Antworten: 18
User Bild
forst84 03-03-2015 10:54 - E-Mail an User
Stallumbau
Würde gerne unseren ehemaligen Schweine - und Pferdestall (Baujahr 1957 Massivbauweise mit niedriger Betondecke) zu einem Laufstall für Mutterkühe umbauen. Dies ist ein Teilbereich unseres Stalles, der etwa 8 m lang und 4 m breit ist. Auch ein kleiner Auslauf ist zurzeit vorhanden (ca. 3 x 3m) der aber erweiterbar wäre.
Der Rest des Stalles ist Anbindehaltung (Bio Betrieb mit Kleinerzeugerregelung). Auslauf wird regelmäßig gewährt.
Würd gerne wissen was ihr davon haltet, in weiterer Folge würde ich falls notwendig (gesetzlich) auch auf Laufstall dann mal umbauen.
Im ehemaligen Schweinestall ist nur eine Betonplatte, bzw. ein Holzboden vorhanden. Welches Stallsystem würdet ihr empfehlen? Entmistung geschieht zurzeit noch von Hand, ebenso Fütterung.
Bitte nur um ernst gemeinte Arbeiten. Danke derweil im Voraus.

User Bild
Ziegenbua antwortet um 03-03-2015 11:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
1) für wie viele Tiere?
2) die Tierart umzustellen, im Wissen im 21. Jh Anbindehaltung betreiben zu "müssen" halte ich für falsch
3) 3x3m Auslauf ist hoffentlich nicht für die angebundenen Tiere?!
4) niedrige Betondecke bei Massivstall wird mit Rindern nicht lange gut gehen

5) "falls notwendig (gesetzlich)" halte ich bei einen Biobetrieb für die falsche Einstellung

User Bild
forst84 antwortet um 03-03-2015 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Der Stall (Schweinestall) ist leer, und i würd ihn gern für 2 zusätzliche Mutterkühe nutzen. Nein die 3 x 3 m Auslauf waren für ein bis 2 Schweine gedacht und ist wie gesagt erweiterbar. Die Kühe die angebunden sind haben so 0,4 ha Auslauffläche regelmäßig. (8 Mutterkühe). Auch hier wäre noch Platz für 2 Mutterkühe. Und ich will ja nicht viel investieren, muss sich ja rechnen auch. Hätte auch lieber einen neuen Stall, aber dass spielt´s halt nicht. Und ich seh dass Anbinden der Tiere nicht als problematisch, wenn sie ja eh regelmässig Auslauf haben. Da müssten ja viele kleine Betriebe zugesperrt werden, wenn dass verboten wird. Was sich auch auf das Landschaftsbild auswirken würde, vor allem da wo die Flächen nicht so "schön" sind.

User Bild
textad4091 antwortet um 03-03-2015 12:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Wie niedrig ist denn die Betondecke? Wie ist denn dieser Schweinestall mit dem andren Stall verbunden? Wie schaut es um die Luftqualität drinnen aus bzw. die Lüftungsmöglichkeiten und dem Licht?

Schau, dass'd auf die Dauer auf eine Futter- und eine Mistachse kommst, sowohl für die Kälber als auch die Kühe. Wie schaut es denn derzeit mit dem Liege- bzw. Aufenthaltsbereich für die Kälber aus?
Ein neuer Stall heißt ja nicht gleich zwangshalber, sämtliche Kostenmarken zu sprengen ...



User Bild
179781 antwortet um 03-03-2015 12:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Mach keine sinnlosen Basteleien! Von dem Schweinekobel würde ich auf jeden Fall die Finger lassen. Weiter als Schweinstall nutzen oder Garage/Werkstatt/Lagerraum draus machen. Den Anbindestall sehe ich auch mit Fragezeichen. Das hat keine Zukunft, weil es zuviel Arbeit macht. In manchen Fällen geht das, dass man da Liegeboxen hineinmacht und die Fütterung ins Freie gibt. Für die paar Kühe reicht eine handelsübliche Rundballenraufe und schon hast du einen Stall wo du nur jeden zweiten oder dritten Tag mistwegschieben und füttern musst.
Ein Neubau in der Größe kostet auch nicht die Welt. In deinem Fall aus Rundholz (da kannst du sogar die ganz grobästigen Stämme verwenden) dann hast du etwas ordentliches. Wenn du genug Sägespäne/Hackgut/Rindenmulch hast, kannst du das sogar als Kompoststall betreiben.

Gottfried

User Bild
1Hansi antwortet um 03-03-2015 14:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Hast du eine Skizze oder Fotos ?
Also wenn ich das so höre könnte ich mir maximal vorstellen das du den Schweine stall und auslauf über dachen und als kompoststall nützen dann wo die Kühe jetzt stehen als fressgang auslegen . Entmisten mit einem Hoftrak und das durch mischen vom Kompost stall auch mit dem hoftrak mit einem verkleinerten fein Grubber. Auch wenn du keine hohe decke hast nach unten kannst du ja fürn Kompost 50cm tief und die seiten wand aus brechen oder aufschneiden lassen I-trager einziehen und dann magst auch rein.
Das würde mir momentan einfallen dazu . Ob es wirtschaftlich ist steht auf einen anderen Blatt - pabier.
Es ist halt immer schwer was zu sagen wenn man es nicht kennt und nicht mehr angaben dazu gemacht werden.
Mfg.


User Bild
forst84 antwortet um 03-03-2015 17:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Also der Schweinestall ist ebenfalls überdacht, bzw. eine Massivdecke darüber. Über den ganzen Stall befindet sich ein Heuboden mit Belüftung auch. Der Auslauf ist nicht überdacht. Hab nachgemessen der ehemalige Schweinestall ist ca. 5 m breit und 7m lang.
Die Höhe der Decke beträgt 2,50m. An manchen Stellen (wo Träger sind) nur 2,25 m. Also mit einem handelsüblichen Traktor nicht befahrbar.

User Bild
veti antwortet um 03-03-2015 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Wir hatten auch mal kurze Zeit Jungrinder in den Pferdeboxn im umfunktionierten Schweinestall. Für die Gäule (Kleinpferde) ist der Stall nicht so schlecht, zumal sie den ganzen Tag draußen sind. Aber die Erfahrung mit den Rindern da drinnen wäre für alle Beteiligten entbehrlich gewesen.Unglaublicher Arbeitsaufwand... Gottfried hat ja schon ein paar Ratschläge in Punkto Stallumbau gegeben. Ich weiß, bei anderen Betrieben lässt sich das Geld der anderen idR leichter ausgeben. Aber du hast in einem anderen Thread auch etwas über Kalbinnen bzw.Ochsenmast geschrieben- ich würde mir da genau die Vorschriften anschauen. Wenn du die Mutterkühe jetzt in Anbindehaltung hast, können die Kälber dann trotzdem immer zum Saufen dazu, oder sind die irgendwo separat und ihr lässt die dazu?

User Bild
1Hansi antwortet um 03-03-2015 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Liegefläche must du pro Kuh 5m2 ein rechnen darum meinte ich den auslauf mit über dachen . Bezüglich der höhe müste das mit einen Hoftrak gehen oder du niemmst irgend einen alten schinken von Traktor her ohne Kabine dann geht das auch mit der höhe. Würde aber einen hoftrak den vorzug geben.


User Bild
179781 antwortet um 03-03-2015 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Bei der Höhe geht es nicht darum, ob es vielleicht einen Hoftrac gibt, der klein genug ist, darin zu arbeiten. Ein Gebäude, das so niedrig ist, ist als Rinderstall ganz einfach untauglich. Da bringst du nur mit einer teuren Lüftung ein ordentliches Stallklima hin. Beim füttern, entmisten, einstreuen kannst du mit keinen normalen Maschinen arbeiten usw. Da ist um jeden Euro schade, der da in einen Umbau investiert wird. Ich weiß ja nicht, wo du zu Hause bist. aber du kannst gerne mal bei vorbei kommen und ein paar preiswerte Um- und Neubaulösungen für Mutterkühe anzuschauen.

Gottfried

User Bild
textad4091 antwortet um 03-03-2015 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Wie sind denn diese beiden Ställe jetzt verbunden? Wenn es sich faktisch nicht um einen Raum handelt, wird das arbeitsmäßig alles andre als angenehm, vom Wohlbefinde für de Rindviecher und dem Klima da drinnen ganz zu schweigen. Denk auch dran, Tierarztbesuch, die lieben Tiere einfangen/fixieren usw. ... das stell ich mir da drinnen je nach Einrichtung alles andre als lustig vor.
Drinnen nur Liegefläche und für die Fütterung ein Flugdach, Futtertisch und Fressgang wird wohl drin sein, oder? Da is auch eine Menge Eigenleistung möglich, zwecks Kostenersparnis beim Bau, je nach Erwerbslage natürlich.

Aber ohne genauem Bestandsplan kann ma, wie ein Vorschreiber schon sagt, wenige beratende Vorschläge machen.

Sehe es aber ähnlich Gottfried ... Altgebäudeverwenung nur dann, wenn es wirklich sinnvoll ist.
Und ganz ehrlich, wenns't dir jetz noch einen dementsprechende Gefährt für den Stall kaufen müsstest, egal ob alten Traktor, welcher meist überteuert ist, oder ein Hoftrac ... dieses Geld ist woanders besser aufgehoben, im Stallbau zum Beispiel!

User Bild
forst84 antwortet um 03-03-2015 19:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Also der "Schweinestall" liegt direkt an dem anderen Stall und ist nur durch eine dünne Wand getrennt (vermutlich nicht tragend). Der größte Nachteil des Gebäudes ist die niedrige Betondecke. Bewirtschafte ab heuer ca. 23 ha Wiesen. Jedoch haben wir zum Teil recht karge Böden (geringe Humusauflagen - darunter Schotter). Weshalb einige Wiesen nur einmal oder zweimal zum mähen sind.
Soll heißen dass ich anstatt meiner 8 Mutterkühe vielleicht höchstens 10 oder 11 damit füttern kann. Selbstfangfreßgitter würden mir gefallen, mit diesen wäre eine Fixierung der Tiere möglich. Zurzeit haben wir noch selbstgemachte Fressgatter aus Lärchenholz.

User Bild
textad4091 antwortet um 03-03-2015 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Zwecks Fixierung der Tiere meinte ich eher, dass man dafür auch einen geometrisch möglichst einfachen Stall ohne "Winkelwerch" haben sollte ... Für mich heißt dass, durchgehende Achsen und möglichst nichts seperat, bis vielleicht auf eine Seperierungsbox, welche sowieso nicht immer belegt ist. Das hat jetz nicht zwangshalber unbedingt was mit einem Fangfressgitter zu tun- Ein solches vereinfacht diese Arbeit nur ungemein ;)

Auch bei geringerer Kuhzahl sollte der Stall arbeitsmäßig einfach gestaltet sein- Weniger wird die Arbeit soundso nie, aber zumindest so ausgerichtet, dass sie noch länger eine Freude bereiten kann.

User Bild
forst84 antwortet um 03-03-2015 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Wenn ich die Wand rausreißen könnte (falls nicht tragend) dann hätte ich zumindest schon mal ne schöne Fläche und Länge. Also in etwa 18 m Stallänge und angrenzend noch einen Futter und Strohbergeraum. Die Höhe verändern geht leider nicht, aber an dass wurde 1957 wohl noch nicht gedacht ;-)
Danke schon mal für eure Tipps und Anregungen. Eine andere Sichtweise tut da ganz gut, bevor man was angeht. Natürlich würd ich mich auch umschauen, bei anderen bevor ich was umsetze. Bin auch für weitere Vorschläge dankbar.

User Bild
Thomas16 antwortet um 03-03-2015 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Wir haben fast das gleiche kop homa tiefstreu und geht super entmisten brauchst 1 mal im jahr Ca bei uns 1 m tiefer mist hoftrac oder frontlader wäre gut mvg Thomas

User Bild
179781 antwortet um 04-03-2015 07:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Mit deinen letzten zwei Sätzen bis du genau richtig. Schau dir einiges an, bevor du etwas baust/umbaust. Aus den Erfahrungen anderer zu lernen ist viel billiger und effektiver als sie selber zu machen.
Und noch einen Hinweis möchte ich dir mitgeben. Wenn du von Milchvieh auf Mutterkühe umstellst, dann musst du das als erstes und durchgehend im Kopf machen. Das ist ein ganz anderes Produktionsverfahren, deshalb muss da auch anders gearbeitet werden. Sehr viele Umsteller in ähnlicher Situation wie du arbeiten mit dem gleichen System weiter, wie sie es gewohnt sind, nur haben sie dann keine Milch mehr zu verkaufen. Das kann nur in den Graben gehen. Daher auch die vielen Vorurteile gegen Mutterkuhhaltung.

Gottfried

User Bild
Ziegenbua antwortet um 04-03-2015 08:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Bei 1m tiefem Mist steht dir die Kuh an der Decke (2,5m) an - Träger (2,25m) kannst dann fast als Kälberschlupf von oben hernehmen...

User Bild
forst84 antwortet um 04-03-2015 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Also wir haben schon seit Anfang der 90 iger auf Mutterkuhhaltung umgestellt. Haben Gebrauchskreuzungen Fleckvieh x Limousin und Limousin reinrassig.

User Bild
forst84 antwortet um 04-03-2015 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stallumbau
Ja ich kenne auch so einen Stall wo nur einmal - höchstens 2 mal ausgemistet wird, und der Mist so hoch anwächst. Der mistet dann auch mit einem "Bobcat" aus. Jedoch wirklich gefallen (ohne jemanden beleidigen zu wollen) tut mir dass nicht.

Bewerten Sie jetzt: Stallumbau
Bewertung:
5 Punkte von 1 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;474672





Landwirt.com Händler Landwirt.com User