gelebter tierschutz der übelsten sorte

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Restaurator 10-03-2013 14:55 - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
so pervers wird es wenn pervertierter tierschutz, gepaart mit ausschaltung der jagd auf tiere treffen.

 


little antwortet um 10-03-2013 15:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Wenn man hier die Natur sich selbst überlassen will, hat man übersehen das dann auch die entsprechenden Räuber dazugehören, wenn schon nicht geschossen werden soll.
Aber der obige Ausdruck "pervertierter Tierschutz" gefällt mir sehr gut.
Es beweist aber auch das die Tierschutzgesetze von Leuten gemacht haben die davon keine Ahnung haben. Wie in der Landwirtschaft, aber die Bauern müssen damit Leben und irgendwie zurechtkommen.
Wenn es dann um den Preis von Lebensmitteln geht zählt der Weltmarktpreis. Zu welchen Bedingungen am Weltmarkt produziert wird, interessiert keinen Konsumenten.
little


voecklamalus antwortet um 10-03-2013 16:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Danke für den Beitrag. Die Holländer haben schon eine gewisse Vorreiterrolle in Europa., auch was die Massentierhaltung betrifft. Vorgestern gabs einen kurzen Beitrag vom Krüger Nationalpark. Die Elefanten haben sich dort so stark vermehrt, dass Busch und Baum kaum mehr in die Höhe kommen.





Woodster antwortet um 10-03-2013 16:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte

Ja, das ist so wie bei unseres Wäldern.
Wenn Pflanzenfresser in der Überzahl sind und ohne entsprechende Räuber (auch Jäger) gehalten werden, zerstören sie selbst ihre Lebensgrundlage.

Das passiert jetzt auch bei uns schon lange. Die Naturverjüngung gibts bei uns fast nicht mehr, weil das Schalenwild ganze Arbeit leistet und alles kurz und klein frist. Ohne Zaun keine Chance.
Die Jagd will möglichst viele Abschüsse machen, und züchtet permanent eine Überpopulation, die unsere Wälder entartet und schwach machen.
Das weiß man in ganz Österreich und tut nichts...
Das Hobby Jagd scheint mehr wert zu sein, als unser Wald.



tch antwortet um 10-03-2013 17:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Hallo Woodster, mach die Jagdprüfung erleg die Waldschädlinge selbst!

Das kann jeder Waldbesitzer machen, oder?

tch


mitmart antwortet um 10-03-2013 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Das ist ein Ansatz, ein anderer wäre Druck auszuüben. Es ist Sache des Jagdausschußes Abschusspläne, Wildstand und Wildschadensituation zu beurteilen und erhöhten Abschuß auch zu fordern.

Jeder kanns auch nicht machen, höchstens er ist groß genug um ne Eigenjagd zu haben.


tch antwortet um 10-03-2013 17:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Bauern die sich zusammenschliessen- das wird doch wohl kein Problem sein, oder?

tch


little antwortet um 10-03-2013 17:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Hallo tch!
Deine Idee ist gut aber reine Theorie. Weil in der Jagd gibt es 2 Arten:
1. Die 1.Kaste die tun und lassen kann wie sie will
2. Die 2.Kaste (geduldete) zu denen gehörst wenn du zu jagen beginnst (auch als Landwirt) d.H. Maul halten, Maul halten, Maul halten,... Somit bis du als Landwirt Mundtot gemacht und darfst trotzdem nicht Jagen.
little


tch antwortet um 10-03-2013 17:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Achso, und wer entscheidet das ?
Ein Landwirt lässt sich am eigenen Grund mundtot machen?
Seid wann? Achso ja, das ist so..... wenn Städter kommen dann ist man der Held...

tch


mitmart antwortet um 10-03-2013 17:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Nun dann bist selbst Schuld wenn du dich kaufen bzw mundtot machen läßt.


helmar antwortet um 10-03-2013 18:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Hallo Tch...ja der gute Rat, mach die Jagdprüfung und hock dich ausse.....Tatsache ist dass man, egal von welcher Seite Entwicklungen falsch eingeschätzt hat. Was war das doch vor sagen wir mal 30 jahren eine Freude, wenn man wo eine Wildsau im Schneeberggebiet wußte.........z.B.
Welche Begeisterung mancher, als "der Wolf zurückkam". Die Freude von Schafbesitzern war da nicht so groß. oder auch die Hirschherden welche in meiner Gegend herumlaufen, bis zu 25 auf einem Fleck, wo 5 auf der selben Fläche kein Problem wären. Natürlich haben es die Hirsche auf gut gedüngten, gepflegten Wiesen leichter. Dort wo Hutweiden sind, wo nicht abgeschleppt oder gemulcht werden kann, wirst du diese nicht weiden sehen.
Und die früheren Waldwiesen wachsen zu.
Um aber auf das Problem in Holland zurückzukommen...hier passiert es mit Tieren. Anderswo in vielen Gegenden der Welt welche die dort lebenden Menschen niemals ernähren können, vermehrt sich auch der Mensch. Wo ein oder 2 Kinder schon schwer zu ernähren sind, gibt es pro Familie mindestens 3 mal soviel, auch wenn die Hälfte dieser Kinder die Kindheit nicht überlebt. Aber hier kommen dann zumindest hin und wieder die Mehlsäcke.....
Und seien wir doch ehrlich, auch die 1.Welt lebt vom Importieren.
Um auf die Problematik der Naturtheoretiker zurückzukommen, auch in der BRD gab es zumindest vor einigen Jahren sehr kritisiertes Projekt mit den sogenannten Heckrindern. Da sind, obwohl behauptet wurde dass diese ganz locker mit dem trockenen Gras über den Winter kommen, viele dieser Tiere eingegangen. Als man dann untersucht hat warum, ist man draufgekommen dass diese Tiere nicht verhungert sind, sondern sich mit verpilztem, trockenem Gras in Nebelperioden vergiftet hatten.
Wieder ein trauriges, ekelhaftes Beispiel, dass so wie sich manche vorstellen, zurück zur Natur in dieser Form nicht funktioniert. Und hätte man z.B. in solche Gebiete auch Wölfe ausgesetzt, welche dann als Regulator eingegriffen hätten, dann wär das Geschrei groß gewesen, wenn man mal Wölfe beim Reißen eines schwachen Tieres gefilmt hätte. Interessant ist aber dass sich die Tiere auch nach Hungerperioden, vermehrt haben.
Es ist gut, dass dieses Problem thematisiert wird, leider wird, wie überall auch die Politik nichts tun....
Mfg, Helga


tch antwortet um 10-03-2013 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Die Entwicklung kommt meist anders als man plant und denkt- das war schon immer so!

Das Problem der Überpopulation wird bald nur mehr das kleinste das der Wald hat.
Schlimmer wird es wenn die Experten des Waldes so weitermachen wie jetzt.
Derzeit ist es so das im Biomassewahn jedes Asterl und Blatt aus dem Wald mitgenommen wird.... da Häcksla frissts eh....
Gäbe es Staubsauger die auf einen RW passen würden- dann wäre das der nächste Schritt in der Waldpflege.

Die böse Jagdgesellschaft; Wanderer und Mountainbiker sind derzeit Beste Aufreger für Waldbesitzer, der auffengerissen Boden, die verbrannten Nährstoffe sind doch minimale Kollateralschäden die beim arbeiten passieren.
Zu Tode arbeiten ist die einzig annerkannte Art von Selbstmord
Den Wald durch Nährstoffentzug verhungern zu langsam verhunger zu lassen ist verharmloster Baum bzw. Waldmord


Politik.... wessen interessen soll die Politik vertreten....? und warum gerade von der Gruppe?

tch


helmar antwortet um 10-03-2013 18:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Hallo Tch....In diesem Fall kann ich dir uneingeschränkt zustimmen..........Plantern scheint nur mehr was für Trottel zu sein.
Mfg, Helga


mitmart antwortet um 10-03-2013 18:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Mit dem Biomassewahn sprichst ein Thema an das mir auch schon Kopfzerbrechen macht.
Naja vielleicht fährt man dann mit gekauften Kunstdünger in den Wald.
Das mit dem Staubsauger am Rückewagen ist gut *ggg*


mitmart antwortet um 10-03-2013 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Zum Thema Wild noch, ich hab oft beobachtet wie sich Rehe und auch Hochwild über die Äste und die Rinde der frisch geschlägerten Bäume hermachen. Heute wird ihnen auch diese Nahrungsquelle geraubt indem man sie sofort aus dem Wald schafft und auf riesige Haufen wirft, danach wundert man sich über Schäden.


rbrb131235 antwortet um 10-03-2013 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Hallo mitmart, helmar, tch, ich bin auch kein Fan von "jedes Ästchen aus dem Wald schaffen" und lasse sehr viele Äste liegen , die man eigentlich noch nutzen sollte.
Ich muss aber Folgendes zu Diskussion stellen. Ich komme aus einer Gegend am Rand der buckligen Welt wo sehr viele kleinbäuerlichen Strukturen vorherrschen und wo wahrscheinlich lange vor dem Krieg und ganz sicher danach, die Kleinbauern zu wenig Stroh für ihr Vieh hatten . Sie gingen in den Wald Streu zu rechen, als jedes dürre Blatt, im Buchen und Eichenwald zusammen zu rechen und als Einstreu für die Tiere nach Hause zu fahren. Es wurde fast wie von tch angesprochen alle Blätter wie auch Nadeln mit dem Staubsauger aufgesaugt und nach Hause gekarrt. Über Jahrzehnte und siehe da, der Wald steht noch immer und wächst und wächst.

rbrb13


helmar antwortet um 10-03-2013 19:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Hallo Rbrb 13.....Streu rechen gingen meine Eltern auch noch, aber jedes Jahr in einem anderen Teil des Waldes, und in manchen Buchenfastreinbeständen würde alle paar jahre Streu rechen wohl auch heutzutage nicht schaden. Und wenn man die Äste liegen läßt fühlen sich auch die schlanklangbeinigen Wiederkäuer nicht so wohl dort.
Mfg, Helga


Restaurator antwortet um 10-03-2013 19:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
@rbrb13:
§ 38. ForstG Streugewinnung
(1) Bodenstreu, wie Laub- oder Nadelstreu u. dgl., darf nur unter Schonung des Waldbodens gewonnen werden. Die Gewinnung von Rechstreu ist nur mit Holzrechen und auf derselben Stelle höchstens jedes vierte Jahr zulässig. In Wäldern, deren Böden zur Verarmung neigen, in Schutzwäldern sowie auf Waldflächen, auf denen die Streunutzung die Wiederbewaldung gefährden würde, ist die Gewinnung vn Bodenstreu gänzlich untersagt.
(2) Die Aststreugewinnung an stehenden Bäumen (Schneiteln) ist verboten.

ganze trottel waren unsere vorfahren (im gegensatz zu vielen heutigen nachkommen) auch nicht. ;)
du machst's ja offenbar auch instinktiv richtig, aber manchen fehlt halt jegliches gespür für eine sache.



tch antwortet um 10-03-2013 19:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Wieviel haben die Bauern mitgenommen...?
Kahlschläge auch abegräumt...?
Den Wald mit den Forstketten umgegraben?

Ein Parameter alleine wird etwas verändern...eineige Parameter.... sehr viel

tch


Gewessler antwortet um 10-03-2013 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
@little: als Waldbesitzer, Jäger und Tierarzt muaß i da da jetzt antworten

1. hat Österreich kaum mehr Naturwald sondern Wirtschaftswald
2. mußt du in Österreich das Jagdrecht verpachten, also kann jede juristische Person, egal ob Jagdprüfung oder nicht eine Genossenschaftsjagd pachten - dann muß er sich halt um Jäger umsehen, die die Arbeit machen. Also geh zu deinen Landwirten aus der Gemeinde, pachtets die Jagd und dann schaffts ihr an was zu tun ist - das geht, glaub mas! Und die Jagdprüfung zu machen ist lächerlich 14 Tage Kurs in der BRD und schon hast as - kann nit schwar sein, weil i habs a gschafft (allerdings in Ö). Und dann ist es umgekehrt: der Jäger muß dann das Maul halten oder er fliagt!!! Des willst ja - oder?
3. Bsp. Holland: auf 5000 ha Rotwild einzusperren zeigt schon wie wenig die Burschen von Wild verstehen, auch Wölfe dort einzusetzen hat keinen Sinn. Hirsche machen in der Natur Wanderungen von hunderten km um im Winter an Futterplätze zu kommen, doch der Mensch hat das eben verhindert, deshalb ist bei uns der Rothirsch in die Berge gedrängt worden ( Stmk: Wildwintergatter- so was perverses). Krüger Park: auch hier ist das Gebiet eingezäunt und der Elefant vermehrt sich eben bis zu der sog. kompensatorischen Sterblichkeit - so wie in Holland die Hirsche. In den kanadischen Urwäldern ist die Artenvielfalt und die Wilddichte bedeutend höher als in unseren Wirtschaftswäldern und trotzdem gibts einen Urwald - nur kannst du dort halt erst eine Fichte mit > 200 Jahren schlägern, was bei uns im Wirtschaftswald nur 80 Jahre dauern darf! I hab fast zwei Jahr in der Wildnis gelebt - i waos was i sog!
Der Umbau unseres Wirtschaftswaldes in einen naturnahen Wald dauert eben sehr lange und das will kein Waldbesitzer, deshalb sind eben Tiere, die in der Evolution schon seit > 13 Mio Jahre auf der Welt sind eben Schädlinge (Rehe, Hirsche) ( Homo sapiens seit ca. 500.000 Jahr) im Forst sind Wildschweine gewünscht , auf den Feldern und Wiesen nicht, obwohl sie ja nur die Larven der Mai und Junikäfer ausgraben, also nützlich sind für die Landwirtschaft, aber der Jäger muß den Schaden zahlen, statt dass die Wildsau belohnt wird, für ihre gratis Arbeit!
Oisdan, auf gehts:pachte und schieße und richte dir deinen Wald so wie du das glaubst machen zu müssen.
Oder führts gesetze wie in Belgien ein 50 ha = Eigen Jagd (zusammenlegen der Grundstücke mehrerer Besitzer ist gestattet), oder Frankreich: Schußzeit Reh Oktober bis Ende Februar; oder BRD Schußzeit Reh, Hirsch bis 31.01. oder England: überhaupt keine Jagdgesetze: Grundbesitz= Jagdrecht: keine Jagdprüfung nur der Umgang mit dem Gewehr wird geprüft, auf deinem Grund also auch im Hausgarten kannst du wann auch und was auch immer sich dort bewegt jagen, egal ob mit Falle, Gewehr, Besen, Säbel..., nur Tiere unter Naturschutz darfst nit jagern, bei der Katze vom Nachbarn is vielleicht a nit so guat, wennst as daschlagst, aber erlaubt is dort alles und des witzige dabei is - es geht - ganz ohne Behörde, keinerlei Meldungen, was wo wann von wem erlegt wurde!
Ich will nur ausdrücken, dass ich das ewige gejammere satt habe: änderts doch die Gesetze, die Landwirte sind im Parlament und in den Landtagen eh die größte Gruppe,vor den Beamten. Und änderts unsere Jagdgesetze, wie den depperten Abschußplan (im Frühjahr vor der Setzzeit wird bestimmt, wieviele Kitze, die noch gar nicht auf der Welt sind erlegt werden müssen und der Hirsch muaß a Krone haben und darf erst nach so und so viel Jahr erlegt werden, die Tauben nur nach Genehmigung der Behörde und nit wanns am feld einfallen usw. nur Vorschriften, dass die Beamten was z tuan ham - kein Praxisbezug)
Wild ist für mich Nahrungsmittel und was i brauch schiaß i ma: Vorschlag: unsere Gemeinde hat 2000 Einwohner und jeder hat das Recht auf 4 kg Wildfleisch, wer sich das nicht selber erlegen will kann ja einen anderen dafür zahlen, des wären bei uns dann 800 rehe, derzeit erleg ma ca 400. Oisdan schaffts do die Gesetze aus der Nazizeit endlich ab - jetzt warat wieder a guate Gelegenheit zum Einmarsch der deutschen Wehrmacht 38....


fg


helmar antwortet um 11-03-2013 07:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Hallo Gewessler......danke! Ich habe zwar gewusst das die Landes/Bezirksjägermeister Erben vom Göring sind, aber die Jagdgesetze auch? Aber wundern tuats mi net...........
Mfg, Helga


little antwortet um 11-03-2013 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
@gewessler!
Die letzten 25 Jahre ist kein Bauernbub ins Konsortium gekommen wo net der Vater und der Grossvater schon Konsorte war. Chancen hast auch als Gewerbetreibender mit Grundbesitz.(da genügt dann auch 1 ha)
Meine Einladung für die Jagd nach abgelegter Jagdprüfung: Kannst jagan kemma Konsorte wirst nie. Jeder "Häuslmann" hat spätestens im 2. Jahr einen Geweihträger schießen dürfen bei mir hats 6 Jahre gedauert.
Als ich vor 2 Jahren gemeint habe da ist eigentlich ein guter Jahrling (Spiesser) und er ist direkt neben der Bundesstraße, erlegen wir ihn bevor er in ein Auto läuft, war die Antwort: Wildbretjagan dann ma net.
Wanns bei euch anders oder Korrekter ablauft Gratuliere ich euch vom Herzen. Aber bei uns bist entweder in der Einserschicht oder sonst heißt es gefällig die Klappe halten.
Gewessler, das sind alles Tatsachen so wie es bei uns lauft und keine Wuchteln. Darum wird den Bauern empfohlen die Jagdprüfung zu machen. Aber nicht damit man aktiv auf den Wildverbiß reagieren kann, sondern damit, bist als Bauer mundtot gemacht.
little


mitmart antwortet um 11-03-2013 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
@ Gewessler ein guter Beitrag!

@ little wie schon einmal gesagt wer sich mundtot machen läßt ist selbst schuld. Schließt euch zusammen, pachtet die Gj selbst und bejagt sie selbst und keiner redet dir drein.
Vom Gesetz her gibts in vielen Gebieten die Möglichkeit Rotwild u. Rehwild wirklich zu reduzieren weil Jährlinge u. weibliches Wild überschossen werden dürfen. Nur der Sonntagsjäger macht das nicht um einen hohen Bestand zu haben.

Aber das Problem Industrieller Sonntagsjäger ist eben oftmals von den Landwirten selbst erzeugt worden indem man den Jagdpacht so hoch getrieben hat das diejenigen die noch echte Jäger mit bezug zu Wild und Wald waren das Handtuch geschmissen haben.

@ helmar ja früher als deine Eltern noch Streurechen gingen gabs diese Wilddichte nicht, im Gegenteil nach dem Krieg war der Wald leer, weil überall gewildert wurde und viele Landstriche waren reine Rehwildjagden, wo jetzt erst seit einigen Jahren das Hochwild sich immer mehr ausbreitet und vermehrt weil in den Rotwildgebieten zu wenig erlegt wird.


supa1 antwortet um 11-03-2013 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
@gewessler. Ich kann dir nur zustimmen, in all deinen Ausführungen. Es ist auch richtig dass ein Jagdpächter nicht die Jagdprüfung haben muss. Bei uns im Burgenland werden nächstes Jahr die Jagden wieder für 8 Jahre neu vergeben. Ich bewirtschafte einige Hektar in der Nachbargemeinde wo es bei Wildschäden immer Diskussionen mit der Jägerschaft gibt. Ich beabsichtige nun wirklich dieses Revier (770 ha, derzeitiger Preis 8000 Euro zu pachten, Obwohl ich kein Jäger bin. Denn ich will selbst verantwortlich sein für KEINE Wildschäden. Ich finde sicher genug Jäger die mir dabei helfen. Und Trophäen für die Behörde haben wir sicher genug richtige dabei.


mitmart antwortet um 11-03-2013 11:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
Glaube nicht das du ohne Jagdprüfung bzw Jagdkarte eine Genossenschaftsjagd pachten kannst.


Gewessler antwortet um 11-03-2013 19:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
@little: hab vagessen war bis Ende letzten Jahres a Jagdleiter der Gen. Jagd - also nochmals die Landwirte bestellen den Jagdausschuß und der vergibt die Jagd und sonst keiner, der Jagdausschuß hat zwar auch Mitglieder aus der Gemeinde , aber die Grundbesitzer haben die absolute Mehrheit.
Wenn die LW sich einig sind, können sie das Gebiet an jur. Personen verpachten - in Ö ist zum Unterschied zur BRD Pflicht zum Verpachten!!! in der BRD kann der Jagdausschuß (heißt dort anders) das Jagdrecht auch selbst verwalten! Und vor der Behörde brauchst da sowieso nix scheißen, der Forstmann is eh auf deiner Seitn.

@mitmart: kann auch im Bgld an jur Personen verpachtet werden - also eine Gesellschaft gründen, Verein etc. und einen Jagdleiter finden, der die jagdrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, das ist dann auch der Jagdleiter. Auch an Einzelpersonen ist es im BGLD möglich so wie in ganz Österreich und derjenige muß keine Jagdkarte haben, das aus dem Grund, dass eben reiche Ausländer Jagden pachten können ohne auch nur jemals eine Jagdprüfung gemacht zu haben, also im BGLD ganz einfach, verlege deinen Wohnsitz nach Ungarn und wenn du älter als 18 Jahre bist, brauchst du nicht einmal mehr eine Jagdprüfung, lediglich Waffen solltest dir anschaffen, sonst wirds nix mit dera jagerei!

lg

fg


Gewessler antwortet um 11-03-2013 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
@little: nochwas: wenn ihr so große Probleme habts, dann schauts dass ihr ins Jagdrecht nur ein Wort hineinbekommt: das jagdrecht kann (statt muß) verpachtet werden.
Und i lad di gern auf einen Rehbock ein und i zoag da gern unser Revier, 3300 ha/ ca 50% Wald - auch bei uns gibts Gebiete , die sind nicht so toll aber im Großteil funktionierts ganz gut.
Also ab 1. Mai oder 1. Juni auf nach St. Roman und gnua Munition einsteckn!


Fetzerl antwortet um 11-03-2013 19:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
@ helmar: ja, das Jagdgesetz stammt tatsächlich aus der Nazizeit; zumindest das Nö. Jagdgesetz ist sehr ähnlich (teilweise wortwörtlich) dem Reichsjagdgesetz von 1934, in Kraft gesetzt unter Reichsjägermeister Hermann Göring.

Ich mache selbst gerade den Jagdkurs und unsere Referenten sind sehr in Ordnung, was die jagdlichen Belange und die Sache mit den Wildschäden betrifft; die örtlichen Jäger noch nicht so ganz.... Da gabs vor kurzer Zeit mal Klagen, dass die Bauern ihre neu aufgeforsteten Stücke einzäunen...

LG, Franz





little antwortet um 12-03-2013 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gelebter tierschutz der übelsten sorte
@gewessler
Danke für dein Angebot. Möchte aber damit nur sagen das man als Landwirt bei uns von den Landwirten die bereits im Kosortium sitzen nicht gerne gesehen wird, aber wenn mann einen Ausgangsschein hat gleichzeitig brav das Maul halten muß.
Und das bei uns die Knochenjägerei immer noch wichtiger ist als das Wildbret.
Wenn bei euch die Jagd schon Weltoffener ist als bei uns und ihr im Wald dementsprechende Naturverjüngungen habt und diese auch in die Höhe bringt, dann ist das Super. Weil eigentlich heißt es ja im Landesjagdgesetz, das der Landeskultur der Vorang zu geben ist gegenüber der Jagd. Bei uns läuft es meistens umgekehrt.
Und welche Politischen Hebel damals in Bewegung gesetzt wurden als in unserer Nähe die eine Ökojagd verpachtet wurde wirst du sicher wissen.
little


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