Kanalgebührenberechnung

Antworten: 16
heilei 29-01-2013 19:26 - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
Hallo,
weils gerade einen Beitrag über Wasseranschluss, etc. gibt, würde mich interessieren wie
in euren Bundesländern die Kanalgebühr berechnet wird!
Ich denke so ein verrücktes Gesetz wie in NÖ hat keiner.
Kanalgebühr wird nach m² VERBAUTER Fläche berechnet, egal ob eine Person
oder 10 Personen im Haushalt wohnen. Wasserverbrauch ist egal, hat keinen Einfluss.
Grundfläche wird max. 500m² gerechnet, wenn man 5000m² hat, auch egal.
Gruß,
heilei


po17g antwortet um 29-01-2013 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
Bei uns wird auch nach m² die Bereitstellungsgebühr berechnet, (die zahlst immer egal ob 1ne person oder 20personen im haushalt, beim anschlisen wird auch die anschlussgebühr mit den m² berechnet) plus die verbrauchte wasser menge noch zusätzlich dazu.

Bereitstellungsgebühr+Wasser einkauf +Wasser entsorgung= Kanalkosten


KaGs antwortet um 29-01-2013 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
In NÖ gehen halt die Uhren anders! Dank unserem Herrn Erwin, der vom Verursacherprinzip nichts wissen will!
Die Abwässer werden ja von den Bewohnern des Hauses verursacht, nicht vom Gebäude selbst! Oder liege ich da falsch? Dass nach Hausgröße und Etagen gerechnet wird, gibts nur in NÖ! Selbst wenn ein 15 cm dicker Vollwärmeschutz drauf ist, wird der bei der Berechnung miteingrechnet. Oder dicke alte Steinmauern, detto! Ob jetzt 1m³ pro jahr in den Kanal rinnt, oder 300 m³, ist egal!
Kann mich noch erinnern, wo die NEWAG (jetzt EVN) die Grundgebühr nach Anzahl der Räume, und wie die Lampem mit Glühlampen bestückt waren. Da war, so glaube ich, pro Raum nur 100 Watt erlaubt. (Deckenlampe und Nachttischlampen wurden ja zusammen gerechnet) Wenn man darüber war, gab es einen Aufschlag zur Grundgebühr. Manchmal kam ein NEWAG Mitarbeiter um das zu kontrollieren. Der war aber eh viele Lampen "übersehen".. Dann ging es auf einmal einfach, nämlich ein gewisser Hausanschlußwert wurde zur Berechnung heran gezogen.



heilei antwortet um 29-01-2013 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
Hallo po17g,
von welchem Bundesland bist du?
Bereitstellungsgebühr haben wir nur für Wasserzähler und dadurch auch eine korrekte Abrechnung des Wasserverbrauchs.
Beim Bau die Anschlussgebühr ist auch noch Ok nach m², aber dann die Kanalbenützung nach m² ist ein Wahnsinn.
Gruß,
heilei


baerbauer antwortet um 29-01-2013 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
im OÖ
nach gemeldeten Personen und nach verbauter Fläche je Geschoss (inkl. Keller wenn dieser offiziell beheizt ist)

mich hats fast aufn A..... gesetzt als ich die Vorschreibung fürn Anschluss bekommen habe..... dann hab ich nachgerechnet und bin auf ca.70m2 Mauerfläche gekommen.... bei den alten Grundmauern...
lg


Restaurator antwortet um 29-01-2013 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
bei uns (stmk) ist das auch nicht viel anders:
anschlussgebühren nach den massen der dachrinnenaussenkante (!!!!!!) und laufende gebühr nicht nach wasserverbrauch, sondern nach wc-anzahl, macht 193€ pro toilette und jahr. dazu kommen 1,90€/m³ wasser plus 200€ servicegebühr für den wasseranschluss dazu.
somit kostet uns der ganze spass rund 100€ im monat, alleine was meine viecher trinken...
sprich: da wir in jedem stockwerk ein wc haben zahlen wir für unseren gack doppelt.
zu meinen dachrinnen kamen dann noch die dachüberstände plus die meterdicken aussen- und innensteinmauern bei der anschlussgebühr dazu.



fgh antwortet um 29-01-2013 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
Anschlussgebühr = /m² Wohnfläche (Keller und Dachgeschoss zählt die Hälfte), laufende Gebühr /Person oder /m³ verbrauchtes Wasser.


Restaurator antwortet um 29-01-2013 22:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
@tria:
ich gehör zur landeshauptstadt, der grössten stadtbauerngemeinde österreichs :)
kann schon sein, dass mich da einer gelegt hat....war damals noch recht jung und mir sind da auch andere sachen passiert. bei der neubewertung meiner streuobstwiese (50 % im "normalhang", 50% steigeisentauglich) wurde ich damals in die bewertungsstelle vorgeladen ins büro der chefität. dort hat er mir erklärt, dass er für diese streuobstwiese selbstverständlich keine landwirtschaftliche bewertung vornehmen kann, aber er kommt mir ein stück entgegen und wenn ich einspruch erhebe dippelt er mir das x-fache rauf. also hab ich - damals jung und unerfahren - maul gehalten und zahl jetzt für 5000² streuobstparzelle 37€ grundsteuer pro jahr.
ich hätt noch ein paar so g'schmackige g'schichterl aus graz, aber wenn ich das alles "reparieren" anfangen tät hätt ich für nix anderes mehr zeit.
weiss nicht wie's jetzt ist, aber damals waren halt eine reihe randlose.... unterwegs.....allen voran der nette kanalherr von der schlumpfpartei, der dann später wegen sexueller übergriffe seinen hohen stuhl räumen musste....der hat auch versucht unseren ganzen berg von uns normalen arbeitnehmern mit nebenerwerbswirtschaften freizuschiessen....zwecks einmaliger bauplätze für die geldsäcke....
heute noch DANK an den damaligen landesrat der ÖVP der uns davor gerettet hat - ohne deswegen über die heutige övp in jubel auszubrechen.


tch antwortet um 29-01-2013 22:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
bei Dir ist es immer anders und kompliziert....


tch


baerbauer antwortet um 30-01-2013 07:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
@restaurator
da möcht ich wissen wie die Verwaltungsbeamten des nochmessn :-)
Bei mir hätte es sich rentiert - hab ca. 130cm Vordach+80er Mauern ....


po17g antwortet um 30-01-2013 08:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
@heilei.............aus kärnten, bei uns ist das aber in jeder Gemeinde bzw. Abwasserverband anders geregelt.


pm04kabe antwortet um 30-01-2013 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
Also bei uns im Burgenland kann jede Gemeinde für sich selbst festlegen anhand welcher Kriterien Sie die Berechnung der Kanalbenützungsgebühr durchführt. Diese sind z.B. anhand der verbauten Fläche, der im Haushalt lebenden Personen, dem Wasserverbrauch, oder aber einer Kombination aus diesen unterschiedlichen kriterien. In den meisten Gemeinden wird jedoch die verbaute Fläche herangezogen, da zum einen damit auch die Besitzer von Wochenendhäusern, für welche die Infrastruktur auch zur Verfügung gestellt wird ihren Beitrag leisten müssen. Zum anderen hätten Landwirte mit großen Tierbeständen extremen Wasserverbrauch, welcher aber nicht über die Kanalisation zu entsorgen ist.

MFG pm04kabe


heilei antwortet um 30-01-2013 10:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
Hallo Restaurator,
wenn ich nur 193.-/WC zahlen bräuchte wärte ich glücklich :-)
So gerechnet zahle ich das 2,5 fache!
Gruß,
heilei


Weide1 antwortet um 30-01-2013 17:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
Also bei uns in der Gemeinde (STMK - GU) zahlen wir nach EGW (sprich gemeldete Einwohner) und ich denke das dies noch am gerechtesten ist. Derzeit sind es pro EGW etwa 114 Euro im Jahr. Bei uns am Berg haben wir seit 2000 eine eigene Abwassergenossenschaft. Da kommen wir derzeit für einen kostendeckenden Betrieb noch mit 22 Euro pro Person und Jahr aus. Die Mitglieder der AWG wissen es zu schätzen sich seinerzeit für die private Lösung entschieden zu haben.


heilei antwortet um 30-01-2013 19:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
Hallo,
finde ich auch gerecht nach EGW!
In OÖ gibt es auch Gemeinden die nach Wasserverbrauch berechnen,
so wird auch zum Wassersparen erzogen. Bei uns spart keiner beim Wasser, da es
doch recht billig ist, nebenbei jammert die Gemeinde über Wasserknappheit.
Gruß,
heilei


pm04kabe antwortet um 31-01-2013 12:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kanalgebührenberechnung
Was heißt Gerechtigkeit...eine Gerechtigkeit jedem gegenüber kann es nicht geben bei einseitiger Gebührenvorschreibung. Da wird es immer wieder Personen geben die sich ungerecht behandelt fühlen und andere die von gewissen Berechnungsgrundlagen profitieren.


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