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HAFIBAUER 07-03-2013 07:00 - E-Mail an User
Milchpreis
Wielange werden sich Österreichsmilchbauer diesen Moderaten Milchpreis noch gefallen lassen.In Deutschland wurde eine Studie gemacht und festgestellt,das mindestens um 10 Cent mehr bezahlt werden müsste um Ausgleichend zu Bilanzieren.Ich frage mich eins mit was wird das Ausgeglichen.!!!!!!!!!!


BSE1 antwortet um 07-03-2013 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
so schlecht wird er nicht sein, wenn in Ö immer noch überliefert wird auf "Teufel komm raus" - deshalb ist der Preis wahrscheinlich immer noch hoch genug - steigen wird er erst, wenn die Milch Mangelware wird. Aber dann drücken die Bauern gleich wieder auf die "Euter", damit der Preis nicht zulange oben bleibt.
Da ist uns Bauern ja nicht zu helfen!


Rocker45 antwortet um 07-03-2013 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
@ BSE: ich gehe nicht davon aus, dass milch allzuschnell Mangelware wird



freidenker antwortet um 07-03-2013 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
@Hafibauer

servus, die meisten milchbauern die ich kenn butten sowieso auserbetrieblich verdiente kohle in die produktion und freun sich wenns wo flächen zu pachten gibt

mfg


kraftwerk81 antwortet um 07-03-2013 10:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
@ BSE1,

der Milchpreis wird vom Diktat des Handels gesteuert und nicht von der Menge


alfalfa antwortet um 07-03-2013 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
es gibt nur dann ein Diktat wenn (mehr als) genug da ist und das ist wieder eine mengenfrage
ein frage die sich wohl zusätzlich stellt ist, ob der Handel die treibende Kraft ist oder auch nur von internen Konkurrenzkämpfen des gesättigten Marktes getrieben wird?



kraftwerk81 antwortet um 07-03-2013 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
der handel hat mittlerweile die abhängigkeiten so gestaltet dass die menge am markt kaum noch einfluss hat.


textad4091 antwortet um 07-03-2013 11:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
@ BSE1: Wenns't einen Stall zum Abbezahlen hast oder vielleicht auch noch Pachtgründe zu bezahlen hast, bleibt nix andres übrig als zu liefern und zu liefern- Is aber natürlich kein Argument für die Überlieferung, aber die Praxis sieht anders aus ....
Sinkt der Milchpreis noch weiter, werden auch nur die "Kleinen" aufhören weil's ihnen z'deppert is, jene deren Stall mehr oder minder dem Giebelkreuz oder einer andren Bank gehört bleibt eh nix übrig als unter sogut wie allen Bedinungen zu liefern ... Aber es kommt die Zeit, da werden sich die Molkerein nach jenen Betrieben sehnen, die ned so sehr den Turbo aktiviert haben und mit Maß gewachsen sind und ned mit der Bank ....
Bei so manchen Betrieben die sich zu 90% von Pachtflächen abhängig gemacht haben isses nur mehr eine Frage der Zeit dass'es ned mehr daschnaufn ... Nicht dass ich ihnen keinen Erfolg gönne, aber wenn ma für Pachtflächen mindestens 600.- hinlegen muss und bei sagen wir 50 Milchkühen einen einstelligen Betrag seinen Eigenbesitz, dann hat das alles ein Ablaufdatum ...

Überlieferung hin oder her, in wirklichkeit gibt's bei diesen wirtschaftlichen Bedinungen recht wenig Möglichkeiten- Erklär der Bank einmal, du lieferst keine Milch und zahlst die Raten ned ab, weil der Milchpreis so schlecht is oder das Kontingent ausgeschöpft is ... Das is die bittere Wahrheit wo zuu viele drinhängen ...


alfalfa antwortet um 07-03-2013 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
sicher richtig, betriebsaufgaben muss man sich sicher leisten können, jedoch wird keiner gezwungen diese oftmals wenig abgesicherten und hochriskanten investitionsentscheidungen zu treffen und sich in Pfadabhängigkeiten zu begeben wo ma nimma heraus kann- aber schlussendlich san eh immer staat, molkerein und handel schuld das wir produkte erzeugen, die in dieser menge am markt nicht erwünscht sind




kraftwerk81 antwortet um 07-03-2013 15:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
das nennt man dann Deckungsbeitrag, das heisst lieber einen kleinen Verlust erwirtschaften und durch Substanz oder Nebenerwerb ausgleichen als die kompletten Fixkosten nicht bezahlen können.

lernt man eigentlich schon ganz am Anfang in Betriebswirtschaft und sollten einem jeden bewusst sein der in irgendeiner Form ein Unternehmen betreibt. Das was jetzt in der LW mit den Wachstumsbetrieben passiert ist m.M. Spekulation um dann wenn die Quote fällt den "Startvorteil" zu haben.

Sicher eine Gradwanderung mit sehr variablen Einflussfaktoren, kann gut gehen oder aber scheitern. Muss jeder selber wissen. Kann aber aus eigener Erfahrung sagen dass die wo nicht investiert haben auf jeden Fall zum Aufhören kommen.


Fallkerbe antwortet um 07-03-2013 17:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis

Man wird inzwischen ja beinahe einmal Wöchentlich um Pachtgrund gefragt.
Es wird auch ganz offen angeboten, die bisherigen Pächter zu überbieten.

Die Fläche ist die neue Quote. Und der Kampf um die Flächen wird nach meinem Empfinden in den letzten Jahren zunehmend härter geführt. Daher gewinnt man schon den eindruck, das Milchviehhaltzung schon noch attraktiv erscheint.

mfg


alfalfa antwortet um 07-03-2013 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
oder erst mit dieser zusätzlichen flächen wieder kostendeckend wird, da sich der neue stall mit vorhandenen flächen nicht auffüllen lässt!
zu einem problem wirds meist wenn die alten verpächter das gleiche wollen wie der neue, damit rechnet natürlich keiner

lg


akut antwortet um 07-03-2013 19:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Ich frage mich oft wie es um den Intellekt der Milchbaueren steht! Wenn, wie es geschieht ständig nur durch Mehrproduktion u. mehr an Einsatz das Einkommen versucht wird zu steigern und immer mehr an Lebensqualität geopfert wird. Man hält eben dann 100 Kühe wenn 50 nicht mehr genug abwerfen.
Ein rel. großer Milchbauer antwortet mir auf die Frage ob er glaubt, dass Einsatz und Ertrag im richtigen Verhältnis stehen ganz klar mit nein!
Die älteren wissen es, das es mal einen Milchpreis zwischen 6 u. 7 Schilling gab, das es auch mal für einen Liter Milch einen Liter Diesel gab, ähnlich bei anderen Betriebsmitteln und Abgaben.


Panter antwortet um 07-03-2013 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Ich hab da auch einen Schönen umgebauten Stall. kost a schweine Geld. empfinde mich als klein. keine 20 Kühe. überleg jetzt auf bio und heu umzustellen. I muss dann nur noch 3/4 der milch anliefern ums gleiche milchgeld zu bekommen. das ist die Theorie! vielleicht kann i euch von der Praxis in 3 jahren berichten. oft ist weniger mehr. aber leider ist das alles nicht so einfach. jeder will wachsen! alle helfen einem: die Bank, die Molkerei, diverse Arbeitskreise, der Zuchtverband, usw. und wennst dann richtig gut bist kommst drauf dast mit dem Umsatz bzw. dem DB (schon angesprochen worden) nicht einkaufen gehen kannst. das ganze trumherum noch nicht beachtet (Lebensqualität, freizeit usw.


mitmart antwortet um 08-03-2013 07:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Bei uns haben auch ein paar neue Ställe gebaut, enorm vergrößert, jetzt wird Holz gehackt bis zum geht nicht mehr, Flächen zugepachtet, LKW´s voll Heu und Siloballen zugekauft irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das man so Gewinn macht, Umsatz ja, aber von dem kann man nicht leben.


kraftwerk81 antwortet um 08-03-2013 10:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
"die Fläche ist die neue Quote"

genau so schaut's aus, da werden z.T Flächen irgendwo günstig gepachtet und 1x im Jahr gemulcht nur damit die GVE passen - weil das Futter kommt sowieso billiger wenn man's per LKW bringen lässt


freidenker antwortet um 08-03-2013 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
@kraftwerk81

>"die Fläche ist die neue Quote" genau so schaut's aus,

du hast noch die vorhandenen arbeitsgreise am betrieb vergessen. Ein wichtiger faktor, damit man den nebenerwerb gut organisieren kann

mfg




dahans antwortet um 08-03-2013 17:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Meiner Meinung nach muß der Preis gut sein , besonders für Bauern dies verstehen ,mit 10 000 Liter pro Kuh Silomilch ! Ein Sternauto kann er sich dann auch leisten !


brr antwortet um 09-03-2013 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Neidhammel !



Haa-Pee antwortet um 09-03-2013 12:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
in meiner gegend wird auch massiv in milchviehställe investiert.
es muss ein gutes geschäft sein, sonst baut man nicht für über 100 kühe ställe und hat ca 700000 euro zu finanzieren.

für mich persönlich rechnet sich die sache nicht.

1. erstens bin ich zu feige mir einen arbeitsplatz zu schaffen für den ich mal schlappe 300000 euro in die hand nehmen muss.

2. die auslastung im milchviehstall beträgt 365 tage da muss auch ordentlich geld über bleiben,wenn man in der freien wirtschaft mit durchschnittlich 250 arbeitstagen und kaum mehr als 1800 akh auskommt.

3.wenn ich auch die 5 tage woche einführen will,und mit fremdarbeitskräften vom maschinenring arbeite führt das ungerechnet, innerhalb von 6 monaten zur zahlungsunfähigkeiten von meiner "milchbude"!

4. stimmt die kosten erlös situation irgendwie nicht bei milchpreisen aus den frühen 60er jahren(30-38 cent/kg) mit den betriebsmittel und dienstleistungskosten in der gegenwart.(melkmaschinenmonteur 81€/AK)usw!

5.interessiert sich auch immer mehr der Fiskus für grosse milchbauern! dh für die überleistung an arbeitszeit wird man schön seinen teil dem staat abtreten müssen! da ist bald nichts mehr mit pauschale gewinne nach "hinten" schieben!

6. macht es einfach keinen spass das ganze jahr permanent unter druck zu stehen von seiten der behörden,von seiten der molkerein,von seiten der politik, von seiten der grundverpächter,und von den buben von der raika.....und von der ganzen arbeit und verantwortung rede ich gar nicht!



Rocker45 antwortet um 09-03-2013 14:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchpreis
Wenn man die Beiträge hier so liest könnte man meinen, dass jeder Milchbauer, der investiert, ein Volltrottel ist....



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