BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.

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DA CHEF 24-01-2017 08:53 - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Hallo, kurze Frage, ich bin momentan in der Bioumstellungsphase und weis noch ned 100%ig welche Futterleguminusion ich auf schlechten niederschlags armen Böden mit etwas höheren Unkrautdruck am besten anbaue.

Momentan habe ich geplant auf den besseren bzw ziemlich Unkrautfreien Böden : Ackerbohnen, Soja, Erbsen, Rotklee
Für die schlechten Böden hätte ich Buchweizen geplant gehabt, jedoch habe ich bedenken Buchweizen in der Umstellungsphase im größeren Ausmaß vermarkten zu können..
Deswegen stell sich für mich die Frage ob ihr mir irgendetwas anderes für die schlechten Böden empfehlen könnt was auch realistisch in der Umstellungsphase zu vermarkten ist also in erster Linie zur Verfütterung oder als Begrünungssaatgut...


Vollmilch antwortet um 24-01-2017 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Hallo!

Luzerne
Lupine

LG Vollmilch

enzi99 antwortet um 24-01-2017 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Bin kein Ackerbaufachmann aber ich hab mal ein paar Fragen:
Was sind schlechte Böden? (Bodenart, Nährstoffversorgung, Bodenstrucktur, Humusgehalt, Bodenverdichtungen... was meinst du genau?)
Soll es eine Druschfrucht zur Verfütterung sein oder etwas zum mähen?
Welches Unkraut macht Probleme?


Peter1545 antwortet um 24-01-2017 09:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Buchweizen ist nur als Konsumware interessant, daher geht nicht. Begrünungssaatgut darfst du nicht verkaufen. Generell braucht Buchweizen bessere Böden.
Prinzipiell würde ich Hanf sagen aber auch Konsumware.
ich würds mit Ackerbohnen probieren,

peter.z(cgu8) antwortet um 24-01-2017 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Hatten in der Lehre auf dem Lehrbetrieb Luzerne gesät und alls deckfucht Hafer, der kommt schnell auf und läßt das Unkraut nicht so schnell aufkommen. Danach wurde der Hafer 2 mal eingegrast und bis dahin ist die Luzerne gut aufgekommen.
Gruss aus der Schweiz

FeSt antwortet um 24-01-2017 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
@Da Chef

Welche Zeigerpflanzen/-gesellschaften sind vorhanden?

Mogwai antwortet um 24-01-2017 10:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Wenn möglich überall Luzerne-Klee-Gras bis du anerkannt bist :-) ansonsten halt nur auf den schlechten.

Ackerbohnen, Ackerbohnen Hafer Gemenge, Triticale, WickRoggen, WickTriticale,...

Erbsen, Soja, Buchweizen würd ich nicht.

rotfeder antwortet um 24-01-2017 11:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Hallo!
Gelbsenf ist auch eine Möglichkeit. Gute Unkrautunterdrückung und problemlose Ernte.


179781 antwortet um 24-01-2017 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Der Vorschlag mit Luzerne unter Deckfrucht ist gut. Damit bekommst du sehr saubere Bestände hin. Gerade auf trockeneren Standorten gut geeignet. Die üblichen Bedingungen für Luzerneanbau beachten.
Und denk dran, dass du dir nicht die Fruchtfolge für die nächsten Jahre verstellst.
Mit deiner Meinung von wegen unkrautfreie Flächen kannst du auch allerhand Überraschungen erleben. Da kommen manchmal alte Sünden in Form von explodierenden Distel- oder Ampferproblemen zum Vorschein.
Um welches Flächenausmass geht es denn?

Gottfried

DA CHEF antwortet um 24-01-2017 19:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
hallo, also zu der Frage was ich mit schlechten Boden meine .. Es handelt sich um steinige, sandige Böden mit schlechter Wassereversorgung.
Zur nächsten Frage: Laut Unkraut ist relativ viel verschiedenes anzutreffen aber einiges an Hirtentäschel, Windhalm,

Flächenausmaß ca. 8 ha.

Peter1545 antwortet um 24-01-2017 19:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Steinige sandige Böden nennst du schlecht? Das sind bei mir die Ertragreichsten, weil man immer reinfahren kann und der Boden wärmer ist.

179781 antwortet um 24-01-2017 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Im Prinzip ist dort alles was auf den Standort passt möglich. Das Problem ist eher der Erlös. Wenn du das Produkt vom Feld weg verkaufen musst, dann hast du im ersten Jahr Erträge vom Biolandbau und konventionelle Preise. Bei eigener Verwertungsmöglichkeit sieht es etwas besser aus. Sind aber auch Höchstgrenzen für die eingesetzten Mengen zu beachten.
Wenn du Viehhaltung hast und Futter brauchen kannst, dann wäre im ersten Jahr sogar Mais gar nicht so abwegig. Die Voraussetzung ist aber eine gute Vorfrucht+Gründüngung im Vorjahr und gute Bodenstruktur. Danach dann mit einer Leguminosenreinkultur weiterarbeiten.
Wenn es wirklich eine schlechte Fläche ist, dann mach besser eine Bodengesundungsfläche mit einer dichten Begrünungsmischung drauf.
Wir haben letztes Jahr eine Fläche mit 1 ha dazugepachtet. Da haben wir blaue Bitterlupine gesät und für die nächsten Jahre Begrünungssaatgut geerntet. Wenn man die kaufen muss, kosten die gutes Geld.


Gottfried

Mogwai antwortet um 24-01-2017 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
Hirtentäschel ist doch kein Unkraut!!! Das macht mal gar nix, die konv wollen halt nen sauberes Feld, von dem Gedanken musst dich mal verabschieden und das "Beikraut" als "Zeigerpflanze" zu nutzen wissen/lernen :)

Windhalm bzw jedes Gras kann schon nerven, da hilft nur bearbeiten und schön locker an der Oberfläche ablegen zum vertrocknen.

Also wenns "nur" 8ha sind und du keine Leguminosen ala Ackerbohne etc für deine Viehhaltung? benötigst und sonst nicht davon leben musst würde ich den Boden so weit geht mit KleeGras evtl mit Luzerne (pH-Wert beachten) fit machen. Den Aufwuchs -sofern möglich- wäre sinnvoll wennst abfährst und den letzten Aufwuchs mulchen und nen schönen Weizen drauf säen.

Ansonsten was Gottfried schreibt.

FeSt antwortet um 25-01-2017 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
BIO ACKERKULTUR in der Umstellungsphase für schlechte Böden.
http://www.bioaktuell.ch/pflanzenbau/ackerbau/unkrautregulierung/problemunkraeuter/einjaehrige-unkraeuter/windhalm.html

pH-Wert passend einstellen
aber RICHTIG!! , ob MIT oder OHNE magnesiumhältigen Kalk
essentiell für Ca-ak : Mg-ak, sonst sinkt die N-Effizienz

mehr Sommerungen und Wechsel HF-BF

usw.

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