Antworten: 9
krähwinkler 26-11-2013 08:35 - E-Mail an User
Mit beiden Händen
Die öst. Landwirtschaft hat ihre Ausgaben von 2002 auf 2012 bei Futtermitteln, Energie, Düngemitteln, und Pestiziden um etwas mehr als 50% erhöht.
Das konntet ihr euch aber auch locker leisten. Weil das Einkommen je AK im selben Zeitraum nominell um 53% und real um 29% gestiegen ist.
29% Plus sind in 10 Jahren ganz schön viel. Aber lieber so als umgekehrt. Bei Regierungsverhandlungen machen diese Zahlen ein Hintergrundrauschen.

Da die Zahlen nicht zwischen Bio und Konv. unterscheiden, ist jede Schlußfolgerung unstatthaft!




freidenker antwortet um 26-11-2013 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mit beiden Händen
Hallo,

zum Thema statistik ein beispiel aus der praxis. Es soll dir helfen zu verstehen warum zahlen aus der statistik nur bedingt tauglich sind.
also:

Bis auf kleine Regionen im Westen lagen die Niederschlagsmengen im Jänner 2013 über dem klimatologischen Mittel 1981-2010. (Quelle ZAMG)

Es ist aber bekannt dass heuer eine Dürre auftrat mit Ernteeinbußen bis teilweise sogar Ertragsausfall.

mfg

so ich geh jetzt mal ein dahniplussahni frühstücken








krähwinkler antwortet um 26-11-2013 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mit beiden Händen
Bevor es jemandem auffällt. Man kann nicht präzise genug sein. Alle 10 Jahre zusammen genommen war das Einkommen je AK im Schnitt um 15% überm Ausgangsjahr 2002. Ist schon nicht mehr so exorbitant, wie ich dachte.





179781 antwortet um 26-11-2013 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mit beiden Händen
Da hast du es ja selbst bemerkt. Es hat jemand ein sehr schlechtes Jahr herausgesucht und dazu passend 10 Jahre drauf ein recht gutes. Da kommen dann solche Unteschiede heraus. Für Gehaltsempfänger bei denen jedes Monat zu einem fixen Zeitpunkt das Einkommen überwiesen wird kann so eine Betrachtungsweise verständlicherweise Neid auslösen. Das werden die Herausgeber dieser Studie auch bezweckt haben.

Was auch noch dazu kommt: Die Steigerung kommt nicht davon, dass in der LW besser verdient wird, sondern, dass Betriebe aufgegeben werden und andere um so mehr leisten = höheres Einkommen, oder pessimistisch betrachtet weniger Leute müssen mehr arbeiten um ein wenig mehr zu verdienen.

Gottfried


krähwinkler antwortet um 26-11-2013 15:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mit beiden Händen
Die 15% entsprechen genau der Arbeitszeitersparnis durch Strukturwandel. Jedes Jahr sinkt der Arbeitszeiteinsatz in der gesamten heimischen Landwirtschaft (ohne Forst) um 1,5% (Schätzung der Verfasser).


kst antwortet um 26-11-2013 21:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mit beiden Händen
Sag rahm, was willst du uns mit deinen Beiträgen sagen und welche Unterlagen stehen dir zur Verfügung, dass du in der Lage bist den Arbeitseinsatz in det Landwirtschaft schätzen zu können oder besser gesagt glauben zu können?
Mfg.ksz






krähwinkler antwortet um 26-11-2013 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mit beiden Händen
Ich bin auch immer verblüfft, wie gut die Schätzungen auf Österreichbasis die Realität abbilden. Du kannst dir das von der Statistik-Austria erklären lassen.
Übrigens sind die Zahlen auf der Website des Lebensminiteriums unter Daten und Zahlen veröffentlicht.

Wie meine Statements aufgefasst werden, das lese ich regelmäßig hier. Und das ist fast immer interessant.



Joe_D antwortet um 26-11-2013 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mit beiden Händen
wenn es jetzt irgend wer geschafft hätte, dass in diesem Zeitraum kein Betrieb aufgehört hätte .... sähe die Statistik wesentlich anders aus....
und wenn wir der Statistik glauben wollen so gibt es in ganz Österreich in 180 Jahren keinen m² Ackerland mehr
dann ist es wohl wieder gut wenn jetzt schon die Betriebe weniger werden ..damit es nicht dann auf einmal ein böses Erwachen gibt...;-)


krähwinkler antwortet um 27-11-2013 10:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mit beiden Händen
Statistik ist die Buchhaltung der Republik, ohne sie lassen sich keine guten Entscheidungen treffen und überprüfen. Die Regierungsverhandlungen drehen sich in erster Linie um Statistik.

Mich interessiert an diesem Zahlenfriedhof, wie unterschiedlich die Betriebsmittelausgaben steigen. Saatgut ist stabil, aber die Ausgaben für Pestizide sind um70% explodiert.
Wenn ich meinen Ruf gerecht werden wollte, würde ich sagen, das ÖPUL ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist.


freidenker antwortet um 27-11-2013 14:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mit beiden Händen
appropo statistik

interessant ist auch folgende aufzeichnung aus dem jahre 2012

Bevölkerung Österreich:8.443.018
Erwerbstätige derLand- und Forstwirtschaft an allen Erwerbstätigen in Prozent 4,9
Erwerbstätige derLand- und Forstwirtschaft 147.401
davon Nicht entlohnte AK 123.785
Entlohnte AK 23.616

Quelle : Grüner Bericht 2013




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