Antworten: 6
rabesreith 22-11-2013 21:23 - E-Mail an User
Grundkauf
Hallo!
Habe eine Frage an euch.
Möchte ein Waldgrundstück in der Größe von 0,71ha kaufen.
Der Verkäufer möchte nun von mir wissen, wieviel Einkommenssteuer er zu entrichten hat und wie das funktioniert.
Besten Dank für eure Antworten.


barneyvienna antwortet um 23-11-2013 10:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundkauf
Hallo rabesreith,
soweit ich weiss, zahlt der Verkäufer 30 % Einkommenssteuer vom GEWINN ( = euer jetziger Verkaufspreis minus
sein alter Einkaufspreis = sein Gewinn). Wenn er das Waldstück kürzer als 10 Jahre besitzt, kommt die
Spekulationssteuer zu tragen, und er zahlt 50 % vom Gewinn.
Verkauft er den Grund zu seinem alten Einkaufspreis, zahlt er keine Einkommenssteuer.
l.G. Hermann


walterst antwortet um 23-11-2013 10:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundkauf
Hat das keiner mitgekriegt, dass wir im Vorjahr die Immobilienertragssteuer umgehängt bekommen haben?



6629930 antwortet um 23-11-2013 11:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundkauf
Grundsätzlich wirkt die Immobiliensteuer nur auf den Wert eines Bau-Grundstückes- verschiedene Steuersätze je nachdem wann umgewidmet wurde. Beim Wald gibt es keine Immosteuer hier greift unsere bekannte Grunderwerbsteuer (3,5%) außer du bist Grundstücksnachbar. Zu versteuern ist allerdings der Ertragswert des stehenden Holzbestandes. Im Normalfall ist es für den Verkäufer immer besser zuerst das Holz zu ernten und zu verkaufen (keine Est wenn er vollpauschaliert ist ) und dann den nackten Waldboden zu veräußern.


Taurus antwortet um 23-11-2013 12:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundkauf
@6629930

Das kann ich leider nicht bestätigen. Grunderwerbssteuer ist auch als Grundstücksnachbar fällig, wenn der zuständige Beamte der Agrarbezirksbehörde durch den Kauf keine Verbesserung der Waldbewirtschaftung sehen will. Das Diktat der leeren Kassen eben.

@walterst

Das Steuerpaket des vergangenen Jahres treibt seltsame Blüten. Ich habe vor einigen Jahren mit der Republik Österreich im öffentlichen Interesse ein Stück Auwald getauscht, das für Hochwasserschutzmaßnahmen gebraucht wurde. Da der Notar erst jetzt mit der Übertragung betraut wurde, hätte ich dafür Grunderwerbssteuer zahlen sollen. Da ich deshalb ja nicht mehr Grund besitze, konnte ich den zuständigen Beamten überzeugen, das meine Grunderwerbssteuer auch die Republik übernimmt. Ob man vor einem Jahr daran gedacht hat?

LG A.


ALADIN antwortet um 23-11-2013 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundkauf
Der Notar weiß das! "Probe"


Christoph38 antwortet um 23-11-2013 15:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundkauf
@adampower
Habe gleich zweimal das Immosteuerproblem:
a) Vor ein paar Jahren Grundabtretung für Hochwasserschutz auf Basis eines Vorvertrages. Die endgültige Vermessung und die behördliche Durchführung dauerte einige Jahre. Der endgültige Vertrag kam daher erst im Okt 2012, bei der Finanz im Bereich der Immosteuer.

b) Ebenfalls wegen öffentlichen Interesse (Kanalbau) einen Vertrag geschlossen wegen Grundabtretung für eine Pumpstation, die Umsetzung zieht sich, gebaut wurde noch nicht. Werde den Grund jetzt sicher nicht mehr auf Basis der Vereinbarung vor der Immosteuer abtreten. Mal schauen was die Gemeinde dann sagt.

Besonders störend jedenfalls, dass die öffentliche Hand bei Altverträgen Verzögerungen verursacht, dass man dann in die Steuer reinrutscht. Zufall oder böse Absicht ?




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