Problemunkräuter im Mais

Antworten: 4
von_Paulus 18-05-2014 13:14 - E-Mail an User
Problemunkräuter im Mais
Hallo,

ich (konventionell) bewirtschafte seit einem Jahr einen Acker der vorher biologisch bewirtschaftet wurde. Dementsprechend groß ist die "Unkrautflora" auf diesem Feld. Neben Quecke, den Wurzelunkräutern wie Winde u. Distel wuchert noch so einiges, sollte aber mit den am Markt befindlichen PSM kein Problem darstellen.
Was mir aber Kopf zerbrechen bereitet ist der Gemeine Beinwell. Er kommt dort auch in rauen Mengen vor. Habe gestern die Herbizidbehandlung mit Elumis Dual Pack + 0,25 kg MaisBanvel gemacht (Mais 3-Blatt Stadium). Glaube aber nicht, dass dies den Gemeinen Beinwell dauerhaft erledigen wird.

Was sollte man gegen dieses Unkraut spritzen? Wuchsstoff??Wenn ja, dann wahrscheinlich nur solo und welchen? (Dicopur M).

Danke für die Tipps!



Jophi antwortet um 18-05-2014 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Problemunkräuter im Mais
Hallo !

Habe gerade das Top Agrar Unkraut App gefragt, es empfielt Arrat + Dash, allerdings hat das nur Teilwirkung.


JimT antwortet um 18-05-2014 18:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Problemunkräuter im Mais
Mit dem MaisBanvel hast du schon den Wuchsstoff Dicamba mit 175gr/ha ausgebracht.

Dieser Wirkstoff ist auch Teil des Arrat+Dash. Bei empfohlener Aufwandmenge brächte man hier 100grDicamba/ha aus. Somit kannst du mit Arrat+Dash nix besser machen als mit dem was du schon angewendet hast.
Wie ist denn das Wetter bei dir. Richtiges Wuchsstoffwetter ist ja nicht gerade. Zumindest bei mir.


ANDERSgesehn antwortet um 18-05-2014 19:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Problemunkräuter im Mais
dicamba ist hier das einzig sinnvolle (wurzelunkräuter),
nur der Einsatz "schon" beim 3-blattstadium ist
seeehr früh, da später auflaufende problemunkräuter
nicht ergriffen werden, weil´s ein reines blattherbizid ist.
(winde wird dann sicher noch kommen ...)

gemeiner/echter beinweil ist eine indikatorpflanze für
nährstoffreiche böden bzw auch wenn Kalium in oberen
schichten geleert wurde, denn Beinwell bringts von weiter
unter wieder ans Tageslicht.
mit einen c/n-verhätnis von 1:10 ist Beinwell sehr eng und
spricht für höhere humusgehalt (vielleicht hast ja schon
gülle gefahren, das dafür sprechen würde).
ebenfalls hat Beinwell viel kieselsäure in sich, dass die Natur
braucht um den verborgnen/nicht aufschliessbaren Phosphor
im boden (mittels Enzyme der folgefrucht und der kieselsäure
der altpflanze) zu mobilisieren.

also für mais ein gute(r) boden/voraussetzung, bis auf das mit
Kalium und für mais besonders wichtig phosphor bei der Düngung nicht gegeizt werden soll.





179781 antwortet um 18-05-2014 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Problemunkräuter im Mais
Den Beinwell wirst du ohne deutlichen Schaden für den Mais mit Spritzen jetzt nicht wegkriegen. Der hat mit seinen samtigen Blättern einen Schutz gegen die Aufnahme von Spritzmitteln und in seinen Wurzeln gerade im Frühjahr soviel Kraft, dass er die Spritzerei überlebt. Wenn nicht sehr viel davon dasteht, dann würde ich mir nicht die großen Sorgen drum machen, weil der ist höchstens beim Wasser eine Konkurrenz für den Mais und nach der Ernte kannst du ihm dann mit geeigneten Mitteln zu Leibe rücken.
Was Beinwell auch anzeigt, sind Verdichtungen, die bei feuchten Böden in der Tiefe gemacht wurden. Klassisches Beispiel:Rübenernte bei feuchten Bedingungen. Diese Verdichtungen würde der Beinwell aufarbeiten, wenn er flächendeckend ein paar Jahre stehengelassen wird. Das ist aber auch nicht das Ziel einer sinnvollen Landwirtschaft.

Gottfried





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