Pfluglose Ackerbewirtschaftung

Antworten: 115
atzmanne1975 31-08-2013 11:34 - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Jetzt habe ich schon einiges über die pfluglose Bewirtschaftung der Äcker gelesen und überall hört und liest man nur positives. Weniger Kraftaufwand, größere Flächenleistung usw.
Und nun les ich heute das Amazone einen neuen Pflug auf den Marktz bringen will.
Nun frag ich mich ist die pfluglose Bewirtschaftung doch nicht das was es verspricht oder will Amazone nur einen bereits bestehenden Markt erschließen?

Was meint ihr dazu

euer Atzmanne


Profi6135 antwortet um 31-08-2013 11:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Ich habe jetzt schon ein paar jahre lang ein paar versuche ohne pflug gemacht und muss sagen wirklich das gelbe vom ei ist es nicht. Ich baue wg km und ww in dieser fruchtfolge und habe mit dem pflug eigentlich die besseren erträge und vor allem den geringsten krankheits und unkrautdruck vor allem der weizen der trotz 3 mal grubbern noch immer in der gerste steht macht die meisten probleme. Round up will ich grundsätzlich nicht als standardmaßnahme sehen. Nach dem mais habe ich es auch mit mulchen und 2 mal grubbern und dann ww versucht was vom ertrag her noch die wenigsten depressionen hatte jedoch waren don und zon jenseits von gut und böse.
Das einzige wo ich gute erfahrungen gemacht habe waren die gerstenacker einmal seicht gegrubbert und mit gelbsenf ölrettich mungo alex.klee und sonnenblume begrünt im frühjahr einmal auf ca 15 gegrubbert so bald der acker befahrbar war und vor der maissaat einmal ke. Es kommt sehr viel aufs jahr an und ganz ehrlich wenn ich 1000 kg mehr dresche am ha. Kann ich schon eine ganze menge diesel verfahren und ich kaufe lieber mehr diesel als mehr psm.


falkandreas antwortet um 31-08-2013 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Meine Meinung ! Den Pflug will man ersetzen seit es in gibt. In periodischen Abständen wird ein verfahren als das zukunftsmodell hochgepriesen. Schließlich muss die landmaschinenindustrie ja Neuerungen auf den Markt bringen um ihren Umsatz zu steigern. Wer kennt sie nicht die scheibenpflüge der fünfzigerjahr die im Garten dahinrosten? Am Ende setzt sich immer wieder der Pflug durch.



hpu6 antwortet um 31-08-2013 12:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Ich frag mich immer wo bei 2 - 3 mal Grubbern die Diesel- bzw. Zeitersparnis sein soll??
1 mal Grubbern ist ja doch meistens zu wenig und ein ordentlicher Grubber braut doch anständig Kraft bzw. Diesel.
Als Draufgabe wird dann noch meistens Roundup gesprizt, weil sonst der Unkrautdruck doch sehr massiv zunimmt.
Bei Zwischenfrüchten oder unter günstigen bedingungen bzw. zum Einarbeiten von Ernterückständen hat jedoch auch der Grubber seine Berechtigung und auch seine Vorteile.

hpu


MF7600 antwortet um 31-08-2013 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
die landwirte investieren halt wieder vermehrt in landtechnik wenn die preise gut sind, das will sich Amazone nicht entgehen lassen.

3 mal grubbern bis auf 20cm und mehr ist kostenmässig und in sachen bodenschonung kein vorteil zum pflügen.

die beste alternative ist die direktsaat ohne irgend eine bodenbearbeitung, da hat man die wenigsten überfahrten, keine erosionen, eine weitaus bessere wasseverfügbarkeit (deutlich erkennbar bei trockenheit), eine wahnsinns schlagkraft, bei minimaler mechanisierung und damit den höchsten gewinn.
noch dazu humusaufbau und ein zigfach höheres bodenleben, also gesunde böden.
dadurch sinkt auch der krankheits- und schädlingsdruck.
das alles wirkt sich auch mittelfristig positiv auf die erträge aus.

in mitteleuropa sind die landwirte aber noch nicht so weit.
in anderen teilen der welt ist das schon standard.






MF7600 antwortet um 31-08-2013 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
in der zeit in der ein ha gepflügt wird hat man bei der direktsaat (no till) die gesamte arbeit/ha erledigt- von der saat bis zur ernte.


Der_Franz antwortet um 31-08-2013 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Viele Jahre pfluglos haben mich gelehrt: wer den pflug 1:1 gegen den grubber ersetzt wird schiffbruch erleiden.
Meine Erträge sind stabil und auf dem gleichen Niveau wie dass meiner pflügenden Kollegen. Sommergerste als Beispiel habe ich allerdings aus der Fruchtfolge verbannt.
Wenn Amazone jetzt auch einen Pflug bauen will dann liegt das wohl an einer einzigen Tatsache: es ist Geld damit zu verdienen.
Ich für meinen Teil (und viele meiner Kollegen) kommen auch ganz gut ohne klar.
Wenn ich jetzt z.B. zusehe wie einige pflügen bevor sie den Raps anbauen dann denk ich mir eigentlich nur eines: schön dass meiner schon steht, Pflanzenschutz erledigt ist und bereits 40mm Regen im Boden gespeichert sind.


Jophi antwortet um 31-08-2013 14:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo !

Man sollte da flexibel sein ist meine Meinung.
Ich habe i.d.R.dreijährige Fruchtfolge, nach meiner Erfahrung muß da mindestens 1x eher 2x der Pflug ran.
Andererseits, wenn ich nach WG auf tonhaltigem Boden Raps anbauen möchte, habe ich mit Grubber und Spatenrollegge einen schöneren Feldaufgang und weniger Aufwand als mit Pflug und dann 2x KE.
Nach Raps oder ZR reicht in 90% der Fälle auch der Grubber.
Vor der ZR oder Mais, ist dagegen nach meiner Ansicht der Pflug unverzichtbar.


Tyrolens antwortet um 31-08-2013 16:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Ist nicht so, dass pflügen keine Nachteile hätte.


schellniesel antwortet um 31-08-2013 18:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@ der Franz

Das ist der richtige Satz der nicht kapiert das der grubber ganz anders einzusetzen ist als ein Pflug wird damit sicher auf Dauer nicht zurande kommen!

Ich bin grad beim umstellen und die ersten versuche sind bereits getan und vielversprechend!

Das dass ganze einfach ist würde ich nicht sagen aber wenn man sich mit der Thematik ein bisserl beschäftigt kommt man gleich mal dahinter wie man den grubber inklusive begleitmasnahmen wie begrünungen richtig einsetzt...

MfG Andreas


ANDERSgesehn antwortet um 31-08-2013 18:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung

@thema pflug & pluglos

wer pflug/pfluglos/notill, als seine hochgepriesene ackerbearbeitung NUR
als einzelpuzzleteil bzw maximal die 8 benachbarten puzzleteile
sieht, dem fehlen die weiteren x-tausend puzzleteile zum endgültigen puzzlebild ackerbau!

@amazone-pflug

die firma der reitenden-pfeil-und-bogen-dame hat das problem
richtig erkannt, dass sie händler bedienen MÜSSEN, die in gebieten
wohnen, bei denen ackerbau mit pflug gibt und ihre händler dann
FREMDfabrikate zukaufen müssen, somit ist der neue trend der
lama-industrie von farbenreine und -getreue produzentenlinie ein wichtiger stein gesetzt worden.

lg
ANDERSgesehn.




MUKUbauer antwortet um 31-08-2013 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
das ist ja der große Fehler der Pflug wird durch den Grubber ersetzt und das soll dann gleich gehen ...
wie Franz sagt sagt - umdenken ist notwendig ...

Ich finde beides hat seine Berechtigung, und beides hat seine Vorteile aber auch Nachteile...

Und die Aussage "ich hab´s probiert" geht nicht hör ich oft, wenn das die Menschen überall so machen würden, wäre die Menschheit ausgestorben - "wenn mann sagt ich hab´s mit einer Frau probiert, hat nicht gleich funktioniert also lass ich´s wieder"

und die Puzzleteile wie Andersgesehn das vergleicht passen schon ...

Viele Pflugfanatiker die auch keine andere Frucht als Mais kennen zb. in Gegenden der Süd und Oststeiermark werden´s halt über´s Geldbörserl merken das es anders gehen muss und mit Hirnschmalz auch gehen kann - als Beispiel sag ich nur GNAS ...




MF7600 antwortet um 31-08-2013 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@andersgesehn

es sind nicht tausend puzzleteile ackerbau sondern tausent puzzleteile bauern...
man muss einfache dinge nicht unnötig verkomplizieren.


falkandreas antwortet um 31-08-2013 20:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Wie hoch sind die durchschnittserträge in Mitteleuropa und wie hoch in den gebieten wo man angeblich schon weiter ist? Bei uns ist nun mal Ackerland das teuerste betriebsmittel( pachtpreise) was in mittel oder Südamerika oder im Osten nicht der Fall ist. @ mf 7600


monsato antwortet um 31-08-2013 22:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
hay

ich hab meine ersten felder seit nunmehr 18 jahren pflugloß.
der rest ist seit 12 jahren pflugloß .
derzeit kein bedürfniß zu pflügen.


Tyrolens antwortet um 31-08-2013 22:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Andreas, es gibt genügend Gebiete, in denen das Doppelte dessen, was in Österreich so an Weizen gedroschen wird, mit Direktsaat geerntet wird.
Das man über Mulchsaat noch diskutieren muss, verwundert mich ein wenig, aber was der Bauer nicht kennt.

Ich könnte dir ganz genau die Ursachen dafür nennen, warum neue Verfahren nur schwer Fuß fassen können. Google mal unter ISTJ.


Danton antwortet um 31-08-2013 22:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Zitat: ich frag mich immer wo bei 2 - 3 mal Grubbern die Diesel- bzw. Zeitersparnis sein soll??

nicht zu seltenes Bild! 2 - 3 mal grubbern, anschließend wird gepflügt????

mfg


misches antwortet um 31-08-2013 23:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@ tyrolens wo werden weltweit bitte 16 bis 20t Weizen geerntet?.

Nimm bitte die Ö Höchsterträge zum Vergleich her und nicht die Durchschnittserträge den die Forcierer von No Till usw geben auch die Höchsterträge an die erreicht werden können.

Die Vorteile eines Reinen Tisches bei der Getreidesaat hat man schon alleine durch die Unterbrechung der grünen Brücke, schau dir bitte mal an wie viele Blattkrankheiten du jetzt am Ausfallweizen hast?

Ich bin der Meinung der Pflug gehört einfach richtig eingesetzt, das heißt bei trockenen Bedingungen fahren, nicht zu tief und vor allem richtig eingestellt. Wer jedoch um jeden Preis auf 30cm reinwühlt und dabei seine Erntereste feucht vergräbt wird keinen großartigen Erfolg damit haben, wer aber zur richtigen Zeit die Ernterückstände flach in den Boden einmischt und so für eine optimale verrottung sorgt hat mit dem Pflug ein paar Vorteile die nur durch einen höheren Einsatz von Spritzmittel kompensiert werden können.


MF7600 antwortet um 01-09-2013 08:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@misches
also die höchsterträge bei no till weizen liegen bei über 15t/ha und bei mais über 24t/ha.

@falklandandreas
bei einem vortrag und in einem persönlichen gespräch mit rolf derpsch aus paraquay hat dieser ein paar gute ackerbaugebiete in südamerika vorgestellt.
durchschnittserträge von 18-20t trockenmais und 11-13t weizen sind bei dortigen betrieben normal.




farmer987654321 antwortet um 01-09-2013 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
ich weis dass bereits auch bio-betriebe gibt die ohne pflug, oder sogar mit direktsaat arbeiten
aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen wie das auf dauer funktionieren kann; wegen krankheitsdruck, unkraut, usw.


FraFra antwortet um 01-09-2013 10:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
ist viel ein kopfthema


ausßerdem eine frage frage der fruchtfolge bodenart,und betriebsgröße

erfolge im ersten jahr sind dann eher zufall das ganze muss sich einspielen

und ist denn der amazonepflug ein richtiger oder eher richtung kverneland ecomat??
mögen wir auch dr technik hinterherhinken,egal,die meisten sind eh grob übermechanisiert!


schellniesel antwortet um 01-09-2013 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Ich war da jahrelang auch sehr skeptisch was den Verzicht auf Pflug anbelangt nur zusammengefasst hat der Pflug nur einen vorteil und sehr viele Nachteile....

Vorteil
-"Sauberes" Saatbeet
und ein halber punkt für mich ist auch das er auch noch bei fechten verhälnissen im herbst mit wneig bedenken verwendet werden kann!

Nachteil
-Schlagkraft
-Dieselverbrauch
-Erosion
-schlechte Verwertung von Organischer Supstanz

Ich hab für mich eine Grundregel für den Grubber aufgestellt!

Tiefe Bearbeitung nur wenn es trocken genug dafür ist sonnst wird konsequent seicht gearbeitet... oder gar net!

Was die PSm angeht!
naja sag mal so beim Mais ist die Spätverunkrautung etwas stärker allerdings nix was sich auf den ertrag auswirken sollte.
Beim Ölkürbis machen wie auch beim Pflug die Wurzelunkräuter Probleme nicht mehr aber auch nicht wneiger als bei mulchsaat!
Getreide is im herbst der erste versuch ohne Pflug...

Bild: mein zweiter Mais ohne Pflug!





Mulchsaatmais
 


MF7600 antwortet um 01-09-2013 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@farmer987654321
ich hab heuer bei einem biobetrieb soja in direktsaat angebaut, da könnten sich viele konv. betriebe ein vorbild nehmen, nahezu unkrautfrei und ein sehr schöner bestand.
no till im biobereich ist auf dauer schwer möglich, doch einige jahre kann das schon gut funktionieren.
in südamerika wurde bei einem versuch schon sieben jahre ohne irgend eine bodenbearbeitung und herbizidmassnahme no till praktiziert.

wurzelunkräuter werden bei no till generell weniger, bei mulchsaat eher mehr.
krankheits und schädlingsdruck wird ebenfalls weniger, da das bodenleben nicht gestört wird und um ein vielfaches höher ist.

seichte bodenbearbeitung bei der mulchsaat führt oft zu schmierhorizonten im wurzelbereich, da bei minimalbodenbearbeitung der durch ernterückstände auf der oberfläche beschattete boden feuchter ist und generell ein besseres wasserhaltevermögen besitzt.
deswegen halte ich die direktsaat für geeigneter.


Der_Franz antwortet um 01-09-2013 14:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@falkandreas: nachdem wir praktisch aus der gleichen gegend kommen bzw. deine pachtgründe inzwischen bis in meine nachbarortschaft reichen können wir gerne mal die unterschiedlichen bewirtschaftungsweisen vergleichen. ich denke es wird sich betriebswirtschaftlich kein großer unterschied ergeben (wenn überhaupt). in dem einen jahr wirst du besser unterwegs sein, in einem anderen vielleicht ich.
meine pas-maßnahmen unterscheiden sich zu deinen vielleicht in einer einzigen zusätzlichen maßnahme: dicopur m bei weizen und mais relativ spät gegen distelnester. das einzige unkraut mit dem ich jetzt mehr probleme habe als früher. wobei ich da zugeben muss dass ich die problematik ein paar jahre vernachlässigt habe und ich auch genug pflug-betriebe kenne die auch mal immer. wieder distelnester spät bekämpfen.
der krankheitsdruck meiner pflanzen ist allerdings sicher nicht höher als bei anderen betrieben, ich komme im groß der jahre ohne fungizidbehandlung durch, heuer habe ich einmalig bei weizen gespritzt (wie praktisch jeder andere betrieb auch).
die zeiten in denen ich jemanden bekehren wollte und das thema mulch- minimal- oder einfach humuswirtschaft ständig diskutiert habe sind für mich zwar schon vorbei, muss letztlich jeder seinen weg gehen. trotzdem interessierts mich immer wieder.
bei den wesentlichen kulturen unserer gegend (weizen, raps, mais) sehe ich allerdings selten nachteile in der pfluglosen bewirtschaftungsweise während die vorteile oft deutlich erkennbar sind.
vielleicht noch kurz zum thema roundup als standardmaßnahme: ich habe heuer vor maisanbau zum ersten mal überhaupt flächendeckend glyphosat angewendet, bisher überhaupt nie. das hatte zweierlei gründe: zum einen hagelschäden zwischen 80 und 100% im vorjahr bei weizen und dementsprechenden ausfallgetreidedruck, zum anderen das extrem nasse frühjahr in dem ich möglichst wenig meinen boden befahren wollte. man sieht ja bei uns sehr deutlich die unterschiede zwischen maisbeständen die mit gülle gedüngt wurden und jenen die mit handelsdünger ausgekommen sind. jede überfahrt mit schwerem gerät war heuer tödlich.



monsato antwortet um 01-09-2013 17:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
hay

meiner meinung machen viele den fehler das sie versuche machen die nur über ein jahr gehen.

mann muß bei der umstellung das mal 5 jahre durchziehen und dann ein erstes resüme ziehen.
einjährige versuche sind nichtssagend (gleiches gilt für begrünungs anbauversuche)
.
zb. früher gabs leute die stroh angezündet haben und dann gesagt haben wo verbrannt wurde ist nächstes jahr besserer ertrag.(weil das stroh zur rote zuviel wasser braucht)

so nun hat man 30 jahre lang stroh verbrannt und das ergebniß ist niederschmetternd .
in meiner gegend gibts so einen betrieb.der hat bei gewitter im weizen bodenerossion mit rillen 5cm tief,der boden is kommplett hin, kein humus die erträge im keller einfach schlimm.#
wie sagt das sprichwort:
reiche väter arme söhne. bei diesem betrieb zu 100% zutreffend.


Der_Franz antwortet um 01-09-2013 18:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
das strohverbrennen ist bei uns vor dem rapsanbau leider immer noch gängige praxis, auch bei betrieben die eine saattechnik zur verfügung haben bei der stroh keine technischen probleme beim anbau verursacht.
schade dass es immer noch jährlich eine ausnahme vom verbot gibt und diese auch noch von der lk beworben wird. in dem fall wär mir der pflug ja fast noch lieber.


Profi6135 antwortet um 01-09-2013 19:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
In unserer gengend haben wir ja eher das problem das wir zu viel wasser als zu wenig haben. Wir haben sehr schwere lehm und ton böden. Da hilft der pflug im herbst schon beim austrocknen der flächen. Bei meiner grubber begrünungsvariante (ca 5cm flach mit senf mungo alex...) ist der boden jetzt quasi abgesoffen nach 80l. In den letzten 2 wochen während bei der gepflügten variante eine gute bodenfeuchte da ist.

Und vor dem mais den pflug weglassen mache ich nach gerste schon ein paar jahre bei ca 30% der maisfläche vom ertrag her kenne ich kaum merkbare unterschiede jedoch ist laudis aspect fast zuwenig da muss ich hin und wieder zu sulfos greifen


monsato antwortet um 01-09-2013 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
hay
profi !!
ich hab die erfahrung gemacht das der boden nach längerer zeit keinpflug viel besser mit dem wasser umgehen kann als wie mit pflug .
zb. ich hatte mal eine EVN Baustelle über meinen acker . dachte das mußt du dann aufpflügen damits wieder ein ordentlicher acker wird.
so dann weizen angebaut nach der ernte dann beim begrünungsanbau auch feuchter gewesen und siehe dar dort wo der pflug drann war an dieser stelle war der boden noch viel zu feucht und klebrig.
der boden stellt sich um und man sollt ihm ein wenig zeit geben durch die regenwurmgänge und gute Begrünungen kann der boden wasser speichen und wieder abgeben.
siehe heuer tief bearbeitete felder wo zuckerrüben stehen haben die trockenheit viel schlechter überstanden dort fehlt der bodenschluß.
gegrubberte und schön begrünte und direkt gebaute haben diese juli-trockenheit sehr gut überstanden ich denke das wir weniger ertragsausfall haben als pflugbauern.


MF7600 antwortet um 01-09-2013 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@profi6135
in vielen gebieten vor allem südamerikas könnte ohne direktsaat keinerlei ackerbau mehr betrieben werden.
dort liegen die niederschläge bei bis zu 3000mm/ jahr. die böden sind nach wenigen jahren pflugeinsatz erodiert, mit metertiefen erosionsgräben zum teil auch mit extremen tonböden.

@monsato
absolut richtig, minimal bearbeitete böden sind nach einigen jahren mit pflugböden nicht zu vergleichen. der wasserhaushalt ist viel ausgeglichener. das wasser rinnt durch die wurmgänge in das bodeninnere, also nicht oberflächlich ab und wird langsam wieder abgegeben.
die böden erhitzen in einem extremen sommer wie heuer durch die ernterückstände an der oberfläche und die beschattung nicht so stark.
der boden erwärmt sich zwar nicht so schnell im frühjahr, die temperatur ist dann aber viel ausgeglichener.
der die bodenbedeckung und der humusaufbau, gerade im oberboden lässt einen garen feinkrümeligen boden entstehen.
alles sehr schwierig zu erklären wenn jemand so etwas noch nicht gesehen hat und negativ dem gegenüber eingestellt ist...





schellniesel antwortet um 01-09-2013 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@mf7600

Tja da bin ich dann mal Gespannt wie das in ein paar Jahren dann wirklich ist...

An eine vollständige Umwandlung glaub ich nicht!
schwerer Boden bleibt schwerer Boden...den auch eine Wiesen (extensiv) die ich heuer erstmalig umgebrochen hab weist zwar eine gute Boden-Struktur auf sind aber dennoch vergleichbar mit den seit Jahren gepflügten aber besseren Flächen bei mir!

Mfg Andreas





MF7600 antwortet um 01-09-2013 22:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
natürlich bleibt schwerer boden schwerer boden, wenn man ihn tief umbricht.
dann ist die struktur wieder zerstört.
sieh dir die struktur bis auf saattiefe an...


schellniesel antwortet um 01-09-2013 22:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
was hilft Saattiefe wenn die Wurzeln dann erst wieder anstehen??? Das bringt kein Regenwurm so schnell wieder i.o was ein Drescher im Körnermais im Herbst anrichtet!
Besonders Vorgewende kannst kicken! Und das macht bei unseren durchschnittlichen Schlägen: um Halben ha groß, blöd geschnitten,Prozentual an der Fläche dann net wenig aus!

gezogene Maschinen können ohnehin nicht wirklich eingesetzt werden...

Hast das Video von der Streifensaat angesehen.. da wurde sehr viel Falsch gemacht was die Bb angeht aber man hat rasch den unterschied zw SO STMK und anderen Regionen bemerkt!

http://www.youtube.com/watch?v=H2iekXGipq0

Bin nicht mehr auf den Standpunkt das es bei uns absolut nicht geht nur man muss sehr viel richtig machen um auf Pflugniveau (ohne Erosion) zu "bleiben"!!

Viele haben das bei uns noch nicht geschafft gänzlich auf Pflug zu verzichten!

Viel liegt an der FF!

Mfg Andreas




falkandreas antwortet um 01-09-2013 23:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@Der-franz. Zwei Episoden aus der Praxis. Da ich in KLM weizen neben einen Pfluglosen Paradebauern aus der Ortschaft angebaut hatte fragte mich der, welches Fungizid ich verwendet habe, weil mein Weizen viel gesünder als seiner ist. Ich habe Tebu super verwendet 18 € pro Hektar er zantara kostet mehr als das doppelte. Ich hatte silomais als Vorfrucht und er Raps . Was wird wohl der Grund dafür gewesen sein? Ein anderer sehr großer Bauer aus unserer Gegend sagte mir , das er mit den Heurigen weizenerträgen nicht zufrieden ist( unter 6000 kg trotz zweimaliger fungizidbehandlung) als ich ihm sagte das ich schon mit meinen durchnittlichen 6700kg zufrieden bin antwortete er wörtlich: noja Mia mit unsern direkt einebaun. Also Kopf in den Sand und auf den Pflug verzichten! Übrigens: mit dicopur m wirst du dein distelproblem nicht lösen können sondern nur um ein jahr verschieben ,das wirkt kaum auf die Wurzel besser Ariane c kostet aber ca 40 € und in Mais lontrel oder Mais banvel. Aber du hast vollkommen recht jede Boden Bearbeitung hat ihre vor und Nachteile und es muss jeder betriebsführer für sich entscheiden welche Form für seinen betrieb die beste ist.


MF7600 antwortet um 02-09-2013 00:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@falklandandreas
das verstehe ich nicht unter direktsaat... google mal nach no till...

@schellniesel
deswegen finde ich die direktsaat geeigneter, da man ohne bodenbearbeitung keine fehler mit der bodenbearbeitung(sprich zu nass) machen kann, ;-) was man auch in deinem landwirtvideo auch sieht.

kauf dir eine bodensonde und du wirst sehen was das bodenleben alles machen kann.
ist sinnvoller und günstiger als im boden rumzuschmieren.


ANDERSgesehn antwortet um 02-09-2013 06:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung

@andreas

ich kenne @mf´s und @andreas´s heimat (beide schon leistungsbepflügt).
andreas schau mal, in welchen abständen (km) bei
euch gräben wasser führen! vielleicht hast du auch
die möglichkeit einen kelleraushubloch zu begutachten!

wenn man weiß das die röhren des tauregenwurmes (trw)
sich max 80 cm tief ins erdREICH führen und hier im
nur guten erwähnenenden forum (halbwahrheiten) vom:
"wasser durch regenwurmröhren ins erdreich abführen"
spricht, dann kann man sich selber die richtige weitere
meinung bilden.

guten morgen von notill-befürworter
ANDERSgesehn.

ps: @andreas, tiefes in der erde wühlen mit dem grubber
wird dich nicht zum ziel führen, dass der trw seinen sinn
des lebens dir erbringt.






MF7600 antwortet um 02-09-2013 07:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@andersgesehn
du kennest vielleicht meine heimat, aber nicht wo meine felder sind.

die röhren des tauwurms lubmbricus terrestris, reichen metertief in die erde.
hast du schon mal ein no till feld bei nacht und regen gesehen?
dann reden wir weiter was der tauwurm kann.

verdichtungen kommen bei der direktsaat und befahren der felder bei normelen bedingungen nicht vor.
also selbst nach zuckerrübenernte in einem feuchten herbst ist es kein Problem, die böden sind weit tragfähiger und es gibt keine fahrspuren mehr.



Steira antwortet um 02-09-2013 08:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo,
Da muss ich TRIA völlig recht geben, die großen Betriebe bzw. Unternehmen arbeiten alle mit Pflug bei uns in der Gegend! Und wenn da einer auf 1000ha den Pflug einsetzt kann ich mir schwer vorstellen das er nicht eine andere Technik einsetzen würde wenn´s bei uns funktionieren würde.....
Ich für meinen Teil sehe den Grubber als Ergänzung zum Pflug auf meinem Betrieb, das der Pflug verschwinden wird???? da mach ich mir keine Sorgen, er hat die Berechtigung konstant Leistung im Ackerbau zu erbringen......
Auch wenn Errosion usw immer ein größeres Thema wird.......

MFG A STEIRA



 


falkandreas antwortet um 02-09-2013 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@MF7600. NO Till möchte ich nicht kommentieren . In Wullersdorf praktiziert das ein Bauer seit 10 Jahren, er hat aber noch keinen Nachahmer in der gesamten Gegend gefunden. Dr. Rosner hat ebenfalls Probleme die Landesgüter von seiner Ideologie zu überzeugen und wird von manchen Verwalter nur belächelt, wenn kein Pflug mehr auf einer hompage einer LW Schule abgebildet werden darf.


MF7600 antwortet um 02-09-2013 08:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@tria
wie soll wer mit no till beginnen wenn er nicht weiß wie es geht?
fängt ja schon bei der definition des begriffs an.
weiters muss man betriebe kennen die das schon praktizieren, in österreich kann man die an einer hand abzählen.
und wer will dann damit beginnen wenns noch keiner macht? wird womöglich im wirtshaus drüber geredet. ;-)
deine unsicheren fragen bestätigen das...

ich kann dir nur sagen direktsaat funktioniert überall, mit allen kulturen, nur machen muss man es.
das fängt damit an dass man sich informiert.
die schweiz ist in dem punkt ein vorreiter in mitteleuropa, die machen dort auch gute versuche.
funktionert auch bei maismonokultur.
wichtig sind gute zwischenfruchtbestände.

in den USA z.b. sind von den ersten 4 rekordmaiserträgen 3 no till betriebe.(über 25t/ha trockenmais und das nicht auf kleinparzellen).
gibt betriebsdurchschnittserträge von über 20t.









MF7600 antwortet um 02-09-2013 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@falklandandreas

richtig, in wullerdorf mach das einer.
wie sollst du das auch kommentieren wenn du keine ahnung davon hast?
hast du überhaupt schon ein no till feld gesehen?

der rosner ist kein praktiker der überzeugen könnte. ;-)


biolix antwortet um 02-09-2013 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Morgen !

danke für deine Aufklärungsarbeit mf 7600 !

Es ist wie bei bio zu Beginn, ja dort und da und überhaupt dort ist zu naß, zu trocken, zu heiß zu klat, na dort, na und dort geht bio nicht..;-))))

So kommts mir diese Diskussion jetzt bei pfluglos vor...

Ich sage gar nichts mehr dazu... ausser nach 8-13 Jahren ( haben unterschiedlich begonnen ) merkt man halt schon wie der Boden ins Gleichgewicht wieder kommt und "fällt" wie das Gartenbeeterl hintaus.. ;-)

lg biolix

p.s. ach ja Achtung, auch wir dachten bei uns mit dem Lehm nach 30 cm Oberboden würden nie einen Tauwurm in 1,5m finden.. aber wir waren paff als wir bei einer Exkursion Gruben mit 2m Tiefe aushoben,
und Wurzeln des Weizens und der Distel bis 2m verfolgten und siehe da, plötzlich als wir Erde runter brachen, ein "Schwanz so groß wie von einer Ringelnatter" uns entgegen "winkte".. ein so schöner tauwurm in dieser Tiefe entzückte alle Teilnehmer.. ;-))
Ach und jetzt mf7600 muss ich leider die neuesten Vorschungsergebnisse zu No till udn Pfluglos hierveröffetntlichen.. es gibt auch "große" Nachteile, mittlerweile ist bewiesen, wenn es zu viele REgenwurmgänge gibt, wird das Wasser zu schnell in zu tiefe Schichten abgeleitet.. ich sage aber lieber ein wenig mehr.. ;-))


monsato antwortet um 02-09-2013 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
hay

biolix.
also das es gleich zuviele regenwürmer werden die gefahr ist nicht so groß denk ich mal, denn das ist eine generationsarbeit das geht nicht in 5 jahren nicht in 10 jahren das dauert sehr lang es sei denn es macht einer extrem begrünungen mit aussaatstärken jenseits der 100 kg /ha .

zu den großbetrieben die pflügen ja welche gegend is das wirklich welche böden???

bei mir im weinviertel ist ein betrieb in ernstbrunn der wirklich schwerste böden hat vor denen fürchtet sich jeder der einen pflug zur vorvührung bringt ( max 17cm tief den drückts heraus der bleibt garnicht drinnen)
die kennen keine pflug mehr wärh ein wahnsinn vom aufwandher die fahren nur mit kurzscheibenegge -köckerlinggrubber -gezogene quadro und varios seichte bearbeitung kleine schare je feuchter je kleiner werden die schare.die haben super saatbeet kleine bröckerl wahnsinn das man auf solch böden so ein schönes saatbeet zusammenbringt.
diese lockern so ca. alle 3 jahre mal mit untergrundlockerer aber auch nicht zu tief.

funktioniert perfeckt hut ab vor diesem verwalter und diesen team .


falkandreas antwortet um 02-09-2013 09:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@MF7600. Bist du der Bauer aus Wullersdorf? Scheinbar bist du ein Praktiker der nicht Überzeugen kann.Warum sonst gibt es in Österreich nur eine Handvoll Bauern die dein so erfolgreich vorgezeigtes no Till verfahren nachmachen. Du vergleichst immer mit Amerika und schreibst von 3000 l Niederschlag . Bei uns sind Ackerland und Niederschlag der begrenzende Faktor . Du schreibst von gleich hohen Weizen und Soja Ertrag in Amerika ( 3000 kg ?) Du nennst immer die weltrekordernten, sogesehen ist Pflügen eine sehr zeitsparende Bodenbearbeitung (Weltrekord 13,4 ha pro Stunde )


payment antwortet um 02-09-2013 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
ja, ja, is einfach lustig-ohne stänkern geht's nicht......


MF7600 antwortet um 02-09-2013 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@falklandandreas
nein ich bin nicht der bauer aus wullersdorf, hab aber schon mal mit ihm gesprochen.
ich will niemanden überzeugen, wozu auch?
ich kann nur sagen nur wie es ist, was möglich weltweit möglich ist, dass es mir gefällt und ich positiv von meinen eigenen erfahrungen überrascht bin und mir schon einiges an investitionskosten und arbeitszeit erspart habe.
oder du kannst ja von deinen no till erfahrungen erzählen, wenn du keine hast wird es schwierig werden mit dir über das thema zu sprechen, vor allem wen du es ideologisch ablehnst.

no till wird auch in Australien bei 200mm niederschlag gemacht, oder in wullersdorf bei -keine Ahnung- vielleicht 450-500mm. ;-)

du wirst es nicht glauben Amerika ist ein ganzer kontinent (grösser als europa), dort gibt es gebiete mit erträgen von 1,5t und welche mit 13t. wird übrigends überall auch no till praktiziert.
natürlich wird in den gebieten die 3t weizen und 3t soja ernten, preisbedingt eher der soja die bevorzugte kultur sein. logisch?
es gibt dort länder mit 70% no till fläche.
no till fläche 1989 10millionen ha, 1998 50 mio. ha, 2010 120mio ha.

die intensive bodenbearbeitung sehe ich auch als ursache für viele probleme die im ackerbau immer häufiger auftreten.
erosion, wurzelunkräuter, krankheiten, verpilzung, schädlinge, stark steigende kosten,...











ANDERSgesehn antwortet um 02-09-2013 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung

hab nur kurz zeit.

@mf
deine letzte zeile:

"ursache für viele probleme die im ackerbau immer häufiger auftreten. erosion, wurzelunkräuter, krankheiten, verpilzung, schädlinge, stark steigende kosten,... "

hängt NICHT mit pflug/pluglos/notill zusammen!

also nichts vermischen.lg
ANDERSgesehn.





biolix antwortet um 02-09-2013 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
oja natürlich auch anders. inkl. natürlich falsche Düngung und Fruchtfolgen...

Mahlzeit !

biolix


ANDERSgesehn antwortet um 02-09-2013 12:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung

der hartgeliebte rohe mann sagt im letzten satz richtiges, wobei
fruchtfolge sogar nicht zwingend für konv. landwirtschaft ist, sondern
für bios ein vorteil werden kann, wenn der puzzlehaufen eine ordnung bekommt!




Haa-Pee antwortet um 02-09-2013 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
hier trifft sich wieder die gesinnungsgemeinschaft der pfluglosen rekord ernter und der plfügenden gemeinde...

dass "no till" arbeitszeit spart sieht man am MF7600 der hat jetzt soviel freizeit dass er permanent das landwirt forum benutzen kann während seine kollegen arbeitend pflügen odgl.........hierfür keine zeit haben....


ich frage mich immer warum man "NO TILL" nicht in viel grösserem umfang anwendet bei der fülle von vorteilen???
jeder okonomisch denkende muss sofort auf dieses verfahren setzen egal wo!

am besten gelingt pfluglos sicher braugetreide weizen gerste nach körnermais die paradefrucht für die flugzeugsaat.....
liest man dann in den news gärbottich der brauerei XXX in die luft geflogen wg "gushing"...



MF7600 antwortet um 02-09-2013 12:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@andersgesehen
großteils hängt das schon mit der intensiven bodenbearbeitung zusammen hinzu kommt natürlich auch noch falsche düngung, fruchtfolgen,...

gewissen problemen kann man nur mit der direktsaat effektiv und ökonomisch entgegentreten, bzw. lösen.
langjährige no till böden muss man gesehen haben um das zu verstehen.

@haapee wieviele hast du schon gesehen?
sieh dir die jährliche flächenmässige zunahme an...


Hans1900 antwortet um 02-09-2013 15:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Sollte man alleine wegen dem Maiswurzelbohrer nicht pflügen?
Dirketsaat wäre interessant ist aber bei uns im Bio Bau nicht möglich, dann klappt das hacken auf den schweren Böden nicht mehr.
Wer grubbert wirklich nur 1x? Wenn es öfter ist und da bin ich mir bei den meisten sicher, gilt das mit dem Treibstoff sparen sich nicht mehr!!


Der_Franz antwortet um 02-09-2013 15:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
sollte man allein wegen dem maiswurzelbohrer nicht eine vernünftige fruchtfolge einhalten?


MF7600 antwortet um 02-09-2013 17:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@hans1900
natürlich ist direktsaat auch im biolanbau zumindest kurzfristig möglich. man muss aber auf eine perfekte bodenbedeckung mit zwischenfrüchten achten.
ich hab schon soja no till bei einem biobauern nach umgewalzten 1,8m hohem grünschnittroggen angebaut, hat super funktioniert, kein unkrautproblem und toller bestand.
nach der ernte will er winterwicke, wintererbse, roggen, als zwischenfrucht anbauen im fühjahr wieder walzen und mais rein.



Tyrolens antwortet um 02-09-2013 17:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Noch mal: "Was der Bauern nicht kennt, frisst er nicht und wenn Opa das so gemacht hat und Papa auch, werde ich es genauso machen". So sieht es in der Landwirtschaft aus und darum setzt sich neues so schwer durch.
Fragt mal die Alten, wie es war, als die Traktoren so langsam kamen - es war eine Katastrophe. Genauso als der Mähdrescher kam. Da stellten sich die Leute lieber bis Feber auf den Dreschboden, als mal etwas neues zu probieren.


Hans1900 antwortet um 02-09-2013 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@MF7600: von der Methode hab ich schon gehört hört sich auch interessant an. Ich denke da erübrigt sich auch das striegeln und hacken? bei uns hat das noch niemand probiert, aber das schau ich mir sicher mal wo an!
@tyrolens: Du magst schon recht haben aber diejenigen mit der Einstellung werden auch nie das Optimum aus dem Betrieb rausholen!


Tyrolens antwortet um 02-09-2013 18:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hans, wie viele Betriebe kennst du, die das Optimum raus holen? Das erfolgreichste Drittel der kleinsten landwirtschaftlichen Betriebe macht höhere Gewinne als das erfolgloseste Drittel unter den größten Betrieben.
Das sagt einiges über die Kompetenzen der Betriebsleiter aus. Davon hängt alles ab.

Es ist wie mit den Kalt- und Offenfrontställen. Wer so etwas in Österreich oder Südbayern baut, muss echt hart gesotten sein. Es vergeht im Winter keine Woche, an der kein Nachbar kommt um zu schauen, ob den Rindern schon die Ohren ab gefroren sind.




Tyrolens antwortet um 02-09-2013 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
...


Hans1900 antwortet um 02-09-2013 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Das ist schwer zu sagen wer das Optimun rausholt, es legt ja keiner seine Finanzen offen, aber wer nichts neues probiert, fällt für mich schon mal durch.


ANDERSgesehn antwortet um 02-09-2013 19:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung

@hans
wenn bei dir ortsüblich körnermais unter rz 290-330 gesät wird,
dann verabscheide dich von den gedanken:
sojadirektsaat in niedergewalzten geblühten grünschnittroggen!

@mf
jemand, der neue waldkultur auf nicht gemulchter fläche setzt,
wird´s vielleicht verstehen!
deine zitierten (problem)ursachen sind nicht primär der art von
bodenbearbeitung zu zuschreiben, sondern am mangelden wissen.
daraus folgt natürlich auch für bodenbearbeitung minderwissen.

tja, sehr gut wissensfundierte leute nehmen ihr unerkanntes
hochdotiertes gut lieber mit ins grab...

lg
ANDERSgesehn.




schellniesel antwortet um 02-09-2013 22:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@hans
Ich grubbere nur 1x! Ein Grund ist auch weil ich sonnst auch wenig Ersparnis zum pflügen sehe! und mit jeder weiteren Bearbeitung auch der Erosionsschutz wenige wird! Ausfallgetreide ist eien teil der Begrünung und ist aufgrund der FF auch kein Problem!

Das sieht zwar aus wie sau aber zum Begrünen reicht das allemal,den Rest ebnet dann der Frost ein! Bzw bei mir im Frühjahr dann die Ke!
Als Ersatz könnte ich da dann auch eine DS sehen!

@tyrolens das ist ein Problem das gerade junge Hofübernehmer oft haben, Jung und voller Tatendrang nur solang sie unter den Fittichen der Altbauern stehen, und das kann bis zum ableben dieser dauern,bleibt vieles um nicht zu sagen alles beim Alten!
Der "jungbauer" ändert dann auch nur Kleinigkeiten (modernisieren) für große Innovationen fehlt es oft an Schneid gegenüber der Eltern und später fehlt es dann auch an Pionieergeist und Motivation weil auch schon die eigene Pension in Sichtweite, dem nächsten Hoferben könnte schon wieder das selbe erfahren...

Ich persönlich habe da Narrenfreiheit da die Eltern nie Lw waren! Weiß es aber noch wie unter der führung der Großeltern war, der Hof war bis zu meiner Übernahme 2005 auf Stand 1955!

Und sehe Gerade da die Herausforderung als Kleiner Hobbylandwirt immer wieder Neues auszuprobieren!

Und für unsere Gegend ist Mulchsaat bereits sehr Innovativ :-)
Man fährt oft ein, aber man lernt draus!

Die wunder im Boden würde ich wirklich gerne sehen! Mit blinden glauben hab ich es nicht so...
Alles was ich nicht mit eigenen Augen gesehen hab fällt mir a bisselr schwer zu glauben!

Ich weiß nicht aber hab schon ein paar tausend Bäume in unberührten Boden gepflanzt!
Auch da klebt die Erde am Spaten.... Wíll damit aber nicht sagen das da Null unterschied besteht dennoch ist dieser zu gering um von einer Umwandlung zu sprechen!

Und Andersgesehen!
Leistungspflügen findet quasi auf den Filetstücken statt von daher alles andere als die Regel!
Flach, leichter Boden!

Das Hardcore Ackerbau alla Gnas und sonstiges Hügelland, wo DS so wichtig wäre, das wird auch nicht leicht für versuche Herangezogen!
Gut der versuch mit der Streifenfrässaat wurde nicht unweit von mir (5km) mit den schlechten Resultaten durchgeführt!...

Es wurde im Zuge der Horsch? Vorführung auch DS durchgeführt nur weiteres sieht und hört man nicht!Und wo das war??

Also wo kann ich DS Versuchsflächen oder praktizierende LW in der südlichen STMK besichtigen!
Flurbegehungen ect durch z.b der Lk STMK??


Is ja nicht so das mich das Thema nicht brennend interessieren würde!

Noch ein bericht von LW.com!

http://www.youtube.com/watch?v=7VM_rBdkFJ8

Ich meine der Mann sagt das was ich mir in etwa denke!
Böden sind vielseitig und unterschiedlich und man muss darauf eingehen!

Mfg Andreas



MF7600 antwortet um 03-09-2013 00:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@andersgesehn
wieso sollte man sich davon verabschieden soja in blühenden niedergewalzten grünschnittroggen zu säen wenn man ortsüblich nur mais mit 290-330er rz anbaut?

nein kein waldboden, sondern no till ackerland, die wenigsten landwirte in österreich haben so etwas gesehen. stimmts?
nein die primäre ursache dieser probleme ist die bodenbearbeitung und eben die folgen davon.
es gibt nur mittel um diese ursachen zu mildern, das fällt unter meinen punkt steigender kosten.

@schellniesel
der mann kennt keine direktsaat, in einigen punkten hat er aber recht- bearbeiten unter feuchten bedingungen.

ich meine in etwa so etwas:
http://www.youtube.com/watch?v=Blxe7S41q9s
http://www.youtube.com/watch?v=nWXCLVCJWTU
http://www.youtube.com/watch?v=aZvW1i8onsg


ANDERSgesehn antwortet um 03-09-2013 08:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@ mais rz & direktsaat in grünschnittroggen
ganz einfach, weil die benötigte wärmesumme zu wenig wird!
anfangs das warten bis der gsr blüht und die darausfolgende
spätere erntemöglichkeit, wenn überhaupt (bio)...
(kenne das system schon seid 1998)

@stimmts?
kenne zuwenige landwirte um eine fundierte aw zu geben.

@primäres problem
das kolletive wissen um nährstoffe ist mit gähnender leere verbunden, leider!
wenn keine institut in ö oder d nicht einmal das freiverfügbare h in der eu
labortechnisch ermitteln kann, wie soll dann die (ideale)
nährstoffversorgung für eine (gesunde) kultur geleistet werden?

... wenn dieses puzzelteil und dessen puzzleteilnachbarn zu uns großflächig vorgedrungen ist,
dann ist zb die x-fache bekämpfung von rgk nicht mehr von nöten!
(aber es wird lieber um metallteile und psm-fibeln bzw. marktschienenmarketing von halbwahrheiten der bioverbände diskutiert .............. )

lg
ANDERSgesehn.

@mf
erzähl mal etwas über deine ernährungsstrategie, wenn deine überseeerträge das/dein ziel ist!/?




biolix antwortet um 03-09-2013 11:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
;-) das Ziel muss sein, fruchtbaren Boden über Jahrhunderte weiter zu erhalten...

lg biolix


Tyrolens antwortet um 03-09-2013 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Das Ziel ist erst mal, den Boden wieder so weit hin zu bekommen, dass auch unsere Nachkommen ausreichend mit Lebensmittel versorgt werden können.

Grünroggen eignet sich sehr gut zum Regulation des Feuchtegehalts des Bodens. Passt der, kann man den Roggen entweder mähen, oder man spritzt ihn ab, je nach Entwicklungsgrad und Bedarf an Mulchmaterial.

Mit Mulch- und Direktsaat tut man sich auf schweren Böden eigentlich am leichtesten. Man erzielt schnell erfolge und hat auch keine so großen Probleme mit vertikaler Erosion.

Ich habe nur Testergebnisse aus Australien, aber dort sind fast alle Farmer von ihrer Grundeinstellung her sehr konservativ. Trotzdem wird dort sehr viel Direktsaat und Mulchsaat betrieben. Das muss kein Widerspruch sein, hängt mehr von den Regeln ab, die gelebt werden.


miky antwortet um 03-09-2013 12:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Welches Gerät passt für einen 90 PS Traktor zur pfluglosen Ackerbewirtschaftung. Würde gerne gewisse Arbeiten ausprobieren, in erster Linie nach Maisanbau würde ich gerne Grünroggen einsäen.
Danke für ernstgemeinte Antworten.


MF7600 antwortet um 03-09-2013 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
biolix und tyrolens haben recht.

@andersgesehn
die blüte vom grünschnittroggen sollte anfang mai erreicht sein, daher ist soja kein problem was die benötigte wärmesumme angeht wenn dort reifezahlen bei mais um 300 angebaut werden können, für extreme standorte gibt es sehr gute 0000 sorten.
wenn man den saatzeitpunkt früher wählen möchte kann man den grünschnittroggen wie tyrolens richtig schreibt nach dem sojaanbau mähen.
@hans 1900
wie gesagt das system funktioniert auch im biolandbau. das einzige was gemacht wird ist säen, begrünung walzen und ernten. hacken und striegeln ist nicht möglich, aber bei der entsprechenden begrünung auch nicht notwendig.
interessant wie sich die sojawurzeln auch an der erdoberfläche im zentimeterdicken mulch ranken.

@andersgesehen
das ziel ist der beste gewinn, maximaler ertrag bei verbesserter pflanzen- und bodengesundheit mit null erosion.
die nährstoffversorgung an sich hat mit pflug oder pfluglos nicht viel zu tun, ausser dass bei der direktsaat der humusgehalt steigt, weniger nährstoffe ausgewaschen werden und die düngung mittelfristig etwas zurückgefahren werden kann.
welche spitzenertäge möglich sind hab ich ja geschrieben.

ja die rgk problematik ist so ein punkt wo gleichgewichte massiv gestört sind.

@milky
ich hab voriges jahr nach körnermais wickroggen gestreut und dann das maisstroh gemulcht, es hat sich bis zum frühjahr ein toller bestand entwickelt.


heribertniessl antwortet um 03-09-2013 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Pfluglos in Kärnten geht nur sehr begrenzt. In normalen Jahren haben wir zuviel Niedrschläge. Im letzten Winter blieb die Frostgare aus. Wir haben die Verdichtungshorizonte einfach gesprengt. Alte Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg sind dazu sehr praktisch, Doch es ist sowie mit der pfluglosen Bodenbearbeitung: "Man muss sich damit auskennen und das nötige Fachwissen haben - ansonst Finger weg!"
Was haltet ihr von unserer Methode den Boden wirklich tief zu lockern?


optimal sind Sprenggranaten etwa dieses Kalibers
 


falkandreas antwortet um 03-09-2013 22:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Nach 10 Jahren no Till standardmaßnahme!


Haa-Pee antwortet um 03-09-2013 23:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
die rapsglanzkäfer problematik ist eher eine witterungsabhängige sache und hat absolut nichts und rein gar nichts mti dem bodenbearbeitungssytem zu tun!

aber manche zimmern sich ihre religion eben zurecht....und sind nur mehr mit tunnelblick unterwegs....siehe no till fetischist MF7600 ..... der vor lauter gewinnmaximierung und zeitgewinn seine persönliche hirn erosion nicht mehr merkt.....


ANDERSgesehn antwortet um 04-09-2013 06:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung

@hape
richtig ist das rgk nichts mit bodenbearbeitung zu tun hat,
falsch ist aber die aussage mit witterungsabhänig, dass
bringt beiden uns der wahrheit nicht näher, leider.

rgk "riecht" zucker! - leider ist die meistverbreitete düngestrategie
ideal, daas (jede) pflanze zucker durch die blattöffnung austreten
läßt und somit zur lockpflanze wird.

ganz einfach, richtige düngung heißt kein zuckeraustritt,
kein zucker ausserhalb der pflanze, keine lockmittel,
kein zuflug von rgk! (könnte man natürlich auch genauer erklären ....)

dass mit den tunnelblick würde ich nicht so sagen,
eher polarisierender idealismus mit leicht mangelnden wissen,
sonst würde er mit fachlich unterlegten, die sache ruhiger und gezielter angehen.

@tyrolens
bei dir riecht man dein verborgenes wissen ;-)

@mf
nicht nach der sojaernte, sondern vor der sojaaussaat, schrieb richtig tyro!
8 von 10 mal erleidet man mit der niederwalztechnik schiffbruch mit rz ~300!
man muß auch dazusagen der minderertrag spiegelt sich nicht im db wider,
sondern ist mit konv. ca gleich auf, dh ca gut 1 t minderertrag.

schade, dass du zum frage "deine ernährungsstrategie" nichts beigetragen hast!
du hast ja auch rüben, salopp wird hier gesagt dass hier ca 10kg freies h am feld bleibt.
wie sieht bei dir die kationen-nährstofferechnung dazu aus?

@miky
für 90ps würde ich 2 maschinen hier vorschlagen.
mf7600´s tandemflex von landwehr oder von australien aitichinson
(type ist mir entfallen, müßte da nachgucken). mit 3m werden hier
90ps aber auch sicher ausgenutzt.

guten morgen
ANDERSgesehn.


ANDERSgesehn antwortet um 04-09-2013 06:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@tyro + schwereren böden geht´s leichter

:)
ja genau sand/schotter-böden neigen (sanft formuliert)
zu dichtlagerungen (vergleichbar mit gerüttelten beton)

dh. die tiefe bodenbearbeitung (durchwurzelung der zf)
funktioniert hier auch nicht mehr, kenne ein dutzend
wenz-jünger, die mit umsetellung auf turiel-verfahren
(luft in den boden) nach jahrzehntblindvertrauend
wenz-marketing wieder (normale) erfolge einfahren!

ackerbau ist sooo vielfältig!




ANDERSgesehn antwortet um 04-09-2013 07:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@tyro + schwereren böden geht´s leichter

:)
ja genau sand/schotter-böden neigen (sanft formuliert)
zu dichtlagerungen (vergleichbar mit gerüttelten beton)

dh. die tiefe bodenbearbeitung (durchwurzelung der zf)
funktioniert hier auch nicht mehr, kenne ein dutzend
wenz-jünger, die mit umsetellung auf turiel-verfahren
(luft in den boden) nach jahrzehntblindvertrauend
wenz-marketing wieder (normale) erfolge einfahren!

ackerbau ist sooo vielfältig!




Tyrolens antwortet um 04-09-2013 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Klar funktioniert die Durchwurzelung, aber das ich nicht ganz einfach und fordert eine entsprechende Fruchtfolge.

Das Hauptproblem sehe ich darin, dass der Markt in Europa keine brauchbaren Fruchtfolgen zulässt. Weizen und Mais sind die cash cows, aber bau mal einer Ackerbohnen an. Soja wird nicht mal weiter gezüchtet und Raps ist auch nicht so einfach...


biolix antwortet um 04-09-2013 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo Anders!

also alles was du auf die "Pfluglosreligion" scvhiebst, gilt genauso für die "Pflugreligösen"... und die sind aber über Jahrzehnte im Vorsprung und schon verdummt worden..

Was den Ertrag angeht gibts genug Studien, das alle 3-4 jahre pflügen bei pfluglos, das Optimum wäre.. Aber warum soll ich unseren gesunden Boden wieder aus den Gleichgewicht bringen, da verzichte ich gerne auf dei 500 bis 1000 kg pro ha, und baue weiterhin Boden und Bodenleben auf..

Gesunde und fruchtbarste Böden sind das Ziel, und das mit dem Pflug zu erreichen wird schwer werden...

lg biolix


Joe_D antwortet um 04-09-2013 11:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Andersgesehen...
so viel bekannt ist laufen gerade mal 4 Turiel-Geräte in Ö.....ein dutzend wenz-jünger die umgestiegen sind auf Turiel ? währ interessant wo/wer die alle sind? ;-)


ANDERSgesehn antwortet um 04-09-2013 11:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung

@jodo
du bist einer davon, der rest ist im gebiet um erlangen.
alleine 8 im letzten jahr, weil wenz nicht funzt!
(dein fast nachbar am hochplateau wird auch folgen,
nachdem die erlanger bei mir waren und seinen betrieb sahen .... )

@biolix
ich bin bewußt auf keiner seite von: pflug, pfluglos und notill,
denn von den astreinen hochjubelnden vorteilen ohne
die kehrseite der medailie zu kennen, halte ich nichts!
übrigens, du läßt ja auch mal gerne deine felder "noch immer" pflügen, zum thema halbwahrheit. ;)
(und ich sehe darin kein problem ...)

@tyro
*g* die pfahlwurzler!
vermarktungsfähig wäre hier luzerne als wiederkäuender veredlungsbetrieb!
welches gen von anderer pflanze würdest du dir wünschen für den neuen soja?

noch immer schade dass keiner zb etwas übers "freie" h-kation sprechen kann/will ...

lg
ANDERSgesehn.




Tyrolens antwortet um 04-09-2013 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Du meinst wohl das Oxonium-Ion.

Müssen keine Pfahlwurzler sein. Soja ist ohnehin ein schlechter Wurzelbildner. Wünschen würde ich mir, dass Soja an unsere Tageslängen und -verläufe angepasst wird.




falkandreas antwortet um 04-09-2013 16:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@biolix. Das man mit Mulchsaat seine bodenlebewesen aufbauen kann ist mir verständlich. Meine Frage? Werden dadurch auch die unerwünschten bodenlebewesen mehr? ( Mäuse Hamster dratwurm Engerlinge.maiszünsler maiswurzelbohrer Erdfloh usw. Die überwintern ja alle im Boden.


MF7600 antwortet um 04-09-2013 18:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@falklandandreas
das war der beweis dass du noch keinen boden gesehen hast der 10 jahre no till bewirtschaftet wurde.
@haapee
so? wie willst du das beurteilen können?

@tyrolens
andersgesehen meint wahrscheinlich die H+-Ionen.
ich hab heuer am 17. juni 0000- soja angebaut, hat sich sehr vielversprechend entwickelt.
stichwort: 2. frucht- in unserer gegend.

@andersgesehn
richtig, das ist salopp gesagt dass 10kg h+ Ionen freigesetzt werden.

die nährstoffstrategie ist vermutlich zu umfangreich um es hier auch noch in einigen zeilen zu formulieren-
wenn no till schon im Ansatz nicht verstanden wird. ;-)
wahrscheinlich wolltest du aber die kalkung ansprechen.
die kalkung sollte in kleinen mengen, dafür öfter erfolgen, einarbeitung natürlich nicht erforderlich.
besonders gut soll schwarzhafer geeignet sein den kalk zu verwerten und in tiefe bodenschichten zu bringen.

du hast dich verlesen, ich hab geschrieben nach der sojaaussaat kann der grünschnittroggen gemäht werden, soll auch bei mais gut funktionieren, werden wir nächstes jahr mal probieren.

das turiel verfahren wie auch das kemink system haben auch nichts mit no till zu tun.

wie tyrolens auch richtig gesagt hat funktioniert es auch auf sandböden.
hier setze ich aber überwinternde zwischenfrüchte ein wie raygras, inkarnatklee, winterwicke, roggen ein.
zwischenfrüchte mit intensiver durchwurzelung und viel wurzelmasse sind hier besser geeignet als nur pfahlwurzler.
ich werde auch bio strip till (nicht strip till)mit meliorationsrettich und ackerbohnen probieren. in einem interessanten versuch mit fast 60 verschienenen bearbeitungs und begrünungsvarianten wurde hier das 2. und 3. beste ergebnis erziehlt.

@biolix
nach 3-4 jahren wieder pflügen- wo das bodenleben gerade in schwung kommt... ;-)

@milky
die tandemflex wird 90ps schon arg an die grenze bringen wenn Kulturen etwas tiefer gesät werden sollten.
aitchison bietet auch brauchbare direktsaatmaschinen an, die mit der leistung ordentlich bewegt werden können.
ich würde mir an deiner stelle auch eine moore ansehen, gibt manchmal günstige gebrauchte am markt.
altmann(der pflügerweltmeister) hat diese direktsämaschinen mal vertrieben. ;-)



MF7600 antwortet um 04-09-2013 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@falklandandreas
das kann in der umstellungsphase durchaus vorkommen, ist aber später weniger problem, weil sich ein natürlches gleichgewicht einstellt. gilt nicht für die intensive mulchsaat, hier kann nicht wesentlich mehr bodenleben aufgebaut werden als mit pflugeinsatz.



biolix antwortet um 04-09-2013 19:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
nabend !

genau lieber mf, darum lassen wir es.. anders ich weiß nicht wo du das her hast.. ???

Wir haben usn vor glaube ich ca.5-6 jahren 1 ha Ackern lassen, die hälfte eines Ackers um zu sehen, ist einer der nassesten von uns, wie sich die Quecke entwickelt, und siehe da, im geackerten ist sie sogar mehr geworden..

Seit dem, heuer das erste mal auf manchen Äckern vom Feldrain einmal weg geackert, weil sich da schon einiges anhäuft von den letzten Jahren bzw. Jahrzehnt.. ;-)
Also lass du deine Lügen und suche dir eine bessere Quellem danke !

ja falkandreas, es werden auch die Beikräuter viel mehr und mehr...oder doch nicht ? hast du eigentlich nur Angst vor Schädlingen, wir haben die Überzeugung das die Nützlinge auf unseren Feldern mehr werden, und das sieht man bis jetzt auch.. ;-)

lg biolix




ANDERSgesehn antwortet um 05-09-2013 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung

@freies h+ ion
das freie h+ ion ist nur für einen sehr kleinen bruchteil einer sekunde
"frei" (vorhanden), denn es bindet sich sehr schnell!
im oxonion ist es vorhanden, richtig tyro.

das problem ist es die funktion der kationen schwächt und die anionen
bindet. für laien verständlicher, kalk, kalium, magnesium usw (alle kationen)
werden ihre bindungspartner (anionen) wegnommen und für die pflanze nicht
mehr verfügbar!

dh. h+ hat ein molares gewicht von ~1g/mol und ersetzt denn sinn von zb
des 100 fache von caco3 ( ~100 g/mol ) oder nitrat ~62g/mol, oder
phosphat ~95g/mol, oder kalium ~39g/mol, oder oder ...

@biolix
auch kein problem wenn du dich ausklinkst.

@mf
mit dem wort soll in deinen letzten beitrag, íst´s genauso wie du über notill-fremde sprichst.
- mit kalk ist nur ein dünger gemeint, alleine kalium
hat hier eine sehr wichtige rolle, aber dass soll mit
den restl. nährstoffen in richtiger realation stehen ................
das die pflanzengesundheit nicht darunter leidet,
ein punkt davon ist die funktion der stomata ...

@walztechnik mit gsr
der sinn des walzens ist, dass die pflanze abstirbt.
dh der gsr muß geblüht haben, sonst steht er wieder auf.
wartet man zu lange, werden die körner ausgebildt und
ist dann in der nächsten kulter als untersaat zu finden,
oder doch als unterdrückende hauptkultur ....

lg
ANDERSgesehn.




MF7600 antwortet um 05-09-2013 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@andersgesehn
was meinst du mit dem wort in meinem letzten beitrag?

man muss eine bodenuntersuchung nach der kinsey- methode machen, dann brauchst du es uns gar nicht so kompliziert zu erklären. ;-)
weiss aber immer noch nicht was das grossartig mit pflug und pfluglos zu tun hat.
denn wenn die nährstoffversorgung optimal ist und du pflügst ists mit dem bodenleben und der bodenbedeckung trotzdem vorbei.

der sinn des walzens ist es mit einer üppigen zwischenfrucht den boden so zu bedecken dass kein unkraut hoch kommt und ein optimaler schutz des bodens vor erosion und austrocknung geschaffen wird. ausserdem ist diese mulchmatte ordentlich futter für das bodenleben, selbst die wurzeln von den kulturpflanzen erschliessen diese mulchschicht und holen sich dort nährstoffe.
konventionell ist diese methode vor der blüte auch kein problem, da mit glyphosat nachgeholfen werden kann, im biolandbau muss, wie andersgesehn schon richtig erwähnt hat bis zur blüte gewartet werden.
funktioniert nicht nur mit grünschnittroggen sondern auch mit andreren winterharten zwischenfrüchten.
wenn der saatzeitpunkt von soja vor der blüte vom roggen sein soll kann man den soja in den stehenden roggen einsäen und den roggen zur blüte mähen.
zu beachten ist auch dass der grünschnittroggen ein richtig mastiger bestand sein soll, eine andüngung mit z.b. restmelasse im frühjahr ist meiner meinung nach von vorteil.
vor mais sind wickroggen oder andere leguminosenmischungen sicher idealer.


biolix antwortet um 08-09-2013 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
hallo !

komisch, ich dachte imemr der anders kann lesen ? wo "klinke" ich mich aus ?

Das du Lügen verbreitest und nichts dabei findest finde ich schade, habe dich immer "anders" eingeschätzt...

Sonst ist aber eh schon das meiste geschrieben, 50 Jahre Pflug bringt man nicht aus den Bauernköpfen, aber wer wirklich mal den Spaten am Traktor mit führt, und auch 2-3 mal pro ha absteigt und Mutter Erde sich mal in 10, 20 und 30 cm ansieht und vielleicht noch etwas probiert bez. versch. Bodenbearbeitungen ( 10% gehören der Forschung sagen innovative Biobauern schon seit Jahrzehnten ;.-) ), der wird merken, das der Pflug in einigen Jahren weit weit nicht mehr den Stellenwert haben kann und wird... ;-)

Einen schönen Abend noch..

lg biolix

p.s jemand oben hat gefragt welches Gerät bei 90 PS.. also z.B beim Eco Dyn ist es überhaupt kein Problem der Zugkraft, weilst ja nur auf 5-8 cm arbeitest, aber das Gewicht des 3m Eco Dyns musst mal daheben, ich habes mit ein 100 PS Agrotron leicht geschafft..


schellniesel antwortet um 02-08-2017 14:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hab den Beitrag rausgekramt um hier zu veranschaulichen was sich bei mir inzwischen getan hat und ich meine eigene Skepsis in sachen Direktsaat überwunden hab.

Heuer hab ich mais zum ersten mal direkt in eine Begrünung gesät.
Es wurde Eien DS Light da mir keine 100% DS Technik zur Verfügung stand.

Also hab ich die Winterbegrünung anfang April mit 2,5l Glyphosat tot gemacht und am 12 April wurde dann gesät.

Hab zum versuch ein paar streifen nicht tot gemacht und daraus ziehe ich nun meine Schlüsse das in Zukunft die Begrünung auch erst nach der Saat tot gemacht wird.

natürlich gibts ein paar fotos dazu...

Mfg Andreas



 


schellniesel antwortet um 02-08-2017 14:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Jugnedentwicklung noch etwas hinter der standartsaat...



 


schellniesel antwortet um 02-08-2017 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
jz kommt die bessere wasserverfügbarkeit voll zum tragen....



 


schellniesel antwortet um 02-08-2017 14:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
das letzte foto zur Kolbenbildung .... Mittlerweile sind wir bei der Milchreife angelang



 


mario31 antwortet um 02-08-2017 16:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
ok richtige ansicht!




 


schellniesel antwortet um 02-08-2017 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Mario

Ja wenn der Woaz genug Licht hat dann versucht er durch viele Kolben das auch zu nützen ;-)

Dafür hat das lichtangebot auch diverse Hirsen und Winden genutzt;-)

Oft Haberts dann aber leider an der Bestäubung..

Mfg


Steira antwortet um 02-08-2017 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo,
Hirse und Winde hast schon extrem drin, das solltest "normal" mit der Psm erwischen, aber as funkt. ja auch nicht immer...
Ich mache es jetzt so:
Im Herbst(August) Begrünung mit Grubber und Apv
Im Frühjahr dann einmal mit Scheibenegge drüber um alles zu zerkleinern
Dann die Saat mit KE und Direktsaatmaschine.

Ohne Scheibenegge bringen wir das übbige Material sowie es 2016/17 war nicht klein, und nur mit Direktsaatmaschine trau ich mich net wirklich......

MFG A STEIRA



 


Vollmilch antwortet um 03-08-2017 08:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo!

Ich glaube der Mais vom Mario ist Bio.

In unserer Gemeinde macht einer auch Direktsaat. Ganz begeistern kann mich das noch nicht. Aber vielleicht braucht das noch ein paar Jahre bis es besser funktioniert.
Gülle geht dann nur mit Schlitzen oder Injektion, oder bei Regen, oder?

LG Vollmilch


schellniesel antwortet um 03-08-2017 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@Steira

Schön das du was in diese Richtung versuchst...

Bist deinen meisten Kollegen in der Umgebung einen Schritt voraus!

Du zeigst auf dem Bild aber schon warum das so nix werden kann!

Wenn sich die Walze hinten zusetzt ist es eindeutig zu feucht! Dann darf man nur mehr so seicht arbeiten das im Bearbeitungshorizont keinesfalls schnierschichten entstehen!

Das gleiche gilt für die scheibenegge im Frühjahr.
Würde diese nur einsetzten wenn ich damit dann ein fertiges saatbett habe!

Und nicht noch hinterher mit der KE drüber muss!

In Sachen Erosionsschutz hilft es auch nicht wirklich viel wenn man 1x in 4jahren nicht pflügt...

@vollmilch

Probieren geht über studieren und ich hab nur einen gekannt der in der Nähe konsequent mulchsaat praktiziert.

Die Felder fallen nach wie vor auf...

Grund is schnell gefunden: er hat den Pflug durch Grubber ersetzt und nicht das System umgestellt.

Mit der Gülle oder wirtschaftsdünger in allegemeinen finde ich eben das nicht einarbeiten als größtes Manko.

Aber auch hier gibt es Mittel und Wege die Emission gering zu halten!

Mfg


Vollmilch antwortet um 03-08-2017 18:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo!

Mulchsaat ist eh klar! Direktsaat ist da noch ein anderes Thema!
Und bei mir passen Fläche und Viehbestand Grad gut zusammen, da ist nicht viel Platz für Experimente.

LG Vollmilch


Steira antwortet um 03-08-2017 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo,
@Andreas
Zur zugesetzten Walze: Hab auf dem Acker ein Eck dabei das immer feucht ist , dort hat sich die Walze dann angelegt, am Rest vom Acker passiert das eh nicht!
Und so wie Vollmilch geschrieben hat, hab auch ich eigentlich von der Fläche her keinen Platz für Experimente.....aber man probiert halt.....

MFG A STEIRA



 


schellniesel antwortet um 05-08-2017 15:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Ja ihr beiden...

Ich werd niemanden dazu zwingen,kann ich auch nicht!

Ich war auch so geht nicht auf unseren Böden usw...

Mich hat es aber halt neugierig gemacht wenn erfolgreich praktizierende Mulch bzw direktsäer Tipps gegeben haben und beharrlich gesagt haben das es geht...

Ich wollte durch Kleinst versuche das beweisen das ich recht hatte..

Das Gegenteil war der Fall es hat mich überzeugt das es der Richtige weg ist.

Ich hab die Tipps beherzigt und noch ein paar eigene Schlüsse gezogen.

Ich kenne die Gegebenheiten von Vollmilch nicht aber die vom @steira kann ich denke ich ganz gut einschätzen.

Ich hoffe das die ertagsverluste durch Erosion und hunusabau euch mit euren knappen Flächen nicht zum Verhängnis wird...

Ich hab meine ersten Versuche auf 20-30a angelegt auf Flächen die zum pflügen a Krampf waren...

Hab somit das Risiko durch ertagsausfall gering gehalten...

Relevanten Ertagsausfall gabs eh nie...

Mfg Andreas


biolix antwortet um 05-08-2017 15:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Servus Andreas !

Gratuliere , gut gemacht !

Du schaffst es auch noch ohne glypho aus zu kommen.. :-)

LG biolix

P.s. trotz Trockenheit oder vielleicht deswegen mit pfluglos und Bio heuer gute bis sehr gute Erträge. ... Das baut auf ! :-)


schellniesel antwortet um 05-08-2017 15:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo!

Ja danke!

Ja auch bei uns zeigt sich Jz der Vorteil des besseren Wasserhaushalts deutlich...

Zwecks glyphosat... ja vl müssen wir ja bald drauf verzichten..

DS wird dann zwar noch ein Stück schwieriger aber nicht unmöglich...

Messerwalze und ähnliches ist allerdings schwierig auf dem extrem kupierten Gelände...

Mal sehen was da noch geht war ja erst das erste Jahr.

Bei Mais bin ich mir ziemlich sicher wird es immer auf DS hinauslaufen.

Getreide und Ölkürbis erfolgt ja nach wie vor in mulchsaat.

Jz gilt es für mich noch untersaaten und fördernde Begrünung zu finden.

Mfg Andreas


biolix antwortet um 05-08-2017 15:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Super.. na bitte.. machen ja bis zu 100% untersaaten seit 17 Jahren, sind sogar heuer da, obwohl nur 2 Mal 20 mm von anfang Mai bis Ende Juni..

Wennst Tipps brauchst jederzeit !

GLG biolix


Vollmilch antwortet um 05-08-2017 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo!

Jetzt mal langsam Andreas! Nur weil man alle 2-3 Jahre den Pflug einsetzt, heißt das noch lange nicht, dass man Humusabbau betreibt oder ein Erosionsproblem hat. Im Gegenteil, auf manchen Flächen brauche ich den Pflug, weil mit jedem anderen Bodenbearbeitungsgerät die Erde nur nach unten wandert.
Natürlich hat man dieses Problem bei Direktsaat nicht. Direktsaat benötigt aber andere Maschinen zur Saat und Gülleausbringung und vor diesen in der Regel mehr als 80 PS. Wenn die Flächenstruktur passt kann man natürlich alles Überbetrieblich machen lassen, WENN!

LG Vollmilch


notiller antwortet um 06-08-2017 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Verfolge die letzten Threads sehr amüsiert, also Vollmilch wenn Du letzten Herbst den Pflug so verwendet hast wie du schreibst dann kannst du mit einer Bearbeitung den kompletten Humusvorrat den du dir vielleicht 10 Jahre aufgebaut hast vernichten- nämlich mit Pflugsohlenverdichtung und verschmieren des Bodens. Dadurch werden anaerobe Bedingungen geschaffen.
Dauerhumusaufbau ist nur mir extensiver Mulchsaat oder DS möglich, wobei der Landwirt immer den Kopf einschalten sollte und die Flächen nie zu nass befahren sollte.- daher reicht auch der vorhandene 80 PS Traktor vollkommen aus, es gibt mittlerweile DS- Maschinen in jeder Grössenordnung und Gewichtsklasse zu kaufen, und der Maschinenpark wird meiner Erfahrung nach eher kleiner und billiger.
Lg Notiller


Vollmilch antwortet um 06-08-2017 10:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hallo Notiller!

Woher weißt du, unter welchen Bedingungen ich im letzten Herbst den Pflug eingesetzt habe?

Im Frühjahr würde bei mir eine Humusbilanzierung durchgerechnet. Da kommen zwar nur theoretische Werte raus, aber die sind bei meiner Betriebsform (Viehhaltung, Feldfutterbau, Zwischenfrüchte) ganz gut. Dieser theoretische Wert wird von den Ergebnissen der Bodenuntersuchungen bestätigt.

Natürlich wäre für den Humusaufbau Direktsaat noch besser, keine Frage.

Was genau ist "extensive Mulchsaat"?

Welche Direktsämaschinen könntest du für 80PS empfehlen, bergauf sollte ich aber auch damit fahren können! Und die Gülletechnik bräuchte ich auch dazu!

LG Vollmilch






mittermuehl antwortet um 06-08-2017 12:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@notiller Etwas Vereinfachen tust du schon. Bei meinem letzen Humusseminar im Frühling war die Bodenbearbeitung einer von vielen Faktoren. Ich würde keinen Pflug nicht verteufeln. Hängt ja davon ab wie tief man damit pflügt und wie schwer der Traktor ist. Dann von der Art der Düngung (Gülle oder Mistkompost). Und natürlich von der Kultur.

Und ob man Bio ist oder nicht. Wandle mal eine dauergrünlandnahe Wechselwiese umbruchlos in einen Acker um bei einem Spritzmittelverzicht....


MF7600 antwortet um 06-08-2017 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
mit dem pflug ist kein wesentlicher humusaufbau möglich, auch nicht mit mulchsaat. erosion ist damit unvermeidbar.
direktsaatmaschinen gibt es für jede ps-klasse.
z.b. atchinson drill.
für die gülle braucht es keine spezaltechnik, nur immer in den stehenden bestand düngen. gülleaufbereitung mit holzkohle, bentonit, milchsäure... ist empfehlenswert.


MF7600 antwortet um 06-08-2017 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@schellniesel
glückwunsch und viel erfolg zu deinem eingeschlagenen weg.


Vollmilch antwortet um 06-08-2017 18:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Ob Humus auf- oder abgebaut wird hängt wohl auch mit der vorherigen Bewirtschaftungsform zusammen. Jede Absenkung der Bodenbearbeitungsintensität wird sich positiv auf den Humusgehalt auswirken und zu einem neuen "Gleichgewicht" führen. Direktsaat ist da sicher Top!

Mit der Gülle hat MF7600 recht, da habe ich nicht weit genug gedacht.

Aitchison-Geräte sind bei uns noch rechte Exoten und die YouTube-videos dazu ein Graus, da werde ich noch nicht ganz schlau daraus. Danke für den Tipp!

LG Vollmilch


schellniesel antwortet um 06-08-2017 20:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Vollmilch

Ja auch mulchsaat hat seine Grenzen in Sachen humusaufbau und erosionsvermeidung, deshalb war es mir klar das DS das Ziel sein muss.

Gerade beim Mais geht das wie gezeigt auch ganz ohne spezielle Technik.

Ich dachte auch immer das man hier Spezialmaschinen braucht ist nicht zwingend notwendig...

Sicher wäre eine eks mit cultorscheiben und scheibenschar für Dünger besser und zusätzlicher Schardruck geht auch ohne allerdings sind dann natürlich Grenzen gesetzt was mulchmasse angeht gesetzt.
Deshalb ist es dann wichtig lebende Wurzeln zu haben die erstens für strucktur sorgen zweitens Erosion vermeiden und drittens eventuell durch ihre wurzelausscheidungen für bessere nährstoffverfügbarkeit bei der eigentlichen hauptkultur sorgen. (Mykorrhiza)

Mfg


Vollmilch antwortet um 07-08-2017 07:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Das Direktsaat bei Mais kein Problem ist, ist mir bekannt. Das Gesamtsystem notill ist für mich aber noch eine Herausforderung!

Bei Mais mache ich seit 25 Jahren Mulchsaat, Erosion gibt es da nur in den seltensten Fällen, da überwiegt der Eintrag von den Nachbarn. ;-)

LG Vollmilch


hans.p(4rs3) antwortet um 07-08-2017 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
also, ich hab mir vor Jahren mal eine Tume gekauft und hab seit dieser Zeit ein kleines Feld total auf No Till umgestellt. Ich muß sagen es funktioniert. Was mich als erstes sehr verwundert hat, war daß der Boden im Vergleich sehr locker ist gegenüber normal bearbeiteten Feldern. Wohl gemerkt ich arbeite seit nun 3 Jahren komplett pfluglos - auch bei Zuckerrübe.
Was natürlich bei der Direktsaat auffällt ist daß die Unkrautflora sich verändert und man hier schon gefordert ist. Ich versuch momentan meine Fruchtfolge darauf einzustellen, bzw. mit Zwischenfrüchten zu arbeiten. Und noch haben wir ja das Glyphosat wenns nicht anders geht!
Betreff Humusaufbau kann ich dazu noch nichts beitragen. Ich hab mir vor 4 Jahren den Humusgehalt um Rahmen einer Bodenuntersuchung untersuchen lassen, hab dazu aber noch keine weitere Untersuchung gemacht. Ich denke das braucht Zeit.
Ich hab mir grad auch die Atchinson Maschine angeschaut - also das Ding sieht interessant aus - Respekt!
Betreffend Mais: auch das hab ich mit der Tume schon probiert. Hat tadellos funktioniert; ist halt eine Drillmaschine, und so muß man mit einer ziemlich willkürlichen Ablage in der Reihe zufrieden sein. Ich hab die Saatstärke um ca. 10% erhöht - im Ertrag gabs keinen Unterschied zur Einzelkornsaat. Bei Maisdirektsaat hast halt immer wieder die Hürde daß die Saatreihe wieder sauber geschlossen wird.
Betreffend Glyphosat, das auch schon angesprochen wurde: ich hab mir im Vorjahr eine Kelly Kettenegge ausgeborgt. Die arbeitet wirklich nur ganz flach (2 bis 4 oder 5 cm), aber das vollflächig. Ich kann mir gut vorstellen daß das eine Alternative für die Zukunft sein könnte. Hohe Flächenleistung bei rel. geringem Treibstoffverbrauch und total flach. Nur kostet das Ding halt so richtig Geld. Das geht für mich nur in Gemeinschaft.


einfacherbauer antwortet um 07-08-2017 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
interessant wären auch hier die fruchtfolgen von den betrieben die bereits no-till betreiben. für mich auch sehr interessant. vorallem im niedrigen ps bereich


Leo1982 antwortet um 07-08-2017 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
@hans.p

Hört sich grundsätzlich in Ordnung an was du da probierst, aber das mit dem nicht vorhandenen Ertragsunterschied bei willkürlicher Kornablage in der Reihe kann ich dir nicht glauben.
Die Standraumverteilung (bzw. der exakt bleibende Kornabstand im Mais ist unglaublich wichtig. Warum wohl soll man mit "normal modernen EKS" nur ca. 7 km/h fahren...




ANDERSgesehn antwortet um 07-08-2017 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Hier mal von mir mais direkt


Mais direkt
 


ANDERSgesehn antwortet um 07-08-2017 19:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Sieht doch gut aus


Mais direkt 2
 


MaEcker antwortet um 07-04-2019 22:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Möchte auch gerne pfluglos arbeiten. Was macht ihr nach Körnermais (Maiszünsler)?


schellniesel antwortet um 07-04-2019 23:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Die Konsequent no Tiller nur winterbegrünung säen...

Nicht mulchen nicht bearbeiten... so entstehen Habitate für natürliche Feinde...

Als gelegentlicher DS wird bei mir (noch) gemulcht, gegrubbert und Winterbegrünt.

Mfg





Bewerten Sie jetzt: Pfluglose Ackerbewirtschaftung
Bewertung:
4.22 Punkte von 9 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;412163




Landwirt.com Händler Landwirt.com User