Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt

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FitedeBur 15-03-2013 20:30 - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Moin,

wir haben eine Ackerfläche von gut 1,5 Hektar, Rechteckig geschnitten mit eigener Zufahrt. Auf den Flächen wird von dem bisherigen Pächter Mais angebaut. Mir liegen bereits Anfragen von 2 Landwirten vor, die die Fläche gerne haben wollen. Einer für Maismehl, der andere für Frischmaissilage für Rinder.

Denen sagte ich bereits, dass die Fläche doch eigentlich mindestens an Pacht 800,00 € je Hektar bringen müsse. Das haben beide bestätigt. Obwohl sie selbst an der Fläche interessiert sind. Wie hoch kann man hier gehen? Dachte schon an 1.200,00 € je Hektar pro Jahr. Der Acker liegt an einem ganz licht Abfallenden Hang, der unten Flach ausläuft (für die Österreicher unter uns: Plattes Land, für die Ostfriesen: Hügelig.)
Dann ist an einer Seite ein Waldstreifen, der vor Erosion durch Wind schützt. Ebenso auf der hügelig anlaufenden Seite. Es besteht ein Mischboden aus Lehm und Sand. Wasser ist reichlich vorhanden, teilweise auch eher feucht.

Bei uns in der Gegend herrscht akuter Bodenmangel, da wir 2 Biogasanlagen in unmittelbarer Nähe haben. Weitere Biogasanlage sind in "Häckslerreichweite" anzutreffen. Des Weiteren haben wir in unmittelbarer Nähe mind. 12 Vollerwerbslandwirte. Davon sind ca. 8 Schweinezüchter.

Was meint Ihr? Kann man 1.200,00 € pro Hektar nehmen? ODer auch mehr? Wenn ja, was muss der Boden dafür "bieten"?


Schaf_1608 antwortet um 15-03-2013 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
1200€/ha, verschenke deinen Grund nicht.... Geh auf 2000€ billiger kann man immer werden


schellniesel antwortet um 15-03-2013 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt

https://www.landwirt.com/Forum/391212/Vom-Mais-zum-Biostrom.html#391908


Wenn du den ha pro jahr mit 1200€ anbietest dann biete ich dir für den Kauf gleich 120000€ und ab dem 10jahr winke ich dir dann beim vorbeifahren auch recht freundlich zu ;-)

Mfg Andreas
 



golfrabbit antwortet um 16-03-2013 07:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Selbstbewirtschaftung lautet die Devise! - Weshalb sollen auch andere den großen Reibach mit deinem Eigentum machen dürfen während du mit Bröseln abgespeist wirst?


josefderzweite antwortet um 16-03-2013 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Überlege doch einmal wieviel Gewinn diese Bauern machen wenn sie 1200 euro ohne weiters zahlen können. Mach doch selber in Maismehl. Die Gewinne in der Landwirtschaft sind der absolute Wahsinn.

Mindestens 2000euro Pacht verlangen. Die müssen ja mit der Gülle weg vom Hof.

Lass dich mit lumpige 1200euro nicht abspeisen!!!!


mazi antwortet um 16-03-2013 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Hallo Schellniesel

10x1200 € = 12000 €
warum willst du beim Vorbeifahren dann winken?


rbrb131235 antwortet um 17-03-2013 09:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Hallo mazi, er winkt, weil rechnen eben nicht seine Stärke ist. gggg

Ich bekomme € 100.- /ha Pacht. Heuer nach der Ernte läuft der Pachtvertrag aus. Mein Pächter sollte sich jetzt schon warm anziehen. Wenn man das hier liest, könnte man vor Neid erblassen.
Wenn das Vertreter für Ausgleichszahlungen lesen, müssten sie das ganze Fördersystem überdenken.
Denn in Wirklichkeit werden nicht die Bauern gefördert, sondern die Verpächter.

rbrb13


walterst antwortet um 17-03-2013 10:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
@fitdebur

ich schliesse mich Golfrabbits Meinung an.
Selber bewirtschaften! Lass Dir doch nicht die Butter vom Brot kratzen.
Oder sonst eben die Betonkühe melken, solange es sie noch gibt.


hp1 antwortet um 17-03-2013 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Schönen Vormittag

ich an deiner Stelle würde eher 1600€/ha verlangen, runtergehen kannst immer noch


Hirschfarm antwortet um 17-03-2013 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Fitedebur: Wenn dein alter Pächter die Fläche weiter haben will frag Ihn wie weit er gehen kann , pack einen hunderter oben drauf und lass es gut sein.
Wenn er Sie nicht mehr will (Pension oder Betriebsaufgabe) dann schreibs im örtlichen Wochenblatt aus und du wirst schon sehen wo die Wahrheit liegt.
mfg
p.s.: Bei überhöhten Pachtpreisen verliert immer irgendwer: Entweder der Pächter, oder der Boden und in jedem Fall du weil du dich dann selber als Sklaventreiber disqualifizierst!


FitedeBur antwortet um 17-03-2013 16:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Das ich als Sklaventreiber gelte, damit könnte ich geradenoch leben. Ist ja nicht mein Problem, wenn die Politik so bescheuert ist, und derartige Förderungen durchboxt. Ich hätte aber ein Problem, wenn ich die durch die Politik geschaffenen Möglichkeiten nicht ausnutzen würde und erst recht wäre ich ein schlechter Unternehmer. Ernsthaft: Wenn der Markt das hergibt, dann würde das wohl jeder machen, der die Fläche anbieten kann.

Wenn ich Eure Meinung so lese, dann kann ich wohl ne gewaltige Schippe obendrauf packen. Werde dem Pächter dann mal sagen, dass er ab sofort mindestens mit dem 10fachen der bisherigen Pacht rechnen muss. Liege dann bei 2.000 SChleifen.

Meinungen? :-)




traktorensteff antwortet um 17-03-2013 17:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Lieber FitedeBur, nimm die Meinungen hier nicht ganz so ernst. ;-)

Naja, Mais jahrelang auf der gleichen Fläche anzubauen, ohne jemals wenigstens ein Jahr auszulassen, ist sehr problematisch. Der Boden wird dabei abbauen. Von daher nicht zu empfehlen.

Wenn du nur den höchsten Preis erreichen willst, ohne den Raubbau durch intensiven Maisanbau, wohl dann auch die nächsten 10 Jahre, zu stoppen, mach ein Inserat und sag jedem, dass schon xy Leute Interesse daran haben, und der Höchstbietende gewinnt. Damit werden die Pachtflächenpreise weiterhin steigen, was natürlich auch sehr fatal ist, aber die Hauptbedenken liegen beim Raubbau am Boden.


schellniesel antwortet um 17-03-2013 19:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja puuh! Was soll ich da noch sagen? da hilft auch kein rausreden mehr! :-)

Ich glaub ich drück noch mal die Schulbank...
Ach was ich sag Einfach ich hab da schon ne Kiste vom guten Steirischen Bier intus gehabt... So bin ich wieder rehabilitiert :-)

Mfg Andreas




soamist2 antwortet um 17-03-2013 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
steff,

du magst zwar bzgl der fruchtfolge im prinzip recht haben. ernsthaft zu glauben, dass es einem verpächter nicht scheißegal ist ob der boden in 10 jahren noch was hergibt oder nicht, dürfte sogar die naivität eines kleinkindes übertreffen


traktorensteff antwortet um 17-03-2013 22:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
@ soamist2
Es wäre traurig, würde sich ein Verpächter nicht um seinen Besitz kümmern. Was bringt es, wenn der Boden nach 10 Jahren "kaputt" ist? Dann kann er ihn nicht mehr so teuer verpachten. Es ist schon klar, ordentlich Kunstdünger drauf, dann wächst auch der Mais ganz gut, auch wenn der Boden "tot" ist. Wahrscheinlich schreiben die meisten Pächter nicht in den Vertrag, wie der Boden behandelt werden muss und was überhaupt gemacht werden darf. Gemeinden schreiben da meines Wissens nach sogar schon was in den Vertrag. Klar, wenn jemand 1,5 ha verpachtet, hat er wohl wenig Ahnung davon und weiß wohl gar nicht, was der Pächter anrichten kann.


FitedeBur antwortet um 18-03-2013 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Ahnung habe ich kaum von Landwirtschaft, ungefähr so wie 'ne Kuh vom Grasholen. Ich sehe es ständig, kenne es auch durch Bekannte, weiß über die notwendige Fruchtfolge mit Brachlandpause im idealfall, davon, dass Nitratvergiftung durch zuviel Gülleausbringung unterbleiben muss und dass der altbewährte Mist bzw. Dung dem Kunstdünger vorzuziehen ist.

Mir ist auch klar, dass eine Biogasanlage zwar aus ökonomischer Sicht der ideale Vertragspartner wäre, aber aus ökologischer Sicht ungeeignet ist. Es sei denn, die würden sich im Pachtvertrag auf eine entsprechende Regelung einlassen, was sich wiederum auf die Pacht auswirken dürfte.

Alles nicht so einfach! :-)

Ich höre es jedoch hier von allen Seiten, dass man als Landwirt froh sein kann, eine Fläche für 1.000,00 €/ha pachten zu können. Werde dann mal mit den Vorschlägen der Vorredner im Hinterkopf (!) in die Verhandlung gehen und mal berichten, wie es gelaufen ist.

Eine Frage noch: Was würdet Ihr im Pachtvertrag unbedingt zusätzlich vereinbaren? Welche Laufzeit wäre für Euch noch akzeptabel? Als Verpächter mag ich eher kurzfristigere Verträge von bspw. 3 Jahren.


fgh antwortet um 18-03-2013 08:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Ich würde bei so hohem Pachtzins als Verpächter eher auf langjährige Basis verpachten... für den Pächter wäre da ein kurzer Vertrag interessanter, damit aussteigen kann sobald er festgestellt hat, dass ihm die Fläche um den Preis nur Arbeit bringt...
Ich persönlich glaube nämlich nicht, dass das Preisniveau so hoch bleibt.
VPI-Klausel wäre vor allem bei langjähriger Verpachtung wichtig, 5% Schwankung.

Nur so als Überlegung... wenn 1000 € Pacht wirtschaftlich sein würden, würde das heißen, dass ein Betrieb mit 10ha Eigennutzfläche, schon allein aufgrund der nicht notwendigen Pachtzahlungen 10.000 € Gewinn pro Jahr machen und dann noch die Erträge der Erzeugnisse und Förderungen dazu... wow .. ich frage mich warum soviele in dieser Größe aufhören....?





DJ111 antwortet um 18-03-2013 10:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Biogas machts möglich!

Wenn man Berechnungen glaubt, dann sind ja durch die Einspeistarife und div. Ausgleichszahlungen und Inv.Förderungen allein Einnahmen von etwa 2 tsd. €/jährlich zu erwarten.

Da sind doch EBP und ÖPUL nur ein Klax dagegen.

Leider sind diese Ausüchse noch auf einige Jahre fix garantiert ...

Gruß, DJ


Hirschfarm antwortet um 18-03-2013 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Und wenn du von den 2000€ Umsatz 1000€ für den pacht und 1300€ für die Maisproduktion (Silomais wohlgemerkt) abziehst bist du in der Wirklichkeit angelangt.
mfg
p.s.: Ich wünsche dem Fitedebur ein langes langes Leben! Und daß er mit vielen Menschen Geschäfte machen darf die so gewickelt sind wie er!


DJ111 antwortet um 18-03-2013 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Dann musst aber zu die 2000 wieder die 3000 dazurechen, die der Mais am ha wert ist.

Gruß, DJ


Hirschfarm antwortet um 18-03-2013 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
@DJ: Wenn du den Mais in die Biogasanlage gefahren hast und vergast erlöst du 1700€ für ein ha plus 300 Subvention = UMSATZ von 2000 € aus einem ha Mais.
Demgegenüber stehen produktionskosten von 1300€/ha für Silomais.
Ergibt 700 € maximal möglicher Pachtzins ohne Gewinnanspruch.
mfg
p.s.: Alles andere ist Wunschträumen!
p.p.s.: Ausgenommen sind absolute Gunstlagen mit Höchsterträgen - Die gibts aber nur selten!


schellniesel antwortet um 18-03-2013 14:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Keine Ahnung aber wie ist das mit der SVB in D?
Wenn man net ohnedies an der Höchstgrenze der Bemessungsgrundlage angekommen ist schlägt die ja auch noch mal auf die Hohen Pachtpreise drauf....
Wie sieht das eigentlich aus wenn eine BGA In welcher Gesellschaftsform auch immer den Grund Pachtet?
@hirschfarm
Ja in Gunstlagen bekommst ein wneig mehr an Umsatz je ha raus. Bei gleichem input!
Zumindest bei KM
derzeit ~205€ t Trockenmais bei ~13t durchschnitt bist allein schon da bei €2665,-....

Mfg Andreas


FitedeBur antwortet um 18-03-2013 15:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Das ist einfach....Wenn Du von meinetwegen 20.000 € die Gebäude, Maschinen, Versicherungen und Steuern abziehst, dann bleibt Dir nicht mehr viel um den A... am Sch... zu halten....und für Vergnügen bleibt da gar nichts mehr. ;-)



FitedeBur antwortet um 18-03-2013 15:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
@Hirschfarm:

"Und wenn du von den 2000€ Umsatz 1000€ für den pacht und 1300€ für die Maisproduktion (Silomais wohlgemerkt) abziehst bist du in der Wirklichkeit angelangt. mfg p.s.: Ich wünsche dem Fitedebur ein langes langes Leben! Und daß er mit vielen Menschen Geschäfte machen darf die so gewickelt sind wie er!"
==> Danke für die Blumen! :-) Leider habe ich es nur mit solchen zu tun...das ich meiner Bank auf die Sprünge helfen musste, damit sie sich an eine Zusage erinnert oder meinem Autoverkäufer den Allerwertesten über die Ohren ziehen musste, damit er geglaubt hat, dass er für gewisse Schäden haften muss (3 Monate nach Kauf eines Gebrauchtwagens, dem BGB sei dank) sind nur zwei Beispiele. Wir können natürlich zur Sichel und zum Hammer greifen und alles direkt aus der Zentrale vorgeben lassen...auf das wir alle gleich besch...... leben können, Hurra! :-( Ne danke. Da mach ich nicht mit. Lieber habe ich gleichgeartete Geschäftspartner vor der Nase und den richtigen Riecher vorne vor.

"@DJ: Wenn du den Mais in die Biogasanlage gefahren hast und vergast erlöst du 1700€ für ein ha plus 300 Subvention = UMSATZ von 2000 € aus einem ha Mais. Demgegenüber stehen produktionskosten von 1300€/ha für Silomais. Ergibt 700 € maximal möglicher Pachtzins ohne Gewinnanspruch.
mfg "
==> Ich gehe davon aus, dass alle, die einen Acker pachten, Rechnen können. Nach dieser Rechnung wäre das dann aber nicht der Fall, denn die Preise sind bei 1.000,00 € oder mehr je Hektar. Warum?

"p.s.: Alles andere ist Wunschträumen!"
==> DAS wäre wirklich ein (Alb-)Traum....nur 700,00 € bekommen, wo es doch (übrigens nach Deiner Vorlage) deutlich mehr wert sein dürfte, wenn man mit einem Null-Gewinn kalkulieren wollte.

"p.p.s.: Ausgenommen sind absolute Gunstlagen mit Höchsterträgen - Die gibts aber nur selten!"
==> nehmen wir das Ganze also mit dem Faktor 0,7 bleiben dann immer noch: 1.540,00 €)

Bevor jetzt dieser gesamte Beitrag hier ein Politikum wird bitte ich Euch, mich eingeschlossen, wieder auf das Thema zurückzukommen.

Was müsste für Euch ein Boden für Eigenschaften haben, damit ihr sagt: "Für den Boden lege ich einiges auf den Tisch!" oder anders gesagt: Wenn man die Wahl hätte, zwischen einem Boden zu günstigen Pachtzinsen, was müsste der teurere Boden an Mehrqualitätsmerkmalen aufweisen, damit ihr das machen würdet?




DJ111 antwortet um 18-03-2013 16:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
@ Hirsch:

Wir reden von 2 Paar Schuhen:

1. Verkauf von Mais
Wenn ich Mais verkaufe und ich gehe von einem Nassmaispreis von 150 €/t Korn aus (voriges Jahr 200!) sowie einem Feuchtmaisertrag von 14 t - das sollte leicht möglich sein, dann wären das schon mal 2100 + 300 also 2400 € (im vorigen Jahr 3000 + 300)
Weniger wäre das nur, wenn der Maispreis nicht die genannten Höhen erreicht!
Solche Körnermaispreise wurden letzte Ernte bezahlt.

2. Pachtung von Maisflächen
Die 2. Sache ist die, dass Biogasanlagenbetreiber sehr wohl die Pachtpreise die sie bezahlen über die Stromerzeugung subventionieren (können) und so einen Teil des Ertrages der Stromproduktion in Pachtzahlungen investieren um an Flächen zu kommen - das ist Fakt und "Wunschträumen"

Ich lasse mich gerne korrigieren, aber ich glaube nicht, dass ich Fehler in meinen Zahlen habe!

Die andere Wahrheit ist aber auch, dass es schon viele Jahre gab, wo die Maispreise um vieles niedriger waren und da wird die Luft mit hohen Pachtsummen dann ganz schön dünn!
Das geht dann nur durch Quersubvention aus Strom- oder Fleischertrag.

Gruß, Dj


ranger78 antwortet um 18-03-2013 16:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Zu faul zum selber bewirtschaften, und nur überhöhte Pachtsummen kassieren, weit haben wirs gebracht mit unserer Landwirtschaft in Österreich .....


FitedeBur antwortet um 18-03-2013 18:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Österreich...das ist glaube ich ca. 68 Jahre her, dass Kreis Steinfurt demselben Staat angehörte wie Österreich...und zu faul bin ich sicherlich nicht, das mag meine preußische Abtammung nicht so gerne. :-D


tch antwortet um 18-03-2013 22:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Österreich.....:300 € Ausgleichszahlung pro ha damit Mais in die Luft geblasen, damit Pachtpreise in die Höhe getrieben werden können.
Da hat die Agrarlobby gut gehandelt.... die Milchbauern dablosns fast nimmer und die andern wissen schon bald nicht mehr wie sie die € Rollen in den A.... vom Verpächter reinstopfen sollen....
Feine Zustände auf Kosten der Steuerzahler.....
Wie ist das wenn ein Stiermäster seine Vicha rausgeschmissen hat und die Flächen verpachtet... bekommt der auch eine Ausgleichszahlung für die klimatisierte Mercedesgarage?

tch


FitedeBur antwortet um 20-03-2013 14:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
Vermutlich freut sich dann der Metzger über höhere Umsatzsteuerzahllasten...wo weniger Tiere geschlachtet werden wird der Preis teurer. Hey, wie wäre es, dass Modell 1950er Jahre wieder hochzufahren?

Jeder 3 Kühe, 1 Eber, 3 Sauen, 10 Hühner, 5 Gänse. Und die Städter dürfen dann mal zum frische-Luft-Schnappen raus auf das Land und dann echte Qualitätsware kaufen. Wird dann zwar nicht mehr so oft vorkommen, vielleicht nur noch 2-3 Mal die Woche, aber dann kosten 500 Gramm Hackfleisch halt keine 1,79 € mehr sondern halt 5,95 €. Dafür ist das aber echte Qualität. Und gesünder ist es obendrein.

Wie war das noch mit Rindermast, Metan, Soja und der Welternährung? Für 1 kg Rindfleisch braucht es 10 kg Getreide....Wahn-Sinn. Da kann man es doch besser verheizen, dann haben wir wenigstens Klimaneutrale Energie. Und weniger Fleisch reduziert die Harnsäurebildung und führt zur dauerhaften allgemein gesünderen Gesellschaft. Dann bleibt auch mehr Geld für schwachsinnige Subventionen. Oder halt für Bildung bzw. Forschung. Oder halt für ein deutliches Mehr an weniger Agrar-Industrie wieder hin zur ursprünglichen Landwirtschaft.
(http://www.pro-regenwald.org/hg_fleisch)


josefderzweite antwortet um 21-03-2013 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtpreise nördlicher Kreis Steinfurt
@ Fitedebur

Methan schreibt man mit h


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