Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall

Antworten: 14
supa1 08-09-2013 13:48 - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
Die heute Vormittag durchgeführte Volksbefragung wegen des Bau eines eines größeren Rinderstalles, brachte ein klares JA zu diesem Projekt, in Welgersdorf im Burgenland. 68% Für den neuen Stall.
Dieses Beispiel zeigt eindeutig, dass die Bürgermeister nicht gleich, wegen einiger lauthals vorgebrachter Wortmeldungen die Hose voll haben müssen. Der Großteil der Bevölkerung ist nämlich so vernünftig und weiß, dass für die zukünftige, eigenständige Versorgung mit Lebensmitteln in einer Krisenlage landwirtschaftliche Betriebe gebraucht werden. Gratuliere den Brüdern Schoditsch, dass sie all das durchgestanden haben und nun ihrem Projekt nichts mehr im Wege steht.
 



pre antwortet um 08-09-2013 14:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
richtiger link...
 


Black_Devil antwortet um 08-09-2013 15:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
Kurios Kurios. 760 Rinder im Ortsgebiet genehmigt, bei mir zu Hause im Freiland und das umliegende Gebiet ist auch Freiland, ist es fast nicht möglich von 40 Rinder auf ca. 100 Rinder auszubauen.
2 Anrainer die um ihr Leben fürchten.
( z.B: Explosion der geschlossenen Güllegrube, Lärm der Rinder, Fliegenplage, Geruchsbelästigung, usw...) Haben mittlerweile verschiedenste Gutachten anfertigen lassen, aber alles noch zu wenig laut angaben der Anrainer.
kämpfe seit 2 Jahren um einen Baubescheid.


Christoph38 antwortet um 08-09-2013 15:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
interessant auch die Argumentation mit Butterbergen und Milchseen, wo die Projektgegner offensichtlich volkswirtschaftliche Aspekte für die eigenen Interessen vor den Karren spannen wollen

Fakt ist, dass jeder Bauern gut daran tut in Zukunft längere Vorlaufzeiten einzuplanen.


Black_Devil antwortet um 08-09-2013 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
Ups- ganz vergessen! Falls ich mal die ca.100 Rinder erreichen sollte, reicht laut Angaben meiner Anrainer meine Ackerfläche nicht mehr aus, und dann kommt es zur Überdüngung was natürlich schlecht für die Umwelt ist.



traktorensteff antwortet um 08-09-2013 16:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
Da haben wohl die ganzen bäuerlichen Nachbarn und deren Familien alle für "Ja" gestimmt. ;-)

Angeblich gibt es Anrainer in 150 m Entfernung, für die das natürlich nicht lustig ist. Falls sie erst dort leben, seit dem es bereits einen größeren Betrieb (derzeit 370 Rinder) an dem Standort schon gegeben hat, hätten sie damit rechnen müssen. Generell sollten solche Betriebe nicht in Ortsnähe entstehen, was aber nicht immer möglich ist (Besitzverhältnisse).

An alle Landwirte, die über die Abstimmung jubeln: Euch ist doch klar, dass die 2 Brüder wegen dem Ende der Milchquote die Erweiterung anstreben und euch durch solche Entwicklungen auch nichts anderes übrig bleiben wird, als zu wachsen... oder aufzuhören? Habt ihr daran gedacht?

@ Black_Devil
Und wie würdest du diesem realen Problem entgegenwirken? Verkauf der Gülle?
 


Black_Devil antwortet um 08-09-2013 17:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
Gülle verkauf bzw. Pacht von Fläche weil da noch Bedarf besteht. Verrichte die Gülleausbringung sehr genau ( ÖPUL)
weil schon diesbezüglich mehrere Anzeigen vorliegen. Möchte auch noch anmerken das auf unserem Betrieb seit ca. 200 Jahren landw. betrieben wird.
Ich habe den beiden Anrainern aus Gefälligkeit Bauen lassen weil bis dato ein gutes Verhältnis war.

" GUTHEIT IST BLÖDHEIT " man lernt leider nicht aus.


realist antwortet um 08-09-2013 17:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
war vor Kurzem in einem Stall mit 1500 Milchkühen. Gut organisiert, neuer Doppel 30 SidebySide Melkstand (die Kühe haben wärend des Melkens alle "wiedergekaut" - also gefällts denen recht gut)
Tagesmilch an die 25 000 lt, da muss der Tankzug nicht lange in den Bergen "herumsammeln".
2 Personen melken pro Melkzeit - eine Person teilt die Gruppen ein und treibt nach.

Ist an die 500 m vom Ort entfernt - von Geruchsbelästigung konnte ich die Tage, die ich dort war nichts merken.
Jungviehstall ist direkt im Ort mit 780 St. (machen 2 Mann)

Am Besten hat mir dann noch der Kalbinnenstall gefallen, die trächtigen 400 Kalbinnen leben auf einem riesen Auslauf und im Stall auf dick eingesteutem Tretmist - Stroh jede Menge und die Tiere mehr als sauber!

Hab dann nach dem Strohaufwand gefragt: 5600 Quaderballen machen sie selber und kaufen noch gut 1000 Stück zu = Jahresbedarf für Jungvieh und Kalbinnen (Kühe liegen auf Gummimatten - hat mir nicht so gut gefallen)

Ob die Entwicklung nun gut oder schlecht ist, kann man schwer sagen - soviel weiß ich zumindest, dass die kleinbäuerliche "Milchwirtschaft" keine Zukunft haben wird - außer zur Selbsversorgung. Aber Wandel hat es immer schon gegeben - da wird es für unsere Betriebe auch irgendeine Zukunft geben, wenn auch nicht mehr mit der Milch!


walterst antwortet um 08-09-2013 17:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
@realist

Du hast ja keine Ahnung von der Realität.

SOOOOOO wird Milch erzeugt!

Zumindest ein paar bäuerliche Betriebe für die Imagepflege werden überleben dürfen.
 


Drauhexe antwortet um 08-09-2013 18:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
Ich weiß nicht, ob man im Zusammenhang mit solch einer Massentierhaltung noch von "Lebensmittel" sprechen kann...


krähwinkler antwortet um 08-09-2013 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
Oder Sie verheben sich, weil

beispielsweise die SPVP gewisse Steuern erhöht,
Prämienlinits eingezogen werden
der Milchpreis zu schlecht für Silomilch wird
die Nachzucht teurer wird
Fremdarbeitskräfte unqualifiziert sind
die Umgebung feindlich gesinnt ist
die Pachtpreise ansteigen
der Klimawandel das Kraftfutter verteuert
er die starken Preisschwankungen nicht durchsteht
die Eigentümer streiten
Transportkosten überproportional steigen
der Milchaufkäufer wegen Industrieller Tierhaltung Imageschäden erleidet
der Staatshaushalt saniert werden muss
der Medikamentenaufwand transparent geworden ist....
im Burgenland der Wettbewerb der Milcherzeugen um Land verschärft wird
weil Steuerprivilegien gefallen sind
weil Bodenschutzregeln kleinere und leichtere Gespanne vorschreiben






textad4091 antwortet um 08-09-2013 18:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
aus orf.at "Landesrätin Michaela Resetar (ÖVP) zeigt sich in ihrer Funktion als ÖVP-Bezirksparteiobfrau erfreut über das Ergebnis. Die Vernunft habe gesiegt. Die Produktion von gesunden Lebensmittel und die Landschaftspflege durch rinderhaltende Betriebe seien ein wichtiger Bestandteil zur Erhaltung des ländlichen Raumes, so Resetar."

Also SO schaut die Landschaftspflege aus ... Ich hab das ein wenig anders in Erinnerung, bei dem was ma von BB- Granden und dem NikB ab und an hört ...

Ich hab absolut nix gegen dieses Milchvieh- Stallprojekt und auch nix gegen Betriebe die so ein Projekt durchziehen, is ja eh jedem das seine- Aber mit der vielgepriesenen Landschaftspflege wie es die Leute verstehen hat das eindeutig nix zu tun, so viel will ich los werden- Aber is ja auch Wahlkapmf, da is ma eh schon dran gewöhnt ;)))


helmar antwortet um 08-09-2013 19:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
Ich würde mal so fragen....seit wann gibt es die Rinderhaltung bei der Familie Schoditsch und seit wann sind die Gegner des Stallbauprojektes dort ansässig?
Etwas abgewandelt hat der lange schon verstorbene Waldegger Bürgermeister Welte folgende Frage gestellt als eine Gruppe von meist aus Wien stammende Zweitwohnsitzern verlangt hat dass das BAU-Mitwerk in Wopfing zugesperrt werden muß. " Sagen Sie mal, wer war zuerst da, Sie oder das Kalkwerk? Als Sie den Baugrund kauften hat niemand das Werk vor Ihnen versteckt"....Bemerkenswert war dass der Sprecher der Gruppe ein Neffe der damaligen Wissenschaftsministerin Dr. Firnberg gewesen ist der immer wieder seine Verwandtschaft betonte und der Bürgermeister ein total "roter" SPÖler.
Mfg, Helga


traktorensteff antwortet um 08-09-2013 22:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
@ Helga
Ich habe jetzt die Frau Firnberg googeln müssen, war dann doch weit vor meiner Zeit. Immerhin hat die gute Dame das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gegründet, respektable Leistung. Warum hier ein Beispiel aus der "politischen Uhrzeit" gebracht wird, verstehe ich nicht, außer, es ist wohl ein Wahljahr. ;-)


helmar antwortet um 09-09-2013 08:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Volksbefragung - Mehrheit für Rinderstall
Ich wollte mit diesem Beispiel nur zeigen welch Rückgrat dieser Bürgermeister gezeigt hat.....besonders jenen gegenüber welche aus der selben Partei gewesen sind und ihre Verwandtschaft gleich mal anfangs so quasi als "Argument" dafür genommen haben einen Bürgermeister vor ihre Wünsche spannen zu wollen.
Und, lieber Steff...ich hab das schon vor einigen jahren hier geschrieben, als es auch darum ging das einige wenige, oft erst zugezogen, dann in den Gemeinden für jenen Aufruhr in der Nachbarschaft sorgen welchen früher die verfeindeten Nachbarsbauernsippen gepflegt haben.
Mfg, Helga
PS ich bin sehr froh in einem Landschaftsschutzgebiet zu leben. Denn dort gibt es keine Möglichkeit mehr Bauparzellen für den Verkauf umzuwidmen.


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