Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?

Antworten: 17
thomas.t3 21-09-2016 21:02 - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
(Link) eh ein alter Hut aber trotzdem, wäre doch mitunter mal eine einfache und sinnvolle Lösung oder nicht?
Wir Bauern bräuchten unseren Konsumenten dann nicht die sinnvollen Maßnahmen der Politik erklären, warum zb ein neuer geförderte Milchviehstall nochmals eine Förderung bezieht, dass er keine Milch damit produziert...
Und andererseits würde die Eu doppelt so viele Kühe benötigen.
 


textad4091 antwortet um 21-09-2016 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Die Rechnung geht dann wsl. so auf: Doppelt so viele (Milch)Kühe in der EU, aber des Butterfett wird den gleichen Wert annehmen wie derzeit des Palmöl^^ Und jenen Betrieben, die bis dahin (In Eigenverantwortung) auch den Kuhbestand verdoppelt haben, werden die Daumenschrauben angelegt.

Und beim Palmöl haben's einen wichtigen Verarbeiter, die Kosmetikindustrie, vergessen ... Ob da Butterfett eine brauchbare Alternative darstellt?



Vollmilch antwortet um 22-09-2016 07:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Hallo!

Erst kürzlich habe ich gelesen, dass der Ersatz von Palmöl (durch Kokos- oder Rapsöl) keine Vorteile für die Umwelt brächte. Siehe:http://science.orf.at/m/stories/2793783/

Ich denke die Butterfettproduktion würde noch wesentlich mehr Fläche verschlingen und Futtermittelimporte verursachen. An die zusätzliche Methanproduktion will ich gar nicht denken. Da ginge der Schuss ordentlich nach hinten los! Auch wenn bei uns alles in Butter sein sollte!

LG Vollmilch



textad4091 antwortet um 22-09-2016 07:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
@ Vollmilch: Zudem muss man beachten, dass dem Palmöl pauschal der schwarze Peter zugeschoben wird- Es gibt auch "ganz normale" Palmöl-Produktionsflächen, wo weder der Regenwald dran glauben muss, noch die hiesige Bevölkerung ausgenommen wird ...

Das wär ja dasselbe, wie wenn ma die gesamte europäische Landwirtschaft über einen Kamm mit mehreren Großbetrieben, welche in der Gesellschaft nicht so gut ankommen, scheren würde.


Vollmilch antwortet um 22-09-2016 08:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Ja, genau.

Vielleicht wollte der im Bericht genannte Politiker auch nur eine einfache Lösung anbieten, die auf breite Zustimmung stößt.

Aber in jedem Fall ist es gut sich darüber Gedanken zu machen, wo unsere Lebensmittel herkommen und welchen "Rucksack" sie mitbringen.

LG Vollmilch


remus antwortet um 22-09-2016 08:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
für alle genügsamen wäre auf dieser welt mehr als genug da ,
aber für einige gierige ist Zuwenig vorhanden,das ist das größte Problem der Menschheit, ,ein programmierungsfehler würde man in der welt der Computer sagen.


dietmar.s(2cz6) antwortet um 22-09-2016 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Hallo,

hab mal vor ein paar Jahren im Supermarkt einen Knabbersnack gekauft. Was mir auffiel damals war:Er hatte Palmfett in der Inhaltsstoffliste und trotzdem ein sehr bekanntes Gütesiegel.

Mir war das nicht ganz verständlich wie das sein konnte und hab auch angerufen in Wien wo diese Instition ihren Sitz hat. Dort bin ich dann von einer Abteilung in die nächste verbunden worden und am Schluß wurde gesagte die betreffende Person die dafür zuständig ist ist momentan nicht da aber ich kann gern am Telefon warten.

Nach ca.10min hab ich drauf geschis.en

Seither ist für mich dieses Thema auch erledigt.

Zur Threadüberschrift ist noch zu sagen, dass sie etwas absurd formuliert wurde. Da die Agrarpolitik sämtliche Agrarprodukte umfaßt, auch Palmöl. Die lokale Agrarpolitik ist auch nur ein kleines Rädchen in der Wirtschafts und Finanz.- politik. und wird scheinbar eher gelenkt von dort, als dass sie selbst was ausrichtet.

mfg






Znarf86 antwortet um 22-09-2016 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Für mich steht Palmöl als Zeichen eines Freihandelsabkommen der EU mit asiatischen Ländern.
Dieses Freihandelsabkommen wurde schnell und schon vor Jahren abgeschlossen.

Das ist das beste Beispiel für CETA und TTIP, eine geringe Verletzung dieses Abkommen z.B. wir wollen kein Palmöl mehr in unseren Lebensmittel würde irrsinige Schadenersatzforderung und Klagen dieser Länder bringen.

Anscheinend wurden bei diesem Freihandelsabkommen einige Unternehmen übergangen oder zuwenig berücksichtigt und diese haben dan TTIP und CETA verpfiffen.

Lg


gruberp antwortet um 22-09-2016 14:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Znarf86, richtig, danke


thomas.t3 antwortet um 22-09-2016 17:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Hallo Vollmilch

Zeilen von dir:
Ich denke die Butterfettproduktion würde noch wesentlich mehr Fläche verschlingen und Futtermittelimporte verursachen. An die zusätzliche Methanproduktion will ich gar nicht denken.



D.h. du stufst den Konsum und Produktion von Milch und Milchprodukten bedenklicher ein als Palmöl?

Vl solltest du dich in Zukunft Palmöl nennen, denn das Vollmilch steht dir im Moment garnicht gut.
Lg

Stimmt dietmar ich habe 'unser' vor Agrarpolitik vergessen :)




Vollmilch antwortet um 22-09-2016 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Hallo Thomas!

Ich versuche es, besonders für dich, noch einmal klarstellen.
Hr. Steinbichler wird im dir verlinkten Bericht wie folgt zitiert :
Steinbicher: „Wenn wir das gesamte Palmöl, das Europa importiert, durch Butterfett ersetzen würden, dann bräuchten wir mehr als doppelt so viele Kühe in der EU.“
Zitat Ende

Würde man die Kuhzahl in der EU verdoppeln hätte das, meiner Meinung nach schon gravierende Auswirkungen. Es müsste enorm viel Futter importiert werden, dass "irgendwo" auch angebaut werden muss. In dem Fall wäre weit mehr Fläche für die Futtermittelproduktion nötig, als wenn man gleich Lebensmittel produziert.

Doppelt soviele Kühe produzieren doppelt soviel Methan (bei gleichem Produktionsniveau).

Darum erscheint mir die Aussage "Butterfett statt Palmöl" etwas zu einfach.

Milchproduktion hat dort ihre volle Berechtigung, wo Kühe für Menschen nicht verwertbare Futtermittel (z.B.: Gras) zu einem Lebensmittel (Milch und -produkte) "veredeln". Da halte ich auch den zusätzlichen Einsatz von potentiellen Lebensmittel (Weizen, Gerste, Mais,...) für vertretbar.

Also bei uns wächst Gras, daraus machen meine Kühe Milch.
Für die Palmölproduktion passt das Klima bei uns noch nicht, (aber wir arbeiten dran).

LG Vollmilch


norbert.s(suk5) antwortet um 22-09-2016 23:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Palmöl ist und bleibt SCHEISSE.

Das Argument mit Methan ist auch Bullshit, auch Menschen stoß0en Methan aus, Reisproduktion auch, keiner käme auf die Idee, zb gegen Reis aufzu begehren!

Es ist wie beim Kaffee, Ausbeutung armer Leute in armen Regionen.
Ich kaufe nichts mehr wo das drinnen ist. Raps und Sonnenblumenöl ist zumindest auch eine gute Alternative!


Gigasgagasmann antwortet um 22-09-2016 23:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Mit Palmöl macht man aus einem nichtveganem Produkt schnell ein veganes ... schmeckt dann zwar nach nix mehr und ist vielleicht noch billiger in der Herstellung.
Ich kenn einige Produkte (Kekse), die früher relativ viel Butter enthielten, jetzt nur noch Palmfett. Schmecken tun die jetzt nach nix mehr.


Vollmilch antwortet um 23-09-2016 07:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Hallo!
@Norbert: Scheisse und Bullshit sind sehr stichhaltige Argumente! ;-) obwohl Bullshit tadellos zu Methan passt.

Bei uns herrscht doch große Einigkeit darüber, dass Methan ein klimarelevantes Gas ist. Und das doppelt soviel Kühe doppelt soviel Methan erzeugen, ist, für mich jedenfalls, naheliegend.

Die Probleme beim Palmöl sind doch prinzipiell die selben wie bei Kaffee, Soja, Kakao,... allen aus den Tropen und Subtropen Importierten Lebensmittel: Rodung von Regenwald, CO2 Freisetzung, Ausbeutung der ansässigen Bevölkerung.

Füttert man also mehr Kühe mit importiertem Futtermittel (z.B. Soja) hat man mehr CO2 und mehr Methan.

Mir ist bekannt und bewusst, dass die momentan stattfindende Klimaveränderung nicht (oder nur schwer) auf das Methan zurückzuführen ist, weil der Methangehalt in der Atmosphäre sehr konstant geblieben ist.
Eine Verdoppelung der Kuhzahl hätte dann vielleicht aber doch eine Auswirkung.

LG Vollmilch


se123 antwortet um 23-09-2016 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
@ Vollmilch:
vergiss es. Du willst argumentieren und die anderen haben schon ein Vorurteil, dass sie bitte nicht durch Argumente und Fakten in Frage gestellt bekommen wollen.

Dieses Grundproblem führt zwar aktuell zum Untergang der Demokratie in der Westlichen Welt, läßt sich aber auch nicht ändern.


fgh antwortet um 23-09-2016 10:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Die Argumente von Vollmilch sind schon schlüssig und würden aber bei einem totalen Importstopp wahrscheinlich auch zutreffen. Man sollte aber auch berücksichtigen, dass Palmöl/-fett sicher nicht ganzheitlich vom Markt verdrängbar/ersetzbar ist. Wie oben angesprochen z.B. wegen veganen Produkten oder eben Kosmetik. Ein voller Ersatz und gesperrter Import ist eben zusätzlich schon allein aufgrund der Freihandelsabkommen nicht realtistisch/möglich.

Ein Teilersatz würde der Umwelt aber sicher zu Gute kommen.

Zwecks dem Gütesiegel und Palmfett.... wo in Österreich wachsen Ananas...? Egal ob nur das AMA-Gütesiegel oder gar ZZU, man findet vor allem beim Joghurt Zutaten die nicht zum Siegel passen können...


Znarf86 antwortet um 23-09-2016 17:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Es kann nicht mehr Methan auf dieser Welt produziert werden als in Pflanzen und Lebewesen vorhanden ist.
Wenn wir doppelt so viele Kühe FÜTTERN entsteht auch nicht mehr Methan da ja das Futter sonst verrotet und ebenfalls Methan bildet, sofern dieses Futter vorhanden ist.

Die Sinnhaftigkeit Lebensmittel und Waren auf dem ganzen Globus kreuz und quer zu transportieren erzeugt vielmehr Emosionen die unsere Umwelt belastet.
Palmfettprodukte schmecken mir auch nicht, sie haben keinen Geschmack, denn Fett ist bekanntlich Geschmacksträger.


Vollmilch antwortet um 23-09-2016 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Palmöl-Lobby zu stark, Agrarpolitik zu schwach?
Hallo znarf!

Wenn man das fossil gebundene Methan außer acht lässt, gebe ich dir theoretisch recht. (Obwohl du es fachlich "etwas seltsam" ausdrückst.) Das Problem besteht ja auch nicht in der Methanproduktion an sich , sondern darin, daß es frei wird und in die Atmosphäre gelangt.

Nutella würde vielleicht mit Butter NOCH BESSER schmecken!?

LG Vollmilch


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