Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!

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Josua 21-06-2013 20:36 - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Herrliches Heuwetter und ich muss arbeiten gehen und meinem Chef hat
taube Ohren wenn ich mal einige Tage frei möchte und das obwohl
mein Zeitausgleichs Konto überläuft.
Das Verständnis für uns Nebenerwerbsbauern ist in der realen Wirtschaftswelt
arg gesunken.
Auch auf den Feldwegen hat die Freizeitgesellschaft mit Kind und Sportgerät am Wochenende das "sagen".
Wann, wenn nicht am Wochenende soll ich meine Arbeit erledigen.
Auch unsere Kinder haben immer mehr Probleme, zum arbeiten frei zu bekommen.
Ich hoffe es geht Euch besser.
josua


helmar antwortet um 21-06-2013 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Hallo Josua....die Zeiten in denen man kurzfristig Urlaub bekommt sind wohl fürs Erste vorbei. Ich weiß nicht ob du in einem eher kleinen Betrieb arbeitest oder in einem Produktionsbetrieb mit Schichtbetrieb. Tatsache ist dass auch Firmen heutzutage weit mehr planen( müssen) als früher, Verständnis hin oder her.
Ich persönlich glaube dass manche Nebenerwerbsformen auf kurz oder lang nicht mehr aus diesen Gründen funktionieren werden. Wir waren ein sogenannter Nebenerwerbsbetrieb......ich war nach meiner Zeit als Arbeiterin in einem Sägewerk als Betriebsführerin immer am Hof. Allerdings habe ich auch alle Arbeiten, vom Heuen, Silieren( da allerdings hatte ich übern den MR auf den ebenen Flächen Mähwerk und Kurzschnittladewagen) bis zur Holzarbeit gemacht. Und mich gefreut wenn mir hin und wieder mein Mann geholfen hat. Aber auch der mußte seinen Urlaub beizeiten anmelden und konnte nicht spontan frei nehmen. Und eben diesen Urlaub haben wir, je älter wir geworden sind, auch für ein paar Urlaubstage genutzt.
Mfg, Helga


textad4091 antwortet um 21-06-2013 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
So schaut's aus- Je nach Unternehmen isses halt schwer, sich kurzfristig freizunehmen- Is halt für beide Seiten nicht einfach die ganze Sache;
Aber falls sich manche Personen am Wochenende von landwirtschaftlichen Tätigkeiten gestört fühlen- Wie isses denn wenn jemand ein Carport aufstellt oder einfach nur im Garten irgndwas macht, sei es rasenmähen oder vielleicht Brennholz herrichten, gibt's ja auch- Da darf ma auf einmal auch Wochenende werkeln und Krawall machen, aber wehe dem, der am Wochenende mit Erntemaschinen zwischen Betrieb und Wiese unterwegs is; Hinzu kommt, dass es sich dabei ncht selten um Lohnunternehmer handelt, deren Fahrer sich dann gach was anhören müssen^^
Aber rein zwecks Nebenwerwerbsplanung- Dem Problem "I brauch Urlaub dass i daham wos mochn kann" könnte man in Zukunft ausweichen, indem man die strikte Trennung macht: Eine Person geht fix wo arbeiten und eine Person macht dafür den ganzen Betrieb- Lässt sich einrichten und planen, in der Erntezeit isses zwar zweifelsohne Stressig, aber ich denke wenns't jetz dafür Urlaub auch nehmen musst, is der Adrenalinpegel noch weit höher als wenn das jetz einer allein macht, der dann beim Heuen und Silieren hohe Arbeitsspitzen erreicht




lmt antwortet um 21-06-2013 22:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
wenn man nebenerwerb beteibt muss man damit leben das es den chef und kollegen einen sch..ß interessiert obs für dich passt oder nicht
da kenn ich ein ganz junges beisb..ein nebenerwerbler hat sich am letzten sonntag beim heuen zuviel vorgenommen,als es endgültig klar war das mehr als die halbe nacht drauf geht wollte er seinem chef klar machen das ein tag urlaub wichtig wäre ...wie erwartet satz mit ix
also waren kurz vor sonnenaufgang 17,5 h mehr wie am samstag auf dem berifors zähler und gleichzeitig wieder arbeitsbeginn
mfg


0815 antwortet um 21-06-2013 22:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Landwirtschaft ist ein Hobby, warum soll man für ein Hobby frei bekommen? Bekommen andere Arbeitnehmer auch frei, wenn sie einem Hobby nachgehen?
Bitte nicht ernst nehmen die Zeilen!
Leider ist es eben so, dass die Leute in den Betrieben sehr knapp gehalten werden, da geht jeder Mann/Frau eben ab! Auch in den landw. Betrieben werden die Leute immer weniger, Kinder können sich nicht so einfach von der Schule entfernen, ebenso Lehrlinge. Und die Senioren können so nicht mehr. Darum ist der Nebenerwerbsbetrieb im aussterben. Entweder so, oder so! Aber Beides zusammen geht nicht mehr. Gerade in der Viehhaltung sollte ständig eine Person am Hof sein.


walterst antwortet um 21-06-2013 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Vorausgeschickt: Es ist nur eine Vermutung.
Ich denke, es ist nicht unbedingt nur von den Firmen her schwieriger geworden, zur richtigen Zeit und kurzfristig frei/Urlaub/Zeitausgleich zu bekommen, sondern der heutige Nebenerwerbler lebt generell in einer anderen Situation als vor 20 oder 30 Jahren.
Weniger Leute am Hof, die übrigbleibende Arbeiten erledigen und Nachschau halten können, Betrieb trotzdem größer, alle Nachbarn, Nachbarbauern selber im Stress und deshalb nicht zur Aushilfe abkömmlich usw.....

Ich bin sehr froh, dass meine Partnerin einer Halbtagsarbeit nachgeht, die sich derzeit gut mit Familie und Betrieb vereinbaren lässt.


Trulli antwortet um 21-06-2013 23:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Ich habe eigentlich damit immer Glück gehabt!
Zuvor war ich in einer Druckerei (ca. 40 Beschäftigte)...
DIe drei bis vier Tage bei Erntewetter habe ich eigentich immer frei bekommen! Auch kurzfristig!
Mir wurde entgegengekommen, das beruhte auch auf Gegenseitigkeit!
Wenn etwas zu liefern war, oder eine Wochenendschicht zusätzlich eingeschoben wurde, so konnte man sich auch auf mich verlassen!
Leider ging diese Druckerei in Konkurs!
Schade, dachte ich, so ein gutes Arbeitsklima werde ich wohl nicht mehr finden........

Habe aber meine Situation noch deutlich verbessern können!
Fahre jetzt mit dem Milchtankwagen, mein Kollege mit dem ich mich abwechsle ist noch dazu kein Landwirt! Wir teilen uns unsere Arbeitstage selbst ein! Einfach toll, sagen zu können, "geh fahr heute du, ich hab noch das oder das vor......"

Das es aber auch anders sein kann und ist, ist auch klar....
Habe mich bei einer Alteisen und Metallfirma beworben, dort hats gleich geheißen, Urlaub nur Wochenweise mit Voranmeldung!

mfg


biozukunft antwortet um 22-06-2013 07:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Ja leider gibt es einen gewaltigen Strukturwandel. In meiner KG waren früher sicher 10 Nebenerwerbler. Jetzt bin nur mehr ich übrig. Mit der österr. Durchschnittsgröße von 17ha. Alles andere ist aufgenommen von einigen Großen, die zum Melkroboterbetrtieb - mit der BBK-Pröll-Investförderung streben. Die haben zwar auch ordentlichen Erntestreß - aber keinen uneinsichtigen Chef. Das wichtigste ist der Erhalt der Familiengesundheit. Alles weitere muss man halt immer wieder verschieben oder auswärts bzw. mit Nachbarschaftshilfe bewältigen. Bin zwar teilzeitbeschäftigter Beamter - aber vor den Ferien hat auch kein Kollege/in Erbarmen für die Ernte.


Steira antwortet um 22-06-2013 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Hallo,
@Alle
Ja den Stress kenn ich auch wenn man nicht Urlaub bekommt.....
Deshalb hab ich letztes Jahr meinen Vollzeitjob geschmissen, und hab mir einen Teilzeitjob zugelegt, weil´s natürlich auch gerade super gepasst hat! Jetzt ist der große Stress "GottSeiDank" vorbei und ich kann mich neben der Landwirtschaft und neben meinem 20-30 Stunden Job auch noch um Familie kümmern!!!
Wenn man nur mehr Stress hat und keine Zeit zun Erholen, dann macht man irgendetwas falsch, früher oder später merkt man das, sei es bei der Familie weil alle unzufrieden sind oder eben beim Job, bei den Koleggen die dann immer "angefressen" sind weil´st schon wieder frei brauchst!
Ich kann nur sagen das ich jetzt genau das richtige "Mittel" gefunden habe um alles unter einem Hut zu bekommen!

MFG A STEIRA


Bayr antwortet um 22-06-2013 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Servus Josua,

Du sprichst mir aus der Seele, der Freizeitverkehr auf den Feldwegen kostet Nerven.

Doch es gibt auch die andere Sicht : Meine nächstgelegene LaMa - Werkstatt beschäftigt
mehrere Nebenerwerbsbauern. Die wollen jetzt alle zuhause heuen. Verständlich.
Und gerade dann, wenn die treue Kundschaft auch erntet und einen Notfall hat, ist keiner da.
Da liegen die Nerven blank, auf beiden Seiten.

Wir haben inmitten unserer Wiesen mehrere Baggerseen. Die sind genau dann voll,
wenn Erntezeit ist. Wege zugeparkt, Wiesen werden zu Spielplätzen, mit oder ohne Hund.
Da heisst es cool bleiben. Zum Glück hat mein Traktor eine gute Klimaanlage ;-)

mitfühlender Gruss


sturmi antwortet um 22-06-2013 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
"Fahre jetzt mit dem Milchtankwagen, mein Kollege mit dem ich mich abwechsle ist noch dazu kein Landwirt! Wir teilen uns unsere Arbeitstage selbst ein! Einfach toll, sagen zu können, "geh fahr heute du, ich hab noch das oder das vor......"
@Trulli
Ich habe auch Glück gehabt, teile mir einen Silo-LKW mir einem Fahrerkollegen, kann auch, wenn notwendig, Arbeitszeiten tauschen! ;-)
MfG Sturmi






Josua antwortet um 22-06-2013 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Hallo

@ Alle
Keine guten Prognosen, die Ihr uns Nebenerwerbler prophezeit (Aussterben). Ich komme aus Tirol
und 85% der Bauern sind im Nebenerwerb. Sollten nur die Hälfte Euer Behauptungen zutreffen,
wäre das für unser Land ein SUPERGAU (Tourismus). Hoffentlich wachen die Sozialpartner
(ich meine da ALLE-auch die Bauernkammer) endlich auf, um schlimmeres zu verhindern.

Trotz allem einen schönen Feierabend
Josua


lmt antwortet um 22-06-2013 22:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
ich muss zum 15 januar 5/6tel meines jahresurlaubes verplant/beantragt haben(da gibts auch nix zu schieben) ab dem 20 sten verteilt der boss wie er ihn will,dann bleiben noch fünf für sogenannten" notfälle"
wollte ihn kürzlich für einen sieben stunden tag(5.oo-12.30 )überreden ...fehlanzeige ..voll oder gar nicht!!
mfg


Restaurator antwortet um 22-06-2013 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
eigentlich müsste der thread mit dem über die landwirtschaftlichen arbeiten am wochenende oder bis in die nacht zusammengeführt werden.


Fallkerbe antwortet um 23-06-2013 10:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!

Hallo,
es wird sicher von betrieb zu betrieb sehr unterschiedlich sein, wie leicht sich auch der Chef auf sehr spontane Arbeitstagsausfälle einstellen kann. Den willen mal vorrausgesetzt.

Aber eines ist ganz logisch, dem unternehmer ist ein arbeitnehmer lieber, der sich auf den arbeitsanfall in der Firma flexibel einstellen kann, als ein Arbeitnehmer, auf dessen hobby ( oder nebenerwerb) sich das unternehmen einstellen soll.




helmar antwortet um 23-06-2013 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Hallo Restaurator........wenn das Wetter so ist wie vor ein paar Wochen, rennen alle am Wochenende, egal ob Voll- oder Nebenerwerb.
Hallo Josua.....meine persönliche Einschätzung ist dass man auf kurz oder lang ganz besonders in der Tierhaltung überlegen wird müssen wer da am Hof bleibt und wirklich alle anfallenden Arbeiten erledigt, und wer Vollzeit arbeitet. Nur so kann man auf Dauer eventuell einen Betrieb aufrecht erhalten. Und da sollte dann auch das Einkommen das der Hof abwirft zumindest soweit reichen dass diese eine Person, einigermaßen dies für sich beanspruchen kann. Oft ist dies auch die einzige Möglichkeit mit einem Betriebsführer am Betrieb für diesen Pensionsversicherungszeiten zu erhalten anstatt quasi dass einer "doppelt" einzahlt.
Wir selber haben es so gehalten, mein Mann blieb im seinem Beruf, und wir haben den Hof ein-frau-tauglich gemacht. Und wir sind gut damit gefahren.
Mfg, Helga


lmt antwortet um 23-06-2013 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
es ist schon so wie fallkerbe sagt,ich kann mich an eine zeit(monatsgehalt) erinnern da waren wir hobby bauern noch unbeliebter wie jetzt
die zeiten haben sich geändert, inzwischen zahlt er mit stunden lohn jede minute seither gefällt ihm das gegenseite hochschaukeln der "unbedingt nach hause woller"
so haben sich zwei lager gebildet ,die oben genannten und die" mit der bösen frau daheim"

mehr flexibelität kann sich ein unternehmen nicht wünschen da es keine arbeitnehmer vertretung gibt wird gearbeitet so wies die führung will ,egal ob 5 oder ein 12h tag, sonntags/bei jedem feiertag den samstag davor oder danach,an heiligabend usw.
aber trotzdem will ich nicht jammern..jeder ist für seine situation selber verantwortlich
ein acht stunden arbeitstag wäre ja schon fast wie urlaub;-)) jeder hat halt andere ansichten..
mfg


fgh antwortet um 23-06-2013 11:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Hier gibt es viele Probleme:
a) Das Landwirte von der Bevölkerung teils als hochsubventionierte Nichtstuende empfunden werden und dem soll man frei geben auch noch, dafür dass er sich "dämlich" verdient.
b) Das ist glaube ich eines der größten Probleme - es gibt in Firmen kein Backup mehr, auf Deutsch, es gibt keinen Ersatz für den Arbeiter. Geht jemand Urlaub oder ist krank, gibt es aufgrund von zu knapper Personalanzahl keinen Ersatz
Es gibt schon noch Firmen die das respektieren, sogar welche die lieber Landwirte nehmen - nach dem Motto die arbeiten wenigstens anständig und haben ein gewisses Maß an Hausverstand, aber auch dort kann es mit Urlaub manchmal kritisch sein, weil eben kein Ersatz da ist.

Ich persönlich habe das Glück bei einer Firma zu arbeiten die es respektiert und quasi flexible Urlaubstage Teil des Dienstvertrages sind - hatte ich aber vorher auch schon anderes erleben dürfen bzw,. bei der vorhergehenden Firma war auch der drei Monate vorher angekündigte Urlaub nicht denkbar...


Christoph38 antwortet um 23-06-2013 12:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Man sollte das Thema eher von der sachlichen Seite betrachten.

a) Für eine Firma macht es kaum einen Unterschied warum jemand unbedingt Urlaub braucht. Der eine will das Wetter nutzen für eine Motorradtour, der andere Heu ernten.
b) Wer für die Firma mehr leistet wird auch beim Urlaub eher seine Freiheiten haben.

Arbeit bei einer Firma ist ein Geben und Nehmen. Viel verdienen, eine ruhige Kugel schieben und frei nach Beblieben wird unrealistisch sein.


Fallkerbe antwortet um 23-06-2013 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
@fgh
landwirte arbeiten besser und haben mehr hausverstand als andere Arbeiter?
man kann sich ja viel einbilden wenn man unbeding will. aber mit der realität hat das wenig zu tun.

ein "backup" kostet geld und mindert damit die rentabilität.
Daher ist ein zuverlässig verfügbarer Arbeitnehmer erheblich mehr wert, als ein arbeitnehmer, der oft wegen seinem "nebenerwer / hobby fehlt.

Die Landmaschinenwerkstätte ist ein gutes beispiel, dann wenn man die Arbeiter brauchen würde, dann sind die Bäuerlichen arbeitnehmer nicht verfügbar.
Im winter, wenn eigentlich keine gescheite arbeit da ist wollen die bauern freilich keinen tag urlaub nehmen. Da soll ihnen der Chef gefälligst eine arbeit haben. Was je nach branche nicht immer leicht ist.

Und dann hast auch noch solche bauern als kundschaft, ihr mähwerk defekt einwintern, und 1 woche bevor gemäht werden soll bringens sie dir das defekte mähwerk in die werkstätte. Mßt gleich machen, ich brauchs beim nächsten schönwetter.
Das ist auch ein Problem, den inzwischen fast alle unternehmer gegenüberstehen, alles soll sofor lieferbar sein, eine zeitgerechte bestellung- und damit flexibilität für den unternehmer ist heutzutage selten.
Und wenn dem Unternehmer immer weniger fflexibilität zur verfügung steht, dannkann er auch immer weniger flexibilität an seine arbeitnehmer weitergeben.










Fallkerbe antwortet um 23-06-2013 12:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
@christof38
zustimmung


walterst antwortet um 23-06-2013 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
irgendwie wundert mich, dass Bauern/Bäuerinnen überhaupt einen Nebenerwerb kriegen, so wie sie hier von manchem als minderleistende Extrawürschte beschrieben werden.


Obersteirer antwortet um 23-06-2013 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
@Josua Hallo Bin auch im Nebenerwerb habe das Glück einen wirklich verständnissvollen Chef zu haben arbeite im Forst ist sicher nicht das leichteste aber verdienen sehr gut brauch kein Fahrzeug oder Bekleidung wird alles von der Firma bereitgestellt beim Urlaub ist es sehr variabel reicht auch ein Anruf wenns ganz dringend ist auch kurz vor der Arbeit sind zu dritt und die Aussage vom Chef ist meistens wenn zwei sind gehts schon. Gruss Obersteirer


fgh antwortet um 23-06-2013 14:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
@Fallkerbe:
Ist in Ordnung wenn du dich selbst so minderwertig darstellen möchtest - ich kann diese Meinung aber nicht teilen.
Fakt ist, dass sogenannte Balkonkinder keinen Tau vom arbeiten haben und vor allem bei Kapazitätsengpässen für Leistungsspitzen nicht bereit sind - für Landwirte normal Business.
Und traurig aber wahr, bei der Firma bei der ich arbeitete zählt es bei der Bewerbung wirklich als Pluspunkt Landwirt zu sein oder aus der Landwirtschaft zu kommen.


Fallkerbe antwortet um 23-06-2013 15:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
@fgh
ich bin selbständig und Arbeitgeber.

ich behaupte nicht, das die Bauern schlechter arbeiten, oder dümmer sind.
glaube aber auch keine sekunde, das ein nebenerwebsbauer mehr hausverstand oder mehr betrieblichen) arbeitswillen hat, als ein Forstarbeiter, ein Holzfuhrwerker, ein Maurer oder Zimmermann.

Das es Firmenchefs gibt, die LW als pluspunkt sehen mag sicher stimmen.
Andere Chefs werden es wiederum anders sehen.
Arbeitgeber sind auch menschen mit vorlieben und vorbehalten.



lmt antwortet um 23-06-2013 16:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
nach 32 jahren im selben betrieb habe ich schon viele kommen und gehen sehen
könnte romane schreiben über die kapriolen der lehrlinge ,meistens über 20 jahre alt mehrere ausbildungen abgebrochen und absolut keinen bock auf arbeit....das jüngste beispiel hat zwei tage hintereinander selbst entschieden wann er kommt und feierabend macht ,dann aber beleidigt sein wenn er den betrieb nicht mehr betreten darf...davor war er türsteher /barkeeper
fazit: von den stadt/balkon kinder ist wenn du glück hast ist einer von zehn brauchbar
bei den land /bauernkindern wenn du pech hast nur neun von zehn
in meinem betrieb ist es genau so wie fgh schreibt,,das heisst nicht das es überall so sein muss


naturbauer antwortet um 23-06-2013 16:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Ja Helga da reiben sich wieder viele die Hände wenn sie deinen Eintrag hier lesen.


textad4091 antwortet um 23-06-2013 17:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Thaha, zwecks Stadt- vs. Landkinder kenne ich allerdings Extreme seitens der Landwirtschaft, Sohn eines Landwirts sucht Lehrplatz "Wos naaa, um 7 fang i sicher ned scho zu arbeiten an" und wird dabei auch vom Vater kräfitg unterstützt ...
Is eh klar dass es da mehr Probleme in Städten gibt- da wohnen auch mehr Menschen ;))) Die Einstellung zur Arbeit hängt zudem viel weniger davon ab wo man lebt sondern viel mehr von der Erziehung ... Und dass 9 von 10 in der "Stadt" unbrauchbar sind halt ich für eher weniger angemessen- 9 von 10 aus sozial schwachen Familien schon eher ...
Aber das soll ja nicht das Thema sein


sisu antwortet um 23-06-2013 17:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Hallo!
Also ich kenne das auch anders als ich noch Arbeitnehmer war, wenn es mal darum gegangen ist im Sommer länger zu fahren um eine Baustelle fertig zu machen hatten die Nebenerwerbler nie Zeit.
Der Sommerurlaub der Nebenerwerbler waren immer die ersten 3 Juli Wochen wegen der Ernte, außer die Regentage da sind sie plötzlich da gewesen und wollten den Regentag und die 1-2 darauf folgenden Tage arbeiten.
Bei der Rübenkampagne dasselbe Theater keiner der Nebenerwerbler wollte einen Rübenzug haben, weil sie ja selbst im September und Oktober Rüben und Mais ernten mußten. Aber ab mitte Oktober wollten sie dann an Sonn und Feiertagen mit den Rüben LKWs fahren weil das sind ja 100% Überstunden. Ist ihnen aber nicht gelungen da sich im Laufe der Zeit 2 Lager gebildet hatten, jene der Hauptberuflichen Fahrer und jene der Rosinenpecker.


Obersteirer antwortet um 24-06-2013 20:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
@ alle Hallo Kann mich auch noch gut an meine Landwirtschaftsschulzeit erinnern muss sagen das damals sehr viele Betriebe extra um Lehrlinge aus der Landwirtschaftsschule geworben haben,nach einem Gespräch eines Firmenchefs waren die Gründe weil sie einfach ganz anders zupacken als die meisten Stadtkinder natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel aber im grossen und ganzen würde ich es auch so sehen.Mittlerweile gehen meine eigenen Kinder arbeiten und auch hier wurde mir bestätigt das man sofort sieht das die Kinder auch daheim anpacken alleine wie sie die Schaufel oder anderes Werkzeug in die Hand nehmen ,würde aber auch sagen das auch ein funktionierentes Elternhaus sehr viel dazu beiträgt. Gruss Obersteirer


schellniesel antwortet um 24-06-2013 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nebenerwerb: es wird immer schwieriger!
Naja das man wenn man auf einem Bauernhof aufwächst sich etwas leichter tut wenn es ins Berufsleben geht is klar..

Allerdings immer weniger Arbeitgeber haben noch eine echte Freude mit Nebenerwerbsbauern..... Zumindest was meine Erfahrung angeht!
Gründe dafür wurden oben schon genannt!
Arbeitgeber wollen Flexible Arbeitskräfte und das is man als LW oft nicht!

Ich hab in der Fa quasi die Funktion des Springers übernommen den grundsätzlich müsste man bei uns bis mitte Jän auch 80% des Jahresurlaub verplant haben...
Ich mach das nicht und geh wenn es Wetter, arbeit in der Fa und arbeit zuhause irgednwie erlauben....
Passt zwar nicht immer 100% aber man muss eben auch gewisse Kompromisse eingehen...
blöder sind da schon die Überstunden die dann spontan anfallen....

Mfg Andreas


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