Person vor Partei.........dient der Partei

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helmar 22-02-2013 16:26 - E-Mail an User
Person vor Partei.........dient der Partei
Dieses Wochende noch überstehen, und dann ist unserem lieben und schönen Bundesland endlich der Wahlsonntag da. Im ganzen Bundesland stehen mehr oder weniger schöne Plakate mit mehr oder weniger schönen Menschen herum, und es flattern diverse Prospekte durch die Gegend, und kaum eine Veranstaltung wo nicht zumindest ein Folder mit dem eines freundlich lächelnd um die Stimme des Souveränes, des Stimmbürgers/Stimmtierchens, bittenden Kandidaten dieser oder jener Partei verteilt oder aufgelegt wird. Manche Partei setzt auch auf Hausbesuche der örtlichen Funktionäre welche allerlei schöne Dinge bringen und selber dann nach Beendigung ihrer Tour, weil sie im Namen ihrer Partei weder ein gern gegebenes Glasl Wein, Bier, Stamperl nicht abzulehnen getraut haben , schon vor der Wahl Kopfweh haben.

Und der Wähler ist dazu aufgerufen, auf einem Mordstrumm von Stimmzettel seine Partei, und den ihm am meisten zusprechenden Kandidaten zu wählen. Man will ja den Wählern was bieten......Nun, soweit, so gut. Wenn man nun der Meinung ist der Benedikt Kastenhofer könnte einen guten Landtagsabgeordneten abgeben, und man kreuzt denselbigen auf dem Bezirksangebot seiner Partei an, dann dient diese Stimme natürlich in erster Linie dem Benedikt, aber man hat damit, auch wenn man es nicht möchte, seiner Partei, welche ihn ja wie man so sagt, aufgestellt hat, auch zu einer Stimme verholfen.........ohne die wahlwerbende Partei des Benedikt gewählt zu haben.

Ein Schuft der Böses dabei denkt, oder? Oder andersrum, hat es so mancher "hoher" Politiker, manche Partei, nötig, sich hinter den regionalen Kandidaten zu verstecken?
Mfg, Helga



bionix antwortet um 22-02-2013 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Person vor Partei.........dient der Partei
"Konrad, sprach einst Vater Pröll,
Wahlen sind , ich brauche schnell
etwas Geld für unsere Leute,
überweise, bitte, heute!
Jetzt, und das weiss schon ein jeder,
zahlt der treue Hameseder ".



frami antwortet um 22-02-2013 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Person vor Partei.........dient der Partei
@helmar
Zitat:
Wenn man nun der Meinung ist der Benedikt Kastenhofer könnte einen guten Landtagsabgeordneten abgeben, und man kreuzt denselbigen auf dem Bezirksangebot seiner Partei an, dann dient diese Stimme natürlich in erster Linie dem Benedikt, aber man hat damit, auch wenn man es nicht möchte, seiner Partei, welche ihn ja wie man so sagt, aufgestellt hat, auch zu einer Stimme verholfen.........ohne die wahlwerbende Partei des Benedikt gewählt zu haben.

Blöde Frage: Wenn man den Benedikt Kastenhofer wählen möchte, weil man der Meinung ist, dass er einen guten Abgeordneten abgeben könnte, macht es doch keinen Sinn eine andere Partei, als jene die den Benedikt Kastenhofer aufgestellt hat, zu wählen.
Ich muss ehrlich sagen, wenn mir der Spitzenkandidat eines Bezirkes nicht zusagt, kann ich einen anderen ankreuzen. Wenn dieser dann mehr Stimmen hat als alle anderen ist nämlich er der neue Abgeordnete. Es ist doch besser der Wähler kann seinen Kandidaten aussuchen, als man bekommt automatisch jenen vorgesetzt, den irgend ein Parteigremium bestehend aus wenigen Leuten zum Erstgereihten macht. Genau das haben wir doch bei so vielen Wahlen. Und wenn mir keiner einer Partei zusagt, dann suche ich mir einen von einer anderen Partei.
Ich schätze eigentlich deine Beiträge, aber diesen Eintrag verstehe ich beim besten Willen nicht!



helmar antwortet um 22-02-2013 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Person vor Partei.........dient der Partei
Hallo Frami....das mit den Vorzugsstimmen ist so eine Sache.......nicht automatisch kommt derjenige zum Zug, der die meisten davon hat. Und gerade ein typisches Beispiel dafür hat es bei der letzten EU-Wahl gegeben: Othmar Karas hatte die meisten davon, als Delegationsleiter im EU Parlament wurde dann Ernst Strasser, der weniger Vorzugsstimmen hatte, vorgezogen. Fazit, zu guter Letzt bestimmt die Partei. Und findet Mittel und Wege wenn vielleicht der "Falsche" vorn ist, das wieder irgendwie hinzubiegen.
In unserer Ortschaft ist aber derjenige mit den meisten Vorzugsstimmen auch Bürgermeister geworden. Ohne lange Debatten.
Und wenn ich dem Benedikt zwar gern meine Stimme geben möchte, seiner Partei aber nicht, hab ich die Wahl zwischen Frostbeulen und Fußpilz...entweder wähl ich den Benedikt und krieg seine Partei dazu, oder wenn ich das nicht will, kann ich den Benedikt nicht wählen...wie sagte einst der Sinowatz? "Es ist alles sehr kompliziert"
Mfg, Helga


helmar antwortet um 22-02-2013 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Person vor Partei.........dient der Partei
Hallo Papillon......das sage und sagte ich schon sehr oft was ich nicht für richtig finde, aber unsere Kapazunder schalten in dem Fall auf Durchzug. Und können nicht glauben wenn jemand am Allwissen/Können der Parteiführung sein Zweifel äußert. Oder anderer Meinung als dieselbe ist. In meinem Bezirk/Wahlkreis ist es so dass doch ein ziemliches Gerangel um die besten Plätze in der Reihe herrscht und weil halt die ÖVP eine Partei der Bünde ist, will natürlich jeder Bund seine Leute bestmöglich positionieren, und es herrscht, auch wenn das niemand so gern zugibt, innerhalb der Partei auch noch mal Wahlkampf und der Versuch durch die jeweiligen Bünde zu mobilisieren............und somit reiben sich die Listenplatzinhaber untereinander auf, versuchen z.T. über Unterstützungskomitees zu punkten, und egal was passiert, jede Vorzugsstimme dient auch der Partei. Und oder gerade der ÖVP.
Mfg, Helga


Rebell2 antwortet um 23-02-2013 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Person vor Partei.........dient der Partei
Hallo Helga !

Freut mich, dass du es kapierst die andern wollen und dürfen das nicht verstehen !
Dass ist doch nur eine Lockvogelwahl, und dienen tuts doch nur unserem uneingeschränkten Herrscher!!!!!


helmar antwortet um 23-02-2013 12:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Person vor Partei.........dient der Partei
Hallo Rebell2 ...ob dich das jetzt freut oder nicht tut nichts zur Sache.....Das Gfrett an der ganze Sache ist dass wir in erster Linie ein Parteien/Listenwahlrecht haben. Eigentlich ist die einzige Persönlichkeitswahl jene zum Bundespräsidenten. Und auch wenn man den Eindruck erweckt dass der Wähler im Rahmen von Wahlen jemanden bevorzugen kann, am Ende kommt es den Parteien zugute. Auch wenn es, wenn man so die Wahlplakate anschaut, fast mehr Plakate für z.b. Pröll stehen als für die ÖVP. Und wer "nur" Pröll wählt, bekommt trotzdem die ÖVP dazu...ist aber natürlich bei anderen Parteien auch so, aber hier fällt es am meisten auf.
Mfg, Helga


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