Antworten: 7
helmar 04-04-2013 09:46 - E-Mail an User
Und weg war er.....
Der Beitrag 3096 Tage........wer hat da wohl mitgelesen? Der Feuerstein? Oder Natascha? Und gleich mal eine mail vom Anwalt schicken lassen?
Mfg, Helga


Christoph38 antwortet um 04-04-2013 09:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Und weg war er.....
also ich kann den Beitrag ohne Probleme lesen


walterst antwortet um 04-04-2013 11:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Und weg war er.....
Ich mag Zenzur auch nicht, aber direkt hysterisch müssen wir ja auch nicht werden.

Über die Osterfeiertage habe ich in einer "geerbten" Schublade gekramt und einmal einen richtigen Eindruck von Zensur bekommen. Ein Onkel hat mir eine Schachtel mit Habseligkeiten aus der Kriegsgefangenschaft vermacht.

Briefe aus der Heimat wurden rechts von der deutschen Zensurstelle geöffnet und links dann von der amerikanischen Zensurstelle. Wenn dann noch was lesbares übrigblieb, ist eh schon gut gegangen.



helmar antwortet um 04-04-2013 13:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Und weg war er.....
Bitte um Entschuldigung......ich habe einen Satz noch nachgeschrieben, und dann war der ganze Eintrag auf einmal nicht sichtbar. Dann habe ich "weg ist er" geschrieben, und siehe da, da war er wieder.......
Hallo Walter.......wo war der Onkel in Kriegsgefangenschaft? Mein Vater war zuerst in Indiana, dann Kentucky, USA. Ein paar Karten an seine Eltern sind auch noch da, sogar ein Foto aus dieser Zeit. Auf den Karten gab es keine "schwarzen Balken". Ein Mitgefangener meines Vaters erzählte uns vor einigen Jahren dass es in den Lagern derart fanatische deutsche Gefangene gab, welche eigene Mitgefangene drangsalierten, wenn diese nicht "deutsch" genug waren, und z.B. die Amimusik gerne hörten. Auch soll es welche gegeben haben welche davon fantasierten, dass man doch noch......
Mfg, Helga


walterst antwortet um 04-04-2013 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Und weg war er.....
Helmar, du musst daran denken, dass die meisten Deutschen in amerikanischer Obhut 1943 im Mai gefangen wurden. Die hatten eine andere Art von Krieg erlebt, als die Kameraden in Europa und von Verzicht auf den Endsieg war zu diesem Zeitpunkt noch keine Spur. Woher hätte ein Soldat im Mai 1943 in Tunis einen objektiven Überblick über die Kriegslage haben sollen? Eine jahrelange ideologische Vollimpfung hatte er auf jeden Fall. UN din Amerika wurde er dann mit etwas Glück erfolgreich umgeimpft.
Wenn Du schreibst: "Sogar noch ein Foto" macht mich das etwas stutzig. Ich gehe davon aus, dass die in Amerika Gefangenen relativ viel mit heim bringen konnten, wobei Wertsachen ihnen oft bei der Einreise nach Europa in den Auffanglagern wieder abgenommen wurden.


helmar antwortet um 04-04-2013 14:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Und weg war er.....
Hallo Walter...das Foto hat mein Vater auch verschicken können, auf der Rückseite ist sogar das Datum drauf, und die handschriftliche Mitteilung an die Eltern, dass er im Lager B. ist und dass die Arbeit für den Gemüseanbau auf der Farm welche zum Lager gehörte, bereits begonnen hat. Im Mai 1946 ist mein Vater wieder daheim angekommen. An den Rucksack aus dieser Zeit kann ich mich noch erinnern, und das Eßbesteck, mit der Prägung U.S. auch. Die Gabel ist noch vorhanden. Mein Vater hat erzählt dass er etliche Stangen Zigaretten mitgebracht hat, welche dann ein wertvolles Tauschmittel gewesen sind.
Mein Vater hat immer wieder erwähnt dass er als Gefangener sehr gut behandelt wurde und niemals Hunger erleiden mußte. Was, wie er immer erzählte, er nicht mehr erleben wollte, war die Überfahrt im Frühjahr 1943, auf recht kleinem Schiff und in stürmischer See.
Und was die ideologische Vollimpfung betrifft...die kam schon hin und wieder später durch....
Eine Frage...wie alt war dein Onkel? Mein Vater war Jahrgang 1911. Seinen Angaben nach wurde er südlich von Tunis von Engländern gefangen genommen und diese Gefangenen wurden nach einer Verbringung nach Algerien und Marokko an die US Army übergeben. Gelandet ist der Transport in Halyfax, Can. Dann wurden die Gefangenen per Bahn nach New York gebracht, wo sie nach einer Parade nach ihren Berufen entsprechend, in Lager in diversen Bundesstaaten aufgeteilt wurden. In der Hoffnung aufs Land zu kommen, haben sehr viele bei der Frage "who is farmer" aufgezeigt. Rückblickend betrachtet hatten jene welche über den Atlantik mußten, noch Glück gehabt.
Mfg, Helga


walterst antwortet um 04-04-2013 15:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Und weg war er.....
bei einem Jahrgang 1911 war eine ideologische Vollimpfung logischerweise nicht so einfach wie etwa bei Jahrgängen 1920 aufwärts, die in Kindheit und Jugend voll im Nazisystem eingespannt waren.
Wer aus Überzeugung für Führer Volk und Vaterland eingerückt ist mit "Blut und Ehre" an der Gürtelschnalle, bei dem ist das Impfprogramm nicht während der Überfahrt über den Atlantik aus der Hose gefallen. Das dauerte wohl meist länger.


Christoph38 antwortet um 04-04-2013 16:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Und weg war er.....
Der große Vorteil amerikanischer Kriegsgefangenschaft dürfte wohl darin eine Ursache haben, dass die Deutschen in den USA nicht vorher wie die Hunnen hausten (wie in der UdSSR).




Bewerten Sie jetzt: Und weg war er.....
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;395964




Landwirt.com Händler Landwirt.com User