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Silva 06-01-2015 19:24 - E-Mail an User
Waldkauf?
Ich habe als Nichtlandwirt die Möglichkeit, privat ca.10ha Mischwald im Bezirk Oberwart zu kaufen.
Die Verkäuferin, eine ältere Dame, hat sich auch nie selbst um den Wald gekümmert, sondern alles einer Forstgemeinschaft überlassen. Sie konnte auch nicht wirklich Auskunft über den Zustand des Waldes oder Erträge machen und ich wäre für Tipps dankbar, wie ich nun vorgehen soll, wer zum Beispiel Auskunft über den Zustand und den üblichen Marktpreis geben kann.
Danke im Voraus

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rotfeder antwortet um 06-01-2015 19:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Waldkauf?
Hallo!
Üblicherweise kann man den Forstsekretär der mBauernkammer kontaktieren, der schätzt dann unabhängig den Wert des Waldes. Kostet ca. 30 €
Ob man die Möglichkeit hat, 10 ha Wald zu kaufen, klärt oft auch ein Blick ins eigene Geldbörsl.

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Silva antwortet um 06-01-2015 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Waldkauf?
Danke für die Info!

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josefderzweite antwortet um 06-01-2015 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Waldkauf?
wenn die gute dame keinen plan vom wald hat dann sie wahrscheinlich auch keinen plan was der wald wert ist. hört sich vielleicht nach schnäppchen an. kann man die adresse der guten dame haben?


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ybbstaler antwortet um 07-01-2015 09:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Waldkauf?
josefderzweite
du elender Bauer ,hast sowas nötig

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textad4091 antwortet um 07-01-2015 11:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Waldkauf?
@ josefderzweite: Bei solchen Dingen würd ich gut aufpassen, wenns't sowas ausnutzt hat es meist ein rechtliches oder zumindest finanziell ergiebiges Nachspiel ...

Weißt eh, wenns't Politiker bist, kannst schnell mal was um einen symbolischen Euro verkaufen oder kaufen, aber als Privater wirst geschröpft ;)

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Gerhardkep antwortet um 07-01-2015 11:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Waldkauf?
An SILVA@
Korrekt wie oben erwähnt mit der Dame vereinbaren das ihr den Wald Schätzen lässt zB. Bez.Förster meist beeideter Sachverständige und dies als grundlage verwendet und anerkennt,
damit hast du bzw. aber auch das Gegenüber eine Grundlage, die danach bei kauf nicht zu einer "Schieflage" werden kann.
Marktpreise bzw.Konkurenzpreise sind natürl. dann eine andere Sache.


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nugl0815 antwortet um 08-01-2015 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Waldkauf?
In den meisten Bundesländern müssen Verkäufe ausgeschrieben werden. Allerdings unterscheiden sie sich in nicht unwesentlichen Details. In Sbg muss ausgeschrieben werden wenn dich die Bauernkammer als Nichtlandwirt im Sinne des Gesetzes qualifiziert. In OÖ. muss ausgeschrieben werden wenn die Eigenbewirtschaftung nicht garantiert ist. Das Verfahren ist dann soweit ich weiß daselbe: ein Landwirt muss bereit sein, den Grund zum selben Preis und zu denselben Bedingungen zu kaufen, ausgenommen der Preis liegt über dem ortsüblichen Preis (hier liegt meiner Meinung sehr viel Spielraum). Die Konsequenz ist wieder von Bundesland zu Bundesland verschieden. In Sbg ist die Genehmigung zu versagen, in OÖ hat die GVK Spielraum. Keinesfalls ist der Verkäufer jedoch verpflichtet an den Landwirt der ein Angebot gestellt hat zu verkaufen. Es wird nur der Kaufvertrag mit dem ursprünglichen Käufer nicht genehmigt.
Für mich sind diese Regelungen sehr fragwürdig, weil erstens einem sehr kleinen Bevölkerungskreis es vorbehalten wird, lw. Grund zu kaufen und es für Käufer mit wirklich viel Geld kein Problem darstellt, da sie ganze Landwirtschaften kaufen und dadurch Landwirt werden.
Mich hat es selber betroffen, da ist der einbietende Landwirt in der GVK Kommission gesessen und erfuhr es praktisch aus erster Hand. Leider habe ich mich aus Rücksicht auf den Verkäufer zu schnell geschlagen gegeben.
lg

Michi

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Ziegenbua antwortet um 08-01-2015 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Waldkauf?
Das Problem gibts jetzt ja dank Billigfleischimporten und bald TTIP nicht mehr. Und diese, welche auch heute noch Gebrauch von diesem Vorkaufsrecht machen sind nicht jene Landwirte welche versuchen die Bevölkerung hochwertigen Lebensmittel zu versorgen sondern Spekulanten oder neureiche welche den Schirm der Landwirtschaft ausnutzen um vom sparen noch reicher zu werden.
Landwirte die am Hungertuch nagen werden wohl eher nicht als erste Sorge haben Wald zu kaufen. Zum Heizen für sich selbst habens davon meistens genug.

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Agrargem antwortet um 08-01-2015 17:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Waldkauf?
In Tirol kann jeder Wald kaufen, da sind Bauern nicht bevorzugt. Das hat zur Folge, dass Leute mit Geld (Anwälte, Ärzte usw.) Wald als Geldanlage nutzen. Da kommen dann die Bauern finanziell nicht mehr mit.

MfG

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