Selbstmorde unter Landwirten

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christian.s(wbw79) 12-02-2017 21:34 - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Guten Tag. Ich bin Journalist und schreibe für DAS MAGAZIN (Wochenendbeilage von Tages Anzeiger, Berner Zeitung, Basler Zeitung und der Bund). Das Thema der Selbstmorde unter Landwirten beschäftigt mich: Weshalb nehmen sich Bauern das Leben? Was ist aus diesem einst so stolzen Beruf geworden? Welches sind die grössten Probleme? Geht es in erster Linie ums Geld? Oder um die zu viele Arbeit? Die fehlende Wertschätzung? Was und wie muss sich ändern, um diese Entwicklung aufzuhalten? – Um diese Fragen zu klären, suche ich Gesprächspartner, das heisst Bauern und Bäuerinnen, die bereit sind, mit mir zu reden, schriftlich oder telefonisch oder persönlich, anonym oder mit Namen. Danke! Kontakt: Christian Schmidt, schmidt@kontrast.ch, 079 752 77 58



179781 antwortet um 12-02-2017 22:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Da ist wohl nicht eines von der von dir angeführten Argumenten auslösend, sondern eine Verbindung von mehreren Dingen. Fehlende Wertschätzung meist innerhalb der Familie und dazu auch noch von aussen, gepaart damit, dass ständig irgendwelche Probleme anstehen (die eigentliche "Arbeit" ist nicht das Hauptproblem) zehren an der Psyche. Wenn dann noch etwas dazukommt, dann gibt manch einer auf.
Auf jeden Fall ist das Problem nicht zu unterschätzen. Unser Tierarzt hat erst kürzlich in einem Gespräch gesagt: "Du glaubst gar nicht, wie viele Bauern psychische Problem haben"

Gottfried


peter.z(cgu8) antwortet um 12-02-2017 22:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Guten Abend Christian
Gottfried hat recht, meistens sind es mehrere Gründe. Mein Vater hat sich 2009 das Leben genommen. Die genauen Gründe weiss niemand, hat sich nicht verabschiedet. Gründe dafür könnten sein weil er Depression hatte, ausgelöst durch Diabetis, Angst vor dem Winter (wurde durch angstmacherei des Grossvater ausgelöst, Lawinengefahr), Angst vor Demenz (Grossvater hatte Demenz), und auch durch Angst durch eine Therapie und erholungsferien alls Versager dazustehen, Angst das der Betrieb ohne ihn nicht läuft. Ob es mit dem Milchpreis zu tun hatte weiß ich nicht mehr.
Was genau in jemand vorgeht kann man nie genau sagen. Es muss aber schon auch mit Angst des Versagens zu tun haben. Ansonsten würde man nicht mit einen Betrieb in Stich lassen mit Frau und 3 Kinder. Ändern kann man es nicht mehr.
Habe jetz mit 20 Jahren den Betrieb übernommen und gehe mit Zuversicht in die Zukunft.
Schöner Abend und grüsse aus dem Glarnerland



beglae antwortet um 13-02-2017 07:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Denke das liegt an der Erziehung im Kindesalter( Tradition, was sagen den die Nachbaren kein Selbstbewusstsein ), hatten letzte Woche ein Landwirtschaftliches Klassentreffen, einer hat den Betrieb Vormittags überschrieben bekommen und Nachmittag gabt er die Aufgabe des Betriebes bekannt, sowas muss man sich trauen und Selbstbewusstsein haben und nicht an alten Traditionen festhalten ( haben wir ja schon immer so gemacht).


atro antwortet um 13-02-2017 08:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
ES liegt sicher an den geringen Erzeugerpreisen. Haben sich viele auch durch die Interessenvertretung hin gesteigert, das man immer mehr und mehr machen muss!! Arbeitsüberlastung, Hohe Schulden, Partner läuft davon usw. Meiner Meinung ; Weniger ist Mehr!! Und die Lebensqualität bleibt gleich. Geld ist nicht alles im Leben!! Die Schulden zahlen dir die nicht , die dich Beraten haben!! Zum Schluss heißt es immer bist selber Schuld!
Fakt ist! Das Essen muss billig bleiben!! MFG Georg


Fallkerbe antwortet um 13-02-2017 08:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Guten Tag,

mm trägt eine angelernte "Opferrolle" ein übriges dazu bei.
Bauern sind oft gewohnt, sich als Opfer zu sehen. Alle anderen sind schuld, das es mir schlecht geht. Von der Molkerei bis zu den Übergebern, von der Ama bis zu den weichenden erben. Von der Kammer bis zur Kreditbank.

Das führt ein stück weit dazu, das man, wenns wirklich klemmt, sich auch als (hilfloses) Opfer sieht. Statt das man die eigene situation zum gutteil als folge der eigenen Entscheidungen sieht. Und als Opfer erkennt man auch nur schwer, das man sich aus einer nicht zufriedenstellenden Situation vieleicht durch mutige entscheidungen befreien bzw verbessern kann. Ich meine das natürlich in verbindung mit einer depression oder ähnlichem .
Eine angespannte wirtschafliche situation und oder eine familiäre krise erhöhen natürlich dann den druck.

Ganz allgemein ist die Suizidgefahr bei Männern im mittleren Alter am höchsten.
http://www.pressetext.com/news/20120910010


jakob.r1 antwortet um 13-02-2017 08:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Grüße Euch, zu den obengenannten Gründen möchte ich noch ergänzen, das auch der fehlende Rückhalt in einem christlichen Glauben mit Ursache ist. Früher waren viel mehr Leute im Glauben gefestigt so das ein Selbstmord wegen der drohenden Folgen nie in Frage kam.
Heute leben viele Menschen nur im Hier und Jetzt und denken das mit dem irdischen Tod alles vorbei sei und man deshalb den Zeitpunkt des Ablebens selbst bestimmen dürfte. Da ist dann Selbstmord leichter eine Option, seine irdischen Probleme mit einem Schlag zu lösen.
Beste Grüße
Jakob


Lammperl antwortet um 13-02-2017 08:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Es geht um die Gewohnheiten und Freude zur Materie, der Hausacker ist der beste Boden, meine Resi(Kuh) ist die meine 100 000der Kuh. Über meinen Steyr lass ich nichts kommen, Hinten im Wald die großen Eichen sind mein Stolz, ...


Es sind die Dinge mit denen man aufwächst und zu denen man Beziehungen aufbaut ob Boden, Maschinen oder Tiere, man gibt dafür alles.
Hier spielt die Arbeit keine Rolle, Kredite werden wenn nötig abgeschlossen aber wenn dann eine Depression kommt und die erhofften Preissteigerungen die letzten 30 Jahre nicht kommen dann kann schon der ein oder andere "aufgeben". Das schlimme daran ist das dabei die Familie nur als zweit wichtig angesehen wird und die es dann abbüßen muss.

LG Lammperl


iderfdes antwortet um 13-02-2017 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Ich denk mal, dass die Unsicherheit eine große Rolle spielt. Wer jetzt einen Haufen Schulden hat, der hat echt den Scherm auf. Ob EHW neu, Vorschriften, Auflagen oder AZ. Sicher ist eingentlich nur, dass es nicht unbedingt einfacher werden wird. Auch zum Thema Wertschätzung hab ich noch eine kleine Geschichte: Vor einigen Jahren hat sich ein relativ junger Bauer das Leben genommen. Tragische Geschichte, neues Haus gebaut, jung verheiratet, zwei kleine Kinder. Was ein alter Bauer folgendermaßen kommentiert hat: "Furchtbar, grad jetzt, wo es zum Heuen ist. " Und der hat das ganz ernst gemeint.


eklips antwortet um 13-02-2017 08:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
fallkerbes Begründung ist für mich nicht ganz schlüssig. Wenn die selbstmordgefährdeten Bauern angeblich Schuld an ungünstigen Zuständen ohnehin ausschließlich auf andere abschieben, warum soll sich dann tödliche Aggression ausgerechnet auf sie selber richten? Und nicht auf die eindeutig ausgemachten Schuldigen?


peter.z(cgu8) antwortet um 13-02-2017 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Die Zeiten wo man dran glaubte das die Seele aus dem Feuer springt wen der Groschen in der Kasse klinkt sind vorbei. Ist auch gut so. Eigentlich gab es das Problem schon früher. Heute ist man einfach schneller informiert über solche Dinge.


stefan.u(gbz5) antwortet um 13-02-2017 09:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Nicht unerwähnt sollen auch die Hilfsmöglichkeiten bleiben an die man sich wenden kann.

Notrufnummern für Krisensituationen:

Kriseninterventionszentrum (Mo–Fr 10–17 Uhr): 01/406 95 95
Psychiatrische Soforthilfe (0–24 Uhr): 01/313 30
Rat und Hilfe bei Suizidgefahr: 0810/97 71 55
Sozialpsychiatrischer Notdienst: 01/310 87 79
Telefonseelsorge (0–24 Uhr): 142
Rat auf Draht (0–24 Uhr, für Kinder & Jugendliche): 147
Männernotruf Steiermark: 0800/246 247
Sorgentelefon für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Mo–Sa 14–18 Uhr): 0800/20 14 40


mfj antwortet um 13-02-2017 09:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten

Ich habe zwar keine Statistiken zur Hand, aber ich glaube dass die Selbstmordrate bei Landwirten unterdurchschnittlich ist.

Die Gründe dafür sind offensichtlich und leicht zu erklären.

Der aktiven Landwirtschaft fehlt es grundsätzlich an „freien Tagen“ wo man nichts zu tun hat.
Das gibt es schlichtweg nicht. Damit kommt auch wenig Langeweile oder Zeit auf, wo man großzügig über „beschissene Situationen" nachdenken kann.
Weil schwierige Verhältnisse gibt es heute in allen Bevölkerungs-Schichten.

Als Landwirt hat man immer was - und genug zu tun.

Ob es immer sinnvoll oder zielführend ist – ist eine ganz andere Frage. Dafür ist uns auch die übrige Gesellschaftsschicht im Grund neidig. Sehr neidig sogar.
Während sie sich Wochenenden, Urlaube und freie Tage um die Ohren schlagen müssen, Aktivitäten, Herausforderungen und künstliche Kicks schaffen und suchen müssen – können wir entspannt unserer Arbeit am Hof nachgehen.

Wer Urlaub auf dem Bauernhof anbietet, bekommt schnell einen Einblick in das Leben anderer Berufsgruppen.
Das „schöne Leben“ dort konzentriert sich auf die Urlaubszeit. Wenn dann das Wetter, die Örtlichkeit usw. nicht passt – ist so ziemlich alles gelaufen.
Dann hat man ein Jahr umsonst gearbeitet und ein Haufen Geld ist auch noch weg…

Der Landwirtschaft geht es finanziell durchwegs bescheiden – vom Lebensgefühl und Lebensinhalt stehen wir aber so ziemlich an der Spitze !
Die Krankenkassen geben ein ähliches Bild ab.
Krank ist häufig der, wo auch krank sein kann...

Ich kann daher viele Beiträge zu diesem Thema nicht nachvollziehen.





stefan.u(gbz5) antwortet um 13-02-2017 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Aufgrund des Gentlemans Agreements der österreichischen Medien wird über Selbstmorde nur sehr dosiert berichtet. Aber dass die Selbstmordrate unter Bauern alles andere als unterdurchschnittlich ist, findet man recht schnell heraus.

http://stmv1.orf.at/stories/332805
http://www.hilfe-in-der-krise.at/index.php/sozialstruktur-und-suizid-in-oesterreich-2008.html
Zitat:
...sondern es konnte auch die Existenz von bestimmten Risikogruppen für Suizid nach sozioökonomischen Kriterien nachgewiesen werden: Hierzu zählen Beschäftigungslose und Bezieher sehr niedriger Einkommen ebenso wie gewisse Berufsgruppen, darunter Fabrikarbeiter sowie Land- und Forstwirte, aber auch Manager, Ärzte und Polizisten.


dietmar.s(2cz6) antwortet um 13-02-2017 14:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
servus christian in meinem umfeld hat sich zb ein Landwirt umgebracht weil er körperlich nur mehr beschränkt arbeiten konnte (bandscheibenvorfall,...) und sich anscheinend nichts anderes vorstellen konnte als in der lw zu arbeiten.

mfg


Century antwortet um 13-02-2017 16:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Hier über die Ursachen von Selbstmorden zu diskutieren halte ich für sehr heikel.

Die meisten Menschen verstehen gar nicht, was in einem depressiven vorgeht.
Und warum es dann zu so einer extremen Entscheidung kommt.

Ich meine, dass man sich ohne fundiertes und umfassendes Wissen über die menschliche Psyche nicht erlauben darf, über so etwas ein Urteil zu fällen.



beglae antwortet um 13-02-2017 17:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Selbstmorde unter Landwirten
Hier über die Ursachen von Selbstmorden zu diskutieren halte ich für sehr heikel.

Die meisten Menschen verstehen gar nicht, was in einem depressiven vorgeht.
Und warum es dann zu so einer extremen Entscheidung kommt.

Ich meine, dass man sich ohne fundiertes und umfassendes Wissen über die menschliche Psyche nicht erlauben darf, über so etwas ein Urteil zu fällen.

Schreibt Century

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Finde ich nicht, man sollte über alles offen Reden


jakob.r1 antwortet um 13-02-2017 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
...@riiitsch --- nur weil die Bodenmannschaft der einzelnen Glaubensrichtungen wegen Unfähigkeit zu immer weniger Menschen vordringen kann, hat dies nichts mit Dämonisierung zu tun. Für mich wäre dieses Leben ziemlich wertlos, wenn ich denken würde das nach dem irdischen Tod alles aus ist....
Aber ich achte natürlich auch die Meinungen von "Atheisten" zu diesem Thema,- aber jeder sollte zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen, das es im Universum durchaus Dinge trotzdem gibt, auch wenn ich es mir (noch) nicht vorstellen kann.....
Grüße an Alle
Jakob


rotfeder antwortet um 13-02-2017 20:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Hallo!
Als einen Risikofaktor bei Landwirten mit Depressionen sehe ich schon, das die kommunikation
bei den "gstandenen Bauern" oft sehr bescheiden ist. D.h. es fällt schwer, über Gefühle zu Reden, Belastendes und Mißlungenes öffentlich zu bereden usw. und auch mehr Abneigung in psychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Und man lebt oft einsamer als Bauer, speziell wenn man viel arbeitet. Andere haben Arbeitskolegen, Kunden , Feundeskreis, ec zum Austauschen.


Woodster antwortet um 13-02-2017 23:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Das Suizide medial derart unter den Tisch gekehrt werden, ist unverständlich.
In Österreich gibt es rund 100mal mehr Selbstmorde als Tote durch Alkohol im Straßenverkehr 2016. Ich traue mich auch zu behaupten, dass durch die übermäßige Kriminalisierung von Alkohol (Führeischeinabnahmen, Nachschulungen, Job-Verlust) mehr Selbstmorde passieren, als es Tote durch Alkohol im Straßenverkehr gibt.

Ich rede nicht dem Alkohol beim Autofahren das Wort, aber es fehlt komplett das Maß und Ziel, auch Hausverstand genannt. Das Dorfwirtesterben, und nicht zuletzt die Landflucht, ist auch eine Folge der modernen Hexenhatz.

Und das Kuratorium für die eigene Geldsicherheit hat ganze Arbeit geleistet und verdient sich dumm und dämlich mit den Nachschulungen. Neuer Verkehrsminister – neue und höhere Strafen. Jedes Mal das gleiche Spiel. Und die neuen Minister scheinen es nicht zu kapieren, das sie in Gutmenschenmanier einfach nur benutzt werden

100mal mehr Selbstmorde, als Alkoholtote im Straßenverkehr. Davon redet keiner.
Es gibt ja nicht einmal eine Statistik, wo man die Gründe der Suizide festhält. Wir reden hier von rund 1250 bis 1300 Fällen pro Jahr. Denn oftmals sind die Gründe ja bekannt. So eine einfache Statistik könnte bei der Suizidprävention wertvolle Dienste leisten. Aber dafür gibt es rund 1,6 Millionen Alkoholkontrollen pro Jahr.

Irgendwie denke ich, dass eine Suizidgrund-Statistik bestimmten Herrschaften zu unangenehm ist... vielleicht besonders den Herrn des Kuratoriums der eigenen Geldsicherheit...?



Gigasgagasmann antwortet um 13-02-2017 23:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
https://munchies.vice.com/de/articles/warum-nehmen-sich-so-viele-franzoesische-bauern-das-leben-560
http://www.zeit.de/2016/50/selbstmorde-schweizer-kanton-waadt-bauernpfarrer


christian.s(wbw79) antwortet um 14-02-2017 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Danke, Gottfried. Ja, es sind sicher mehrere Gründe, die zur Kurzschlusshandlung führen. Und Dein Tierarzt hat sicher recht mit seiner Aussage. Tierärzte sehen immer am meisten.


christian.s(wbw79) antwortet um 14-02-2017 09:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Dank an Stefan U. für die Kontaktmöglichkeiten für Landwirte in Not in Österreich. Hier sind die Kontaktdaten für die Schweiz (aus dem Internet zusammengestellt):

• www.hofkonflikt.ch
• Bäuerliches Sorgentelefon: Zweimal in der Woche ist die Nummer 041 820 02 15 für Hilfesuchende betreut: Am Montagmorgen von 8.15 bis 12 Uhr und am Donnerstagabend von 18 bis 22 Uhr.
• Familienkonflikte/Scheidung: Der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband vermittelt Fachpersonen: 079 520 27 87
• Verein Bäuerlicher Sorge-Chratte: 071 799 13 68
• Appenzell Ausserhoden: Weitblick: Irene Mühlebach, Telefon: 071 353 67 56
• Glarus: Anlaufstelle für Probleme aller Art: Telefon 055 640 98 20
• Graubünden: Beratungsstelle für Lebens- und Partnerschaftsfragen: 071 252 33 77
• St.Gallen: Offni Türe: Silvia Hohl, 058 228 24 07
• Thurgau: Soziale Fachberatung: BBZ Arenenberg: 071 663 33 33
• Zürich: Offni Türe: 044 869 21 68
• Netzwerk Mediation: www.hofkonflikt.ch oder 031 941 01 01 oder 078 790 04 04
• Bern: Anlaufstelle Überlastung Landwirtschaft der Oekonomischen und Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern (OGG): 079 200 00 44
• Aargau: Projekt Wäg-Wiiser, Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg, Joseph Angehrn, 062 855 86 53
• Zentralschweiz: Zentralschweizer Erfahrungsgruppe für Bäuerinnen nach Trennung oder Scheidung; Agnes Schneider-Wermelinger: 041 495 13 63
• Für das Welschland: Pierre-André Schütz, aumônier dans le monde agricole, offre une écoute et un soutien aux agriculteurs en difficulté.
079 614 66 13 ❘ pierre-andre.schutz(at)eerv.ch




riener antwortet um 14-02-2017 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Woodster schreibt.....

....100mal mehr Selbstmorde, als Alkoholtote im Straßenverkehr. Davon redet keiner.
Es gibt ja nicht einmal eine Statistik, wo man die Gründe der Suizide festhält. Wir reden hier von rund 1250 bis 1300 Fällen pro Jahr. Denn oftmals sind die Gründe ja bekannt. So eine einfache Statistik könnte bei der Suizidprävention wertvolle Dienste leisten. Aber dafür gibt es rund 1,6 Millionen Alkoholkontrollen pro Jahr.......


von den 1300 Selbstmorden ausgehend gibt es im Jahr also nur ca. 10 - 15 Verkehrstote wegen Alkohol ???

Denkst Du auch einwenig bevor Du so einen Schwachsinn schreibst ??? - vermutlich hast Du selbst ein ordentliches Alkoholproblem.

schonmal davon gehört das bei Toten kein Alkotest mehr gemacht wird ???

wenn man mich fragen würde was mir wichtiger ist - entweder der Dorfwirt kann gut Leben oder strenge Verkehrskontrollen - was Glaubst Du wofür ich mich entscheiden würde ??
für mich ist jemand der Alkoholisiert fährt ( und sogar einen Unfall verursacht) ein vorsätzlicher Straftäter.
Alkoholisiert ein Fahrzeug zu lenken ist keine übermäßige Kriminalisierung sondern einfach nur Kriminell.
Wie Hoch würde die anzahl der Verkehrstoten steigen wenn Alkoholisierung im Straßenverkehr nicht mehr Kriminalisiert würde, sondern wegen Unterstützung der Heimischen Dorfwirtschaft ausdrücklich gefördert würde ??




stefan.u(gbz5) antwortet um 14-02-2017 12:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Originaltext von Woodster:
Das Suizide medial derart unter den Tisch gekehrt werden, ist unverständlich.


Das ist nicht unverständlich...
Das ist um den Werther Effekt (Häufung von Nachamungssuiziden nach ausführlicher Medienberichterstattung) zu verhindern.
Darum gibt es das Gentlemans Agreement unter den österreichischen Medien nicht bzw. nur sehr dosiert zu berichten und wenn darüber berichtet wird, dann werden die Hilfsmöglichkeiten dazugeschrieben.



biolix antwortet um 14-02-2017 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Hallo !

danke riener , so ist es !

Und woodster, wie dumm muss man eigentlich sein, dass man Verkehrstote mit Alkoholeinfluss, Selbsmorde gegenüberstellt ??

Riener hat eh schon das meiste gebracht. Doch der Selbstmörder bringt Gott sei dank, sich meist selbst um. Der alkoholisierte Autolenker nimmt meist leider noch andere Menschen mit in den TOT. pffff...

O,5 und 0,8 Promille sind eh schon fast nur mehr in Ö erlaubt. Was tun die Gastwirte in den Ländern mit 0,0 ??

tg biolix

p.s. das was Stefan anmekrt ist richtig, nur erwarte ich mir einmal im Jahr, eine Statistik inkl. das darüber diskutiert und gesprochen wird. Und was getan werden kann, das die Selbstmordrate sinkt.


jakob.r1 antwortet um 14-02-2017 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Grüß Euch, Männer --- warum müssen eigentlich hier im Forum immer wieder persönliche Angriffe stattfinden? Das ist so unnötig wie ein Kropf.
"Mann" kann durchaus seine persönliche Abneigung gegen gewisse Aussagen von anderen Teilnehmern auch mit gleicher Wirkung sanfter ausdrücken, oder?
Zum Wirtesterben , so denke ich müssen die Wirte einfach noch ein paar Jahre Durststrecke überwinden bis die autonom fahrenden Autos praxisreif sind. In Abänderung des bekannten Sprichwortes "Trogts mi aussi dann fahr i Eich hoam " --- trogts mi aussi dann fahrt mi mei Auto hoam....
In diesem Sinne noch einen fröhlichen Faschingsendspurt wünscht
Jakob


stefan.u(gbz5) antwortet um 14-02-2017 13:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
die Statistik gibts
http://www.bmgf.gv.at/cms/home/attachments/2/3/9/CH1453/CMS1392806075313/suizidbericht2015_2016.pdf

Und in der wird auch genau das Problem thematisiert, dass es durch das "nicht berichten" auch nachteilige Effekte für die Prävention gibt.
Also Statistik gibts, gesprochen wird in der Öffentlichkeit nicht darüber.


biolix antwortet um 14-02-2017 13:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Mahlzeit Jakob !

Ok das dumm nehme ich zurück und ersetze es durch pervers, und zur Suizidprävention gebe ich ihm sogar recht. Nur der Vergleich ist grausam.. ;-(

lg biolix


pluto. antwortet um 14-02-2017 14:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
"schonmal davon gehört das bei Toten kein Alkotest mehr gemacht wird ???"


Da irrst du dich aber gewaltig.


thomas.t3 antwortet um 14-02-2017 14:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Jop, bei den Toten wird sehr wohl im Blut nachgesehen...


riener antwortet um 14-02-2017 16:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Sollte bei Alkototen wirklich ein Bluttest gemacht werden muß ich was ich geschrieben habe natürlich zurücknehmen ( die zahl der Verkehrstoten durch Alkohol ist auf jeden fall um ein vielfaches höher als von Woodster behauptet....von den Verletzten ganz zu schweigen)

Die Verharmlosung von Alkohol ist sowieso ein eigenes Kapitel - an den folgen von Alkoholkonsum Sterben viel mehr Menschen als z.b. durch Suizid ( dem eigentliche Thema dieser Diskussion)


falkandreas antwortet um 14-02-2017 19:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Ich glaube das bei den meisten Selbstmorden Alkohol bzw. andere Drogen im Spiel sind


muk antwortet um 14-02-2017 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
der letzte milchbauer

https://www.youtube.com/watch?v=tHflVc5XIl0


G007 antwortet um 14-02-2017 20:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
@muk
Schick das Video dem Auer, der sieht sicher irgendwo eine Chance!


schellniesel antwortet um 14-02-2017 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Es hat wenig Sinn nach dem warum zu fragen den die Gründe werden so vielschichtig sein wie es die Menschen auch sind!

Fakt ist dass es für diejenigen nur mehr einen "Ausweg" gibt und das ist für andere eben nicht nachvollziehbar ist da es von außen immer so aussieht als der Weg raus immer gegeben ist! Ist er auch!!
allerdings brauchen Betroffene hier Hilfe um Hilfe auch anzunehmen!

Viele hindert der Scham oft auch Hilfe zu suchen bzw auch anzunehmen und dann reichen oft auch Kleinigkeiten die oft lang gehegte selbsmordgedanken auch in die Tat umzusetzen!

Ein trauriges Thema und stimmt mich sehr nachdenklich da es auch in meinem Umfeld Leute gegeben hat die diese Art zu gehen gewählt haben!

Auch an einen User möchte ich erinnern den ich hier als jungen überaus motivierten Burschen mit großer Leidenschaft zur Landwirtschaft kennenlernen durfte!
Doch leider sah auch er keinen anderen Weg mehr!

Ob die Statistik nun sagt das es in der heutigen Zeit mehr Fälle gibt oder nicht!

Ich kanns mir aber schon vorstellen der Leistungsdruck in der heutigen Zeit ist allgegenwärtig und das materielle ist in unserer neidgesellschaft all zu wichtig geworden!

Viele fallen in eine Krise weil sie an sich selber zu hohe Erwartungen stellen!

Auch ich war so und strebte nach eigentlich unerreichbaren und ich selber merkte das man dadurch einfach unzufrieden wird!

Zum Glück habe ich jemanden kennenlernen dürfen der meine Einstellung zum Leben geändert hat bzw erkennen hat lassen was im Leben wirklich zählt und mit diesem Menschen dürfte ich wohl das schönste im Leben erfahren ,dass es für einen geben kann!




Woodster antwortet um 15-02-2017 20:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Hallo allseits!
Na, da hab ich ja wegen meines Beitrages ganz schön was ausgefasst.
Konstruktive Kritik finde ich gut. Beleidigungen weniger. Entschuldigungen sind auch ok.

...Dass Suizide medial derart unter den Tisch gekehrt werden, ist unverständlich...

Ich bleibe dabei. Die Unterdrückung der Problematik in den Medien in den letzten Jahrzehnten hat uns nicht weitergebracht, weil dadurch auch die Bevölkerung nicht auf Anzeichen von Gefährdeten aufmerksam gemacht, bzw. sensibilisiert werden kann. Beispiele fehlen. Im Übrigen haben Gefährdete über Internet, Facebook und Co längst andere Wege gefunden, wenn sie gezielte Suizid-Informationen wollen. So wurde bei uns in der Nähe ein Tunnelportal innerhalb kürzester Zeit über Facebook für vier Personen zum Suizid-Ziel...

@Riener: zwecks Schwachsinn von 100 mal mehr Selbstmorden, als Alkoholtote im Straßenverkehr, guckst du hier: //www.bmi.gv.at/cms/BMI_Verkehr/jahresstatistik/start.aspx
Alkohol war bei 13, in Worten: dreizehn, (3,2 %) der tödlichen Unfälle mit im Spiel.

@Biolix meint, die Gegenüberstellung Suizid und Verkehrstote durch Alkohol ist pervers.
Pervers meines Erachtens ist, der extrem hohe Aufwand der Alkoholverfolgung und Kriminalisierung der Autofahrer, weil meines Erachtens durch diese überstrengen Gesetze, mehr Selbstmorde folgen, als es überhaupt Alkoholtote gibt!
Einziger Profiteur dieser Schikanen ist eine privatrechtlicher Verein. Ich nenne es das ...Kuratorium für die eigene Geldsicherheit... ein Millionengeschäft halt...
Für die Suizidgefährdeten, bzw. Aufklärung der Bevölkerung gibts so gut wie gar nix, außer ein paar mickrige Statistiken.

@Stefan.U Danke für die Statistik. Aber die wesentliche Aussage, warum sich jemand das Leben nimmt, fehlt leider. Die Angehörigen wissen das ja meistens. Warum man das nicht macht ist mir unverständlich. Da hätte man schon erste Angriffspunkte für eine wirksame Prävention. Aber vielleicht wirds noch...

Sorry für meine ungewohnte scharfe Argumentation. Aber ich beschäftige mich schon länger damit, weil es vor längerer Zeit einem Freund sehr dreckig ging und es durchaus auch tragisch hätte enden können. Deshalb bin ich vielleicht etwas sensibler und kräftiger in manchen Aussagen. Möchte damit niemandem auf die Zehen steigen, aber wachrütteln schadet nix...
So long!






ek antwortet um 15-02-2017 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Warum? Das könnte nur die Person beantworten die es getan hat, alles andere sind Vermutungen.
Zum Teil steht es in Abschiedsbriefen.
Manchmal wird um Hilfe gerufen- wenn dann jemand zur richtigen Zeit vor Ort ist, gibts auch ein Happy End.

Alkohol: 0,0 Promille- der Wirt ist mir egal, dem war es auch egal wie mir ein betrunkener Suizidversuch ins Auto gesprungen ist.
Der Wirt sieht auch nicht die Bilder, die FFler, Sanis oder Polizisten sehen

mfg
Ernst Krampert





riener antwortet um 16-02-2017 07:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
@ Woodster

guckst du hier.:

http://derstandard.at/2000009151274/Oesterreich-bei-Alkohol-Todesrate-im-Strassenverkehr-im-EU-Mittelfeld

.......ist der Tod jedes sechsten Verkehrsteilnehmers auf Alkoholkonsum zurückzuführen - derstandard.at/2000009151274/Oesterreich-bei-Alkohol-Todesrate-im-Strassenverkehr-im-EU-Mittelfeld.......

Ich sag nur - Hirn einschalten - zumindest den kleinen Rest der noch nicht vom Alk zerstört ist


für einen gestandenen Alkoholiker sind solche Statistiken natürlich nur Schikanen eines privatrechtlichern Vereins....


Peter06 antwortet um 16-02-2017 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
@Woodster:
"Dass Suizide medial derart unter den Tisch gekehrt werden, ist unverständlich..."

Wie hättest Du es denn gerne? Liveberichterstattung vom Tatort in Ö3, Exclusivinterview vom Nachbarn, der es ja schon immer gewusst hat, in der Krone?

Es gibt keinen wie immer gearteten Grund, Suizidfälle medial auszuschlachten. Das hilft genau niemanden, weder den unmittelbar betroffenen Angehörigen, noch anderen potentiell Suizidgefährdeten, und deren Umfeld.
Suizidfälle, die durch die Medien publik werden, schaffen keine Lösungen, nur Schuldzuweisungen, Gerüchte und weiteres Leid unter den Betroffenen.

Woran es in Österreich wirklich mangelt, ist die Prävention. Damit meine ich nicht so sehr die möglichen Beratungszentren etc., sondern eher der wenig ausgeprägte, richtige Umgang mit der Problematik in der Gesellschaft. Psychische Auffälligkeiten werden meist mit lächerlichen Argumenten abgewehrt, "reiss dich doch zusammen", "lass dich nicht so gehen", ist noch immer die am weitest verbreitete Haltung, wenn ein Mensch einmal nicht so funktioniert, wie es "die Anderen" von ihm erwarten.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist auch die (missbräuchliche) Verwendung von psychoaktiven Substanzen, die in unserer Gesellschaft so lange geduldet sind, solange der Betroffenen den Erwartungen entspricht.

Und damit schliesst sich der Kreis zum Alkohol: Die am meisten anerkannte psychoaktive Substanz, deren Rolle in der Gesellschaft so stark verankert ist, dass negative Auswirkungen nicht einmal mehr hinterfragt werden.
Da bist Du selbst das beste Beispiel dafür.
Über die Auswirkungen und Folgen des Missbrauchs im Strassenverkehr oder Berufsleben brauchen wir hoffentlich nicht mehr zu diskutieren.
Wenn aber für die triste Situation der Wirtshäuser, die rigorose Verfolgung von Alkoholisierten im Strassenverkehr verantwortlich gemacht wird, sollte man vielleicht in seinen Überlegungen einfliessen lassen, warum wir in unserer Gesellschaft unbedingt Alkohol brauchen, um überhaupt in ein Wirtshaus zu gehen, sprich warum können wir nicht lustig sein ohne psychoaktive Substanzen?
Alkohol am Arbeitsplatz ist heute überall tabu, zum Glück kein Thema mehr, warum sollte es im Strassenverkehr anders sein?

Und um auch etwas direkt zum Thread beizutragen, welche spezielle Situation, welche Belastungen, die es augenscheinlich in der Landwirtschaft gibt, führt zu vermehrten Suiziden in unserer Berufsgruppe. Das ist meiner Meinung nach die zu klärende Frage. Denn von der genetischen Ausrüstung her ist eine Berufsgruppe sicher nicht schlechter gestellt....



Woodster antwortet um 16-02-2017 21:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten

@rienerchen, das Rumpelstilzchen...
Scheinst ja ganz schön unter erotischen Defiziten zu leiden, sowie du unter Druck stehst...

Wie ich sehe, ist deine einfältige sowie selektive Informationsaufnahme ein Produkt des Rotfunks , sowie deren förderungsabhängigen Zeitungen.

Dein Standard-Link ist von 2014. Dieser Zeitungsbericht wurde von der APA übernommen.
Üblicherweise stellt das Kuratorium für die eigene Geldsicherheit den Medien immer wieder Meldungen zur Verfügung, die für die eigenen Zwecke nützlich sind. Und die sind dann eben auch nicht immer richtig...

Aber zum Nachplappern für das "blöd gehaltene Volk" reichts allemal. Und trifft halt solche Kapazunder wie dich, anscheinend zu 100%.

Im Jahr 2014 gab es laut Statistik Austria 32 Tote, die mit Alkohol in Verbindung gebracht werden. Gesamt waren es 430 Verkehrstote.
Wenn du in der Schule aufgepasst hast, brauchst jetzt nur mehr Prozentrechnen...
Oder ich sags dir gleich: Es waren 7,44 %.

Meine Darstellung der Toten 2016, bzw. Link vom vorhergehenden Beitrag, stammt vom Bundesministerium für Inneres. Wenn es die nicht wissen, wer dann?
Also wenigstens vorher lesen, bevor du Blödsinn verzapfst. Weil Hirn einschalten, wird bei dir sowieso eine Sisyphosaufgabe bleiben...

@Peter06
Man kann natürlich alles sinn- und hausverstandslos zerreden.
Ich spare mir deshalb eine Antwort.




eklips antwortet um 16-02-2017 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
Ob in Ö aktuell Landwirte/innen überrepräsentiert sind in der Selbstmordstatistik weiß ich nicht. Unterrepräsentiert sind sie aber sicher nicht.

Einige für die Landwirtschaft mögliche spezifische Gründe für (erfolgreiche) Selbstmorde:

Das Generationenproblem
Keine Regel von Außen für Entlastung (Urlaub..)
Fehlendes Umfeld, dem die Folgen einer Depression auffallen bzw. eingreift
Optimaler Zugang zu Tatwerkzeug
Fast jederzeit die Gelegenheit sich abzusondern

Die Beobachtung, dass sich Leute, die besondere Beachtung wegen ihres Alkoholkonsums beim Autofahren erhalten, vermehrt das Leben nehmen, habe ich in meiner Umgebung übrigens nicht gemacht. Das ist zwar nur meine subjektive Statistik, aber nachdem meine Region einmal als "Tal des Todes" wegen der Selbstmorde in der Krone war, hat diese Statistik durchaus einen beachtlichen Umfang.


Peter06 antwortet um 17-02-2017 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Selbstmorde unter Landwirten
"Man kann natürlich alles sinn- und hausverstandslos zerreden. Ich spare mir deshalb eine Antwort."

Lass Dich nur ja nicht in Deiner postfaktischen Echokammer stören!

Und: Mathematik kann auch dafür verwendet werden, sich seine eigene Scheisswelt schön zu rechnen.
Prost!



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