Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann

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Indianerlandwirt 30-03-2013 15:50 - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
Kennt ihr den Punkt, wo eine Umkehr nicht mehr möglich ist? Bei der westlichen Honigbiene haben wir Menschen diesen erreicht.
Honig besitzt die Legende zu den natürlichsten und gesündesten Lebensmittel zu gehören. Daher hatte auch ich ein Phase, wo ich Bienen gehalten habe. Nun, meine Erfahrung ist es, das die Züchter es soweit gebracht haben, dass unsere Honigbiene ohne "Gift" nicht mehr überleben kann. Ich spreche von der Ameisensäure welche in jeden Bienenstock in Europa und der USA eingesetzt wird und "muss".

Wie kam es dazu? Vor vielen Jahren wollte ein Bienenlabor testen, ob es zu einem züchterischen Erfolg kommt, wenn man die asiatische und die westliche Honigbiene kreuzt. Bei diesem Versuch importierten die Forscher einen Parasit, die all zu lebendige Varroamilbe, mit. Innerhalb von zwei Jahrzehnte war jeder Bienenstock der westlichen Hongbiene (Europa, USA) mit diesem Parasit verseucht. Und heute muss jeder Imker ein Veräzungsgift (Ameisensäure) einsetzen. Er muss.. weil sonst die Bienen den Winter nicht überleben. Die westliche Honigbiene wird ohne den Menschen und ohne Veräzungsgift aussterben!!

Da die Varroamilbe auf den Milben und in den Magazinen haust, wird die Ameisensäure durch Verdampfung eingesetzt. Es sterben die Milben, aber auch immer Bienen. Oft ziehen die Bienen sogar aus weil sie diese Säureattacken nicht ertragen. Es wird auch in Gemeinden der gleichzeitige Einsatz der Ameisensäure koordiniert, damit nicht Bienen von behandelten in unbehandelte Magazine flüchten. Und ab dem Zeitpunkt des Einsatzes kann ein Imker auch keinen Honig mehr schleudern und verkaufen. Er ist durch die Ameisensäure beeinträchtigt. Aber der Kreislauf des Veräzungsgiftes bleibt letztlich im Magazin. Im Wachs der Bienen. Den den Wachs kann der Imker nicht zu Gänze auswechseln, da er auch gleichzeitig Wohnstätte ist.

Aber nicht nur das Veräzungsgift Ameisensäure setzt den Bienen zu. In einen Umkreis von 10 km sammeln die Bienen ohne Grenzen Nektar und Pollen, bringen es zu ihren Völkern und wandeln es in Honig um. . Dabei sind sie ständig Giften gegen Schadinsekten ausgesetzt (Insektiziden). Aus meiner Sicht ein Martyrium für die Bienen. Und kein Pluspunkt für uns Menschen. Zugeben muss man jedoch das technisch-chemische-genetische unterstützte Pflanzen gut entwickelt sind und eine Menge Nektar produzieren .. und wir letztlich mehr Honig daraus erhalten. Und in Hungerzeiten, wo alle Pflanzen abgeerntet sind, wird mit Zucker aus Pflanzen die Bienen versorgt.

Am Beispiel der Bienen frage ich mich, ob wir nicht an einen Punkt anlangen können, wo wir nicht mehr zu einer natürlichen Landwirtschaft umkehren können. Werden unsere tierischen und pflanzlichen Züchtungen eines Tages nicht mehr ohne chemische Unterstützung gedeihen können? Und werden wir Menschen eines Tages nie mehr Lebensmittel essen können, ohne eine technisch-chemische-genetische Unterstützung? Die westliche Honigbiene ist bereits dort angelangt.


soamist2 antwortet um 30-03-2013 16:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
arten kommen und gehen. der mensch wird da keine außnahme sein - also: carpe diem


Haggi antwortet um 30-03-2013 16:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
Auch der Mensch wird irgendwann als Fosil ausgegraben/gefunden werden...

Die Frage ist nur, wie er dann in die Geschichte eingehen wird!!!
Die Dinosaurier werden heute ja auch als abscheuliche, fleischfressende Riesenmonster gesehen...

Aber das werden wir nicht mehr höhren, wenn wir den Planeten nicht vorher zum kollaps bringen ;)



Fallkerbe antwortet um 30-03-2013 17:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann

Wenn die Rothäute in Amerika auch so viel gesudert haben wie unsere Indianer, dann wunderts mich nicht, das nur noch ein paar wenige- hackedicht in reservaten- übrig geblieben sind.

Von den versicherungen über den Maschinenring bis hin zu den Imkern, alle sind Verbrecher.
Aber die meisten überleben, im gegensatz zu selbstgerechten Jammerindianern.

Die ameisensäure ist sicher eines der überschaubarsten probleme im bienenstock.
Da hab ich mit den Herbiziden und Fungiziden und den Monokulturen weit grössere Probleme.



Nicht sudern und anklagen- sondern handeln.
Warum hast du den "Brandschadensparverein" noch nicht gegründet?
Warum Koordinierst du nicht hochprofitabel die Landmaschinen der Region?




Restaurator antwortet um 30-03-2013 17:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
zitat indianerlandwirt:
"Honig besitzt die Legende zu den natürlichsten und gesündesten Lebensmittel zu gehören."
vollkommener blödsinn.
honig IST eines der natürlichsten und gesündesten lebensmittel, eher sogar DAS gesündeste lebensmittel.
der im verlinkten artikel von 2006 erwähnte wissenschafter reitinger hat inzwischen herausgefunden, dass das immunsystem des menschen ab einer täglichen honigdosis von über 40g zur maximalen leistungsfähigkeit angeregt wird.
ich selbst beginne 360 tage im jahr mit zwei fetten honigbroten. nicht weil's gesund ist, sondern weil's schmeckt, es gibt ja so viele verschiedene honigsorten. der "zarteste" honig kommt meiner meinung nach aus der kroatischen inselwelt, speziell der reine salbeihonig - kriegst nur selten direkt beim imker - ist der reine wahnsinn. aber heimischer akazien-, kastanien- und auch wiesenblumenhonig steht dem nicht wirklich nach, es ist bloss nicht so exotisch, weil täglich verfügbar.
wenn du probleme mit herbiziden hast, dann kannst dort keine bienen halten. man hält such unterhalb einer kläranlage keine forellen. wir verfügen in österreich - speziell in höheren lagen - über beste standplätze. im flachland zwischen weingärten und kukuruzäckern muss das wirklich nicht sein.
schlimmer als die varroamilben wirken sich die billigimporte aus dem osten bis china aus, schau auf die preise im supermarkt, noch dazu durch erhitzung in dauerflüssigen zustand gebracht und eines grossteils der speziellen inhaltsstoffe beraubt, zum süssli degradierter lebensmitteladel.
um unsere carnica - biene mach ich mir keine grossen sorgen, noch dazu, wo die anzahl der imker wieder steigt und die mehrheit davon sind frauen. das ist auch gut so, weil die zu einem höheren prozentsatz sauberer und sorgfältiger arbeiten wie die männer.
 


golfrabbit antwortet um 30-03-2013 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
Zu Tode geforchten ist auch gestorben.


little antwortet um 30-03-2013 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
Habe auch einige Zeit Bienen gehabt zur Zeit, leider keine Zeit dafür. Aber meiner Meinung nach ist auch die Ameisensäure das geringere Übel. Da sind die Altlasten mit Apistan, das sich im Wachs und überall ablagert, glaub ich ein größeres Problem. Aber die Ausfälle die zur Zeit bei den Bienen nach der Auswinterung zu verzeichnen sind, sind auf die immer größer werdenden Streßfaktoren aus den gesamten Umfeld zurückzuführen.
little


pre antwortet um 30-03-2013 18:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
Ich behandle meinen Bienenstock zwar nicht mit Ameisensäure sondern mit Thymol, aber ich dachte immer die verschiedenen Säuren sind flüchtig und werden nicht im Wachs gespeichert...?


mfj antwortet um 30-03-2013 18:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann

Wehe Dir oh Mensch - wenn die Klage nicht mehr ausreicht...

...darum gibts zum Glück auch schon Wege, die uns das überleben sichern !

siehe Link -
 


Woodster antwortet um 30-03-2013 18:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann

@Indianerlandwirt,
denke du hast leider recht.

Übrigens ist in Kanada schon seit Jahren keine Umkehr von den Gentechnik-Rapspflanzen mehr möglich.
Es ist kein Anbau von Raps mehr möglich, der nicht durch Gentechnikpflanzen verseucht würde.
Auch ausgewilderte Pflanzen tragen die Gentechnik in sich.
Bio ist schon gar nicht mehr möglich. Und es gibt Superunkräuter, gegen die kein Gift mehr hilft.

Bin gespannt, was die dann machen, wenn die Leute das Gift-Zeugs nicht mehr haben möchten, bzw. nicht mehr verkaufen können...



Indianerlandwirt antwortet um 31-03-2013 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
antwort soamist2: carpe diem bedeutet Nute den Tag. Was willst du damit sagen?

antwort haggi: Die Geschichte schreiben wir Menschen selbst.

antwort fallkerbe: Das kein Imker "ohne Ameisensäure" auskommt - DAS IST EIN RIESENPROBLEM!!!
Stallbausparer mit Brandhilfe wird bereits von einen guten Mann weiterverfolgt. Die MR Büros sind bereits da - sie müssen nur ihren Job machen.

antwort restaurator: Um Honig ranken eine Menge Legenden. Für eine Zuckerkranken ist Honig sicher kein gesundes Nahrungsmittel. Für andere wieder schon. Ich habe mit den Imkern aufgehört als ich den Ameisensäure-Kreislauf festgestellt habe. Mit täte auch gefallen, wenn die Bienen zwischen chemisch behandelten und natürlich unbehandelten Pflanzen machen würden. Tun sie aber nicht. Wäre schön wenn alle Landwirte in Österreich auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten würden. Da wäre eine Aufgabe für unser ÖPUL. Das ÖPUL verbeisst sich viel zu viel auf rein biologische Landwirtschaft.

antwort golfrabbit: Zu Tode werden sie schon kommen... die westlichen Hongibienen.

anwort little: Apistan welches als Altlast im Wachs geblieben ist, war vor meiner Zeit als Imker. Anscheinend war Honig zu dieser Zeit auch das gesündeste Nahrungsmittel. Ja, die Bienen haben keine Chance den Giftkreislauf, welches wir Menschen der Natur aufzwingen zu entkommen. Wir benennen es so schön als Stressfaktor.

antwort pre: Ja. Säuren sind flüchtig. Mach mal folgenden Test. Hänge deine Kleidung in einen verschlossenen Schrank wo sich deine Ameisensäure verflüchtigt. Und dann teste wie lange du den Geruch der Ameisensäure feststellen kannst. Jahre?

antwort mfj: Ja, die Grünen sind die "Prinzessin auf der Erbse". Während alle Pennen, konnten die Grünen wegen der Erbse (Umweltproblemen) nicht mehr schlafen. Sie sind die besten Wachrufer.

antwort woodster: Ja, die Gentechnik-Raps Pflanzen werden alle Rapspflanzen der Erde eines Tages ihren Stempel aufdrücken.




Indianerlandwirt antwortet um 31-03-2013 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
Wo wir nicht mehr umkehren können:

Es gibt für uns Menschen

keinen Honig mehr ... ohne Ameisensäure.
kein Mais mehr ... ohne Saatgutfirmen. Da wir Bauern den Mais weder selbst züchten noch vermehren können.

Was bedeutet es für uns.... wenn es in Zukunft keine Nutzpflanzen und Nutztiere mehr gibt die ohne technisch-chemische-genetische Unterstützung (Industrie) mehr gedeihen können? Jede Krise, jeder Krieg wird uns an den Rand der eigenen Vernichtung bringen. Dafür lohnt es zu sudern und zu jammern.



iderfdes antwortet um 31-03-2013 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
@indianerlandwirt: "Nute den Tag " ähm, da fehlt entweder ein z oder ein t, je nachdem, was du meinst *fg*

Bei uns in der Gegend ist das Bienensterben nicht so das große Thema, gibt hier keinen Acker, sind fast alle Höfe bio, also auch kaum Pflanzenschutzmittel. Nur hab ich jetzt gehört, dass man mit dem Mähen warten soll, bis der Löwenzahn abblüht, weil es sonst auch beim Mähen zu großen Verlusten an Bienen kommen kann.


helmar antwortet um 31-03-2013 10:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
Hallo Tria..........in diesem Fall, 100% Zustimmung von mir. Gemütliche Feiertage....
wünscht Helga


Indianerlandwirt antwortet um 31-03-2013 16:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Westliche Honigbienen - Der Punkt wo der Mensch nicht mehr umkehren kann
antwort tria: Ja, du hast Recht. Handeln! Ich habe mich bereits von der agrar-chemischen Industrie verabschiedet. Und es funktioniert!! Österreich Agrarchemie-Frei!! Das wäre ein ÖPUL-Fortschritt. Raus aus diesem Vergiftungskreislauf. Dieser Schatten tut uns nicht gut.

antwort iderfedes: Ja, wenn du den Mähzeitpunkt ein wenig veränderst, ersparst du einen Mengen Bienen/Schmetterlingen und sonstigen Insekten eine Menge Leid.

Erst wenn man einmal Bienen gehalten hat, fühlt man, das Insekten auch leiden können.

antwrot helmar: Du bist ein Guter Geist in diesem Forum.


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