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NiN 28-01-2013 17:20 - E-Mail an User
Neues aus der IV
Die Industriellenvereinigung will jetzt statt 8 Stunden die Arbeitszeit auf 12 Stunden ausweiten.
Natürlich ohne finanziellen Ausgleich für die Arbeitnehmer, jedoch auch nicht zu ihrem Nachtteil!

Wie findet ihr das?

Ich würd ja sagen, nur noch 6h Arbeitszeit, zu selbem Gehalt, dafür mehr MA einstellen.
Zurückrücken muss der Staat dafür mit Lohnnebenkosten, die er sich ja wieder über Einsparungen bei AMS Geldern und Sozialhilfen spart, sowie dem mehr an Steuereinnahmen, wenn wieder mehr Menschen die Konjunktur ankurbeln.
Weiters könnte das Gesundheitssystem entlastet werden, weil weniger Burnouts und dergleichen.
Dafür glücklichere Familien mir mehr Zeit füreinander....
 


biolix antwortet um 28-01-2013 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neues aus der IV
Hallo NIN !

überall wo die Extreme sich "einschleiche" kommt dann die "Gegenbewegung"... aber die ÖVP und der Mitterlehner haben das sofort unterstützt.. ;.-(

lg biolix


NiN antwortet um 28-01-2013 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neues aus der IV
das ist klar, daß die Schwarzen das auch alles so wollen...ich frag mich halt wirklich nach der Wirtschaftlichkeit....

Volkswirtschaftlich sind meine Forderungen besser....



Hausruckviertler antwortet um 28-01-2013 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neues aus der IV
Davon träumen die Arbeitgeber schon seit langem. Bei allen Lohnverhandlungen wird das immer wieder verlangt. Flexible Arbeitszeiten haben vor allem einen Vorteil für den Arbeitgeber und sehr selten für den Arbeitnehmer.
Gleitende Tages - oder Wochenarbeitszeit bringt auch dem Arbeitnehmer etwas, aber darauf wollen die Arbeitgeber ja nicht hinaus, sondern nur die Arbeitskräfte ihrem Bedarf anpassen. Saisonale Arbeitsspitzen könne die dadurch billig abfedern. Früher wurden Überstunden gemacht und auch entsprechend bezahlt. Das wollen die Arbeitgeber mit der flexiblen Arbeitszeit umgehen. Wirtschaftlich mag das ja Sinn machen, weil die Lohnkosten dadurch reduziert werden, aber draufzahlen tut der Arbeitnehmer. Wenn nämlich ein Arbeitnehmer mal den Wunsch äussert flexible Arbeitszeit in Anspruch zu nehmen, indem er mal länger arbeiten will um ein andermal frei zu bekommen, bzw. frei zu nehmen um diese Zeit dan später einarbeiten, wird gleich abgewunken.
Mag sei dass es Firmen gibt, wo das möglich ist. Die kann man aber an einer Hand abzählen.
Braucht ein Arbeitnehmer Urlaub, muß er diesen bis zu einem halben Jahr vorher anmelden, die Entscheidung dass länger gearbeitet weden muß, wird innerhalb weniger Tage gefällt, obs dem Arbeiter passt oder nicht. Wenn er sich wenigstens den Zeitraum für den Zeitausgleich für die längere Arbeitszeit aussuchen könnte, ginge es ja noch. Aber meistens wird auch der von der Firma verordnet.
Das alles ist eine Verbrutalisierung und Amerikanisierung der Arbeitswelt. Die einzelnen Firmen möchte ich hier gar nicht so sehr anklagen, sie stehen ja auch im Zugzwang. Es ist die Gier der Macher und Manager immer billiger zu produzieren um dem Kosumrausch des Volkes gerecht zu werden und auch die Gewinnspannen entsprechend zu erhöhen, was sich ja auf ihre Provisionen auswirkt.
Was nichts mehr kostet hat auch keinen Wert mehr. Die Folge ist eine Wegwerfgesellschaft, die mit den vorhandenen Ressourcen Schindluder treibt.
Hier versagt die Politk weltweit kläglichst. Ein untrügliches Zeichen dafür wie sehr sich die Politk am Gängelband der Wirtschaft befindet. Wer Geld hat, hat die Macht und wer mehr Geld hat, hat noch mehr Macht.
Anstatt eine Steuerpolitik zu betreiben die Steuerflucht unmöglich macht, oder wenigstens erheblich erschwert, um damit den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen, wird immer wieder von denen was abgezwickt, die eh schon wenig haben und obendrein auch noch das Arbeitsleben erschwert indem man ihnen Arbeitszeiten und Arbeitsverhältnisse aufzwingt, die psychisch und physich an die Grenzen gehen.


NiN antwortet um 28-01-2013 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Hausruckviertler

kann ich so unterschreiben...

Die Sklaverei wird immer offensichtlicher....


Restaurator antwortet um 28-01-2013 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@nin:
nix da mit mehr zeit für family.
sei dir sicher, dass die meisten die gewonnene zeit sofort in weitere einkommensfelder investieren um den lebensstandard zu "heben" gggg kommen aber erst am ende drauf, dass ma in agoldens klo auch nur rein sch..... kann ;)
ausserdem wird sich das so nicht spielen. ein bekannter von mir fährt seit einem1/4 jahrhundert lkw und hat mir vor 10 jahren schon erzählt, dass die jungen fahrer mit ihren damals neuen verträgen täglich auf abruf bis 11 bereitstehen müssen, an diesen tagen gibt's dann weniger stunden, die sind an anderen tagen einzuarbeiten. dadurch gab / gibt es für die stunden über den täglichen 8 stunden nicht die aufschläge die das kraut für die alten recht fett gemacht haben. sprich: du kannst keine arbeit zuhause anfangen, die kinder sind in der schule, maximal angeln kannst gehen und nach handy-anruf sofort in die arbeit brausen.
auch im spitalsbereich gibt es durchaus primarii die davon träumen, dass die angestellten, wenn weniger zu tun ist, zuhause bleiben und stunden "ansparen", die sie dann zu stosszeiten auf einen tuscher abareiten müssen. selbst nehmen sie aber jedes vorrecht in anspruch .... ganz haben wir uns noch nicht von der leibeigenschaft und dem kastenwesen verabschiedet....
meine meinung: mittelalterliche sklavenschinder die man sofort zum teufel jagen sollte.


NiN antwortet um 29-01-2013 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@restaurator

wie du sagst, die Versklavung ist im vollen Gange. Vor allem durch die Abhängigkeiten die geschaffen wurden, wie der Konsumdrang und die moderne Bequemlichkeit, lassen da so manchen über seinen Schatte springen .

Hab das öfter schon erlebt, daß sich Menschen alles gefallen lassen, weil sie den Job brauchen...

tatsächlich ist es so, wenn man die Zeit verringern würd, gebe es weniger Arbeitslose (die ÖVP würd sagen Versager), eine bessere Voksgesundheit und wieder Kinder, um die man sich zu Hause kümmert....
Ein Nachkommen meiner bescheidenen Forderungen hätte weitreichende Folgen für heute und für zukünftige Generationen...


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