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krähwinkler 11-10-2013 19:40 - E-Mail an User
Viehlose Expansion
Immer mehr Flächen werden von viehlosen Betrieben bewirtschaftet. In den letzten 5 Jahren sind diese Flächen um geschätzt ein Fünftel mehr geworden. Wo und wie haben sich die Landschaften, die Höfe, die Bewirtschaftung, die Dörfer, die Einkommen, die Familien, das Denken der nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung dadurch verändert?

Da tun sich eine Fülle von Fragen auf, die für die gesamte Gesellschaft von Belang sind. Was sind die Vor- und Nachteile dieser Entwicklung? Sind die staatlichen Lenkungsmaßnahmen wirksam?







Haa-Pee antwortet um 11-10-2013 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Viehlose Expansion
prägnante frage?
wer zahlt die höchsten pachtpreise in der region?

sicher nciht der reine getreide oder ackerbauer ohne sonderkulturen bei dem pachtpreis niveau das kann nur durch die viehhaltung oder biogas subventioniert werden!

milchmädchenrechnung.

pachtpreise in meiner gegend und im bekannten umland acker ab 300 euro und in den ballungszentren um wels herum zahlen sie für die schotterböden schon bis 1000€ am ha und ernten heuer auf diesen flächen nicht mal die betriebsmittelkosten!

durchschnittlicher rohertrag bei getreide und mais von 1100-1450€ abzüglich der üppigen pacht einschliesslich der dazugehörigen sozialversicherung frisst schon mal fast den gesamten rohertrag auf!

flächenbewirtschaftung ohne tierhaltung wird an der alterstruktur und der besseren alternativen vorallem in der nähe der ballungsräume sicher zugenommen haben.

ich kenne ganze landstriche in der ansfeldner gegend bis nach enns wo kaum noch einer tierhaltung betreibt sondern die hofnachfolger gehen nach linz-wels-steyr einer unselbständigen arbeit nach und die flächen werden wenn nicht verpachtet halt bewirtschaftet.


2009 antwortet um 11-10-2013 21:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Viehlose Expansion
hallo rahm oder wie auch immer dein username ist
umfangreiches thema ,aber ein paar punkte kann ich vielleicht beantworten
staatliche lenkungsmaßnahmen ........sehr schwerfällige lenkung ,die nicht weiss ob links,rechts ,geradeus.....aber durchaus wichtig und wenn sie wirklich wollte auch wirksam,wenn nicht immer die wirtschaflichen interessen und beziehungen im wege stehen würden !
warum viehlos........zb* Expansion mit relativ wenig geldmittel möglich und trotzdem kein schlechtes einkommen,*nebenerwerb.....arbeitspitzen, aber nicht das ganze jahr und weniger abhängigkeit gegenüber pachtgründen und pachtpreisen.*fehlende familie oder angehörige die mithelfen ,und sicherlich noch vieles mehr.
in der nichtlandwirtschaflichen bevölkerung wird das weniger registriert ,solange trotzdem alles gepflegt wird und fleisch auf den tisch kommt...........und es ist ja toll,denn es stinkt nicht mehr so! :-)
schöne grüsse 2009

ps .ich plaube in punkto hofnachfolger tun sich viehlose betriebe auch leichter,denn die berufswelt hat auch ihre vorteile und die kombination ist einfach leichter.



farmer87 antwortet um 12-10-2013 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Viehlose Expansion
hallo zusammen!

also das die viehhaltenden betriebe die pachtpreise in die höhe treiben, dem kann ich nicht zustimmen! Bei uns in der Gegend sind es die reinen ackerbaubetriebe die extreme pachtpreise und grundstückspreise zahlen!

mit der viehhaltung ist es aber auch bei uns so, dass es nur noch einige wenige gibt !

lg farmer87


Fallkerbe antwortet um 12-10-2013 15:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Viehlose Expansion
@rahm
wo siehst du die Nachteile einer Viehlosen bewirtschaftung?

In welche richtung sollte der Staat deiner meinung nach lenkend eingreifen und weshalb?




helmar antwortet um 12-10-2013 15:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Viehlose Expansion
Zumindest die Anrainer solcher Höfe werden nichts dagegen haben. Keine Rindergülle, kein Schweinegestank......wirst sehen, solche Höfe finden immer öfter Anklang und da meckert sicher niemand wenn diese "gefördert" werden.
Mfg, Helga


may antwortet um 13-10-2013 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Viehlose Expansion
an tria
Ø Ertrag 2012 Raps 2,67 t (lt. Grüner Bericht) * Preis heuer 0,41 €/kg (Rapso)
4,14 t je ha Weizen Ø 2012 * 0,18 €/kg usw.
Es gibt halt nicht jedes Jahr Spitzenerträge und Spitzenpreise, nur manche meinen, es ist so
Da viele mit manueller Arbeit eingedeckt sind kommen sie nicht mehr zum Nachrechnen (-Auch Büroarbeit ist Arbeit!)
Hans



walterst antwortet um 13-10-2013 23:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Viehlose Expansion
@tria
ich kann Deinem Gedankengang nicht folgen.
Haapee hat von einem Durchschnitt in seiner region geredet und may hat dies mit Durchschnittszahlen aus dem Grünen Bericht gestützt.
Wozu für die gegenständliche Diskussion eine "Kalkuation" mit tatsächichen Werten eines Einzelbetriebes und eines einzelnen Jahres?


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