Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!

Antworten: 13
ANDERSgesehn 07-06-2013 21:45 - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!

es ist wieder zeit, dass sich einige landwirte sich überlegen
ein eigenes getreidefeuchtigkeitsmeßgerät zu zulegen.

die streuung ist frappierend ...
leider auch die der geichten meßgeräte!!!

wieviel kann ein aufkäufer mit dem gesetzlich erlaubten
toleranzberich eines feuchtigkeitsmeßgerät und den
ebenfalls veralterten roßruckerakter (umrechenfaktor 1,325)
bei einen ha-ertrag von naßmais mit 15t und 31% erntefeuchtigkeit
sich (il)legal zur seite schaffen?

(mein aufhänger hat den ursprung zb in den produkten
von fa. pfeuffer mit den güstigen produkten he lite und he 50
und teuren produkt granomat. letzterer ist das teure produkt,
dass ca da 15-fach vom günstigeren kostet. wie wird der mehrpreis
begründet? - sicher nicht mit der verpackung, sondern mit der
programmierbaren genauigkeit)

lg
ANDERSgesehn.

... wieviel € kann hier ein einkäufer pro hektar (il)legal zur seite schauffeln?




ANDERSgesehn antwortet um 08-06-2013 04:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!

oder soll ich anders fragen?

wieoft kann man sich davon ein ha (kostenlos) dreschen lassen?




Cirsium antwortet um 08-06-2013 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
Hallo anders,
Ich kann dir schon den Unterschied Gesamtabrechnung sagen ( Feuchtmessung, Gewichtsabzugfaktor, Schmutzfaktor, Trocknungskosten)
Mais - Differenz Bayern zu Österreich - Grenzbereich zuzüglich mehr Transportkosten - damit kannst du leicht den Drusch und die Aussaat zahlen,
Kommst in den Zentralraum dann kannst du sicherlich noch mal € 150 dazurechnen

bei Raps sage ich dir den Unterschied Schmutzabzug - Bayern 0,6 - max 1,5 in Ö. ab1,5 % und 4% sind auch nicht selten Also ''erwirbt" der Handel 2 - 3 % von der gesamten Rapsernte ohne dafür jeglichen Aufwand gehabt zu haben.

Und zur hochgelobten "Donau"Soja Zusammenschluss zwischen Handel, Verarbeiter, Bauer
Wer rechnen kann nimmt jetzt seine Sojaabrechnung und wer feucht geerntet hat teilt hier dem Forum bitte den Gewicsabzugfaktor mit. Dieser ist nicht so leicht zum Ausrechnen - ganz gut versteckt aber euch wird ein Licht aufgehen



ANDERSgesehn antwortet um 09-06-2013 14:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!

nach einen tag nur eine antwort. - traurig!

- - - - - -

tja, das vertrauen in gesetzlich geeichte meßgeräte
läßt nunmal sehr zu wünschen übrig, wenn man sich
auf die suche macht, wie der toleranzbereich geregelt
ist.

bei mais und sonnenblumen ist eine abweichung von 5% vom feuchtegehalt + 0,4 zulässig.
nehmen wir an, der mais hat 31% feucht in echt (trockenschrank):

32% x 5% = 1,6% + 0,4 = +/-2% ( wowww!!!)

so kann das geeichte meßgerät 34,0% anzeigen auch wenn er nur 32% hat.
dazu kommt, wie in unseren bereich üblich, +/- 3€/t und pro % feuchte.
dh. 90€ beim ha, dass bei "idealer programmierung" des eichfähigen
meßgerät nur durch die veraltete gesetzliche toleranz der landwirt erleichtert wird.

+2% (anstatt der realen wertes) beim trocken entsprechen
auch nochmal beim bsp aufs ha 36€

und der uraltfaktor nach roßrucker, roßruckerfaktor 1,325
der den entstehenden schwund/verlust durch das trocken
bereinigen soll, der auch irgendwo vorhanden ist und somit
mit dem wahren ursprung berechtigt ist macht nochmal etwas was!

für normal wäre diese rechnung und weitere verluste richtig:
zb: 15.000kg x (100-34%erntefeuchte) / ( 100 - 14%basisfeuchte) = 11.512 kg trockengwicht
aber durchs trockenen vermindert sich die menge durch
bruch, staub, abrieb und ausgasung weiter, prof. roßrucker
hat dazu eine formel erstellt (leider veraltert):

15.000kg(naß) x ( 100 - ( 34%erntefeuchte - 14%basisfeuchte)x1,325) / 100 = 11,025kg trockengewicht

leider ist hier nur ein "natürlicher schwund" von rund 100-120kg
zu rechnen und nicht knapp 500kg, also wird der landwirt, der
seine ware feucht abliefert, im vergleich zu einer getrockneten
ware um weitere 350- knapp 400kg (trocken) pro ha erleichtert.
- letztes jahr war der preis 260€/t trocken sind´s wieder ~100€/ha
der (il)legal verschwinden.

feuchtwareablieferer (mit 32% feuchte) verschenken somit "freiwillig" ~220€/ha !
bei 35% ... 260€ / ha

lg
ANDERSgesehn.

ps: ein naßwarenaufkäufer im bereich von 10.000 t aufwärts
ersteht sich dadurch pro jahr ein nettes mittelklasseauto.

pps: auch bei ehrlichen 14,0% getreide ist es gesetzlich gedultet,
dass das "geeichte" feuchtigkeitsmeßgerät 15,0% anzeigt ........ 8-(






ANDERSgesehn antwortet um 09-06-2013 14:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
wer von euch verkauft naßmais?

(ich will legal mit euch reich werden ....)

:-D :-D (vorischt ironie)

nachdenkliche grüße
ANDERSgesehn.




Restaurator antwortet um 09-06-2013 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
wenn man deinen argumenten nicht strikt folgt, dann könnte man andersgesehen ;) auch sagen: der toleranzbereich kann sich um dieselbe menge / summe zugunsten des landwirts verschieben - oder?


schellniesel antwortet um 09-06-2013 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
Ich weiß ja nicht aber ich zumindest mach schon mal eine Messung vor der Ernte zwecks anhaltspunkt des erntetermins...

Sicher kann der nach der ernte schon wieder ganz anders sein doch bei einer anhalteten Schönwetter Periode sollte das Ergebnis doch Aussagekraft haben.

Auch auf den Anhängern wird eine probe gezogen um wenn es um eigenes getreide geht zumindest die Lagerfähigkeit einzuschätzen!

Beides wird aber auch nicht mit einem eigenen Messgerät durchgeführt aber mit einem unabhängigen ;-)

Und so sollte es dann beim verkauf später net so leicht möglich sein über den tisch gezogen zu werden...

Mfg Andreas









kst antwortet um 09-06-2013 19:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
ANDERSgesehen, wieviele Antworten erwartest du dir bei:
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
Vielleicht interessiert dein Thema niemanden.


ANDERSgesehn antwortet um 09-06-2013 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
@ resti, korrekt! siehe @ chrisi!

@schelli
unabhängiges ist gut! :-)
dann kannst nur einen
trockenschrank meinen ..

@kst
das glaube ich dir sofort!
in einen politik- und ampferzupfenden
bzw distelmähenden versuchten forum
schon leicht mglich.

lg
ANDERSgesehn.


 


schellniesel antwortet um 09-06-2013 20:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
mit unabhängig ist jemand gemeint der nix davon hat wenn er mir ein "optimiertes" Messergebnis bekanntgibt!

Hab auch keine Ahnung was ein Trockenschrank ist?

Vielleicht ist das Messgerät auch so eines??? Jedenfalls muss man da das Getreide in so a Blechkistl reinfüllen-dinkel in spelz z.B. ging damit nicht, weil man das erforderliche Gewicht nicht zusamengebracht hat!

Mfg Andreas


tch antwortet um 09-06-2013 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
Anders.....:-)

Auch Deine Messungen sind nicht unabhängig :-)

Messtoleranzen sind eben zulässig, Das kannst anders sehen, so oft wie Du willst.

Am besten Du verlangst für jede Fuhre Proben von mehreren Labors, und vergiss nicht, die Brückenwaage hat auch einen +/- Toleranz, auch hier im empfehle ich Dir mindestens drei Waagen um den Mittelwert zu bestimmen....

Welches Feuchtemessgerät empfiehlst Du? mit welcher - Toleranz? damit der böse Händler Dir ein Auto schenken kann/muss :-)?

Langsam aber sicher wird offensichtlich dass Du anders bist....:-)

tch


ANDERSgesehn antwortet um 09-06-2013 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
wie es so aussiéht wird das wieder einmal der
letzte beitrag sein, weil sich die diskussion in die typische richtung verläuft.

@schelli
trockenschrank funktioniert so.
gewogene einheit wird unter einer wärmelampe
getrocknet und bis sich das gewicht nicht ändert
(also feuchtigkeitslos ist) beim ununterbrochenen
wiegen, steht die feuchtigkeit fest. genauigkeit
liegt dann bei +/- 0,1% (aber nicht eichbar ..... )
- du wirst warscheinlich mit blechkisterl, das
feuchtigkeitsmeßgerät von max schaller gmbh
einen humimeter fs2 fs3 oder fs4 meinen.
das ist das einzige marktgängige feuchtigkeitsmeßgerät
dass schon serienmäßig für kürbis tauglich ist.

@tch
du hast den letzten gemeinsamen tread noch nicht
verdaut, du bist schlicht weg nachtragend.

lg
ANDERSgesehn.

ps: geeichte (brücken)waage hat nur eine toleranzbereich
vom kleinsten anzeigbaren wert. dh. bei 10kg sprüngen
nur +/- 10 kg. bei 0,5kg dann +/-0,5kg. übrigens bei einer
50t brückenwaage wird vom eichamt, wenn es möglich ist
das gesamte gewicht nur auf einen punkt/eck belastet.




ANDERSgesehn antwortet um 09-06-2013 20:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!

link zum schaller humimeter fs2 fs3 bzw fs4
 


Cirsium antwortet um 10-06-2013 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gesetzlich erlaubte Ungenauikeit bei geeichten Getreidefeuchtigkeitsmeßgeräten !!!
Hallo Andersgesehen

noch ergänzend dazu
wenn du in Deutschland ein Feuchtmessgerät kaufst, muss die Eichung auf Österreich eingestellt werden.
Hat mich etwas verwundert und habe nachgefragt - die Geräte nach österreichischen Norm werden etwa auf ein halbes bis ein Prozent höhere Feutigkeit eingestellt.
Richtigerweise muss man auch dazu sagen -in Deutschland gelten bei Getreide und Mais um ein (halbes) Prozent niedrigere Trockenbasisfeuchtigkeiten.

und zum
nach einen Tag nur eine Anwort - traurig

hier im Forum ist es anscheinend wichtiger welche Felgenfarbe der Traktor hat, als über wesentliche wirtschaftliche Vermarktungsfragen nachzudenken.
Bis jetzt hat ja auch niemand zu meiner obigen Frage antworten können welchen Roßruckfaktor/ Gewichtsabzugfaktor bei Sojabohne der Handel rechnet.

Ist ja jedem sein eigenes Geld, was er weniger ausbezahlt bekommt


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