Benachteiligte Milchgebiete

Antworten: 12
krähwinkler 06-06-2013 16:22 - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
Die oberöst. Milchbauern haben in den vergangenen 5 Jahren gut 20 Mio € Milchbeihilfe bekommen. Das macht den NÖ und ST - Milchbauern schwer zu schaffen.
1. Während die OÖ-Milchbauern ihre Quote überdurchschnittlich um mehr als 6% aufgestockt haben, wird die Quote in NÖ immer kleiner und in der ST wächst sie nur im Ausmaß der behördlichen Aufstockung.
2. Dass der Druck enorm sein muss resultiert aus der Tatsache, dass die Milchbeihilfe in OÖ für die Betriebe über 100.000 Quote von 2 Mio € auf 2,7 Mio € in den letzten 5 Jahren aufgestockt worden ist.

Ein Blick auf das Milchpreisblatt der Bergland macht es deutlich: 1 Molkerei 5 verschiedene Milchpreise in 7 Bundesländern für ein- und dieselbe Milch. Und die Molkerei trägt keine Schuld!



mostkeks antwortet um 06-06-2013 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
Du hast es erfasst. Gratuliere! OÖ ist das Milchschlaraffenland.
LG


freidenker antwortet um 06-06-2013 22:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
@melanchthon

hallo , ich würd mir an deiner stelle einen betrieb in oö kaufen bzw vielleicht kannst einen ergattern auf leibrente im benachteiligten gebiet.

viel glück!

mfg



krähwinkler antwortet um 07-06-2013 08:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
Das Ganze hat ein herbes G´schmäckle. Nicht dass ich etwas gegen Molkereiwechsel hätte, aber die OÖ. Milchbauern beliefern zunehmend bayr. Molkereien direkt. Arbeitsplatzsichernd ist was anderes. Ich schlage die Zuteilung der Mittel - wenn schon - direkt an unsere Molkereien für qualitätssichernde Maßnahmen vor.


pamsti antwortet um 07-06-2013 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
da neid is scho grauslich


krähwinkler antwortet um 07-06-2013 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
Ich bin wohl situiert und würde mit ganz wenigen tauschen wollen. Soviel zu den "niederen Regungen" meinerseits.
Meine Freiheit, die ich mir nicht nur erarbeitet habe sondern die mir auch geschenkt wurde, verstehe ich auch als Auftrag. Ich habe dem Staat viel zu verdanken, und ich möchte, dass er anderen, die seiner Hilfe bedürfen, auch auf die Sprünge helfen kann. Besonders jenen, die im Moment von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht sind.

Und da geht mir der Hut sehr hoch, wenn mir eine/-r flapsig mit Neid kommt!


Berschl antwortet um 07-06-2013 13:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
Die oberöst. Milchbauern haben in den vergangenen 5 Jahren gut 20 Mio € Milchbeihilfe bekommen. Das macht den NÖ und ST - Milchbauern schwer zu schaffen.

Macht bei ca 10 000 Betrieben ca 400€ /Jahr- nett aber auch nicht mehr.

1. Während die OÖ-Milchbauern ihre Quote überdurchschnittlich um mehr als 6% aufgestockt haben, wird die Quote in NÖ immer kleiner und in der ST wächst sie nur im Ausmaß der behördlichen Aufstockung.

Die NÖ Marktfruchtbetriebe wachsen und verdrängen die Viehwirtschaft.

2. Dass der Druck enorm sein muss resultiert aus der Tatsache, dass die Milchbeihilfe in OÖ für die Betriebe über 100.000 Quote von 2 Mio € auf 2,7 Mio € in den letzten 5 Jahren aufgestockt worden ist.

Die Betriebsgröße steigt und damit der Anteil der an großer Betriebe ausbezahlt wird.

Ein Blick auf das Milchpreisblatt der Bergland macht es deutlich: 1 Molkerei 5 verschiedene Milchpreise in 7 Bundesländern für ein- und dieselbe Milch. Und die Molkerei trägt keine Schuld!

Konv., Bio, Zurück z.U., Nichtmitglieder- das noch mal den unterschiedlichen Bundesländern:
Mit nur 5 Preisen kommt Bergland nicht aus.


Cirsium antwortet um 07-06-2013 15:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
an melanchthon -

Arbeitsplätzte -Argument – bist noch nicht angekommen im 21. Jht. ? Es ist gut, dass es keine Grenze mehr gibt. Wie viele pendeln im Grenzraum nach Bayern zur Arbeit aus? Wie weit sind die bayrischen Molkereien entfernt zu O.Ö/Sbg??
Alle Milchlieferanten müssen den Wechsler zu Bayern sehr sehr dankbar sein!!! Seit dem ist wieder mehr Wettbewerb um die Milch jedes einzeln entstanden und der Milchpreis für ALLE gestiegen.
Die großen eigenen bäuerlichen Genossenschaftern hatten ja bis dato ehe nichts Besseres zu tun, als sich gegenseitig im Handel zu unterbieten. Also ist es eh nur gut wenn sie nicht zu viel Milch bekommen!



Cirsium antwortet um 07-06-2013 15:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
und noch was kein cent direkt an die Molkereien, diese müssen ihr Geld schon selbst verdienen

Die Förderung der GVO freien Fütterung gehört aber abgeschafft, wenn dies der Konsument will muss dieserselber bezahlen. Das Geld muss aber im Agrabereich bleiben. zB mehr Grünland Feldfutterförderung


krähwinkler antwortet um 10-06-2013 08:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
@ Berschl
Durchschnitte verwende ich deshalb nicht, weil sich de facto am Quotenmarkt überwiegend die Betriebe über 100.000 als Käufer bewegen. Du hättest den Durchschnitt der Betriebe über 100.000 Quote hier anführen können. Jedefalls bekommt in OÖ, V,T,S der größte Lieferant den höchsten Betrag und der kleinste den geringsten. Es gibt hier weder eine Obergrenze noch eine Degression.

Die oö. Marktfruchbetriebe wachsen ja auch. Wohin verdrängen die wen?

Politikbedingte Marktungleichgewichte sind das Eine, marktbedingte wie GVO-frei, bio, Silofrei etc. das Andere.

Ab 2015 wird es eh eine neue Regelung geben.








krähwinkler antwortet um 10-06-2013 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
Ich schätze die EU und halte den Freihandel für eine Wohlstandquelle, der in Zeiten der Krise unbedingt verteidigt werden muss.

Gibt es öffentliches Geld für GVO-freie Fütterung? Wo, wieviel?

Wenn eine Förderung hinterfragt wird, findet sich meistens ein Betroffener, der sie verteidigt. Damit habe ich gerechnet.

Forderst du eine Umlenkung der Beilhilfen auf das Grünland? Auf zusätzliche, neuangelegte Grünlandflächen in flußnahen Bereichen?

Sollte man sich nicht viel mehr dafür genieren, immer neues Steuergeld zu fordern?




Cirsium antwortet um 10-06-2013 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
Weißt nicht wie in O.Ö. der 1cent Milchgeldaufschlag begründet wird????


krähwinkler antwortet um 10-06-2013 13:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Benachteiligte Milchgebiete
Dein GVO-Hinweis, bei dem du dich jetzt auf dein Nichtwissen zurückziehst, hat mich auf eine Idee gebracht. In Österreich sind ja praktisch alle Molkereien auf GVO-frei umgestiegen. Die nach D liefernden Milchbauern tun das nur vereinzelt (Piding).


Bewerten Sie jetzt: Benachteiligte Milchgebiete
Bewertung:
2.6 Punkte von 5 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;403773




Landwirt.com Händler Landwirt.com User