrocknen verwende aus dem Spiel. Alles andere war bisher viel zu teuer. Thomas du hast um 6000€ eine Dachabsaugung gemacht. 16,2€ pro kw Dh rund 370kw. Ist das so richtig?

thomas.t3 antwortet um 01-08-2017 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Hallo Herbert,
Die Dachabsaugung hat 11000 Euro gekostet. Davon sind 20% vom Finanzamt retour gekommen, von den Nettokosten (8800Euro) bekomme ich 25% Förderung. D.h. ich hatte 6600 Euro zu bezahlen. Damit erreiche ich eine Heizleistung von mind. 370 Kw. Also die Anwärmung für 110000m³ -Luft die Stunde schafft man damit leicht.
Aber zu beachten ist: Dachneigung, Art des Daches (Blech (Habe ich), Ziegel, Eternit usw, Isolierung?), Ausrichtung...
lg




Riiitsch antwortet um 02-08-2017 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
@AO1: mal danke fürs Werte ermitteln!! Der Luftkollektor schaut ja spannend aus, das der effizienter ist wie eine DA wundert mich nicht. Wir Heutrockner brauchen die ganze Anlage nur ein paar Tage im Jahr, also muss sowas immer einen Doppel- oder Dreifachnutzen haben (zb Heu trocknen + Haus heizen + Nachbarhaus heizen).

Da kommt meiner Meinung die Dachabsaugung her: 2 schalliges Dach leisten sich schon mehrere beim Neubau. Ob diese 2 Schallen ein paar Zentimeter weiter auseinander sind (je nach Berechnung) spielt im Preis keine Rolle. Ich habe so also eine günstige Anlage für nur eine Aufgabe: Heu.

Den Steinspeicher werde ich mir im Winter mal genauer ansehen. Ich bezweifle das geht sinnvoll, aber mal schauen. Wo ich bedenken habe: ich bräuchte so cirka ein Lufttemperaturfenster von 50 bis 80 ° C, das wäre die gespeicherte Energie incl Verluste. Und was ich jetzt nicht weiß wie gut der Steinspeicher isoliert ist. 80°C sind wenn der Stein in der Erde steckt schnell weg. Die entnommene heiße Luft muss dann gemischt werden auf 30-40°C, oder könnte man "schneller" durchströmen um so die gewünschte Temperatur zu erhalten? Fragen über Fragen für den Winter ;)

Mittelfristig werde ich vom Heizöl weg gehen. Der wahrscheinlichste Energiespeicher ist Holz aus dem Eigenwald, gehackt oder geschnitten. Eine DA wird untertags immer dabei sein, oder eben so ein Luftkollektor wenn ich ihn sonst brauchen kann. Zusätzlich käme an heißen Tage noch der Überschuss von den solarthermie Kollektoren in Frage. Ähnlich wie beim Steinspeicher ist da gleich ein enormer Pufferspeicher nötig um über die Nacht zu kommen. Mal schaugen.

AO1 antwortet um 02-08-2017 14:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
@Riiitsch: Ganz klar, die DA ist aus dieser Multifunktionalität entstanden. Ist doch schade, soviel Energie am Dach zu haben und nicht anderweitig nutzen zu können. Auch der Luftkollektor (selbst in der kühleren Jahreszeit nutzbar) sollte aufgrund des extrem energiesparenden Trocknungssystems wenn möglich auch für andere Zwecke genützt werden. Davon gibt es ganz viele, wie man auf der CONA-Homepage sieht. Da können vor, zwischen und nach der Heusaison Hackschnitzel getrocknet werden. Genauso haben die Früchte- und andere Multifunktionstrockner, die sich mit dem Solarfeld verbinden lassen um "Ab-Hof Produkte" zu trocknen. (Suppen, Trockenfrüchte, Tomaten für Antipasti, uvm). Wer Getreide anbaut, kann auch zwischen den Heuernten Getreide mit dem System trocknen. Selbst Scheitholz lässt sich damit rascher trocknen als aufgeschlichtet. Nicht alles ist für jedermann geeignet - ich trockne neben Hackschnitzel max. Scheitholz, aber die Kombinierbarkeit ist erstaunlich.

Ob der Steinspeicher im Winter Sinn ergibt, weiß ich zwar jetzt nicht...hängt vermutlich davon ab, ob du einen Teil deiner Heizung auf Luftbasis führen kannst. Ganz bestimmt ist der isoliert, den den ich gesehen habe ist nicht in der Erde, sondern oberirdisch. Über Wärmetauscher ins Wasser zu fahren, ist zwar mit Wirkungsgradverlust verbunden, aber wenn ich die "Wintersonne" schon nützen will, dann würde ich lieber direkt in den Puffer reinfahren und nicht vorher über den Umweg des Steinspeichers gehen. Oder habe ich deinen Gedankengang noch nicht verstanden?

Bzgl. deinem letzten Absatz: genau darum gehts, da hast du völlig Recht, denn die Aufwertung von frischen Hackgut durch aktive (rasche) Trocknung ergibt einen super Winterspeicher durch seine konservierte höhere Heizenergie. Die Schere geht doppelt auseinander: feucht brennt schlechter UND passiv getrocknet büßt massiv Heizleistung ein
ABER: alles hier kein Thema, drum hör ich schon wieder auf :)

Riiitsch antwortet um 02-08-2017 14:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Einen Luftkollektor würde ich wohl am ehesten mit der Heizung des Hauses kombinieren. Ob ich ins Hackschnitzel trocken einsteige bezweifle ich, das können Kollegen in der Gegend schon, die haben die Anlagen.

Wasser als Speicher war mal so ein Überlegung (ohne Stein dazwischen). Min 10000 Liter Puffer wäre nötig um halbwegs mit warmen Wasser aus Sonne etwas Heu zu trocken. So einen großen Puffer installieren kostet natürlich. Da müsste der Tank fast geschenkt sein und der Bagger vom Kollegen gerade arbeitslos - dann ginge das ^^

herbert.h(xg227) antwortet um 08-08-2017 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballen
Hallo Thomas, Wieviele m² Dachabsaugung hast du und aus was hast du die Unterkonstruktion gemacht?

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