Deutsch - Dialekt, Dialekt - Deutsch

Antworten: 36
golfrabbit 03-04-2013 19:52 - E-Mail an User
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Die ganzen unappetitlichen, nervtötenden, schleichwerberischen, politisch motivierten und sich zu wichtig nehmenden Beiträge der letzten Tage bin ich leid, viel lieber wär mir wenn ich fremde Mundartausdrücke aus ganz Österreich neu erfragen aber auch selber urtirolerische Weisheiten unter die Leute bringen könnte.
Dem Bildungsauftrag wär Genüge getan und vielleicht schaffen es die Teilnehmer ja sogar dem 06er Peter@ sein Herz und Hirn frohgemut zu stimmen.

Versuch Nr. 1: Saxxteifleich´n! A sölla werchlana Sabl!(mittleres Unterinntal/Zillertal)

Translation: Das ist ja kaum zu fassen, solch ein urig, grober Geselle! (Der Sager wird unter Mannsbildern durchwegs als Kompliment aufgefasst, bei Frauen ist von einer Anwendung jedoch eher abzuraten)

Bitte um rege Beteiligung!
Hannes


sisu antwortet um 03-04-2013 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Na und host da Gestern die Karlich Show ongschaut weilst jeiatzt auf amoi mit den Thema daher kimmst.


golfrabbit antwortet um 03-04-2013 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@sisu
Na, so gor bin i etz a nu nit.



schellniesel antwortet um 03-04-2013 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Da i net sou guat beim schraibn im Dialekt bin ... des is ouna der den Oststeirsichen Dialekt a bisal salonfähiger gmocht hot!
Vule dürft der junge maun a begrif sei!

i sog nur ouans: Wal Siaheit geat vor!
Bitschia as erstwerk:
http://www.youtube.com/watch?v=1M3IJxYFK3w

Vul spas beim schau!

Mfg Andreas
 


zehentacker antwortet um 03-04-2013 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Eure Beiträge sind durchaus nett, aber bitte mit Untertiteln schreiben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


schellniesel antwortet um 03-04-2013 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ASO! ja also versteht des doch nicht ein jeder??

Dann bitte hier mein bestes hochdeutsch:

Da ich nicht so gut beim schreiben im Dialekt bin..... Hier ist einer der den Oststeirischen Dialekt ein wenig Salonfähiger gemacht hat!

Vielen dürfte der junge Mann ein Begriff sein!

Ich sag nur eins: Weil Sicherheit geht vor!

Bitte schön das Erstwerk:
http://www.youtube.com/watch?v=1M3IJxYFK3w

Viel Spaß beim Anschauen....

Mfg Andreas


Restaurator antwortet um 03-04-2013 22:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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boa lous, i sog eink, eacha, nema dera rumpl, douzi muass da schöulniesl gwein sei ois a junga tutta.
;)


Sperre_234 antwortet um 03-04-2013 22:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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du wast wos i man du wabm


schellniesel antwortet um 03-04-2013 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@restaurator

Nema wölcha rumbl? moanst denni go das i da Rossegger Steffl warat? i woas a net goa so org is daun a net!
wal woast in graz du misan mia dei a no olle verstia....

und a junga tutta des bin i wuhl nou olwal! ;-)

Mfg

Aba mit da aussproch von "Schellniesel" bist guat dabei.

gaunz richti hoasts aber Schaniesl!


Restaurator antwortet um 03-04-2013 22:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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schaniesl, geist dauni auf roschbua doutn wirst merane vo dei rumpln sechn. tan grod eisaan dameit hon i gheat.


schellniesel antwortet um 03-04-2013 22:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Is jo olles schen und guat aba waou sul i dauni gia? wos soll hinza a roschbua sei? Und wos wird eigsaat?
geat jo eh no nit is jo nou vullts draiki!
Akler hianz a mol!!


Restaurator antwortet um 03-04-2013 22:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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roschbua:
 


schellniesel antwortet um 03-04-2013 22:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kreiz birbam! rakschbua moanst!

hianz is klor!

Wos? dei saan heit a nix ei!
schneib und raing jo di gounze zait!




whoknows antwortet um 04-04-2013 07:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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a:"entschuldigen sie bitte, wie heisst denn der berg dort?"
b:"wöchana"
a:"ah, danke"

a:"entschuldigen sie bitte, wer hat den alle diese steine hier hergeschleppt?"
b:"de lawin"
a:"eine fleissige frau"
;-)


baerbauer antwortet um 04-04-2013 09:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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widnkurb = weidenkorb
etc.

buchempfehlung :-)

 


Peter06 antwortet um 04-04-2013 11:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich habe es hier ja schon ein paar mal kundgetan: Es gibt für mich nichts herzerfrischenderes, als Leute in ihrem ursprünglichen Dialekt sprechen zu hören, vor allem die geographischen Abgrenzungen sind oft frappierend; man fährt einige Kilometer ins Land hinein, und schon hört sich die Aussprache wieder anders an. Als schönes Beispiel sei hier das Weststeirische erwähnt. Ein wunderbar melodiöser Dialekt, der gar wenig mit dem Oststeirischen (siehe Kohlhauser) zu tun hat.
Als Hörprobe hier ein Stück des grossartigen, weststeirischen Mundartdichters Eduard Walcher, neben dem Dichterarzt Hans Klöpfer der bekannteste Weststeirer auf diesem Gebiet.
Man beachte vor allem die Verkürzung der Vokale bei der Phrase "ist etwas gewesen", is was gwen" (Vokale sehr kurz ausgesprochen), noch richtiger auf "is ws gwn"!
 


Jander antwortet um 04-04-2013 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo

Ja Dialekte zu hören ist was sehr Schönes .
Ich war vor Jahren auf Schulung in Deutschland. Wir waren ca. 15 Leute . Ein Kärntner,ein Niederöstereicher,ein Öberösterreicher,der Rest auf ganz Deutschland verteilt.
Wir saßen nach dem Abendessen immer noch zusammen .
Ein unvergessliches Erlebnis soviele Dialekte auf einmal


Peter06 antwortet um 05-04-2013 14:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zum Mitraten:
Wer oder was ist ein(e):
Tschurtschele
Aahrn
Abourt
Seichta
Fock
Gschweall
Fettl
Fürtach
Zegga
Krattler
Hudlerei
Schwergl
Goudel
Einitz´n
Wersch´n

Die Begriffe stammen aus mehreren Sprachgebieten, Mehrfachbedeutungen sind möglich...



helmar antwortet um 05-04-2013 17:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also dann probier is....
A Tschurtschele ja mei, könnt bei uns a Dodl sei,
a Aahrn i find des wär in meina Gegend die Ähr. Könnt sei dass a de Eggn wär.
Da Abourt das nennt ma schö WC, oder a s Häusl,
Da Seichta is bei us da Söchta, den zwickt ma irgendwie zan Möcha zwischn d Knie.
A Fock des is bei uns a Fadl
Beim Gschweall, guta Mo, da steh i o.
A Fettl, ja des könnt i sein, a grantige Oide, da stimmst sicha ein.
Fürtach is bei uns da Schurz,
A Zegga is a rundes Körbl,
A Krattler, jo mei, könnt bei uns a Murkser sei.
Hudlerei des is a Gschussln,
Schwergl, ja was is das denn?
Goudl, ja des is die Tant( als Patin a recht interessant)
Einitzn.......is des eine mischn?
Werschn....de de in karntn sitzen?
I hoff i hab des jetzt dass es passt guat übersetzt......lieg i do a mal daneben, wirst ja du die Lösung geben.
Mfg, Helga
Hallo, Frau Saalfraau, iich hätta gern a schleesich Himmelreich, aaba a guttes, deann behumse luss iich mii niich...
Welcher Dialekt?


golfrabbit antwortet um 05-04-2013 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Tschurtschen sind bei uns die Zapfen von Nadelbäumen.

@Helga
Deine "Urheimat" Schlesien?


walterst antwortet um 05-04-2013 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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interessant ist oft die Herkunft mancher Dialektbegriffe. Nicht selten stellt sich heraus, dass es sich um Fremdwörter handelt.


golfrabbit antwortet um 05-04-2013 19:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ein paar Ausdrücke fallen mir schon auch noch ein:
Egart...........................................Frühheu/1. Schnitt
Groamat.....................................2. Schnitt
Boufl/Drittlgroamat.....................3. Schnitt
Tirgg´n........................................Mais
Tranggin.....................................unsympatische, faule Frau
Mosch........................................detto
Gietsch......................................freches Mädchen
Tuscha......................................einfältiger Mann
Ambrell......................................Regenschirm
umötz´n.....................................Milchkuh anrüsten
ausstrippiz´n.............................ausmelken
Udruck......................................Futterknödel beim Wiederkäuen
Viesucht...................................Genitalbereich der Kuh
öppatrian..................................Fotografieren/abporträtieren
Gekreuter/Zuagong..................gute Stimmung/Radau usw..........

Schade daß die Kärnter,Gsiberger und alle anderen bis auf die Steirer so auslassen.





Tropfen antwortet um 05-04-2013 19:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke Peter06 für die Aufgob, i meechts a probiern....

Tschurtschele könnt a mei liabs Madl sein oder a Mensch, mit seine Gedanken nia beim G’schäft!
Aahrn…….im Fruajohr wenn da Zaun zum richtn is au da Oim! Kunnt owa a dos Droad sei, nochn mahn, bevor mas aufnimmt und Garben bind!
Abourt….friahra is ma übern Hof, dohi g‘laufn
Seichta….Tiaf und seicht? Oder a Trau mi nit!
Fock….könnt dees a junge Sau sein! A Fackl vielleicht?
Gschweall…… A Gschörl is a lästiger, unguata Mensch
Fettl…..a bisserl dick, der Mensch!
Fürtach…..Pfiateich! A Gruaß
Zegga…..????
Krattler…..werd nia fertig, weil er/sie soviel anfängt
Hudlerei….ois gschwind mochn, owa nix richtig!
Schwergl….
Goudel….is mei Taufpatin, a Goudl hoit!
Einitz´n…..????
Wersch´n…..????

Bin scho g‘spaunt auf di Auflösung!



helmar antwortet um 05-04-2013 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Hannes...ja, ist der schlesiche Dialekt......ähnlich dem Sächsischen. Ich bin ja dialektmehrsprachig aufgewachsen. Und das "Schlesiche Himmelreich" ist ein Rezept, an welches ich mich bis heute nicht mit dem Kochen herangetraut habe.......denn da fürchte ich dass meine Lieben, wenn sie die Zutatenliste sähen, mich alleine essen ließen.Aber ich kann mich erinnern dass meine Mutter, und sie ist dann doch in den 70igern und 80igern öfter ihre Schwestern in NRW besuchen gewesen, immer erzählt hat, dass dann diese Speise gegessen wurde.
Mfg, Helga



Icebreaker antwortet um 05-04-2013 20:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wissts was ein Tschurifetzen ist?

Wenn nicht, dann bitte den Link anklicken ... ;-)


 


schellniesel antwortet um 05-04-2013 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die obligatorische frage nach dem "Oachkazlschwoaf" muss ich ja nicht mehr stellen...


Bergdoktor1 antwortet um 05-04-2013 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Do tats mi glott uweign a ebbas zillachtolarischis zi schreibn. Dr Honis as Schwoz ischt gor kua eadr Ginonnar. Ollwall mear hotr gonz nette Gschichtlang und dos mit denn Dialekt hot jo a mear an möchts Züasprüch. Wos muatits hotr uane fir a Briagge hergimocht wal dr ibang Drischibl gstoflt ischt und die holba Jütte ziflide girunnin ischt? Hoalach hetr an möchts Binggl afn Büggl und dr gonze Nor wor auf und auf a Süre. Oft hotr a sö a Golle khobt dass dr filautr an Zoang un Gstrau gidrisslt hot und nit giwocht hot dass dr untang Trüpfkedl steaht. Walls nett a sö gössn hot, hotsim die Süre mear ochagschwenzt. Den Zuzepfn af densim untnausgongin ischt hotr nit giwocht.
Viel Spaß beim Übersetzen



Icebreaker antwortet um 05-04-2013 21:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Griaß di Doc ;-)

Danke, ich hatte viel Spaß dabei - und wenngleich auch nicht jedes einzelne Wort, dennoch verstanden ;-)

Ich liebe dieses Tirolerisch, so wie auch zB Vorarlberg und Kärntner Dialekt ... das hat so was *weichmelodischangenehmliabklingendesselbstwennsnetliabgmoantwarad*

mfg und ;-)
Ice


Restaurator antwortet um 05-04-2013 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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zu diesm thread gehören mmn unbedingt folgende zitate vom oben bereits erwähnten dr. hans klöpfer (1867 - 1944):
"Man (der sprachforscher) geht ihr (der mundart) heute nach als dem letzten frischen Zweige am Stamme unserer Sprache, dessen sorgloser Wildwuchs neben dem blassen Pfropfreis der Schriftsprache fröhlich im Safte steht."
"Die Schriftsprache vor allem die der Kanzleien, der Zeitungen und des Massenstils, gleicht einer glatten, abgegriffenen Wand, einförmig grau oder farbig übertüncht, darunter der Sprachliebhaber nur mühsam da und dort das alte Gefüge wahrnimmt. Die Mundart dagegen ist wie ein köstliches altes Gemäuer, umwuchert von Blumen und würzigen Kräutlein, aus dessen Wetterfugen der Sprachkenner sich zu guter Stunde manch seltsame Versteinerung, manch blinkenden Kristall, wohl gar ein goldenes Regenbogenschüßlein holt."
er zeigt dan auf, dass "urassen" und die "wampen", ebenso wie "es", "enk" und die mehrzahl mit "ts" (hobts) gotischen ursprungs sind.
"gumpen, Zockel, Wehtam, Nuasch, mennen, weten, Trialerl, die tengge Haund, usw. (hüpfen, Holzschuh, Schmerz, rinnenartiger Viehtrog, dem Vieh vorgehen, die Ochsen ins Joch spannen, Kinderlippe, die linke Hand, usw.) stammen noch aus dem mittelhochdeutschen. manche, wie "weten" sind heute aufgrund anderer arbeitsabläufe im gegensatz zu "zockel" oder "Nuasch" (da muss man aber auch schon zu unsern letzten eingeborenen fahren) nicht mehr alltäglich, aber den älteren durchaus bekannt.


helmar antwortet um 06-04-2013 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Siehe da, jetzt kommt die Sach ins Rollen und wie üblich, liefert da Doc was zum Kiefeln.......;-).
Griaß euch, die Helga


golfrabbit antwortet um 06-04-2013 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Bergdoc

Jo kreizstean, huni mas nit e denkt, daß du a asöllana Zillachtola Schlegl bisch! Mid mia isch sischt schoa zan gschoff´n, oba wenn mi gach amol de Zean pock´n, stellsch gscheida aus. Extrig storch war i suscht e nied aso, dafier owa gflingg und des gonze eigstompfte Letal an oanzige Flax! Schoa da Datt hod friaga gsoat: Honas weacht amol a wilda Teifl!

Translation: Hab ich mirs nicht gedacht - auch du ein Bewohner des Zillertales! Ansonsten eigentlich recht umgänglich, bin ich - einmal vom Zorn gepackt - nicht zu unterschätzen. Obwohl körperlich eher unscheinbar doch flink und zäh, sah bereits Großvater schon früh einen unbeugsamen Rabauken in mir.




Peter06 antwortet um 06-04-2013 12:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auswertung der Jury (Reklamation zwecklos):
Helmar: 9,5 Punkte
Tria: 9,0
Tropfen: 6,5
Die nicht so klar gelösten Begriffe:
Tschurtschele: aus dem Kärnterischen, kleiner Maiskolben, aber auch Zapfen
Einnitz´n: ebenso Kärnten, eine Wagendeichsel
Gschweall: oder Gschwerl, Flachgau oder Bayern, eine Ansammlung von minderwertigen Personen
Krattler: ist eine gescheiterte Existenz
Schwergl: Lungau, ein schöner Rausch
Werschen: auch als Wessen, Wepsen, bekannter, stechfreudiger Hautflügler

@Restaurator:
Als Vater leide ich besonders unter dem bei Schulkindern weit verbreitetem "Neusprech", eine Mischung aus "Möchtegern-Hochdeutsch" und deutschem "Reality Tivi" Slang, das nimmt richtig skurrile Formen an, wenn die "Kevin- und Schakline- Eltern" mit ihren Sprösslingen so parlieren.


golfrabbit antwortet um 06-04-2013 12:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ein Reim für unser "Lieblingsnachbardorf!:

Vumpa Rongga, Howan Stongga, Boadl Beissa, Hosnscheissa!

= Vomper Maikäfer, Haferhalme, Knochenfresser, voll adjustierte Notdurftverrichter.

Der Schmäh-Spruch geht auf das Jahr 1809/10 zurück, wo nach der großen Brandschatzung der Franzosen von Schwaz und Vomp derart großer Mangel und Hungersnot herrschte daß selbst Maikäfer gesammelt, geröstet und verzehrt wurden.
Mager wie Haferstroh sind sie zwar heute nicht mehr, lt. unbestätigten Gerüchten ist es als Maikäfer aber trotzdem nicht ratsam Vomp heimzusuchen (ich laß mich eine zeitlang wohl auch besser nicht blicken).
Um mich bei den Zillertalern auch noch einzuhauen:
Unlängst flog ein Hubschrauber über das vordere Zillertal. Sagte Rammstoa Franzal zum Keachbam Rosal:"Ö do schaug her, weacht an söllnan Dolm zEaboch außn mea die Flex ausgekemmen sei!"


Milky antwortet um 07-04-2013 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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......nuwos,
aushetschn - Nüsse aus der Schale trennen. Waldviertel Niederösterreich
LG MILKY


nicotiana antwortet um 07-04-2013 23:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zwar nicht direkt aus unserer Region, aber recht interessant:
http://www.mundart-burgenland.at/region-burgenland.html


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