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ereston 17-11-2016 14:59 - E-Mail an User
Hackgutlager
Hallo
Ich möchte meine Holzvergaseranlage durch eine Hackgutheizung ersetzen. Mein derzeitiger Holzlageraum der ebenerdig an den Heizraum angrenzt ist rechteckig mit 2,5mX6m und ca.3m hoch. Ist in diesen Raum eine vernünftige Austragung möglich. Hat jemand eine ähnliche Lösung. Die Heizung wäre für 35- 40 Kw auszulegen. Hackgutverbrauch ca. 80m3/Jahr.
Danke






MG123 antwortet um 17-11-2016 15:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Hallo

Schon mal an eine Schubstangenaustragung gedacht?
sollten die meisten Hersteller im Lieferprogramm haben.

eine andere Möglichkeit wäre noch 2 3-Meter austragungen zu verbauen die den selben Ofen Beschicken

https://www.youtube.com/watch?v=e2EiG7XoWaQ&index=4&list=PL5E006C1A862E10D3

mfg
 


jakob.r1 antwortet um 17-11-2016 18:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Grüß Dich, Ereston -- auch wenn die Vertreter vielfach was anderes behaupten einige Anmerkungen damit Du nachher nicht sagen kannst Du hättest es nicht besser gewusst.
Die Idee des Vorschreibers mit zwei Austragungen hintereinander ist technisch sicher machbar,
aber Du hast nicht geschrieben wieviel Euros Du verbraten möchtest. Machbar ist alles.
Allerdings sollte Dir bewusst sein, das so kleine Anlagen enorme Ansprüche an die Homogenität der Hackschnitzel stellen, genauso an den Trockengehalt. Am Besten nur gesiebte, kammergetrocknete Schnitzel kaufen, sonst raufst Du Dir schnell die Haare. Weiterhin zu bedenken ist, das Anlagen mit Zellenradschleusse störanfälliger sind als Anlagen ohne. Wenn Dein Austragungsraum u.o. der Heizungsraum am/im Wohnhaus integriert sind, dürfen Dir die Fördergeräusche der Austragung nichts ausmachen. Bei so einer kleinen Anlage würde ich mir gleich eine billigere Pelletsanlage einbauen, oder gemeinsam mit einem oder mehreren Nachbarn eine größere Hackschnitzelanlage dezentral bauen.
Ich habe mir 1988 eine 40kw Heizomatanlage in den bestehenden Heizungsraum im Bauernhof eingebaut, bin 1992 wegen Kaminbrand teilweise abgebrannt, habe dann eine 60kw Heizomatanlage in die Maschinenhalle eingebaut, die 2003 wegen Rückbrand in der Zuführungsschnecke wieder abgebrannt ist und habe seither eine 100kw Anlage von Köb,-- die Firma ist vor ein paar Jahren an Viessmann verkauft worden, leider. Seither sauteurer Kundendienst und die Schamottqualität ist unter aller Sau. Ansonsten würde ich diese Anlage wieder kaufen-- frisst bis G60 alles und arbeitet ohne Zellenradschleusse. Wenns pressiert einfach in den Wald fahren, dürren Baum umschneiden, häckseln und verheizen. Diese Extremkonstellationen kannst mit Deiner zukünftigen Anlage vergessen. Ich habe bereits sehr viel Lehrgeld mit Hackschnitzelanlagen bezahlt.
Beste Grüße
Jakob


179781 antwortet um 17-11-2016 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Hallo Jakob. Wenn du schon einmal abgebrannt bist, wegen Rückbrand, dann verstehe ich nicht, warum du gegen eine Zellenradschleuse bist. Das müsste meiner Meinung nach Standard sein, weil bei den Sicherheitsklappen die stattdessen eingebaut werden, eben genau die Sicherheit vor Rückbrand nicht gegeben ist. Und wenn eine Zellenradschleuse ordentlich gemacht ist, wie soll die da störungsanfällig sein?

Gottfried



ereston antwortet um 17-11-2016 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Danke für die schnellen antworten
Dezentrale Anlage hab ich auch schon in Betracht gezogen aber nur für beide Hauser die zum Hof gehören. Nachbarn sind keine da. Hackgut hätte ich vom eigenen Wald mit sieben und trocknen geht da nichts. Schubboden hab ich noch nirgends gesehen. Wer macht bzw. hat sowas.


CX antwortet um 17-11-2016 20:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
179781 so schauts aus!



Ferdi 197 antwortet um 17-11-2016 22:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Hargassner, ETA, Windhager würde ich bevorzugen, mit der Austragung ist das kein Problem, auf alle Fälle die für G60 bzw. die für größere Hackgutstücke geeignet sind verwenden.
Mit einem Pufferspeicher so über den Daumen um die 2000 - 3000 lt. würde dann der Lärm in der Nacht auch nicht mehr vorhanden sein.
Zusätzlich auch noch Kesselschonender da wenn dieser Anheizt doch auch eine Zeitlang dann eine dementsprechende Abnahme mal vorhanden wäre.
Aber lass dich einfach Beraten, die o.a. Funktionieren alle sehr gut, ansonsten würden die nicht soviele Anlagen im Betrieb haben. Vielleicht kannst einige besichtigen u. die Betreiber dazu befragen.
Alles Gute!


MG123 antwortet um 18-11-2016 07:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
@ Jakob
Warum sollte man eine Pelletsanlage bauen wenn man Hackschnitzel kostengünstig vom eigenen Wald haben kann?


mfg




beglae antwortet um 18-11-2016 07:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Ich habe mir 1988 eine 40kw Heizomatanlage in den bestehenden Heizungsraum im Bauernhof eingebaut, bin 1992 wegen Kaminbrand teilweise abgebrannt, habe dann eine 60kw Heizomatanlage in die Maschinenhalle eingebaut, die 2003 wegen Rückbrand in der Zuführungsschnecke wieder abgebrannt ist und habe seither eine 100kw Anlage von Köb,-- die Firma ist vor ein paar Jahren an Viessmann verkauft worden, leider. Seither sauteurer Kundendienst und die Schamottqualität ist unter aller Sau. Ansonsten würde ich diese Anlage wieder kaufen-- frisst bis G60 alles und arbeitet ohne Zellenradschleusse.

Originaltext von jakob.r1:

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Merkwürdig das das immer den gleichen passiert !!??? oder liegt am jakob.r1


Steira antwortet um 18-11-2016 08:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Hallo,
Da muss ich meinen SENF auch noch dazu geben:
Zum Thema Sieben: Wenn jemand die Hackschnitzel sieben muss dann hat er wohl ein Problem?!
Hab ich noch nie gehört! Ist auch völlig unrentabel, es soll ja Kostengünstig und Einfach zum heizen sein, nicht 10 mal herumkutschieren.....
Wir haben seit 1995 Hackschnitzel, zuerst mit einer 60 KW Herz Anlage bei der wir sehr viel Lehrgeld bezahlten(Schneckenbrüche usw...), Seit 5-6 Jahren haben wir eine KWB, die ist zwar nicht immer Störungsfrei aber der Kundendienst ist ZACK!
Wichtig für die Hackschnitzel ist das du sie TROCKEN in deinen Lagerraum bringst, alles andere ist NEBENSACHE!
Ich habe z.B. sehr viel Buschiges Material das nach dem Hacken sehr viel Feinanteil aufweist, das ist aber kein Problem solange es trocken ist!
Einziger Nachteil bei feinem Material: Mehr Asche und Staub!
Das wars dann auch schon!

MFG A STEIRA



 


eklips antwortet um 18-11-2016 08:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Ich bin da kein Experte, nur mein Gedankengang: Einen so langgezogenen rechteckigen Raum mit einer billigen Standardlösung sauber auszuräumen wird wahrscheinlich nicht gehen.
Aber es ist ja nur ein Frage, wie oft man gewillt ist, nachzufüllen oder nachzuschieben.


ereston antwortet um 18-11-2016 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Danke
Mein Überlegungen gehen dahin , bestehende Räume nutzen und einmal pro Heizsaison nachfüllen oder das Gebäude ( Zwischentrakt Wohnhaus- Stall) zu erneuern und eine Hackgutlager über zwei Etagen zu errichten.(Was natürlich um ein vielfaches teurer kommt)
oder ein Externes Heizhaus zu errichten, und beide Häuser dranhängen. (auch teuer).
Darum sind Lösungen von Kollegen interessant.



FraFra antwortet um 18-11-2016 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
ich verstehe die problematik nicht ob großanlage oder kleinanlage

die austragung ist beim 20kw bis 150kw die gleiche


wird mit dem frontlader beschickt??


dann kannst du gut nachschieben?

80 srm sind dann auch nicht so der haufen
du kannst heizraumseitig eine schräge wand einbaen damit dir das hackgut schöner richtung austragungsarme läuft

wenn die blätter an der wand kratzen wirds laut vo allem wenn das wohnhaus schalltechnisch nicht entkoppelt ist mit dem bunker


Moar24 antwortet um 18-11-2016 09:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Hallo!

Wenn es kostengünstig sein soll wäre es doch eine Überlegung eine kleine Austragung mittig einzubauen und links und rechst von der Austragung einen schrägen Holzboden einzubauen. Dadurch verlierst du zwar etwas Raum aber aus meiner Sicht eine kostengünstige Lösung. Die Hackschnitzel könnten nachrutschen und falls nicht kann man zumindest leicht nachhelfen und muss nicht schaufeln.
Bei der Raumgröße musst du sowieso mehrmals im Jahr nachfüllen wenn du mit einem Verbrauch von 80m³ rechnest.

LG


jakob.r1 antwortet um 18-11-2016 10:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Bei der Eröffnung stand noch nichts, das die Hackschnitzel aus dem eigenen Wald kommen, deshalb mein Gedankengang das die Pelletsanlage günstiger sein kann...
Beim ersten Brand konnte die Anlage nichts dafür, da hat der Kamin (Bj.1900) zu brennen begonnen, aber wegen der störenden Geräusche der Austragung habe ich die zweite Anlage in der Maschinenhalle eingebaut und Hof sowie Nebenhaus mit Fernwärme beheizt. Die zweite Anlage hatte genauso wie die erste (Heizomat) eine Zellenradschleusse, trotzdem gab es den Rückbrand. Damals wurde der Temperaturfühler nur unten eingebaut, bis der gemerkt hatte das es brennt und die Sprinkleranlage eingeschaltet hat, waren die Flammen schon im Bunker. Seitdem werden die Temperaturfühler an mehreren Stellen eingebaut. Zellenradschleussen waren bei mir störanfällig wenn der Häcksler stumpfe Messer hatte oder wenn Fremdkörper in den Hackschnitzeln sind, -- nach einem Jahr sind die Messer der Zellenradschleusse stumpf, dann geht die Anlage sofort auf Störung wenn ein größeres Hackschnitzelstück durchgedrückt werden sollte. Die Messer darf man aber nicht schleifen, weil sonst die Dichtigkeit (Falschluft) nicht mehr gegeben ist. Bei einer Anlage ohne Zellenradschleusse ist ein Rückbrand wegen der abgestuften Zuführung ( senkrechter Fallschacht) nicht mehr möglich. Einige Betriebe die Hackschnitzel im größeren Stil verkaufen
haben ein Trocknungsanlage und eine Siebanlage --- weil eben viele Kunden mit den kleinen Anlagen ohne eigenen Wald meine aufgeführten Probleme haben.
Es ist nicht sehr zielführend für den Treaderöffner wenn Wortmeldungen kommen mit eigenen Erfahrungen,--- wenn dann andere die vielleicht gar keinen Bezug zum Thema haben
diese Erfahrungen in Frage stellen oder gar demjenigen der schlechte Erfahrungen mit gewissen Dingen gemacht hat, -- "selbst schuld" dazuschreiben. Einer der im Forum um Meinungen nachfrägt, kann sich sehr wohl eine eigene Meinung aus den Teilnehmerbeiträgen machen, deshalb hat dieser mehr davon wenn viele Ihre eigenen Erfahrungen hier einbringen und eher weniger bringt es, wenn man mangels eigener Erfahrungen die Erfahrungen der andern anzweifelt.
Beste Grüße
Jakob


ducjosi antwortet um 18-11-2016 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutlager
Schrägwände kannst Du machen, es muss Dir aber bewusst sein dass Hackgut nicht gut nachrutscht und oft in senkrechten Wänden stehen bleibt, manchmal bilden sich auch glockenförmige Hohlräume. Die Wände solltest auf jeden Fall aus glattem Material machen (Schalungstafeln oder ähnlichem) wenn sie nicht von selbst abrutschen geht es mit nachhelfen dann doch.

Kippst Du das Hackgut von oben rein oder wird es ebenerdig reingeschoben? Wenn du es ebenerdig reinschiebst bringt der Schrägboden nicht viel, da ist es vielleicht besser die Rotationsaustragung außermittig aufzustellen und das nicht erfasste Hackgut mit dem Lader auf die Rotationsaustragung umschichten.
Um hier eine Empfehlung abgeben zu können wäre ein Grund- und Aufriss hilfreich


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