Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung

Antworten: 25
Peter06 06-03-2013 13:12 - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Die Mutterkuhprämie soll ja nach Meinung einiger unserer Agrarpolitiker auslaufen. Welche Auswirkungen das auf die Mutterkuhhaltung insgesamt hat, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt nur erahnen. Tatsache ist jedenfalls, dass die Förderung der Mutterkuhhaltung schon vor dem Beitritt zur EU wesentlicher Bestandteil einer zielgerichteten Agrarförderung vor allem von kleineren Nebenerwerbsbetrieben in Grünlandgebieten war, deren positive Begleiterscheinungen, wie die Offenhaltung unserer Kulturlandschaft im alpinem Raum, Förderung des Images einer bäuerlichen Landwirtschaft, insgesamt die Erhaltung vieler kleinerer Betriebe, gar nicht hoch genug geschätzt werden können!
Ein Argument für die Abschaffung der MKP, dass bei Diskussionen immer wieder angeführt wird, ist die Tatsache, dass einige Mutterkuhhalter ihren Betriebszweig rein nur auf "Förderungsoptimierung“ ausgelegt haben, und das Produkt, bzw. dessen Erlös eher eine "untergeordnete Rolle" spielt.
Demgegenüber gibt es aber natürlich genug verantwortungsvolle Betriebsführer, die grössten Wert auf z.B. gezielte Anpaarung, entsprechend geeignete Elterntiere, Tageszunahmen, Schlachtkörperqualitäten etc. legen.
Meine Überlegung ist nun, eine (angedachte) Fortführung der MKP an Qualitätsstandarts zu koppeln, deren Einhaltung für viele Betriebe (z.B. Züchter) sowieso selbstverständlich sind.
Ich möchte Euch bitten, hier weitere Sachargumente anzuführen, bzw. zu diskutieren!
Wie gesagt, Sachargumente......




alfalfa antwortet um 06-03-2013 14:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
die abschaffung der Mukuquote ist wohl keine nationale entscheidung sondern teil einer einheitlichen betriebsprämie. entgegengesetzt könnte man sagen das historische zahlung etwa für zuckerrüben auch vereinheitlich werden. was angesichts der 100 mio euro mukuquotenzahlung wohl ein schwacher trost ist
lg


Christoph38 antwortet um 06-03-2013 15:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Die Auswirkung lässt sich mehr als erahnen, die Mutterkuhhaltung wird unrentabler werden.

Auch bei verantwortungsvoller Betriebsführung war die Muku sehr förderungsabhängig, mehr als sowieso üblich in der Landwirtschaft. Von komplizierten Koppelungen halte ich wenig, da selbst unfruchtbare Muku zur Offenhaltung der Kulturlandschaft geeignet sind.



sepp9 antwortet um 06-03-2013 16:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Die Abschaffung der MUKU Prämie bringt auch Probleme bei der Versorgung der Mäster mit Qualitätseinsteller mit sich. In den letzten Jahren hat sich die MUKU Haltung sehr Profesionalisiert und ist ein wichtiger Zweig in der gesamten Landwirtschaft. Die ganzen Qualitätsprogramme bei Rindfleisch die mitlerweile im Handel gut laufen wären umsonst, da die Milchviehhalter Züchterisch nicht in Richtung Fleischleistung arbeiten. Eine Qualitätsbezogene Prämie wäre eine Alternative dazu, des weiteren müste ausgeschloßen werden das Milchviehhalter für Ihre Alt Kühe die sie für die Quotenerfüllung nicht brauchen eine Prämie bekommen. Da die Einnahmen aus der MUKU Haltung eher gering sind werden die Betriebe die umstellen befor der Betrieb ausläuft und nur nuch die Prämie kassieren wollen sowieso verschwinden.


rob98 antwortet um 06-03-2013 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
@ alfalfa das auslaufen lassen der Mutterkuhquote ist sehr wohl eine nationale entscheidung siehe frankreich wo sie beibehalten wird ein teil der gesamten von der EU an Österreich überwiesenen Förderung darf für direkte Tierförderungen verwendet werden. Nur bei uns will man das wohl nicht...

meiner meinung nach sollte sie weiter bestehen allerdings nur mehr entweder oder also keine 5 Milchkühe und 4 Mutterkühe sondern nur mehr reine MUKU Betriebe und reine milchbetriebe


mfg


soamist2 antwortet um 06-03-2013 17:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
die mutterkuhhaltung hat durch den niedrigen produktionswert /jahr der erzeugten produkte mittelfristig keine überlebenschance. dies hat die eu erkannt und mit der streichung der mukuprämie einen lenkungsmechanismus ingang gesetzt der die kleinen nebenerwerbsmukuhalter zum aufgeben motivieren soll und auch wird.

aus einem ha grünland grade mal ca 250 kg rindfleisch pro jahr zu produzieren ist eben, nüchtern betrachtet, unwirtschaftlich.

volkswirtschaftlich macht es durchaus sinn steuergeld, statt in nofuture branchen zu pumpen, intelligenter einzusetzen



helmar antwortet um 06-03-2013 18:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Ich würde mal meinen dass man u.a. in der ÖVP der Meinung ist dass man für die Mukuhalter mit sagen wir mal 5 solcher Tierchen nichts machen zu braucht.....denn das Zünglein an der politischen Waage sind die auch nicht mehr.
Mfg, Helga


textad4091 antwortet um 06-03-2013 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Naja, in manchen Grünlandgebieten geht halt einfach ned mehr- Intensivierung ist oft auch ned das Gelbe vom Ei; Und aaaangeblich hab'ma ja jetzt schon, trotz dieser gaaaanzen unwirtschaftlicher Betriebe, einen Fleischüberschuss- Gleicht sich halt Alles aus, andre Fahren halt "Vollgas gibim Monsanto Geld nachwerfen, sch auf echte Nachhaltigkeit" und das (natürlich extremst dargestellte) Bild kann man ned überall Umsetzen- Da is unabhängig ob MuKu oder MiKu, Mast, etc. .... ; Und so manche Vollgasbetriebe die in letzter Zeit aufgestockt haben wird's in wenigen Jahrzehnten wahrscheinlich ned mehr geben, weil sich deren Rechnung halt ned ausgeht- Also gibt's kein echtes Argument wieso jene, die jetz gewisse Flächen bewirtschaften, aufhören sollen um andren quasi Platz zu machen;
Nicht sooooo intensiv zu fahren, sich ein wenig unabhängig zu machen von Futtermittelherstellern und auf Kunstdünger vollständig zu verzichten is ja auch wirtschafltich ned das allerblödeste- Ma muss halt in Kauf nehmen dass alles ein wenig länger dauert; Denn ein Argument von manchem Intensivbetrieb "Die Extensiven brauchn jo kan Kunstdünger, also ka Förderung" (oder so ähnlich^^) is auch mehr schlecht als recht; Ich kehre aber nicht alle in eine Schublade- Gibt halt a paar Schäfchen die hervorschwärzen;
In Frankreich wird man sehrwohl wissen warum man die MuKu-Prämie behält- Österreich hat halt mal einen LW- Minister aus dem Burgenland und einen Fädenzieher der ÖVP/des Bauernbundes aus einem andren großen, ackerbaubetonten Bundesland- Sich da auf die EU rauszureden is ähnlich wie von der hinterfotzigen AK und SPÖ bei der Führerscheinmitnahmepflicht damals zu fluchen^^ Aber wie's halt so mancher beim Bundesheer gelernt hat "Dafia bin i ned zuständig"



little antwortet um 06-03-2013 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Zuletzt hab ich im Blick ins Land gelesen, das wir in 20 Jahren viel zu wenig Holz haben werden. Da ja soviel mit Holz geheizt wird. Dieses Problem wird sich erübrigen, da in den nächsten Jahren viele Grünlandflächen von ehemaligen Muku-betrieben aufgeforstet werden.
Dann stellt sich auch nicht mehr die Frage Teller oder Tank, weil Holz sehr schwer verdaulich ist für uns Menschen.
Und die Ausrede: Die EU hat des gemacht. Glaub ich schön langsam nimmer.
Viel mehr arbeitet unsere eigene Vertretung gegen uns. Ich weiß nicht machen sie es aus Dummheit oder weil es der Weg, mit den geringsten Widerstand ist.
little


biozukunft antwortet um 06-03-2013 22:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Die Milchproduzenten haben wohl neidvoll auf die MK-Prämie gesehen, angesichts des vergangenen Milchpreisverfalls. Die flächenstarken Betriebesinhaber - insbesonders die viel Zeit zum Politisieren haben, sind oft gut vernetzt, also Lobbyisten. Hier sollte man endlich auch Regeln für diese Einflussnehmer einführen. Keine Zweifachfunktionen (z.B. Nationalrat +....)! Flächenstarke Betriebe haben zu den technolog. Vorteilen aber keine Sicherung von mehr Arbeitsplätzen als Kleinbetriebe, die nun wegrationalisiert werden sollen. Das größte Übel der Menschheit ist GROSSGRUNDBESITZ und Großimperien ohne demokratische Mitbestimmung Betroffener!


Peter06 antwortet um 07-03-2013 15:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Welche agrarpolitischen Ränke hier im Hintergrund geschmiedet wurden, entzieht sich leider meiner Kenntnis, ich hoffe aber, dass sich die Verantwortlichen der Tragweite ihrer Entscheidung in vollem Umfang bewusst sind.
Wie leistungsfähig Mutterkuhbetriebe sein können, beweisen sie z.B. in der Baby-Beef-Produktion (etwa Styria Beef), in der tolle Qualitäten und auch dementsprechende Deckungsbeiträge erzielt werden können.
Nachdem die Milchkühe weg vom Zweinutzungsrind immer mehr in Richtung „Hungerhaken“ gezüchtet werden, frag ich mich schon, woher entsprechende Einsteller kommen sollen, wenn nämlich auch die kleineren Milchviehbetriebe, die bisher auch auf Mastfähigkeit Wert gelegt haben, immer mehr ausgedünnt werden.
Die Rindfleischproduktion wird sich immer mehr aufspalten, in die Intensivmast auf Weltmarktpreis-Niveau und in eine Nische einer hochpreisigen und klar definierten Spitzenqualität, hier haben wir noch grossen Aufholbedarf, und genau darin liegt auch die Chance in der Mutterkuhhaltung, hierfür die Basis zu legen.



helmar antwortet um 07-03-2013 17:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Hallo Peter 06...meines Wissens wurde noch vor EU Zeiten eine Mutterkuhprämie aus dem Grund eingeführt weil in Österreich alle politischen Versuche, die Milchanlieferung zu verringern, mehr oder weniger gescheitert waren. Und die Prämie gab es ja nur wenn jemand die Quote zurückgelegt hat. Damals gab es auch noch betriebliche Höchstkontingente bei Milch( 80.000), maximale Bestandesgrößen uvm.
Ich denke dass es gar nicht so sehr wie du vielleicht vermutest, politische "Ränke" sind wenn die Mutterkuhförderung fallen soll, sondern dass es eher das Diktat der leeren Kassen ist. Und da wird man sehr wohl kalkuliert haben, bei wem man anfangen kann.....leider.
Mfg, Helga


Schaf_1608 antwortet um 07-03-2013 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Peter die Mutterkuhprämie fällt sicherlich nicht weil irgendjemand die Mutterkuhbetriebe umbringen will, sondern weil man sich (auf drängen von nicht Europäischen Länder) darauf geeinigt hat alle gekoppelten Zahlungen abzuschaffen. Ob das jetzt gut oder schlecht ist sei dahingestellt, jedenfalls wird das Ziel erreicht: Die Marktverzerrung wird unterbunden. Außerdem sollte ja (Zumindest in der Theorie) die Mutterkuhprämie durch die entkoppelten Zahlungen ausgeglichen werden.
Es ist sehr traurig um jeden Betrieb und um jede österreichische Mutterkuh, aber da die Mutterkuhhaltung nun einmal unrentabel ist hat sie am freien Markt keine Chance... Damit müssen wir uns abfinden... Klingt hart, aber es gibt kein zurück...
glg


helmar antwortet um 07-03-2013 18:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Nicht ganz uninteressant....in Gegenden in welchen man eigentlich nicht damit rechnet, gibt es Mutterkuhbetriebe, meistens Direktvermarkter. Und das wird wohl seinen Grund haben.
Mfg, Helga


puschl07 antwortet um 07-03-2013 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Also ich bin auch Mutterkuhhalter, freue mich über die rege Diskussion.
Für viele Mutterkuhbetriebe wird es halt schon zu großen Einschnitten kommen, da mit der flächenbezogenen Betriebsprämie die schon ohnehin benachteiligten, arbeitsintensiven Weideflächen, Almen usw mit nur 25% berücksichtigt werden.
Wenn jemand alpine Weideflächen bewirtschaftet, der weiß, wie schnell die ohne laufender Pflege zuwachsen und verwildern.
Ich finde, dass die Mutterkuhbetriebe einfach nicht ernst genommen werden, man könnte die Mutterkühe leicht wie in Frankreich gekoppelt lassen, es würde in Summe auch nicht die Welt kosten.
Das Problem liegt darin, um das Geld auszunutzen, ist jemand die Glorreiche Idee gekommen, Milchkühe mit Mascherl auch als Mutterkühe zu fördern, das war noch nicht genug, nehmen wir aus dem MuKu Topf auch noch eine MuKu Prämie für Kalbinnen.
Und so bringt man dann eine ursprünglich wirklich gute Maßnahme zum Kippen.
Angeblich waren Vertreter aus allen Gremien dabei vertreten, als die Abschaffung der Muku Prämie auf nationaler Ebene beschlossen wurde.
Kann mir nicht vorstellen, dass ein Vertreter der Mutterkubetriebe da mitgearbeitet hat.
Werde mich aber hüten, dies auf der Kammer noch einmal anzusprechen.
Nachdem ich bei einem Kammerstammtisch meine Bedenken geäußert habe, und dann bis zum heutigen Tag ohne Rückmeldung ein Mail mit selbem Inhalt an die LK gesandt habe, hab ich dann ein paar Wochen später am 22.12.2013 bei 20cm Schnee eine AMA-Kontrolle all Inklusive gehabt, die sich gewaschen hat.
lg.


tch antwortet um 07-03-2013 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Es ist schon lange bekannt das die AMA gute Kontakte zur Schneefalllobby hat...

Wer ist auf die Idee gekommen das von Dir erwähnte Geld auszunutzen?

tch


Peter06 antwortet um 08-03-2013 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
@patrick_1608:
Das musst Du mir jetzt erklären, was Du mit "Die Marktverzerrung wird unterbunden" gemeint hast. War das etwa "marktverzerrend", dass viele Mutterkuhbetriebe sich aus der Wahnsinnsinvestitionsspirale in der Milchviehhaltung verabschiedet haben?

Förderungen sollten meines Erachtens immer solche Ziele unterstützen, aus denen die gesamte Gesellschaft einen Nutzen bezieht, die Synergieeffekte, die die Mutterkuhhaltung mit sich bringt, sind geradezu vorbildlich in dieser Disziplin!


Schaf_1608 antwortet um 08-03-2013 09:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Peter du hast schon recht, den Milchviehbetrieben hat es genützt, aber die Mutterkuhprämie war trotzdem marktverzerrend!
Mutterkuhhaltung ist nicht wirklich rentabel und durch die gezielte Förderung der Mutterkühe (Du bekommst dann Geld wenn du MUTTERKÜHE hast) wurde sie plötzlich halbwegs rentabel. Andere Länder die keine Mutterkuhprämie haben haben sich natürlich massiv aufgeregt. Sodass die EU alle gekoppelten Zahlungen (Wo man für bestimmte Produkte Geld bekommt) entkoppeln musste (Man bekommt pro Flächeneinheit Geld, egal was man auf der Fläche macht).
Dadurch regelt sich der Markt selbst, ich hab nie gesagt das das gut sein soll, nur das der Markt eben nicht durch Bevorzugung bestimmter Produkte und Sparten verzerrt wird.
Ich geb dir vollkommen recht, dass Förderungen höhere Ziele verfolgen sollten, aber was ist an Mutterkühen besser als an Schafen, Ziegen oder Pferden? Alle schaffen es die Almen offen zu halten...

Ich gebe dir auch vollkommen recht, dass es schwieriger wird heimisches Rindfleisch zu bekommen. Wird halt eine gesellschaftspolitische Frage ob wir ausländisches Fleisch importieren oder den Erzeugerpreis erhöhen...

glg


tomsawyer antwortet um 08-03-2013 10:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Ich als Milchviehbetrieb würde es den Mutterkuhhalter gönnen , wenns doch die Prämie weiterhin gibt, oder in einer anderen Form ( Qualitätszuschlag ...)
Vielleicht gibts ja doch noch Nachverhandlungen , siehe Verlängerung des Inbetriebnahmedatum - Optierung.


steyrm9000 antwortet um 08-03-2013 10:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
@ Ikarus:

Dein Wort in Politikers Ohr ;-)

Ich glaube zwar nicht mehr dran...aber es wird schon angedacht eine Prämie aus der zweiten Säule zu lukrieren, diese ist aber nicht mehr so hoch wie die jetzige MuKu Prämie...
Mal sehen was noch auf uns zukommt!

LG.


Schaf_1608 antwortet um 08-03-2013 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
ston150
Wenn dann kann man nur eine Förderung aus der zweiten Säule einführen, aber auch da darf die Förderung nicht marktverzerrend wirken. Sondern sie sollte Umweltschutz und Landschaftsschutz fördern. Gesetzeskonform ist sie dann aber wohl nur wenn sie nicht für Mutterkühe per se gilt sondern zb für das Offenhalten von Almen durch Wiederkäuer oder die Erzeugung von Qualitätsfleisch. In solch einem Fall müssten aber wohl alle Wiederkäuer die eben die Kriterien erfüllen (also auf der Weide stehen) gefördert werden, nicht nur Mutterkühe und dadurch wird die ausbezahlte Summe wohl nicht allzu hoch sein...
lg



Peter06 antwortet um 09-03-2013 12:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
"Mutterkuhhaltung ist nicht rentabel"
Sorry, ich will diesen Satz einfach nicht so stehen lassen. Weil er nämlich nicht stimmt.
Er ist ein Affront gegen jene Landwirte, die diesen Betriebszweig als Teil des gesamten Einkommens betreiben, weil er es durch geringeren Zeitaufwand ermöglicht, entweder andere Betriebszweige zu forcieren (etliche MuKu-Betriebe haben z.B. hervorragend bewirtschaftete Wälder, "Vollgasinvestierer" haben oft abgeholzte Wälder), oder einem ausserlandwirtschaftlichen Nebenerwerb nachzugehen.
Insgesamt scheint mir, dass sich die Agrarpolitik sehr gerne mit dem Mäntelchen der bäuerlichen Landwirtschaft schmückt, auch als Zahler (z.B. SVB, Kammerumlagen) sind wir Nebenerwerbler sehr beliebt, wenn es aber um konkrete Massnahmen geht, diese Betriebe zu unterstützen, sind die viel beschworenen Ideale vergessen...


Obersteirer antwortet um 09-03-2013 12:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
@Peter06 Hallo Volle Zustimmung, auch bei uns gibts sehr viele die sich über die Mutterkuhhaltung lustig machen,witzigerweise sind dies meistens Betriebe die so schlecht beieinander sind das sie viel eher als Abhauser durchgehen könnten als einige Mutterkuhbetrieber,ich bin sogar überzeugt das ich mit 10 Mutterkühen mehr einnahemn zusammenbringe als ein Milchbetrieb mit 7 Kühen einfach weil ich auch die Ausgaben besonders nieder halten kann hier tut sich ein Milchbetrieb wesentlich schwerer. Gruss Obersteirer


kraftwerk81 antwortet um 09-03-2013 12:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
super vergleich.
da kann ich die hamsterzucht meiner tochter auch ins rennen schicken ;o)


Schaf_1608 antwortet um 09-03-2013 13:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Okay Peter das musst du für dich entscheiden, mM stehen Gewinn und Aufwand in ungutem Verhältnis, aber das ist ja auch von Betrieb zu Betrieb stark verschieden...
Und wenn MuKu Haltung so rentabel ist brauchst eh keine Prämie dafür?
Alle bei denen der DB halt nicht passt werden sich nach Alternativen umsehen, ob das verpachten, aufforsten, Schafe, Ziegen, Pferde oder gar Milchkühe sind muss jeder für seinen Betrieb entscheiden...
Ich hab mich schon entschieden, die Kühe kommen mit Jahresende weg...
glg


Peter06 antwortet um 09-03-2013 13:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Hi, kraftwerk81
Du hast im Milchpreis-Fred folgendes geschrieben:
Zitat:
„das nennt man dann Deckungsbeitrag, das heisst lieber einen kleinen Verlust erwirtschaften und durch Substanz oder Nebenerwerb ausgleichen als die kompletten Fixkosten nicht bezahlen können.“
Zitat Ende

Heisst das jetzt, dass die Hamsterhaltung Deiner Tochter erst dann wirtschaftlich wird, wenn erst einmal 800 000 € in den Hamster-Stall investiert wurden, die aber nicht relevant sind, Hauptsache der Deckungsbeitrag aus der Hamsterhaltung wird aus der Substanz oder durch Nebenerwerb abgedeckt?
Wird schon stimmen, ein Betriebszweig, bei dem nur niedrige Kosten anfallen, der kann ja nichts wert sein...


Bewerten Sie jetzt: Argumente zur Fortführung der Mutterkuhförderung
Bewertung:
4.67 Punkte von 6 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;390493




Landwirt.com Händler Landwirt.com User