Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund

Antworten: 45
walterst 12-04-2013 09:10 - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Den Almbauern reicht’s: Marsch auf Wien
12.04.2013

Protest. Wegen der Rückforderungen von EU-Geldern machen Salzburger Landwirte jetzt ernst mit ihrer Drohung. Der ÖVP-Bauernbund will nächste Woche gegen seinen eigenen Landwirtschaftsminister in Wien demonstrieren.

Anton KaindlThomas Auinger Salzburg, Piesendorf (SN). Unangenehme Post von der Agrarmarkt Austria (AMA) bekommen viele Almbauern. Weil in vergangenen Jahren Almflächen angeblich zu großzügig bemessen wurden, werden Förderungen zurückgefordert. Einige Tausend Euro im Einzelfall sind keine Seltenheit. Betroffen sind nicht nur Almbesitzer, sondern auch „Auftreiber“, also Landwirte, die im Sommer Vieh auf fremde Almen bringen.

Grundlage für die Rückforderungen sind digitale Luftbilder. Die Bauern argumentieren, Weideflächen ließen sich damit auf großen Almen nicht auf den Hektar genau feststellen, seien oft schwer zum Beispiel von Almrausch oder Latschen zu unterscheiden. Sind die Abweichungen geringer als sieben Prozent, werden die Bauern direkt informiert. Sind sie größer, wird das den Bezirksbauernkammern mitgeteilt. Dort herrscht Hochbetrieb: Innerhalb weniger Stunden werden oft Dutzende Einsprüche produziert. Die Bauern argumentieren, die Verantwortung für das praktizierte Berechnungssystem liege beim Landwirtschaftsministerium. Also letztlich bei Minister Niki Berlakovich (ÖVP). Der Bund müsse für die Rückforderungen seitens der EU-Kommission geradestehen.

Kammerrat Anton Wallner aus Rauris, die Mittersiller Kammerrätin Alexandra Lemberger und die Piesendorfer Ortsbäuerin Claudia Entleitner sagten am Donnerstag in Pie-sendorf: „Wir haben die Schnauze voll.“ Wallner: „Wir haben zwei Mal mit dem Minister verhandelt und fühlen uns gepflanzt. Nach Teilerfolgen kriegen wir immer wieder ein neues Hackl ins Kreuz. Berlakovich versteht unsere Probleme nicht.“ Der burgenländische Minister setze sich nur für die Ackerbauern in Ostösterreich ein. „Deshalb ruft der Bauernbund zu einer Demonstration in Wien auf und organisiert sie auch“, sagt der Rauriser Bauer. „Alle Almbauern und Sympathisanten sind dazu eingeladen.“ Wahrscheinlich finde die Kundgebung kommende Woche vor dem Landwirtschaftsministerium statt. Ob auch Traktoren auffahren, wisse er noch nicht. „Wir fordern, dass wir nichts zurückzahlen müssen und dass ein praxistaugliches Bemessungssystem eingeführt wird. Einen Entwurf dafür haben wir.“

Wallner schätzt, dass allein in Salzburg über 2000 Almbauern von Rückzahlungen betroffen sind. „Dabei haben wir immer nach den gültigen Richtlinien berechnet. Es gab Kontrollen. Alles hat immer gepasst.“ Dann kämen neue Bemessungsmethoden und man solle für vier Jahre zurückzahlen. „Das geht auf keine Kuhhaut.“


Christoph38 antwortet um 12-04-2013 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Habe ich auch gelesen.

Eines der Grundübel bei der Almproblematik besteht darin, dass zB Tierprämien wie für Stiere auf die einheitliche Betriebsprämie umgelegt wurden und dabei Almflächen 1:1 mit Heimgutflächen in die Berechnung einflossen.

Bei mir waren die Tierprämien ca. zu 80% auf Basis der Futtergrundlage des Heimgutes, jedoch bei der Betriebsprämie zu 50% auf Almflächen entfallend. Habe damals bereits Berufung erhoben wegen nicht sachgerechter Zuordnung: alles zwecklos

Die allgemein bekannte niedrigere Produktivität von Almflächen hat keinen interessiert.


mitmart antwortet um 12-04-2013 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
"Weil in vergangenen Jahren Almflächen angeblich zu großzügig bemessen wurden, werden Förderungen zurückgefordert. "

Hat gegen die zu großzügige Bemessung auch jemand demonstriert?



biolix antwortet um 12-04-2013 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Hallo Mitmart !

wer hat die "Großzügige Bemessung" gewusst ?? Digitalisiert wurde wohl von den Bauernkammern wie sonst überall auch , oder ??

lg biolix


walterst antwortet um 12-04-2013 10:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@mitmart
ich weiss nicht, wie gut du über die Materie informiert bist. Es geht um die Einschätzung der Futterfläche auf gegebener Gesamtfläche. Ich lege nicht für jeden Einzelnen die Hand ins Feuer, aber die Bemessung erfolgte aufgrund von Daten der Agrarbehörden oder sogar zwingend nach Kontrollergebnissen der AMA, die dann bei späteren Kontrollen plötzlich bei weitem nicht mehr gepasst haben. Viele tausend Auftreiber, die nicht Almbesitzer/bewirtschafter sind, haben überdies gar keinen Einfluss auf Flächenangaben und werden trotzdem dafür abgestraft, ohne überhaupt einen Euro zu viel kassiert zu haben.

NUr ein kleines Einführungsbeispiel auf einer Heimfläche: Ich habe eine Weide mit ca 3 ha. Der Zugang zur Weide ist etwas Trichterförmig und beim täglichen Kontrollgang mit Traktor/Auto rennen die Tiere mir in diesem Trichter entgegen.
Würde eine Kontrolle nach einer regenreichen Woche Anfang Juni stattfinden, würden dort etwa 20 ar ohne Bewuchs aufzufinden sein und daher eine massive Abweichung meiner Flächenangabe. Ebenso an einem Kontrolltag in einem feuchten Oktober.
Bei einer Kontrolle am 10. Mai oder 10. September würde dort ein starker Aufwuchs stehen.

Ist das nun eine Futterfläche oder nicht?


mitmart antwortet um 12-04-2013 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@ biolix Ja wer hat davon gewußt? Ist sicher ne schwierige Frage, aber doch denke ich das ein Großteil zumindest seine eigenen Flächen weiß und massive Abweichungen sehr wohl bemerkt und sich freut wenn die so blöd sind und zuviel zahlen.

@ Walterst danke für deine umfassende Antwort und dein Beispiel.


Christoph38 antwortet um 12-04-2013 11:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@ mitmart
die Almflächensache hat nicht unbedingt mit zuviel bezahltem/erhaltenem Geld zu tun

ein Beispiel:
1 Bauer hat im massgebenden zeitraum 2000-2002 für Stiere 6000 Prämie erhalten
seine Futterfläche war 20 ha Heim und 40 ha Almfläche

Folge: Betriebsprämie 6000/60 ha = 100/ha

Kontrolle: ergibt dass nach neuen Richtlinien nur 20 ha Almfläche als Futterfläche gelten
Folge: der Bauer sinkt auf eine Prämie von 40ha mal 100= 4000 und steht als Förderungsbetrüger da, konfrontiert mit Rückzahlungen

Richtig ist: wäre die Futterfläche bereits 2000 bis 2002 nach den strengeren Kriterien erfasst worden, hätte der Bauer 6000/40 ha = 150/ha Betriebsprämie, also immer 6000 kassiert und nie eine Flächenabweichung, weil er immer 40 ha Futterfläche hatte und nie eine Verminderung eintrat.


biolix antwortet um 12-04-2013 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Hallo Mitmart !

also das zeigst mir.. kannst du echt deineFlächen zu plus minus 10% sagen ? ich nicht.. und viele andere auch nicht.. darum waren auch bei den Digitalisierungen so viele Abweichungen.. und bei Almen stell ich mir das noch viel schwieriger vor, bei den kleinen Steinen, Latschen etc. die jetzt anscheinen rausgerechnet werden müssen udn eben früher nicht, also du hättest das gemacht wenns bei der AMA Kontrolle noch gepasst hat ??

lg biolix


textad4091 antwortet um 12-04-2013 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Es kennt sich halt keiner so richtig mit den Luftbildern aus bei der Bauernkammer; Und welche Anforderungen die AMA an ein Luftbild hat zewcks Genauigkeit, na heama auf ... Es läuft zumeist drauf hinaus, dass das alte System wo Almen nach aufgetriebenen GVE gefördert wurden, doch weniger Fehleranfällig war, siehe z.B. Waldweiden, auf'm Luftbild hast davon genau gar nix; Und beim aufstöbern diverser Futterlager anhand eines Luftbilds sind's eh Profis, wenn scho ein vorübergehender Stroglagerplatz oder auch SIloballen im Winter beinahe Probleme machen^^
Am Rande noch dazu, schreib ich halt mal in jedem Beitrag rein, nur zur Information wie gut nach dementsprechenden Vermessungskeuten gesucht wird; Soll keinesfalls das AMS schlecht machen sondern eher den Auftraggeber für die Almvermessung ... Siehe Link

 


Woodster antwortet um 12-04-2013 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Ich bin fördermäßig eine Mickymaus. Dennoch hat die Kammer bei der Digitalisierung nachweisbar einen Fehler gemacht. (meine Fläche mit angrenzender gleich großer Fläche vertauscht)
Obwohl die Fläche eh da ist, also nur ein Irrtum der Kammer bei der Digitalisierung vorlag, hilft dir hier kein Schwein. Auskunft Kammer: Man unterschreibt ja für die Richtigkeit - daher keine Haftung der Kammer.
Die AMA rührt trotz Einspruch und Urgenzen kein Ohrwaschl...

Die Kammer ist nicht zuständig, obwohl sie diese Dienstleistung mir gegenüber als Zwangbeitragszahler geleistet hat... Jeder Dienstleister haftet normalerweise für seine Arbeit.
Bürokratenabkassier- und dann keiner ZuständigStadl zum Quadrat.
Mir ists wegen der paar "Netsch" wurscht.
Wenns aber um größere Beträge geht, muss einem ja der Kragen platzen...


walterst antwortet um 13-04-2013 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Hatten die angeblich schlampigen Almbauern da auch ihre Finger dabei?
 


dahans antwortet um 13-04-2013 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Der Bauernbund kann doch nicht den Schwindel unterstützen , kommt mir fast vor wie bei der Immofinanz ! Was wägt ,das hatts ,scheinbar ist die Ehrlichkeit auch unter manchen Bauern verloren gegangen ! Bei meiner Ehr !


mfj antwortet um 13-04-2013 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund


...unsere Alm-Psychologen haben wieder das Wort...und machen Täter zu Opfern !

Den Gipfel schießt allerdings wieder „Walterst und Woodster“ ab.

Walter meint sogar – „wir“ müssen Geld zurückzahlen dass wir nie bekommen haben (Fegefeuer für nicht begangene Taten ;-), und Woodster hat noch nie was von einer Plausiprüfung gehört.
Digitale Übernutzungen gehören der Vergangenheit an.
Beide Beispiele gehören in die „Lach- und Sachgeschichte“ für die jüngsten Maus-Liebhaber.

Da ist der Biolix diesmal geradezu noch harmlos...wenn er 10 % Flächenausmaß zu hoch - als Bagatelle und „Linsentrübung“ sieht.
Von Überschirmungsgraden in 10 er Schritten hat ein „Almrotierender Biofunktionär“ eben keinen Tau ;-))


Aber... und hier gebe ich dem zuständigen Ministerium echt die Schuld.
Der gültige Almleitfaden der für die Förderabwicklung der EU vorgelegt wurde, war in seiner Auslegung und Definition eine „Lausbuben-Arbeit“ unterster Qualität.
Der damalige Fachauschuss sollte dafür abgewatscht werden, zur Ausführung würde ich "muk" vorschlagen.


Und dann kommt was kommen muss...und wenn´s noch so übrig wie falsch ist:

...ein anonymer Schreiberling (...mit bäuerlichen Hintergrund) schreibt im letzten „Blick ins Land“... Westösterreichische Almbauern haben´s verbockt.
Hier wurde beantragt was das Zeug hält...OÖ und NÖ haben dagegen den Ehreneid der Richtigkeit abgelegt.

Lieber Schreiberling – falls deine Brille es zulässt, die maßgeblichen EU-Kontrollen die zu dem Almförder-Debakel führten, fanden in der Steiermark und in Kärnten statt.
Und das Problem hieß Wald-Weide !!!
Wenn auf 100erten ha von Bundesforsten eben nur mal 7 Stück Jungvieh weiden können, die bei der Kontrolle nicht mal auffindbar waren (!!!) spricht das Bände - und hat mit einer vernünftigen Almweide bzw. Beantragung nichts mehr zu tun.
Darum Fakten vor Lügen !!

Und als kleine Zusatzaufgabe möchte ich noch einen Geographie Test der Volksschule anhängen:

Steiermark und Kärnten werden zu Westösterreich gerechnet.
Richtig oder Falsch ?
Trefferquote 50 %

Antwort - bitte im nächsten "Blick ins Land" !

(...diesmal bitte auch ohne Namen - es könnte nämlich peinlich werden ;-)






walterst antwortet um 13-04-2013 09:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Gut. Der eine sieht in betroffenen Almbauern zu 100% Täter, also Betrüger. Ohne Recht auf die Unschuldsvermutung.

Ich sehe es anders und vernehme keinen Grund, von meinem Standpunkt abweichen zu müssen.


Tyrolens antwortet um 13-04-2013 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Biolix, unsere Flächen kann ich dir sehr genau angeben. Wurde alles vermessen und zwar per GPS.
Denk mal nach, eine Abweichung von 10% auf einem 1 ha Acker sind 1.000 m², das ist eine Fläche von 10 mal 10 Metern!

Schuld ist wohl derjenige, der die Anträge ausgefüllt hat. Trifft also fast immer die Kammern. Das ist der einzige Grund, warum die jetzt so einen Aufstand machen.


atj1 antwortet um 13-04-2013 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
1und 1 ist 2
mfg atj


biolix antwortet um 13-04-2013 12:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Hallo Tyroler !

also wir haben ebene Flächen und wie gesagt, unsere Katastermappe, die ich bis dahin nicht angezweifelt habe, hat nach der Digitalisierung bei einem 3,6 ha Acker eine Abweichung von 40 ar ergeben..
Schön für dich wenn du jede Fläche mit GPS ausgemessen hast, das haben bei uns die wenigsten und sicher die Almbauern auch nicht, und wenn auch hat es wie die ersten AMA Kontrollen waren auch noch gestimmt, aber jetzt halt nicht mehr.. ;-(

lg biolix

p.s. ach mfj, ich habe die 10% nicht "verharmlost", nur gesagt sie sind bei uns vorgekommen, ich habe sich akzeptiert, nur komisch das Vermessungstechnikern das passiert ist.. ;-(


golfrabbit antwortet um 13-04-2013 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@atj1
aber 10 x 10 niemals nicht 1000
mfG


biolix antwortet um 13-04-2013 12:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
ach ja, tiroler schön dasd wieder da bist, aber rechnen kannst echt nicht..;-)))

lg biolix


textad4091 antwortet um 13-04-2013 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Beim Ackerbau isses ja wohl auch recht eindeutig, wie's ausschaut, das is für die Kammerleuts, die digitalisieren, ja ein echtes Kinderspiel; Intensives Grünland wohl auch noch, sollte kein Problem darstellen; Wenn dann aber Flächen dazukommen, wo ma ned genau sagen kann "was zählt/was nicht"- Des kann im Extremfall ned einmal gscheidt der Bewirtschafter, denn de Viecher finden ja auch Futter wo man's am wenigsten vermutet. Es gibt keinen Bestimmungsschlüssel für die Digitalisierung, also kann keiner Wissen wie man's richtig macht. Und währnd'm Digitalisieren "Hmmm, 10% der Fläche dürfen überschirmt sein- Ah, des wird si scho ausgehn", und das vo einer Institution die eigentlich beratende Wirkung haben soll- Erster großer fehler im System;
Und dann kommt so einer vo der AMA, der in seiner Ausbildung ned einmal irgndwas mit Vermessung zu tun haben muss, und werkelt da mit Geräten, wo er vielleicht ned amoi weis was die eigentlich machen und wie's funktionieren- Da hat genau nix Hand und Fuß, des ganze is ein Ho-Rück-System, für intensiv bewirtschaftete Flächen natürlich super, weil schön randscharf und alles soweit klar ersichtlich; Aber für Almflächen, wo ma ned genau sagen kann "Is des Futterfläche oder nicht" kanns't des schlichtweg vergessen;
Ich sehe es so ähnlich wie walterst- Bei so einem System muss ma den Fehler an sich finden, und ned nur das Symptom bekämpfen, weil's halt am einfachsten ist und die Obrigkeiten dadurch glauben, die stehen noch gut da und ned als Deppen


Rescha1 antwortet um 13-04-2013 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
An Tyrolens
Es geht bei den Abweichungen auf den Almen ja in den seltesten Flächen darum, ob die Außengrenzen der Alm richtig und damit die Gesamtgöße der Alm in Ordnung ist . Das Problem ist ja die Futterflächenermittlung. Dabei wird eine Alm z.B. in 20 - 30 Schläge zerteilt. Jeder Schlag muß extra bewertet werden und zwar nach Beschirmung
(mögliche Prozentsätze 0 Prozent, 30 Prozent , 70 Prozent oder 100 Prozent, und innerhalb dieser Stufen wird noch der sogenannte NLN Abzug (Nichtlandwirtschaftliche Nutzfläche, z.B. Bäche, Steine, Farne, Almrausch, Heidelbeerstauden, etc. etc.) wiederum in 10 Prozentschritten zur Anwendung gebracht. Wenn ich also 3 verschiedene Kontrollore auf die Alm schicke, gibt es 3 verschieden Ergebnisse, 3 verschieden Bauern würden ebenfalls 3 verschieden Ergebnisse herausbringen. Aber es kann doch nicht sein, daß die Almauftreiber für dieses unsinnige System bestraft werden zumal sich die meisten Almen auf das Ergebnis einer Almkontrolle verlassen haben und diese Flächen dann so benatragt haben.


walterst antwortet um 13-04-2013 13:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@tyrolens

dem Rescha ist ja wenig hinzuzufügen. Auf jeden Fall würde ich Deinen Tip, dass 1000m² eine Fläche von 10 mal 10 Metern darstellt, als Lösungsansatz ins Geschehen einbringen. Mit solch innovativen mathematischen Methoden könnte man da sicher etwas bereinigen.


Tyrolens antwortet um 13-04-2013 13:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Ich habe zwischen Tür und Angel geschrieben (musste noch in den Stall), daher der Fehler. Aber im Grunde bleibt das Problem. Sind es halt 10 mal 100 m o.ä., jedenfalls eine Fläche, die mit freiem Auge klar erkennbar sein sollte.
Grundsätzlich ist auch eine quadratmetergenaue Almflächenberechnung möglich, das geht aber nur vor Ort mit GPS und ist entsprechend zeitaufwendig.
Der zweite Aspekt ist der der miesen Regelungen, wie Rescha schon schrieb, rühren daher die stärksten Abweichungen. Scheinbar wurden zB Waldweiden von der AMA zuerst anerkannt, dann wieder nicht.
Ein Sauhaufen sondergleichen.
Da es so viele Bauern trifft, ist es jedenfalls ein strukturelles Problem und kein verbrecherisches.

Wegen der Einstufung der Flächen: Warum macht man es nicht so, wie bei anderen Verfahren, dass die Flächen erst mal von einem Sachverständigen beurteilt werden und dann per Gutachten an die AMA zur Entscheidung gebracht werden? Ein solches Verfahren wäre wasserdicht und durch Rechtskraft auch kaum mehr angreifbar.

Ich bleibt dabei: Ein Sauhaufen. Und jetzt ist die Zeche zu bezahlen.


walterst antwortet um 13-04-2013 15:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Zurück zum Titel: Der Bauernbund demonstriert gegen den Bauernbündler am Dienstag in Fuschl am See kurz vor Nikis üppigem Abendessen.
Ob es ein ernstgemeintes Aufmucken der Bäuerinnen und Bauern ist oder nur ein Wahlkampfauftritt, bei dem der Bauernbund noch etwas für die Landtagswahl retten will - mal sehen.


Tyrolens antwortet um 13-04-2013 16:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Kurzum, die demonstrieren gegen sich selbst. Muss wohl eine Art Parteitag, vulgo Bauernrat sein.


freidenker antwortet um 13-04-2013 17:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@Tyrolens

also zu deiner aussage dass eine quadratmetergenau almflächenberechnung möglich ist ...

dazu müßtest alle paar cm einen messpunkt aufnehmen :-) , die idee kommt sicha gut im verwaltungsbereich - aber du wirst in der praxis deine probleme kriegen bei größere flächen

mfg




Tyrolens antwortet um 13-04-2013 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Wenn du möchtest, kannst du auch auf jedem Zentimeter einen Messpunkt machen. Es liegt mehr an der Genauigkeit der GPS Antenne. Notwenig ist das aber nicht. Die Software rechnet die Unschärfe ja raus.

Aber denk mal nach, bei 10% Abweichung, was das bedeutet. Als 200 ha Pachtbetreib bezahlst du dann schnell mal um 6.000 Euro zu viel Pacht.


Fendt312V antwortet um 13-04-2013 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Allso Tyrolens.@ von Alpen hast wirklich keine Ahnung.Weder von Pachtpreisen noch von vermessen können. Hier geht es doch nicht wirklich um das Problem der Flächenermittlung sondern um die jeweilige Einstufung der Abzüge wegen Steinen, Büschen, Gräben, Almrosen, Heidelbeeren, Latschen usw. .
Und wer das sagen kann wieviel % diese Nicht mit fressbarem Gras bewachsenen Quadratzentimeter sind der ist ein Hexer. Und wir haben auch eine Prüfung im Jahr 2009 gehabt wo von 153 ha vom Prüfer 2,3 ha mehr ermittelt wurden. Im Jahr 2010 mußten wir zwingend diese 2,3 ha als Futterfläche dazu schreiben obwohl wir es gar nicht wollten. Unsere nachfolgenden 3 mal digitalisieren haben immer ziemlich genau diese 153 ha ergeben. Wir haben jetzt allerdings von Wien noch keine Mitteilung wie die unsere Alpe einschätzen. Etwas sollte auch klar sein dass man auf einer Allpe mit 10 Wochen Besatzzeit auf ca. 1600 m Seehöhe sicher ein ha braucht für eine GVE.


Tyrolens antwortet um 13-04-2013 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Hab ja nicht von Almen geschrieben, sondern glaube, wenn es in anderen Regionen mit der Vermessung klappt, dann wird das auch so bei den Almen sein. Was die Einstufung betrifft, so musst du das auch im europaweiten Kontext sehen. Wie wird das beim walisischen Ödland gemacht, auf den deutschen Mooren, auf Korsika oder aus Sizilien? Diehaben eine sehr ähnliche Situation, müssen aber offenkundlich nichts zurück zahlen,
Warst du schon mal auf der mecklemburgischen Seenplatte? Die Flächenerfassung ist dort um nichts einfacher als auf irgendeiner Alm.


freidenker antwortet um 13-04-2013 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@Tyrolens

Die aussage, dass es möglich ist auf 1m2 genau almfläche zu vermessen ist von dir - und meine meinung dazu ist das jedes meßergebnis dann zu 99% falsch ist.
Es liegt übrigens nicht nur an der genauigkeit der gps antenne und software, sondern auch daran wo du den messpunkt setzt. Also wo hört exakt die futterfläche auf, wo beginnt sie. Ich lass dir gern den glauben dass es ginge.

mfg








rob98 antwortet um 13-04-2013 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Futterflächenfeststellung auf Almen ist ja im Grunde keine Vermessung sondern nur eine Schätzung wenn man es auf den m² genau machen könnte bräuchten wir ja die ganzen 10% Schritte nicht.

Ich verstehe absolut das niemand hier Verständnis hat der nicht selber betroffen ist. Fakt ist aber nun mal das das es bei der Futterfläche so wie es zur Zeit gehandhabt wird fast alle Almen trifft die unterhalb der Baumgrenze liegen.

Ich war 2009 bei einem Vortrag des Chefs der Kontrollore unseres Bundeslandes dabei wurden Beispielfotos gezeigt wie Futterflächen beurteilt werden. Was 2009 noch zumindest 40% Futterfläche war ist heute keine mehr.

Es kann nicht sein das in einer laufenden Förderperiode die Kontrollkriterien derart verschäfrt werden das es bei den wenigsten passt.


textad4091 antwortet um 13-04-2013 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Man könnte jede Fläche haargenau vermessen lassen- Allerdings wird da des Budget für's Vermessen nach grad mal einem Viertel der getanen Arbeit gar sein oder die Arbeitszeit ned ausreichen ... Also, so genau wie nötig und wirtschaftlich sinnvoll ... thahaha


Tyrolens antwortet um 13-04-2013 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Freidenker, das ist dann eine Frage der Vermessung, sondern der Bewertung und auch dafür muss es eine Regel geben. Oder wir machen es gleich Pi mal Daumen. Wär auch kein Schaden.


G007 antwortet um 14-04-2013 07:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@ walterst
Nein!


G007 antwortet um 14-04-2013 07:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@ Tyrolens
10 x 10 = 1000 m2?
Die Schule war gratis und umsonst!


walterst antwortet um 14-04-2013 07:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@g007
zu welcher Frage gehört Dein Nein?


Tyrolens antwortet um 14-04-2013 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
G007, das stimmt allerdings. Mehr als die Grundrechnungsarten, bisschen Lesen und Rechtschreibung lernt man in der Schule normalerweise nicht. Und das in 8 bis 12 Jahren.


freidenker antwortet um 14-04-2013 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@Tyrolens

übringens, messtechnik kann man an der uni studieren...es gibt eigene institute die sich damit prof. beschäftigen.Was man so zwischen deinen zeilen rausliest, dürftest du dich noch nie mit meßtechnik beschäftigt haben,

mfg




Tyrolens antwortet um 14-04-2013 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Zwangsläufig musste ich das. Ich sag nicht, dass die Vermessung einfach und billig war, dafür verfügen wir nun über sehr genaues Datenmaterial. Mein Nachbar ist übrigens Geometer und auf Luftbildauswertungen spezialisiert. Er hat dabei schon alle Kontinente bereist und nun auch eine eigene Firma gegründet, die entsprechende Fluggeräte baut. Er kann damit zb Massenbewegungen sehr genau beobachten.
Es gibt heutzutage einen sehr fatalen Satz, den man besser aus seinem Gedächtnis streichen sollte: "Geht nicht". Irgendwo gibt es nämlich immer einen, der es kann... und dann hast du das Nachsehen.
Wenn ich an meinen Opa denke.. der ist damals schon alles mit dem Maßband abgegangen und zu erstaulich genauen Werten gekommen und das als einfacher Bauer.



freidenker antwortet um 14-04-2013 10:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
jemand der sagt almflächenvermessung ist auf 1 m2 genau möglich kann sich nicht mit meßtechnik beschäftigt haben, auch wenn dein nachbar geometer ist und dein opa mit dem maßband vermessen hat.
Übrigens, die oberfläche der erde ist keine ebene.

mfg


walterst antwortet um 14-04-2013 11:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Für die wenigen hervorragenden Futterflächenfeststellungsexperten muss die aktuelle Situation doch eine Goldgrube sein.
Beratung für die Bauern, die Kammern, die AMA und vor allem fürs Ministerium, wo Geld für Berater ohnehin bekanntlich recht locker sitzt......


Thuban antwortet um 14-04-2013 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Lieber Tyrolens:
Die Gesamtfläche einer Alm zu vermessen, ist natürlich möglich.
Eine Almfutterfläche korrekt zu erheben, wird von AMA Kontrolloren auch problemlos durchgeführt.
2005 hat die Alm laut Ama eine korrekte Futterfläche von 95 ha
2008 hat die Alm laut Ama eine korrekte Futterfläche von 64 ha
2012 hat die Alm laut Ama eine korrekte Futterfläche von 48 ha
Du siehst- null Problemo, Strafe zahlt eh der Bauer.

Was ich nicht verstehe ist nur, das die gleichen Bauern auf ihren Heimflächen alles richtig und auf ihren Almen alles falsch angegeben haben.
Und für größere Almflächen gabs gar nicht mehr Geld.
Komisch ?


Gratzi antwortet um 22-01-2014 04:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
und was wird herauskommen?
 


helmar antwortet um 22-01-2014 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Hallo Gratzi...nichts!
Mfg, Helga


kbg antwortet um 22-01-2014 11:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
als pachtpensionist sag ich nur:

nur die dümmsten Kälber wählen ihre schlächter selber,
also SELBSTSCHULD KEIN MITLEID ( und wenn mein bericht bei rechnungshof fertig geprüft wurde, werden hoffentlich auch alle "scheinbewirschafter/ falsche frühpensionisten auch noch zur kasse gebeten!!
jeder betrug muss mit der härte des gesetztes bestraft werden!!!!!

lg christian perner (Achtung Sarkasmus!!!! )




Gratzi antwortet um 22-01-2014 16:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
@helmar

maximal werden eine Runde mit den neuesten Traktoren um den Ring gefahren, damit alle sehen wie gut es den Bauern geht , sonst sicher nicht. Gebe ich dir vollkommen recht.


Bewerten Sie jetzt: Almen: Bauernbunddemo gegen den Bauernbund
Bewertung:
4.5 Punkte von 14 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;397166




Landwirt.com Händler Landwirt.com User