Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden

Antworten: 34
traun4tler 19-11-2013 07:41 - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Hallo!
Unsere Waldfläche zeigt eine starke, 10 jährige Naturverjüngung mit Tanne, Eiche und Buche. Im letzten Jahr wurden leider die Terminalknospen stark verbissen. Darauf musste auf behördliche Anordnung die Wildfütterung in 50 Meter Entfernung abgebaut werden. Der Behördenweg (und damit die Fütterung) dauerte vom Herbst 12 bis in den heurigen Sommer.
Nun sehe ich jetzt auf der selben Stelle wieder Haufen mit Kraftfutter am Waldboden, jedoch ohne Silageraufe. Wenn nun meine neuerliche Eingabe bei der BH - Forstaufsicht die Fütterung umgehend einstellen zu lassen wieder ein halbes Jahr Bearbeitungsdauer hat, steht es schlecht um unsere Forstkultur. Wir haben das OÖ Forstrecht. Gibt es eine Möglichkeit den Ablauf zu beschleunigen? Offensichtlich besteht bei den Jagd- und Waldverantwortlichen eine andere Gewichtung von Wald und Wild als bei mir als Waldbesitzer. Es geht aus meiner Sicht um Trophäenmast und damit verbundener Waldschädigung.
Besorgt grüßt sepp



Simsei111 antwortet um 19-11-2013 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Musst den Schaden einfach melden.
und nicht auf den Schadensersatz eingehen, sondern die Jägerschaft die Bäume setzten lassen.




Schaf_1608 antwortet um 19-11-2013 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Zunächst einmal halte ich gar nichts von Fütterungen für Rehwild, das ist Zeit und Geldverschwendung... MM nach ist nur bei hocher Schneelage die Vorlage von hochwertigem Grummet gerechtfertigt....
Allerdings muss es ja einen Grund geben warum das Rehwild ohne Schneelage die Fütterungen überhaupt annimmt?!? Ist das Rehwild gezwungen in die Wälder zu gehen weil außerhalb alle Felder umgedreht sind? Erde können sie schließlich nicht fressen... Da wären Winterbegrünungen hilfreich um Schäden im Wald von vornherein zu vermeiden...

Zum Problem mit dem Entfernen der Fütterungen: Beschleunigen kannst das Verfahren sicherlich nicht, es wäre das einfachste mit den Jägern zu reden und gemeinsam einen anderen Platz zu suchen. Etwas weiter weg von gefährdeten Kulturen...




Fetzerl antwortet um 19-11-2013 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Hallo Sepp,

ich kenn das OÖ Forstrecht zu wenig (bin aus NÖ), würd dir folgende Schritte empfehlen:
Sofort bei der BH anzeigen; sofort von der Jägerschaft die Entfernung verlangen und ganz wichtig: dokumentieren!
Dokumentieren heisst: mit einer Kamera herumgehen und alles, aber auch alles fotografieren!!! Im Zeitalter der günstigen Digitalkameras kostet das nicht viel, bringt dir aber einen großen Vorteil, wenn es hart auf hart geht und du gute Beweise hast, insbesondere, wenn es um Wildschäden geht.

Im übrigen: wenn du Futterhaufen im Wald liegen hast, würde ich auch eine andere Strategie verfolgen: lt. Forstgesetz ist die Ablagerung jeglichen Materials im Wald verboten, das ist Waldverwüstung und strafbar. Ich würde das auch als Waldverwüstung anzeigen; denn damit fällt das nicht mehr unter das Jagdgesetz und man kann eine rasche Entfernung verlangen.
Falls es auf deinem Grund liegt, dokumentieren, in Säcke füllen und dem verantwortlichen Jagdpächter zurückstellen - er hat diesbezüglich wahrscheinlich kaum Möglichkeiten, das zu verhindern.

LG; Franz






po17g antwortet um 19-11-2013 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Hallo

Ich würd das so wie die anderen auch schreiben machen, Dokumentieren ( zusammen mit dem Förster der behörde), dann wenn es auf meinem grund ist würd ich es entfernen und sofort Pflanzenschutz/Verbissschutz auftragen bzw. Vergrämungsmittel ausbringen. Wenn ich dich richtig verstehe geht es dir jetzt um den schnellen schutz der bestehenden gesunden Pflanzen, ich würd da nicht auf irgendeine Behörden entscheidung warten, und einfach Tatsachen schafen (natürlich nur auf meinem Grund).

Lg po17g


mitmart antwortet um 19-11-2013 11:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Anzeigen! Auf der Bh Jagdrecht illegale Fütterung, Polizei Besitzstörung. Umweltamt unzulässige Entsorgung, Umweltverschmutzung, Bezirksforstamt: Waldgefährdung. Das ganz mit einer Unterlassungsklage übern Rechtschutz garnieren.
Wenn das ganze über einen von dir erreichbaren Forstweg auf deinem Grund ist mach nen Schranken und verbiete ihnen das befahren.
Es ist leider so das man es einigen mit allen Mitteln reinbiegen muss das sie es kapieren

In Säcke füllen und zurückstellen würde ich es nicht, sondern mit Siloplane abdecken das das Wild keinen Zugang hat, den Jagdpächter auffordern es unverzüglich zu entfernen und ihm androhen es bei Nichtentfernung für ihn kostenpflichtig durch einen Entsorgungsbetrieb abholen zu lassen.


Schaf_1608 antwortet um 19-11-2013 12:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
mitmart:
Muss man es immer zuerst mit der Brechstange versuchen? Ein einfaches Gespräch könnte viel helfen, wieso gleich den von dir genannten Aufwand betreiben?
Illegale Fütterung ist es sicher keine, außer in dem Gebiet kommt Rotwild vor. Besitzstörung ist es auch keine weil die Jagdpächter haben das Recht der Jagd gepachtet (und die damit verbunden Erfordernisse, wie das Errichten von Reviereinrichtungen und das Betreten von fremden Grund). Unzulässige Entsorgung ist es auch sicher keine weil Futter mit dem Zweck Wild zu ernähren, außerdem natürliches Material das da nicht liegen bleiben soll.
Waldgefährdung könnte man diskutieren, wird es aber wohl nicht sein, da Wild im Wald als natürlich angesehen wird und das Argument der Jäger (Mit dem Futter das Wild von den Bäumen fernhalten) eher ziehen wird...
Ob der Schranken was bringt kommt auf die Gegebenheiten drauf an, man kann ihn ja erst ab dem Wegpunkt errichten wo kein anderer mehr hin muss, wenn dann die Fütterung aber nur mehr ein paar Hundert Meter entfernt ist lachen sie dich höchstens aus und du selbst kannst dann jedesmal den blöden Schranken auf und zusperren.... Ist also nur bei großen geschlossen Parzellen möglich/sinnvoll.

In Säcke füllen würde ich es auch nicht, sondern das Gespräch suchen und wenn sie während des Gesprächs auf stur schalten das Argument bringen es auf ihre Kosten entfernen zu lassen...

Aber ich bin mir sicher, dass man in einem Gespräch alles klären kann und eine geeignetere Stelle finden...


mitmart antwortet um 19-11-2013 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
"Darauf musste auf behördliche Anordnung die Wildfütterung in 50 Meter Entfernung abgebaut werden. Der Behördenweg (und damit die Fütterung) dauerte vom Herbst 12 bis in den heurigen Sommer.
Nun sehe ich jetzt auf der selben Stelle wieder Haufen mit Kraftfutter am Waldboden, jedoch ohne Silageraufe."

Daran sieht man doch das der Jagdpächter sich nicht an die Regeln halten will.
Illegale Fütterung. Jegliche Jagdliche Einrichtung bedarf der Zustimmung des Grundeigentümers egal ob Hochstand o. Fütterung.
Somit liegt das Zeug dort illegal, wurde ohne Einwilligung des Grundeigentümers dort ausgebracht - Besitzstörung

"wenn dann die Fütterung aber nur mehr ein paar Hundert Meter entfernt ist lachen sie dich höchstens aus"
Sicher nicht denn die Leute die zb bei uns jagen sind schon zu faul um zu Fuß zum Hochstand zu gehen, zum 100e Meter Futtersäcke schleppen auf jeden Fall.

Freilich kommt es immer auf das Verhältniss zu den Pächtern an, ich bezweifle das ein Gespräch in dem Fall was nützt denn sonst hätte es schon im Anfangs erwähnten Beitrag kaum einer durch den gesamten Behördenweg getragene Anordnung bedurft.
Dort wo ich jagen ging haben wir immer die Anweisungen Anliegen Beschwerden der Grundeigentümer bestmöglich befolgt und nicht umsonst schon über 50J. diese Jagd gepachtet.

Leider kommen die Jagden immer mehr in die Hände der Prestigejäger mit massig Kohle die die Landbevölkerung sowieso für deppat halten und glauben sie können sich erlauben was sie wollen.


Restaurator antwortet um 19-11-2013 18:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
ich denke auch, dass schaf die praktikabelste und einzig vernünftige antwort gegeben hat.
ein haufen kraftfutter auf dem boden? ob das, wenn's drüber geregnet hat noch angenommen wird vom wild, bzw., ob das dann dem wild guttut????
für mich schaut's so aus, als ob da entweder einer den traun4tler wegen der abgebauten fütterung provozieren will oder einfach das wild anlocken will weil es ein guter schussplatz ist - eine 10jährige naturverjüngung wie beschrieben ist doch ein schöner kugelfang?


rbrb131235 antwortet um 19-11-2013 18:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
mitmart, bist du beim Einstecken des Jagdpachtes auch so empfindlich ?

Ansonsten kann ich nur schaf recht geben, ein vernünftiges Gespräch bringt dich viel weiter.

rbrb13 ( Waldbesitzer, Nichtjäger )


mitmart antwortet um 19-11-2013 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Ich würde liebend gerne auf die paar Euro Jagdpacht verzichten wenn ich dafür Jäger hätte die einen angepassten Wildstand im Auge haben so wie wir in unserem Pachtrevier und nicht nur die Trophäenträger und mit dieser Einstellung bin ich nicht mal mehr der einzige bei uns.

Anekdoten von Gesprächen mit dem Jagdpächter:
Du bei mir sind auf der Wiese 2 Altgeisen die nicht mehr führen, die Decke ist schütter mit Fehlstellen und ganzen Sommer nicht rot geworden. Die wären da und dort leicht zu kriegen. Antwort: Is a Bock a durt?
Die beiden Geisen gibts immer noch und die werden im Winter voraussichtlich verrecken.

oder ganz aktuell vor 14 Tagen: In mein Obstgarten sind gestern 15Stk Rotwild gestanden. Antwort is a Hirsch dabei? Mei Fehler war das ich das Wahrheitsgemäss verneinte, Erfolg davon: Hab das Rotwildrudel noch mehrere Male gesehen aber Jäger die ganzen 14 Tage nicht.

Bezeichnend auch auf die Frage wann endlich reduziert wird. I hab eh um no an Hirsch angsuacht aba den hams ma ned bewilligt



holzar antwortet um 19-11-2013 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Ich bin da ganz der Meinung von @mitmart, ich verzichte liebend gern auf den Jagdpacht, wenn ich dafür eine funktionierende Jagd und somit eine funktionierende Waldverjüngung habe. Habe selbst 30 ha Wald in 2 verschiedenen Jagdgenossenschaften. Eine Jagd ist eigenbewirtschaftet, dort jage ich selbst auch auf meinem Grund in einem Pirschbezirk von 100 ha, wo jedes Jahr zwischen 12 und 18 Rehe erlegt werden. Die andere Jagd ist verpachtet - dort herrschte bis vor 3 Jahren das Chaos. Ich habe dann nach Vorarlberger Jagdrecht ein Schlichtungsverfahren beantragt, wobei ein beeidigter Schlichter ein Gutachten erstellt und die Parteien zu einer Lösung führt: Diese war 1. Fütterungen entfernen und 2. Abschuss erhöhen. Seit dem klappts auch dort ziemlich gut mit der Verjüngung. Zudem muss Wild überhaupt nicht gefüttert werden, dann ist es kein Wild sonder wie bereits erwähnt, ein Masttier, was leider im Großteil des Landes von keinem Jäger kappiert wird. Die Lösung ist ein niedrig gehaltener und somit gesunder Wildbestand, wlchem dann auch genügend Äsung in der Vegetation zur verfügung steht und in der kalten Jahreszeit den Stoffwechsel zurückfährt und somit ohne Probleme 4 bis 5 Wochen bei hoher Schneelage ohne Fütterung im Winter durchkommt.

mfg holzar


falkandreas antwortet um 19-11-2013 19:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Die gleiche Antwort habe ich auch bekommen als ich unseren Jagdleiter informierte das das ihm aus einen Gehege entlaufene Damwildrudel auf meinem Feld steht. Is a Bock a dabei ? Bei uns wird bewußt damwild angesiedelt , und ich bin scheinbar der einzige der etwas dagegen hat. Der Jagdausschuss sieht kein Problem solange keine Schäden auftreten.


Fallkerbe antwortet um 19-11-2013 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Ich verzichte auch gerne auf jeden Jagdpacht.

mm sollte Jagdrecht wieder von jedem Grundbesitzer selbst ausgeübt werden dürfen, auch wenn der Grundbesitzer nur 20 oder 30 häktar besitzt. Dann wäre schnell aufgeräumt mit den trophäentragenden Schädlingen im Wald.

Gesunder, unverbissener junger wald und eine angepasste Wildpopulation wären die folge.


helmar antwortet um 19-11-2013 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Hallo Mitmart.......leider ist es genauso wie von dir beschrieben...........es geht um den Hirschen und nicht um die Hirschinen.........und bei den Böcken ists nicht anders.
Und die Säue graben wieder, aber da rennt er dann eh mit dem Rechen....;-).
Mfg, Helga


traun4tler antwortet um 19-11-2013 21:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Hallo!
Danke für die vielen Überlegungen! Die Fütterung erfolgt auf Nachbarwaldparzellen, die Rehe stehen dazu in unserer Jungkultur. Die Vegetation ist bei uns auf Acker und Grünland noch üppig. Eine Notfütterung wegen hoher Schneelage würde ich verstehen. Anreiz zum Lockfüttern könnnte die nahe Reviergrenze sein. Da sind die Fütterungen perlschnurartig aneinandergereiht.
Verbissschutz wurde von den Jägern teilweise auf die Tannen aufgespritzt. Bei uns kommt eine Jungkultur ohne Zäunung nicht hoch. Jeder Zaun mehr verschärft den Verbissdruck. Ein aufstrebender Industrieort verbraucht auch Wildeinstand - wir am Gemeinderand sollten dies kompensieren..
Die Geduld zu Gesprächen ist ziemlich verbraucht, wenn Vereinbarungen nicht eingehalten werden und die Akzeptanz als gleichwertiger Gesprächspartner zu verhandeln fehlt. Die Zeit für monarchisches Autoritätsgehabe sollte jedoch auch auslaufen, hoffe ich. Keine Unterstützung leistet bei der Wald - Wildproblematik leider unsere gesetzliche Interessensvertretung, die LWK - sind da zu viele Grünröcke am Netzwerken? Sind nicht einseitige Jagdnetzwerke und der Trophäenkult der Sargnagel für eine ökologisch notwendige, klimawandelangepasste Waldentwicklung?
Fragend grüßt Sepp


burlei antwortet um 19-11-2013 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
was bitte is klimawandelangepasste waldentwicklung ?
hallo traun4tler um was gehts bei dir eigendlich ? 10 Pflanzerl , 100 Pflanzerl od 100 Ha ?

15 Antworten und kana was um was da wirklich geht. I glaub wias uns die mineralölsteuerbefreiung gnuma ham wans 12. drum duad se die politik so leicht mit uns.


mitmart antwortet um 19-11-2013 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Es gibt eigentlich nur eine Lösung: Die Jagd wird von den Grundbesitzern gemeinsam praktisch selbst gepachtet. Der Abschuß an jemand anderen vergeben, das eröffnet die Möglichkeit 1. selbst beim Weiblichen bzw Schwarzwild mitwirken zu können wenn der Abschußnehmer nix zusammenbringt und noch viel wichtiger den Abschuß nur für ein Jahr zu vergeben, ist der Abschußnehmer Ok wird eben alle Jahre verlängert wenn nicht dann tschüß.

Die einzige Möglichkeit die 9 Jahrebindung an Trophäenzüchter (hier steht bewußt nicht Jäger) zu umgehen und dann nicht nach 3 Jahren draufkommen das der seinen Abschuß nicht erfüllt und man trotzdem ohnmächtig weitere 6 Jahre zuschauen muß wie die eigene Zukunft vernichtet wird.

Hier muß man auch Bh, LK, BB, Forstwesen und Schlichter anklagen die jede Schadenersatzforderung im Wald ins lächerliche ziehen.
Dem Forstwirt bleibt nur übrig im Hosensack die Faust zu ballen wenn er vor 10 geschälten Bäumen steht und die obengenannten erkären ihm das ja eh kein Schaden ist weil ja der einzige der in der Baumgruppe unbeschädigt ist der Z-Baum ist und alles andere ist ja eh nur "ausscheidender Bestand" ist. Keimlingverbiss bzw die Vernichtung jeglichen Selbstaufwuchses wird gar nicht anerkannt weil ja dort keine Bäumchen zu sehen sind.

Stellt mal in euren Wäldern an verschiedenen Stellen ein Quadrat Baustahlgittermatten auf und schaut wie es darin in 3Jahren aussieht im Gegensatz zu draussen!!

Es ist doch reine Frotzelei wenn man durch eine ha Jungwald geht dort jeder 3. Baum frisch geschält ist jeder 2 alt geschält jede Tanne zum Krüppel gebissen ist und dann bekommst dafür großzügig 200 Euro. Die gehören um nen Prügel gewickelt dem Jagdpächter, dem Schlichter dem Bezirksförster und dem Bezirksjägermeister 200x um die Ohren geschlagen!


mitmart antwortet um 19-11-2013 22:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
@burlei es ist egal obs bei einem um 10 Bäume beim nächsten um 1000qm und beim anderen um 100ha geht, es geht ums System und solange man das nicht ändert werden unsere Nachfahren nur Hackschnitzelwälder erben und sich bei uns, die wir zu blöd waren dem Einhalt zu gebieten bedanken!!!

Tische, Bänke, Zäune, Dachstühle usw. mach ma dann aus Kunststoff?


Hirschfarm antwortet um 19-11-2013 22:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Die Probleme sind überall dieselben. Die Jäger werden mehr und damit auch das Wild.
Lösung: 1. Angepaßter Wildbestand
2. siehe1.
3. siehe2.
Wie erreicht man die Lösung: Konsequentes Verrechnen sämtlicher Schäden ohne Kompromisse!
mfg

p.s.: @falk: Du bist nicht allein. Damwild ist so ziemlich die doofste Wildart die es gibt. Die Viecher sind wie ein Rudel Ziegen. Immer auf dem selben Platz, scheu sind Sie auch nicht und schiach obendrein. Diese grauperten Kreaturen brauchen wir bei uns so notwendig wie einen Kropf!


traun4tler antwortet um 20-11-2013 06:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Hallo mitmart!
Deine Analyse deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen! Es geht mir weniger um mein ha Wald sondern um das "kranke" System welches stabile Mischwälder verhindert!
Den Sager mit dem Hackschnitzelwald finde ich gut.
Wieviel Scheu und weitläufige Netzwerke einem da begegnen um vernünftige Lösungen anzupacken verhindern wollen.
Unser Wald hat wenig fachkundige Lobby! Aus diesen Überlegungen befasse ich mich nun mit den Grundsätzen der Ökojagd. Ein interessanter Zugang zur Problematik!
Grüße Sepp


mitmart antwortet um 20-11-2013 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
" Aus diesen Überlegungen befasse ich mich nun mit den Grundsätzen der Ökojagd."

Das wäre der richtige weg!

Wir sind an der Reihe dafür zu sorgen das dieses System flächendeckend angewandt wird, wir müssen denken wem wir unseren Grund und Boden zur Verfügung stellen.
Dem Trophäenkult muss ein Ende gesetzt werden um die Jagd auch wieder als präsentieren zu können was es war, eine Bewirtschaftung der Umwelt um diese zu Erhalten und um hochwertige Lebensmittel zu produzieren.

Die Selektion nur nach Geweihbildung und die Anzucht einer gewaltigen Bestandspyramide um ganz oben einige kapitale Trophäenträger auf dem Rücken der Waldbesitzer hervorzubringen muss ein Ende haben.

Hierzu muss der Jagdpacht runtergehen um hungrigen Jungjägern den Zugang dazu zu ermöglichen. Bei 50.- am ha braucht ihr euch nicht wundern wenn nur mehr Direktoren und Großindustrielle o. Primare als Sonntagsjäger zum Zug kommen. Die schiessen an den wenigen Tagen die sie im Revier sind nicht auf Kahlwild weil sie da die Möglichkeiten auf den Hirsch schmälern.


Bedenkt das selbst bei 30ha und 50.- die 1500.-/J niemals den Schaden aufwiegen können der euch dort entsteht!!!


179781 antwortet um 20-11-2013 08:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Ich würde für den nächsten Bauernausflug statt Landmaschinenhersteller und Schicki Micki Kuhstall folgendes Reiseziel vorschlagen :http://www.wilderermuseum.at/links/ inklusive motivierendem Vortrag von Prof. Dr. Girtler.

Gottfried


mitmart antwortet um 20-11-2013 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
179781 ist ne lustige Wortspende deren Auswirkungen weniger lustig sind, siehe unlängst in Annaberg.

Ihr braucht nicht wildern zu gehen, ihr könnt beim Pachtvertrag festhalten das zb Grundbesitzer und ihre eine Jagdkarte besitzenden Söhne o. Töchter ein Ausgehrecht zumindest auf sämtliches weibliches Wild eingeräumt bekommen.


Schaf_1608 antwortet um 20-11-2013 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
mitmart die Idee mit dem selber pachten und Abschuss vergeben wäre sicher eine gute Möglichkeit für Waldreviere. Bei Schalenwild wäre dies recht Problemlos umsetzbar, aber bei der Methode hätte das Niederwild verloren, den keiner wird sich um dessen Schutz bemühen wenn die Jagd nächstes Jahr verlieren kann... Das Raubwild hätte dadurch auch ein Freilos, Singvögel würden darunter leiden...
Man muss das Gesamtbild im Auge behalten und das wird am ehesten jemand tun, der Bezug zur Region, zur Landwirtschaft und zu "seinem" Revier hat... Daher wäre es das Vernünftigste wenn Nachbarn und Bauern die Jagd gemeinsam ausüben würden, dann brauchen wir auch gar keine Jagdpacht...
Ist sowieso logisch, dass man mit jemand fremden Probleme haben wird, ein Jäger der im Revier wohnt wird sich immer anders verhalten, da eventuelles Fehlverhalten von den Nachbarn geächtet wird...


helmar antwortet um 20-11-2013 09:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Man sollte eines nicht vergessen...die Jagd und die Gesetzgebung dazu samt den mehr oder weniger nützlichen Traditionen werden immer noch durch Gesetze geregelt welche wann ihren Ursprung hatten? Im Nationalsozialisten Deutschland samt der damals dazu gehörenden Ostmark. Und wer war der Jägermeister? Reichsmarschall Göring..........und zumindest die optische Ähnlichkeit ist bei so manchem Jägermeister gegeben. Leider auch in manchen Gebieten das Handeln auch.
Und wenn du, lieber Mitmart, zu Recht auch dem BB, den Kammern, und den Behörden eine Mitschuld an den derzeitigen Zuständen gibst, dann hast du recht. Aber du hast eine politische Partei vergessen.......schau dir mal die Vernetzungen auf Landesebene an. Und wer wo weiterkommen will, der braucht mal den Jagdschein um in diesen Kreisen überhaupt mal ran und reinzukommen. Gesellschaftlich und natürlich auch dort wo Politik mit Jobvergabe zu tun hat ist so was mehr als nützlich, zumindest im Lande NÖ.
Und da sind dann bei den Gleichen welche da unter sich sind, viele dann um vieles gleicher. Und der Jäger als Waidmann wird dann automatisch entweder der nützliche Trottel im Revier oder er ist gleich mal zum Aussterben verurteilt. Aber irgendwann wird es passieren dass auch mancher Promijäger etwas genauer beobachtet werden wird. Dass die Jagd ein Wirtschaftsfaktor ist ist ja nichts neues, und wenn dies in eingezäunten Gattern mit Geweihzuchtverpflegung der Geweihträger passiert, ist das ok. Da wird's um den Wald den Betreibern wurscht sein. Aber bei den verpachteten Genossenschaftsjagden schaut es anders aus, und wie du auch zu recht kritisierst, ist es einem Jungjäger bei den vorherrschend Pachtpreisen unmöglich, Jagd zu betreiben. Besonders dann wenn seitens der Gottsoberstenjägerhäuptlinge diesen jede Menge Prügel vor die Füße geworfen werden. Aber du wirst sicherlich einige kennen welche auch in meiner Gemeinde immer plärrten dass der Jagdpacht viel zu wenig gewesen ist den der Vorgänger der jetzigen Pächter bezahlt hat, und mit diesem Argument die Vergabe an einen anderen Pächter schmackhaft machten. Obwohl da andere Gründe auch mitspielten......Und jetzt sind es dieselben welche über Waldverwüstung klagen.Dass wie du schreibst, eure Familie über Jahrzehnte eine Jagd gepachtet hat liegt sehr wohl an der Vernunft auf beiden Seiten. Der der Pächter und der Verpächter. Aber so wie diese Jagd geführt wird ist bin ich mir sicher gefällt längst nicht jedem........und wohl auch nicht den Jägermeistern.
Mfg, Helga


mitmart antwortet um 20-11-2013 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
@ 1608 "aber bei der Methode hätte das Niederwild verloren" Ist klar Gebietsabhängig aber du glaubst doch nicht ernsthaft das die Trophäenjäger um die es hier geht einen Handgriff fürs Niederwild machen? Dito Raubwild, glaubst das einer von denen der auf an Hirsch o. Bock wart auf an Fuchs o. Marder schießt?

@helmar so traurig was das ganze ist damit: "Reichsmarschall Göring..........und zumindest die optische Ähnlichkeit ist bei so manchem Jägermeister gegeben" hast mir zumindest an kräftigen Lacher entlockt :-D

Leider hast du Recht das auch die politische Freunderlwirtschaft diesem System volle Unterstützung gewährt.

" Aber du wirst sicherlich einige kennen welche auch in meiner Gemeinde immer plärrten dass der Jagdpacht viel zu wenig gewesen ist den der Vorgänger der jetzigen Pächter bezahlt hat, und mit diesem Argument die Vergabe an einen anderen Pächter schmackhaft machten."

Ohja die kenn ich sehr gut! Aber das Problem ist ja schon lange bekannt und alle Jagdausschussmitglieder die vor ca 3 Jahren trotz dem Wissen über die Schäden der Wiedervergabe zugestimmt haben sollten sich mal kräftig an der Nase nehmen und nur mal rein für sich selber hinterfragen warum sie zugestimmt haben.
Böse Zungen würden da vereinzelt Kouverte nicht ausschliessen!


mukuh_farmer antwortet um 20-11-2013 15:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Ich habe mir jetzt alle Beiträge durchgelesen und mir fällt eines auf (Achtung, gleich werde ich geschimpft), der Jäger ist der einzige der Schuld an Verbiss-Schäden hat...
Ist das wirklich so, oder ist das nur eine etwas egozentrische Ansicht das (Forst-)man(n) gegen etwaige Forstwirtschaftliche Fehler erhaben zu sein?

MM nach, (23 Jahre, seit 16. Geb. im Väterlichen Revier jagdlich, davor nur arbeitstechnisch im Einsatz, die letzen 3 Jahre praktisch nur noch alleine, ein "Jungjäger" hilft mir ein wenig bei der Schwarzwildbejagung, Revier zwar in der Nachbargemeinde, aber dort werden in der Genossenschaft nur örtlich Ansässige genommen und da ein Teil des Grundes jenseits der Grenze liegt war das kein Problem und zu Fuß in 5 min erreichbar) zählt bei der Verbiss Problematik: Was kann jeder einzelne SELBST tun?
Denn es darf nie vergessen werden, der einzige Verursacher ist der Mensch an sich!!!
Freizeittourismus, "der Wald gehört jeden", Dauerbeunruhigung durch Jogger, Wanderer, Walker und den lieben Bauernburschen die mit ihren "Mopeds" durch den Wald wetzen und das alles 1/2 Stunde vor der Dämmerung oder ein Geocatcher der mir jetzt einmal an einen Samstag um halb 7 bei der Pirsch mitten im Wald entgegengekommen ist, intensive Forstwirtschaft mit Kahlschlägen, Harvester und LKW Züge jeden Tag die Woche in jedem Winkel des Waldes, keine Wildäcker und keine Raine und Hecken (auf gut Deutsch Roa und Staudn) mehr, die Jäger durch Dauerbejagung und nicht mit einer Intervallbejagung, nicht sinngemäßer und ökologischer Bejagung, kein passendes Geschlechterverhätnis und keine vorhande Altersstruktur, Fütterungen ohne Einzäunung und nicht dort wo sie sinnvoll wären.
Alles Gründe für einen Verbiss Schaden, und jetzt stellt sich die Frage, was trifft bei dir zu, was kann man ändern...

Wir haben uns, die Gemeinde und den örtlichen Fremdenverkehrsverein miteinbezogen, darauf festgelegt, die Wanderer und Waldbesucher auf zu 100% übersichtlichen Pfaden zu halten, das Wild mit punktueller Fütterung in die "Ruhezonen" des Reviers leiten, Intervallbejagung und gemeinsames Vergrämen von Jungkulturen, momentan funktioniert das...

Ich kenne deine Flächen nicht und auch nicht deinen Jagdpächter, doch eines möchte ich dir raten (und nicht wie Mitmart mit allen rechtlichen und unrechtlichen Schritten, hihi, ein Schranken wurde letztes Jahr entfernt weil er mir die Zufahrt zu einem Teil meines eigenen Waldes verwährt hatte und wir das ersessene Wegrecht hatten, auch Jäger haben Rechtschutz, nicht vergessen), wenn ihr zwei Probleme habt, holt euch Hilfe, wie kann die Situation für das Wild verbessert werden, was muss der Jäger tun, vl ist es nötig an anderer Stelle eine Fütterung zu errichten, als LW muss man eben auch einmal Ja sagen und nicht immer nur NEIN!
Du wirst ja nicht der einzige sein der bei dir in dieser Jagd Probleme mit Verbiss hat, also setzt euch alle zusammen und redet es, mit professioneller Unterstützung, aus und wenn das von jagdlicher Seite nicht möglich ist, der nächste Pächterwechsel kommt bestimmt ;)
Und verpachten mit Hirn, den das ist näher als die Geldbörsl!


Wicki antwortet um 20-11-2013 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Hallo!

Kann mich mukuh_farmer nur anschliessen, bei uns gibt es auch kein Problem zwischen Jägern und Grund - Waldbesitzer.
Wenn wo ein Problem enstehen sollte wird darüber gesprochen und die Beteiligten suchen gemeinsam nach einer Lösung.
Wo es große Probleme gibt, sollte man sich selbst mal fragen warum ist es so. Wer jagt in diesen Wald die Einheimischen (Bauern) oder doch teuer verpachtet und dann der große Aufschrei?!!
Wie ist die Waldstruktur (nur Monkulturen) Beunruhigung, gibt es Winterbegrünungen die nicht im Herbst eingeackert werden, gibt es Verständinis von beiden Seiten, oder ist es ein zwischenmenschliches Problem?
Bekommen die Jäger auch Unterstützung von den Grundbesitzern oder wird nur gefordert und viel Geld verlangt.
Haben die Jäger Kenntnis über Waldwirtschaft - selbst Waldbbesitzer, oder nur reiche Naturnutzer???
Warum jagen solche Leute, wenn die Mehrheit der Grundbesitzer nicht zufrieden ist?? Nur weil sie das große geld gesehen haben????
Wer hat den Jagdausschuss gewählt, der die Jagd dann vergibt?!
Es würden sich noch viele Fragen auftun, aber jeder sollte selbst mal nachdenken, ob er zur Entschärfung der Situation selbst was beitragen kann, damit meine ich Jäger und Grundbesitzer.
Es ist immer leicht den anderen die Schuld zu geben, suchen wir doch einmal gemeinsam nach Lösungen!




mitmart antwortet um 20-11-2013 17:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
" der Jäger ist der einzige der Schuld an Verbiss-Schäden hat...
Ist das wirklich so,"

Natürlich nicht aber an Tourismus, Forstwirtschaft, Radwegen, Reitern, Besiedelung, Zäunung wird man nicht mehr viel ändern können, all diese Faktoren machen den Lebensraum fürs Wild kleiner und um dagegen zu wirken muss der Wildstand schlicht und einfach den Gegebenheiten angepasst sprich reduziert werden.
Wenn du 30 Stück Vieh im Stall hast und sie mit deinem Grund füttern kannst is Ok fallen jetzt einige Hektar weg wirst du deinen Bestand reduzieren müssen. und das ist da nicht anders.


" (und nicht wie Mitmart mit allen rechtlichen und unrechtlichen Schritten, hihi, ein Schranken wurde letztes Jahr entfernt weil er mir die Zufahrt zu einem Teil meines eigenen Waldes verwährt hatte und wir das ersessene Wegrecht hatten, auch Jäger haben Rechtschutz, nicht vergessen)"

Ist ja klar ist es aber ein selbst errichteter Forstweg der sich nur auf deinem Grundstück befindet kannst nen Schranken machen. das sich ein Jäger weil er dort schon Jahre lang jagt ein Wegerecht ersitzen kann glaubst aber nicht ernsthaft?

Nur damit hier keiner falsche Schlüsse zieht. Ich bin selbst Jäger, 24 Jagdkarten, ca 12 Jahre Jagdaufseher. Aber die Entwicklung die die Jagd in den 24 Jahren die ich sie betrieben habe gemacht hat geht ganz klar in eine falsche Richtung!

Wicki: "Wie ist die Waldstruktur (nur Monkulturen)"

Die bösen Monokulturen? Bei uns gabs nirgends ne Monokultur wo Altbestand ist steht Föhre neben Lärche neben Tanne, Buche, Esche, Ahorn, Eiche.

Aber: Wo jetzt frisch aufgeforstet bzw Holz geschlagen wurde, das Jungwuchs hochkommt gibt es nix davon mehr! Halbwüchsige Tannen rundum geschält die meisten kommen über 20cm nicht hinaus und bleiben Krüppel. Ich hab so nen Krüppel mal ausgezählt 26cm in 12 Jahren, Klasse was? Lärchen sind durch die Bank zerschlagen, Buchen, Eschen, Eichen sind keine Bäume sondern irgenso ne absonderliche Gebüschform.
Niemand braucht ne Monokultur anlegen, zu hoher Wildstand entmischt den Wald ganz von selbst


mukuh_farmer antwortet um 20-11-2013 18:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
@mitmart

sorry, ungenau ausgedrückt, es ist ein ersessenes Wegrecht wenn ich/wir/meine Familie schon seit Jahren diesen Weg benutzen um selbst in eines unserer Waldstücke (landwirtschaftlich, nicht jagdlich) zu kommen, das das der selbe Weg ist den wir benutzen um zu einer Fütterung zu fahren, die eben in unseren Waldstück steht hat in halt aufgestossen.
Fahr ich halt nicht füttern sondern Bäume zählen ;)

Wenn du selbst Jäger bist versteh ich aber nicht wie du es einfach so zu Kenntnis nimmst das in den vorangegangenen Beiträgen REIN die Jäger als Verursacher angeführt werden...
Auch ich sehe es so wie du, nur haben wir etwas dagegen gemacht, nur zu sagen "ich bin unzufrieden" ist meines Erachtens zu wenig, vorallem als Jagdaufseher...


Gerhardd antwortet um 20-11-2013 18:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
Grüß euch

interessant zu lesen, endlich mal zu diesem Thema.

ich habe mit "meinen" Jägern eine hart erarbeitete Zusammenarbeit, und erst seit vorigem Jahr haben meine Lärchen ein Chance, heuer haben es erstmalig wieder zahlreiche Ahorn unverbissen geschafft, an den Tannen müssen wir noch arbeiten, bei meinen Aufforstungen zum Mischwald geht es um tausende Pflanzen
und zwei Punkte stoßen das sauer auf: die BFI als oberste Instanz war hier in keinster Weise hilfreich, eher war sie jagddurchseucht kontraproduktiv, erklärt bemühten Waldbauern daß sie als Grundeigentümer gar nicht objektiv sein können, eigene Praxiserfahrung im eignen Wald und Standort sind nichts wert da sie selbst ja Akademiker sind, vor jahrzehntelangen waldverwüstungsähnlichen Wildschäden werden die Augen verschlossen ........ und an unserer funktionierenden Zusammenarbeit sind sie offiziell nicht die Spur interessiert, aus Furcht daß sie Schule machen könnte!
Lieber die Bauern wegen Käferbäumen, überschrittenen Schlaggrößen und beim Wegebau segieren....... !
und zweitens: immer wieder, auch einige Jungjäger hier, wird in gestohlenem Sprachgebrauch aus dem Anblick den Waldbauern die Mitschuld ........ und somit Hauptschuld in die Schuhe geschoben........ um dann von Weisheiten übers FÜTTERN zu schreiben!!!!!!
wozuuuuuu bitte???
schaut doch einmal, mit welchen Trophäen unsere Großelterngeneration noch Freude hatte!
ich will das nicht in Jägersprache zu beschreiben versuchen, aber ordentliche, gegen heute natürlich schmächtige Hörner waren das noch!
meine Gemeindejagd-Pächter haben noch Hand und Fuß und jetzt hoffentlich wieder Freude an der Jagd auch in meinem Wald (unbelehrbare mussten dazu natürlich ausgemustert werden), die werden in ihren bodenständigen Ansprüchen an Trophäen bei den Trophäenschauen doch belächelt, ........... und jeder der sich beim Abschuss mehr an der waldbaulichen Notwendigkeit als an unbegründbaren Vorschriften orientiert, riskiert den roten Punkt oder das Abgeben des Jagdscheines!

ich vergleiche das Füttern mit den Rauchergesetzen in unserer Gastronomie: wenn es überall verboten wäre, gäbs keine Benachteiligung für die, die darauf verzichten wollen ......... und Rauch und Wild kennen keine Grenzen!


mitmart antwortet um 20-11-2013 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Trophäenmast bei Rehwild und Kulturschäden
"Wenn du selbst Jäger bist versteh ich aber nicht wie du es einfach so zu Kenntnis nimmst das in den vorangegangenen Beiträgen REIN die Jäger als Verursacher angeführt werden..."
Weil es in unserer Umgebung ganz einfach so ist!

"Auch ich sehe es so wie du, nur haben wir etwas dagegen gemacht, nur zu sagen "ich bin unzufrieden" ist meines Erachtens zu wenig, vorallem als Jagdaufseher..."

Es ist unmöglich etwas dagegen zu machen wenn das Kind einmal im Brunnen ist. Diese Periode werden wir leider ohnmächtig aussitzen müssen.
Jagdaufseher war ich leider wo anders denn sonst sähe es bei uns anders aus :-)

Der ganze Schmarren ist entstanden weil sich einer nur eine Rehwildjagd hat leisten können, aber leider genug Macht hatte rundherum den Jagdausübungsberechtigten eine Aufzucht zu verordnen so das er es dann schön langsam über Rotwild- Randgebiet bis zum Kerngebiet geschafft hat.
Und das wo nie Rotwild war!!!


Almenoeder antwortet um 20-11-2013 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User

Kompliment an Mukuh Farmer für den Beitrag; Nur gemeinsam wird es funktionieren und alle sollten daran arbeiten!



helmar antwortet um 21-11-2013 07:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User

Mitmarts Angaben stimmen.......auch was das Rotwildzucht betrifft. Die Sache ist durch die Decke gegangen, nicht zuletzt auch wegen der Bequemlichkeit mancher welche sich lange nicht engagieren wollten und meinten der.....macht das schon. Und er machte....
Mfg, Helga


Bewerten Sie jetzt:
Bewertung:
4.25 Punkte von 4 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;421127




Landwirt.com Händler Landwirt.com User