AMA Rückforderung/ BBK Fehler

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Baumschneider 11-12-2013 07:09 - E-Mail an User
AMA Rückforderung/ BBK Fehler
Werte Kollegen!

Folgende Situation derzeit:

Ich, Neubetriebsgründer im Herbst 2011, habe im Herbst 2011 alle Maßnahmen meines Vorbewirtschafters übernommen. Dabei hat mich die Bauernkammer unterstützt. (Mit mir die Formulare ausgefüllt, weggeschickt.....)

Nun, habe ich und mein Vorbewirtschafter folgendes Problem: Bei der damaligen Übernahme ist eine MAßnahme vergessen worden zum übernehmen, diese MAßnahme hat allerdings einen Verpflichtungszeitraum von 2007-2013.
Da ich damals als Neubeginner überhaupt keinen Tau hatte von den Formalitäten habe ich mich auf meine Interessensvertretung der Bauernkammer beim ausfüllen verlassen.

Nun ist es so, dass die Maßnahme mit den Auflagen von mir zwar immer eingehalten wurde, weil ich bis jetzt glaubte im "Besitz " dieser Maßnahme zu sein!! Jedoch habe ich die Maßnahme lt. AMA nicht, weil ich sie nicht beantragt habe weiterzuführen...

Nun hat mein Vorbewirtschafter eine Rückforderung bekommen, und ich ebenso kein Geld für diese eingehaltene MAßnahme.... Das sind aber keine kleinen Beträge...!!

Im gegenständlichen Fall handelt es sich um eine NAturschutzfläche welche erst ab Juli gemäht werden darf, und, nicht gedüngt werden darf.... für diese eEinhaltung gibts halt an Haufen Geld, .... nicht wirklich viel zu tun.... also warum sollte ich das nicht weiterführen wollen???

In meinen Arbeitsaufzeichungen ( Schlagblättern) kann man das nachlesen wann gemäht wurde,das nicht gedüngt wurde.... und diese Aufzeichnung wurde auch von einem Kontrollor im Jänner 2013 beurkundet, d.h. unterschrieben. Also kann man das nicht nachträglich verändert haben..... Ist aber dem Bearbeiter bei der AMA egal.... Also die habe ich damit schon Konfrontiert...

Was soll ich tun? Hat die Bauernkammer keine Versicherung für sowas???
Habt ihr dementsprechende Erfahrungen gemacht, wenn die KAmmer einen Fehler macht....???


waldorf antwortet um 11-12-2013 07:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
AMA Rückforderung/ BBK Fehler
Rechtlich ist da nichts zu machen: Du hast die ÖPUL Maßnahmenübernahme unterschrieben, damit bist du für den Inhalt alleinverantwortlich. Einzige Chance wäre, daß die AMA Einsicht zeigt. Frag mal bei den ÖPUL Spezialisten in der LWK Zentrale deines Bundeslandes (in NÖ ist das St.Pölten) nach. Die haben meist gute Kontakte. Vielleicht können sie dir helfen

Was mir noch auffällt: Du scheibst die Maßnahmenübernahme war im Herbst 2011, also bereits vor 2 Jahren. Hast du den Fehler erst jetzt bemerkt?


Christoph38 antwortet um 11-12-2013 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
AMA Rückforderung/ BBK Fehler
Für erste ist festzuhalten dass die AMA hier keinen Fehler gemacht hat, da die Massnahme nie beantragt wurde.

Für die Abgabe der Anträge ist man primär selber verantwortlich, sodass nie die Kammer allein schuld sein wird, sondern womöglich ein gemeinsames Verschulden vorliegt.
Die 100%ige Abtretung der Verantwortung an die Kammer wird nicht funktionieren, vor allem nicht bei einem Unternehmer.

Hast du der Kammer mitgeteilt, dass du alle Massnahmen übernehmen willst ? Hast du den Antrag unterschrieben u. vorher kontrolliert, ob alles deinen Wünschen entspricht ?

Für mich gemeinsames Verschulden von dir u. der Kammer.

Besser wären deine Chancen wenn du für Geld jemand beauftragt hättest, sich um deine AMA-Angelegenheiten zu kümmern.



Baumschneider antwortet um 11-12-2013 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ja, leider erst jetzt bemerkt bei der Rückforderung......

Natürlich habe ich der Kammer gesagt ich möchte die Maßnahme weiterführen, nicht nur weil es für mich ein finazieller Vorteil ist, auch deswegen weil der Verpflichtungszeitraum bis 2013 ist!

Leider dachtre ich mir damals, die werden das schon Richtig machen auf der BBK...


Christoph38 antwortet um 11-12-2013 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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das Schuldschema ist so:

bei einer Behörde: immer der Bürger schuld zu 100%, Geltenmachung des Schadens wird als Frechheit empfunden

bei einer Mischung zwischen Behörde u. privat, wie zB Kammer: geteilte Schuld, 100% Schaden beim Bürger

privater Beauftragter zB Rechtsanwalt: 100% Schuld des Anwalts u. Schadensgutmachung


Fallkerbe antwortet um 11-12-2013 12:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auch wenn es als ungerecht empfunden wird.
Die Verantwortung bei den Anträgen liegt alleine beim Antragsteller.
Das bestätigt man auch mit seiner Unterschrift.

Die Kammer ist nur beratend tätig und übernimmt keine Verantwortung für eventuelle Fehler in der Antragstellung.

Aber ich kann deinen frust gut nachfühlen.




Gerhardd antwortet um 11-12-2013 12:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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....... und wie gut die Umerziehung schon geklappt hat, innerhalb weniger Jahre sprechen jetzt schon die Bauern selbst die Kammer von jeder Verantwortung für deren Arbeit frei .......bin ich zu jung oder zu alt um dafür kein Verständnis mehr aufzubringen?


Fallkerbe antwortet um 11-12-2013 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@gerhardd,
es liegt nicht am alter, du hast nur vermutlich die Anträge nicht gelesen, die du alljährlich unterschreibst.



freidenker antwortet um 11-12-2013 13:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Baumschneider

Hallo, hab auch mal so eine Erfahrung gemacht. Zuhause das Kreuz an der richtigen Stelle gesetzt, dann bei der Abgabe in der BBK ein Mißverständnis und das Kreuz weggemacht direkt bei der Abgabe im glauben es wird schon passen :-) . Das war auch übrigens in meinem ersten Jahr. Bin dann erst nach der Abgabefrist draufgekommen und zur Sprechstunde des BBK -Leiters gegangen ob ich doch noch für ubag das kreuz machen kann. War auch am Durchdruck ersichtlich das es ursprünglich gekreuzt war und alles...
Der hat dann lapidar gemeint wenn ich mich nicht auskenn soll ich an Kurs machen und hat keinen Finger gekrümmt und für mich wars ein Lehrgeld wie gut ich hier vertreten werde.

mfg





Gerhardd antwortet um 11-12-2013 13:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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eines heißt nicht immer automatisch das andere, Fallkerbe
in diesem Thread habe ich ja nicht von mir geschrieben

h ä t t e ich von mir geschrieben, so vielleicht daß ich trotz brav durchgelesener und korrekt ausgefüllter Anträge trotzdem eine Alm - AZ - Rückforderung kassiert habe .....

ich will nur sagen, daß der finanzielle Verlust wohl durch die Rahmenbedingungen der Anträge klar beim Antragsteller liegt, doch damit kann doch nicht die Kammer immer komplett aus ihrer Verantwortung entlassen werden!
Wir alle wissen, daß an den Kreuzerln das "Überleben" fast aller Betriebe hängt .......... und da kann es durchgehn daß zb bei einem jungen Betriebsübernehmer unter den Händen eines BBk- Mitarbeiters ein solches vergessen wird .......... und der Mitarbeiter hat nach wie vor keine Verantwortung dafür ?

Komisch !





Christoph38 antwortet um 11-12-2013 14:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ fallkerbe
Du täuscht dich, die Verantwortung liegt nicht immer und automatisch bei dem der unterschreibt.

Gerade die Anlegerprozesse bei Immofinanz & Co zeigen, dass keineswegs der Anleger=Unterschreiber sowieso und automatisch die alleinige Verantwortung hat.
Für Falschberatung bestehen durchaus Haftungen.
Es kommt halt immer darauf an, wann, wer, was, wie gesagt getan u. Fehler gemacht hat.
Bandbreite 0 bis 100.

Interessant wäre die Haftung vor allem auch dort, wo die Kammer Geld kassiert, was zwar selten ist, aber doch gemacht wird, in manchen Bereichen.


Fallkerbe antwortet um 11-12-2013 15:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@gerhardd @christoph
ich lasse mich gerne eines besseren belehren, sobald das erste rechtskräftige Gerichtsurteil die Kammer zum Sachadenersatz wegen eines solchen Antragsfehlers verurteilt.
Mir zumindest ist kein derartiger Fall bekannt.


mfj antwortet um 11-12-2013 15:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wieder mal ein herrlicher Thread,

Da hat jemand von "tuten und blasen" keine Ahnung, weiß nur dass es für irgendwas Geld gibt oder auch nicht, verpasst jahrelang alle Fristen und Normen, bemerkt es selber wahrscheinlich gar nicht - und wird vom Vor-Bewirtschafter mit Sicherheit angequatscht - weil dieser Rückforderungsbescheide bekommen hat...
Dann ist natürlich alles andere schuld, und zu guter letzt... waren hier halt zwei richtige Vollpfosten beieinander. Der eine nichts gewusst , der andere geschlafen.


@Baumschneider - wenn du keinen Tau von den beantragten bzw. nichtbeantragten Maßnahmen hast - wie du selber schreibst... kannst du auch keinen Tau - von deren Auflagen zur Bewirtschaftung haben.
Somit hast du mal zurecht kein Geld bekommen.
Landw. Förderungen sind nicht da, um alle Arten von Landwirten glücklich und zufrieden zu machen, sondern sind eine steuerlich geförderte Leistungsabgeltung mit genau definierten Auflagen.

Wenn du anständig bist – zahlst du deinem Vorbewirtschafter die Rückforderung.
Jetzt gibt’s noch mal ein Verlängerungsjahr – da kommste mit neuen Maßnahme sowieso nicht rein, übernächstes Jahr fängt wieder eine neue Periode an – da kannste dann zugreifen.



biolix antwortet um 11-12-2013 15:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo !

na klar wäre das sinnvoll wenn die LWK eine Haftpflichtversicherung hätte.. denn ich kenne einige die sich sehr wenig auskennen und sich voll auf die LWK verlassen, und in so einem Fall sind sie dann "verlassen", das kanns dann wohl auch nicht sein. inkl. bezahlt man ja nun auch für die "Beratungsleistung" des öfteren schon ....

Wie schauts eigentlich bei den bezahlten "Ausfüllhelfern" die von der LK empfohlen werden, haben die eine Haftpflicht ?

lg biolix

p.s. mfj du bist ja der einzige nicht "Vollpfosten".. aber von einer Beratung und Hilfe inkl. wenn sie dann sogar was kostet, inkl. die eigene Vertretung ist, erwartet man sich halt genaueres hinsehen.. und passieren kann immer etwas bzw. übersehen werden, aber dazu gäbe es dann die Versicherung oder eine etwas andere Art der Auslegung bei Streitigkeiten warum nicht ausbezahlt wird, eben nicht so streng wie jetzt, wenn dem Förderansuchenden keine SChuld trifft, weil er sich auf seine gesetzliche Vertretung die er auch bezahlt mit der Kammerumlage, verlassen hat...


Christoph38 antwortet um 11-12-2013 16:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
AMA Rückforderung/ BBK Fehler
Immer die Kirche im Dorf lassen. ;-)

Wenn die Kammer Fehler macht, soll sie dafür gerade stehen, vor allem bei Bezahlung und wäre es sicher sinnvoll dass die Kammer eine Versicherung abschliesst.

Nur wird es umgekehrt nicht so sein, dass sich ein Betriebsinhaber = selbständiger Unternehmer als weitgehend ahnungslosen Deppen hinstellt, der folgedessen für nichts selber die Verantwortung trägt.
Nun wird der eine oder andere einwenden, dass ja auch unsere Politiker und Beamten für nichts die Verantwortung tragen, wenn sie glaubhaft versichern können, dass sie einfach zu dumm sind und nur aus Versehen ein paar hundert Mio versenkt haben.
Zweifellos unfair, aber kein Richter wird einen selbständigen völlig exkulpieren.

Ein Haftungsprozess wäre natürlich interessant, braucht aber einen langen Atem.


Fallkerbe antwortet um 11-12-2013 16:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mfj
wäre es nicht auch in der Verantwortung den Vorbewirtschafters gelegen, dem neuen Bewirtschafter haarklein alle verpflichtungen, die er für diese Flächen eingegangen ist, dazulegen, und den neuen Bewirtschafter zu bitten, die Verplichtungen ebenfalls einzugehen und einzuhalten.

In seinem ureigensten interesse wäre es auf jeden fall gewesen.
Also die schuld nur auf den neubewirtschafter zu legen, scheint mir zu kurz geschossen.
Immerhin hat der altbewirtschafter seinen verpflichtungszeitraum nicht eingehalten-
der neubewirtschafter aber alles eingehalten, was der neubewirtschafter auch beantragt hat.




dwori44 antwortet um 11-12-2013 17:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber mfj!

Wie man sieht, hast auch Du auch keine Ahnung von "tuten und blasen". Für ÖPUL-Maßnahmen erfolgt die Auszahlung bzw. Rückfordrung mittels MITTEILUNGEN, nicht wie von Dir behauptet mittels Bescheide.
Das sind zwei unterschiedliche Verfahrenswege!!

lg, dwori44


rob98 antwortet um 11-12-2013 17:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Baumschneider Frag mal auf der Kammer nach bezüglich einer Härtefallregelung genau dasselbe wurde bei uns in der Gegend zwar nicht für öpul aber für eine Alm gemacht kann dir aber nicht sagen wie erflogreich das wird die ganze Sache läuft noch. Der Almbewirtschafter hat genau wie du neu übernommen und ein kreuz vergessen.


Jeder macht Fehler das ganze rumgehacke bringt hier nix man kann auch dem vorbewirtschafter nix vorwerfen nicht immer wechselt der Besitzer bzw. Pächter freiwillig.



kraftwerk81 antwortet um 11-12-2013 18:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Baumschneider,

da warst Du wohl genau so naiv wie Dein Vorgänger wenn er Dich als Neuling einfach so ins Verderben schickt. Der Kammer kannst wohl vorwerfen Sie hätten für Dich denken müssen, haben Sie aber nicht. Somit kannst Du, ist zwar ziemlich aussichtslos, um eine Härtefallregelung bei der Ama ansuchen. Und zwar darum dass die Rückzahlung erspart bleibt (darum hätte sich allerdings Dein Vorgänger kümmern müssen, weil der ist den Verpflichtungszeitraum eingegangen). Du hast nachdem Du ja nichts beantragt hast leider Pech gehabt.

Hatte auch schon mal eine Falschberatung der BBK, sogar alles schriftlich per Mail. Bin bei allen 3 AMA Einspruchsfristen abgeblitzt.


Christoph38 antwortet um 11-12-2013 18:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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§1299 ABGB
Wer sich zu einem Amte, zu einer Kunst, zu einem Gewerbe oder Handwerke öffentlich bekennet; oder wer ohne Noth freywillig ein Geschäft übernimmt, dessen Ausführung eigene Kunstkenntnisse, oder einen nicht gewöhnlichen Fleiß erfordert, gibt dadurch zu erkennen, daß er sich den nothwendigen Fleiß und die erforderlichen, nicht gewöhnlichen, Kenntnisse zutraue; er muß daher den Mangel derselben vertreten. Hat aber derjenige, welcher ihm das Geschäft überließ, die Unerfahrenheit desselben gewußt; oder bey gewöhnlicher Aufmerksamkeit wissen können, so fällt zugleich dem Letzteren ein Versehen zur Last.


Rescha1 antwortet um 11-12-2013 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mir ist im Laufe der Jahre aufgefallen, daß es immer weniger Landwirte gibt, die bei der Abgabe des MFA überhaupt irgend ein Kreuzerl gemacht haben, wohl aus der Angst heraus, etwas falsch zu machen, oder zu vergessen. Aber wenn man monatelang fast Tag für Tag Mehrfachanträge übernimmt, kann es halt auch passieren, daß man selbst einmal vergißt, irgendwas anzukreuzen. Deshalb bin ich immer sehr froh, wenn der Landwirt selbst nachkontrolliert, ob alles paßt, bzw. nachfragt. Beim gegenständlichen Fall dürfte es halt passiert sein, das man vergessen hat, diese Maßnahme am Formular anzukreuzen bzw. draufzuschreiben. Hier wäre es natürlich gut, wenn die Kammer für solche Fälle eine Versicherung hätte, ich möchte aber nochmal alle Landwirte bitten, sich auch selbst zu informieren bzw. dann auch zu kontrollieren, ob alles richtig beantragt ist.


soamist2 antwortet um 11-12-2013 19:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ christoph

ist das original zitiert aus der erstausgabe?



pre antwortet um 11-12-2013 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Baumschneider
Ich kann mir nicht vorstellen, daß du in diesem Fall eine Chance hast. Der Kontrolleur hat zwar deine Schlagblätter abgezeichnet, aber was nicht beantragt ist wird auch nicht kontrolliert und im Nachhinein etwas zu beantragen ist nicht möglich. Ich würde es natürlich auf der Kammer versuchen, aber mach dir keine allzu großen Hoffnungen.
Es ist schon Jahre her, da wollte mein Vater einen korrekt ausgefüllten Mfa abgeben. Der zuständige Berater behauptete, daß die Flächencodierung nicht stimmen würde (damals noch "Teilbetrieb Bio") und änderte dies. Die Folge war, daß an uns gar kein Öpul ausbezahlt wurde.
Die Kammer hat sich dann zwar bemüht den eigenen Fehler auszubügeln, aber trotzdem mußten wir froh sein (ohne jedwede rechtliche Handhabe) ein Jahr später das Geld überhaupt noch zu bekommen. Ich kann nur jedem raten nicht blind auf die Kammer zu vertrauen.
Natürlich ist grundsätzlich jeder selbst verantwortlich, aber meiner Meinung nach sollte es bei offensichtlich falscher Beratung sehrwohl eine rechtliche Grenze geben. Einerseits hat die Kammer ein faktisches Monopol bei Anträgen, Beratung, Digitalisierung,... und andererseits keinerlei Verantwortung dafür.
Das kann es zwar nicht sein, wird sich aber auch bestimmt nicht ändern.
mfg pre


muk antwortet um 11-12-2013 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ waldorf

nur rechtlich kannst gegen diese vorgehen .

haftungsklage gegen diese LWK . anders hast keine möglichkeit .

gegen diesen machtapparat können die bauern nur mehr gemeinsam vorgehen .

ig milch hat eh schon rechtshilfefonds eingerichtet. den werden wir in zukunft noch öfter brauchen .

und bei www.almfutterflaechen.at ist so eine gemeinschaft auch schon im entstehen . also sich daran beteiligen und beitrag einzahlen .

.


321 antwortet um 11-12-2013 20:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Immer auch das Kleingedruckte lesen!!!
MFA-Mantelantrag Verpflichtungserklärung Seite 3:
......................................................................................
......................................................................................
Pkt.: 1.6 /1/2
...........die erhaltene Förderung.........................
zurückzuerstatten, wenn die betroffene Maßnahme nicht
fortgeführt und vor Ablauf des Verpflichtungszeitraumes beendet wird.
...............................................................................................................
Zur Kenntnis genommen
Unterschrift: +++

Kurz gesagt ein strittiges Problem.
Aber im Guten und gemeinsam mit dem Bauernkammer-Sekretär eine
Lösung mit der AMA anzustreben, wenn es möglich ist.
Aber eine Haftung der Kammer über Gericht einzufordern,
daran möchte ich nicht einmal denken!
MfG 321


321 antwortet um 11-12-2013 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
AMA Rückforderung/ BBK Fehler
Zu Muk mit seinem gespaltenen Verhältnis zur BBK zu einem
Rat einer Klage kann ich nicht nachvollziehen.
Ich kann nur Positives von unserer Kammer berichten, als
erste Anlaufstelle in der Beratung.
Manche Antragsteller lesen sich nicht einmal richtig einen
Auszahlungsbescheid durch, so kann man sich vorstellen,
dass eine Menge Geld nicht abgeholt wird.
321




KaGs antwortet um 11-12-2013 20:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User




G007 antwortet um 11-12-2013 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User

Zum nachdenken!
Ein jeder Unternehmer muss sich in allen rechtlichen und wirtschaftlichen Dingen auskennen, wenn nicht muss er für die Fehler Gradstehen. Landwirt sein, nix auskennen - aber Kohle kassieren - die Zeiten sind vorbei, dass wird wohl ein jeder verstehen.


baerbauer antwortet um 11-12-2013 22:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User

ich finde es gundsätzlich bedenklich, wenn beratung und gesetzliche vertretung ein und dieselbe organisation ist.
man weis ja nicht immer ob man jetzt beraten wird oder ob es die gesetzliche vertretung ist, die gerade eine amtshandlung macht. und wie hat mir mal ein jurist bei der gkk gesagt: der staat verklagt sich nicht selbst und wenn sie die falschinfo schriftlich haben werden sie nie recht bekommen.
soviel zur vermischung von beratung und gesetzlicher vertretung/verwaltung



freidenker antwortet um 11-12-2013 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@G007

Denk mal selber nach ob du dich in allen rechtlichen und wirtschaftlichen Dingen auskennst
mfg


waldorf antwortet um 12-12-2013 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ muk
"nur rechtlich kannst gegen diese vorgehen"

--->lies dir die Verpflichtungserklärung auf Seite 3 deines unterschriebenen MFAs durch (hättest du eigentlich schon tun sollen bevor du unterschreibst), dann bin ich auf deine Argumente gespannt SOFERN SIE SACHLICH SIND.

Von IG Milch und den Problemen mit den Almen hab ich nur wenig Wissen, das gehört aber auch nicht hierher.

Im Fall von Baumschneider haben wohl er UND die (beratende) BBK einen Fehler gemacht, Fehler passieren eben und Schuldzuweisungen bringen da überhaupt nix. Es kann nur darum gehen ob und wie der Schaden zu begrenzen ist und wie man solche Fälle in Zukunft vermeiden könnte. Ob hier eine Versicherung seitens der LWK möglich wäre, bezweifle ich, da der Antragsteller mit seiner Unterschrift die alleinige Verantwortung übernimmt



Christoph38 antwortet um 12-12-2013 09:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
AMA Rückforderung/ BBK Fehler
Wenn auch der Bauer meist nichts zahlt, kriegt die Kammer nicht öffentliche Gelder als Leistungsabgeltung für die Förderabwicklung ?


mfj antwortet um 12-12-2013 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich kann Euch nur zustimmen. Die besten Ideen kommen wirklich aus der Landwirtschaft...

So eine Versicherung für Beratungsfehler der LWK wäre doch ein nettes aufblasbares „Tischlein deck Dich“ Erweiterungs-Programm. Letztlich hätte man sie beim heurigen Almdesaster ausgiebig nützen können...

Das Leben ist heute ja richtig modern geworden. Grundsätzlich sollte jeder Fehler versichert werden. Ich wäre auch dafür, dass Standesbeamte eine Haftpflichtversicherung gegen falsche Verheiratungen haben, bzw. zumindestens eine Rückgabeversicherung anbieten würden.
Weil es kann doch nicht sein, dass man mit amtlicher Würde und netten Worten – katastrophale Beziehungen verheiratet. Wo kommen wir denn da hin, wenn Beamte keine Gewährleistung mehr bieten können ?

Auch sollte z.b. an jeder Kasse beim Schwimmbad der Kartenverkäufer eine Haftpflichtversicherung für unterlassene Einweisung abgeschlossen haben. Es könnte durchaus sein – wenn der Kassier die Frage vergisst: Lieber Gast, dies ist ein Schwimmbad – schwimmen schützt vor Ersaufen...auch der verschlafenste Gast weiß – er ist im Schwimmbad gelandet.
Damit wäre endlich Rechtsicherheit vorhanden, und Unwissenheit gedeckt.

Auf alle Fälle überlege ich mir, ob ich nicht in Versicherungsbranche wechseln soll.

Das „Landwirt-Dodel-Betriebspaket“ müsste doch verkaufbar sein. Ich bin noch am überlegen ob 7- 10% der jährlichen Förderleistung als Versicherungsbeitrag nicht zu niedrig sind...
Schließlich zeigt sich gerade in diesem Umfeld – dass Bauern am liebsten nur unterschreiben.



biolix antwortet um 12-12-2013 12:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
AMA Rückforderung/ BBK Fehler
Mahlzeit !

ja wie nennt man das von dir jetzt mfj, Themaverfehlung oder einfach rausreden.. ;-))

egal, du willst es nicht verstehen, weilst selsbt so ein "Berater" bist, der dann keine Verantwortung übernehmen möchte, aber sollte.. ;-)

lg biolix

p.s. Rescha das versteht jeder, eben es kann was passieren, aber wenn man dafür zahlt, sollte man sich doch auf etwas verlassen können oder auf eine kulante Lösung auf das was einem zusteht, wenn man die Leistungen erfüllt hat, ob Kreuzerl oder nicht....


pre antwortet um 12-12-2013 12:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
AMA Rückforderung/ BBK Fehler
@mfj
"Schließlich zeigt sich gerade in diesem Umfeld – dass Bauern am liebsten nur unterschreiben."

Leider ist teilweise nicht viel mehr möglich. Die Digitalisierung zB hat sich die Kammer unter den Nagel gerissen (das hat nicht die böse Ama angeordnet wie oft behauptet wird!). Hält sie die Bauern für zu blöd oder was hat es für einen Grund wenn ich ohnehin selbst verantwortlich bin?
Ich denke eher, daß die LWK durch die Online-Antragstellung ihre Felle davonschwimmen sah und sich so einen Teil des bürokratischen Kuchens gesichert hat.
Ich möchte schon länger den Antrag digital abgeben, muß aber sowieso jedesmal zur Kammer weil sich irgendetwas geändert hat. Ist es mal nicht so, sind neue Orthofotos gekommen und schon sitze ich wieder im Warteraum (eine Antragstellung ist online nicht möglich, da alle Feldstücke von der BBK neu bestätigt werden müssen)
Solange ich gezwungen bin viele Dinge (Digitalisierung, Änderungsmeldungen, Einsprüche...) von der Kammer erledigen zu lassen, sehe ich nicht ein, daß sie sich komplett aus der Verantwortung stiehlt.
Vielleicht liege ich völlig falsch, aber mir kommt vor, daß hirnloses Unterschreiben nicht von den Bauern gewünscht wird (zumindest nicht von den Meisten).
mfg pre


kbg antwortet um 12-12-2013 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
AMA Rückforderung/ BBK Fehler
Da bin ich wieder mal echt froh dass ich mit der "komeptenz" unserer standesvertretung nix mehr zu tun hab!!

Ach liebe ex. Berufskollegen.. wenn ihr nicht bald gemeinsam mit dem nassen fetzten bei Kammer,Ministerium und AMA die Inzucht davon jagts, werdet ihr nur noch arbeiten dürfen aber der haus und hof gehört dann bald dem Staat!!




LG aus der "pachtpension"
christian perner



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