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Verfügbarkeit bio kälber

Antworten: 52
karl22 04-12-2016 19:23 - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Hallo
Wie sieht es mit der Verfügbarkeit von Bio Kälbern ab 3 Monaten aus.
Ich habe selber eine reine Ochsen und kalbinnen Mast. Ich würde dasgerne Bio machen.
Da Bio Kälber aber 3 Monate Milch gefüttert werden müssen kann ich diese nicht jünger kaufen. Es gibt nämlich keine Bio trockenmilch oder ähnliches.
Recht viel älter will ich sie nicht kaufen da mir das zu teuer ist.
Bekommt man solche m\w Bio Kälber und was kosten mir diese?
Raum oö
Kernarnold antwortet um 05-12-2016 07:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Für mich als Bio-Milchlieferanten ist es natürlich kein gutes Geschäft Kälber so lange zu behalten und mit teurer Bio-Milch zu füttern. Vor allem wenn der Milchpreis wieder anzieht.
Wenn ich das mache, dann erzeuge ich selber Ochsen und Mastkalbinnen daraus, weil es in diesem Alter im allgemeinen keinen Mehrpreis für das Kalb gibt.
Es müssten aber auf den Nutzrindermärkten durchaus Biokälber zu finden sein.
Oder du wirst selber aktiv und suchst dir Biobauern, die Kälber bis zu diesem Alter aufziehen und nimmst die Kälber fix ab.
Dann könnte ich mir sogar vorstellen, das man über passende Belegungen, die mehr Fleisch ergeben, mitreden könnte.
MfG Arnold Kern

fgh antwortet um 05-12-2016 07:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Als Biobauer die Wörter Trockenmilch in den Mund zu nehmen finde ich ein wenig schizophren...
Bitte last die Kälber die drei Monate bei der Milch, sie danken es dir.
Was ich in den Kleinanzeigen so sehe, ist im Alter 6-10 Monate genug verfügbar und ob die teurer sind, darüber kann man diskutieren.
Wennst ihnen mit 3 Monate die Milch wegnimmst stehen sie einmal ein und dann musst für ein gutes Wachstum Kraftfutter rein füttern (welches bei Bio weit teurer ist)... das kostet auch.
Gerade im Alter von 3-5 Monate sind die Preise für die Größe meiner Meinung nach eher recht teuer...


Riiitsch antwortet um 05-12-2016 08:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Jep, wie fgh schreibt. Bio Vollmilchkälber mit maximal 4 Monaten bringen 6-7 Euro / kg Schlachtgewicht, dh 600 Euro sind ganz leicht zu erreichen, über 700 sind auf jeden Fall möglich. Dafür brauch ich nur ein Telefonat und das Kalb wird an meiner Stalltür abgeholt, direkt vermarktet wär evtl mehr drin. Ein 3 Monate altes Kalb wird also sicher nicht billig, und dann ist noch fraglich obs der Bauer zum Rauhfutter fressen erzogen hat.

mfj antwortet um 05-12-2016 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber

Wann kapieren "überzeugte Biobauern" endlich - dass Bio die Kreisläufe in Betriebsabläufen geschlossen halten will.
Es ist die Grundlage - dass Evangelium - der ökologischen Landwirtschaft.

Kälber vom Muttertier entreißen, mit Rindertalg-Milch zu füttern oder gar die natürliche Erst-Ernährung zu verweigern - wären Todsünden einer Ideologie, die ständig posaunt: Wir schauen auf´s ganze...

Bio sollte und muss die "Muttergebundene Aufzucht" erfüllen - sonst sind die Sprüche von "besserer Tierhaltung" leere Phrasen !!

Melken darf ein Biobetrieb erst - wenn die Kälber abgesetzt sind - und dann geben die Kühe noch max.5 Liter. So wäre der Kodex.

Wo kommt bloß die ganze Biomilch her...;-)





Riiitsch antwortet um 05-12-2016 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
ach mfj, welcher Biobauer hat dir die Alte ganz ökologisch ausgespannt, dein Hass ist ja uferlos. Bitte geh zum dem Biobauern der dich so gemacht hat, hau ihm eine rein, und finde wieder etwas Ausgeglichenheit.

thomas.t3 antwortet um 05-12-2016 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
" Melken darf ein Biobetrieb erst - wenn die Kälber abgesetzt sind - und dann geben die Kühe noch max.5 Liter. So wäre der Kodex.Wo kommt bloß die ganze Biomilch her...;-)"


Keine Ahnung von der Bio-Milchproduktion, und deren Auflagen...

mfj antwortet um 05-12-2016 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber

Liebe "nicht überzeugte Biobauern" - thomas und Ritsch,

Dann habt ihr halt die "ethischen Grundsätze" von Bio nicht gelesen.
Ich erspar euch das suchen - hier sind sie:


"Artgemäße Tierhaltung ist gegeben, wenn sie sich vorrangig am Verhalten der Tiere orientiert."


Das Verhalten des Kalbes in den ersten 6 Monaten ist ohne Zweifel nach dem Muttertier orientiert. Genauso umgekehrt - das Muttertier will das Kalb ernähren...

Wer das anders handhabt - widerspricht den eigenen Vorsätzen seiner Religion.

Jungs, seit ihr eigentlich nicht Biokonform ?




thomas.t3 antwortet um 05-12-2016 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Deine Antwort zeigt mir wieder, dass du nichts von der Produzierten Milchmenge verstanden hast...
Dafür muss ich nicht die "Biokonformität" in frage stellen.. vl solltest dir noch so manche Richtlinien von BioAustria ansehen.

Riiitsch antwortet um 05-12-2016 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Die Schublade "nicht überzeugt", du bist ja lustig. Die Bioverordnung gibt vor Kälber 3 Monate vorzugsweise mit Muttermilch aufzuziehen, da steht nix von Kalb saugt bei der Mutterkuh. Die einen lassen das Kalb nie an die Mutter, die einen 2-3 Tage oder eine Woche und wieder andere über Monate. Und stell dir vor, die alle melken auch noch, bio und konventionell. Das geht, muss man nur können. Ethische Grundsätze und konkrete Verordnungen sind nicht immer 100% durchgängig, meist ökonomische Gründe sind dafür verantwortlich. Aber du bist vermutlich erst zufrieden wenn Bio=Streichelzoo für die Werbung umgesetzt ist, und konventionelle Landwirtschaft im Kreuzfeuer untergeht.

mfj antwortet um 05-12-2016 09:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber

Nochmal Jungs,

ich schreibe von überzeugten Biobauern - und nicht überzeugten Biobauern.

Für alle gilt die EU-Verordnung. An ethischen Grundsätze werden sich nur "überzeugte Biobauern" halten - zu denen zählt ihr wahrscheinlich nicht.

Bio hat eine ökologische und eine ökonomische Seite.
Für euch ist halt die ökonomische Seite wichtig. Ist ja in Ordnung. Dafür müßt ihr euch ja nicht schämen.
Ist m. M. nach bei 90 % aller Biobauern vorhanden.

Aber dann sagt es doch einfach, dass euch das Geld von Bio- bei den Subventionen und am Preiserlös interessiert, und nicht das ideologische Geplänkel...

Das wäre ehrlich !

thomas.t3 antwortet um 05-12-2016 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Achsoooo mfj, wer ethischer Bio-Bauer ist oder nicht bestimmst ausgerechnet du?
Mit deinen von dir für dich selber vorgeschriebenen ethischen-Regeln für die Bio-Bauern...


Riiitsch antwortet um 05-12-2016 10:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Er nimmt halt da mal ein paar Zeilen die passen, schubladisiert und macht sich jeden Tag aufs neue lächerlich.

mfj antwortet um 05-12-2016 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber

So, jetzt aber an die Arbeit, ihr Lausbuben...;-)

Die Sonne scheint. Heute abend geht´s weiter !




thomas.t3 antwortet um 05-12-2016 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Wieviel überzeugter Bauer bist du selbst mfj?
Wenn du in den Werbungen immer deine Kunden mit absicht täuscht, steh doch dazu und sag in der Werbung, dass du für gentechnisch veränderte Organismen, Spritzmitteleinsatz und künstlich erzeugten Dünger bist.
Warum zeigt ihr in so einer Werbung nicht wie ihr mit dem Traktor und der Feldspritze über das Feld fährt's, oder mit dem Kunstdüngerstreuer.... und danach blendest du zb. deine Milch ein?

Bist ma a schene gretzn..

Ziegenbua antwortet um 05-12-2016 13:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Hier gehts ja schlimmer zu als im Kampf um die Hofburg, und das mag nach dem letzten TV-Duell was heißen

peter.z(cgu8) antwortet um 05-12-2016 17:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Hallo
Am besten sucht du dir Betriebe, die Kälber nicht selber mästen. Vielleicht gibt es solche die dir die Kälber abtränken. Bei uns gibt es Betriebe die Tränken die Kälber 4-5 Monate nah gehen sie als Bioweidebeef weiter.
Zum Thema Bio: Werde nechstes Jahr auch auf Bio umstellen, aber nicht weil ich überzeugt bin sondern wie viele andere es tun, nur wegen dem Preis. Das was mfj beschreibt gehr für mich schon ins Demeter.
Gruäss aus der Schweiz

Century antwortet um 05-12-2016 18:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
mfj hat aber Recht, Bio sind die meisten Bauern nur weil sie sich (vermeintlich) mehr Geld darin sehen. Ich kenne Bio-Bauern, bei denen funktioniert es, und wieder andere, die kriegen gar nix zusammen, die bekommen aber dreimal höhere AZ für Flächen, auf denen sogar schon das Unkraut verhungert.

thomas.t3 antwortet um 05-12-2016 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Century, Ich kenne konventionelle Betriebe die nix zambringen und nicht ihrer Förderung würdig sind...

Es gibt Rahmenbedingungen und an diese halten sich auch wahrscheinlich alle, außer schwarzen Schafe... die gibt es aber überall...

2472660 antwortet um 05-12-2016 19:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
es ist schon interessant, wie hier die meisten biothemen von einigen diskussionsteilnehmern systematisch ins niveaulose befördert werden :-((
bio ist auch so wie die konv. landwirtschaft ein gewisser kompromiss und es wird halt auf unterschiedlichen "niveaus" eine linie (richtlinien) eingezogen.
wenn wer glaubt, bio aus ÜBERZEUGUNG kann nur sein, wenn wir die nutztiere wieder in die freie wildbahn entlassen ("Artgemäße Tierhaltung ist gegeben, wenn sie sich vorrangig am Verhalten der Tiere orientiert.") und die bäurin wieder vor den pflug spannen (weil erdöl verbrennen auch nicht bio ist), dann kann man denen nicht helfen.

zum eigentlichen thema kann man nur sagen, dass ein biofresser (12-16wo) mind. 100€ mehr kosten muss, als ein konventioneller, sonst geht sich das nicht aus. wenn man von einem 70kg stierkalb mit 2 wo ausgeht (unterste marktfähige alterklasse) braucht man mind 600lt. vollmilch (6wo 10lt/tg dann 4 wo von 10 auf 0), das sind bei einem durchschnittlichen biozuschlag von 15ct. 90€ und ein bisschen was noch für das teurere kälberkraftfutter. bezahlt werden aber nur um die 30€ biozuschlag (r-börse), also ist das verfügbarkeitsproblem ein hausgemachtes-biostierkälber gäbs wie sand am meer.....

mfj antwortet um 05-12-2016 19:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber

Hallo peter.z

Wenigstens gibt es in der Schweiz noch ehrliche Bauern.

Es ist auch voll in Ordnung – wenn jemand wegen dem Geld auf Bio umsteigt.
Die ökonomische Seite von Bio – ist auch die einzig interessante, die ökologische Seite bzw. ideologische Richtung – wo immer vorgeschoben wird - ist höchst fragwürdig.

Mir braucht auch keiner „hier“ was vormachen, dass sehe ich an den Einträgen – welches und wo Interesse an Bio besteht.

Auch die Gerti – ist hier zu selbstverliebt – und will alle „Falltüren“ fest zu machen, damit keiner absichtlich bzw. unabsichtlich hineinfällt.

Ich habe die geplante EU Bioverordnung mit den Vorschlägen heute durchgelesen.

An alle Bio-Angsthasen: Keine Sorge – es wird feste gestreichelt und gepanscht…dazu komme ich vielleicht später noch.

...und 2472660 - niveaulos ist hier garnichts - nur offen und ehrlich, wie die Brotzeitbox. Bio spricht halt nicht gerne über ihre Problemthemen ;-))





iderfdes antwortet um 05-12-2016 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Wer glaubt, dass sich das Kalb in den ersten sechs Monaten hauptsächlich am Muttertier orientiert, der glaubt wohl auch, dass dieselben lila sind. Reine Gewohnheitssache. Was bio wegen des Geldes betrifft: Als ich mit derBiomilchlieferung angefangen hab, da gab es oftmals gar keinen Zuschlag zum Milchgeld, abhängig davon, wie viel davon als biologisch vermarktet werden konnte. Inzwischen hat sich das ja gottlob geändert,. Warum das einige so stört, ist mir schleierhaft. es steht jedem frei, seinen Betrieb umzustellen, wenn das alles so einfach ist und man ja eh keine Regeln einhalten muss. Also weniger zeitintensiv als tagtäglich andere schlechtzureden.

mfj antwortet um 05-12-2016 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber

iderfdes – du bist ja eh in Ordnung. Ich kenne ja noch dein Tagebuch.
Für deinen Betrieb war das immer schon die beste Lösung.

Gewohnheit – ja wie, Gewohnheit oder Faktum?

Ich kenne einen Betrieb bei uns, der sperrt seine Kühe in ein Fressgitter.
Dann lässt er seinen Stier los, und der gute Macho – macht stall auf, stall ab seine Liebesdienste.
Egal ob die brünstig sind oder nicht. Er hat inzwischen den Dreh raus. Die Kühe wissen inzwischen was kommt.
Alles eine Sache der Gewohnheit.
Der Bauer schaut zu und lacht nicht mal mehr. Alles Gewohnheit.

Ob es passt oder nicht, ob es gut ist oder nicht, ob es vernünftig ist oder nicht…

…alles eine Sache der Gewohnheit !!




Kernarnold antwortet um 06-12-2016 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
mfj - wenn ich deine Beiträge so lese, erinnere ich mich an meinen Präsenzdienst. Da war Bio relativ neu und ein Kollege hatte da auch seine Probleme damit.
"Allen Bio-Bauern ghört der Traktor weggenommen. Die sollen gefälligst mit der Sens'n die Leit'n mahn" usw..

Könntest das du gewesen sein?
MfG Arnold Kern

mfj antwortet um 06-12-2016 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber

Ja Arnold das war ich !
In meiner Jugendzeit hat der LAbg. Biobauer Kaspanze Simma aus Vlbg. um seinen 15er Steyr einen Stacheldraht gezogen - und wieder mit dem Pferd gewirtschaftet.
Er war "überzeugter Biobauer..."


Nö, lassen wir die Vermutungen und gehen zu den Fakten.

Ich stelle immer wieder fest, dass die Biobauern einer ehrlichen Diskussion nicht gewachsen sind, und eigentlich - mit keinen guten Argumenten dagegen halten können.
Das ist aber nicht nur bei euch so, auch unser Bioberater macht mittlerweile einen weiten Bogen um mich...und auf Veranstaltungen wo ich bin - wird Bio ökonomisch empfohlen (...was ich auch unterstütze) den ideologischen Quatsch erwähnen sie garnicht mehr, weil ich sonst aufzeige....;-))



Riiitsch antwortet um 06-12-2016 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Mahlzeit ;). Zu Bio ökonomisch und auf das Thema zurück:

@karl22: ich glaube Biokälber mit 3-4 Monaten sind zu teuer um mit Kalbinnen und Ochsen noch was zu verdienen. Was vielleicht ginge wäre abgesetzte Tiere aus der Mutterkuhhaltung zu kaufen: die wären ca 8-10 Monate alt, und man könnte sogar nachhaltig wirtschaften indem die noch nicht schlachtreifen Tiere zu dir gehen und weiter gemästet werden. Die ersten 1-2 Monate nach der Milch werden die Tiere wenig zunehmen. Die wären um 800-1100 Euro zu haben (am Schlachterlös in Tirol orientiert), heben sich preislich also wenig ab von den teuren Milchkälbern.

Und jetzt wieder weg vom Thema zum Umstieg auf Bio wegen dem Preis:
Bei extensiver Haltung ist das eine Möglichkeit. Zb sollte eine Mutterkuhherde ohne einen kg Kraftfutter auskommen, die Preisaufschläge sind attraktiv vom Kalb, über den Jahrling, bis zur Schlachtkuh. Ich würde mir die Deckungsbeitragsrechnung unbedingt vorher antun.

Bei der Biomilch Kuh ist das meiner Meinung etwas schwieriger. Wer glaubt mit 10-15 Cent Aufschlag wirtschaftlich zu sein, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Entweder hat man zu geringe Menge bei extensiver Haltung (der Melkaufwand sinkt nicht stark genug wenn man 4000 statt 7000 Liter melkt, anzumerken ist: von den LKV Daten sollte man 15% abschlagen um die tatsächliche Milchleistung abzuschätzen). Mit der fehlenden Menge und 15 Cent mehr holt man ökonomisch nie mehr auf. Will man volle Melken wird der Kraftfutteraufwand zu teuer und wieder sind 15 Cent Aufschlag zu wenig (schaut euch die Arbeitskreisdaten an, schwarz auf weiß). Die Biomilch ist meiner Meinung eine Gratwanderung bei ca 6000 Liter Milch. Ein Biobetrieb der ausblutet kann ideologisch so brav sein wie er will, wenn die Zahlen nicht stimmen bringt das nichts, ein Nachhaltigkeit - Desaster.

Ich selber mache Vollkostenrechnung, sonst weiß man nie wo man steht. Zum Glück habe ich einen deutlich höheren Biomilch Aufschlag - derzeit. Die muttergebundene Kälberaufzucht mache ich nur bei der weiblichen Nachzucht. Das ist schwierig, ich bin da noch am lernen: die Mensch-Tier Beziehung ist wichtig, wann man melkt (sowieso ab Tag 1), wann man Absetzt und dann noch hoffen das die Kuh sich nach 6 Monaten nicht selber trocken stellt....
Mastkälber müssen mit 3 Wochen gehen, vorher bekommens ad libidum Milch, legen schnell zu, und gehen meist an Betriebe die ohnehin nicht Bio sind (verlassen also den Bio - Kreislauf, oh Gott).

Bio wegen dem Preis hat bei uns vor 10 Jahren als wir noch keinen Aufschlag auf die Milch hatten nicht funktioniert, und meine Meinung gibts das heute noch nicht. Ein Mindestmaß an Fanatismus gehört dazu, und viel was Bauern gut machen ist in keiner Verordnung oder Ideologie abgebildet. Mir stößt es sauer auf, wenn Leute wie mfj urteilen über Gut und Böse, wo jeder Bauer (zumindest die ich kenne) sich extrem bemüht auf seinen Betrieb zugeschnitten- bio wie konventionell.

thomas.t3 antwortet um 06-12-2016 11:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Du als konvetioneller Landwirt und befürworter von Gen-Technik, Spritzmittel sowie auch von künstlich erzeugten Dünger mfj, solltest auch in der Öffentlichkeit dazu stehen und in der Werbung deinen Einsatz davon zeigen oder erzählen, und nicht mit einem anderen Bild oder Idelogie bewusst den Kunden fehlinformieren.
Nach deinem Beitrag von 9:23 und den letzten Absatz, kann sich jeder Denken, dass du so ein Typ bist, für den sich 99% bei 100 Leuten in einer Veranstaltung die meisten fremtschämen...

Vollmilch antwortet um 06-12-2016 11:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Hallo!

Zur Verteidigung der konventionellen Betriebe bezüglich "irreführender" Werbung will ich sagen, dass die Werbung nicht von den Betrieben gemacht wird (wie im Biobereich auch).

Uns es ist eben nur "Werbung".

LG Vollmilch

thomas.t3 antwortet um 06-12-2016 12:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Eben, Vollmilch. Vl bringt es auch mal mfj in seinen Dickschädl..

Steyrdiesel antwortet um 06-12-2016 13:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Hallo,

das was Riitsch schreibt sehe ich auch als Problem. Es steigen jetzt irrsinnig viele Betriebe auf BIO um. Aber ich kenne JETZT schon Molkereien welche BIO Milch als konventionelle verarbeiten, weil sie als BIO nicht verkauft werden kann. Da wird sich auf Dauer auch der Aufschlag nicht halten lassen, genau so wird es auch bei anderen Produkten ausschauen...


mfg


thomas.t3 antwortet um 06-12-2016 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Hallo Steyrdiesel,

Gibt es dazu genaueres, welche Molkerei macht es? Würde dort gerne nachfragen.
Danke, lg

Ps.: ich sehe es nicht als Irrsinn, sondern als richtige und nachhaltige Entscheidung für die Zukunft, auch wenn jetzt mehr auf Bio umsteigen, die sinkenden Mengen die sich daraus ergeben werden, bringen Angebot und Nachfrage näher zusammen.
Wir Bauer selbst brauchen kein Spritzmittel und dieses ganze Zeugs, damit ruinieren wir uns nur den Preis, die anderen haben billiges Essen in massen, die Gen- und Spritzmittellobby lebt hoch.

peter.z(cgu8) antwortet um 06-12-2016 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Zuerst sollte man sowieso das ganze durchrechnen. Bei jedem wird sich Bio auch nicht rendieren. Bei uns in der Region haben die Biobauern zwischen 0.20 Sfr - 0.30 Sfr mehr pro kg Milch.

2472660 antwortet um 06-12-2016 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
soviel zum thema biomilchüberschuss.....




 

Steyrdiesel antwortet um 06-12-2016 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Hallo,

ja gibt es, wird aber wahrscheinlich keine zugeben, weil es erstens gegen die politisch vorangetriebene Umstellung wäre und zweitens kein Betrieb solch tiefe Einblicke in die Produktion gibt.

mfg

thomas.t3 antwortet um 06-12-2016 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Ok =)
Du bist dann der einzige Insider...

Vollmilch antwortet um 06-12-2016 17:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Hallo!

Also bei "unserem" Spar gibt es Biobutter genug. Da läuft gerade die Aktion bei 2 Stück -31% statt 2,19€ nur 1,49€!

LG Vollmilch

Steyrdiesel antwortet um 06-12-2016 17:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Ich glaube nicht das ich der einzige bin....

thomas.t3 antwortet um 06-12-2016 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Dann nennt mir doch bitte die Molkereien damit ich nachfragen kann...
Solange auch konvetionelle Milch im Regal ist, kann Bio-Milch nicht genug sein,
du wirst ja auch nicht Heu einstreuen und Stroh füttern.
Lg

Riiitsch antwortet um 06-12-2016 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Soweit ich weiß ist bei ZZU seit jeher ein 5% Überschuss von Biomilch der dann konventionell verarbeitet wird, aber die wollen das so.

karl22 antwortet um 07-12-2016 07:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Wer hätte gedacht das hier so was abgeht.
Danke für die Antworten

Steyrdiesel antwortet um 07-12-2016 07:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
"Solange auch konvetionelle Milch im Regal ist, kann Bio-Milch nicht genug sein,
du wirst ja auch nicht Heu einstreuen und Stroh füttern."

Das ist nicht richtig. Entscheidend ist was der Konsument kauft und nicht was im Regal steht.

mfg

mfj antwortet um 07-12-2016 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber

@Ritsch
Dein Beitrag vom 06.12. war endlich mal ein vernünftiger Beitrag – wo man auch diskutieren kann.

Es stimmt in etwa grob, was du geschrieben hast – nicht erwähnt sind die deutllich höheren Öpül-Zahlungen für Bio Betriebe…die für jeden einsehbar sind.
Da rechnet sich dann auch ein vermurkster Umstieg – der mit der biologischen Richtung so gut wie nichts zu hat. Die „Muttergebundene Aufzucht“ ist ethisch im Bio ein Muss, weil die Bedürfnisse des einzelnen Tieres bei Bio im Vordergrund stehen.
So steht es im Bio-Kodex – und so erwarten es sich auch die Biokunden.
Das da kaum mehr Milch anfällt, habe ich ja schon geschrieben. Meine Frage, wo die ganze Biomilch den herkommt, hat für einige im „geistigen Kollaps“ geendet…
Bei uns stellen derzeit die ganzen Anbindebetriebe auf Bio um, wie das gehen soll - ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel !

Und ich sage es nochmals. Der derzeitige Umstiegs-Boom auf Bio ist ökonomisch bedingt.
Viele Bauern sind in der Zwangsjacke von wirtschaftlicher Not – und lechzen nach mehr öffentlicher Förderung und lächerlichen Preisaufschlägen. Beides kann Bio derzeit bieten.
Die ideologische Überzeugung ist minimal – von Fanatismus träumen wohl nur noch ein paar Bio Funktionäre…

@ thomas
Den Gebetsmühlen altertümlichen Unsinn von weniger Spritzmittel und anderem Zeugs ist großer Quatsch. Wo willste im Grünland ( Österrreich´s bewirtschaftete Fläche ist zu 2/3 Grünland) denn große Mengen Spritzmittel ausbringen. Was willste den GVO im Grünland anbauen ?
Plappert doch nichts alles Jahrzehnte lang nach, was irgendein Bio Fuzzi mal vorgebetet hat.

Zur Milch – es war, und ist immer noch „saisonal“ zu viel Biomilch da. Nur, wird die Biomilch anders gesteuert, und das ist der springende Punkt.
Zuviel Biomilch fließt automatisch in die konv. Milch – das Entlastungsventil für einen dauerhaften hohen Biomilchpreis. Und dieser Umstand begünstigt seit Jahren - ohne viel Aufsehen – einen höheren Biomilchpreis.
So schaut Preisbildung aus – wenn Überschüsse vom Markt genommen werden können…


Ziegenbua antwortet um 07-12-2016 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
@mfj:
Aber Kraftfutter bekommen die konventionellen Kühe schon noch oder? Spitzmittelfrei? GVO-frei? Silomais wächst auch ohne künstliche Düngung und frei von Pestiziden - nur ob du ihn liegend unter dem Unkraut noch findest ist die Frage.
Dass bei Bio immer nur von der Milch gesprochen wird versteh ich auch nicht. Wie siehts denn bei den Fleischproduzenten aus? Alles Grünlandbetriebe? Tierartübergreifend vom Rind, übers Schwein bis hin zum Schaf? Da gibts sogar im konventionellen Bereich größtenteils Muttergebundene Aufzucht, ob das einen überzeugten Bio-KONSUMENTEN dazu bewegt von seinem muttelos aufgezogenen Almochsen auf konventionelles Schweinefleisch aus der Ukraine umzusteigen halt ich für ein Gerücht - ob der jetzt ein besserer Mensch ist als ein Discounter-Kunde oder ein Veganer dritten Grade mache ich jedoch an anderen Dingen fest als den Konsum und die Auswahl von Lebensmitteln - auf der Produzentenseite siehts ähnlich aus.

Riiitsch antwortet um 07-12-2016 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
@mfj:
ÖPUL habe ich absichtlich ausgelassen. Für mich sind die höheren Zahlungen schon verbraucht bevor das Jahr um ist, ein Beispiel: falls ich als Biobetrieb ein Ampfer Problem habe, kann ich ausstechen gehen, oder mir eine Weidestrategie überlegen und die dann auch durchziehen. Das ist mit viel körperlichen Aufwand verbunden, da hilft mir ÖPUL. Der konventionelle Betrieb hat bei Ampfer auch nicht leicht lachen und auch Kosten, aber der Aufwand zur Regulierung kann schon deutlich niedriger ausfallen.Wir sehen Förderungen gerne als Spielgeld für Privates oder Investitionen. In Wahrheit wird Mehraufwand abgegolten, und ich verbrauche den letzten Cent Bioförderung am 31.12. jedes Jahr.

Der Bioumstieg wird ja jeden der nicht schnell genug weg ist in der Kammer aufgeschwatzt. Das ganze wird noch ein Nachspiel haben (Übermengen, Sanktionswelle, Ausstiegswelle, Pleiten). Pleiten weil Bio kann keinen Betrieb retten. Wenns vorher nicht gepasst hat (also maximal ein kleines Minus da war), dann hausens bisschen später auf, aber samt mehrjähriger Verpflichtung. Hart aber ehrlich meine Meinung.

„Muttergebundene Aufzucht“ in der Milchwirtschaft ist jetzt auch nicht das gelbe vom Ei, aber sicher eine mögliche Verbesserung. Eigentlich verlängert man die Kalb-Mutter Beziehung der ersten Tage: die Kuh legt ja ihr Kalb irgendwo versteckt ab, leckt alles sauber und entfernt sich, um keine Raubtiere aufmerksam zu machen. Alle paar Stunden sieht sie nach dem Kalb und lässts saufen. Das nützt man aus. Die Kuh tränkt ihr Kalb, hats gesehen, ist zufrieden weil das Kalb ist offensichtlich in Sicherheit, und geht gleich weiter zum melken. Richtig gemacht bekommt man noch genug raus, natürlich nicht soviel wie wenn man restriktiv mit 6 Liter Milch am Tag eine Hungertränke durchzieht. Der springende Punkt ist, die Kalb-Mutter Beziehung entwickelt sich nicht weiter. Normalerweise würde nach wenigen Tagen das Kalb der Herde folgen und eine sehr tiefe Beziehung Kalb-Mutter entsteht.

Einzig die Mutterkuhhaltung oder eine ausgefeilte Ammenkuhhaltung wäre ethisch gerade noch so okay, Biomilch würde 4 Euro/kg kosten. Kühe sind keine Auerochsen mehr, vom Verhalten schon, vom Leben her nie.

Auch was auf der Startseite zu einem Biokodex steht, und was in der Verordnung dann auf Seite xyz steht ist nicht durchgängig, einfach weil in der Praxis auch noch was verdient werden muss, und Vorschriften nie weit von den aktuellen Gegebenheiten abweichen können. Sonst gibt’s Radau oder ewige Übergangsfristen. In den Verordnungen zu Bio steht nirgends, dass man das Kalb auch nur einmal ans Euter lassen muss. Natürlich wird in der Werbung nur das schönste verkauft. Die Wahrheit ist aber, das auch eine Biofirma (=Bauer) ein Plus machen muss. Wir melken Tiere ganz fest, wir schlachten sie, und wir fragen sie nicht, auch wenn das manch Bioromantiker glaubt.

Was Biokunden erwarten ist ein ganz anderes Thema. Ich kenne genug Leute die essen Biofleisch, sind aber schockiert wenn ich ihnen sage das Vollmilchkalb kommt jetzt bald zum Metzger und das Fleisch ist nur weiß, weil das Kalb einen Eisenmangel hat. Auch gibt es verschiedene Beweggründe Bio zu kaufen: die einen meinen es ist regional, die einen meinen den Bauern bleibt viel mehr Geld, und andere glauben an absolute Natürlichkeit plus wirtschaftlich erfolgreiche Betriebe. Der Rest hat sich schon in Richtung Vegan verabschiedet, und es werden noch einige folgen.

Zu den Biomilch Überschüssen: das stimmt sicher für viele Molkereien, einfach Übermengen konventionell ableiten. Meine Molkerei kann das so nicht machen, weil dafür ist Biomilch hier zu teuer. Wir zahlen Strafe pro kg Milch, falls im Winter mehr als im Sommer geliefert wird. Die Molkerei brauch gleichbleibende Mengen. Die Strafe ist ungefähr in der Höhe des Biomilch Mehrerlöses.

OMFG, soviel Text, danke fürs lesen ;)

@karl22: wohin gehen deine Überlegungen nach diesem Sauhaufen von Text?

2472660 antwortet um 08-12-2016 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
der mfj ist und bleibt einfach ein großmeister im verdrehen von tatsachen und verbreiten von halbwahrheiten (und das mit aus unwissenheit sondern mit klarer absicht...)

schaun wir uns mal die kälberaufzucht an: in vielen konv. betrieben wird ab ab dem 3. tag milchaustascher verfüttert, wo gerade mal 30% trocken(mager)milch drin ist, dh die kälber sehen ab da an keinen tropfen "muttermilch" mehr.
bio verlangt 12 wochen milchfütterung (da es keine bio-milchaustauscher gibt ist das immer bio-vollmilch aus der eigenen herde)
jetzt kann man natürlich diskutieren, obs nicht noch besser ginge, aber es ist allemal ein deutliche besserstellung für das tierwohl gegenüber konv.

dann grünland:
in vielen gegenden werden auf grünlandflächen flächensüritzungen gegen zb. ampfer durchgeführt, dann die chem. ampferpunktbekämpfung, eine ganze reihe wasserlöslicher düngemittel, die eingesetzt werden und dann noch eine deutlich höhere erlaubte gesamtstickstoff-düngemenge, die nur mit handelsdüngern genützt werden kann-also eigentlich kaum ein unterschied zur biobewirtschaftung, oder??

und dass die konv. milchvermarktung eine stützung für einen dauerhaft hohen biomilchpreis sein soll, gehört auch ins reich der märchen. das kann sich ein milchverarbeiter leisten, den biobauern einen marktkonformen biomilchzuschlag zu bezahlen und dann die milch ohne preisaufschlag konv. zu vermarkten. er wird versuchen, auch um einen geringen bioaufschlag die milch bio zu vermarkten. und wenn
der milchmarkt verfügt halt in der konv. schiene über die ganzen marktentlastungsmechanismen (intervention, .....), also wird dort auch die überschüssige biomilch hineinfließen.
ganz im allgemeinen traue ich mich zu behaupten, dass die letzten 2 jahre der überdurchschnittlich gute konv. bauernmilchpreis in österreich nicht unerheblich vom unterdurchschnittlichen biomilchpreis "quersubventioniert" wurde, denn wohin oder woher soll das geld den her- oder hingekommen sein......

Vollmilch antwortet um 08-12-2016 11:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Hallo 2472660!

Ich denke es schadet nicht auch die kritischen Antibio-stimmen zu hören. Auch wenn nicht alles stimmt oder nur durch großzügige Auslegung der Bestimmungen möglich wäre.

Verallgemeinerungen helfen hier keiner "Seite" weiter.
Bei unserem konventionellen Betrieb bekommen die Kälber 8-10 Wochen Vollmilch. Die ersten 5Tage darf man die Milch sowieso nicht liefern und die überschüssige Biestmilch soll ja auch verwertet werden.
Viele Milchbetriebe mit einem großen Grünlandanteil machen auch beim ÖPUL - Verzicht mit. (ich zukünftig auch).

LG Vollmilch

thomas.t3 antwortet um 08-12-2016 13:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Das zuviel Biomilch da ist, ist eine blödsinnige Behauptung, wie der Biomilchpreis sich in letzter Zeit so im Nachbarland verhalten hat, wissen wir alle..
Denn den generellen Milchpreis drücken die viel zu hohen Massen an konvetionell hergestellter Milch, deren Überschuss eine gwaltige Menge mehr ist, als wie der von euch vermeintliche Biomilch-Überschuss...

Steigt alle um, dann ist der generelle Milchüberschuss Geschichte, und auch der schlechte Preis...
;-)

2472660 antwortet um 08-12-2016 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
@vollmilch
verallgemeinerungen helfen möglicherweise keiner seite, aber es fängt ganz besonders einer immer wieder damit an ;-(
...und mit der öpulteilnahme intensiver milchviehbetreibe schauts eher nicht so gut aus.


Vollmilch antwortet um 08-12-2016 13:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Ja, ich weiß. Aber es hilft nichts, wenn man in die selbe Kerbe schlägt, finde ich.

Was sind denn für dich "intensive Milchviehbetriebe" - nur damit ich mich einordnen kann?

LG Vollmilch

Century antwortet um 08-12-2016 15:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
@ 2472660:

Du bist auch gut... mfj maßzuregeln, und einen Absatz weiter mit dem gleichen Blödsinn selbst anzufangen^^

2472660 antwortet um 08-12-2016 15:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
es kann doch nicht sein, dass sowas unkommentiert bleibt.
ich hab nur die unterschiede zwischen bio und konv. bei den angesprochenen themen dargestellt.
......aber auf "blödsinn" können wir uns einigen ;-)) century!

karl22 antwortet um 09-12-2016 15:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Also ich habe jetzt ein paar Betriebe von denen ich Stierkälber mit ca 14 wochen bekomme. Ich denke die müssten im schnitt 140kg haben.
Ich hab mir den unterschied ausgerechnet.
jetzt hab ich konv Kälber mit 10 Wochen m/w gekauft und als cult beef verkauft.
Jetzt wären diese nur um 4 Wochen älter.
Das muss eben so sein weil ich keine milch habe.
Die Ochsen würde ich über bio austria vermarkten.
Wenn ich mir das für meinen 10 ha Betrieb durchrechne ist es aus ökonomischer Sicht sinnvoll.
Und was den Grundlegenden bio Gedanken betrifft, sag ich nur soviel:
bei mir im Kühlschrank findest sicher kein clever zeug. Sondern ja natürlich.
Kenne einige bauern wo das nicht so ist.

karl22 antwortet um 09-12-2016 15:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Verfügbarkeit bio kälber
Weiters denk ich das solch Kälber auch weniger Probleme mit Durchfall machen.
Bei mir hat noch fast jedes kalb nachdem ich sie gekauft hab a paar Tage mit Durchfall zu tun gehabt. 70%
Das ist so weil immer a paar beisammen sind und sich immer abwechseln.

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