Lebensmittelhandel abkasssierer zwischen Konsument und Bauer

Antworten: 7
heribertniessl 31-08-2013 22:03 - E-Mail an User
Lebensmittelhandel abkasssierer zwischen Konsument und Bauer
Schon interessant, dass niemand aufschreit, Eine Hausdurchsuchung bei einem Handelskonzern da, ein Kartellverfahren dort. Preisabsprachen zählen zum Handelsstandart, bei dieser Konzentration in Österreich ist das ja leicht möglich, Um gelistet zu werden musst du in vielen Bereichen deine Preiskalulation dem Handel offenlegen, wohl damit du als Anbieter nicht zuviel verdienst.
Absatzmittler sein, dass ist die Aufgabe des Händlers, schöne Aufgabe, aber nur in der Theorie, praktisch sucht der den billigsten Anbieter aus, verlangt die Teilnahme an Aktionen, auch wenn die Ware kinapp ist, verlangt Listungsbebühren, schreibt Werbekostenbeiträge vor und so weiter und so weiter. Für mich sind das alles Schmiergelder!!!!!
Die Verteilung der Marktmacht ist wohl aus dem Ruder gelaufen. Alle lassen sich das gefallen und die Arbeiterkammer setzt beim Bauern an, denn die sind leichter angreifbar,
naja unsere Bauernvertreter sind halt Bauern und wissen anscheinend nicht was so alles läuft.
Wiso ist der Genossenschaftsbereich vom Kartellrecht ausgenommen???????????
Fragen über Fragen


mfg nheri


walterst antwortet um 01-09-2013 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lebensmittelhandel abkasssierer zwischen Konsument und Bauer
Dass die Bauernvertreter nicht wüssten, was läuft, das würde ich mich nicht zu behaupten trauen.
Die wissen ganz genau, was läuft - sie spielen das Spiel ja gerne mit.
Geh mal in eine der Zentralen, die jetzt von der BWB gefilzt wurden und schau Dir in den Warteräumen die Fotos an, dann hast Du keine Fragen mehr.


Fallkerbe antwortet um 01-09-2013 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lebensmittelhandel abkasssierer zwischen Konsument und Bauer

Mir ist ein Kunde, der mit meinen Produkten schönes Geld verdien lieber, als ein Kunde, der mit meinen Produkten kaum Geld verdient oder gar Verluste erwirtschaftet und Schulden anhäuft. Wir nehmen mal an, das beide für mein Produkt gleich viel zahlen. ( im jahresschnitt)

So wird der Kunde, der mit meinen Produkten auch geld verdient, mich und meine Produkte höher wertschätzen als jener Kunde, der mit meinem Produkten Verluste einfährt.
Das nächste problem ist, das der Verlusteschreiber vermutlich irgendwann mein Produkt aus dem Sortiment wirft oder in Zahlungsschwirigkeiten gerät.


Nur mal zum nachdenken.




walterst antwortet um 01-09-2013 13:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lebensmittelhandel abkasssierer zwischen Konsument und Bauer
@fallkerbe

ich hab jetzt mal versucht nachzudenken.
Du meinst, Kartelle im Handel sind günstig für die Bauern? Und für die Gesamtbevölkerung auch?

Hast Du schon mal die Gesetzgeber über diesen Umstand informiert? Dass sie das komplette Kartellrecht ersatzlos streichen sollen?


Hirschfarm antwortet um 01-09-2013 14:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lebensmittelhandel abkasssierer zwischen Konsument und Bauer
Mittlerweile ist die ganze Wirtschaft nur mehr auf Beschiss aufgebaut. Im Landwirtschaftlichen Bereich fängt das beim Kali - Kartell an und hört bei den Handelsabsprachen auf.
mfg
p.s.: Schöne freie Wirtschaft!


2009 antwortet um 02-09-2013 21:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lebensmittelhandel abkasssierer zwischen Konsument und Bauer
hallo heribertniessl
ja, fragen über fragen und du wirst nur wenig antwortenen bekommen....ist ja schwere kost (und schwer zu beantworten) und in diesen forum wird lieber über leichtere kost diskutiert ! ich glaube wir müssen mit diesem übel leben. es ist ein sehr krankes system in dem wir mittlerweile leben (müssen) und es heist PROFIT . jeder muss schauen wo er bleibt ,der bauer ,der weiterverarbeiter,der zwischenhändler usw..... und am schluss der handel ; und dieser kann sich nun mal aussuchen wo er einkauft und es wird sich immer jemand finden der noch günstiger liefert . als landwirt ,das 1.und schwächste glied hat mann es natürlich am schwersten ,den mann kann gar nichts bestimmen oder preise diktieren......mann muss mit dem zufrieden sein ,was mann kriegt und muss trotzdem seine familie ernähren.
wie das system abläuft wissen alle ,vom Bauernvertreter und behörden bis zum kleinen Mann( Bauer )
und dann kommt wieder das zauberwort PROFIT und alle sind wieder ruhig.
ich kann dir eigentlich keine richtige antwort geben weil es keine gibt!!! so unbefriedigend es auch ist .....
wir müssen damit leben und in der realität schafft nun mal die wirtschaft an !!

gute nacht 2009


heribertniessl antwortet um 03-09-2013 21:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lebensmittelhandel abkasssierer zwischen Konsument und Bauer
Ich habe auch nachgedacht,
1. wir erhalten Zahlugen der öffentlichen Hand. Zwar wird gesagt dies seien Ausgleichszahlungen für Umweltleistungen die der Bauer erwirtschaftet, doch vergesst nicht dass es beim EU Beitritt den KPF gab der jetzt Betriebsprämie heißt. Dies sind Gelder die der Bauer erhält, weil die Produktpreise nicht mehr die vollen Kosten decken. Dafür gibt es für die Konsumenten billige Lebensmittel. Doch der Handel kassiert bei diesem System auch kräftig mit.
2. wenn ich jemanden für längere Zeit etwas verkaufe entwickelt sich normaler weise eine Partnerschafft zwischen Verkäufer und Käufer. Der LEBENSMITTELHANDEL ist ein Partner der Anschafft und der Bauer hofft dass er es schafft. Wenn Rewe usw. die Einkäufer ständig mit Vorsatz wechselt, damit keine Partnerschafft entstehen kann, frage ich mich wo hier die Partnerschaft geblieben ist.
3. doch ich gebe dir recht und wir leben in einer freien Wirtschaft wo jeder versucht Gewinne zu maximieren. doch wir sind halt das schwächste Glied, wir können nicht nach 8 Jahren unser Stallgebäude erneuern, wie der Supermarkt im Ort, wir können auch nicht so schnell Produktionszweige aufgeben wie die Fabrik im Nachbarort und wir können unseren Standort nicht wechseln. Also alle könnenn frei wirtschaften, wir Bauern auch?


2009 antwortet um 04-09-2013 21:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Lebensmittelhandel abkasssierer zwischen Konsument und Bauer
hallo heribertniessl
1. ausgleichszahlungen verhindern ein noch größeres bauernsterben und dienen dazu die landwirtschaftliche produktion und ein relativ niedriges verkaufspreisniveau zu erhalten.
für den handel bedeutet dies niedrige lebensmittelpreise und gute spannen
2. langfristige partnerschaften mag es schon geben,scheitern aber meist an geld , qualität oder vorstellungen des handels (werbetechnisch) und sind glaub ich eher unerwünscht.....um in einer stärkeren verhandlungsposition mit lieferanten zu sein ?
3. frei wirtschaften können nur ganz wenige direktvermarkter ,der rest der bauern bekommt seine verkaufspreise vorgesetzt(ohne kalkulation für den bauern). in einem unternehmen gibt es eine preiskalkulation und sollte die spanne nicht mehr passen wird in vielen fällen der preisdruck nach unten weitergegeben bis zum landwirt und der kann entweder mitmachen oder aufhören.

ABER!!!!! preisabsprachen gibt es auch unter landwirten;meist im handel von bauer zu bauer
steuerhinterziehung in form von schwarzarbeit,nichtversteuerte nebentätigkeiten usw......
und somanches gesetz oder forschriften für die mann unterschrieben hat(und geld kekommt),werden auch manchmal etwas freizügiger ausgelegt . also kann man sagen, um nichts besser als somancher gut bezahlter manager!
so ehrlich muss man sein!!
schöne grüße 2009


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