Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?

Antworten: 38
almfutterflaechen 25-04-2013 22:46 - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Nur gemeinsam können wir gegen diese Ungerechtigkeit vorgehen .
 


cow1 antwortet um 25-04-2013 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Ein grosser Dorn im Auge ist mir : Warum müssen die Bauer auch ihre Förderung ( EBP )hinten lassen die ihr Vieh auf Fremdalmen geben und dann auch noch strafe Zahlen sollten ? Erklärt mir mal bitte wo die etwas dafür können ? Vielleicht gibt es mal eine erklärung direkt aus Wien ( AMA )


Bergsteiger antwortet um 26-04-2013 01:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Die Materie ist sicher nicht einfach und die Regeln wurde mehrmals geändert. Die Rolle der Landwirtschaftskammer und des Landwirtschaft Ministeriums ist sicher zu hinterfragen. Bzw. gibt es eine Mitschuld.

Der Link von almfutterfläche – Wahlkampf für Vorwärts Tirol ist eine Frechheit. Vorwärts Tirol eine Gruppe die noch nie Verantwortung getragen hat, bis auf die liebe Anna Hosp die für die Hypo Verluste als damalige Landesrätin die Verantwortung zu tragen „hätte“, nichts vorzuweisen.

Wenn ein Arbeiter bei seinem Jahresausgleich bei den Werbungskosten Sonderausgaben usw. ein bisschen schwindelt und erwischt wird trifft ihn die volle Härte des Gesetzes mit Nachzahlung und Strafe.

Wenn ein Unternehmer vom Steuerberater beraten (gegen viel Honorar) seine Bilanzen abgibt und bei einer Prüfung Nachzahlungen und Strafen herauskommen interessiert das den Steuerberater überhaupt nicht. Der schlecht beratene Unternehmer selbst ist der Delinquent.

Was ist also bei den Landwirten. Gibt es keine Eigenverantwortung??




Darki antwortet um 26-04-2013 16:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@ Bergsteiger

Der ERSTE vernünftige und wahre Almflächenthread.

mfg


rob98 antwortet um 26-04-2013 22:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@Bergsteiger

Wie schaut aus deiner sicht die eigenverantwortung eines aufzinsers aus?







Bergsteiger antwortet um 27-04-2013 01:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@ rob98

Ich kenne die Details der Landwirtschaftsförderung nicht so genau. Allerdings gibt es heute EDV Möglichkeiten wie Tiris und sogar das Grundbuch wo die Flächen aufscheinen.
Spätestens am Wirtshaustisch wissen manche Bauern auf den halben m2 genau Ihre Flächen (Grünland Wald Almen usw.) Felsen Steine bewuchs ist halt abzuziehen.

Wenn es im KFZ-Bereich , bei Brandschäden, ja sogar für den Wert von Landwirtschaftlichen Höfen gerichtlich vereidigte Sachverständigt gibt, wird es wohl auch bei den Almen möglich sein, dass Sachverständige unter zur Hilfe nahme von digitalen Hilfsmitteln, stichpunktweise Begehungen und eventuell einer Selbsteinschätzung des Bauern realistische Zahlen zustande kommen.

Letztendlich wird immer der Besitzer (oder Pächter) also derjenige der den Förderantrag unterschrieben hat verantwortlich sein müssen. Wenn jemand auf eine Fremd-Alm seine Tiere auftreibt, dann wird’s kompliziert.

Verantwortlich muss aber immer der bleiben, der den Antrag unterschrieben hat bzw. die Kohle einstreift.

An dieser Stelle ist den Österreichischen Bauern einmal zu DANKEN. Die Qualität wie die Landschaft gepflegt wird die Vielfalt erhalten bleibt und unser Lebensraum gestaltet wird ist einzigartig!!!

Vor einigen Tagen hat im Fernsehen eine Salzburger Bäuerin gesagt, dass sie € 10.000,-- zurückzahlen muss und deswegen den Hof zusperren muss. (Das Geld wurde schon in den Hof gesteckt).
Dagegen stelle ich die Situation Arbeiter - Alleinverdiener, verdient nicht schlecht, verheiratet 2 Kinder schulpflichtig, Haus gebaut und gerade eingezogen. Gestern bei einem Unfall Auto geschrottet, Gott sei Dank kein Personenschaden, Sachschaden € 10.000,--.

Wer tut sich nun leichter? Der Arbeiter hat keine stillen Reserven wie Wald oder Grundstücke.



walterst antwortet um 27-04-2013 02:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@bergsteiger

Bitte um einen Hinweis, wo im Grundbuch die Futterflächenanteile einer Alm in AMA-tauglicher Form zu finden sind. Danke!

"Ich kenne die Details der Landwirtschaftsförderung nicht so genau". Du schätzt Deine Kenntnisse absolut korrekt ein.


tiroler antwortet um 27-04-2013 03:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@Bergsteiger
überlege einmal, von den zig tausenden tieren welche in ganz österreich auf almen aufgetrieben
werden,sind auf eigenalmen,oder sind zinsvieh.
ich glaube,den meisten bauern ist die genaue sachlage noch nicht bewust.
lies den artikel unter top agrarnews!!!


Anonymus antwortet um 27-04-2013 12:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Für alle - hier ein wirklich sehr guter Beitrag aus der aktuellen Presse:
http://diepresse.com/home/politik/eu/1395035/Foerderchaos_Bauern-als-Bauernopfer?_vl_backlink=/home/politik/index.do

Und für alle, die das EU-Urteil interessiert - ganze 46 Seiten lang, aber trotzdem lesenswert:
http://curia.europa.eu/juris/document/document_print.jsf;jsessionid=9ea7d2dc30db03dcc8c57b84494c83a1ea8d011eb8bd.e34KaxiLc3qMb40Rch0SaxuLax50?doclang=DE&text=&pageIndex=0&part=1&mode=DOC&docid=73088&occ=first&dir=&cid=1714421


veti antwortet um 27-04-2013 12:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@bergsteiger:
Die Situation lässt sich vielleicht annähernd mit dem Szenario vergleichen: Die Mietervereinigung hilft dir dabei, eine Wohnung zu mieten. Sie überprüfen Zustand, Korrekte Flächenmaße etc. - alles ist in Ordnung. Du hast noch einen Untermieter. Bei der feuerpolizeilichen Überprüfung wird auf einmal festgestellt, dass die Gasheizung gravierende Mängel hat- der Stein ist losgetreten- es wird weiter überprüft, es stellt sich heraus, dass für die Wohnung zu viel bezahlt wurde. Bei der letzten feuerpolizeilichen Überprüfung war aber alles in Ordnung- die EU ist Österreich aber "auf die Zehen gestiegen" da sie draufgekommen sind, dass die Gasthermen in Österreich zu "lax" überprüft wurde. (sagen wir mal, die Geräte, die benutzt wurden, um den Abzug zu überprüfen, waren nicht am aktuellen Stand). Der Untermieter möchte von dir das Geld zurück. Du hast deinerseits aber auch zuviel bezahlt- in gutem Glauben, die Mietervereingung hat ja den Sanktus gegeben (und das mehrmals bei den Verlängerungen des Mietvertrages).

Im Normalfall würdest du jetzt zu dieser Vertretung gehen, dass sie dich unterstützt, das ganze auzubügeln. In dem Fall geht das aber nicht so einfach, weil die Mietervereinigung involviert war beim Abschluss des Mietvertrages und eben diese Mängel nicht festgestellt hat.

Wer hat Schuld- der Untermieter, der die Wohnung immer genutzt hat, aber mit den Verträgen nichts zu tun hatte- aber eben den Untermietvertrag unterschrieben hat, der Hauptmieter, der den Mietvertrag unterschrieben hat, die Mietervereinigung, die "geholfen" hat, oder die Feuerpolizei, die vor kurzem- mit dem alten Prüfgerät- noch ein ok gegeben hat, aber jetzt draufkommt, die Therme ist grob fehlerhaft.

Genau so geht's den Bauern- die Auftreiber sind die "Untermieter" die bei den Überprüfungen und Flächenfststellungen nicht dabei waren, aber jetzt Geld zurück zahlen müssen. Die Almverantwortlichen haben die Anträge gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer gemacht. Eben diese Kammer wäre die Vertretung der Bauern (im Gegensatz zur Mietervereinigung eine gesetzliche mit Pflichtmitgliedschaft). Und die AMA entspricht der Feuerpolizei, die nun einerseits auf andere Ergebnisse kommt als die Mietervereinigung und andererseits die Überprüfungsmethode geändert hat.

Dein Arbeiter im Beispiel ist zwar auch arm dran- aber in der Regel schrottet sich das Auto nicht von selbst.

und nur zur Klarstellung: Großer Fan der Mietervereinigung! nur mit der Analogie haben wir das Problem unlängst ein paar "Urwienern" erklärt.





Anonymus antwortet um 27-04-2013 12:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@ bergsteiger

So kann es jetzt aber auch nicht sein.

Man muss sich schon ordentlich mit dieser Sachlage auseinander setzen.
Es geht hier ja nun nicht nur darum, die Flächen zu kennen. Sondern hier geht es um die grundsätzliche Vorgehensweise der AMA, die Laien an den PC setzt und am Bildschirm anhand teils sehr veralteter Luftbilder Futterflächen vermessen lässt und diese dann als absolute Wahrheit hinstellt.

Wenn man sich mit seinen Liegenschaften beschäftigt, versucht man, diese auch nach bestem Wissen und Gewissen zu bewirtschaften. Dem entsprechend steckt man auch viel Arbeit hinein - zB Ränder bei Waldweiden etc. auszuschneiden, um das übermässige Zuwachsen zu vermeiden und vieles mehr. Auch das kostet sehr viel Zeit und Geld.
Im Grundbuch wirst Du NIE eine Angabe über eine Futterfläche finden, denn diese ändert sich ganz einfach - abhängig davon ob man zB nun Ränder säubert oder gegebenenfalls auch zuwachsen lässt, weil das Teilstück nicht brauchbar oder rentabel ist. Wenn man einen Stall neu baut und dieser größer ausfällt als das alte Stallgebäude, wenn man überhaupt ein Gebäude neu errichtet - das alles wird dann wieder abgezogen. Falls sich jemand die Mühe machen würde und aktuellste Luftbilder und vorallem ein zuverlässiges Messsystem zur Vermessung verwenden würde.

Zudem gibts auch große Probleme mit der Abschirmung. Lärchen- und Kieferbäume werden gleich behandelt wie Fichtenbäume und das obwohl man Rinder bei Lärchen- und Kieferbäumen bis zum Stamm grasen lassen kann.

Weiters werden schon Schatten abgeschirmt - und das obwohl dort wieder kein Baum oder Felsen steht und es sich hier um reine Futterweiden handelt. Schon ein ungünstiger Winkel oder die Sonneneinstrahlung kann in dem Fall schon zu einer Flächenreduzierung von mehreren ha führen.

So gesehen, wäre es Aufgabe der AMA gewesen, die vorgeschriebenen Vorortkontrollen auch tatsächlich regelmässig durchzuführen und - wie in dem Urteil auch gefordert - ein zuverlässiges System zur Vermessung der Almfutterflächen auch tatsächlich einzuführen.

Statt dessen werden diese Versäumnisse nun auf die einzelnen Bauern abgewälzt und man kann sehen, wo man bleibt.

Auch der Vergleich zwischen Arbeiter/Angestellten und Landwirten hinkt etwas. Ein Landwirt bekommt Förderungen dafür, dass er auch diese Arbeit leistet. Denn jeder Landwirt stellt irgendeine Leistung zur Verfügung - egal ob Fleisch, Eier, Milch, Getreide, Gemüse etc. Und glaubst Du wirklich, dass man zB von der Milchprämie leben kann? Wohl kaum, denn viele glauben irrigerweise, dass der Bauer dann auch tatsächlich den €1,19 bekommt, der im Laden teilweise für einen Liter Milch verlangt wird. Tatsächlich bekommt ein Bauer - abhängig an wen er seine Milch verkauft - nur einige Cent, die teils gerade mal ein Drittel vom letztlichen Preis ausmachen. Eh klar, oder? Dazwischen liegen die Abnehmer wie Tirol Milch, dann noch die Lebensmittelkonzerne, die auch entsprechende Spannen drauf haben.
Das gleiche Prinzip kann man ebenso auf Eier, Fleisch, etc. anwenden.
Und von daher kann man eben auch nicht einfach so sagen, dass ein Bauer immer Geld flüssig hat - Reparaturen, krankes Vieh, Grundsteuern, Maschinen die man braucht, Aufforstungen etc - auch das muss bezahlt werden.

Bei einem Arbeiter ist doch auch so - der geht arbeiten und bekommt für seine Leistung Geld. Ob die Löhne nun gerecht sind oder nicht, ist ein anderes Thema, das man aber nicht auf die Bauern abwälzen kann.
Aber auch ein Landwirt muss mit seinem Geld haushalten und das muss ein Arbeiter eben auch tun. Autounfall - geschrottet - tut mir leid.
Aber mal ehrlich - es ist offensichtlich in Tirol immer noch das absolute Muss, dass jeder unbedingt ein eigenes Haus haben muss und das obwohl es auch sehr viele Wohnungen gibt, Häuser zur Versteigerung anstehen, etc.

JEDER und da gibt es zwischen Arbeitern und Landwirten nun mal keinen Unterschied MUSS selbst innerhalb seines finanziellen Rahmens bleiben.

Landwirte bekommen Förderungen als "Gehalt" für ihre Arbeit - so wie jeder andere arbeitende Mensch auch.

Und mal ehrlich - wenn man gerade das Beispiel mit dem Auto hernimmt - wenn der Traktor kaputt geht und zeitgleich das Stalldach, dann wird man das aus den Förderungen heraus auch nicht mehr bezahlen können.

Und als Schlusssatz - muss jetzt jeder Bauer all seine Grundstücke verkaufen und selbst den nicht hiebreifen Wald abholzen, um Geld zu haben? Dann wird es bald nicht mehr viele Bauern geben und ich möchte dann sehen, was plötzlich der Liter Milch im Geschäft dann kostet...

Und die "Schuld" jetzt auf die Landwirte abzuwälzen ist schon recht billig. Denn nur weil es jetzt zu Rückzahlungen kommt, heisst das noch lange nicht, dass das Problem bei den Bauern gelegen hat - denn so taucht das nächste Problem auf, dass plötzlich alle als Betrüger da stehen.
Denn so wird das eigentliche Problem nicht behoben - das System ist das Problem und auch das, dass sich die Republik bis heute nicht "überwinden" konnte, dem Urteil der EU zu folgen. Denn den Prozess hat die Republik zurecht verloren.

MfG




Bayr antwortet um 27-04-2013 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Servus,
da ich selbst Almbauer in Bayern bin, verfolge ich dieses Thema mit Interesse und Erstaunen.

Wieso ist bei Euch die genaue Flächenerfassung der Almen ein Problem ?
Ihr habt doch auch Luftbilder mit eingezeichneten Bewirtschaftungsgrenzen. Oder nicht ?

Unser System nennt sich iBalis ( integriertes Bayrisches Landwirtschafliches Informations-System )
Auf dem Luftbild sind die aktuellen und beantragten Bewirtschaftungsgrenzen (keine Katastergrenzen )eingezeichnet.
Alles, was keine Futterfläche ist, ist klar ersichtlich.

Jeder Antragsteller kann selbst ganz einfach diese Grenzen einzeichnen oder ändern.
Das System errechnet sofort die neue Fläche. Mit dem gleichen System wird auch der Antrag gestellt.
Das aktuelle Luftbild ist von 2012. Ergo: lieber ein ha zu wenig, als ein ar zuviel !

Jeder Antragsteller wurde und wird immer wieder eindringlich auf die Überprüfung seiner Flächen hingewiesen.
Der Antragsteller allein haftet für seine Angaben.

Dadurch ist die Kontrolle der Flächenangaben einfach. Ergeben sich Unstimmigkeiten,die schon auf dem
Luftbild in den Ämtern sichtbar werden, kommt es zu einer ausserordentlichen Vor-Ort-Kontrolle.

Landwirte die Pensionstiere liefern, haben mit diesen Flächenangaben nichts zu tun, die interresiert
nur der Ernährungszustand ihrer Rinder.

Bei falschen Angaben gibts die gleichen Sanktionen nach EU-Recht wie bei Euch.

Gruß



Fallkerbe antwortet um 27-04-2013 14:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Hallo
ein betrieb, der wegen einer Sonderausgabe von 10.000,-- Euro zusperren muß, der war eh längst am Ende. Da ist die Almflächenproblematik sicher nicht die Ursache sondern nur noch der Auslöser, der tropfen, der das fass zum überlaufen gebracht hat.

mfg


Bergsteiger antwortet um 27-04-2013 15:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?

@ bayr

Genau was du aus Bayern beschreibst wollte ich ausdrücken. Es muss doch möglich sein ein funktionierendes System aufzubauen. Was in anderen Ländern und anderen Branchen funktioniert sollte doch auch in A möglich sein.

@ Fallkerbe
So habe ich das mit dem Vergleich der Sbg. Bäuerin und dem Arbeiter gemeint. € 10.000,-- kurzfristig finanziert zu bekommen muss möglich sein sonst is eh zu spät.






Bergsteiger antwortet um 27-04-2013 15:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?

@ bayr

Genau was du aus Bayern beschreibst wollte ich ausdrücken. Es muss doch möglich sein ein funktionierendes System aufzubauen. Was in anderen Ländern und anderen Branchen funktioniert sollte doch auch in A möglich sein.

@ Fallkerbe
So habe ich das mit dem Vergleich der Sbg. Bäuerin und dem Arbeiter gemeint. € 10.000,-- kurzfristig finanziert zu bekommen muss möglich sein sonst is eh zu spät.






sisu antwortet um 27-04-2013 15:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Hallo Bayr!
Wenn DU schon länger hier mitliest wirst ja bemerkt haben das die Österreichischen bauern immer die Opfer und Geschädigten sind.
Wenn man nun einmal falsche Angaben macht hat man eben die Konsequenzen auch zu tragen.



Anonymus antwortet um 27-04-2013 16:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@ sisu

Wenn man aber eine Vorortkontrolle 2010 hatte und bei der gesagt wird, dass man xy ha angeben kann beim Förderantrag, weil diese auch vorhanden sind, dann hat man keine Falschangabe gemacht.
Auch wenn man ein aktuelles Luftbild verwendet stimmen unsere Angaben.
Wenn allerdings die AMA ein 4 Jahre altes Luftbild heranzieht und zudem noch Schatten (die durch Winkel und Sonneneinstrahlung nun mal entstehen) gleich noch großzügig mit herausrechnet, haben wir immer noch keine falschen Angaben gemacht.

Wo ist also das Problem. Jene, die tatsächlich bewusst falsche Angaben gemacht haben, sollen auch tatsächlich sanktioniert werden.

Jene aber, die sich nach dem gerichtet haben, was die LWK und die Vorortkontrolle ergeben hat, sollen wegen richtigen Angaben, aber einem undurchsichtigen und zudem nicht reproduzierbaren Messergebnis jetzt auch Strafe zahlen?!

Und österreichische Bauern sind nicht immer Opfer bzw. Geschädigte. Aber man sollte sich schon etwas damit befasst haben, um zu wissen, was wirklich ab geht.
Ungerechtfertigte Rückforderungen werden keinem gefallen.
Oder würdest Du zB bei einem offensichtlichen Fehler dem Finanzamt auch etwas zurückzahlen, obwohl die den Mist verbockt haben?

@ Bergsteiger - wegen 10.000 Euro wird kaum einer zusperren. Aber ich kenne einige Fälle bei denen es um 35.000 und weit mehr geht. Und das packt auf die Schnelle keiner. Denn weißt Du, wieviel Holz man schlagen muss, um 35.000 Euro zu erzielen? Und ein Grundstücksverkauf geht auch nicht von heute auf morgen - und die Zahlungsziele sind kurz und die Verzinsung, die dann anfällt ist nicht ohne. Von daher bleibt vielen nichts anderes übrig, als zu zahlen und dann den langen Weg über den VwGh zu gehen.

Und noch einmal - wenn jemand bewusst falsche Angaben gemacht hat, soll er das Geld auch tatsächlich umgehend zurück zahlen, denn keiner soll mehr nehmen als ihm tatsächlich zusteht.
Aber ungerechtfertigte Rückzahlungen und nachweisbare Fehler in der gesamten Bemessung soll keiner zu tragen haben!






helmar antwortet um 27-04-2013 16:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Leider wurde zu diesem Thema ein hereingestellter Link sehr schnell wieder rausgeworfen......denn da ist zu lesen dass die Problemetik über viele Jahre bekannt ist, dass die Republik Österreich, bzw. das Landwirtschaftsministerium derselben gegen die EU berufen haben, und diese Berufung abgewiesen wurde.
Das Problem ist durch die heimische Politik hausgemacht........und nicht von außen. Woher kämen denn nun auf einmal die geringeren Flächen? Wohl weil diese eher stimmen....und wenn die Flächen geringer werden und der Viehbestand über CC-Grenzen geht( kann eben wegen der Almen für den Einzelbetrieb vorkommen), ist es auch ein EHP-Verstoß. Und dann braucht sich niemand zu wundern wenn der Teufel los ist.
Mfg, Helga


Paul10 antwortet um 27-04-2013 22:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Wie werden überhaupt Flächen am Steilhang gemessen? Ich hab das mal mit einer Schweizerin diskutiert.
Folgendes Beispiel:An 2 Seiten von einem steilen Berg haben 2 Bauern eine Weide. Der Zaun von beiden Weiden ist jeweils 500 m Nun war früher unter dem Berg ein Bergwerk .Das stürzt ein und die Fläche ist komplett gerade Nun fangen die Bauern wieder an ihren Zaun aufzustellen. Leider sind die nun zu lang Die Zäune überschneiden sich ..... Was müßte ich denn nun für eine Flächengröße angeben? Die vorher 500 m (Mit Grundfläche auf Ebene evtl 250 m?)XBreite Oder die Fläche der Ebene evtl 250 m X Breite? .In der Schweiz wird die Fläche der Ebene angegeben
Hoffe ihr versteht das........
MfG Paul


rob98 antwortet um 27-04-2013 22:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
"Landwirte die Pensionstiere liefern, haben mit diesen Flächenangaben nichts zu tun, die interresiert
nur der Ernährungszustand ihrer Rinder."

Genau darum geht es mir bei uns schaut es nämlich so aus. Meine Tiere gehen den Sommer über auf 4 verschiedene Weiden bzw. Almen ich stelle für KEINE der Almen eine Flächenangabe hafte aber für Fehler der Bewirtschafter und das ist das was mich maßlos ärgert. Der Almbesitzer selber zahlt nur das was er zuviel bekommen hat zurück ich hingegen verliere (wenn die Almflächen samt Heimflächen sich um 20% veringert) meine gesamte AZ und die Betriebsprämie.

Als Auftreiber kann ich mir natürlich im Kagis die Alm anschauen allerdings habe ich keinen Einblick wieviel an Futterfläche beantragt ist. Soviel mir bekannt ist habt ihr in Deutschland was die Futterflächenangabe betrifft ein etwas anderes System glaub bei euch gibt es nicht die Abstufungen in 10% Schritten.

Zu den Büros die Futterflächenangaben erstellen gab es zufällig in unserer Gegend auch, die Futterfläche wurde von Wien aus auf dieser Alm um 30ha! verringert.


@ fallkerbe 10000 Euro sind nicht gleich 10000 Euro es kommt immer auf den Betrieb an ein Milch- oder Mastbetrieb in Gunstlagen nimmt sowas locker in einem Monat ein für einen Bergbauernbetrieb kann das ein Jahreseinkommen sein.

Dieses ganze Almfutterflächentheater trifft vorwiegend die kleinen Mutterkuhbetriebe in den Berggebieten und das die keine Lobby haben sieht man schon an der Abschaffung der Mutterkuhquote.

Es gibt sicher schwarze Schafe unter den Almbauern (wie in jeder anderen Branche auch) das bestreite ich ganz sicher nicht allerdings darf es nicht sein das Auftreiber die keinerlei Flächenangaben machen als Betrüger hingestellt werden.

lg




Bayr antwortet um 28-04-2013 09:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Servus sisu,

ich glaube trotzdem, dass manche Almbauern und alle Pensionstier-Besitzer Opfer und Geschädigte sind.

Mein Gedanke :
Da die Finanzmittel für diese Förderung flächenabhängig von der EU kommen, haben die verantwortlichen
Stellen "wohlwollend", die Flächen nach Brüssel gemeldet.
Somit gab es einen höheren "Finanz-Rücklauf", zum Wohle seiner Almbauern. Gut gemeint.

Ich wette, dass es irgendwo in den Regierungsgebäuden eine Dienstanweisung an untere Stellen gab,
diese Almflächen "nicht päpstlicher als der Papst" zu erfassen.

Jetzt, wo die EU selbst kontrolliert, Abweichungen festgestellt und Sanktionen gegen das Land verhängt
hat, wird niemand mehr zu finden sein, der dafür Verantwortung übernehmen will.

Jetzt werden die Bauern , die sich wissend oder nicht, an diese Praxis gewöhnt haben, zu den
alleinigen Tätern erklärt.
Sie sind jetzt die Deppen, denn sie haben mit ihrer Unterschrift rechtlich gebürgt.

Gruß





helmar antwortet um 28-04-2013 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Hallo Bayr.....treffend beschrieben, und gut gemeint ist nun mal das Gegenteil von gut.......und wie dur richtig schreibst, für die Angaben haftet derjenige der den Antrag unterschrieben hat. Und bleibt übrig.....egal wieviele Kommissionen oder was immer jetzt am Werkeln sind.
Vor der EU-Abstimmung gab es oft sehr skurille Argumente gegen den Beitritt zur EU, wie die Schildlaus im Joghurt, oder auch dass in Italien Rinder nur ein Ohr hätten weil man die als geschlachtet gemeldet hätte und noch immer melken würde uvm. Und wie schauts jetzt in Österreich aus? Sind da am Ende auch Betrüger unterwegs?.......Oder nimmt es jetzt die böse EU genauer als manche gehofft haben?
Oder ist der Versuch, dem politischen Klientel zu"helfen"( weil die ha Summen von Zahlungen in Ackerbaugebieten doch meist um etliches höher sind als in Grünland/Berggebieten) in dieser Frage fürchterlich danebengegangen´? Es wird wohl eine Mischung aus allem sein.
Mfg, Helga


Fendt312V antwortet um 28-04-2013 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Allso Paul10@ sowas ist doch logisch. Die Erde ist nicht größer weil sie bucklig ist. Fläche wird immer in der waagrechten gemessen. Am Hang muss ich immer mehr Fläche übermähen wie es in dem Kataster oder im ÖPUL Antrag ist.
Eines muß klar gestellt werden, die Feststellung der bewirtschafteten Fläche ist mittels GIS leicht feststellbar solange man die Waldränder mit Schattenwurf auf dem Luftbild genau sehen kann. Ansonsten weicht es sofort von der Wirklichkeit ab. Und dies kann der Bauer bei noch so viel Bemühung nicht sicher beurteilen. Hier hilft nur ja nicht zu viel dazu eingrenzen. Was aber auf den Almen der uneinige Brocken ist, ist die Wertigkeit der Flächen in den einzelnen 10 % Schritten. Wenn auf einer Alm mit 150 ha die unterschiedliche Auffassung der Bewirtschafter und der AMA um 10 % verringert wird sind es schon wieder 15 ha die in der Frage stehen. WER HAT HIER RECHT ???? Will man dass wir flächendeckend mit dem Mulcher durch fahren, alle Heidelbeerstauden, Alpenrosen, und alle in Naturschutz stehenden Alpenblumen vernichten? Das ist hier die Frage die die Politik beantworten sollte!!! Um den Almleitfaden zur Festestellung der Futterflächen muß hier diskutiert werden nicht um das GIS System. Wir hatten 2009 eine AMA Prüfung und mußten!! 3,5 ha mehr dazu schreiben, haben 2010 wieder reduziert und jetzt soll alles Quatsch sein. Da kann der Bauer selber gar nichts machen, diese Flächenangaben wurden sowieso von OBEN diktiert. Nur Auftreiber sollen vorsichtig sein die Bewirtschafter und Hirten da zu beschmutzen, das könnte dazu führen dass ihnen das Vieh gar nicht mehr genommen wird. Ohne Förderung wird es uninterressant ein Tier mehr mit zu nehmen wie ha anerkannt werden. Und da fehlen dieses Jahr viele ha was heißt dass die Tiere daheim bleiben können.


helmar antwortet um 28-04-2013 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Da stellt sich die Frage warum wird gealpt?
Weil es gesund für die Tiere ist.
Weil man dafür am Heimgut Futterflächen frei bekommt.
Weil die Tierchen im Sommer außer Haus sind und jemand anderer auf diese aufpasst.
Weil die Tierchen sich am Wandersprospekt so gut machen.
Weil sonst die Almweiden zuwachsen.....(tun sie aber auch wenn diese nicht regelmäßig gepflegt werden)
Weil es Almenbesitzer gibt welche Zinsvieh aufnehmen......
Weil es immer schon so gewesen ist (Tradition)...uvm.

Und jetzt die Frage: angenommen, es gäbe eine Generalamnestie in der Almproblematik, mit der Auflage dass es danach überhaupt keine wie immer auch aussehenden Zahlungen in Verbindung mit Almen gibt, wie wären da dann die Reaktionen von Almbesitzern, Almauftreibern u.a.?
Mfg, Helga


sisu antwortet um 28-04-2013 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Hallo!
Bayr @
Wenn ich meine Unterschrift unter meine Bilanz setze die mein Steuerberater für teures Geld gemacht hat, bin ich in vollem Umfang dafür haftbar obwohl ich absolut nichts von dem verstehe was er gemacht hat.


mfj antwortet um 28-04-2013 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?

@bayr
So wie rob98 schon richtig schreibt - hat Deutschland seinerzeit ein anderes System gewählt.

In Deutschland gibt es Almfutterflächen entweder - über oder unter - 50 % Überschirmung.
Die unter 50 % Überschirmung werden anerkannt die darüber nicht, und aus die Maus.

Das hätte in Österreich seinerzeit bedeutet dass mind. die Hälfte aller Flächen sowieso rausgeflogen wären. Das dazugehörige Geschrei würde jetzt noch als Echo in Bergen zu hören sein...
...aber dazu sagt heute natürlich keiner mehr Piep.

Österreich´s Agrarpolitik hat halt immer ein System gewählt, wo „Ihre“ Bauern möglichst profitieren können (wir hatten noch nie eine Renate)...dass so was auch in die Hose gehen kann – davon will heute natürlich niemand was wissen.
Am wenigstens die, wo seit Jahren aus solchen Systemen profitieren.

Andererseits muss man es auch verstehen – das Almbauern und auch Viehauftreibern dieser Umstand nie richtig bekannt war – und sie haben ihre Einkünfte und Verrechnungen längst mit den Subventionen aller Art „vereint“. Das macht es doppelt schwierig, weil anscheinend bei einigen "Pröpflerbetrieben" die paar Fördereuro über Hü bzw. Hott bei der Wirtschaftlichkeit entscheiden.

Ich bin mir aber sicher, dass Österreich in Zukunft dass „Beste überprüfte“ Almflächenprogramm der ganzen EU bekommt – allerdings mit dem Wehmutstropfen:

„Nicht alle - die Alm(Wald)wirtschaft betreiben, werden auch subventioniert werden...“

...und dass jammern kann dann wieder von vorne beginnen ;-))



Fendt312V antwortet um 28-04-2013 12:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Hallo mfj@ diese 50% Regel würde an dem nicht viel ändern. Was mit über 50 % wegfällt wiegt die volle Anrechnung der nur mit unter 50 % Überschirmung wieder auf. Das System in Deutschland wird sicher auch dran kommen da es zu lasch und ungenau ist gegenüber unserem. Es kommt drauf an mit was es als Überschirmung gilt. Heidelbeerstauden, Almrosen usw. oder Bäume, Latschen, Weiden usw. Das Steine überschirmen könnte auch gelten wenn man ihre Größe definiert. 5 cm oder 50 cm oder 2 Meter. Fragen über Fragen und keiner gibt eine geltende seriöse Antwort. Waldweide gibt es im Westen von Österreich sowieso nicht.


mfj antwortet um 28-04-2013 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?

@ Fendt - man müsste noch ergänzen, dass in D die AZ-Auszahlung auf den Alpen verbleibt, im Gegensatz zu Ö - wo jeder Viehauftreiber die anrechenbare Almfutterfläche in seiner AZ-Berechnung mit auf seinen Betrieb nimmt.
Von der EBP ganz zu schweigen - die es in D nicht gibt.

Sind wir mal froh, dass die 2 "übergeordneten EU Kontrollen" die den ganzen Schlamassel aufgedeckt haben, nicht in Westösterreich stattgefunden haben - sondern in Kärnten und der Steiermark.

Ich möchte nicht die Poitik hören - wenn der Westen von Österreich daran schuld wäre...

...da würde es Peitschenhiebe nur so hageln - dass schwöre ich Dir !!




walterst antwortet um 28-04-2013 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Das Märchen vom Steuerberater, der für nichts haften muss, finde ich echt lustig!

Ich glaube, wenn die Almbauern bei ihren Angaben so viel zusammenlügen würden, wie die Almbauernkritiker hier lügen, dann gäbe es ein echtes Problem.


sisu antwortet um 28-04-2013 14:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
walterst!
Wenn Du Dich ein bißchen auskennen würdest, wüßtest DU das es kein Märchen ist sondern den Tatsachen entspricht.
Noch was ich kritisiere nicht die Almflchen Förderung an sich, sondern das Fördersystem im Allgemeinen. Unter dieses Fördersystem fallen bei mir auch die Mindestsicherungs Bezieher, Langzeitarbeitslose usw.
Wenn heute ein Mindestsicherungs Bezieher falsche angaben zu seinem Einkommen macht muß er etwas falls es nachgewiesen wird zurück bezahlen.
Warum sollte es in der Landwirtschaft anders sein? oder sollte hier wieder eine Sonderregelung wie mit der 12% Mwst. geschaffen werden? Kein anderer betrieb kann sich die verrechnete Mehrwertsteuer behalten außer die LW.
Schau Dir mal die ganzen Ausnahmen an bei Buschenschanken, Heurigen und ab Hofverkauf jedem anderen geweblichen Betrieb würden hier Auflagen gemacht, sodaß nach einer Überprüfunf durch die Behörde nicht einmal mehr 10% übrig bleiben würden.


veti antwortet um 28-04-2013 15:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@sisu- 1. den steuerberater kannst dir aber selber aussuchen- die bauern konnten sich nicht selbst aussuchen, wer die fläche vermisst, die sie dann angeben. und sie konnten nicht mal zur vorsicht weniger fläche angeben, als erhoben wurde- auch das war strafbar.
und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass ein steuerberater, der großflächig mist baut, nicht belangbar ist (in der situation waren wir zum glück noch nicht, hoffe, es kommt auch nicht dazu)

2. das "fördersystem" so zu verallgemeinern entspricht der stronach propaganda... und wenn dann bitte alles mit reinnhmen- familienbeihilfe, kindergeld, schulbuchaktion, schülerfreifahrtsscheine, kostenloser schulbesuch, studienbeihilfe, mehr oder weniger leistbare studienplätze, gesicherte krankenversicherung, wohnbauförderung, staatliche bausparprämie...

der herr berlakovich hat sich bei der eu sehr dafür eingesetzt, dass der anbau von soja als greening anerkannt wird. da ist das alles sehr schnell gegangen. die almsache zieht sich seit jahren hin und keiner der herrschaften rührt einen finger, bis der hut lichterloh brennt





walterst antwortet um 28-04-2013 15:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@sisu
1. Ein Steuerberater haftet also für nichts. Na gut.
2. Rückzahlungen für zu Unrecht bezogene Zahlungen und für falsche Angaben habe ich immer befürwortet.
3. Strafzahlungen sind für mich was anderes als Rückzahlungen
4. Exorbitante Strafzahlungen, Rückzahlungen und Betrugsvorwürfe an Bauern, die nie in unkorrekte Flächenabgaben eingebunden waren, sind für mich noch einmal was anderes.


teilchen antwortet um 28-04-2013 15:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?

@veti
Zu Deinem Eintrag vom 27.04. Um 12.39

Der Vergleich mit der Mietervereinigung hinkt aus zwei Gründen:

1. Die Mietervereinigung hilft grundsätzlich nicht dabei, eine Wohnung zu mieten. Sie hilft lediglich dann, wenn es Schwierigkeiten gibt und bietet Rechtsberatung an, allerdings muss man Mitglied sein und dafür bezahlen.

2. Ein Mieter darf seine Wohnung nicht untervermieten, es sei denn er bleibt selber in der Wohnung wohnen, z.B. er vermietet ein Zimmer an einen Studenten. Somit hat er immer die Kontrolle über die Anlagen in der Wohnung, weil er sie selber nützt.
Vermieten darf nur der Eigentümer einer Wohnung.
Es gibt sehr klare Regelungen über die Wartung der Gastherme, z.B. fällt der Versicherungsschutz weg, wenn etwas passiert. Daher schauen die Hauseigentümer sehr genau darauf, dass der Mieter die jährliche Überprüfung veranlasst.
Wundere mich dass die "Urwiener" Dich da nicht korrigiert haben ;-)

Aber auch ohne die Analogie ist das Problem der Auftreiber verständlich, sie haben am wenigsten Transparenz, was Ihnen jetzt eigentlich zugestanden wäre, und wieviel zurückzuzahlen ist, und das ist sicher aufklärenswürdig.



sisu antwortet um 28-04-2013 15:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Hallo!
Walterst!
Mit Stronach habe ich nichts zu tun, ich stehe mir auch nicht auf die Werte die er vermitteln will.(probiert momentan auch ein andere Partei die will auch Werte vermitteln bei der Einbürgerung)
Im Detail kenne ich mich hier nicht aus aber mein Grundgedanke war wenn ich heute jemanden sei es nun aus Betrügerischer Absicht oder weil sich der Geometer vermessen hat 1000 qum Baugrund verkaufe, und sich dann heraus stellt es waren in Wirklichkeit nur 928 qum, es für mich selbstverständlich ist den Differenzbetrag zurück zu zahlen.
veti!
Wenn die Situation schon Jahre lang bekannt ist, warum wurde dann weiter das Geld genommen und jetzt wird sich darüber gewundert das zurück bezahlt werden soll.


Fendt312V antwortet um 28-04-2013 16:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Allso sisu@ bei diesem Thema kennst dich überhaupt nicht aus um was es geht. Keiner hat hier in betrügerischer Absicht Geld genommen. Die Flächen wurden von höherer Stelle vorgegeben und von Prüfern bestätigt. Jetzt sollen diese Angaben auf einmal nicht mehr gelten. Wo ist hier Betrug? Dein Beispiel mit dem Bauland ist sowieso der gleiche Schmarren, entweder wird die Grundparzelle verkauft ohne Gewähr von Größe usw. oder es wurde vorher vermessen und neu parzelliert. So ergibt sich in der Praxis deine gestellte Sitution gar nicht.


veti antwortet um 28-04-2013 16:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
telichen- ja mit der freiwilligen mitgliedschaft und dass sie nicht helfen eine wohnung zu mieten, hast natürlich recht. genommen hab ich das beispiel, weil im fall der almen die vertretung gleichzeitig als behörde fungiert hat. (wobei natürlich der unterschied, dass lwk gestzliche vertretung).

untervermieten von gemieteten wohnungen kommt sehr wohl vor (ob jetzt rechtlich ok...?? problem derjenigen, die da drin wohnen)
gasthermen- ha, schön wär's. da kann ich dir genug beispiele geben, wo das nicht der fall ist.

mit dem beispiel haben die "urwiener" die problematik verstanden- auch wenn klar ist, dass das in realität nciht vorkommt.



walterst antwortet um 28-04-2013 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
@sisu
Du musst Dich nicht wiederholen Sisu, es merkt eh jeder, dass Du keinen Tau hast, worum es geht.


Wenn Du 1000m² verkaufst und man kommt drauf, es waren nur 928m², dann wirst Du für 72m² zurückzahlen und vielleicht freiwillig eine Flasche Wein zur Wiedergutmachung.
Du wirst aber wenbig Freude haben, wenn der Fehler nicht bei Dir lag und Du für 2500m² "zurückzahlen" sollst, obwohl Du nur 1000 verkauft hast. Das schau ich mir an, wie ruhig Du bei einer solchen Forderung bleiben würdest.


Josefjosef antwortet um 29-04-2013 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Serwus,

dem Walterst muß ich vollkommen Recht geben.
Das System hat vollkommen versagt. Die Bauern sind nun die "Dummen"
Die Umstellung auf Betriebsprämie hat auch dazu beigetragen, dass die betroffenen Bauern teilw.mehr zurückzahlen sollen, als sie überhaupt als Förderung erhalten haben.
Es ist einfach nur krank, dieses System.
Jeder Steuersünder in Österreich hat bei Problemen mit dem Finanzamt mehr Rechte
als die Bauern bei den sogenannten "Förderungen"
Das alleine spricht für sich!
Niemals würde das Finanzamt auch nur annähernd hohe Forderungen an einen Steuersünder stellen, wie es die AMA tut. Und dass, obwohl die meisten der Bauern unschuldig hier zum Handkuss kommen.
Pfui Teufel, scheinheiliges AMA- und Landwirtschaftsministerium-Pack!!!


helmar antwortet um 29-04-2013 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Hallo Josefjosef...auch wenn du den Teufel bemühst......die Antragssteller haften mit ihrer Unterschrift. Aber richtig ekelhaft an der ganzen Sache ist, dass in Österreich die (Agrar) Politik nicht sofort reagiert hat als es seitens der EU erste von dieser festgestellte Differenzen gab. Man setzte aufs aussitzen.........
Mfg, Helga


Bewerten Sie jetzt: Auch TIROLS ALMBAUERN sollen zahlen ?
Bewertung:
4.75 Punkte von 16 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;398628




Landwirt.com Händler Landwirt.com User